Museum Görlitz

Aktuelles / Presse

7. Tagung zum Sammlungsmanagement des Deutschen Museumbundes findet in Görlitz statt

Museumsfachleute treffen sich vom 16. bis 18. Juni im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

Blick in die geologische Sammlung
Die Sammlungen des Görlitzer Naturkunde-
museums umfassen rund sechs Millionen
Objekte. Sammlungsmanager Jörg Büchner
präentiert hier Stücke aus der geologischen
Sammlung des Museums. © Sven Tränkner

Die Sammlungen des Görlitzer Naturkundemuseums umfassen rund sechs Millionen Objekte. Sammlungsmanager Jörg Büchner präentiert hier Stücke aus der geologischen Sammlung des Museums. © Sven Tränkner

Unter dem Titel „Dokumentation ohne Grenzen – Sammlungen interdisziplinär und multilingual vernetzen“ kommen an der Neiße 130 Spezialisten aus Deutschland, England, Holland, Tschechien und Polen zusammen, um über die Möglichkeiten zu diskutieren, wie die Dokumentation von wissenschaftlichen Sammlungen den Anforderungen digitaler Wissensorganisation angepasst und eine internationale Ver-netzung erfolgen kann. Veranstalter des Kongresses ist der Deutsche Museumsbund in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen, allen Görlitzer Museen und dem Institut für Museumsfor-schung Berlin. Im Rahmen von Exkursionen besuchen die Teilnehmer am Sonnabend die Görlitzer Altstadt.
„Sammeln, Bewahren und Dokumentieren“ ist der Auftrag von Museen, aber auch von Firmensammlungen, Archiven und Kollektionen in anderen kulturbewahrenden Einrichtungen. Verstärkt steht dabei - neben dem sorgfältigen Umgang mit den Sammlungen und ihren zugehörigen Informationen, die Digitalisierung der Bestände und die Vernetzung mit anderen Einrichtungen im Vordergrund. Von den großen archäologischen und naturwissenschaftlichen Sammlungen bis zu den Heimatmuseen hat das digitale Zeitalter die Häuser erreicht und stellt sie vor vielfältige Möglichkeiten, aber auch neue Aufgaben.
Ein Beispiel hierfür ist der slawische Hacksilberfund von Cortnitz bei Bautzen, der in einem Projekt am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig untersucht wird. Auch die Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde stellen unter anderem ihre international vernetzte Sammlungsdatenbank vor.

Das komplette Programm ist hier abrufbar: http://www.ag-sammlungsmanagement.de/index.php/tagungen

17. Juni 2016

Nur Sex im Kopf?

Lesen Sie hier ein Interview mit unserem Nacktschneckenforscher Dr. John Hutchinson:
http://www.bestewelten.de/menschen/menschen-artikel/new574ed51b548ff682151130-warum-tun-sie-sich-das-an/

7. Juni 2016

Infoabend für kleine Naturforscher

 naturforscher bei der arbeit
Kleine Naturforscher beim Insektenfang. Wie
man ein "Nature Scout" wird erfahren Eltern
und Kinder ab 11 Jahren am 15. Juni 2016
beieiner Infoveranstaltung im Görlitzer
Naturkundemuseum. Foto: C. Düker

Raus aus dem Kinderzimmer, rein in die Natur! Alle Kinder ab 11 Jahren, die Lust haben ihre heimische Umwelt zu entdecken, in der Neiße zu keschern oder hinter die Kulissen eines richtigen Forschungslabors zu schauen sind genau richtig in der Arbeitsgemeinschaft „Nature Scouts“ am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Am 15. Juni findet dazu um 17:00 Uhr im Seminarraum des Naturkunde- museums auf dem Marienplatz (Seiteneingang) ein Informationstreffen für Eltern und Kinder statt. Die Biologin Christiane Ritz und ihr Team stellen sich und die AG vor und besprechen mögliche Termine. Richtig los geht’s mit den wöchentlichen Treffen dann nach den Sommerferien.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Christiane Ritz unter der Telefonnr. 03581/47605330 und der Emailadresse christiane.ritz@senckenberg.de gern zur Verfügung.

Weiterführende Links: www.senckenberg.de/naturescouts      Download Flyer

Senckenberg eröffnet neue Bodenausstellung

duenne haut der erde
www.senckenberg.de/duennehautdererde

Alle vier Jahre verliert Europa fruchtbaren Boden in der Größenordnung der Insel Mallorca durch Erosion oder Versiegelung. Flächen, die dringend für die Landwirtschaft und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen benötigt werden. Doch was ist Boden eigentlich, welche Lebewesen bewohnen ihn und welchen Nutzen bringt er dem Menschen? In einer neuen Wanderausstellung informieren die Ausstellungsmacher des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz über die Welt unter unseren Füßen. „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ eröffnet am 10. Juni 2016 um 18 Uhr im Naturkundemuseum am Marienplatz und wird bis zum 8. Januar 2017 zu sehen sein.

Die Ausstellung ist insbesondere für Familien und Schulklassen konzipiert. Beim Betreten der Schau schrumpft der Besucher auf die Größe einer Landassel und taucht in eine ihm bis dahin unbekannte Mikrowelt ein. 3D-Modelle, mikroskopische Abbildungen, interaktive Elemente, Filme und Multimediaeinheiten ermöglichen einen genaueren Blick auf die „dünne Haut der Erde“. In vier Themenkammern begegnen die Betrachter zahlreichen Bodentieren vis-á-vis: Völlig neue Bekanntschaften sind garantiert! Zudem erfahren die Besucher etwas über verschiedene Bodentypen, neueste Bodenforschung, Bodenzerstörung sowie Maß-nahmen zum Bodenschutz.

„Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ war bereits im Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen und wird nach ihrer Präsentation in Görlitz zunächst in Frankfurt/Main und Bonn ausgestellt.

Seit fünfzig Jahren erforschen die Wissenschaftler am Görlitzer Naturkundemuseum die Vielfalt der Bodenorganismen und ihre Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Bodenfunktionen. Denn durch den Abbau von organischer Substanz liefern Regenwürmer, Milben, Pilze, Bakterien & Co. lebensnotwendige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum und bilden somit die Grundlage für die Ernährung der Menschheit. Böden sind also ein kostbares Gut und eine endliche Ressource, die nachhaltig genutzt werden muss.

zu Gast in Leipzig

 Leipzig
Im Podium "Schöpfung im Wandel" in der
Kongresshalle am Zoo in Leipzig.
Foto: L. Träger/Senckenberg

Am 26. Mai 2016 war das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz beim Katholischen Kirchentag in Leipzig zu Gast.
Im Podium zum Thema „Schöpfung im Wandel! Veränderungen der Biodiversität – Ursachen, Konsequenzen und Strategien der Nachhaltigkeit“ saßen die Ökologen Prof. Dr. Wolfgang Haber, Prof. Dr. Wolfgang Weisser und der Biodiversitätsforscher Prof. Dr. Christian Wirth. Die fachliche Moderation übernahm Dr. Karsten Wesche, die inhaltliche Auswertung der Publikumsfragen Prof. Dr. Willi Xylander und Dr. Christian Düker vom Görlitzer Naturkundemuseum.
Es entspann sich eine rege Diskussion zu aktuellen Fragen und Problemen des Biodiversitätserhalts.


Umweltforschung für nachhaltige Landnutzung in Afrika

Vortrag im Senckenberg Museum

Frau mit Giesskanne
Jeder Tropfen zählt. Der Bodenverbrauch in
Afrika steigt rasant an. Deshalb entwickeln
deutsche und afrikanische Forscher neue
Nachhaltigkeitskonzepte. © Hartmut Koehler

Görlitz, 20.5.2016 In seiner Reihe „Neues aus der Naturwissenschaft“ präsentiert das Senckenberg Museum einen aktuellen Forschungsansatz zur Lösung von Umweltproblemen in dem westafrikanischen Land Kamerun. Der Bremer Bodenkundler Prof. Hartmut Koehler hat in Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen, darunter der kamerunischen Universität in Ngaoundéré Methoden entwickelt, um mit einfachen Mitteln stark gestörte Böden wieder zu beleben und nachhaltig nutzbar zu machen. Über dieses Projekt und den wissenschaftlichen Austausch mit afrikanischen Wissenschaftlern und Studenten berichtet Prof. Koehler am 24. Mai um 19:30 Uhr im Seminarraum des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Der Eintritt kostet 2 €. Land und Leute kommen bei dem Vortrag natürlich nicht zu kurz.
Mehr zum Thema Boden bietet das Museum übrigens ab 11. Juni in seiner neuen Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde - Unsere Böden“.

DI 24. Mai 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum Museum, Seiteneingang Am Museum 1
"Kamerun – mehr als Afrique en miniature"
Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Koehler, Universität Bremen, Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien


Sommerferienprogramm in der Zeit vom 4. bis zum 29. Juli 2016

Wir freuen uns in den Sommerferien auf unsere kleinen Besucher!

Für Kindergruppen (ab 6 Jahren) bieten wir folgende Ferienveranstaltungen an:

Thema 1 | »Wer bitte sind denn Kugelspringer?«
Dass Boden nicht nur der »Dreck unter unseren Füßen« ist, übersehen wir gern. Viele kleine Lebewesen bewohnen die obere Erdschicht und sorgen dafür, dass wir nicht im »Naturmüll« aus Blättern und Ästen ersticken. Wir bekommen dafür sogar noch saftige Erdbeeren, Mohrrüben oder Kartoffeln. Die wachsen in gutem Boden nämlich besonders gut.
In der Sonderausstellung »Die dünne Haut der Erde – unsere Böden« und an der Bodensäule des Museums wollen wir auf Spurensuche im Reich der Minimonster gehen und den fleißigen Arbeitern unter Tage über die Schulter schauen.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 2,50 € pro Kind

Thema 2 | »Heimlich, still und leise«
Wolf, Dachs, Marder und Mauswiesel sind Raubtiere und ernähren sich von anderen Tieren. Das hört sich im ersten Moment nicht so schön an. Im Kreislauf der Natur spielen Raubtiere aber eine sehr wichtige Rolle.
In der Ausstellung »Pflanzen und Tiere der Oberlausitz« wollen wir uns verschiedene Raubtiere anschauen und ihnen auf den Zahn fühlen. Was haben diese eigentlich für ein besonderes Gebiss und wie und wo leben sie? Kaum zu glauben, aber es soll sogar einen Vertreter geben, der Winterruhe hält.
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe

Thema 3 | »Warum Tiger Streifen und Leoparden Flecken im Fell haben – eine Spurensuche im Regenwald und in der Savanne«
Ziemlich klein, unauffällig und vielleicht sonderbar erscheinen Faultiere, Kolibris, Koboldmakis, Blatthühnchen oder das Schnabeltier, die in den unterschiedlichen Regenwäldern der Erde leben. Im Gegensatz dazu sind die Zebras, die Antilopen und der Strauß in Sachen Körpergröße in der afrikanischen Savanne regelrechte Riesen. Warum ist das so?
In den Ausstellungen »Regenwald« und »Savanne« geht es auf eine ganz besondere Spurensuche. Achtung, da kommt es auf jedes Detail an!
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe

Thema 4 | »Zu Gast bei Tomatenfrosch, Gottesanbeterin und Königspython«
Im Vivarium sind auch in diesem Sommer wieder besondere Tiere zu bestaunen. Wenn man seine Besichtigung bei den Tomatenfröschen von der Insel Madagaskar beginnt, sich anschließend die südamerikanischen Rochen anschaut und einen Kurzbesuch bei den Schwarznabenkröten aus Asien macht, hat man eine tierische Weltreise hinter sich. Eine Führung – wenn der Python gute Laune hat – zum Anfassen im Lebendtierbereich.
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe
Diese Führung ist während der gesamten 6 Wochen Sommerferien möglich.

Die Anmeldung erfolgt über Museumspädagogin Petra Vaßmers:
Tel.: 03581 47605-211 oder 03581 47605220 oder per Email:

Download Handzettel

Görlitzer Forschung in Tibet - Klimaänderung setzt Weideland zu

Marburg/Görlitz, den 18.05.2016. Wissenschaftler der Universität Marburg und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung haben die Veränderung der Weideflächen auf dem Tibetischen Hochplateau untersucht. Sie kommen in ihrer kürzlich online im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlichten Studie zu dem Schluss, dass der globale Klimawandel den Grasflächen insgesamt mehr Schaden zufügt als die zunehmende Landnutzung. Das tibetische Hochland ist eine klimatische Schlüsselregion – beinah 40 Prozent der Bevölkerung weltweit sind von den dort entspringenden Flüssen abhängig.

tibet
Grasende Yakherde auf einer sumpfigen
Weide bei Lhazê in Südtibet. Der Hang im
Hintergrund ist stark degradiert, da eine
Vegetationsdecke hier nur noch in kleinen,
schollenartigen Bereichen vorhanden ist.
© Lukas Lehnert

Das tibetische Plateau ist mit einer Fläche von 2,5 Millionen Quadratkilometern größer als Grönland – Weideland macht fast zwei Drittel der weltweit höchsten großen Hochebene aus. Die ausgedehnten Grasflächen speichern Wasser, welche Asiens größte Flüsse und beinah 40 Prozent der Weltbevölkerung versorgen. „Zudem ist das Grünland ein riesiger Kohlenstoffspeicher“, ergänzt PD Dr. Karsten Wesche vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Der Erhalt dieser Graslandschaft ist demnach enorm wichtig.“
 
Unter Federführung von Dr. Lukas Lehnert (Philipps-Universität Marburg) hat Wesche mit weiteren Kollegen die Auswirkungen von Klimawandel und Überweidung auf die tibetischen Weidegebiete untersucht. „Beide stehen als Degradations-Verursacher im Verdacht – welcher Faktor aber auf der tibetischen Hochebene wirklich ausschlaggebend ist, war bisher nicht bekannt“, erläutert Lehnert.
 
Anhand der Auswertung einer 14-jährigen Zeitreihe von Satellitenbildern und des Vergleiches mit Klimadaten zeigt das Wissenschaftlerteam in seiner Studie, dass die Veränderungen der tibetischen Vegetation größtenteils auf Änderungen der Klimavariablen – und nicht auf die zunehmende Beweidung – zurückzuführen sind. „Erstaunlicherweise konnten wir außerdem nachweisen, dass die Degradation der Weiden entgegen der gängigen Meinung keineswegs ein flächenhaft fortschreitender Prozess ist“, fügt Wesche hinzu.

haus
Neue tibetische Bauernhäuser auf 4800 m,
die im Zuge der Sedentarisierung der früheren
Nomadenfamilien von der Regierung am
Namtso-See gebaut wurden.
© Lukas Lehnert

Im nord-östlichen Teil des Plateaus, der Qinghai-Region, ist laut der Studie sogar ein Anstieg der Vegetationsbedeckung zu verzeichnen. In der Autonomen Region Tibet ist dagegen eine deutliche Degradation der Weideflächen zu beobachten. Da sich die Veränderung der Beweidungsintensität der Grasflächen in den verschiedenen Regionen nicht signifikant auf die Vegetation ausgewirkt hat, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Temperatur- und Niederschlagsänderungen die treibende Kraft für die Degradation des Graslandes sind.
„Insgesamt sind die positiven und negativen Veränderungen in der Vegetation flächenhaft ausgeglichen“, erklärt Lehnert und fährt fort: „Die Gesamtproduktivität ist sogar gestiegen, weil positive Vegetationsänderungen vor allem in produktiven Regionen stattgefunden haben.“
 
Dennoch bewerten die beiden Wissenschaftler die Entwicklung nicht nur optimistisch: „Die Zunahme der Vegetation in einzelnen Gebieten könnte auch mit dem Auftauen der Permafrostböden und einer kurzzeitigen besseren Versorgung der Pflanzen mit Wasser zusammenhängen. Generell ist dieser Trend aber kritisch zu bewerten, da die Böden wichtige Kohlenstoffspeicher sind“, gibt Wesche zu bedenken. Das freigegebene Klimagas würde den Temperaturanstieg und damit auch die Degradation wiederum verstärken.
Zudem können die Wissenschaftler schwer abschätzen, wie sich die Auswirkungen des globalen Klimawandels und der zunehmenden Beweidung in den kommenden Dekaden auswirken wird. „Eine starke Abnahme der Vegetationsdecke sollte in jedem Fall verhindert werden, um die Wasserspeicherfunktion des Tibetischen Plateaus weiterhin gewährleisten zu können“, schließt Lehnert.

Link zum Pressematerial und Kontakt

Internationaler Museumstag: kostenloser Eintritt in das Naturkundemuseum

Kinder im Vivarium
Im Lebendtierbereich des Museums gibt es
immer wieder neue exotische Tiere zu entdecken.
© Christian Düker

Am 22. Mai findet in diesem Jahr der Internationale Museumstag statt. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt aus diesem Grund von 10:00 bis 18:00 Uhr zu einem kostenlosen Besuch den Ausstellungen ein.
Egal, wie das Wetter wird: im Museum können Besucher trockenen Fußes und ohne Mücken die Natur der Lausitz genießen und bei Wolf, Fischotter und Seeadler vorbei schauen. Wer es exotischer mag, besucht die Tiere in der Regenwaldausstellung oder im Lebendtierbereich mit seinen großen Becken. Ausgewählte Fotografien von Senckenbergmitarbeitenden sind derzeit im Sonderausstellungsraum zu bewundern und bieten Natureindrücke aus der Lausitz und der Welt.

11. Mai 2016

 

Exkursionen des Senckenberg Museums im Mai

Görlitz, 10.5.2016 Das warme Wetter lockt auch die Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz aus ihren Forschungslaboren hervor, so möchten sie Interessierte in zwei Exkursionen im Mai an ihrem Wissen teilhaben lassen.

 
Lang
Junge Elster in der Stadtnatur
(c) Birgit Lang

Am 19. Mai begeben sich Birgit Lang und Jörg Müller auf Entdeckungsreise durch die Görlitzer Südstadt. Abseits der großen Straßen wollen sie den Blick für Natur in der Stadt öffnen, bei gutem Wetter darf man auch auf kleine Insekten und andere Krabbeltiere hoffen. Kinder sind ausdrücklich willkommen und die Mitnahme eines Fernglases wird empfohlen. Treffpunkt für die ca. 1,5-stündige Führung ist 17:00 Uhr am Bahnhof Südausgang.

DO 19. Mai 2016 | 17:00 Uhr (1,5 bis 2 Std.) | Exkursion
"Natur in der Stadt – Entdeckungsreise durch die Südstadt“
mit Dr. Birgit Lang und Jörg Müller

Treffpunkt: Bahnhof Südausgang

Dass der Lausitzer Granit eigentlich Granodiorit genannt wird, erfahren die Teilnehmer am 21. Mai bei einer Tagesexkursion in den Steinbruch Oberottendorf. Die Geologen Olaf Tietz, Erik Wenger und Steffen Leuchtmann berichten über die Entstehung und den Abbau des bekannten Gesteins aus der Region. Mit etwas Glück lassen sich auch einige Minerale wie Pyrit, Kalzit, Granat oder Quarz finden. Treffpunkt ist 10:00 Uhr auf dem Betriebsparkplatz am Eingang des Steinbruchs in Oberottendorf, voraussichtliches Ende ist gegen 15:00 Uhr. Bitte festes Schuhwerk und Hammer mitbringen.

tietz
Granit-Steinbruch in Oberottendorf (c) Olaf Tietz

SA 21. Mai 2016 | 10:00 – 15:00 Uhr | Exkursion
"Geologische Exkursion zum Granit-Steinbruch Oberottendorf bei Neustadt/Sa."
mit Dr. Olaf Tietz, Erik Wenger und Steffen Leuchtmann
Treffpunkt: Eingang Steinbruch/ Betriebsparkplatz.
Bitte festes Schuhwerk und Hammer mitbringen.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

 

 

Mit Wassernixe und Vulkandrachen auf Spurensuche in den Sommerferien

Flyer
Download

Görlitz, 02.05.2016. Kinder zwischen 9 und 12 Jahren können sich in der ersten und letzten Sommerferienwoche auf eine abenteuerliche Spurensuche in den „Bergen und Tälern der Oberlausitz“ begeben.

