Einnischung der Messeler Fledermausfamilien

Jagdbiotope der ältesten Fledermausgemeinschaft

Durch Vergleiche mit rezenten Arten wurde die Jagdweise Messeler Fledermäuse erschlossen: Im freien Luftraum erbeutete die extrem spezialisierte Tachypteron franzeni in schnellem, stetigen Flug ihre Nahrung. Die großen, schmalflügeligen Hassianycteris-Arten jagten im Bereich um und über Baumwipfeln, die eher plump wirkenden Archaeonycteris-Arten im offenen Raum zwischen Bäumen in mittlerer Höhe und die kleinen, wendigen Palaeochiropteryx-Arten über dem Boden und im dichten Blattwerk. Damit zeigen die Mitglieder dieser ältesten Fledermausgemeinschaft der Welt eine Spezialisierung hinsichtlich des Flugvermögens und eine Einnischung in verschiedene Jagdbiotope. Diese spiegelt sich in der Fundhäufigkeit wieder – am häufigsten wird Palaeochiropteryx gefunden, am seltensten ist mit nur zwei Individuen die hochfliegende Tachypteron franzeni.

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Text und Gestaltung: Dr. Renate Rabenstein, Abt. Messelforschung, Forschungsinstitut Senckenberg