Museum Görlitz

Aktuelles / Presse

Wie geht es unseren Böden? – Vortrag im Senckenberg Museum

Anlässlich der Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – unsere Böden“ veranstaltet das Senckenberg Museum am 13. Dezember gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung einen Vortrag zur Situation der Böden in Ostdeutschland. Referent ist Roland Bischof von der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft aus Jena. Er stellt Teile des von der Böll-Stiftung erarbeiteten Bodenatlas‘ vor.
Der Boden ist eine Ressource, die nur in begrenztem Maße zur Verfügung steht, aber vielfältigen Nutzungen unterliegt, die seine Funktionen beeinträchtigen. Große Flächen werden nach wie vor für den Straßenbau versiegelt, Ackerfläche für den Anbau Nachwachsender Rohstoffe beansprucht und auch die Landwirtschaft selbst wird immer intensiver betrieben. Geht dem Boden „die Luft aus“? Schädliche Bodennutzungen wirken lange nach, denn der Boden vergisst nur langsam, egal, ob es sich um Schadstoffeinträge oder mechanische Beeinflussungen handelt. Dabei verringert sich die Fläche nutzbarer Böden dramatisch bei steigender Weltbevölkerung. Der Vortrag von Roland Bischof greift einzelne Punkte des Bodenschutzes auf und diskutiert sie am Beispiel der Bodennutzung in Ostdeutschland.

DI 13. Dezember 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum/Seminarraum (Seiteneingang)
Ökologie und Ökonomie – zur Situation der Böden in Ostdeutschland
Vortrag von Roland Bischof, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland, Jena
Der Eintritt kostet 2 €.
Mehr erfahren: https://www.boell.de/de/bodenatlas /dieduennehautdererde

 

Vortrag zu Erdbeeren im Naturkundemuseum

Senckenberg Görlitz Erdbeere
Fruchtvielfalt Erdbeere (c) Olbricht/privat

Zugegeben: Es ist nicht gerade die typische Zeit für Erdbeeren. Die gibt es jetzt nur aus dem Gewächshaus oder als Überseetransport. Vielleicht ist es aber genau die richtige Zeit, sich einmal Gedanken darüber zu machen, woher unsere Lieblingsfrüchte eigentlich stammen? Darüber berichtet der Erdbeerzüchter Klaus Olbricht am 6. Dezember um 19:30 Uhr im Seminarraum des Görlitzer Naturkundemuseums.
Die Kulturerdbeere entstand als europäisches Kind amerikanischer Eltern durch eine zunächst zufällige Artkreuzung Mitte des achtzehnten Jahrhunderts. Danach setzte eine intensive Züchtungsarbeit ein mit dem Resultat, dass die Erdbeere heute das wichtigste Beerenobst weltweit ist. Allerdings wird der Geschmack der heute im Handel erhältlichen Erdbeersorten zunehmend als negativ beurteilt. Der Vortrag nennt die Ursachen dafür und zeigt Wege auf, wie moderne Züchtungsforschung aromatische Erdbeersorten hervorbringt.

DI 6. Dezember 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum/Seminarraum (Seiteneingang)
Erdbeersorten im Wandel der Zeit – 250 Jahre Züchtungsgeschichte
Vortrag von PD Dr. Klaus Olbricht, Hansabred GmbH Dresden
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Görlitzer Präparatorinnen restaurieren in der Mongolei

Vom 01. bis 11. November 2016 hielten sich zwei Präparatorinnen des Senckenberg Museums für Naturkunde, Görlitz in Ulan Bator auf, um gemeinsam mit mongolischen Kollegen Vogelpräparate zu restaurieren und zu konservieren. Die Vögel, die zum Teil 100 Jahre alt sind, wurden zuerst fotografiert und katalogisiert, bevor etliche Schäden, zum Teil mit speziellen Materialien, repariert wurden. Einige der verbliebenen Schäden werden erst nach umfangreichen Recherchen beseitigt werden können. Dies soll im nächsten Frühjahr passieren. Die Tiere, die jetzt schon fertig geworden sind, dürfen wieder an ihren Standort in den Glaskästen des Museums.

Die deutsch-mongolische Zusammenarbeit im Bereich Biologie/Zoologie blickt auf eine über 50-jährige Tradition zurück.

Quelle: Deutsche Botschaft Ulan Bator - http://www.ulan-bator.diplo.de/Vertretung/ulanbator/de/06/Kutur-und-Archeologie/2016-Vogelpr_C3_A4parate.html

 

Senckenberg: Neues Veranstaltungsprogramm erschienen

Cover Winterprogramm

Vierundzwanzig gute Gründe die warme Stube zu verlassen, liefert das gerade erschienene Winterprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Insbesondere Reiseberichte z.B. nach Zypern, Japan, Irland oder Hiddensee lohnen einen Vortragsbesuch. Es geht aber auch um die Himmelsscheibe von Nebra, fiese Bettwanzen und niedliche Igel. Das Programm ist im Naturkundemuseum erhätlich und kann hier herunter geladen werde.

Den Auftakt der Reisevorträge macht am 9. Dezember der Fotograf und Reisejournalist Karl-Heinz Trippmacher mit seinen Eindrücken von „Zypern – Insel der Götter“. Er bereiste die Insel zu verschiedenen Jahreszeiten, wanderte in den Gebirgen, entlang der Klippenküste, besuchte stille Klöster und quirlige Badeorte. Der Vortrag ist mit Musik und Originaltönen unterlegt.

 

 

 

FR 9. Dezember 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Zypern – Insel der Götter
Reisevortrag von Karl-Heinz Trippmacher, Radebeul
Der Eintritt kostet 2 €.

 

28.11.2016

Feuerzangenbowlenabend

Feuerzangenbowlenabend Görlitz

Am Freitag, den 2. Dezember lädt der Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz e.V. zum traditionellen Feuerzangenbowlenabend mit selbstgemachten Glühwein und Gebäck in das Humboldthaus ein. Vor der Filmvorführung des Rühmann-Klassikers „Die Feuerzangenbowle“ erwartet die Besucher wie gewohnt eine Vorlesung „der anderen Art“ des Förderkreisvorsitzenden Thomas Neumann.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr. Bitte eigenen Trinkbecher mitbringen!

Karten zu 6 Euro sind ab sofort an der Museumskasse des Senckenberg Museums für Naturkunde am Marienplatz erhältlich.

FR 2. Dezember 2016 | 19:30 Uhr | Humboldthaus
»Feuerzangenbowlenabend«
mit Thomas Neumann, Prof. Dr. Willi Xylander und dem Rühmann-Klassiker »Die Feuerzangenbowle«
Eine Veranstaltung des Förderkreis Naturkundemuseum Görlitz mit Vortrag, Filmvorführung und heißen Getränken.
Kosten: 6,00 € pro Person (inkl. Getränke und Gebäck) an der Museumskasse

 

Bund fördert Pilotprojekt "Museum 4.0"

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat Ende letzter Woche die Förderung des Projektes "Museum 4.0 ‑ Digitale Strategien für das Museum der Zukunft" beschlossen. An dem von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geleiteten Projekt sind als Partner auch das Deutsche Aus‑wandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum München, die Fastnachtsmuseen Langenstein und Bad Dürrheim mit weiteren Museen der schwäbisch‑alemannischen Fasnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz beteiligt.