Mal mit dem Zug, mal mit eigenem Fahrrad, nimmt Petra Vaßmers, Museumspädagogin am Görlitzer Senckenberg Museum für Naturkunde, die Kinder mit auf eine Kumpeltour in den ehemaligen Tagebau Hagenwerder, ins Zittauer Gebirge nach Oybin oder ins Granitabbaumuseum nach Königshain. In der Erlichthofsiedlung Rietschen erfahren die kleinen Abenteurer etwas über das Leben des Wolfes und bei einer Schlauchboottour auf der Neiße begegnen sie vielleicht dem Biber oder Fischotter.

Die Oberlausitz ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit drei sehr verschiedenen geografischen Teilräumen. Den Norden prägt die Heide- und Teichlandschaft, in der „Mitte“ finden wir das Oberlausitzer Hügelland mit seinen zahlreichen Vulkankegeln und im Süden das Zittauer Gebirge, das übrigens zu den kleinsten Mittelgebirgen Deutschlands zählt. Jede dieser Landschaftseinheiten kann eine eigene, spannende Ent-stehungsgeschichte erzählen, denen die Kinder auf ihren Touren nachgehen.

Die Teilnahmekosten für eine ganze Woche betragen 66 € mit eigenem SuperSommerFerienTicket und 85 € ohne SuperSommerFerienTicket. Im Preis inbegriffen sind die Fahrtkosten, Eintritte und Mittagessen. Ermöglicht wird die KinderSommerferienAkademie durch die Unterstützung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz.

Programmflyer mit Anmeldeformular liegen im Naturkundemuseum aus. Bei Fragen wenden Sie sich an Petra Vaßmers, oder 03581-47605211.

Partner der Kindersommerferienakademie sind in diesem Jahr: Verein Bergbaulicher Zeitzeugen e.V., Touristinformation Oybin, Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz, Engemanns Schlauchboottouren Hirschfelde, Schlesisch Oberlausitzer Museumsverbund GmbH und der Förderkreis Naturkundemuseum Görlitz.

Achtung: Anmeldungen sind nur noch für den zweiten
Termin (Woche 1.-5. August 2016) möglich!

 

Armin: (R)Evolution auf Madagaskar – Lesung mit Bildern und Tönen im Humboldthaus

Goldener Bambuslemur
Lemuren, wie dieser Goldene Bambuslemur,
trifft man nur auf Madagaskar an. Ihr Lebens-
raum ist jedoch gefährdet. Foto: Seitz

Am 29. April ist Dr. Bernd-Jürgen Seitz zu Gast im Humboldthaus und stellt seinen erfolgreichen Wissenschaftsroman "Armin: (R)Evolution auf Madagaskar" vor.

Seitz, derzeit als Referatsleiter der Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Freiburg tätig, beschreibt die Geschichte des Biologen Armin Kiefer, der ein Naturschutzprojekt auf Madagaskar aufbaut. Die geplante Schaffung eines Schutzkorridors stößt jedoch auf Widerstand. Als dann auch noch Unruhen im Land ausbrechen, spitzt sich die Lage zu.

Gut recherchiert und in allgemeinverständlicher Sprache bezieht sich der Autor auf die aktuelle Lage im zweitgrößten Inselstaat der Welt. Madagaskar ist geprägt von vielen Tier- und Pflanzenarten, die nirgendwo sonst auf der Erde zu finden sind. Darunter zählen unter anderem die Lemuren. Jedoch ist diese einzigartige Pflanzen- und Tierwelt stark bedroht. Aufgrund von Bevölkerungswachstum, Rinderhaltung und Holznutzung wurden bereits drei Fünftel des tropischen Regenwaldes in Savanne verwandelt. Vom ursprünglichen Regenwald, der zu 90 Prozent die Insel bewaldete, sind nur noch etwa zehn Prozent erhalten. Weil damit ihr Lebensraum zerstört wird, befinden sich viele Tierarten am Rande der Ausrottung.

Der Vortrag veranschaulicht diese einzigartige Lebenswelt und setzt sich auch mit den sozialen, kulturellen und politischen Aspekten des Landes auseinander. Ergänzt wird die Lesung durch Bild und Ton. Beginn ist 19:30 Uhr, der Eintritt kostet 2 Euro.

Freitag 29. April 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
"Armin: (R)Evolution auf Madagaskar"
Lesung und Vortrag mit Bildern und Tönen von Dr. Bernd-Jürgen Seitz, Kenzingen

Wenn die Vögel schlafen gehen – eine vogelkundliche Abendführung auf dem Friedhof

Zu einem Friedhofsspaziergang laden am 27. April die Görlitzer Friedhofsverwaltung und das Senckenberg Museum ein. Die Friedhöfe stellen mit ihrem alten Baumbestand und den naturnahen Grünflächen einen wichtigen Lebensraum für Wildtiere in der Stadt dar. Insbesondere Vögel finden zahlreiche Brutplätze und Nahrung in der abwechslungsreichen Anlage. Das Augen- bzw. Ohrenmerk der Führung wird auf dem Gesang der Vögel liegen, deren Stimmen von den beiden Museumsmitarbeitern Jörg Müller und Christian Düker ihren Sängern zugeordnet werden. Falls aktiv, werden auch die Rufe von Fledermäusen mit Hilfe eines Frequenzumwandlers hörbar gemacht.

Treffpunkt ist um 19:00 Uhr an der Friedhofstraße, Eingang Alter/Neuer Friedhof. Die Teilnahme ist kostenlos; wie immer wird um Spenden gebeten. Die Mitnahme eines Fernglases wird empfohlen.

Mittwoch 27. April 2016 | 19:00 Uhr | Exkursion | Städtischer Friedhof Görlitz
"Wenn Vögel schlafen gehen - eine vogelkundliche Abendführung auf dem Friedhof"
mit Dr. Christian Düker und Jörg Müller, SMNG
Treffpunkt: Eingang Friedhofsstraße

Kinderakademie widmet sich den Pilzen

Logo Kinderakademie

Ist ja klar, Pilze sind nicht grün und sie bewegen sich nicht fort, aber was sind sie nun eigentlich? Wir kennen Champignon, Fliegenpilz, Backhefe und Schimmel, aber gibt es da nicht noch mehr? Warum ist ausgerechnet ein Pilz das größte Lebewesen der Erde?
Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, die mehr über das spannende Reich der Pilze erfahren wollen, können dies nach Anmeldung im Rahmen der Kinderakademie tun. Hier berichtet der Biologe Steffen Bien am Freitag, dem 22. April, 16:00 Uhr im Humboldhaus über die fantastische Welt der Pilze. Noch sind freie Plätze vorhanden.

Die beiden weiteren Vorträge in diesem Semester befassen sich übrigens mit Verkehrsunfällen und der Spielprogrammierung auf Smartphones. Weitere Informationen unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605220. 

Freitag 22. April 2016 | 16.00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie
„Weder Pflanze noch Tier – die fantastische Welt der Pilze“
Vortragssaal des Görlitzer Humboldthauses, Platz des 17. Juni 2
Die Teilnahme ist kostenlos.

Frühstück mit Yaks – Mongoleivortrag im Humboldthaus

Jurte Mongolei
Viele Menschen leben in der Mongolei noch tra-
ditionell als Nomaden in der Jurte. Auf technische
Errungenschaften brauchen sie dabei nicht mehr
zu verzichten. Foto: H. Ansorge

Zu Zeiten Dschingis Khans einst das größte Reich der Geschichte, ist die Mongolei heute der zweitgrößte Binnenstaat der Welt und grenzt direkt an Russland und China. Die Mongolen betreiben hauptsächlich nomadische Viehwirtschaft, denn Bodenbeschaffenheit und Klima eignen sich kaum zum Ackerbau. In diesen weiten Steppen führt der Görlitzer Zoologe Prof. Dr. Hermann Ansorge seit 30 Jahren Forschungsexpeditionen durch. In einfachen Forschungscamps (Jurten) lebend, erforscht er  die Wildtiere – hier insbesondere Wildesel und Kleinsäuger. Mit von der Partie sind zumeist mongolische Studierende, die von den Görlitzer Wissenschaftlern im Feld in Forschungsmethoden ausgebildet werden. Mittlerweile studieren auch einige seiner Studenten in Görlitz.

Von seinen abenteuerlichen Erlebnissen sowie Land und Leuten berichtet er am Freitag, den 15. April 2016, 19:30 Uhr, im Vortragssaal im Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2. Der Eintritt kostet 2 €.

 08. April 2016

Senckenberg am Nachmittag: die Kanarischen Inseln aus Sicht einer Botanikerin

Kanarenpalme vor dem Teide
Die Kanarische Dattelpalme kam ursprünglich
nur auf den Kanarischen Inseln vor. Im Hinter-
grund erhebt sich der höchste Berg Spaniens,
der Vulkan Teide auf der Insel Teneriffa.
Foto: H. Jechorek 

Die Görlitzer Biologin Henriette Jechorek hat die drei westlichen Kanarischen Inseln La Gomera, La Palma und Teneriffa besucht. Für eine Botanikerin sind die Inseln des immerwährenden Frühlings ein ganz besonderes Reiseziel, denn die Vulkaninseln unterscheiden sich in ihrer Vegetation zum Teil erheblich.In der Reihe "Senckenberg am Nachmittag" lädt sie ihre Zuhörer zu einer Reise in nebelverhangene Lorbeerwälder und Palmenhaine, zu schwarzen Stränden sowie in Städte im Kolonialbaustil am Rande Europas ein.

Donnerstag  14. April, 15:00 Uhr, Seminarraum des Naturkundemuseums (Marienplatz) La Gomera – La Palma – Teneriffa: eine Kanarenrundreise nicht nur aus botanischer Sicht Reisevortrag von Dipl.-Biol. Henriette Jechorek, SMNG Der Eintritt kostet 3 € und beinhaltet den Museumseintritt.

 08. April 2016
 

1.-April-Vorlesung im Humboldtsaal

Für alle, die meinen, zurzeit gäbe es nicht sehr viel Anlass zu lachen, empfiehlt das Senckenberg Museum die Teilnahme an der 1.-April-Vorlesung. Traditionell steht diese Veranstaltung ganz im Zeichen des feinen Humors. Auf hohem Niveau berichten Görlitzer Persönlichkeiten von Unerhörtem und nicht ganz Ernstzunehmendem aus der Wissenschaft. In diesem Jahr spricht Prof. Dr. Robert Heimann über "Prophezeiungen und Voraussagen", Wieland Menzel eröffnet neueste Forschungsergebnisse zur Stadtgründung von Görlitz und der hiesige Sternwarten-Chef Lutz Pannier hüllt sich ob der Brisanz seines Vortrages noch in Schweigen. Man darf gespannt sein!
 
FR 1. April 2016 | 19:30 Uhr | 1.-April-Vorlesung | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
"Wussten Sie schon? – Unerhörtes und nicht ganz Ernstzunehmendes aus der Wissenschaft, vorgetragen von Görlitzer Persönlichkeiten"
Der Eintritt kostet 2 €.

Dirk Steffens mit Naturfilmpreis geehrt

Filmpreis 2016
Rolf Berndt (li.) und Thomas Neumann (re.)
vom Förderkreis des Naturkundemuseums
Görlitz verleihen Dirk Steffens den Meridian
Naturfilmpreis im Görlitzer Humboldthaus.
Foto: J. Gitschmann

Görlitz, 21. März 2016. Am vergangenen Samstag wurde im sächsischen Görlitz dem Naturfilmer und Fernseh-Journalisten Dirk Steffens der mit 2.500 Euro dotierte Meridian Naturfilmpreis verliehen. Der Preis wird vom Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz alle zwei Jahre ausgelobt und wurde von einer Jury aus Naturfilmexperten, darunter Monika Seiffert und Christina Herßebroick vom MDR, der Biologe und Naturfilmer Felix Heidinger sowie der Tierbuchautor Dr. Friedrich Naglschmid, bereits zum achten Mal vergeben. Einige der ehemaligen Preisträger wie Karlheinz Baumann, Ernst Arendt, Hans Schweiger und Hans Fricke waren an dem Abend im Görlitzer Humboldthaus ebenfalls anwesend.

Steffens stellte die besondere Bedeutung dieses Preises heraus, der ihn dazu ermutigte weiter zu machen. Darüber hinaus sei die Verleihung solcher Preise wichtig für die Wahrnehmung bei den Fernsehanstalten. Denn diese entscheiden, was sie dem Publikum zu den besten Sendezeiten anbieten und es besteht ein tägliches Ringen zwischen Gameshows, Krimis und eben solchen Wissenssendungen. Christoph Heinrich von der Umweltstiftung WWF, der in seiner Laudatio Steffens als den „Humboldt“ von heute bezeichnete, bemängelte den spürbar geringen Wissensstand, den vor allem Kinder, aber auch deren Eltern und Lehrer mittlerweile aufweisen, wenn es um die heimische Natur geht. „Es ist erschreckend, wie viele Kinder keine Eiche und keine Amsel erkennen können“, so Heinrich. Steffens stelle die Natur- und Umweltphänomene in einer für alle Generationen ansprechenden Art und Weise dar.

Der Meridian Naturfilmpreis ist einer der vier bedeutenden Naturfilmpreise in Deutschland. Sein Alleinstellungsmerkmal ist, dass er als einziges das Gesamtwerk eines Naturfilmers ehre. Mehr unter: www.goerlitzer-meridian.de

Am 22. März dreht sich alles ums Wasser

Stadtwerke Görlitz, 17. März 2016. Am Internationalen Tag des Wassers öffnen in diesem Jahr Wasserwerk, Vierradenmühle und das Görlitzer Neiße-Bad ihre Türen. Interessierte sind herzlich eingeladen, ihr Wissen während spannender Führungen zu erweitern.
              
Wie kommt das Wasser eigentlich in den Wasserhahn? Wie funktioniert eine Wasserkraftanlage? Wie oft wird denn das Wasser von den Becken des Neiße-Bads erneuert? Kennen Sie die Antwort auf diese Fragen? Wer sich nicht sicher ist, bekommt die Möglichkeit, seine Wissenslücke zu schließen.

„Am 22. März, dem Tag des Wassers, wollen wir das Wasser wieder in den Fokus rücken“ so Sascha Caron, Teamleiter Marketing/Kommunikation bei der SWG AG. In diesem Jahr soll vor allem die Vielfältigkeit von H2O hervorgehoben werden: Wasser als Lebenselixier, als Energiequelle und als Freizeitbegleiter. „Deshalb laden wir alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen“ so Caron. Die Stadtwerke haben zusammen mit weiteren Partnern ein buntes Programm auf die Füße gestellt.

So werden im Wasserwerk Weinhübel nicht nur die klassische Führung, sondern dieses Jahr auch spannende Experimente vom Senckenberg Museum für Naturkunde angeboten (nur vormittags): Hobbyforscher bekommen die Möglichkeit, eine Wasserprobe in der unter Naturschutz stehenden Wasserfassung zu nehmen und anschließend mit dem Mikroskop zu analysieren. Eine spannende Angelegenheit für Groß und Klein. Zudem beteiligt sich wie schon in den vergangenen Jahren der Landschaftspflegeverband „Oberlausitz“ e.V. Der Verband wird die Besucher zu den Themen Wasser, Hochwasserschutz und Gewässer informieren.

„Darüber hinaus werden erstmalig auch Führungen im Neiße-Bad und in der Vierradenmühle stattfinden“ ergänzt Caron. In der Vierradenmühle erfahren Besucher Interessantes rund um die Wasserkraftanlage. Da der Turbinenraum nur kleine Gruppen zulässt, bekommen die Besucher während der Wartezeit einen kleinen Willkommensgruß von der Familie Cerobski, die das Restaurant im Gebäude betreibt. Auch der Blick auf die Wasseraufbereitungsanlage des Neiße-Bads ist ein exklusives Angebot vom diesjährigen Tag des Wassers. „Fast jeder war schon einmal im Schwimmbad, aber nur die Wenigsten wissen, wie das Wasser für die Schwimmbecken aufbereitet und gereinigt wird“ so Caron. „Wir freuen uns, dass Robert Kubitz, Leiter des Neißebades und sein Team sich bereit erklärt haben, ihre tägliche Arbeit vorzustellen“.

Ob Wasserwerker, Forscher, Energieerzeuger oder Bademeister, in diesem Jahr bekommen die Besucher mit diesem Angebot auch einen Einblick in unterschiedliche Berufsbilder, die sich mit dem Thema Wasser beschäftigen. Der Weltwassertag findet nämlich jährlich unter einem anderen Motto statt. Dieses Jahr lautet es „Wasser und Arbeitsplätze“. „Wir freuen uns sehr auf einen ereignisreichen und spannenden Tag und darauf, bei den Besuchern das Bewusstsein für diese kostbare Ressource – Wasser – zu stärken“, bringt Caron zum Ausdruck.

Besichtigungstermine am Tag des Wassers:
Wasserwerk Görlitz-Weinhübel: Am Wasserwerk 7a, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr
Neiße-Bad Görlitz: Pomologische Gartenstraße 20, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr
Vierradenmühle Görlitz: Hotherstraße 20-21, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr

Neue Sonderausstellung zeigt Lieblingsfotos aus der Natur

NaturBlick

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Görlitzer Senckenberg-Institut sind leidenschaftliche Fotografen. Berufsbedingt stehen bei vielen von ihnen Naturmotive im Mittelpunkt. Daher entstand die Idee, im Rahmen eines Fotowettbewerbs die Museumsleute zu bitten, ihre Lieblingsmotive einzusenden. Aus mehr als fünfhundert Vorschlägen wählte eine Jury vierzig Fotografien aus. Die Motive reichen vom Görlitzer Eichhörnchen bis zu südamerikanischen Papageien. Aber auch stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen und „große“ Bilder von kleinen Tieren umfasst die Palette des Naturblicks der Senckenbergerinnen und Senckenberger.

Die Ausstellung präsentiert Naturaufnahmen aus allen Jahreszeiten. Bei vielen Fotos erfährt der Besucher Wissenswertes über die abgebildeten Tiere oder Landschaften. Manchmal wird auch die ein oder andere Geschichte über die Entstehung eines Bildes beschrieben oder welche Hürden manch Fotograf überwinden musste, um ein bestimmtes Motiv einzufangen.

Die Ausstellung „NaturBlick – mit Senckenbergern durchs Objektiv geschaut“ eröffnet am 18. März 2016, 18:00 Uhr im Naturkundemuseum am Marienplatz und ist bis zum 31. August 2016 zu sehen.

 

Alte Obsstorten erhalten - Junge Menschen fördernVortrag am 10. März im Naturkundemuseum

Schlitt
Am 10. März berichtet Dr. Michael Schlitt
im Naturkundemuseum Görlitz über den
Erhalt alter Obstsorten in der Oberlausitz.
Foto: M. Schlitt

In Ostritz-Leuba wird seit 10 Jahren von Bettina und Dr. Michael Schlitt ein Obstsortengarten der Oberlausitz aufgebaut. Mehr als 200 alte Obstsorten werden dort auf einer 2,5 ha großen Streu-obstwiese erhalten. Darunter sind insbesondere Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Kirschsorten, die schon vor mehr als 150 Jahren in unserer Region angebaut wurden. Geerntet wird das Obst von Jugendlichen, die daraus Obstsäfte herstellen und verkaufen.

