Naturmuseum Frankfurt

Geopark (Außenanlage)

Gegenüber dem Haupteingang des Museums liegt die Senckenberganlage. Dort befindet sich eine Freilichtanlage, die zum Bummel durch die Erdgeschichte einlädt. Auf sieben Stationen geben Großexponate charakteristische Beispiele für das Leben in den verschiedenen Erdzeitaltern. Die Bilder auf dieser Seite zeigen eine Auswahl aus dem Spektrum der ausgestellten Exponate. Im Jahre 2010 wurden die Beschriftungstafeln im Siebdruckverfahren aufwändig neu gestaltet.

 

Gestein mit Bändereisenerz   Bändereisenerz
Bändereisenerze sind zwar keine Fossilien, aber dennoch Zeugen archaischen Lebens im Meer vor 3,2 bis 1,9 Milliarden Jahren. Der erste Sauerstoff, der beim Stoffwechsel früher Organismen freigesetzt wurde oxidierte das im Urozean gelöste Eisen zu unlöslichen Eisenverbindungen.
Diese setzten sich weltweit auf dem Meeresboden ab und verfestigten sich zu Bändereisenerz ("Banded iron-Formation").
     
Blütenstand   Wir leben im "Zeitalter der Blütenpflanzen"
Die hochentwickelten Samenpflanzen (Bedecktsamer) dominieren heute mit rund 300.000 Arten die Pflanzenwelt des Festlandes. Für uns Menschen sind sie lebenswichtig: unsere pflanzliche Nahrung und die Kleidung (aus Naturfasern) stammen fast ausschließlich von Vertretern dieser Gruppe.
Die hier gezeigten Pflanzen mit ihren großen, farbigen Blüten dokumentieren ein auffälliges Merkmal der Bedecktsamer: ihre Blüten besitzen eine Blütenhülle.
     
Gesteinsplatte mit Dino-Trittspuren   Dinosaurier-Spuren
Im weichen Untergrund hinterließen die schweren Dinosaurier Fußabdrücke, die dann zu fossilen Fährten versteinerten.
Ein Studium dieser Fährten läßt Aussagen über die Größe, Anatomie, Fortbewegungsart, Geschwindigkeit und Verhaltensweise ihrer Erzeuger zu. Die vorliegende Fährte stammt von einem mittelgroßen vierfüßigen Dinosaurier (Titanosaurier) aus Bolivien und ist etwa 70 Millionen Jahre alt.
     
Blätter von Ginkgo biloba   Ginkgo
Im Pflanzenreich ist das Erdmittelalter die Zeit der Nacktsamer (Gymnospermen). Der Ginkgo ist der einzige überlebende Vertreter einer Gruppe von Nacktsamern, die im ausgehenden Erdaltertum entstand und im Erdmittelalter sehr artenreich vertreten war. Er ist ein "Lebendes Fossil".
     
Zweige eines Mammutbaums   Mammutbäume
Der aus China stammende Urwelt-Mammutbaum war im Tertiär auch bei uns weit verbreitet, sein Holz findet sich häufig in der Braunkohle. Nah verwandt sind die riesigen nordamerikanischen Mammutbäume, die über 100 m hoch werden können. Sie alle sind Nacktsamer und gehören in die weitere Verwandtschaft unserer einheimischen Nadelhölzer. Diese Pflanzen prägten vor etwa 200 Millionen Jahren die Vegetation der Erde.
     
Siegelbaum und Frankfurter Messeturm   Siegelbaum - Sigillaria
In der Steinkohlezeit des Erdaltertums, vor etwa 300 Millionen Jahren, gab es im Gebiet des heutigen Mitteleuropa ausgedehnte Sumpfwälder. Einer der großen Bäume, die dort wuchsen, war der Siegelbaum. Er verdankt seinen Namen der Form der Blattnarben, die die abfallenden Blätter am Stamm hinterlassen haben. Heute noch lebende Verwandte des Siegelbaums sind die krautigen Bärlappe.
     
Gestein mit Stromatolithen   Stromatolithen
Stromatolithen sind knollenartige, geschichtete Kalkgebilde, die unter der Mitwirkung von Cyanobakterien entstehen. Es gibt sie schon seit 3,5 Milliarden Jahren. In der Frühzeit der Erde (Proterozoikum) bildeten sie die ältesten Riffstrukturen der Welt.
     
Tyrannosaurus rex   Tyrannosaurus rex
Das Erdmittelalter war die Zeit der Dinosaurier. In ihrer 160 Millionen Jahre währenden Herrschaft brachten sie die größten Landtiere aller Zeiten mit Gewichten bis zu 100 Tonnen hervor.
Tyrannosaurus rex ist eines der größten Landraubtiere, die je gelebt haben. Mit einer Länge von bis zu 15 m und einer Höhe von 6 m konnte er ein Gewicht von 6-8 Tonnen erreichen. Die mächtigen Kiefer waren mit bis zu 18 cm langen dolchartigen Zähnen bewehrt. Er lebte vor etwa 70 Millionen Jahren.
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