Museum 4.0 ist ein visionär ausgerichtetes Pilotprojekt, in dem innovative Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technologien für Museumsarbeit in einem gemeinsamen virtuellen Raum entwickelt und erprobt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Vermittlung, Kommunikation, Interaktion und Partizipation. Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten sollen auch für eine flexible Nachnutzung durch andere Museen aufbereitet werden. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird mit zunächst 5 Millionen Euro gefördert.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK, sagt: "Wir befinden uns in einer entscheidenden Umbruchphase auf dem Weg zum digital kompetenten Museum der Zukunft. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern suchen wir nach neuen Möglichkeiten, für die Museen zusätzliche Zielgruppen zu erschließen, in stärkeren Austausch mit Besucherinnen und Besuchern zu treten und individualisierte Vermittlungsangebote zu erarbeiten. So können Museen ganz neue Wirkung entfalten, was auch für die Neupräsentation unserer Sammlungen im künftigen Humboldt Forum von entscheidender Bedeutung sein wird. Alle Sammlungen werden sich im virtuellen Raum völlig neu verknüpfen und auf innovative Weise zugänglich machen lassen."

Projektleiter Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin, ergänzt: "Die digitale Transformation ist aktuell eine der größten Herausforderungen für kulturerhaltende Institutionen. Museum 4.0 wird uns in die Lage versetzen, diejenigen digitalen Instrumente zu entwickeln und zu testen, die neue museale Erfahrungs‑räume erschließen und das Museum der Zukunft noch besser mit seinen Besuchern interagieren lassen."

Projektpartner

Die an "Museum 4.0" beteiligten Einrichtungen stehen im Hinblick auf ihre Sammlungsbestände sowie ihr institutionelles Profil stellvertretend für die Bandbreite der Museen in Deutschland. Sie bilden damit auch das Spektrum der Chancen und Herausforderungen ab, die sich aus der Anwendung neuartiger digitaler Technologien für die museale Vermittlungsarbeit ergeben.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihre Staatlichen Museen zu Berlin sind an "Museum 4.0" in enger Kooperation mit der Gründungs‑intendanz des Humboldt Forums beteiligt und für die wissenschaftliche Steuerung, Koordination und Verwaltung des Verbunds verantwortlich.
Das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven ist Deutschlands einziges Migrationsmuseum: Es präsentiert sowohl 300 Jahre Geschichte der deutschen Überseewanderung als auch die der europäischen Einwanderung nach Deutschland. Es sammelt biographische Konvolute von Aus‑ und Einwandererfamilien, die auch durch Oral‑History‑Interviews ergänzt werden. Das Haus steht nicht nur in engem Kontakt mit den Migranten, sondern vermittelt auch verstärkt interkulturelle Kommunikationskompetenzen für das Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft.
www.dah‑bremerhaven.de

Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik ist das weltweit größte Technikmuseum und ein international führendes Zentrum für die Erforschung der wissenschaftlich‑technischen Kultur. Neben dem 1925 eröffneten Haupthaus auf der Münchner Museumsinsel verfügt es über mehrere Zweigmuseen. Die Forschungsinfrastruktur des Museums umfasst neben den Sammlungen von weit über 100.000 Objekten das im deutschsprachigen Raum führende Spezialarchiv zu Naturwissenschaft und Technik und die Bibliothek, die international über den größten Bestand an Original‑ und Sekundärliteratur zur Technik‑ und Wissenschaftsgeschichte verfügt.
www.deutsches‑museum.de

Das Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein wurde 1969 als erstes seiner Art eröffnet und bietet einen umfassenden Eindruck von Fasnacht und Brauchtum (www.fasnachtsmuseum.de). Das Fasnachtsmuseum "Narrenschopf" Bad Dürrheim ist mit einer Ausstellungsfläche von 1.200 qm wohl das Größte seiner Art (www.narrenschopf.de). Das Museum beschreibt die Geschichte schwäbisch‑alemannischer Fasnacht und zeigt deren Figuren. Die beiden Museen sollen mit weiteren kleineren Museen der schwäbisch‑alemannischen Fasnacht Kooperationen zur Umsetzung des Projekts "Museum 4.0" eingehen, um die Vielfalt des immateriellen Weltkulturerbes "Schwäbisch‑alemannische Fasnacht" abzubilden.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG) verfügt über ca. 6,5 Millionen Sammlungsobjekte, der Senckenberg‑Verbund über 40 Millionen, vor allem aus den Gebieten Zoologie, Botanik, Paläontologie und Geologie. Das SMNG betreibt ein modernes Naturkundemuseum, das vor allem zu naturwissenschaftlichen, aber auch zu historischen Themen mit  naturwissenschaftlichem Hintergrund erfolgreiche internationale Wanderausstellungen mit innovativen medialen Präsentationen produziert hat.
www.senckenberg.de/goerlitz

Ingolf Kern
Direktor der Abteilung Medien und Kommunikation Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Dr. Stefanie Heinlein
Pressesprecherin / Stellvertreterin des Direktors der Abteilung Medien und Kommunikation Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Von‑der‑Heydt‑Str. 16‑18
10785 Berlin

Fon:  +49 30 266‑41 1440
Fax:   +49 30 266‑31 1440
i.kern@hv.spk‑berlin.de
www.preussischer‑kulturbesitz.de

15. November 2016

Spitzenbilder der Unterwasserfotografie im Senckenberg Museum Görlitz


Foto: Hechte sind beliebte Fotomotive, da sie als Lauerjäger an einer Stelle verharren und den Fotografen oftmals nahe herankommen lassen. © Bernhardt Conrad, Kamera Louis Boutan 2016 Platz 1
Foto: Hechte sind beliebte Fotomotive, da sie als
Lauerjäger an einer Stelle verharren und den
Fotografen oftmals nahe herankommen lassen.
© Bernhardt Conrad, Kamera Louis Boutan 2016,
Platz 1

Seit zwanzig Jahren präsentiert das Senckenberg Museum für Naturkunde gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sporttaucher die Siegerbilder der Meisterschaften der Unterwasserfotografie »Kamera Louis Boutan«. In diesem Jahr beteiligten sich dreiundzwanzig Taucher an einem Vor-Ort-Wettbewerb in einem ehemaligen Steinbruch bei Herborn in Hessen. Die Eröffnung der 11. Leben-unter-Wasser-Ausstellung findet am Sonnabend, den 26. November um 18:00 Uhr im Naturkundemuseum statt. Die Teilnahme an der Vernissage ist kostenlos.
Am vorhergehenden Abend, Freitag, den 25. November, hält Dr. Christoph Giese, stellvertretender Fachbereichsleiter »Visuelle Medien« im Verband Deutscher Sporttaucher einen Abendvortrag über „Steinbruchseen und Tagebaulandschaften – die Natur kommt zurück“. Beginn ist um 19:30 Uhr im Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz (Eintritt 2 €).