In einem Vortrag am 10. März 2016 berichtet Dr. Michael Schlitt (Görlitz) über den Obstsortengarten und die alten Obstsorten der Region sowie über die Arbeit der Jugendlichen. Die Veranstaltung findet 15:00 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums statt und ist im Museumseintritt inbegriffen.

www.oberlausitz-stiftung.de

DO 10.3.2016 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum/Museum
„Alte Obstsorten erhalten – junge Menschen fördern“
Vortrag von Dr. Michael Schlitt, Görlitz
Ein Projekt der Oberlausitz-Stiftung


Nature Scout am Görlitzer Naturkundemuseum werden!

Nature Scouts
Dr. Christiane Ritz mit den Nature Scouts
bei der Pilzbestimmung im Teichgebiet
Niederspree. Foto: Markus Ritz

Biberspuren entdecken, Wassertierchen in der Neiße keschern, die Früchte des Waldes kennenlernen und probieren sowie einmal hinter die Kulissen des Naturkundemuseums blicken – das können Kinder ab der 5. Klasse jeden Mittwoch von 15:30 bis17:00 Uhr bei den Nature Scouts.

„Wir wollen Kinder verstärkt an naturkundliche Phänomene heranführen und dies mit Spaß und Gemeinschaftsgefühl koppeln“ sagt Dr. Christiane Ritz, Botanikerin am Naturkundemuseum und Betreuerin der Nature Scouts. Gemeinsam mit zwei Kollegen vom Senckenberg Museum geht sie mit den Kindern auf Entdeckungstouren in und um Görlitz und erkundet die heimische Natur. „Leider verlieren Kinder zunehmend den Kontakt zu ihrer natürlichen Umwelt. Selbst häufige Tiere und Pflanzen sind vielen Kindern nicht mehr bekannt. Und das wollen wir ändern!“ sagt die Mutter von drei Kindern zuversichtlich.

Welche  Vögel leben am Berzdorfer See? Wozu sind eigentlich die schleimigen Schnecken gut? Wie sieht eine Wolfsspur aus? Diesen und weiteren Fragen gehen die Nature Scouts nach. Auch Mikroskopieren und Experimentieren steht auf dem Plan, ebenso kleine Naturschutzprojekte wie Müllsammeln oder Nistkästen aufhängen und kontrollieren.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bis 31. März und Rückfragen bitte an: Dr. Christiane Ritz, Tel. 03581/47605330,

Mehr unter: www.senckenberg.de/naturescouts

 

Reisevortrag zum Böhmerwald

Böhmerwald
Der in seiner Natur weitestgehend unberührte
Böhmerwald ist einer der schönsten mittel-
europäischen Nationalparks.
Foto: Gunnar Strunz

Zu den bezauberndsten Mittelgebirgslandschaften Europas zählt der Böhmerwald, der mit dem Bayerischen Wald das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas darstellt. Der größte Teil des Böhmerwalds war als Grenzzone am Eisernen Vorhang bis 1990 unzugänglich, was auch das völlige Verschwinden zahlloser Dörfer bewirkte. Dabei konnte sich aber eine unberührte Natur erhalten, undurchdringliche Wälder und Moore blieben bestehen, was den seit alters sagenumwobenen Böhmerwald immer noch viele Geheimnisse bewahren lässt.

Für Wanderer und Naturfreunde bietet der Böhmerwald einzigartige Begegnungen. Einsame, bisweilen schier undurchdringliche Wälder, weitflächige Hochebenen, verwunschene Seen, maleri-sche Felsformationen und geheimnisvoll dahindämmernde, unergründliche Moore sind in ihrer Fülle und Vielfalt nirgends anderswo in Mitteleuropa zu finden. Kein Wunder, dass hier einer der schönsten europäischen Nationalparks existiert.

Trotz aller Unberührtheit gibt es eine hervorragende Infrastruktur mit vorzüglichen Wander-, Radfahr-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Das Waldgebirge um die obere Moldau ist von landschaftlich einzigartiger Schönheit – es war durch die jahrzehntelange Unbesuchbarkeit eine Sehnsuchtslandschaft geworden, die erst nach und nach wieder ins Bewusstsein insbesondere deutscher Naturliebhaber zurückfindet.

Über den Böhmerwald berichtet der Buchautor, Reiseleiter und Geologe Dr. Gunnar Strunz am Freitag, 4. März 2016, 19:30 Uhr im Humboldthaus in einem bildreichen Natur- und Reisevortrag. Der Eintritt kostet 2 Euro.

 

Vorträge, Exkursionen und Sonderausstellungen - Veranstaltungen des Naturkundemuseums Görlitz

Programmheft März bis August 2016
Download

Görlitz, 22.02.2016. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz bietet für das Frühjahr wieder ein buntes Programm an Vorträgen, Exkursionen und Sonderausstellungen an. Wer „Senckenbergs verborgene Schätze“ noch nicht gesehen hat, kann noch bis zum 15. Mai die gleichnamige Sonderausstellung   bestaunen. Den ganzen Sommer über können Besucher mit „Senckenbergern durchs Objektiv“ schauen und Naturfotografien der Museumsmitarbeiter im kleinen Ausstellungsraum betrachten. Im Juni wird dann die neue Bodenausstellung des Museums eröffnet, die bereits in Brüssel zu sehen war.

Das Museum lädt auch wieder zu Reisen in ferne Länder ein, mit Vorträgen über die Kanareninseln, die Mongolei oder Madagaskar. Aber auch die heimische Natur kommt nicht zu kurz, wobei die Besucher etwas über den Lausche-Vulkan, alte Obstsorten oder Spinnentiere und Insekten im Tagebau Nochten erfahren können. Wer lieber an der frischen Luft ist, kann unter den zahlreichen Exkursionen wählen, die die Museumsmitarbeiter anbieten, etwa die traditionelle zoologische Frühlingsexkursion zu den singenden Kröten, aber auch zum Granit-Steinbruch Oberottendorf oder durch die Görlitzer Südstadt.

Höhepunkte sind die Verleihung des Meridian Naturfilmpreises an Dirk Steffens am 19. März 2016 sowie die 1.-April-Vorlesung mit Unerhörtem und nicht ganz Ernstzunehmendem aus der Wissenschaft, vorgetragen von Görlitzer Persönlichkeiten.

Das neue Programmheft liegt im Naturkundemuseum aus oder kann auf der Homepage heruntergeladen werden.

 

Die fantastische Welt des Planktons - Vortrag im Humboldthaus

Plankton, das ist alles, was im Wasser schwebt und passiv mit den Wasserströmungen bewegt wird. Vertreter fast aller Pflanzen- und Tiergruppen sind hier vertreten, von Organismen unter einem 1000stel Millimeter bis zu einem Meter Durchmesser. Die meisten leben in den oberen Wasserschichten, in Seen und Teichen, in Pfützen und Flüssen, besonders vielfältig aber im Meer. Diese bizarre Welt lässt sich meist nur am Mikroskop sichtbar machen.

Larink
Plakton unter dem Mikropskop (c) Otto Larink

Der Biologe und Planktonspezialist Prof. Dr. Otto Larink aus Braunschweig präsentiert in einem Abendvortrag anhand von hervorragenden Fotos und Filmsequenzen die Wunderwelt des Planktons. Einige seiner Fotografien und eine Videoinstallation zum Thema Plankton sind außerdem in der Sonderausstellung „Schweben.Leben - Belebte Wassertropfen“ bis zum 6. März im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen.

FR 26. Februar 2016 | 19:30 Uhr | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
"Leben und Schweben – Wunderwelt des Planktons"
Vortrag von Prof. Dr. Otto Larink, Braunschweig
Der Eintritt kostet 2 €.

Neues Wolfs-Beratungszentrum des Bundes soll Landesbehörden unterstützen

Nr. 027/16 | Berlin, 10.02.2016 Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Bundesamt für Naturschutz

Der Wolf
Foto: Robert Binas

Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland stellt Bundes- und Landesbehörden vor Aufgaben, die einer bundesweiten Koordination bedürfen. Dies soll ein neues Dokumentations- und Beratungszentrum des Bundes leisten, das die zuständigen Landesbehörden bei offenen Fragen rund um den Wolf berät und bundesweit Daten zur Ausbreitung des Wolfes sammelt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz Beate Jessel sicherten sich für den Aufbau des neuen Wolf-Zentrums die Unterstützung der renommiertesten Experten des Landes.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Deutschland ist wieder ein Wolfsland. Das ist ein großer Erfolg für uns Naturschützer. Aber es ist auch eine große Herausforderung, weil das Nebeneinander von Mensch und Wolf vielerorts erst wieder neu erlernt werden muss. Unser neues Wolfs-Beratungszentrum soll die Länder bei neu auftauchenden Fragen rund um den Wolf unterstützen. Wir stellen den Ländern damit Deutschlands beste Wolfs-Experten schnell und unbürokratisch zur Verfügung. Denn der Wolf kennt keine Ländergrenzen. Und die Erfahrung zeigt: Je mehr man über den Wolf weiß, desto weniger Probleme gibt es."

BfN-Präsidentin Beate Jessel: "Die Zunahme und Ausbreitung des Wolfes in Deutschland hat bei den Naturschutzbehörden zu einer erhöhten Nachfrage nach bundesweit aufgearbeiteten aktuellen Informationen zum Wolf geführt. Der Beratungsbedarf ist besonders zu den konfliktträchtigen Aspekten des Wolfsmanagement gewachsen. Wandernde Jungwölfe können sehr schnell von einem Bundesland in ein anderes wechseln und viele Rudelterritorien sind bereits jetzt länderübergreifend. Eine bundesweit einheitliche fachliche Unterstützung beim Umgang mit dieser großräumig agierenden Tierart ist daher sinnvoll."

Mit der neuen "Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf" kommt die Bundesregierung einer Bitte der Länder nach. Sie soll in erster Linie die Naturschutzbehörden von Bund und Ländern fachlich unterstützen.

Konkret soll die neue Stelle dafür sorgen, dass die Behörden kontinuierlich und aktuell mit bundesweiten Informationen zum Wolf versorgt werden. Außerdem soll sie bei schwierigen Fällen helfen und zur Koordination und Konfliktlösung beitragen. Sie liefert bei Bedarf wissenschaftliche Beratung zu bestimmten Fällen des Wolfsmanagements.

Getragen wird das Beratungszentrum von einem Konsortium aus mehreren wissenschaftlichen Institutionen: Unter der Führung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) arbeiten darin das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG), das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) und das Senckenberg Forschungsinstitut, Standort Gelnhausen.

"Alle Einrichtungen verfügen über langjährige wissenschaftliche und praktische Erfahrung in der Arbeit mit den Wölfen in Deutschland. Hier bauen international ausgewiesene Experten eine wissenschaftsbasierte und anwendungsorientierte Dokumentations- und Beratungsstelle auf", sagt der Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft, Prof. Mosbrugger.

Die Bundesbehörden haben die Rückkehr des Wolfes von Anfang an auf fachlicher Ebene begleitet, indem wissenschaftliche Projekte initiiert und gefördert wurden. Auf der Grundlage eines Fachkonzeptes des Bundesamtes für Naturschutz haben inzwischen fast alle Flächenländer in Deutschland Wolfsmanagementpläne erstellt, die Konflikte im Nebeneinander von Wolf und Mensch vermeiden und verringern sollen. Mit diesem Ziel hat das Bundesumweltministerium zudem die bundesweit tätigen, interessierten Verbände zu einem regelmäßig stattfindenden Runden Tisch eingeladen.

Es gibt inzwischen wieder 31 Wolfsrudel in Deutschland. Der Bestand nimmt zu, allerdings gilt der Wolf nach wie vor als vom Aussterben bedroht.

Weiterführende Informationen:

Infografik zur Wolfsverteilung

Hintergrundinfo "Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland"

 

Auf einen Tierparkbesuch ins Humboldthaus

Murmeltiere
Murmeltiere - derzeit halten sie noch Winter-
schlaf. Im Frühling bevölkern sie wieder die
große Tierparkwiese. (c) Engelmann

 Der Görlitzer Biologe Dr. Hans-Dieter Engelmann ist ein begeisterter Fotograf. „Naturgemäß“ stehen bei ihm Tiere im Fokus. Eigentlich ist der ehemalige Vizedirektor des Görlitzer Naturkundemuseums auf ganz kleine Bodentiere spezialisiert, denn er erforschte und fotografierte viele Jahre lang Milben und auch Wanzen am Museum. Aber schon lange hat er seine Liebe zu den größeren Tieren im Görlitzer Naturschutz-Tierpark entdeckt, wo er auch regelmäßig Fotokurse anbietet.

Eine Auswahl seiner Lieblingsfotos aus dem schönsten kleinen Zoo Sachsens zeigt Herr Engelmann am 19. Februar um 19:30 Uhr im Humboldthaus am Platz des 17. Juni 2. Der Eintritt kostet 2 €.

 

Freitag, 19. Februar 19:30 | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Auf Fotosafari im Görlitzer Tierpark
Bilderschau von Dr. Hans-Dieter Engelmann, Görlitz
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Naturschutz-Tierpark Görlitz

 

 

Uwe Tellkamp im Görlitzer Naturkundemuseum

Uwe Tellkamp
Uwe Tellkamp (2.v.l.) wurde von Museumsdirektor
Willi Xylander (re.) durch die Ausstellungen des
Naturkundemuseums geführt. Foto: L. Träger

Görlitz, 1.2.2016. Der Schriftsteller Uwe Tellkamp besuchte am Montag das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. In Begleitung seiner Frau und des Museumsleiters der Görlitzer Sammlungen, Dr. Jasper von Richthofen, wurde er von Museumsdirektor Prof. Dr. Willi Xylander durch die Ausstellungen geführt. Der "Der Turm"-Autor, dessen Werk unter anderem auch in Görlitz verfilmt wurde, stellte sich als versierter Naturkenner heraus.
Tellkamp war auf Einladung des Kulturhistorischen Museums in Görlitz zu Besuch, und beteiligte sich an einer Ausstellungsfinisage mit Lesung. 

 

 

Dirk Steffens wird mit Görlitzer Filmpreis ausgezeichnet

Dirk Steffens
Dirk Steffens nimmt am 19. März 2016 in
Görlitz den Meridian-Naturfilmpreis entgegen.
(c) privat

Der bekannte Fernsehjournalist Dirk Steffens erhält am 19. März den „Görlitzer Meridian Naturfilmpreis" des Förderkreises des Naturkundemuseums Görlitz für sein bisheriges filmisches Werk. Die Preisverleihung findet um 19:00 Uhr im Humboldthaus des Senckenberg Museums Görlitz statt. Bereits ab 14:00 Uhr erfolgt am selben Ort eine Werkschau, voraussichtlich ebenfalls in Anwesenheit des Preisträgers. Karten für beide Veranstaltungen gibt es ab dem 23. Februar an der Kasse des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz.

Steffens gehört zu den vielseitigsten und bekanntesten Moderatoren von Naturreportagen. Schon seit 1995 ist der 48-Jährige ein bekanntes Gesicht im deutschen Fernsehen. Mittlerweile ist sein Name für viele Fernsehzuschauer untrennbar mit der ZDF-Reihe „Terra X - Faszination Erde“ verbunden, für die er bereits mehrfach um die Welt reiste. Der Niedersachse ist auch als Autor, Regisseur und Produzent von Natur- und Reisedokumentationen sowie als Schriftsteller tätig. Internationale Anerkennung findet sein Umweltengagement z.B. für den WWF und die Jane-Goodall-Stiftung. Dirk Steffens erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2011 die Goldene Kamera.

Der Görlitzer Meridian Naturfilmpreis wird in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben. Preisträger waren unter anderen Ranga Yogeshwar und Heinz Sielmann.

Weitere Informationen: www.goerlitzer-meridian.de

 

WINTERFERIEN: NachmittagsPROGRAMM für Kinder

Haselmaus
Wie die kleine Haselmaus und andere Tiere
bei uns Winterschlaf halten erfahren Kinder
in den Winterferien im Naturkundemuseum.
Foto: Senckenberg

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt in den Winterferien Kinder ab 5 Jahren zu einem abwechslungsreichen Nachmittagsprogramm ein. An den beiden Dienstagen werden die kleinen Besucher in die Überwinterungsgeheimnisse von Igel, Eichhörnchen, Reh & Co. eingeweiht. Mittwochs kann man bei einer gemütlichen Vorlesestunde Geschichten über den Wolf Tschorno oder den Storch Nador lauschen. An den Donnerstagen führt die Museumspädagogin durch die neue Ausstellung „Senckenbergs verborgene Schätze“ und taucht ein in die spannenden Geschichten von Seegurke, Pinguin und Koboldmaki. Die Nachmittage beginnen jeweils um 15:00 Uhr und dauern ca. 1 Stunde.

Auch Horte und Kinderhäuser können unter drei Gruppenangeboten wählen. Bei einer Führung durch die Sonderausstellung „Schweben.Leben“ lernen die Kinder winzig kleine Lebewesen wie das Pantoffeltierchen kennen und legen selbst Hand ans Mikroskop. Sie können die Tiere der Oberlausitz kennenlernen und erfahren wie sie überwintern. Ein drittes Thema widmet sich der Sonderausstellung „Senckenbergs verborgene Schätze“, bei der die kleinen Besucher spannende Geschichten von kuriosen und nicht alltäglichen Ausstellungsgegenständen hören und auch etwas über das Sammeln in Museen erfahren.

Das Museum bittet Eltern und Erzieherinnen sich unter Tel. 03581-47605220 oder  anzumelden. Der Eintritt zu jeder Veranstaltung kostet pro Kind 2,50 €.

Längere Öffnungszeiten in den Winterferien! In den Winterferien ist das Naturkundemuseum
Montag bis Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet!

Termine:

Dienstag, 09.02.2016 und 16.02.2016 um 15.00 Uhr
»Bitte nicht aufwecken!«
Für viele Tiere ist der Winter eine besondere Herausforderung. Es ist kalt, das Futter ist rar und Teiche und Bäche sind zugefroren. Da muss Vier- oder Zweibeiner sich schon etwas einfallen lassen, um in dieser Jahreszeit gut zu überleben. In einem Rund¬gang durch die Ausstellung »Tiere und Pflanzen der Oberlausitz« wollen wir einige Tiere betrachten. Fischotter, Wolf, Dachs, Igel, Haselmaus, Eichhörnchen und Reh verraten uns ihre Über-winterungsgeheimnisse.
Dauer: ca. 1 Stunde, für Kinder ab 6 Jahren, Kosten: 2,50 € pro Kind

Mittwoch, 10.02.2016 um 15.00 Uhr
Geschichten für Groß und Klein: »Tschono – ein Tag im Leben eines Wolfes«
Vorlesestunde in den Ausstellungen
Dauer: ca. 45 Minuten, für Kinder ab 5 Jahren, Kosten: 2,50 € pro Kind

Mittwoch, 17.02.2016 um 15.00 Uhr
Geschichten für Groß und Klein: »Nador – ein Tag im Leben eines Storches«
Vorlesestunde in den Ausstellungen
Dauer: ca. 45 Minuten, für Kinder ab 5 Jahren, Kosten: 2,50 € pro Kind

Donnerstag, 11.02.2016 und 18.02.2016 um 15.00 Uhr
»Seegurke, Pinguin und Koboldmaki an Deck«
In der Sonderausstellung »Senckenbergs verborgene Schätze« werden ganz besondere Präparate ausgestellt. Im Normalfall werden sie den Besuchern nicht in den Ausstellungen gezeigt. Das liegt einfach daran, dass Museumsmitarbeiter in Mineralien eingewachsene »Schuhe« oder komisch geformte Gänseschädel nur selten in einer Ausstellung zeigen. Einmal schlägt aber auch die Stunde der »besonderen Schätze« im Museum. Das Span-nende daran ist, dass wir über diese Präparate ganz tolle Geschichten erzählen können.
Dauer: ca. 1 Stunde, für Kinder ab 6 Jahren , Kosten: 2,50 € pro Kind

Flyer Winterferienprogramm 2016

 

Görlitzer Kinderakademie startet ins neue Semester

23. Semester Kinderakademie
Aktuelles Veranstaltungsprogramm der
Kinderakademie

Am 29. Januar beginnt wieder die Görlitzer Kinderakademie für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Einmal im Monat berichten Experten aus ganz Deutschland von ihren Forschungen und beantworten spannende Fragen aus der Wissenschaft.

