Senckenberg am Meer Wilhelmshaven

Meeresgeologie

 

FATE of cold-water coral reefs -
identifying drivers of ecosystem change

 

Projektcode:    RCN 244604/E40                                            Projektleiter:                      Tina Kutti (IMR, Bergen)

Projektpartner: IMR, NINA, NIOZ, GEOMAR                         SGN  Projektmitarbeiter:       Dr. Max Wisshak
                                                                                                                                                  Prof. Dr. André Freiwald

Laufzeit: 2015-2018

IMR Forschungsschiff Håkon Mosby Das Projekt FATE wird unter der Koordination von Tina Kutti und Kollegen am IMR in Bergen von einem Norwegisch-Niederländisch-Deutschen Forscherkonsortium getragen.
Schwerpunkt des Projektes ist die Erforschung des Einflusses des Klimawandels auf die norwegischen Kaltwasserkorallenriffe. In einer Kombination aus Labor- und Geländeexperimenten werden zahlreiche Umweltparameter gemessen, ökophysiologische Daten erhoben, und Besiedlungsexperimente durchgeführt.Dabei werden saisonale Muster sowie die Auswirkungen simulierter Ozeanversauerung, Meereserwärmung, und Nährstoffknappheit auf verschiedene Riffbewohner (Korallen, Muscheln, Schwämme, Bioerodierer) untersucht.

 
 IMR Forschungsschiff Håkon Mosby
© Max Wisshak

Die gesammelten Daten werden in ein Ökosystemmodell integriert um ein besseres Verständnis der Stoffkreisläufe
und Interaktionen in Kaltwasserkorallenriffen zu gewinnen, und um bessere Vorhersagen über das weitere Schicksal
dieser Ökosysteme treffen zu können.

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BIOACID II - Biological Impacts Of Ocean Acidification

 

Projektleiter: Ulf Riebesell (GEOMAR, Kiel)
                       Hans-Otto Pörtner (AWI, Bremerhaven)                      SGN Projektmitarbeiter: Dr. Max Wisshak
                                                                                                                                                         Dr. Lydia Beuck
                                                                                                                                                         Prof. Dr.  André Freiwald

Projektpartner: GEOMAR, AWI, MARUM, und viele mehr                      Projektwebsite: http://www.bioacid.de/

Laufzeit: 2012-2015

Besiedelungsexperimente

Als assoziierte Partner in der zweiten Runde des großangelegten Deutschen Ozeanversauerungs-Forschungskonsortiums BIOACID war Max Wisshak an zwei Forschungsexpeditionen mit dem FS POSEIDON (POS 455 und 473) zu Kaltwasserriffen im Norwegischen Trondheimsfjord und dem benachbarten Norwegischen Schelf beteiligt. Mit dabei, das Tauchboot JAGO. Dabei wurde zusammen mit Kollegen des GEOMAR unter anderem ein am Senckenberg Institut entwickeltes Besiedlungsexperiment durchgeführt. Des Weiteren wurde mittels einer Kombination von Labor- und Geländeexperimenten der Kalkabbau des Korallengerüstes durch Bioerodierer quantifiziert.                         
                                                                                                                                                                                Besiedelungsexperimente © Max Wisshak

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Biodiversitätsabschätzung von Kaltwasserkorallen-assoziierten Bryozoen-Vergesellschaftungen unter unterschiedlichen Umweltbedingungen im Mittelmeer und am atlantischen Kontinentalrand

 BiK-F, Projekt A3.10 Kaltwasserkorallen Ökosysteme                              Kei Matsuyama, Prof. Dr. André Freiwald

 
Bereits seit dem 18. Jahrhundert ist das Vorkommen vonRasterelektronenaufnahme zweier Bryozoenkolonien auf einem Korallenbruchstück
azooxanthellaten Korallen in tieferen Gewässern und niederen Breiten bekannt. Allerdings wurden diese erst mit dem Auftreten von hochentwickelten hydroakustischen Systemen und Tauchrobotern in den 1970ern eingehend untersucht. Auch die Untersuchung der Begleitfauna ist diesem Erforschungstrend unterworfen. Die ersten Berichte über Bryozoen aus diesem Habitat traten um die vorletzte Jahrhundertewende auf. In den letzten Jahren nahm die Erforschung der Kaltwasserkorallen-assoziierten Bryozoen zu, dabei wurden diese jedoch weit weniger intensiv untersucht als andere Tiergruppen der Begleitfauna.

Durch die Untersuchung der (Re)-Kolonisationsmuster der Kaltwasserkorallen ist es möglich, vergangene Klima- und Produktivitätsschwankungen im Nordost-Atlantik zu rekonstruieren.

Rasterelektronenaufnahme zweier
Bryozoenkolonien auf einem Korallenbruchstück
© Kei Matsuyama

Da diese Korallen als Gerüstbauer aktiv sind, locken sie eine vielfältige Fauna mit über 4000 assoziierten Arten an.Insbesondere für solche, die ein hartes Substrat zum Besiedeln benötigen, worunter auch Bryozoen fallen, stellen die Kaltwasserkorallen ein wichtiges Habitat in einem ansonsten weitestgehend von weichen Böden gekennzeichneten Milieu dar. Auch ist dieses Habitat von großer ökonomischer Bedeutung, da viele Fische hier ihre Kinderstube haben.