  Durch die enge Anbindung an den Welttauchsportverband CMAS ist der Wettbewerb „Kamera Louis Boutan“ die maßgebliche Veranstaltung in Deutschland für alle UW-Foto- und Videografen, die sich international auf allerhöchstem Niveau messen möchten.
Louis Boutan gilt als Vater der Unterwasserfotografie, seit er 1893 die ersten Aufnahmen in den Tiefen des Mittelmeers machte. In seinem Namen veranstaltet der Verband Deutscher Sporttaucher mit seiner Abteilung »Visuelle Medien« alle zwei Jahre die Internationalen Offenen Deutschen Meisterschaften der Unterwasserfotografie, die er gemeinsam mit dem Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz als Wanderausstellung präsentiert.

  15. November 2016

 

Sonderführungen im Senckenberg Museum

Duenne Haut der Erde Senckenberg Görlitz
Foto: J. Gitschmann/Senckenberg

Anlässlich der neuen Bodenausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz hat sich das Projektteam drei besondere Führungen einfallen lassen:

Am Donnerstag, den 24. November, 19:30 Uhr, können Erwachsene bei einer Feierabendführung mit einem Glas Wein in die faszinierende Welt der oft bizarren Bodenbewohner eintauchen.

Am Sonntag, 27. November gibt es um 16:00 Uhr eine Familienführung durch das so genannte „Reich der Minimonster“.

Duenne haut der erde senckenberg görlitz
Foto: J. Gitschmann/Senckenberg

Und auch junge Mamas und Papas erfahren bei einer Vormittagsführung am 29. November um 10:00 Uhr etwas über die kleinen Krabbeltiere unter unseren Füßen, wie sie ihren Nachwuchs großziehen und was guten Boden ausmacht.

In der Ausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ erleben Besucher hautnah die fantastische Vielfalt der Lebewesen unter unseren Füßen und finden heraus, warum diese Orga-nismen so wichtig für uns Menschen sind. Sie lernen verschiedenen Bodentypen kennen, welchen Gefahren die dünne Haut der Erde ausgesetzt ist und verschiedene weltweite Vorhaben zu ihrem Schutz.

Die Ausstellung ist noch bis 8. Januar 2017 im Senckenberg Museum für Naturkunde am Marienplatz zu sehen. Für alle drei Führungen ist eine Anmeldung von Vorteil: 03581-47605220 oder post-gr@senckenberg.de

DO 24. November 2016 | 19:30 Uhr | Abendführung | Museum, Seiteneingang
„Die faszinierende Welt von Kugelspringer & Co.“
Abendführung bei einem Glas Wein durch die Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“
Kosten: 6,00 € pro Person

SO 27. November 2016 | 16:00 Uhr | Familienführung | Museum
„Im Reich der Minimonster“
Führung durch die Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ für die ganze Familie
Kosten: Museumseintritt zzgl. 1,00 € Führungsgebühr pro Person

DI 29. November 2016 | 10:00 Uhr | Vormittagsführung | Museum
„Asselmamas und Regenwurmpapas? – Elternzeit im Boden“
Führung für Eltern mit Babys durch die Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“
Eintritt zum Museumseintritt

 

Familienfest im Senckenberg Museum

Museumsfest2016

Zu seinem jährlichen Familienfest lädt der Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz am Sonnabend, den 12. November, von 15:00 bis 20:00 Uhr in das Museum am Marienplatz ein.

Die Besucher erwartet ein buntes Programm rund um die derzeitigen Sonderausstellungen. Um 15:30 und 17:30 Uhr führt die Berliner Puppenspielerin Susi Claus Janoschs „Das Apfelmännchen“ für Kinder ab 4 Jahren auf. In jeder Ecke des Museums haben die MuseumsmitarbeiterInnen und WissenschaftlerInnen Bastelstände vorbereitet, es gibt Kinderschminken, Experimente mit Obst und wer sich traut, kann der einen oder anderen Vogelspinne näher kommen. Im Vivarium können die Besucher ihre Favoriten beim Kakerlakenrennen küren.

Für das leibliche Wohl sorgen die Mitglieder des Förderkreises des Museums, die Kaffeerösterei Büttner sowie Schüler der Szkola Ebersbach-Neugersdorf. Musikalisch umrahmt wird das Fest von der Görlitzer Band Swingtime.

Eintritt zu den regulären Museumspreisen: Familienkarte 6 € / Erwachsene 3 € / ermäßigt 2 € / Kinder (bis 16 Jahre) 1 €

 

Frische Früchtchen für Genießer Abendführung mit Verkostung im Senckenberg Museum

Am 4. November lädt das Senckenberg Museum in Zusammenarbeit mit der Apfelschmiede Striese zu einer Abendführung mit Verkostung ein. Die Besucher erhalten Einblick in die derzeitige Sonderausstellung „Äpfel – in aller Munde!“. Anschließend wird der eigene Geschmackssinn bei der Verkostung verschiedener Apfelsorten, sortenreiner Apfelsäfte und höherprozentiger Produkte auf die Probe gestellt. Grit Striese von der Apfelschmiede in Daubitz bei Rietschen wird dabei die Geheimnisse ihrer handgemachten Erzeugnisse selbst erläutern.

Die Kosten betragen 8 Euro pro Person. Um Voranmeldung bis 1.11. unter 03581-47605220 oder wird gebeten. - Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Die Sonderausstellung widmet sich dem Thema „Apfel“ aus verschiedenen Perspektiven. So stehen zum einen regionale alte Obstsorten und lokale Initiativen zu ihrem Erhalt im Fokus der Schau. Aber auch der Apfelbaum im Jahresverlauf, seine Bewohner und Nutzer sowie der Apfel in der Kulturgeschichte werden betrachtet. Bis zum 20. November ist sie noch im Görlitzer Naturkundemuseum zu sehen.

Freitag, 4. November 2016 | 19:00 Uhr | Abendführung | Museum
„Frische Früchtchen für Genießer“
Führung durch die Sonderausstellung „Äpfel – in aller Munde!“ und
Verkostung sortenreiner Apfelsäfte und höherprozentiger Produkte
mit Grit Striese, Apfelschmiede Rietschen

 

Vielfalt Apfel - Sortenschau im Görlitzer Naturkundemuseum

B. Schlitt
Foto: Bettina Schlitt

Die Deutschen sind große Apfelfreunde – rund 250 Stück verzehrt jeder im Schnitt. Meistens gehören sie zu den wenigen Sorten, die im Super- oder auf dem Wochenmarkt angeboten werden. Dabei sind aus Deutschland rund 2.000 Apfelsorten bekannt, die sich u.a. im Geschmack, Reifezeit, Lagerfähigkeit deutlich voneinander unterscheiden. Die Veredlung von Äpfeln hat in der Oberlausitz eine lange Tradition. Schon 1834 gründete sich in Zittau der Verein zur Beförderung des Obstbaues in der Oberlausitz. Allerdings ist bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten, welche Apfelsorten eigentlich in ihrem Garten gedeihen.