Den Auftakt macht Victoria Grala aus Görlitz mit einem Bericht über ihre Forschungsexpedition zu den Azoren. Die 14-Jährige ist somit die jüngste Vortragende, die es bisher in der Kinderakademie gab.

Ist die Landeskrone wirklich ein Vulkan und was sind eigentlich Pilze? Wie verhalte ich mich bei einem Verkehrsunfall und wie programmiere ein Spiel? Kann ich Mädchen und Jungen gleichzeitig als Freunde haben? Die 45-minütigen Vorlesungen zu diesen und weiteren Themen finden entweder im Humboldthaus des Senckenberg Museums oder im großen Hörsaal der Hochschule in der Furtstraße statt.

Die Teilnahme an den Vorlesungen ist kostenlos und erfolgt am besten über eine Anmeldung unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605210. Wie an einer richtigen Hochschule bekommen die Kinder einen Studentenausweis und am Ende der Vorlesungsreihe ein Diplom. Für polnische Kinder werden die Vorlesungen simultan übersetzt. Eltern sind übrigens nicht zugelassen!

Weitere Infos unter: www.hszg.de/kinder

FR 29. Januar 2016 | 16:00 Uhr | Humboldthaus
"Delfine, Wale und Vulkane – meine Forschungsexpedition zu den Azoren"
Vorlesung von Victoria Grala, Görlitz 

 

Vom radioaktiven Schlammbecken der Wismut zum Vogelparadies in Sachsen - Filmvorführung und Lesung

 Rohrdommel
Die Rohrdommel lebt versteckt im Schilf und
brütet auch an Dänkritz. In der Natur ist der
Reiher eher zu hören als zu sehen. Dieses
Exemplar steht im Görlitzer Naturkundemuseum.
Foto: Senckenberg

Der Begriff „Wismut“ steht für Viele in Sachsen für intensiven Bergbau mit teils verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Das sich aber aus schwer gestörten Orten über Jahrzehnte wieder großartige Naturgebiete entwickeln können, war bis vor wenigen Jahren angesichts der Schadstoffeinträge nahezu undenkbar.

In seinem Film „Thronfolgen der Natur“ zeigt der sächsische Tierfilmer Andreas Winkler am Beispiel des Schlammabsatzteiches einer Uranerzwäsche bei Dänkritz (Landkreis Zwickau), wie sich aus einem radioaktiven, buchstäblich toten Schlammloch ein fantastisches Naturgebiet entwickelte. Vor der Filmvorführung wird Museumsmitarbeiter Dr. Bernhard Seifert aus seinen Erinnerungen berichten, denn wohl kein anderer kennt das Gebiet so lange und so gut wie er. Zwischen 1966 und 1779 unternahm er als Schüler und Student mehr als 900 Exkursionen in das Gebiet und dokumentierte die Rückkehr der Natur in all ihren Facetten.

FR 29. Februar 2016 | 19:30 Uhr | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
"Vom radioaktiven Absetzbecken zum Naturparadies: Dänkritz in Sachsen"
Filmpräsentation von Andreas Winkler, Limbach-Oberfrohna und Lesung von Dr. Bernhard Seifert, SMNG
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Großeltern-Enkel-Tag am 24. Januar in drei Görlitzer Museen

Besucher im Museum
Großelterntag im Naturkundemuseum Görlitz
am 24. Januar 2016 von 10:00 - 18:00 Uhr.

Das Schlesische Museum, das Senckenberg Museum für Naturkunde und das Kulturhistorische Museum in Görlitz laden am Sonntag, dem 24. Januar 2015, erneut zum Großeltern-Enkel-Tag ein. Zusammen mit ihren Enkelkindern (unter 16 Jahren) erhalten Großeltern freien Eintritt zum Besuch der Museen. Der seit 2012 jährlich stattfindende Museumstag findet inzwischen großen Zuspruch. Die drei Häuser greifen damit einen Brauch aus Polen auf, wo im Januar der Tag der Oma und der Tag des Opas begangen werden.

Die Museen bieten die Gelegenheit, auch ihre Sonderausstellungen zu erkunden. Im Senckenberg Museum sind die Ausstellungen "Schweben.Leben - Belebte Wassertropfen" und die kurz zuvor eröffnete Schau "Senckenbergs verborgene Schätze" zu sehen. Im Barockhaus Neißstraße 30 kann das Puppenhaus des Herrn Kurt-Franken bewundert werden. Im Kaisertrutz wird „Markus Draper: Inge zu Fuß zur Arbeit“ gezeigt.

Das Schlesische Museum lädt in die Ausstellung „Die große Not. Erinnerung an das Kriegsende 1945 und den Neubeginn in Görlitz und Zgorzelec“ ein. Um 14 Uhr findet eine Führung mit Kuratorin Dr. Martina Pietsch statt. Um 15 Uhr tritt im Museum das Nachwuchsblasorchester der Görlitzer Musikschule „Johann Adam Hiller“ auf.

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Museen:

Senckenberg Museum für Naturkunde       Schlesisches Museum zu Görlitz           Kulturhistorisches Museum
Am Museum 1 / Marienplatz                          Schönhof, Brüderstraße 8                        Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, und
geöffnet 10:00 – 18:00 Uhr                            geöffnet 10:00 – 16:00 Uhr                      Barockhaus Neißstraße 30
                                                                                                                                                   geöffnet 10:00 – 16:00 Uhr

Neue Sonderausstellung zeigt „Senckenbergs verborgene Schätze“

Senckenbergs verborgene Schätze in Görlitz
In der neuen Sonderausstellung zeigt
Senckenberg Kostbarkeiten und Kurioses
aus seinen fünf Sammlungsarchiven.
Der Dreifarben-Ara steht für den Standort
Görlitz. Foto: Köpcke/Weinhold

Die Sammlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung umfassen nahezu 38,5 Millionen Objekte. Sie lagern wohlgeordnet in den Magazinen, Schubladen und Glaszylindern; viele dieser Präparate bleiben den Besuchern für immer verborgen. Senckenberg hat für die neue Sonderausstellung „Senckenbergs verborgene Schätze“ einige dieser Kostbarkeiten aus ihren fünf sammelnden Standorten in Frankfurt, Görlitz, Dresden, Weimar und Müncheberg zusammengetragen und ans Tageslicht geholt. Diese zum Teil vorher noch nie ausgestellten Schätze werden nun im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen sein. Die Ausstellung eröffnet am 22. Januar, 18:00 Uhr, im Museum am Marienplatz und steht den Besuchern bis zum 15. Mai 2016 offen.

Unter den Ausstellungsgegenständen befinden sich kuriose, außergewöhnliche und besondere Exponate. So zum Beispiel das Okapi, eine nur selten zu sehende Waldgiraffe aus dem Bestand des Görlitzer Senckenberg Museums. Es wurde von Tomasz Sokolowski meisterhaft präpariert und stellt das größte Objekt in der Ausstellung dar. Ebenfalls rar sind die gläserne Seegurke und der Anglerkalmar des weltberühmten Glasbläsers Blaschka aus Dresden. Im 19. Jahrhundert konnten Meerestiere und -pflanzen nicht lebensecht konserviert oder nachgebildet und somit bewahrt werden. Der aus Nordböhmen stammenden Leopold Blaschka stellte mit seinem Sohn Rudolph viele dieser Meeresorganismen aus Glas nach, jedoch verschwand mit ihrem Tod auch das Wissen über diese einzigartige Kunstfertigkeit. Nur wenige Modelle überdauerten die Zeit und werden heute weltweit in Museen und Sammlungen als besondere Schätze gehütet.

SvS Hundeschaedel
Jedes Ausstellungsstück erzählt seine eigene
Geschichte. Hier: kuriose Hundeschädel des
Karl Hopf. Foto: Senckenberg

Alle Exponate erzählen ihre eigene Geschichte, die in den beiliegenden Geschichtenbüchern nachzulesen sind. So erfährt man in der Ausstellung, dass die ausgelegten Hundeschädel keine gewöhnlichen sind. Sie gehörten dem Frankfurter Lebemann und Hundezüchter Karl Hopf, der seine Sammlung 1908 dem dortigen Senckenberg Museum übergab. Später entpuppte er sich als Giftmörder seiner drei Ehefrauen. Auch viele regionale Geschichten werden erzählt, so von den ehemals im Riesengebirge ansässigen Mornellregenpfeifer und Haselhuhn, deren Bestände mittlerweile gänzlich erloschen sind. Oder von dem im Schwarzen Schöps entdeckten Edelkrebs, der in den Görlitzer Sammlungen konserviert wurde und Zeuge für das Vorkommen dieser Art in der Oberlausitz ist. Ergänzt werden die Originalobjekte durch faszinierende Bildkompositionen der Fotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold.

Ohnehin verdeutlicht die Ausstellung anhand der ausgewählten historischen Exponate die Bedeutung des Sammelns in Museen, deren Forscher dazu beitragen ein Abbild der Natur für die Nachwelt zu bewahren.

FR, 22. Januar 2016 | 18:00 Uhr | Ausstellungseröffnung | Museum
„Senckenbergs verborgene Schätze“
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Die Sonderausstellung ist noch bis 15. Mai 2016 zu sehen.

www.senckenbergsverborgeneschaetze.com

Von Trollen, Lachsen und Papageien

Der Vortrag "Norwegen - nur Trolle und Lachse" entfällt. Wir bitten um Entschuldigung!

Norwegen und Venezuela: zwei Länder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch eint sie eine atemberaubende Naturlandschaft.

Norwegen
Mehr über Norwegen und seine beeindruckende
Fjordlandschaft erfährt man am 14. Januar 2016
im Naturkundmuseum. Hier: Blick ins Stryn-Tal.
Foto: Ingo Turre

In der Nachmittagsreihe des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz nimmt Museumsmitarbeiter Ingo Turre die Besucher mit auf eine Reise nach Norwegen. Das Land der Trolle und Lachse wurde während mehrerer Eiszeiten geformt, wodurch die heutige Fjordlandschaft sowie die vielen Binnenseen und Wasserfälle entstanden. Norwegen ist ein Land der unzähligen Brücken, Tunnel, Passstraßen und Serpentinen und in dem man, trotz starkem Tourismus, Abgeschiedenheit, Stille und Natur pur erfährt. Es ist sicher kein billiges Reiseland, aber das Beste bietet es von allem kostenlos – fantastische Erlebnisse in einer großartigen Natur, die allen offensteht. Der Vortrag findet am 14. Januar, 15:00 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums zum regulären Museumseintritt statt.

Am 15. Januar geht es in wärmere Regionen nach Südamerika. Um 19:30 Uhr beginnt im Humboldthaus die Multimedia-Show „Venezuela – Tropenland zwischen Anden und Orinoco“ von und mit Karl-Heinz Trippmacher aus Radebeul. In beeindruckenden Bildern und mit Originaltonaufnahmen schildert der Naturfotograf seine Abenteuerreise, die mit einem Einbaumboot durch den Regenwald zu den Pfahlbauten der Waraos im Orinoco-Delta, weiter über Berggipfel in den Hoch-Anden durch die Nationalparks Sierra Nevada und Canaima bis in die Städte wie Caracas entlang der Karibik-Küste oder Merida führt. Die bunte Tier- und Pflanzenwelt wird dabei genauso beleuchtet wie Menschen und Orte abseits des Tourismus, beispielsweise die Insel Coche mit ihren kleinen Fischerdörfern. Der Eintritt kostet 2 Euro.

ENTFÄLLT:
DO 14.01.2016 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum
"Norwegen – Nur Trolle und Lachse?"
Reisevortrag von Ingo Turre, Görlitz
Der Eintritt ist im Museumspreis inbegriffen.

FR 15.01.2016 |19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
"Venezuela - Tropenland zwischen Anden und Orinoco"
Multimedialer Reisevortrag von Karl-Heinz Trippmacher, Radebeul
Der Eintritt kostet 2 Euro.

Caspar Schwenckfeldt – ein vergessener Arzt und Naturforscher der Sudeten

Die Zeit vor dem 30-jährigen Krieg stellte für Görlitz eine Blütezeit dar. Die Stadt war reich, hier lebten große Persönlichkeiten wie Jacob Böhme und Bartholomäus Scultetus. Vergessen wird aber häufig ein anderer Großer dieser Epoche – der aus Schlesien stammende und in der Oberlausitz gestorbene Görlitzer Stadtarzt und Naturforscher Caspar Schwenckfeldt. Ihm verdanken wir die ersten Beschreibungen der Natur der Westsudeten sowie frühe Aufzeichnungen der Rübezahlsagen.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt am 12. Januar, 19:30 Uhr zu dem Abendvortrag „Caspar Schwenckfeldt – ein vergessener Arzt und Naturforscher der Sudeten“ ein. Andrzej Paczos, ehemaliger Direktor des Naturkundemuseums Jelenia Góra (Hirschberg) und derzeit Mitarbeiter am Görlitzer Naturkundemuseum, veröffentlichte bereits einige Schriften Caspar Schwenckfeldts in Polen. In seinem Vortrag möchte er den Besuchern das Leben und die Werke des Gelehrten nahebringen.

DI 12.01.2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum Naturkundemuseum (Seiteneingang)
„Caspar Schwenckfeldt – ein vergessener Arzt und Naturforscher der Sudeten“
Vortrag von Andrzej Paczos M.Sc., Görlitz
Der Eintritt kostet 2 Euro.

Nepal-Benefizveranstaltung im Humboldthaus

Tsergo Ri
Auf dem Tsergo Ri (4984 m) im Langtang
Nationalpark, Nepal © Jens Schröter

Am 8. Januar findet um 19:30 Uhr im Humboldthaus der Benefizvortrag „Auf Humboldts Straße der Vulkane nach Nepal ins Land des Roten Pandas“ statt.

Petra und Jens Schröter bereisen seit rund 15 Jahren die Länder dieser Welt. Ihr aktueller Reisebericht führt entlang der von Humboldt benannten „Straße der Vulkane“ in Ecuador und Peru nach Afrika zum Kilimandscharo und weiter über den Elbrus im Kaukasus bis nach Nepal in den Langtang-Nationalpark.
Die Görlitzer berichten mit Bild und Ton von der Schönheit dieser Landschaften, aber auch von der Gefährdung der Artenvielfalt und Natur durch den überall spür- und sicht-baren Klimawandel.
Der Eintritt ist frei, um freiwillige Spenden zu Gunsten des LiScha-Projektes in Nepal wird gebeten.

Infolink: https://www.lischa-himalaya.org/

FR 08.01.2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
"Auf Humboldts Straße der Vulkane nach Nepal ins Land des Roten Pandas"
Benefizvortrag zu Gunsten des LiScha-Projektes in Nepal von Jens Schröter, Görlitz
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.


Die Zukunftsstadt durch Kinderaugen

Görlitz, 10.12.2015. Vier Kinder aus Görlitz und Umgebung gehören zu den Siegern des Wettbewerbes „Baue Deine Traumstadt“ des Bundesforschungsministeriums. Ihre Modelle sind bis zum 8. Januar im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz ausgestellt. Parallel dazu hat das Museum eine GPS-Tour entwickelt, die zu besonderen Orten in Görlitz führt. Die dazugehörige Anleitung ist im Museum und im Tierpark erhältlich

Herausforderung für unsere Städte in der Zukunft

 Modellstadt1
Die Görlitzer Architekten Christian Weise und
Wolfgang Kück mit den Modellbauern Elias
Troska und Alexander Gottfried. © Träger

In wenigen Jahrzehnten werden 70 % aller Menschen weltweit in Städten leben. Sie werden Dreiviertel der Energie verbrauchen und 70 % der weltweiten Treibhausgase verursachen. Grund genug, sich darüber Gedanken zu machen, wie wir uns die Städte der Zukunft wünschen. Im Rahmen des Wissenschafts-jahres Zukunftsstadt, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, hatten die deutschen Forschungsmuseen Schülerinnen und Schüler der 6. Bis 13. Klasse dazu aufgerufen, Skizzen einzureichen, wie sie sich ihre „Traumstadt“ vorstellen. Eine Expertenjury in Frankfurt/Main wählte aus den eingereichten Vorschlägen die besten aus und lud die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Workshop mit Architekten und Stadtplanern nach Frankfurt ein, wo die Entwürfe erörtert und Möglichkeiten besprochen wurden, wie die Skizzen in dreidimensionale Modelle umgesetzt werden können.

Wettbewerbsergebnisse ausgezeichnet

Modellstadt2
Merle Kauf aus Görlitz vor ihrer Vision einer
lebenswerten Zukunftsstadt. © Träger

Von den vier Wettbewerbssiegern stammen zwei aus dem Landkreis Görlitz und zwei aus Hessen. Merle Kauf (12) aus Görlitz baute das Modell ihrer idealen „Grünen Stadt“, aus der alle Autos an den Stadtrand verbannt sind und für jeden Bewohner in der Stadt mindestens 9 m² Grünfläche als Park, Spielfläche oder Stadtgarten zur Verfügung stehen. Wer nicht laufen möchte, kann das Fahrrad oder die Straßenbahn nutzen. Die beiden elfjährigen Alexander Gottfried (Königshain), Elias Troska (Zodel) und der siebenjährige Noah-Lewin Mayer (Großschönau) beschäftigten sich umfassend mit ihrem „TraumWasserpark Berzdorfer See“ und seiner zukünftigen Nutzung. Das große Landschaftsmodell befasst sich mit zahlreichen Aspekten der derzeitigen Diskussion um den See. Bei der Präsentation ihrer Modelle am 9. Dezember im Naturkundemuseum konnten sich die Kinder mit den Görlitzer Architekten Wolfgang Kück und Christian Weise sowie dem Stadtplaner Friedemann Dreßler über ihre Ideen austauschen. Nachdem die Modelle zuvor im Frankfurter Naturmuseum präsentiert wurden, sind sie nun bis zum 8. Januar im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen.

Titelbild 
Die Begleithefte für die GPS-Tour "Zukunfts-
stadt Görlitz" sind ab sofort an der
Museumskasse erhältlich.

GPS-Tour entstanden

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres hat der Geograph Michael Winter gemeinsam mit Senckenberg und dem Naturschutz-Tierpark die GPS-Tour „Unterwegs durch die Zukunftsstadt Görlitz“ entwickelt. Anhand eines Begleitheftes entdecken junge Leute acht besondere Orte in Görlitz und setzen sich mit Themen auseinander, die für das zukünftige Leben in der Stadt eine Rolle spielen. Dabei geht es um Forschung, Kommunikation, Wohnen, Bildung und Arbeit, Energieversorgung, Mobilität, Industriearchitektur und Artenschutz. Die Hefte liegen im Naturkundemuseum sowie im Naturschutz-Tierpark Görlitz kostenfrei aus.

