Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt

Botanik und Molekulare Evolutionsforschung

Herbarium Senckenbergianum –
die botanisch-mykologischen Sammlungen

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Die botanisch-mykologischen Sammlungen der Senckenberg Forschungsinstitute finden sich an 4 Standorten – Frankfurt, Görlitz, Weimar und Wilhelmshaven. Das Herbarium Senckenbergianum in Frankfurt/Main wurde 1817 gegründet, das Herbarium Senckenbergianum in Görlitz gibt es seit 1823. Die beiden anderen Sammlungen in Weimar und Wilhelmshaven sind rezente Gründungen, thematisch eng fokussiert und vom Umfang her wesentlich kleiner. Die Spezial-Sammlung für Dinophyta in Wilhelmshaven (Centre of Excellence for Dinophyte Taxonomy – CEDiT) ist kein Herbarium im eigentlichen Sinne und daher nicht im Index Herbariorum akkreditiert. Weitere Details zu den Sammlungen und ihren Schwerpunkten folgen unten.

Seit der Fusion Senckenbergs mit den sächsischen naturwissenschaftlichen Sammlungen und dem Deutschen Entomologischen Institut am 1.1.2009 treffen sich die Mitarbeiter der botanischen Abteilungen und Einrichtungen jährlich. Ziel war es zunächst, eine einheitliche Handhabung des Leihverkehrs und die weiteren Sammlungsstrategien abzustimmen. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Verfügbarkeit der Sammlung dar, die durch die Digitalisierung von Belegen und Sammlungsdaten verbessert werden kann. Mittel- und langfristig soll durch gemeinsame Drittmittelanträge sichergestellt werden, dass die Beleg-Digitalisierung rascher vorangehen kann.

 

Herbarium Senckenbergianum Frankfurt/Main (FR)

Herbarstempel FR  

Gegr. 1817 durch die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft Frankfurt/Main.

1.200.000 Belege.

Fokus: weltweit. Schwerpunkte: Hessen, Europa, Mediterran-Raum, Mittelatlantische Inseln, Westafrika, Neotropen; Poaceae, corticole, crustose Flechten der Holarktis; Diatomeen.

Wichtige Sammlungen: A. Aschenborn, J. Becker, W. Boege, K.-P. Buttler, M. Dürer, J. G. A. Forster, J. R. Forster, J. B. C. W. Fresenius, G.W. Freyreiss, J. A. Futschig, G. Gärtner, M. Goldschmidt, H. Hupke, R. O. K. Kräusel, W. Kuls, J. A. Metzler, A. Nieschalk, G. L. Rabenhorst, E. W. P. S. Rüppell, J. Scherbius, L. P. K. Scriba, F. W. Sieber, G. H. K. Thwaites – vgl. auch Index Collectorum.

Bisgoeppertia robustior

Bisgoeppertia robustior, Herbarium FR.

  

Herbarium Senckenbergianum Görlitz (GLM)

GLM

 

 

Gegr. 1823 durch die Naturforschende Gesellschaft zu Görlitz.

376.200 Belege.

Gefäßpflanzen und Pilze weltweit (Herbarium Generale), Spezialsammlung: südöstliches Deutschland und angrenzende Gebiete Polens und der Tschechischen Republik (Herbarium Lusaticum); Flechten, Moose (weltweit) und Characeae Europas.

Wichtige Sammlungen: J. C. Breutel, E. Wenck und weitere Angehörige der Herrnhuter Brüdergemeine (Moose, Flechten, Phanerogamen), F. Gröger (Pilze), J. G. Ch. Lehmann (Lebermoose), G. Zschieschang (Pilze), I. Dunger (Pilze, Phanerogamen), H. Jage (>40.000 phytophathogene Pilze, Phanerogamen), E. Eckardt (Moose), C. G. Mosig, F. A. Schade (Flechten), E. Barber, M. Militzer, H.-W. Otto, R. Peck, H. v. Rabenau (Phanerogamen).

Hieracium iseranum

Hieracium iseranum, Herbarium GLM.

  

Herbarium Senckenbergianum Weimar (IQW)

IQW  

Forschungsstation für Quartärpaläontologie, gegr. 2008 als Referenzsammlung zum Studium quartärer Pflanzenreste (Makrofossilien).

3.500 Belege.

Flora von Beringia (Jakutien [NO-Sibirien], Alaska) und nördliches Europa, Gefäßpflanzen, spezieller Fokus auf arktische, boreale und Steppenpflanzen.

Potentilla uniflora

Potentilla uniflora, Herbarium IQW.

   

CEDiT

Eine Spezialsammlung von Dinophyta befindet sich in Wilhelmshaven im Aufbau (Centre of Excellence for Dinophyte Taxonomy – CEDiT).

https://die-welt-baut-ihr-museum.de