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Die Halbaffengattung Europolemur ist jetzt mit zwei Arten aus Messel belegt. Bereits 1987 wurde Europolemur koenigswaldi beschrieben, ein im Körperbau den heutigen madagassischen Lemuren vergleichbares Tier. Eine zweite, deutlich größere Art war durch drei Skelettreste aus den Museumssammlungen von Frankfurt, Darmstadt und Karlsruhe bekannt, konnte aufgrund fehlender Zähne aber nicht bestimmt werden. Dies gelang durch den hier abgebildeten Schädel, einem Geschenk des Frankfurter Privatsammlers Manfred Keller. Dieser Schädel ist der Holotypus, d.h. das in der wissenschaftlichen Publikation als "Typusexemplar" festgelegte Stück, nach dem eine Art oder Gattung beschrieben wurde. Der Name Europolemur weist darauf hin, daß die Gattung bisher nur aus Europa bekannt ist.
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