Das Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt zeigt, wie Forschung heute schon dazu beiträgt, Städte nachhaltig lebenswert zu gestalten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lösen gemeinsam mit Kommunen, Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürgern konkret und vor Ort die großen gesellschaftlichen Herausforderungen: sichere Energie, klimaangepasstes Bauen, Wohnen und Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität sind nur einige Themen. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie trägt Forschung in die Öffentlichkeit.

Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Alle Informationen dazu gibt es auch im Internet unter www.senckenberg.de/traumstadt 


Von Reisen in ferne Länder – Winterprogramm 2015/2016 des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz

Sri Lanka 
Sri Lanka, das "Reich der roten Lotusblüte",
ist eine Insel voller beeindruckender Natur-
und Kulturlandschaften.

In der kalten Jahreszeit kann man sich vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz von Dezember bis Februar auf Reisen in ferne Länder mitnehmen lassen, jedenfalls in bildgewaltigen Vorträgen beispielsweise über Norwegen, Nepal, Venezuela oder Transsilvanien.

Am 10. Dezember berichtet Museumsmitarbeiter Andrzej Paczos in der Nachmittagsreihe um 15:00 Uhr von seiner Wanderung im Himalaya, von heiligen Orten und abenteuerlichen Begegnungen.

Einen Tag später geht die Reise weiter südlich nach Sri Lanka. Das so genannte „Reich der roten Lotosblüte“ ist eine Insel voller beeindruckender Natur- und Kulturlandschaften. Hier stehen viele Regionen als Nationalparks unter Schutz. Der Görlitzer Geograph Michael Winter bereiste knapp 3 Wochen mit seiner Familie dieses faszinierende tropische Land. Unterwegs waren sie nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Unterkunft fanden sie bei einheimischen Familien abseits der touristischen Zentren. Die Bildpräsentation findet am 11. Dezember, 19:30 Uhr im Humboldthaus statt.

Weitere Infos zu den rund 30 Veranstaltungen, einschließlich der alljährlichen Winterexkursion, sind im neuen Programmheft des Görlitzer Naturkundemuseums nachzulesen. Es ist an der Museumskasse am Marienplatz erhältlich oder hier zum Download Winterprogramm 2015/2016.

Vom Regenwald zur Ölpalmenplantage

Regenwaldzerstörung
Nirgendwo schwinden derzeit die tropischen
Regenwälder so schnell, wie in Indonesien © privat

Die Regenwälder Südostasiens existieren Schätzungen zufolge seit über 100 Millionen Jahren und gelten als Hotspot der Artenvielfalt. Allein in Indonesien findet man über 530 Säugetierarten, wie zum Beispiel den Orang-Utan, den Sumatra-Tiger oder das Sumatra-Nashorn. Viele dieser Tier- und Pflanzenarten sind endemisch und vom Aussterben bedroht. Der Grund: Palmöl.

Jährlich verschwinden in Indonesien über 630.000 Hektar Regenwald, um auf der Fläche Ölpalmen anzubauen. Unter anderem durch die Begierde nach billigem Fett für Lebensmittel, Kosmetik und viele andere Zwecke gilt Indonesien mittlerweile als der führende Regenwaldzerstörer weltweit und außerdem der drittgrößte Treibhausgasemittent nach den USA und China. Denn mit dem Wald verschwindet nicht nur wertvoller Lebensraum. Die mächtigen Torfschichten unterhalb der Wälder setzen Unmengen an CO2 in die Atmosphäre frei, sobald die Flächen gerodet wurden.

Warum ist dieses Palmöl so begehrt? Was hat das mit uns zu tun und welche Alternativen gibt es? Diplom-Biologin Cindy Höll vom Leipziger Verein Orang-Utans in Not e.V. möchte in ihrem Vortrag diese und weitere Fragen thematisieren und Handlungsoptionen diskutieren.

Orang-Utans in Not e.V. wurde 2007 gegründet und setzt sich für den Schutz und Erhalt der letzten freilebenden Orang-Utans und ihres Lebensraumes ein. Neben Artenschutz-Projekten in Indonesien (eine Orang-Utan-Auswilderungsstation auf Sumatra sowie eine Auffangstation und ein Aufforstungsprojekt auf Borneo) ist der Verein seit mehreren Jahren im Bereich Umweltbildung in Indonesien und Deutschland aktiv. 2014 gründete er mit weiteren Organisationen das Aktionsbündnis Regenwald statt Palmöl.

DI 1. Dezember 19:30 | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum Museum/Seiteneingang
Vom Regenwald zur Palmölplantage – Über die Verwandlung eines artenreichen Ökosystems zur grünen Wüste
Vortrag von Dipl.-Biol. Cindy Höll, Orang Utans in Not e.V. Leipzig
Der Eintritt kostet 2 €.

Ein Ort des Lebendigen - Naturerlebnis Friedhof

Eichhörnchen
Foto Martin Eichler

Martin Eichler ist Mitarbeiter der Görlitzer Friedhofsverwaltung. Auch in seiner Freizeit verbringt der Hobbyfotograf viel Zeit in dem alten Parkgelände: auf der Spur des Lebendigen. Seine Tierbeobachtungen, besonders schöne Pflanzen und Stimmungen im Jahresverlauf hat er mit der Kamera in den vergangenen Jahren eingefangen.
Am 27. November lädt er um 19:30 Uhr zu einer mit Musik untermalten Bilderschau ins Görlitzer Humboldthaus ein. Erläuterungen gibt es dazu nicht, denn Martin Eichler möchte, dass die Zuschauer ein besonders „Natur-Klang-Bild“ erleben.

FR 27. Nov. 19:30 | Natur in Farbe | Humboldthaus
Entdeckungen auf dem Friedhof Görlitz –  ein fotografischer Streifzug durch die Jahreszeiten
Bilderschau mit musikalischer Untermalung von Martin Eichler, Görlitz
Der Eintritt kostet 2 €.


Internationaler Studiengang am Naturkundemuseum startet ins neue Semester

Studierende










Der Studiengang am Görlitzer Senckenberg
Institut ist auch für ausländische Studierende
attraktiv. Foto: Gitschmann/Senckenberg

Görlitz, 16.11.2015. Am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz hat das neue Semester begonnen. Im Master-Studiengang „Biodiversity and Collection Management“ (Biodiversität und Sammlungs-Management) der TU Dresden, der in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau (IHI) und dem Senckenberg Museum für Naturkunde im letzten Jahr an der Görlitzer Forschungseinrichtung etabliert wurde, konnte Studiengangsleiter Prof. Willi Xylander zehn neue Studenten begrüßen. Ab diesem Jahr geht es international zu, die Lehrveranstaltungen werden erstmals in englischer Sprache angeboten.

Endaweke Wendim Boggale aus Äthiopien und Oyundelger Khurelpurev aus der Mongolei sind die beiden ausländischen Studierenden. Ihren deutschen Professoren am Senckenberg Museum sind sie sehr dankbar für die Möglichkeit, die kommenden zwei Jahre in Görlitz und Zittau studieren zu können. Sie sind das erste Mal in Europa und werden über den Dietmar Schmid Education Fond in Frankfurt gefördert.

„Ich erhoffe mir von dem Studium, meine Fähigkeiten und Kenntnisse zu erweitern“, sagt der 40-Jährige Endaweke aus Addis Abeba. Er war bereits an einigen internationalen Forschungsprojekten beteiligt, zuletzt an der Entdeckung von 55 neuen Schmetterlingsarten in Äthiopien. Nach seinem Masterabschluss möchte er sich dann wieder in seinem Land dem Artenschutz widmen, der ihm besonders am Herzen liegt.

Die 22-jährige Oyundelger hat zuvor ihren Bachelor in „Ökologie und Umweltschutz“ an der Staatlichen Universität der Mongolei in der Hauptstadt Ulaanbaatar absolviert, zwischen der eine langjährige Kooperation mit dem Görlitzer Senckenberg Forschungsinstitut besteht. Die Studentin kannte schon einige deutsche Professoren aus ihren Vorlesungen in der Heimat, nun setzt sie die Tradition des Austausches in Görlitz fort. Wie sie sich hier fühlt: „Sehr gut, ich habe sogar schon einen Deutschkurs an der Volkshochschule begonnen.“ Viel Freizeit, auch für Reisen, haben die beiden emsigen Studenten jedoch nicht, denn sie nehmen ihr Studium sehr ernst und wollen so viel Fachwissen wie möglich „mitnehmen“.

Der Studiengang ist weltweit einmalig, denn er kombiniert biologische Expertise mit der Fähigkeit, eine Museumssammlung anzulegen, zu betreuen und fachlich zu erweitern. Diese Sammlungen bilden als Archive des Lebens die Grundlage für taxonomische - also sich mit der Vielfalt der Arten, ihrer Beschreibung und wissenschaftlichen Einordnung befassenden - Fragestellungen sowie für ökologische Untersuchungen.

Die Studierenden lernen direkt bei den Museumswissenschaftlern die Vielfalt der Organismen auf der Erde kennen - von den Plattwürmern bis zu den Säugetieren und von den Pilzen bis zu den Bäumen. Aber auch Fossilien und Geologie stehen auf dem Lehrplan. Im Rahmen des Studiums werden die Studentinnen und Studenten in aktuelle Forschungsprojekte einbezogen und erlernen so von der Pike auf, wie man Organismen in die Museumssammlungen einarbeitet und dadurch für die Zukunft verfügbar hält. Schwerpunkt der Lehre in Zittau werden Aspekte des Naturschutzes, der Umweltanalytik, der Genetik und des Projektmanagements sein. Wer möchte, kann im Anschluss an das viersemestrige Studium eine Promotion anschließen.

Invasive superkoloniale Ameise: Schädling oder halb so schlimm?  Ausbreitung einer Waldameisenart in Kanada untersucht

von Judith Jördens

Görlitz, den 29.10.2015. Der Wissenschaftler Dr. Bernhard Seifert vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz hat die Ausbreitung einer invasiven Waldameisenart in Kanada untersucht. Etwa eine Millionen der Insekten wurden 1971 durch den Menschen in einen kanadischen Wald nahe Quebec eingeführt – die Ameisen haben seitdem ihre Anzahl mindestens verzwanzigfacht. In seiner kürzlich im Fachjournal „Myrmecological News“ veröffentlichten Studie zeigt Seifert, dass die Ameisen nur an einen Ort in Quebec vorkommen und bisher keine Gefahr für das kanadische Ökosystem darstellen.

Ameisen machen weniger als 0,5 Prozent aller weltweit bekannten Tier- und Pflanzenarten aus, dennoch befinden sich gleich fünf superkoloniale Ameisenarten auf der von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) erstellten Liste der 100 schlimmsten invasiven Tier- und Pflanzenarten. 

Ameise
Wurde absichtlich nach Kanada eingeführt:
Die superkoloniale Waldameisenart Formica
paralugubris.
© Kiko Gómez & Xavier
Espadaler

„Superkolonien bei Ameisen entstehen durch die Aufspaltung von Nestern mit vielen Königinnen in zahlreiche Tochterkolonien“, erklärt Dr. Bernhard Seifert vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Problematisch sind die durch Menschen verursachten Verschleppungen von Arten, die solche Superkolonien bilden können. Die Ameisen können sich sehr schnell zu ökologischen Plagen im neuen Lebensraum entwickeln.“
Der Görlitzer Ameisenforscher hat die 1971 nach Kanada eingeführte superkoloniale Waldameisenart Formica paralugubris und ihre bisherige Ausbreitung untersucht. Die größte bekannte Superkolonie der rot-schwarze Ameisenart in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet umfasst 1200 Nester auf 70 Hektar Fläche in den Schweizer Alpen.

„Kurioserweise wurden die Ameisen 1971 bewusst vom Menschen nach Kanada eingeschleppt“, erzählt Seifert. Die kleinen Insekten sollten für den Schutz kanadischer Wälder sorgen und Schadinsekten bekämpfen. „Solch ein Verfahren würde in der heutigen Zeit zu massiven Protesten führen“, meint Seifert.

Etwa 1,3 Millionen Arbeiterameisen mit geschätzten 3000 Königinnen wurden gezielt in einer kanadischen Nadelbaumplantage angesiedelt. Bis 1973 hatten die Ameisen fünf Nester gebaut, die circa 3 Millionen Ameisen beherbergten. Die nächste Aufzeichnung stammt aus dem Jahr 2005: Formica paralugubris lebte nun schon in 95 Nestern, die sich auf einer Waldfläche von 3,8 Hektar ausstreckten. „Laut unseren statistischen Berechnungen können wir zu diesem Zeitpunkt von etwa 19 Millionen Arbeiterameisen in dieser zusammenhängenden Superkolonie ausgehen. Heute sind es wahrscheinlich noch deutlich mehr, die Entwicklung wurde aber in den letzten 10 Jahren nicht mehr beobachtet“, erläutert Seifert.

Beute
Superkoloniale Waldameise mit einer
erbeuteten Blattwespe. © Senckenberg

Die Studie zeigt außerdem, dass im Verbreitungsgebiet der Waldameise heimische Arten lokal verdrängt werden und die eingeführten Ameisen deren Funktionen im Ökosystem mehr oder weniger übernehmen. Doch anders als beispielsweise bei der gelben Spinnerameise (Anoplolepis gracilipes), die seit ihrer Einfuhr 1978 in Australien durch eine immense Ausbreitung erhebliche Schäden in den heimischen Ökosystemen anrichtet, ist die Ausbreitungsgefahr der untersuchten Waldameise in Kanada über eine größere Fläche eher gering. Die Art macht keine weiten Paarungsflüge, die Paarung der Ameisen findet fast immer im oder auf dem Nest statt und die Jungköniginnen werden anschließend vom Mutternest adoptiert – so bleiben die Tiere an Ort und Stelle. Auch Neuansiedlungen durch zufälligen, unbeabsichtigten Transport durch den Menschen hält Seifert für extrem unwahrscheinlich: Für eine Anfangskolonie müssten große Teile einer Kolonie umgesiedelt werden, dies wäre nur durch ein gezieltes Vorgehen möglich.

„Demnach besteht momentan keine akute Gefahr für eine Schädigung nordamerikanischer Wälder durch Formica paralugubris. Dennoch würde ich eine weitere Beobachtung der Superkolonie durch meine kanadischen Kollegen dringend empfehlen“, fasst Seifert zusammen.

Neue SonderAusstellunG: Schweben.Leben. Die faszinierende Welt des Planktons

Wasserfloh
Ist in der Ausstellung auch lebendig zu
erleben – der Wasserfloh. Foto: Otto Larink

In einer neuen Sonderausstellung widmet sich das Senckenberg Museum für Naturkunde der häufigsten im Wasser lebenden Organismengruppe, dem Plankton. Ihren Vertretern ist eines gemeinsam: Sie schweben, gelenkt nur von den Bewegungen des Wassers, durch Ozeane und Süßgewässer. Darunter befinden sich mikroskopisch kleine Einzeller bis hin zu mehreren Metern lange Quallen. Auch viele Fische beginnen ihr Leben als driftende Larve. Fast 98 Prozent der Biomasse in unseren Weltmeeren wird von solchen Planktonorganismen gebildet. Ohne sie wären unsere Gewässer leblos, denn das Plankton stellt die Grundlage allen Lebens im Wasser dar. In seiner gewaltigen Menge dienen sie selbst der größten Tierart aller Zeiten, dem Blauwal, als Nahrung.

Die meisten Planktonorganismen verbringen ihr gesamtes Leben als Schwebendes zwischen Wasseroberfläche und Gewässerboden. Sie sind durchscheinend, denn durch das Fehlen von Pigmenten oder anderen auffälligen Strukturen heben sie sich kaum vom umgebenen Wasser ab. Doch gerade ihre Transparenz gibt ihnen eine besondere Ästhetik und Schönheit, der sich Biologen, aber auch Laien, die den Blick durch das Mikroskop wagen, nicht entziehen können.

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Beispiele dieser Welt im Wassertropfen in Form von Modellen der Berliner Künstlerin Dagmar Borgwardt sowie Fotos und Filmsequenzen des Wissenschaftlers Otto Larink aus Braunschweig. Ebenso wird ein überdimensionaler Wassertropfen mit Videoinstallationen zu sehen sein, der von  Sandy Nagy im Rahmen des deutsch-polnischen Kunstprojekts „WASSERgleich....WODAjest....“ als Beitrag zur Kulturhauptstadtbewerbung Wrocław 2016 gestaltetet wurde und das im Wasser schwebende Leben visualisiert.

Die Sonderausstellung wird am 6. November um 18:00 Uhr im kleinen Ausstellungsraum des Senckenberg Museums für Naturkunde eröffnet und bis März 2016 zu sehen sein.

Heinzelmännchen im Boden - Vortrag im Naturkundemuseum

Regenwurm
Der Badische Regenwurm ist mit bis zu 60 cm
Länge der größte in Deutschland lebende
Regenwurm. Insgesamt leben bei uns 46
verschiedene Arten. © Senckenberg

Im Herbst fallen die Blätter von den Bäumen. Im Laufe des folgenden Jahres verschwinden die riesigen Laubmassen wieder, aber wohin? Sie gelangen in einen gigantischen Recyclingprozess, gesteuert von einer Vielzahl von Bodenbewohnern. Prominenteste Vertreter sind die Regenwürmer, die, neben den Maulwürfen, sicher die bekanntesten Bodentiere sind. In einem allgemein verständlichen Vortrag stellt Prof. Steffen Schrader vom Thünen-Institut in Braunschweig am 3. November „Regenwurm und Co. - eine starke Gemeinschaft unter unseren Füßen vor“. Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr im Seminarraum des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz, Am Museum 1. Der Eintritt kostet 2 Euro.

Regenwürmer sind die für die Gesundheit der Böden wichtigsten Tiere. Denn sie durchmischen und belüften den Boden und bringen organische Substanzen, also Nährhumus, zu den Wurzeln. Viele andere Bodenorganismen, aber auch die Pflanzenwurzeln profitieren von der Arbeit dieser »Schwerathleten« im Boden.
Unter einem Quadratmeter Wiese liegen bis zu tausend Regenwurmgänge verborgen. Aneinander gereiht erreichen diese Röhren fast einen halben Kilometer Länge. Unter einer Kuhweide von der Größe eines Fußballfeldes leben durchschnittlich eine Million Regenwürmer. Diese bringen insgesamt etwa eine Tonne Gewicht auf die Waage. Regenwurmkot hat eine einzigartige, krü-melige Struktur und enthält viele leicht verfügbare Pflanzennährstoffe.
Neben Regenwürmern stellt der Vortrag eine Vielzahl anderer Organismen wie Asseln, Milben, Springschwänze, Pilze und Einzeller vor, die im „Recyclingkraftwerk“ Boden aktiv sind. Die Veranstaltung findet im Rahmen des UN-Jahres des Bodens statt.

Hintergrund:
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. „Es gibt einen wichtigen Impuls, um weltweit auf die Bedeutung der Böden und die Notwendigkeit ihres Schutzes aufmerksam zu machen. Mehr als 90 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion sind direkt vom Boden abhängig. Der Boden speichert Kohlenstoff, Nährstoffe und Wasser und hat auch für die Artenvielfalt große Bedeutung. Dabei ist Boden eine nicht erneuerbare und bedrohte Ressource. Pro Jahr verliert die Menschheit weltweit etwa sechs Millionen Hektar an fruchtbarem Boden. Ursachen hierfür sind falsche landwirtschaftliche Nutzung, Schadstoffkontamination und Überbauung. Gleichzeitig steigt der Bedarf an fruchtbarem Boden, denn das Bevölke-rungswachstum führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen. Nur gesunder Boden sichert die Ernährung der Weltbevölkerung“, teilt die UNESCO mit.

