Im Eozän bestand Europa zeitweise aus Inseln.
Paläogeografische Karte von Mitteleuropa
Während des Eozäns, vor 54 bis 35 Millionen Jahren, herrschte eine höhere mittlere Jahrestemperatur als heute. Das Eis der Polkappen war abgeschmolzen, und der Meeresspiegel lag höher. Der Oberrheingraben zeichnete sich bereits als Senkungsgebiet ab, in dem Wasser vom Ur-Mittelmeer, der Tethys, weit nach Mitteleuropa vordrang. Paläomagnetische Messungen belegen Verschiebungen in Mitteleuropa, so dass Messel nicht wie heute auf 50°, sondern auf ca. 38° nördlicher Breite lag. Dies entspräche heute einer Position auf der Höhe von Südspanien und Sizilien.
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Text und Gestaltung: Dr. Renate Rabenstein, Abt. Messelforschung, Forschungsinstitut Senckenberg