Anlässlich der Sonderausstellung „Äpfel – in aller Munde“ veranstaltet das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz eine Apfelsortenschau- und –bestimmung, für die der renommierte Pomologe Klaus Schwartz von der Baumschule Schwartz in Löbau gewonnen werden konnte. Er wird rund sechzig verschiedene Apfelsorten vorstellen und mitgebrachte Äpfel bestimmen. Diese sollten von verschiedenen Stellen des Baumes (Sonne/Schatten, außen/innen) stammen, um Färbungsunterschiede sichtbar zu machen.

Sonnabend, 22. Oktober 2016 | 10 - 17 Uhr | Senckenberg Museum für Naturkunde, Marienplatz, Görlitz (Seminarraum)
„Apfelsortenschau und –bestimmung“
mit Klaus Schwartz, Baumschule Schwartz Löbau
Der Besuch der Schau ist im Museumseintritt inbegriffen.  

Weiterführende Informationen: www.senckenberg.de/apfelausstellung http://www.oberlausitz-stiftung.de http://pomologen-verein.de/sachsen.html http://www.baumschule-schwartz.de/

 

Einmal Feuerland und zurück
Benefiz-Vortrag im Humboldthaus

Zum wiederholten Male laden Petra und Jens Schröter zu einem Benefiz-Vortrag für das Lischa-Projekt in das Humboldthaus ein. Am Freitag, den 21. Oktober 2016, 19:30 Uhr, berichten sie unter dem Motto „Einmal Feuerland und zurück“ von den Schönheiten Patagoniens.

Im November 2015 bereisten die beiden Görlitzer diese im südlichsten Zipfel von Südamerika gelegene und auch als „schönste Schlechtwetterzone unserer Erde“ bekannte Region. Beginnend mit Zeltcamps an den beeindruckenden Felsmassiven des Fitz Roy und Cerro Torre erzählen sie von mehrtägigen Wanderungen in den Nationalparks Los Glaciares und Torres del Paine, die sie die Flora und Fauna der Region hautnah erleben ließen. Sie führen uns zum gewaltigen Perito-Moreno-Gletscher (UNESCO-Weltnaturerbe) und weiter bis an das Ende der Welt nach Ushuaia - der auf Feuerland gelegenen, südlichsten Stadt der Erde.

In Bild und Ton nehmen sie die Besucher mit in eine raue, vom Wind geprägte Landschaft, zu türkisblauen Gletscherseen und mächtigen Felsformationen. Für die Veranstaltung gilt in nun schon gewohnter Weise „Eintritt frei“, um freiwillige Spenden zu Gunsten des LiScha-Projektes in Nepal wird gebeten.

Freitag, 21. Oktober 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz 
„Patagonien – Einmal Feuerland und zurück“
Benefizvortrag zugunsten des LiScha-Projektes in Nepal von Jens und Petra Schröter, Görlitz

Weiterführende Links: www.lischa-himalaya.org/

Patagonien-Vortrag

 

Vom Siemens- und anderen Elchen - Vortrag im Senckenberg Museum über Elche in Deutschland

 (c) Striese
Porträt des Elchbullen Toke aus Dauban
Foto: Michael Striese

Im August 2014 erregte die Rettungsaktion eines Elches aus einem Dresdner Bürogebäude das Interesse der breiten Öffentlichkeit. Der Wiederfreilassung des Tieres wurde damals der Vorzug gegenüber einem Abschuss gegeben. Ein Glücksfall für die Forschung, denn der „Ole“ genannte Jungbulle liefert - Dank eines GPS-Senders - nun Daten über seine Wanderungen bis zur polnischen Ostsee.

In seinem Vortrag spricht der Rietschener Michael Striese über die Einwanderung von Elchen nach Deutschland und ihre ursprüngliche Verbreitung. Außerdem stellt der Biologe das Landschaftspflegeprojekt „Elche im Daubaner Wald“ vor, das er seit Jahren betreut. Historische Aspekte runden das Bild ab, denn schon Julius Caesar berichtete in seinem Werk über den Gallischen Krieg 50 v. Chr. von unserem größten heimischen Hirsch.

Dienstag, 18. Oktober 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum (Seiteneingang
»Elche in Deutschland – vom Siemens-Elch und anderen« 
Vortrag von Michael Striese, Rietschen
Eintritt 2,- €

 

Erzählabend mit dem mongolischen Schriftsteller Galsan Tschinag

Tschinag

Der mongolische Schriftsteller, Dichter und Schamane Galsan Tschinag ist auf Einladung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz am 14. Oktober, 18:00 Uhr mit einer Lesung im Görlitzer Humboldthaus zu Gast. An diesem Abend stellt er sein neues Buch „Ohne die Tat ist alles nur Geplapper“ vor. Der deutschsprachige Schriftsteller wird aus seinem Leben, seiner Heimat und von seinen Reisen erzählen und lässt dabei durch seine reiche Sprache unvergessliche Bilder entstehen. Der Eintritt kostet 6 Euro.

Am darauffolgenden Tag, Sonnabend den 15. Oktober, leitet Galsan Tschinag von 10 bis 18 Uhr das Seminar „Heilweisen, die Körper, Geist und Seele berühren“ im Kultursaal im Bahnhof Görlitz. Anmeldungen und weitere Informationen zu dieser Veranstaltung: Rolf Berndt, Rolf.Berndt@goerlitz.net oder Tel. 03581-4760-5120. Infoflyer hier.

Galsan Tschinag lebt und arbeitet in Deutschland und seiner Heimat der Mongolei, wo er das Oberhaupt des Volkes der Tuwa ist. In Leipzig studierte er Germanistik und erhielt zahlreiche deutsche Literaturpreise. Tschinag engagiert sich mittels einer Stiftung für notleidende Nomaden in der Mongolei. Neben seinem Ruf als Schriftsteller ist er insbesondere als Schamane und Heiler bekannt.

Freitag, 14. Oktober 2016 | 18:00 Uhr | Außer der Reihe | Humboldthaus
„Ohne die Tat ist alles nur Geplapper…“
Lesung mit dem mongolischen Schriftsteller, Dichter und Schamanen Galsan Tschinag
Eintritt: 6,- €
Eine Veranstaltung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz.

Weiterführende Informationen:
http://galsan-tschinag.de

 

Sonderöffnung und Kinderprogramm während der Herbstferien im Naturkundemuseum

Das Görlitzer Naturkundemuseum ist während der Herbstferien täglich, auch montags, von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Neben den Dauerausstellungen sind derzeit zwei Sonderschauen zu sehen. Die „Dünne Haut der Erde“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise in unsere Böden und „Äpfel – in aller Munde“ befasst sich mit dem Lieblingsobst der Deutschen.

