Museum Görlitz

Geschichte
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geschichte der Bibliothek

Die Entwicklung der Bibliothek ist eng verknüpft mit der Geschichte der 1811 gegründeten Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz. Die Büchersammlung entstand anfänglich durch Geschenke, genau wie die Sammlungen von Vogelbälgen, Pflanzen, Mineralien usw. und vergrößerte sich ständig. Die Gesellschaft legte deshalb 1827 in ihrem Statut fest, dass es sich erforderlich macht, eine Bibliothek anzulegen. Das geschah im Jahre 1830, als erstmals ein Bibliothekar eingesetzt wurde, der alle Schriften verwaltete. Mit 434 Bänden begann somit in jenem Jahr die gezielte Nutzung und Erweiterung des Bestandes, der bis heute auf ca. 145.000 Bestandseinheiten angewachsen ist. Ausschlaggebend für diese Expansion war nicht zuletzt der Schriftentausch, der sich seit 1836 durch die Herausgabe des zweiten Bandes der „Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz" , seit 2008 unter dem Titel "Soil Organisms", entwickelt hat. Heute publiziert das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz darüber hinaus die Schriftenreihen „ACARI" und „Peckiana". Diese drei Publikationen und die „Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz" vertreibt die Bibliothek im Schriftentausch an über 350 Partner in der ganzen Welt.

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Einblick in die Schriftensammlung der
Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz
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Die Naturforschende Gesellschaft behandelte die Bibliothek lange Zeit sehr stiefmütterlich. Oft fehlten finanzielle Mittel, um wichtige Anschaffungen zu machen. So hat Julius von Zittwitz (Präsident der Gesellschaft von 1861 bis 1867 und 1869 bis 1873) die Bildtafeln eines meisterhaft illustrierten ornithologischen Werkes von G. R. Gray mit 800 farbenprächtigen Abbildungen seltener Vögel vollständig und originalgetreu abgezeichnet. Die Bilder befinden sich noch heute im Besitz der Bibliothek. Zur Bestandserweiterung trugen aber auch umfangreiche Nachlässe und Schenkungen von Mitgliedern und Freunden der Gesellschaft bei.
Bereits 1842 war ein Bestand von 2.084 Bänden in der Bibliothek nachzuweisen. Ab Dezember 1866 wurden die Aufgaben des Bibliothekars vom Kabinettsinspektor und späteren Direktor Dr. R. Peck wahrgenommen. Von dieser Zeit an gehörte die Betreuung der Bibliothek zu den Obliegenheiten des jeweiligen Kustos bzw. Museumsdirektors.
Seit dem Jahre 1836 gab es sogenannte Bibliotheks- und Lesestunden für die Mitglieder der Gesellschaft. Im Sommersemester 1882 öffnete die Bibliothek erstmals an den Mittwochnachmittagen ihre Pforten für die Öffentlichkeit , 1904 kam als zweiter Öffnungstag der Samstagnachmittag dazu.
Nach dem ersten Weltkrieg leitete H. von Rabenau die Bibliothek und führte eine Neuordnung ein, in deren Ergebnis eine übersichtlichere Aufstellung der Bücher und Zeitschriften vorgenommen wurde. Der Bestand hatte sich auf 30.000 Bände vergrößert.
Der 2. Weltkrieg brachte der Bibliothek keine Verluste. Nachdem das Museum 1953 vom Staatssekretariat für Hoch- und Fachschulwesen der DDR verwaltet wurde, erhielt auch die Bibliothek entsprechende Mittel zur Erweiterung des Bestandes, insbesondere für Literatur, die dem Forschungsprofil des Museums entsprach. Damit wurde die Grundlage für den heutigen Bestand in seiner Zusammensetzung (s. Profil) und Größe (s. Statistik) geschaffen.
Im Jahre 1967 nahm in der Bibliothek erstmals eine ausgebildete Bibliothekarin ihre Arbeit auf.
In den Räumen des Hauptgebäudes waren die Bestände über viele Jahre äußerst beengt untergebracht, große Teile der Zeitschriften waren sogar ausgelagert. Diese Situation verbesserte sich 1995 mit dem Umzug der Bibliothek in das neu rekonstruierte Gebäude am Museum 2.
Durch die Fusionierung des Staatlichen Museums für Naturkunde Görlitz mit dem Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg im Jahr 2009 eröffneten sich auch für die Bibliothek neue Perspektiven. So wurde es möglich, eine Vollzeitstelle mit 2 Arbeitskräften wiederzubesetzen. Zwischen allen Bibliotheken des Senckenberg - Verbundes entwickelt sich eine konstruktive Zusammenarbeit, deren Ziel u.a. die Darstellung der gesamten Bestände (über 1 Mill. Medieneinheiten) in einem WEB-OPAC ist.

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