Görlitzer Senckenberg Museum eröffnet Ausstellung in Brüssel

Auf diesen Tag hatten die Ausstellungsmacher seit Monaten hingefiebert, handelte es sich wohl um den bisher prominentesten Ausstellungsort, den das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz bisher zu füllen hatte: Räumlichkeiten im Europäischen Parlament in Brüssel.

Ausstellungseröffnung Brüssel
Auf starkes Interesse europäischer EU-Vertreter
stieß die neue Bodenausstellung aus dem
sächsischen Görlitz, die am 13. Oktober im
Europäischen Parlament in Brüssel eröffnet
wurde. Foto: J. Wotruba

In Anwesenheit des Präsidenten der Europäischen Kommission Dr. Jean-Claude Juncker, des EU-Generaldirektors für Umwelt Daniel Calleja Crespo, des Sächsischen Umweltministers Thomas Schmidt sowie des Generaldirektors von Senckenberg Prof. Volker Mosbrugger eröffnete Museumsdirektor Prof. Willi Xylander am 13. Oktober die Ausstellung „Die dünne Haut der Erde - unsere Böden“, die unter seiner Federführung und mit finanzieller Förderung des Bundesforschungsministeriums in Görlitz entstanden ist. „Im Internationalen Jahr des Bodens 2015 stellt diese Bodenausstellung eine der wichtigsten Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt“, betonte Umweltminister Schmidt und wünschte sich, dass „die Schau viele in ihren Bann ziehen, das Leben im Dunkeln ins Tageslicht rücken und Begeisterung für den Bodenschutz wecken möge“. Dass der Schutz der Böden und seiner Lebewesen keinen Luxus darstellt, sondern unmittelbar den Menschen zu Gute kommt, hob EU-Umweltdirektor Calleja Crespo in seinem Grußwort hervor. Senckenberg Generaldirektor Mosbrugger bezeichnete die Schau „als den wichtigsten Beitrag des Senckenberg Forschungsinstituts zum UN-Jahr des Bodens und als Symbol für die internationale Wahrnehmung, die der Wissenschaftsstandort Görlitz genieße“. Nach der Präsentation in Belgien ist die Ausstellung ab Ende November im Museum für Naturkunde Chemnitz zu sehen. Ab Sommer 2016 kommt sie ins Görlitzer Senckenberg Museum und wandert Anfang 2017 nach Frankfurt.

Ausstellung Dünne Haut der Erde
Die Ausstellung „Die dünne Haut der Erde –
Unsere Böden“ des Senckenberg Forschungs-
instituts leistet einen wichtigen Beitrag zum
Schutz unserer Umwelt. Foto: H. Schiek

„Die dünne Haut der Erde“ greift das Thema Böden unter vier Aspekten auf: In der „Kammer des Lebens“ geht es um die Eigenschaften und Funktionen der Bodenorganismen, in der „Kammer der Krümel“ erfährt der Besucher, wie Boden entsteht und welche Arten von Böden es weltweit gibt. Die „Kammer des Schreckens“ thematisiert, wodurch unsere Böden bedroht sind. Die Ausstellung erläutert schließlich in der „Kammer des Wissens“, wie Experten Böden erforschen und welche Möglichkeiten zu ihrem Schutz bestehen, „denn schließlich stellt Boden, wie Luft und Wasser, eine unverzichtbare Lebensressource des Menschen dar“, erläutert Willi Xylander.Zielgruppen sind neben Schulen und Familien alle Akteure in der Gesellschaft, die Einfluss auf die Bodennutzung nehmen können. Zahlreiche Modelle von Bodentieren, Animationen und Filme lassen die „Welt unter unseren Füßen“ für Besucher erlebbar werden.

Das Görlitzer Senckenberg Museum ist seit mehr als fünfzig Jahren auf Bodentiere spezialisiert. Heute erforschen hier über 20 Wissenschaftler in sieben Sektionen die Vielfalt der Bodenorganis-men, ihre Wechselwirkungen untereinander und ihre Bedeutung für die Bodenfunktionen, wie z.B. das Nährstoffrecycling. Ihr Fachwissen haben die Biologen bereits in zwei internationalen Wander-ausstellungen zum Thema Boden, die von einer Million Besuchern in sechs Ländern gesehen wur-de, vorgestellt.

Hintergrund:


Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. „Es gibt einen wichtigen Impuls, um weltweit auf die Bedeutung der Böden und die Notwendigkeit ihres Schutzes aufmerksam zu machen. Mehr als 90 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion sind direkt vom Boden abhängig. Der Boden speichert Kohlenstoff, Nährstoffe und Wasser und hat auch für die Artenvielfalt große Bedeutung. Dabei ist Boden eine nicht erneuerbare und bedrohte Ressource. Pro Jahr verliert die Menschheit weltweit etwa sechs Millionen Hektar an fruchtbarem Boden. Ursachen hierfür sind falsche landwirtschaftliche Nutzung, Schadstoffkontamination und Überbauung. Gleichzeitig steigt der Bedarf an fruchtbarem Boden, denn das Bevölke-rungswachstum führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen. Nur gesunder Boden sichert die Ernährung der Weltbevölkerung“, teilt die UNESCO mit.

Auf dem Boden geblieben! – Senckenberg Görlitz lädt am 24. Oktober zum bunten Familienfest ein

Link zum FlyerBeim diesjährigen Museumsfest, am letzten Samstag in den Herbstferien, dreht sich im Naturkundemuseum Görlitz von 18:00 bis 22:00 Uhr anlässlich des UN-Jahrs des Bodens alles um das Leben unter unseren Füßen.

Bei einem bunten Programm kann man den kleinen Krabbeltieren näher kommen, indem man sie wie ein Bodenforscher aus Bodenproben heraussucht und anschließend unter dem Mikroskop identifiziert. Gruselig wird es bei den großen tropischen Spinnen, Tausendfüßern und Skorpionen und im Vivarium des Museum kann man den Grillen beim Ringen zusehen.

Einer der Höhepunkte sind die Puppenspielvorstellungen der Umweltbühne Chemnitz um 18:30 und 19:30 Uhr für Kinder ab 3 Jahren sowie die Auf-führung des Sansula Duos mit Klängen des kleinen Sansula-Instruments. Außerdem können sich Kinder schminken lassen, basteln und abenteuerlichen Geschichten lauschen. Kulinarisch kommt man bei einem live gerösteten Kaffee in der Kaffeeausstellung und einem kleinen Imbiss auf seine Kosten. Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Steffen-Peschel-Trio.

Karten sind zum regulären Museumseintritt von 3 Euro, für Kinder unter 16 Jahre von 1 Euro, an der Abendkasse erhältlich.

Herbstferienprogramm des Naturkundemuseums Görlitz

Karpfen
Beim Ferienprogramm geht's auch um den
Oberlausitzer Karpfen, den man im
Vivarium des Museums sehen kann.
Foto: Senckenberg

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt in den Herbstferien Kinder ab 5 Jahren zu einem bunten Programm ein. An den beiden Dienstagen erfahren die kleinen Besucher etwas über die Oberlausitzer Karpfen, mittwochs können sie aus Blättern & Co. herbstliche Kunstwerke basteln oder sich donnerstags zum „Kinder-Kaffee-Klatsch“ mit Kinderkaffee und Streuselkuchen treffen. Die Themennachmittage beginnen jeweils um 15:00 Uhr und dauern ca. 1,5 Stunden.
Auch Horte und Kinderhäuser können unter drei Angeboten wählen. Bei einer Führung durch die derzeitige Kaffeeausstellung erfahren sie, ob Kinder Kaffee trinken dürfen. Sie können die Tiere der Oberlausitz kennenlernen oder auch Wissenswertes zu den hier angesiedelten Karpfen erfahren.

Das Museum bittet Eltern und Erzieherinnen sich unter 03581-47605220 oder
anzumelden. Der Eintritt zu jeder
Veranstaltung kostet pro Kind 2,50 €.

Flyer

Faires Frühstück am 11. Oktober 2015

Gemeinsam mit dem Tierra – Eine Welt e.V. lädt das Senckenberg Museum für Naturkunde am Sonntag, dem 11. Oktober 2015 um 9:30 Uhr zu einem fairen Frühstück ins Museum am Marienplatz ein. Dabei dreht es sich vor allem um den fairen Handel mit Kaffee, worüber man bei einer Führung durch die derzeitige Sonderausstellung „Kaffee. Ein globaler Erfolg“ mehr erfahren kann. Neben fairen Kaffee können die Besucher auch weitere faire Produkte wie Marmeladen und Aufstriche genießen.
Die Teilnahmegebühr inkl. Museumseintritt beträgt max. 7,50 €, ermäßigt 3,50 €. Um Anmeldung wird bis zum 7. Oktober unter 03581/47605211 oder  gebeten.

SO  11.10.2015 | 9:30 Uhr | Museum
Faires Frühstück mit Führung durch die Ausstellung „Kaffee. Ein globaler Erfolg“
Senckenberg Museum für Naturkunde, Am Museum 1, 02826 Görlitz

Vortrag: Parasiten und andere Erreger in Zeiten der Globalisierung

Zecke
Zecken sind alte Bekannte. Aber
auch sie sind mittlerweile Reservoire
für einige sehr gefährlich in Deutschland
neu auftretende Krankheiten.
Foto: Heinz Mehlhorn

Bisher galten ein paar Mückenstiche in Mitteleuropa zumeist als ungefährlich und an einem schönen Sommerabend als unvermeidlich. Aktuelle Untersuchungen zeigen aber, dass sich dies auch bald in Deutschland ändern könnte.
Biologen und Mediziner beobachten eine Einwanderung von Blutsaugern aus Südeuropa und sogar anderen Kontinenten, zumeist verschleppt durch Warentransporte in Schiffen, Flugzeugen oder Lastkraftwagen. Leider sind darunter nicht nur neue Vertreter z.B. von Mücken, sondern auch Krankheitserreger, die durch Stiche auf den Menschen oder das Vieh übertragen werden. Diese finden seit einigen Jahren bedingt durch den Klimawandel immer bessere Lebensbedingungen bei uns. Gibt es von blutsaugenden Insekten übertragene Infektionskrankheiten wie das West-Nil-Fieber, Dengue-Fieber und Co. bald regelmäßig auch bei uns?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein populärwissenschaftlicher Vortrag von Prof. Dr. Heinz Mehlhorn von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf am 9. Oktober um 19:30 Uhr im Görlitzer Humboldthaus.

FR  9.10.2015 | 19:30 Uhr
"Parasiten und andere Erreger in Zeiten des Klimawandels und der Globalisierung"
Vortrag von Prof. Dr. Heinz Mehlhorn, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Der Eintritt kostet 2 €.

Vortrag: 40 Jahre Deutsche Märchenstraße – Auf den Spuren der Brüder Grimm

Sababurg
Dornröschenschloss Sababurg
Foto: Birgit Lang

Die Nachmittagsreihe des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz begibt sich am 8. Oktober auf die Spuren der Brüder Grimm. Die Erstausgabe der weltberühmten Kinder- und Hausmärchen der Göttinger Professoren ist bereits über 200 Jahre alt. Die Deutsche Märchenstraße aber, die sich 600 km durch Deutschland zieht, existiert erst seit 1975. Anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Deutsche Märchenstraße berichtet die Museumsmitarbeiterin Dr. Birgit Lang bei diesem etwas anderen Reisevortrag von verwunschenen Schlössern, romantischen Burgruinen und  zauberhaften Wäldern. Dabei wird sie sich vorwiegend in der Region Nordhessen bewegen, da die Brüder Grimm lange Zeit in Kassel lebten und dort den Großteil ihrer Märchen aufsammelten. Eine Begegnung mit Dornröschen oder dem Froschkönig ist hier die normalste Sache der Welt. Los geht es um 15:00 Uhr.

In der Vortragsreihe "Senckenberg am Nachmittag" berichten Museumsmitarbeiter donnerstags um 15:00 Uhr anekdotenreich von ihren Reisen und Expeditionen. Die Veranstaltungen richten sich insbesondere an Senioren. „Von älteren Menschen bekommen wir oft die Rückmeldung, wie gern sie unsere Abendvorträge besuchen wür-den, dass diese aber zu spät beginnen“, sagt Museumssprecher Dr. Christian Düker. Das sei der Anlass gewesen, diese Nachmittagsreihe ins Leben zu rufen. Der Vortragsbesuch lässt sich dabei gut mit einem Streifzug durchs Naturkundemuseum verbinden, da die Vorträge im Museumseintritt inbegriffen sind.

DO 8.10.2015 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag
"Auf den Spuren der Brüder Grimm – 40 Jahre Deutsche Märchenstraße"
Vortrag von Dr. Birgit Lang, SMNG
Seminarraum | Am Museum 1, 02826 Görlitz
Der Eintritt ist im Museumspreis inbegriffen.

Vortrag: Faszination Tierwelt auf der Weihnachtsinsel

Warum heißt die Weihnachtsinsel so? Wo liegt sie überhaupt? Wie groß ist sie und wer lebt dort? Das kann man am 6. Oktober um 19:30 Uhr bei einem Vortrag von Prof. Steffen Harzsch im Seminarraum des Naturkundemuseums erfahren. Er berichtet vor allem über bestimmte Tier-arten, die nur auf dieser, mit Regenwald bedeckten Insel zu finden sind, darunter z. B. die bekannten roten Weihnachtsinselkrabben. Der Biologe Harzsch lehrt an der Universität Greifswald.

DI  6.10.2015 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft
"Die Weihnachtsinsel und ihre faszinierende Tierwelt"
Vortrag von Prof. Dr. Steffen Harzsch, Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald
Senckenberg Museum für Naturkunde, Am Museum 1 (Seiteneingang), 02826 Görlitz
Der Eintritt kostet 2 €.

Boden als nachhaltige Ressource – Forschungsinitiative BonaRes startet unter beteiligung des senckenberg forschungsinstituts in görlitz

von Susanne Hufe, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), mit Ergänzungen von Dr. Christian Düker


Am 1. Oktober startete eine neue Forschungsinitiative zum Thema Boden: BonaRes – Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie. Das BMBF stellt dafür in den kommenden drei Jahren fast 33 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, die Expertise deutscher Forscher zu bündeln, um die Wirkung der Landnutzung auf die vielfältigen Funktionen von Böden zu erforschen und um neue Strategien für eine nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung von Böden zu erarbeiten. Koordiniert wird BonaRes am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Co-Koordinator ist das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Insgesamt sind 48 deutsche Forschungseinrichtungen und Institutionen beteiligt.

Das Senckenberg Museum in Görlitz bringt in das Projekt insbesondere seine langjährige bodenbiologische Expertise ein. „Es ist unser Ziel, durch die Datenanalyse biologische Treiber von Bodenfunktionen zu identifizieren. Letztlich wollen wir dazu beitragen, Modelle zur Wirkung landwirtschaftlicher Maßnahmen auf Bodenprozesse und -funktionen zu liefern“, erklärt Dr. David Russell, der für Senckenberg das Projekt koordiniert. Gemeinsam mit den Projektpartnern wird zudem ein Web-Portal für die Kommunikation aller Beteiligten aufgebaut.

Mit einem Kick-off-Meeting am 1. Oktober 2015 in Berlin starteten Wissenschaftlerin-nen und Wissenschaftler sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Landwirtschaft, darunter Brandenburgs Wissenschaftsministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst und BMBF-Abteilungsleiterin MinDirektorin Bärbel Brumme-Bothe, die nationale Forschungsinitiative BonaRes – Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie. „Wir müssen den Böden mehr Beachtung schenken. Gesunde Böden sind nicht nur Grundlage für die Welternährung. Sie sind essenziell für eine nachhaltige Bioökonomie. Sie erbringen unbezahlbare Ökosystemdienstleistungen und sind Lebensraum für etwa zwei Drittel aller Arten. Daher setzen wir mit dem BonaRes-Zentrum ein wichtiges Signal für die Bodenforschung in Deutschland“, führte Frau Brumme-Bothe in ihrem Grußwort aus. Auch Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst unterstreicht die Bedeutung gesunder Böden und der dafür notwendigen Forschung: „Die Forschung zum Thema Boden gehört in die Reihe der großen Zukunftsfragen der Nachhaltigkeit. Die ökologisch verträgliche Nutzung der Ressource Boden und die Sicherung der Versorgung der Erdbevölkerung und damit eines Fundaments gesellschaftlicher Stabilität sind zentrale globale Aufgaben. Diese Ziele möchten wir durch leistungsfähige Forschung miteinander verbinden. In den Modulen der Förderinitiative BonaRes arbeiten bundesweit Institute und Hochschulen beim globalen Forschungsthema Boden zusammen. Dass gleich mehrere Forschungseinrichtungen aus dem Land Brandenburg dabei sind, freut mich außerordentlich und unterstreicht die Leistungsfähigkeit des Forschungsstandortes.“

Hintergrund


Rund fünf Milliarden Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche stehen weltweit zur Verfügung, um die 7,3 Milliarden Menschen, die gegenwärtig auf der Erde leben, zu ernähren. Dass laut FAO jeder achte Mensch Hunger leidet, zeigt, wie schlecht das immer noch gelingt. Eine Verschärfung der Situation ist wahrscheinlich, unter anderem aufgrund der weiter stark wachsenden Weltbevölkerung – die UNO korrigierte ihre Prognose für 2050 kürzlich um 170 Millionen Menschen nach oben auf 9,7 Milliarden –, aber auch durch zunehmende Wetterextreme im Zuge des Klimawandels oder die Konkurrenz um Flächen für Nahrung, Rohstoffe oder Energie.
Eine Ausdehnung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche ist jedoch nur begrenzt möglich. Deshalb muss – neben der Lösung von Problemen wie der optimalen Ver-teilung vorhandener Nahrungsmittel – die Produktivität auf den landwirtschaftlichen Flächen steigen. Jedoch nicht auf Kosten der Bodenqualität, sondern nachhaltig, um die Fruchtbarkeit der Böden lange zu erhalten.

Ziel der Forschung: Nachhaltige Bodennutzung


„Nachhaltige Bodennutzung ist zwar einfach gesagt, aber in der Praxis lässt sich nach wie vor schwer beurteilen, welche Störungen kritisch für den Erhalt der Bodenfunktionen sind und welche toleriert werden können – egal ob es um veränderte klimatische Bedingungen oder um direkte Eingriffe durch die Landnutzung geht“, sagt Bodenforscher Prof. Dr. Hans-Jörg Vogel, der BonaRes am UFZ koordiniert. Die Schwierigkeit liege dabei im komplizierten Wirkungsgefüge von physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen, die das Wesen des Systems Boden ausmachen und deren Wechselwirkungen noch nicht wirklich verstanden sind. „Böden haben dabei eine gewisse Elastizität und können sich von vielem auch wieder erholen. Ist jedoch eine kritische Schwelle überschritten, kann es sehr lange dauern, bis der Schaden behoben ist“, so Vogel weiter.