Die Museumspädagogik bietet an verschiedenen Tagen nachmittags Programme für Kinder ab sechs Jahren an. Darin geht es um Tiere im Boden, Äpfel, die Natur im Herbst und Herbstbasteleien. Das detaillierte Programm gibt es hier oder telefonisch unter 03581 - 47 60 52 11.

Sonderveranstaltungen:

SO, 2. Oktober 2016 | 16:00 Uhr | Familienführung 
Im Reich der Minimonster
Führung durch die neue Bodenausstellung für die ganze Familie
Kosten: 1,00 € Führungsgebühr pro Person

MO, 10. Oktober 2016 | 15:00 Uhr | Großeltern-Enkel-Nachmittag
Im Reich der Minimonster
Führung durch die neue Bodenausstellung für Großeltern mit ihren Enkeln, anschließend werden Bodenorganismen am Mikroskop untersucht.
Kosten: Museumseintritt zzgl. 1,00 € Führungsgebühr pro Person

 

Eintauchen in die Welt der Minimonster
- Familienführung im Senckenberg Museum

S. Tränkner
(c) Sven Tränkner

Tagtäglich laufen wir auf ihm herum – dem Boden. Dabei ist dem Menschen oft nicht bewusst, dass in ihm unzählige fleißige kleine Lebewesen wohnen, die dafür sorgen, dass wir nicht im „Biomüll“ aus Blättern und Ästen untergehen. Erst durch ihre Tätigkeit können wir Getreide, Mohrrüben und Kartoffeln ernten.

Im Rahmen einer Familienführung am 2. Oktober lädt Museumspädagogin Petra Vaßmers zum Kennenlernen der oft bizarren Bodenbewohner ein. In der aktuellen Sonderausstellung »Die dünne Haut der Erde – unsere Böden« und an der Bodensäule des Museums begibt sie sich auf Spurensuche in die sonst verborgene Welt der „Minimonster“.

Für Großeltern und ihre Enkel bietet das Naturkundemuseum in den Herbstferien einen Nachmittag an, gemeinsam in die Welt der Bodenbewohner einzutauchen und diese anschließend am Mikroskop zu untersuchen. Die Veranstaltung findet am 10. Oktober, 15 Uhr statt.

SO, 2. Oktober 2016 | 16:00 Uhr | Familienführung 
Im Reich der Minimonster
Führung durch die neue Bodenausstellung für die ganze Familie
Kosten: 1,00 € Führungsgebühr pro Person

MO, 10. Oktober 2016 | 15:00 Uhr | Großeltern-Enkel-Nachmittag
Im Reich der Minimonster
Führung durch die neue Bodenausstellung für Großeltern mit ihren Enkeln, anschließend werden Bodenorganismen am Mikroskop untersucht.
Kosten: Museumseintritt zzgl. 1,00 € Führungsgebühr pro Person

In den Herbstferien ist das Museum von Montag bis Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

 

Was hat das Universum mit mir zu tun?
- Astronomievortrag im Humboldthaus

Eigentlich lebt der Mensch in einem höchst lebensfeindlichen Universum: unzählige Plasmasterne mit gewaltigen Temperaturen, Pulsare mir zerstörerischen Magnetfeldern und die ewig hungrigen Schwarzen Löcher, die scheinbar nur danach trachten, alles zu verschlingen was sich in ihre Nähe wagt, machen es der Entwicklung des Lebens schwer. Dennoch gibt es uns, und wir Menschen sind sogar Kinder der Sterne, denn wir bestehen zu etwa 92 Prozent aus den chemischen Elementen, die im Inneren der Sterne fusioniert werden.

Der Mathematiker, theoretische Physiker, Kosmologe und Grundlagenforscher Josef M. Gaßner erklärt in seinem Vortrag die Zusammenhänge, die das Leben auf der Erde überhaupt ermöglicht haben.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Senckenberg und dem Förderverein Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz e.V.
Der Eintritt kostet 2 €, für Schüler frei.

30. September 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Was hat das Universum mit mir zu tun?
Vortrag von Dr. Josef M. Gaßner, Ergolding
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Förderverein Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz e.V.

 

Die stärksten Tiere der Welt –
Vorlesung über Ameisen in der Görlitzer Kinderakademie

B. Seifert
(c) Bernhard Seifert

Die Waldameise ist nützlich, denn sie frisst schädliche Insekten – Ameisen stören in der Küche, denn sie mögen unser Essen und besonders gern Süßes. Ameisen sind die stärksten Tiere der Welt, Ameisen sind sehr gut organisiert. Ameisen haben eine Königin und führen Krieg gegen andere Ameisenvölker. Was ist dran, an diesen Aussagen? In der nächsten Vorlesung der Kinderakademie am 30. September stellt der Görlitzer Ameisenforscher Roland Schultz die Superlative seiner Tiergruppe vor und gibt Einblicke in ihre fantastische Lebensweise.

Die 45-minütige Vorlesung für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren findet im Humboldtsaal des Naturkundemuseums (Platz des 17. Juni 2) statt. Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt am besten über eine Anmeldung unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605210.

Weitere Infos unter: www.hszg.de/kinder

FR, 30. September 2016 | 16:00 Uhr | Kinderakdemie | Humboldthaus
Organisation ist alles – das faszinierende Leben im Ameisenstaat
Vorlesung für Kinder von Dr. Roland Schultz, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Sektion Pterygota

 

Vortrag über bedrohte Süßwassermuscheln

Muscheln gibt es nicht nur im Meer, sondern auch im Süßwasser, wie Wasserratten zuweilen schmerzhaft beim Baden feststellen müssen. Durch Gewässerausbau- und -verschmutzung schrumpfen die Muschelbestände überall in Europa. Ted von Proschwitz, Biologe am Naturkundemuseum in Göteborg, stellt in einem Fachvortrag im Senckenberg Museum die derzeitige Situation in Schweden vor. Von den sieben einheimischen Muschelarten sind bereits drei in ihrem Bestand bedroht. Proschwitz erläutert, wie Muschelbestände erfasst und überwacht werden und welche Maßnahmen man zu ihrem Schutz durchführt.

Die Lausitz ist übrigens in diesen Tagen Treffpunkt der deutschen Malakologen, so nennen sich die Erforscher von Weichtieren wie Muscheln, Schnecken und Tintenfischen. Die deutsche Malakozoologische Gesellschaft tagt vom 23. bis zum 25. September auf Einladung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal. Neben Vorträgen steht die Erfassung von Schnecken und Muscheln der Oberlausitz im Fokus des Treffens.

DI, 27. September 2016 | 14:00 Uhr | Kolloquium | Museum/Seminarraum
Zoogeographie und Ökologie der schwedischen Süsswassermuscheln
(Margaritiferidae, Unionidae und Dreissenidae)

Fachvortrag vom Ted von Proschwitz, Senior-Kurator für die Abteilung
Invertebraten am Naturkundemuseum Göteborg, Schweden
Der Eintritt ist frei.