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 Integration kurz- und langzeitlicher Bioerosionsprozesse (Griechenland)

Projektcode : DFG-Wi 3754/1-1                               Förderperiode: 2013-2016                          
Projektleiter :             
Max Wisshak
Projektmitarbeiterin : Claudia Färber
Projektpartner:           Richard Bromley
                                     Nikoleta Bellou (HCMR)
                                    Jürgen Titschack (MARUM)
                                    Christine Schönberg
                                    Daniel Baum (ZIB)
                                    Karsten Ehrig (BAM)
                                    Bernhard Illerhaus (BAM)

Die biologisch gesteuerte Korrosion und Abrasion von Hartsubstraten, subsumiert unter dem Begriff "Bioerosion", ist ein wichtiger Prozess des Karbonatkreislaufs und der Bildung von Sedimenten mit Karbonatkomponenten. Die quantitative sowie qualitative Bewertung der Bioerosion sind insbesondere relevant für die Karbonat-Budgetierung und für die Paläoumwelt-Rekonstruktion. Bisherige Bioerosionsexperimente waren überwiegend auf maximal zwei Jahre Expositionszeit begrenzt, wodurch vor allem mikrobielle Bioerosion erfasst wurde (Cyanobakterien, Chlorophyten, Pilze). Die Etablierung vieler Makrobohrer (Schwämme, Muscheln, Polychaeten), benötigt hingegen etliche Jahre bis sich ein Gleichgewicht einstellt.

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 DFG-Projekt FR 1134/19

 

  

Spatial and temporal effects of anthropogenic carbon on bioerosion

DFG-Projekt: FR 1134/19                         Förderperiode: 2009-2012                             Max Wisshak, André Freiwald

DFG-Projekt FR 1134/19In diesem Projekt wird der Einfluss von Ozeanversauerung und Klimaerwärmung auf die Bioerosionsleistung von Bohrschwämmen experimentell unter kontrollierten Temperatur-, Salinitäts- und pH-Bedingungen untersucht. Die Mikrokosmos-Experimente laufen sowohl in der kalt-temperierten Nordsee auf Helgoland als auch im tropischen Grossen Barriereriff im Pazifik unter der Durchführung von Max Wisshak. Projektpartner sind die Bohrschwammexpertin Christine Schönberg am AIMS in Perth, sowie Experimentalbiologe Armin Form vom IFM-Geomar in Kiel.

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Biosedimentary systems in Arctic environments: Polar coralline algae

DFG-Projekt: FR 1134/18            Förderperiode: 2009-2012          Sebastian Teichert, André Freiwald

RhodolitheIm Jahr 2006 wurden während der MSM 02/03 Expedition die nördlichsten Vorkommen coralliner Rotalgen bei 80°30’ nördlicher Breite vor Nordaustlandet entdeckt. Dieses Gebiet, sowie verschiedene andere um Spitzbergen, wurden mit dem bemannten Tauchboot Jago intensiv dokumentiert und beprobt. Coralline Algen scheinen in polaren Gewässern viel weiter verbreitet zu sein als bisher angenommen und repräsentieren somit eine einzigartige polare Karbonatfabrik. Es soll die artliche Zusammensetzung und Funktionalität dieser polaren Corallinaceen analysiert werden sowie ihre Eignung als historische Klimarekorder. Ferner sollen die Karbonatproduktionsraten quantifiziert und mit denen weiterer borealer Vorkommen verglichen werden. 

 

CARBONATE: Mid latitude carbonate systems

Complete sequences from cold water coral carbonate mounds in the N.E. Atlantic


DFG-Projekt: FR 1134/17          Förderperiode: 2007-2011         Nina Joseph, Matthias Lopez Correa, André Freiwald

CT Scan

 

In diesem ESF-EuroCORES Netzwerkprojekt werden Sedimentkerne mit kompletten sedimentären Abfolgen durch einen postglazialen Kaltwasserkorallen-Riffkörper im nord-norwegischen Stjernsund mikropaläontologisch analysiert und gezielt datiert. Der Stjernsund-Riffkomplex wurde 2005 auf der Poseidon Expedition P325 kartiert und geologisch beprobt. CARBONATE wird von Andy Wheeler, Cork, Irland, koordiniert.

 

 

 

HERMIONE: Hotspot Ecosystem Research and Man's Impact On European Seas

EU-RP7                                 Förderperiode: 2009-2012                 André Freiwald, Lydia Beuck, Jürgen Titschack,
                                                                                                                        
Matthias Lopez Correa, Petra Wenninger

HERMIONE

 

Entlang der europäischen Kontinentalränder werden Biodiversitäts-Hotspots mit modernsten Methoden kartiert, beprobt und analysiert. Zu diesen Hotspot-Ökosystemen zählen Kaltwasser-Korallenhabitate, Tiefsee Canyons, Seeberge und chemosynthetische Lebensgemeinschaften. Unsere Gruppe koordiniert das Teilprojekt Kaltwasserkorallen und Karbonatmounds. HERMIONE wird von Phil Weaver (National Oceanography Centre Southampton) koordiniert.

 

 

 

CoralFISH: Assessment of the interaction between corals, fish and fisheries, in order to develop monitoring and predictive modelling tools for ecosystem based management in the deep waters of Europe and beyond

EU-RP7                                  Förderperiode: 2008-2012                             André Freiwald, Lydia Beuck

CoralFISH

Ziel des Projekts ist es, wissenschaftlich gestützte Managementmethoden hinsichtlich einer nachhaltigen Tiefseefischerei zu entwickeln. Gerade Kaltwasserkorallen Habitate gelten als sehr fischreich und zeigen daher sehr oft Schäden durch Bodenschleppnetze. In CoralFISH arbeiten Biologen, Ökosystem Modellierer und Ökonomen gemeinsam mit Vertretern aus der Hochseefischerei aus 10 EU Beitrittsstaaten zusammen. Lydia Beuck arbeitet federführend an einer EU-weiten Standardisierung von Protokollen zur Auswertung von Unterwasser-Videosequenzen, die mit bemannten Tauchbooten oder mit Tauchrobotern aufgenommen worden sind.

 

 

https://die-welt-baut-ihr-museum.de