In diesem Kontext soll BonaRes dazu beitragen, das Wissen über die Böden, die für die Agrarproduktion genutzt werden, entscheidend zu erweitern. „Wir bündeln und vernetzen jedoch nicht nur die naturwissenschaftlichen Kompetenzen der beteiligten Forschergruppen, sondern beziehen auch die Sozialwissenschaften von Beginn an ein“, sagt Prof. Dr. Katharina Helming vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Denn genutzte Böden müssen nicht nur marktfähige Erträge hervorbringen, sondern auch vielfältige Ökosystemleistungen, die weit über den landwirtschaftlichen Nutzen hinausgehen. Dazu gehören die Speicherung von Wasser und Kohlenstoff und die Leistungen der biologischen Vielfalt. Diese gilt es für zukünftige Bodennutzungen standortspezifisch zu bewerten. Das geht nur mit interdisziplinären Forschungsteams. Dazu baut BonaRes ein Datenzentrum auf, das Daten über alle benötigten Aspekte zusammenführt und in standardisierter Form für die Nachnutzung bereitstellt.
Im Ergebnis von BonaRes soll ein Web-Portal entstehen, das potenziellen Nutzern aus Politik und landwirtschaftlicher Praxis wissensbasierte Handlungsoptionen für die Bewirtschaftung und Nutzung von Böden anbietet. Es soll sich aber auch zu einem wichtigen Baustein der Kommunikation zwischen Wissenschaftlern entwickeln – einer Plattform, auf der die Daten der vielen, zum Teil lange existierenden Versuche weltweit zu finden sind und die die Möglichkeit bietet, Wissen über Prozesse und ihre Wechselwirkungen auszutauschen.

Kompetenzen ergänzen sich ideal


Als koordinierendes Projekt für die Forschungsarbeiten in BonaRes hat sich jetzt das das BonaRes-Zentrum für Bodenforschung gegründet, das vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) geleitet wird. Beide Forschungseinrichtungen verfügen über viel Erfahrung in der Koordination großer transdisziplinärer Projekte und ergänzen sich auf den Gebieten der Boden- und Agrarlandschaftsforschung auch fachlich hervorragend. Während das UFZ über besondere Expertise in Bodenphysik, Mikrobiologie, Rhizosphärenforschung, Umweltmodellierung und Umweltökonomie verfügt, steuert das ZALF große Kompetenz bezüglich des Datenmanagements und der räumlichen Wechselwirkungen zwischen Landmanagement und Ökosystemleistungen bei. Zudem beherbergen beide Institutionen mit dem Statischen Düngungsversuch in Bad Lauchstädt (seit 1902) und dem organischen Düngungsversuch in Müncheberg (seit 1963) zwei der ältesten deutschen Langzeitversuche in der Landwirtschaft. Die Zusammenarbeit von ZALF und UFZ wird hervorragend durch drei weitere Partner ergänzt – die Technische Universität München, die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SMNG) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) –, die sich mit ihren Kompetenzen zu biogeochemischen Prozessen in Böden, zu Zoologie und Bodenbiologie sowie zu Bodeninformationssystemen einbringen werden.

Organisation von BonaRes – zwei Module


Modul A:
In zehn interdisziplinären Verbünden werden die wissenschaftlichen Grundlagen erarbeitet:
1. Innovative Lösungen für ein nachhaltiges Management von Phosphor im Bo-den / InnoSoilPhos / Koordination: Universität Rostock
2. Erhöhung der landwirtschaftlichen Nährstoffnutzungseffizienz durch Optimierung von Pflanze-Boden-Mikroorganismen-Wechselwirkungen / INPLAMINT / Koordination: Forschungszentrum Jülich
3. Nachhaltige Sicherung und Verbesserung von Bodenfunktionen durch intelligente Landbewirtschaftung – ein Echtzeit-Assistenzsystem für die Praxis / SOILAssist / Koordination: Thünen-Institut Braunschweig
4. Nachhaltiges Management von Unterböden / SOIL3 / Koordination: Universität Bonn
5. Überwindung der Nachbaukrankheit mithilfe eines integrierten Ansatzes / ORDIAmur / Koordination: Universität Hannover
6. Nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft durch Agroforstsysteme / SIG-NAL / Koordination: Universität Göttingen
7. Nachhaltige Nutzung von pre-alpinen und alpinen Grünlandböden unter sich änderndem Klima / Susalp / Koordination: KIT Karlsruhe
8. Auswirkungen des pflanzenbaulichen Managements sowie der Anwendung mikrobieller Biokontrollstämme auf Bodengesundheit und Suppressivität ge-genüber Pathogenen / DiControl / Koordination: Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ)
9. Zwischenfrüchte als agronomische Maßnahme für nachhaltige Bodenfrucht-barkeit und Ertragssicherheit / CATCHY / Koordination: Universität Bremen
10. Integriertes System zum ortsspezifischen Management der Bodenfruchtbarkeit / I4S / Koordination: Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB)

Modul B:
1. Koordination des BonaRes-Zentrums / UFZ und ZALF
2. Datenerfassung, Datensicherung nach einheitlichen Standards, Datenma-nagement / ZALF
3. Entwicklung /Optimierung integrierter Bodenfunktionsmodelle / UFZ
4. Aufbau des Web-Portals / ZALF und UFZ

Weiterführende Links:


BonaRes – Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie“
http://www.bonares.de
BonaRes ist eine Initiative des BMBF im Rahmen der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“.
http://www.bmbf.de/press/3493.php

Weitere Informationen:


Dr. David Russell
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
david.russell@senckenberg.de Tel. +49-(0)3581-4760-5502

Prof. Dr. Hans-Jörg Vogel
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
http://www.ufz.de/index.php?de=6171
und
Prof. Dr. Katharina Helming
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V.
http://www.zalf.de/de/forschung/institute/lse/mitarbeiter/helming/Seiten/default...

oder über
Susanne Hufe (UFZ-Pressestelle)
Tel.: +49 (0)341-235-1630
http://www.ufz.de/index.php?de=640
und
Tel.: +49 (0)33432 82-405 (ZALF-Pressestelle)
public.relations@zalf.de

5. Oktober 2015

Rolf Reinicke präsentiert Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

NP Vorpommersche Boddenlandschaft (c) R. Reinicke 210
Foto: Rolf Reinicke

Die einzigartige Doppelküste im Gebiet von Fischland, Darß, Zingst, Hiddensee und Westrügen steht seit 1990 als Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft unter Schutz. In einer beeindruckenden Bildpräsentation gibt der Stralsunder Geologe Rolf Reinicke am Freitag, dem 2. Oktober 2015 um 19:30 Uhr im Humboldthaus einen Überblick über die Vielfalt und Schönheit der Landschaft des Nationalparks. Er erklärt dessen besondere Entstehung und zeigt einzigartige Dokumente einer Küstendynamik, durch die in den vergangenen 6000 Jahren Steilküsten abgetragen, sowie Sandhaken und Nehrungen aufgeschüttet wurden und Bodden entstanden.

Der aus Löbau stammende Reinicke ist bekannter Landschaftsfotograf, erfolgreicher Buchautor und war langjähriger Leiter des Natureums Darßer Ort.

FR 2.10. | 19:30 | Natur in Farbe
Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft – Geologie und Landschaft
Vortrag von Dipl.-Geologe Rolf Reinicke, Stralsund
Humboldthaus  | Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Der Eintritt kostet 2 €.

Nobelpreisträger hält Vortrag in Görlitz

Bert Sakmann
Nobelpreisträger Bert Sakmann kommt
zur Humboldtvorlesung nach Görlitz.
Foto: Svein Erik Dahl

Am Freitag, dem 25. September hält der Nobelpreisträger Prof. Dr. Bert Sakmann einen öffentlichen Vortrag im Humboldthaus, Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Mediziner spricht über „Anatomische und funktionelle Verschaltungen im Gehirn von Nagern“. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt gemeinsam mit seinem Förderkreis alljährlich einen Träger des Nobelpreises zu einem Vortrag über seine Forschung ein.

Bert Sakmann erhielt 1991 gemeinsam mit Erwin Neher den Preis für Physiologie oder Medizin. Die beiden Forscher hatten die sogenannte „Patch-Clamp-Technik“ entwickelt, die es erlaubt, minimale Stromflüsse zwischen Zellen zu messen und somit Rückschlüsse auf den Transport von Ionen durch Biomembrane nachzuweisen, also einer Art von Kommunikation zwischen Zellen eines Organismus. Bert Sakmann ist Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Neurobiologie Martinsried und war Direktor der Abteilung Zellphysiologie am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung Heidelberg.

25. September 2015 | 19:30 Uhr |  Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Anatomische und funktionelle Verschaltungen im Gehirn von Nagern
Vorlesung von Nobelpreisträger Prof. Dr. Bert Sakmann, Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried
Der Eintritt kostet 2 €. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

 

Bodenzoologen tagen in görlitz

Milben, Zecken, Springschwänze und Würmer stehen für rund 70 Wissenschaftler aus sechs Ländern in den kommenden zwei Wochen auf dem Programm. Anlässlich des UN-Jahres des Bodens richtet das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz in diesen Tagen gleich zwei Fachtagungen aus, die die Welt unter unseren Füßen näher beleuchten und bei denen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse ausgetauscht und Forschungskontakte gepflegt werden.

Das so genannte Milbenkundliche Kolloquium wurde vor 18 Jahren erstmals in Görlitz ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Dr. Axel Christian ist Görlitz dieses Jahr erneut Austragungsort für die ca. 40 Teilnehmer. Am Donnerstag und Freitag finden die deutschsprachigen Vorträge im Humboldthaus statt. Der Samstag schließt das Treffen mit einer Exkursion in das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.

Milbe 
Dieser „wandelnde Busch“ ist eine Milbe von der
Insel Teneriffa. Die blattartigen Strukturen sind
Körperanhänge, deren Funktion noch unbekannt ist.
Foto: Volker Hampe

Am übernächsten Dienstag und Mittwoch nehmen weitere 30 Nachwuchswissenschaftler beim 28. Treffen der AG Bodenmesofauna die kleinen Tiere unter die Lupe, die man mit bloßem Auge gerade noch erkennen kann. Die Fachvorträge zu Milben, Springschwänzen und Ringelwürmern finden auf Deutsch und Englisch im Seminarraum des Museums statt.

10. Milbenkundliches Kolloquium
17. - 19. September 2015 | Humboldtsaal
Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Info: milbenkolloquium@senckenberg.de
Link zu weiterführenden Informationen

28. Treffen der AG Bodenmesofauna
28. - 30. September 2015 | Seminarraum/Museum
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Am Museum 1, 02826 Görlitz
Info:

 


 

 

Acarofauna Germanica – Oribatida | Edited by Axel Christian
Verbreitung und Ökologie der Hornmilben (Oribatida) in Deutschland | Gerd Weigmann, Franz Horak, Kerstin Franke und Axel Christian

Deckblatt Peckiana

 Die Acarofauna präsentiert das regionale Vorkommen von Hornmilben (Oribatida) in Deutschland auf der Grundlage umfangreicher Sammlungs- und Literaturauswertungen und legt erstmals Verbreitungskarten und Biotoppräferenzen für die einzelnen Arten vor. Es sind Nachweise von 560 Arten mit Informationen zu taxonomischer Literatur, Lebensweise und Ökologie aufgelistet, davon 65 für Deutschland neu nachgewiesene Hornmilbenarten.

 

PECKIANA
Published by Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
May be ordered through:
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz - Library
PF 300 154, 02806 Görlitz; library-gr@senckenberg.de
ISSN 1618-1735, ISBN 978-3-98115241-1-6
171 Seiten, Preis: 16,- €

 

Herzlich Willkommen bei Senckenberg! - Freier Eintritt für Flüchtlinge in Senckenberg Naturmuseen in Frankfurt, Dresden und Görlitz

Frankfurt, den 14.9.2015. Die Senckenberg Naturmuseen in Frankfurt, Dresden und Görlitz beziehen Stellung im aktuellen Diskurs um den Flüchtlingszuwachs. Nachdem in den letzten Jahren Flüchtlingsgruppen bereits im Rahmen eines interkulturellen Projektes speziell abgestimmte Führungen in Frankfurt erhalten konnten, haben sie und ihre Begleitpersonen ab sofort generell freien Eintritt in das Naturmuseum in Frankfurt sowie die Senckenberg-Ausstellungen im Japanischen Palais in Dresden. In Görlitz ist der Eintritt für Asylsuchende schon seit einiger Zeit im Zuge des „Willkommensbündnis Görlitz“ von Stadt und kulturellen Einrichtungen frei und auch kostenfreie Führungen werden angeboten. In Dresden ist noch im September ein Familiennachmittag für Flüchtlingsgruppen in der aktuellen Sonderausstellung „Erfolgsmodell Saurier – 300 Millionen Jahre Überleben“ geplant.

„Viele Flüchtlinge haben erhebliche Strapazen und traumatische Erlebnisse hinter sich. Wir möchten mit dem Besuch in unseren Museen und Ausstellungen ein Angebot zur Ablenkung vom Alltag im Flüchtlingsheim schaffen und allen, die zu uns kommen, einige schöne und unbeschwerte Momente in der neuen Heimat ermöglichen“, sagt Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung möchte so an ihren drei Museumsstandorten in Frankfurt, Dresden und Görlitz ein klares Zeichen für eine aktive Willkommenskultur für Flüchtlinge in Deutschland setzen. Auch für andere finanziell benachteiligte Bevölkerungsgruppen bieten die Museen günstige Eintrittskarten an. Die genauen Preise für Görlitz erfahren sie hier.

Neues Gebäude für Forschungsinstitut Senckenberg Görlitz

Pressekonferenz
Norbert Seibt, Prof. Willi Xylander, Prof. Volker
Mosbrugger, Prof. Georg Unland, Stephan Gößl
(c) Jacqueline Gitschmann

Das Forschungsinstitut Senckenberg in Görlitz erhält ein neues Gebäude. Wie Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland und der Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Prof. Dr. Volker Mosbrugger, diesen Dienstag in Görlitz bekannt gaben, hat der Freistaat zu diesem Zweck ein Grundstück zwischen der Bahnhofstraße und der Jakobstraße erworben. In dem Neubau schräg gegenüber dem Bahnhof sollen die insgesamt sechs Forschungsstandorte, die die Senckenberg Gesellschaft in Görlitz bisher nutzt, zusammengeführt werden. Das Naturkundemuseum mit den öffentlich zugänglichen Ausstellungen bleibt unter der Adresse Am Museum 1 am Marienplatz bestehen.

Finanzminister Unland: „Für eines der größten Naturkundemuseen in Deutschland, das Senckenberg Museum, wird zukünftig in Görlitz ein neues Sammlungs- und Forschungsgebäude entstehen. Mit dem Kauf des Grundstücks auf dem Areal Bahnhofstraße / Jakobstraße im August dieses Jahres wurde der Weg frei gemacht für ein großes Bauprojekt. Damit leistet der Freistaat einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Innenstadt von Görlitz.“

Prof. Dr. Volker Mosbrugger: „Als sehr wettbewerbsstarkes, national und international ausstrahlendes Forschungsmuseum mit einem Schwerpunkt in der Bodenbiologie ist Senckenberg Görlitz unter der Leitung von Prof. Dr. Willi Xylander in den letzten Jahren stark gewachsen. Es ist großartig, dass mit diesem Grundstücksankauf durch das Land Sachsen nun die entscheidende Grundlage geschaffen wurde, den zurzeit noch über mehrere Gebäude verteilten rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein neues Forschungs- und Sammlungsgebäude mit modernsten Arbeits- und Forschungsbedingungen zur Verfügung zu stellen."

Speicher
Eines der zukünftigen Senckenberggebäude
(c) Jacqueline Gitschmann

Die bereits bestehenden insgesamt sieben Gebäude des Senckenberg Museums in Görlitz sind nicht mehr ausreichend. Gründe hierfür sind unter anderem ein Anstieg von fest angestellten Mitarbeitern, höheren Drittmitteleinwerbungen sowie der Zuwachs bei den Sammlungen. Um das Platzproblem zu lösen, wurde auf der Grundlage einer bereits seit 2009 bestehenden Überlassungsvereinbarung beschlossen, einen Neubau zu errichten und dafür ein Grundstück in einer Innenstadtlage zu erwerben. Der Kaufvertrag konnte am 5. August 2015 geschlossen werden. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement beginnt nun mit seinen Planungen für das neue Forschungs- und Sammlungsgebäude. Hier werden neben Arbeits- und Büroräumen unter anderem Labor-, Werkstatt- und Technikräume sowie Depotflächen für wertvolle Sammlungsbestände und -zugänge entstehen.

Der Baubeginn wird für das Jahr 2018 angestrebt. Im Ergebnis wird das neue Forschungs- und Sammlungsgebäude eine Nutzfläche von knapp 6.700 qm aufweisen.

Gegründet im Jahr 1811 als „Ornithologische Gesellschaft zu Görlitz“ ist das Naturkundemuseum Görlitz seit 2009 ein Institut der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit den Schwerpunkten Bodenzoologie, Allgemeine Zoologie und Botanik.

Quelle: Pressestelle Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, 08.09.2015


 

Görlitzer Kinderakademie fährt mit Einstein im Fahrstuhl

Die Kinderakademie am 18. September um 16:00 Uhr im Görlitzer Humboldthaus widmet sich bemerkenswerten physikalischen Phänomenen. Referent ist Prof. Jürgen Teichmann vom Deutschen Museum in München. Die Teilnahme ist für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren kostenlos.

Warum können Akrobaten balancieren? Warum fällt der schiefe Turm von Pisa nicht um? Wie fallen wir in einem Traumtunnel durch die ganze Erde? Kümmert sich Licht um Schwerkraft? Gibt es überhaupt einen leeren Weltraum? Diesen spannenden Fragen geht der Astrophysiker in seiner Vorlesung auf den Grund und erklärt den jungen Studierenden auf spielerische Arte und Weise und mit kleinen Experimenten eigentlich komplizierte Sachverhalte jenseits der Schulphysik.

Seit 2005 bieten das Senckenberg Museum für Naturkunde und die Hochschule Zittau/Görlitz die Görlitzer Kinderakademie für Acht- bis Zwölfjährige an. Wissenschaftler aus allen Fachbereichen berichten in 45-minütigen Vorlesungen kindgerecht über ihre Forschung.

Die Teilnahme an der Kinderakademie ist kostenlos, die Einschreibung gilt für ein Semester mit in der Regel sechs Vorlesungen. Die Kinderakademie richtet sich an deutsche und polnische Kinder. Für letztere werden die Vorlesungen simultan ins Polnische übersetzt. Für die Zweisprachigkeit erhielt die Kinderakademie 2010 die Auszeichnung „Ausgewählter Ort“ der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“.

http://www.hszg.de/lebenslanges-lernen/kinderakademie/programm-goerlitz.html

 

Herbstprogramm des Senckenberg Museums erschienen

Schwerpunkt „Internationales Jahr des Bodens“

Riesenregenwurm
Der Badische Regenwurm ist mit bis zu 60 cm
Länge der größte in Deutschland lebende Regen-
wurm. Insgesamt leben bei uns 46 verschiedene
Arten © Senckenberg

 

Das Titelbild des Herbstprogramms des Senckenberg Museums ziert dieses Mal ein ungewöhnliches Tier - ein Regenwurm. Der ist vielleicht nicht besonders niedlich, aber enorm wichtig im Boden, denn ohne seine Tätigkeit würden unsere Pflanzen bei weitem nicht so gut wachsen.

Das Naturkundemuseum widmet anlässlich des Internationalen Jahr des Bodens eine Vielzahl von Veranstaltungen der Welt unter unseren Füßen. Als Forschungseinrichtung mit dem Schwerpunkt Boden ist das Görlitzer Senckenberg Institut dafür nämlich wie geschaffen. Insgesamt fünfunddreißig Veranstaltungen umfasst das Programm von September bis November, davon allein neun zum Boden. Es ist im Naturkundemuseum erhältlich und kann auf hier herunter geladen werden.