 

Woher kommen unsere Görlitzer Äpfel

E. Adler
Apfelernte im Stadtgut Görlitz 
Foto: Enrico Adler / IGELEI.net

Äpfel aus Görlitz?! Über 20 Sorten wachsen auf den Obstanlagen des Stadtgut Görlitz am Fuße der Landeskrone. Am 27. September um 16 Uhr gibt es die Gelegenheit, mit Mitarbeitern des Stadtgutes selbst auf Entdeckungstour zwischen den Apfelbäumen zu gehen. Dabei können die interessierten Teilnehmer und Teilnehmerinnen den Weg des Apfels vom Baum bis in den Laden nachvollziehen, etwas über die verschiedenen Sorten, den Anbau und die Lagerung erfahren und mit etwas Glück selbst einen frischen Apfel vom Baum pflücken.

Treffpunkt ist 16 Uhr am Stadtgut Görlitz, An der Landeskrone 14a. Die Teilnahme ist kostenlos.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung Äpfel – in aller Munde!, die bis 20. November im Senckenberg Museum für Naturkunde zu sehen ist.

DI, 27. September 2016 | 16:00 Uhr | Exkursion | Görlitz
Vitamine vor unserer Haustür - Eine Führung durch die Obstanlagen des Stadtguts Görlitz
mit Claudia Ehrig, Stadtgut Görlitz GmbH
Treffpunkt: Stadtgut, An der Landeskrone 14 a
Dauer: ca. 60 min. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Aktionstage ANDERS MOBIL
19. bis 25. September 2016 in Görlitz

Anlässlich des autofreien Sonntags gibt es dieses Jahr eine ganze Aktionswoche in Görlitz zum Thema „anders mobil“, an der sich viele Einrichtungen aus der Stadt Görlitz beteiligen. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz beteiligt sich mit zwei Aktionen:

Aktionstage
Programm Aktionstage

DO, 22. September 2016 | 15:00 Uhr | Familienführung | Museum
In 2 Stunden zu Fuß durch die Oberlausitz 
Führung für Familien durch die Tier- und Pflanzenwelt der Oberlausitz
Teilnahme zum regulären Museumseintritt.

FR, 23. September 2016 | 16:00 Museum/16:15 Tierpark | Fahrradexkursion
Vogelbeobachtung am Berzdorfer See
mit Dr. Markus Ritz, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

 

Ostsee-Vortrag und Buchpräsentation mit Rolf Reinicke

R. Reinicke
Mönchgut auf Rügen © Reinicke

Am Freitag, dem 23. September, um 19.30 Uhr stellt der Geologe Rolf Reinicke (Stralsund) in einem Abendvortrag im Humboldthaus sein neuestes Buch "Unsere Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern" vor und präsentiert dabei die schönsten und interessantesten seiner darin verwendeten Fotos in einer beeindruckenden Bilderreise.
Die vielfältigsten Küstenlandschaften Deutschlands liegen in Mecklenburg-Vorpommern. Oft wurden sie einzeln in Bildbänden vorgestellt. Eine neuere umfassende Darstellung der gesamten Küste jedoch fehlte bisher. Diese Lücke ist nun mit einem besonderen Buch von Rolf und Matthias Reinicke geschlossen:

R. Reinicke
Foto: privat

Vor wenigen Wochen erschien im Hinstorff Verlag Rostock der mit Spannung erwartete Titel "Unsere Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern". Er gibt im DIN A4-Format mit seinen über 400 Fotos in einzigartiger Darstellungsweise eine vollständige Übersicht über die landschaftliche Schönheit und Vielfalt der einzelnen Küstenabschnitte. Es zeigt Bekanntes und weniger Bekanntes –  eine beeindruckende Bilderreise von West nach Ost, einschließlich der Bodden- und Haffküste. Zahlreiche Karten ermöglichen eine rasche Übersicht; Grafiken und ausführliche Bildtexte  sowie allgemeine Kapitel erläutern das Interessanteste über die Küstenlandschaft zwischen Trave und Swine. Durch seine sorgfältige, ungewöhnlich interessante und besonders leserfreundliche Gestaltung hebt sich dieses Buch von vielen anderen ab. Das Buch hat auf Anhieb ungewöhnlich großes Interesse gefunden und hervorragende Bewertungen erhalten.
Die beiden Autoren – der Stralsunder Rolf Reinicke (Geologe, Ostseefachmann, Landschaftsfotograf und Buchautor) und sein Sohn Matthias (Buchgestalter und Grafik-Designer) – haben bereits mehrfach ihre erfolgreiche Zusammenarbeit unter Beweis gestellt. So bei den Bestseller-Titeln des Hinstorff Verlages "Bernstein Gold des Meeres" und "Mein Ostseebuch".

FR, 23. September 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Unsere Ostseeküste – Mecklenburg-Vorpommern
Vortrag und Buchvorstellung von Rolf Reinicke, Stralsund
Eintritt: 2 € / ermäßigt 1 €

 

Flucht in die Höhe: Bodenameisen erklimmen Baumwipfel
Niedrige Temperaturen zwingen Ameisen zur Nestverlagerung

Görlitz, den 14.09.2016. Senckenberg-Wissenschaftler haben erstmalig nachgewiesen, dass bodenbewohnende Ameisen ihre Nester auf der Suche nach Wärme in die Höhe verlagern. Sie fanden mehrere Ameisennester der Schmalbrustmeise Temnothorax saxonicus in Bäumen von Dresdner Parkanlagen und konnten zeigen, dass niedrige Bodentemperaturen zu dem ungewöhnlichen Verhalten der Insekten führten. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal „Insect Science“ erschienen.  

Seifert
Die Schmalbrustmeise Temnothorax saxonicus
ist nur drei Millimeter lang.
© Senckenberg/Seifert

Kaum jemand würde wohl die Ameise als „Königin der Tiere“ bezeichnen – dabei haben sich die sechsbeinigen Tiere in den 100 Millionen Jahren ihrer Evolution an die verschiedensten Lebensräume rund um den Globus angepasst und dabei eine Vielzahl von beeindruckenden Überlebensstrategien entwickelt. „So ist es auch bei der von uns untersuchten Ameisenart Temnothorax saxonicus“, erklärt Dr. Bernhard Seifert vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Wir haben erstmalig nachgewiesen, dass diese typischerweise an der Bodenoberfläche nistende Art ihre Nester in Baumwipfeln baut, wenn es ihnen am Boden zu kühl wird.“  

Die kleine Ameise ist in Europa gut dokumentiert – an über 40 Orten in Zentraleuropa wurden Nester der zwei bis drei Millimeter großen Krabbler gefunden. „Aber an allen Lokalitäten befinden sich die Nester der Ameisen in lichten, wärmegetönten Wäldern oder Waldsäumen auf dem Boden“, ergänzt Seifert. Der Görlitzer Ameisenforscher vermutete schon länger, dass sinkende Bodentemperaturen zu einer Verlagerung der Nester von Temnothorax saxonicus führen könnten. Der Beweis hierfür konnte nun durch großen (körperlichen) Einsatz erbracht werden: Patrik Fiedler, Koautor der Studie und Wissenschaftler an der Universität Dresden absolvierte für diesen Zweck einen Baumkletter-Kurs, um auf die Suche nach den Ameisennestern zu gehen. „So konnten wir sowohl im ‚Großen Garten Dresden’ als auch im ‚Schlosspark von Pillnitz’ Nester genau diese Ameisen in den Baumwipfeln alter Eichen nachweisen“, freut sich Seifert.

