Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt

Bernsteinforschung

Bernstein sammlung


Das Alter des Bernstein-Materials reicht von der mittleren Kreide bis ins Pleistozän / Holozän. Der größte Teil der Sammlung besteht aus Baltischem Bernstein, aber die Sammlung beinhaltet auch Bernstein aus der Dominikanischen Republik, Mexiko, Myanmar, Österreich und Kopal aus Madagaskar, Kolumbien, Kenia und der Karibik.

Die ältesten Bestände wurden 1884 erworben. Hierbei handelt es sich um Baltischen Bernstein, der von H. Conwentz gespendet wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden weitere kleine Sammlungen von Baltischem Bernstein durch Senckenberg erworben, bzw. an Senckenberg gespendet, unter anderem ein Teil der Sammlung von C. von Heyden 1901. Außerdem übergaben zwei Frankfurter Bürger, A. von Gwinner (1908) und K. Dietze (1913) ihre Sammlungen an Senckenberg.

Nach diesen ersten Erwerbungen kam erst 1978 neues Material dazu, als die Sammlung von B. Graffham von Senckenberg erworben werden konnte, die zum ersten Mal nicht aus Baltischem Bernstein besteht, sondern aus Kopal aus der Karibik.

Ende des 20. Jahrhunderts wurden zwei weitere Sammlungen gekauft. Die erste ist eine wichtige Sammlung Baltischen Bernsteins (375 Bernstein-Stücke), die von zwei Sammlern aus Litauen, S. Urbonas und J. Veilandas, erworben wurde (1998). Nur ein Teil dieser Sammlung kam zu Senckenberg, ein weiterer Teil wurde vom Naturkundemuseum in Karlsruhe gekauft (http://www.naturkundemuseum-karlsruhe.de/). Zwei Jahre später wurden einige Stücke Dominikanischen Bernsteins und Kopal aus Tansania von K.A. Frickhinger erworben (2000).

Der bedeutendste Teil der Bernstein-Sammlung jedoch wurde am 10. Januar 2008 erworben - ein Teil der Wunderlich-Sammlung. Jörg Wunderlich sammelt und arbeitet über fossile und rezente Spinnen. Im Laufe seines Lebens hat er eine bedeutende Bernstein-Sammlung zusammengetragen, die neben Baltischem Bernstein auch Bernstein aus der Dominikanischen Republik, aus dem Libanon, aus Österreich und aus China enthält, außerdem Kopal aus Madagaskar, Kenia und Kolumbien. Der von Senckenberg erworbene Teil der Sammlung umfasst mehr als 10.000 Bernstein-Stücke, darunter mehr als 200 Holotypen. Nach Gesprächen mit Dr. P. Jäger, Senckenberg, entschied Jörg Wunderlich, einen Teil seiner Sammlung an Senckenberg zu verkaufen. Ermöglicht wurde der Kauf durch die Dr. Marschner Stiftung. Der Rest der Wunderlich-Sammlung verblieb zum Teil bei Jörg Wunderlich, weitere Teile wurden an das Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und an das Geologisch-Paläontologische Institut und Museum der Universität Hamburg verkauft.

weitere Sammlungen


Die Sektion betreut außerdem die fossilen Arachniden und die fossilen Insekten.

Libelle aus Solnhofen  Schwerpunkte der Sammlung Fossile Insekten sind Insekten aus der brasilianischen Santana-Formation (Kreide), die 1996 und 2004 von dem damaligen Abteilungsleiter Dr. G. Plodowski erworben wurden, sowie Insekten aus den bekannten Solnhofener Plattenkalken in Bayern (Jura, Malm), die aus alten Beständen des Museums stammen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Coleoptera-Holotypen aus dem Jura Niedersachsens, die 1953 von Bode beschrieben wurden. Des weiteren sind bekannte Fundorte wie das Randecker Maar in Süddeutschland, Rott am Siebengebirge, Sieblos/Rhön, die Braunkohle von Salzhausen, Aix-en-Provence, Frankreich, Rio Blanco, USA oder Liaoning, China in der Sammlung vertreten. Die Sammlung umfasst sowohl publiziertes als auch nicht veröffentliches und meist nicht bestimmtes Material und enthält auch eine Reihe fossiler Insektenbauten. Eine große Anzahl fossiler Insekten befindet sich außerdem in der Bernstein-Sammlung.

 

Die Sammlung Fossile Spinnentiere ist eine kleine Sammlung, die aus Spinnentieren aus der brasilianischen Santana-Formation (Kreide), die 1996 und 2004 von dem damaligen Abteilungsleiter Dr. G. Plodowski erworben wurden, sowie einigen miozänen Spinnen aus dem Randecker Maar in Süddeutschland und Rott am Siebengebirge besteht. Nur wenige Exemplare sind bisher publiziert, die meisten Stücke sind bestimmt (siehe SESAM ). Eine umfangreiche Auswahl fossiler Spinnen befindet sich in der Bernstein-Sammlung.

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