Den Görlitzer Auftakt zum UN-Jahr des Bodens macht am 11. September der Bodenkundler Prof. Dr. Franz Makeschin in der Görlitzer Kinderakademie mit der Vorle-sung „Der Boden - die Welt von der wir leben“. Weitere Veranstaltungshöhepunkte sind dann bereits am 15. September ein Vortrag der Londoner Architektin Katrin Bohn über die Stadtnutzung der Zukunft, am 25. September die diesjährige Humboldtvorlesung mit dem Nobelpreisträger Prof. Dr. Bert Sakmann und das Museums-Familienfest am 24. Oktober.

Die nächsten Veranstaltungen sind die Schaufütterung im Lebendtierbereich des Muse-ums am 3. September um 16:00 Uhr, eine Führung durch die Kaffeeausstellung am 5. September um 16:00 Uhr sowie eine geologische Exkursion am selben Tag zum Granitsteinbruch Oberottendorf und in das Goldmuseum Berthelsdorf.
31.08.2015

 

Görlitzer Naturkundemuseum erhält wertvolle Schenkung

 

Reise & Seibt
Die Kuratorin der Weichtiersammlung Dr. Heike
Reise und Dr. Ute Seibt bewundern eine Auster
mit beginnender Perlenbildung
© Kristin Paschke / Senckenberg

Görlitz 27.08.2015. Ein Hauch von Afrika-Sehnsucht „wehte“ heute durch das Humboldthaus des Senckenberg Museums: Die bedeutende Verhaltensbiologin und Afrikaforscherin Dr. Uta Seibt übergab eine mehrere Hundert Objekte umfassende Sammlung an das Naturkundemuseum. Während ihrer mehr als dreißig Jahre umfassenden Forschungsaufenthalte in Ost- und im südlichen Afrika sammelte sie zahlreiche Muscheln, Schnecken und Korallen aber auch Fossilien. Außerdem erhielt das Museum eine Anzahl von Webervogelnestern, die die bereits im Museum befindlichen Exemplare ergänzen.

„Ich habe mich für das Görlitzer Museum entschieden, da ich mir sicher bin, dass meine Sammlung hier in besten Händen ist und umfassend bewahrt wird“, sagte die sichtlich gerührte Zoologin, der es gar nicht so leicht fiel, sich von den schönen und interessanten Dingen zu trennen. „Denn jedes Stück ist Teil meiner wissenschaftlichen Arbeit im Freiland“. Davon wusste sie auch viel zu berichten, als sie gemeinsam mit ihrem Görlitzer Mann die Schätze vor den staunenden Museumsmitarbeitern ausbreitete. Strahlende Augen hatte jedenfalls Schneckenforscherin Dr. Heike Reise und meinte über die Neuzugänge: „Viele Privatsammlungen gehen im Laufe der Zeit unwiederbringlich verloren, deshalb freuen wir uns sehr über das Vertrauen von Frau Seibt und garantieren beste Pflege für die Objekte, zumal die Schenkung besonders viele wertvolle und neue Stücke für unsere Sammlung enthält.“

Ausgestellt werden die Neuzugänge allerdings zunächst nicht, „da sie erst nachbestimmt und katalogisiert werden müssen“, erklärt Ausstellungsleiter Dr. Axel Christian und ergänzt: „Sicherlich wird es aber hin und wieder Sonderausstellungen, geben, in denen wir einzelne Stücke zeigen können.

Uta Seibt stammt aus Halle und forschte dreißig Jahre im Auftrag des berühmten Forschungszentrums Seewiesen in Oberbayern in einer heute kaum noch vorstellbaren Breite. Im Mittelpunkt stand dabei immer ihr Interesse an der Entwicklung von Sozialverhalten, von Spinnen bis hin zu afrikanischen Ureinwohnern. Ihre Forschungsergebnisse präsentierte sie in mehreren populärwissenschaftlichen Fachbüchern.

Auf einen Kaffee ins Naturkundemuseum

Führung zum Tag des Kaffees

 Kaffeezweig mit Bohne
Kaffeezweig mit Bohne (c) Senckenberg

Am 5. September begeht das Görlitzer Naturkundemuseum den Internationalen Tag des Kaffees mit einer Führung durchdie Sonderausstellung „Kaffee. Ein globaler Erfolg!“. Beginn ist um 16:00 Uhr an der Museumskasse. Der Eintritt kostet 3,00 €.

Die Sonderausstellung des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem widmet sich dem wohl beliebtesten Getränk der Deutschen, immerhin trinkt jeder von uns eine Badewanne voll Kaffee im Jahr.

Ausgehend von den Bergregenwäldern Äthiopiens, dem Ursprungsgebiet der Kaffeepflanze, wird der Erzählbogen zu kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten des Kaffeeanbaus und -genusses gespannt. Vom türkischen Mokka bis zum »Coffee to Go« erfahren Besucher Spannendes über die Geschichte der Kaffee-Kultur, können sich in die Geheimnisse der Kaffeezeremonie einweihen lassen oder Bachs Kaffeekantate, vorgetragen von einer Kaffeekanne, lauschen. Und am Ende der Veranstaltung vielleicht ann Tippel Koaffee im Museum genießen.

Die Ausstellung ist bis zum 3. Januar im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu erleben.

 

 Goldrausch in der Oberlausitz? Exkursion des Senckenberg Museums

 Steinbruch Oberottendorf
Der Lausitzer Granit-Steinbruch Oberottendorf
(c) Olaf Tietz

Die Oberlausitz ist ein geologisch sehr vielseitiges Gebiet. Sogar Gold wurde hier abgebaut. Eine Exkursion der Geologen des Senckenberg Museums führt am 5. September zu Mineral- und Gesteinslagerstätten nach Neustadt i.S. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Eingang des Steinbruches Oberottendorf (Bischofswerdaer Straße 324, 01844 Neustadt in Sachsen).
Am Beispiel des aktiven Tagebaus wird der Granodiorit vorgestellt, ein gut spaltbares Gestein, das im Erdinneren entsteht und durch geologische Prozesse an die Erdoberfläche gelangt. In der Lausitz wird das Gestein seit Jahrhunderten abgebaut und findet z.B. als Gehwegplatte oder in Bauwerken Verwendung. Mit etwas Glück finden die Exkursionsteilnehmer auch Minerale wie z.B. Pyrit, das sogenannte Katzengold und sollten deshalb einen Hammer dabei haben. Um echtes Gold geht es im Anschluss bei einem Besuch im Goldmuseum Berthelsdorf mit Einblicken in den historischen Gold- und Mineralbergbau des Hohwaldgebietes und zu aktuellen Mineralfunden.
5. September 10:00 - 15:00 Uhr Geologische Exkursion zum Granit-Steinbruch Oberottendorf und Goldmuseum Berthelsdorf
mit Dr. Olaf Tietz, Erik Wenger/SMNG und Steffen Leuchtmann (Bergbau-Traditionsverein Hohwald e.V.)
Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Ab in die Pilze - Naturkundemuseum Görlitz berät Sammler

(c) Christian Düker
Essbar oder nicht essbar - das ist hier die Frage!
(c) Christian Düker

Einsetzender Regen lässt die Herzen passionierter Pilzsammler höher schlagen, denn lange haben sich die Objekte der Begierde rar gemacht! „Nun könnte es endlich losgehen“, meint Steffen Hoeflich Pilzberater des Senckenberg Museums Görlitz und hofft, dass die Pilze nach den aktuellen Regenfällen „schießen“. Daher steht er ab dem 25. August dienstags wieder im Görlitzer Naturkundemuseum für alle Fragen rund um Pilze zur Verfügung und bestimmt auch mitgebrachte Exemplare. „Von unbekannten Pilzsorten sollten allerdings nur einzelne Exemplare gesammelt werden, um die Bestände im Wald nicht zu schmälern“, rät der ehrenamtliche Pilzexperte. Ganz uneigennützig handelt Hoeflich übrigens nicht: „Natürlich hoffe ich, dass auch mal Pilze vorgelegt werden, die bisher aus der Region nicht bekannt waren“. Die wandern dann nicht in den Kochtopf, sondern in die Sammlung des Museums.
Die Pilzberatung ist kostenlos und findet im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz am Marienplatz statt.
Termine:
Dienstag, 25. August 16:00 bis 17:00 Uhr, danach immer dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr.

 

Blowin´ in the wind - Ameisen lassen sich über Ostsee pusten
Ameisen besiedeln schwedische Inseln mit Hilfe des Windes

(c) Bernhard Seifert
Erstmalig in Schweden entdeckt:
Die Ameisenart Temnothorax crassispinus
© Senckenberg/Seifert

Görlitz, den 18.08.2015. Wissenschaftler des Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz haben erstmalig die Ameisenart Temnothorax crassispinus in Schweden entdeckt. Sie gehen davon aus, dass die Tiere vom Wind aus Polen oder Lettland über die Ostsee auf eine schwedische Insel geweht wurden. Eine Einschleppung der Ameisen mit Holzimporten konnten sie anhand historischer Dokumente widerlegen. Die Studie wurde kürzlich im Fachjournal „Entomologisk Tidskrift“ veröffentlicht.
 
Die Ameisenart Temnothorax crassispinus ist nicht nur wasserscheu, das kühle Nass bekommt ihr überhaupt nicht. „Die Tiere sterben nach dem Kontakt mit Wasser in kurzer Zeit“, erklärt Dr. Bernhard Seifert, am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Umso überraschter waren er und sein schwedischer Kollege Anders Hagman als sie diese Ameisenart ausgerechnet auf einer Schäreninsel nordöstlich von Stockholm fanden. „Da stellte sich für uns die Frage: Wie haben es die wasserscheuen und schlecht fliegenden Tiere auf so ein Felseneiland geschafft?“, ergänzt Seifert.
Die beiden Wissenschaftler vertreten in ihrer Studie eine interessante These: Sie gehen davon aus, dass die Ameisen mit dem Wind von Lettland oder Polen über die Ostsee nach Schweden gelangten. „Was erstmal seltsam klingt, ist für uns die plausibelste Erklärung“, erläutert der Görlitzer Ameisenexperte.
 
Erst glaubten die Insektenforscher aber an eine Einschleppung durch den Menschen im Zusammenhang mit dem Brennholzbedarf für den historischen Ziegeleibetrieb auf Hästnacken. „Diese Ameisen nisten bevorzugt in Eichenwäldern, da lag es nahe an Holzimporte mit ‚blinden Passagieren‘ zu denken“, erzählt Seifert und fügt hinzu: „Wir haben deshalb schwedische Quellen über Holzimporte und Ziegeleibetrieb aus der Zeit nach dem Ende des Nordischen Krieges im Jahr 1720 studiert.“ Dabei fanden sie heraus, dass Schweden nach dem verlorenen Krieg den Handel mit den südlichen und südöstlichen Ländern aufgab und Holz überwiegend aus dem eigenen Land oder aus Finnland verwendet wurde. Diese Möglichkeit der Einschleppung konnte demnach schnell ausgeschlossen werden.

(c) Bernhard Seifert
Die Ameisen nisten bevorzugt in Eichenwäldern.
© Senckenberg/Seifert

Vor den eher zufälligen Funden auf dieser Schäreninsel waren die kleinen Sechsbeiner nur in Mitteleuropa bekannt. Die Funde in Schweden sind die nördlichsten überhaupt. Auch auf dem schwedischen Festland sucht man diese Ameisenart vergeblich. Seifert hierzu: „Hier breitet sich seit etwa 8300 Jahren eine andere, in ihrer Lebensweise sehr ähnliche Ameisenart – Temnothorax nylanderi – aus.“ Die beiden Ameisenarten stehen in direkter Konkurrenz zu einander und teilen sich keine Territorien. Auch in Westeuropa ist Temnothorax nylanderi flächendeckend in dichten Populationen vorhanden. Daher gehen die Senckenberger Wissenschaftler davon aus, dass eine Einreise der konkurrierenden „Schwesterart“ Temnothorax crassispinus nach Schweden über die Route Deutschland-Dänemark unmöglich gewesen sei.
 
Die nächstgelegenen großen Temnothorax crassispinus-Populationen befinden sich in Lettland und Polen – über 200 Kilometer südwestlich der nun besiedelten schwedischen Insel Hästnacken. „Die Tiere selbst sind zwar ziemlich schlechte aktive Flieger – ihre im Verhältnis zum geringen Gewicht sehr große Flügelfläche macht sie aber ideal für den passiven Transport als ‚Luftplankton‘“, begründet Seifert. Und auch die während der sommerlichen Ameisen-Flüge vorherrschenden Windrichtungen unterstützen die These der „windverfrachteten Ameise“.
 
Kontakt
Dr. Bernhard Seifert
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 03581-4760 5600
Bernhard.Seifert@senckenberg.de
 
Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de
 
Publikation
Seifert, B. & Hagman, A.: Colonization overseas by long-range aerial drift in a Formicoxenine ant (Hymenoptera, Formicidae). [Luftspridning över havet av en liten ettermyra (Hymenoptera Formicidae).] – Entomologisk Tidskrift 136 (1-2): 5-15. Uppsala, Sweden
2015. ISSN 0013-886x.

Ameisen erobern das naturkundemuseum zurück

Thomas Lübcke
Thomas Lübcke wirft einen prüfenden Blick auf
seine aus der Winterruhe erwachten
Ameisenkolonie  © Senckenberg

Im Vivarium des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz erwacht der Ameisenstaat nach viermonatiger Winterruhe wieder zum Leben – Winterruhe, jetzt, im Hochsommer? Für diese Aussage bekommt Vivariumsleiter Thomas Lübcke immer wieder ungläubige Blicke. „Unsere Steppenameisen stammen aus Südafrika, und da ist zu dieser Zeit nun einmal Winter“, so der Biologe. Auch im fernen Mitteleuropa ändere sich der innere Kalender dieser Tiere nicht. Der Ameisenstaat ist letztes Jahr im August mit nur elf Tieren in die Kleintiervitrine des Vivariums eingezogen. Seitdem ist er auf etwa 200 Mitglieder angewachsen. Mitte April zogen die emsigen Krabbeltiere zur Überwinterung in einen klimatisierten Raum. „Die Ameisen schlafen nicht wirklich, aber sie schränken ihre Aktivität stark ein“, so Lübcke. In der Natur dauere die Winterruhe sogar bis Anfang September. In der Terrarienhaltung lasse sich diese aber problemlos um ein bis zwei Monate verkürzen. Während die Ameisen die folgende Zeit bei ca. 17°C im Halbdunkel verbrachte, konnte man stattdessen Riesengespenstschrecken und eine hochgiftige Greifschwanz-Lanzenotter in der Vitrine bestaunen. Nun aber haben die Insekten ihr Domizil im Besucherbereich zurückerobert und lassen sich wieder bei ihrem spannenden Privatleben beobachten – zum  Beispiel beim Schlupf der jungen Arbeiterinnen. „Bei guter Fütterung können die Kolonien tausende Individuen zählen, dann würde es eng in ihrem Terrarium werden. Aber über Temperatursteuerung und mäßige Futtergabe kann man die Größe eines Ameisenvolkes gut in Grenzen halten“, so Lübcke. Und falls es doch zu viele werden? Der Vivariumsleiter reibt sich den Nacken. „Dann müssen wir eben anbauen“, sagt er schmunzelnd.
22. Juli 2015

 

Der perfekte Moment – Neue Ausstellung mit Naturfotografien von Miłosz Kowalewski im Senckenberg Görlitz

Titelmotiv der Ausstellung
Titelbild: Miłosz Kowalewski "Damenwahl"

Vom 04. Juli bis 20. September 2015 zeigt der polnische Naturfotograf Miłosz Kowalewski seine faszinierenden Aufnahmen im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Eröffnet wird die Sonderausstellung am Freitag, den 03. Juli um 18:00 Uhr, dazu ist der Eintritt frei.

Der Architekt und Naturfotograf Miłosz Kowalewski überlässt nichts dem Zufall - seine Fotografien plant er bis ins Detail. Besonders die Vögel seiner pommerschen Heimat haben es ihm angetan. Denn die Region rund um das polnische Kolberg wartet nicht nur mit kilometerlangen Stränden auf, sondern beherbergt auch hunderte, zum Teil sehr seltene Vogelarten. Ob Schellente, Schwarzhalstaucher oder Seeadler: Miłosz Kowalewski kennt ihre Lebensräume und -gewohnheiten genau. Stundenlanges Ansitzen unter schwierigsten Bedingungen, das Warten auf das richtige Morgen- oder Abendlicht und die perfekte „Pose“ des Objekts führen zu einzigartigen Bildern, die bereits auf zahlreichen Ausstellungen in seinem Heimatland Polen und im Ausland gezeigt und bei Wettbewerben prämiert wurden.

Milosz Kowalewski
Der Fotograf Milosz Kowalewski

Schon als Kind war Miłosz Kowalewski von der Natur fasziniert und seit mehr als zehn Jahren widmet er einen Großteil seiner Zeit der Naturfotografie. Über seine Arbeit sagt der Pole: „Als Naturfotograf führt man ein regelrechtes Abenteurerleben. Oft stehe ich mitten in der Nacht auf, da die meisten Vögel morgens am aktivsten sind. Um zu ihnen zu gelangen, bin ich schon durch Sümpfe gewatet, habe mich durch Schneewehen gekämpft und musste durch reißende Flüsse schwimmen. Es erfordert auch jede Menge Kreativität, sich immer wieder gute Tarnungen einfallen zu lassen. Das ist überhaupt das Wichtigste: nicht aufzufallen. Nur wenn man als Fotograf unsichtbar ist, bekommt man das wahre Leben vor die Kamera.“

 

‚Erlebte Natur auf Seide – Malerei von Ute Bartels nur noch bis 21. Juni im Senckenberg Görlitz

Ute Bartels bei der Arbeit
Die Künstlerin Ute Bartels bei der Arbeit.© Bartels

Noch bis Sonntag, den 21. Juni 2015 sind die filigranen Werke von Ute Bartels im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen. Seit über 20 Jahren malt die Magdeburger Künstlerin das Leben in der Natur auf Seide. In den vergangenen drei Monaten hat sie eine Auswahl ihrer schönsten Bilder in Görlitz gezeigt – mit Erfolg:  Mehr als 6.600 Besucher haben die Ausstellung bereits gesehen, viele sind extra dafür nach Görlitz gekommen.

Ein Haussperling, der liebevoll sein Junges füttert oder zwei kraftstrotzende Löwen, die sich anbrüllen − die Künstlerin Ute Bartels bildet mit geradezu bestechender Detailgenauigkeit und in leuchtenden Farben Szenen aus der Natur ab. Ihre Bilder wirken außergewöhnlich stimmungsvoll und authentisch.

Bild Ausgeflogen
"Ausgeflogen" . © Ute Bartels

Jedes erzählt eine Geschichte, weckt Assoziationen und Emotionen. Das Besondere daran: Ute Bartels malt nicht auf Papier oder Leinwand, sondern auf Seide. Auf diesem zarten Untergrund sind Details besonders schwer darstellbar, Konturen können nicht vorgezeichnet und keine nachträglichen Korrekturen vorgenommen werden. Ihre einzigen Hilfsmittel: Pinsel, Farbe und ein Fön, mit dessen heißem Luftstrom sie die Strichstärke beeinflussen kann.

Ute Bartels hat ihre Werke bereits in London, Paris, Moskau und den Niederlanden ausgestellt und wurde vielfach preisgekrönt – unter anderem kürte das britische Wildscape Kunstmagazin sie zum „Wildlife Artist of the Year 2012“ und 2013 erreichte sie das Finale des „BBC Wildlife Artist of the Year Award“.

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