Seifert2
Auf den winzigen Nesteingang am Ende eines
toten Eichenzweiges wird man nur durch
Auswürfe feinster Holzpartikel aufmerksam.
© Senckenberg/Seifert

Eine von Seifert entwickelte Temperaturmessungsmethode schafft die Voraussetzung, das ungewöhnliche Verhalten der Ameisen zu erklären: An allen Standorten mit Nestern in den Baumkronen lag die Bodentemperatur deutlich unter denen von Lokalitäten, an denen die Ameisen am Boden ihren Nachwuchs aufzogen. „Die von uns untersuchte Art lebt in relativ kleinen Kolonien mit 50 bis 300 Arbeiterinnen und benötigt für die Aufzucht der Jungtiere idealerweise Temperaturen, die im Tagesverlauf zwischen 15 und 32 Grad schwanken“, erläutert Seifert. In den untersuchten Parkanlagen lagen die maximalen, oberflächlichen Bodentemperaturen im Schnitt unter 20 Grad und variierten zudem nur wenig. Seifert fügt hinzu: "Das dichte Kronendach am Fundpunkt im ‚Großen Garten’ bzw. die immer noch weitgehend geschlossenen Baumkronen im Zusammenspiel mit einer stärker entwickelten Krautschicht im ‚Pillnitzer Park’ verhindern, dass wärmende Sonnenstrahlen die Bodenoberfläche erreichen."

Die Flucht in die Höhe – mit der Möglichkeit überhaupt noch Nachwuchs aufzuziehen – hat aber auch ihren Preis: Die Ameisen bewegten sich genau in einen Raum hinein, in dem die Konkurrenz um Nahrung und Wohnraum weit härter als am Waldboden ist. In den Baumwipfeln haben die zwei nahe verwandten Schmalbrustameisen Temnothorax affinis und Temnothorax corticalis als „professionelle“ Baumkronenbesiedler ihren angestammten Lebensraum. Auch die Aktivität der Fressfeinde dieser kleinen Temnothorax-Ameisen, wie Kleinspecht, Buntspecht oder ameisenfressende Spinnen, ist in den Baumkronen eher höher als am Boden. Dennoch zeigt die Zahl der beobachteten Neuansiedler, dass diese sich durchaus gegen die Ureinwohner des Lebensraumes behaupten können. „Es ist immer wieder interessant wie Arten im Daseinskampf Vor- und Nachteile abwägen – wir sind gespannt, was sich diese kleinen Ameisen weiterhin einfallen lassen“, resümiert Seifert.  

Kontakt:
Dr. Bernhard Seifert
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 0049-3581-4760-5600
Bernhard.Seifert@senckenberg.de  

Publikation:
Seifert, B., Fiedler, P. and Schultz, R. (2016), Escape to the high canopy – thermal deficiency causes niche expansion in a forest-floor ant. Insect Science. doi: 10.1111/1744-7917.12351

 

Buchpräsentation: Görlitz – Stadt besonderer Leistungen

Cover

Es ist bereits über sechs Jahre her, als die zwei Görlitzer Rainer Appelt und Horst Sagner begannen sich auf die Suche nach Spuren von Christoph Lüders, Hugo Meyer und weiteren Persönlichkeiten zu machen. Sie wollten einen Überblick über die Leistungen und Neuerungen erstellen, die Görlitzer Unternehmen und Institutionen in Technik, Wissenschaft und Kultur brachten. Dass sie dabei auf eine erstaunliche Vielfalt innovativer Leistungen Görlitzer Bürger bis in die heutige Zeit stießen, hatten sie nicht erwartet. Die Autoren recherchierten in Archiven, Sammlungen und Museen in Görlitz. Sie befragten Zeitzeugen in Deutschland und im Ausland, u. a. in Polen, den USA und Israel.

Am 20. September 2016 stellen sie ihr fast 300 Seiten starkes Buch mit dem Titel „Görlitz – Stadt der Erfindungen, Entdeckungen und Innovationen aus acht Jahrhunderten“ um 19:30 Uhr im Seminarraum des Senckenberg Museums für Naturkunde vor. Im Anschluss an die Buchvorstellung kann das Buch käuflich erworben werden.

„Jenes opulente, reich bebilderte und illustrierte Werk schließt eine bedeutende Lücke Görlitzer und darüber hinaus oberlausitzischer wie schlesischer Geschichte. Sie beschreiben faktenreich sehr eindrucksvoll, dass Görlitz schon immer ein Ort der Tüftler, Entdecker und Erfinder, ein Ort kunstsinniger und weltoffener Bürger war… Es bereitet einfach Freude in diesem Werk zu stöbern. Ich bin davon überzeugt, dass es viele begeisterte Leser finden wird“ Siegfried Hoche (Ratsarchivar Görlitz)

DI, 20. September 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum/Seminarraum
„Görlitz – Stadt besonderer Leistungen aus acht Jahrhunderten“
Vortrag und Buchvorstellung von Rainer Appelt, Görlitz
Der Eintritt kostet 2,00 € bzw. 1,00 € ermäßigt.

 

Wie macht man aus einer Zitrone Strom?

Kinderakademie

Am 16. September startet wieder die Görlitzer Kinderakademie für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Sascha Caron von den Stadtwerken Görlitz erklärt, wie die Stromerzeugung in der Stadt funktioniert, was Strom eigentlich ist und wie er vom Kraftwerk in unsere Haushalte gelangt. Doch nicht nur zuhören, sondern auch selbst experimentieren dürfen die Kinder, wenn aus einer Zitrone Strom gewonnen werden soll. 

Wie funktioniert ein Ameisenstaat? Warum ist Blut rot? Und was bedeutet Inklusion? Die 45-minütigen Vorlesungen zu diesen und weiteren Themen finden einmal im Monat immer freitags 16 Uhr abwechselnd in der Hochschule und im Humboldtsaal statt.

Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt am besten über eine Anmeldung unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605210. Wie an einer richtigen Hochschule bekommen die Kinder einen Studentenausweis und am Ende der Vorlesungsreihe ein Diplom. Für polnische Kinder werden die Vorlesungen simultan übersetzt. Eltern sind übrigens nicht zugelassen!

Weitere Infos unter: hszg.de/kinder

FR, 16. September 2016 | 16:00 Uhr | Kinderakademie | Humboldthaus
„Strom in unserer Stadt“
Vorlesung für Kinder von Sascha Caron, Stadtwerke Görlitz

 

 

Exkursion auf die Streuobstwiese der Oberlausitz Stiftung

(c) E. Adler
Foto: E. Adler / IGELEI.net

Am Samstag, den 17. September laden Bettina und Michael Schlitt zu einer Exkursion auf die Streuobstwiese der Oberlausitz Stiftung in Leuba ein. Sie zeigen den Teilnehmern die Vielfalt unseres heimischen Obstes, darunter über 100 alte Apfelsorten, 15 Birnensorten und mehrere alte Kirsch-, Pflaumen- und Pfirsichsorten. Und sie erläutern den Zweck der Stiftung, der vorwiegend darin besteht, alte Obstsorten zu sammeln und damit zu erhalten. Dabei werden insbesondere solche aus der Oberlausitz berücksichtigt. Treffpunkt ist 15:00 Uhr auf dem Parkplatz der Sporthalle in Hagenwerder. Um Anmeldung unter 03581-47605491 oder bettina.schlitt@senckenberg.de wird gebeten.

SA, 17. September 2016 | 15:00 Uhr | Exkursion | Leuba 
„Exkursion auf die Streuobstwiese der Oberlausitz-Stiftung in Leuba“
Treffpunkt: Sporthalle Hagenwerder, Dauer ca. 2 h
Anmeldungen bis 15.9. unter 0 35 81 47 60 - 5491 oder bettina.schlitt@senckenberg.de
Die Teilnahme ist kostenlos.

Exkursion in die urbane Wildnis

(c) B. Lang
Beim genaueren Hinsehen entdeckt man eine
vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in der Stadt,
wie diese junge Elster (pica pica).
Foto: Birgit Lang

Städte sind Lebensräume der Menschen, dicht besiedelt und versiegelt bilden sie das Gegenstück zur umliegenden Natur. Doch wenn wir näher hinsehen, können wir auch hier eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entdecken. Füchse, Wildschweine und Bienen haben z.B. schon längst Städte wie Berlin erobert.

Wie es in Görlitz aussieht, erfahren Interessierte am Donnerstag, dem 15. September 2016 bei einer ca. anderthalbstündigen Exkursion, die durch die westliche Innenstadt von Görlitz führt. Das Hauptaugenmerk liegt diesmal vor allem auf den Industriebrachen wie Waggonbaugelände und Hefefabrik. Zum dritten Mal laden dazu Dr. Birgit Lang und Jörg Müller vom Senckenberg Museum für Naturkunde sowie Stefanie Schindler aus Görlitz ein.

Die jungen Biologen ergründen mit den Teilnehmern die Spuren der Natur in der Görlitzer Innenstadt und schärfen den Blick für die lebendige Vielfalt, die uns umgibt. Sie machen aber auch auf die Tücken aufmerksam, denen die in der Stadt lebenden Tiere und Pflanzen ausgesetzt sind. Treffpunkt ist 17:00 Uhr am Hildegard-Burjan-Platz in Görlitz. Die Teilnahme ist kostenlos. Kinder sind ausdrücklich willkommen! Die Mitnahme eines Fernglases wird empfohlen.

DO, 15. September 2016 | 17:00 Uhr | Exkursion | Görlitz 
„Natur in der Stadt: Pflanzen und Tiere in der westlichen Innenstadt“
mit Dr. Birgit Lang, Jörg Müller und Stefanie Schindler
Treffpunkt: Hildegard-Burjan-Platz, Görlitz
Bitte Fernglas mitbringen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Wale und Vulkane – Vortrag über Hawaii

(c) K. Mohr
Foto: K. Mohr

Am Donnerstag, den 15. September berichtet die Görlitzerin Karin Mohr um 15:00 Uhr über ihre Erfahrungen und Eindrücke aus einem Jahr in Hawaii. Nicht nur touristische, sondern auch gesellschaftliche Beobachtungen und nicht zuletzt die Beobachtungen der Natur prägen diesen bilderreichen Vortrag. Die vielfältige Landschaft bezaubert durch ihre tropische Flora ebenso wie die Naturgewalt der immer noch tätigen Vulkane – einerseits eine Schönheit, andererseits eine ständige Bedrohung für die dort lebende Bevölkerung, in der der Respekt vor der Natur eine große Rolle spielt. Beeindruckend auch die riesigen Buckelwale, die vor der Küste Hawaiis ihre Kälber zur Welt bringen.

DO, 15. September 2016 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Museum/Seminarraum
„Hawaii – Wale und Vulkane“
Bildvortrag von Karin Mohr, Görlitz
Eintritt zum regulären Museumseintritt.

 

Zur Biologie unserer heimischen Wespenarten 

(c) J. Schulz
Die Deutsche Wespe (paravespula germanica)
wird oft als lästig empfunden, doch ihre Lebens-
weise kennen die meisten nicht. Foto: J. Schulz

Ob auf dem Streuselkuchen, in der Limonade oder als Nest am eigenen Haus – Wespen werden meist als lästig empfunden. Dabei sind es nur zwei von insgesamt acht in Mitteleuropa vorkommenden Wespenarten, die manchmal lästig werden können – die Gemeine und die Deutsche Wespe. Oft werden alle in einen „Wespentopf“ geworfen, obwohl jede von ihnen unterschiedliche Lebensweisen aufweist. Die größte und bekannteste Vertreterin ist die Hornisse.

Im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz gibt der Biologe Hans Jürgen Schulz am 11. September, 10:30 Uhr in einem Vortrag eine Übersicht zu allen acht sozialen Wespenarten, erläutert ihren Lebenszyklus und charakterisiert die Arten anhand von Fotos, Insektenkästen, präparierten Nestern und Videos. Gleichzeitig können die Besucher der Veranstaltung mittels eines Mikroskops die morphologischen Unterschiede einzelner Arten selbst erkennen.   

SO, 11. September 2016 | 10:30 Uhr | Sonntagsveranstaltung | Museum/Seminarraum
„Zur Biologie unserer heimischen Wespenarten“
Präsentation von Dr. Hans Jürgen Schulz, SMNG
Eintritt zum regulären Museumseintritt.

 

Seminar mit Galsan Tschinag

(c) Yves Noir 
Foto: Yves Noir

Görlitz, 31.8.2016. Der mongolische Schriftsteller, Dichter und Schamane Galsan Tschinag wird auf Einladung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz im Oktober mit einer Lesung und einem Seminar in Görlitz zu Gast sein.

Zeit seines Lebens auf Reisen, wird er uns teilhaben lassen an seinen Erfahrung, seiner Weisheit und seinen Schätzen. Wie immer wird er auch diesmal aus seinem Leben, seiner Heimat, seinem Herzen erzählen und unvergessliche Bilder in seiner reichen Sprache entstehen lassen.

Sein letztes Buch „Ohne die Tat ist alles nur Geplapper“ stellt er in einer Lesung mit Erzählabend am 14. Oktober, 18:00 Uhr im Humboldtsaal vor. Anmeldungen für das Seminar „Heilweisen, die Körper, Geist und Seele berühren“ werden bis 15. September unter Rolf.Berndt@goerlitz.net entgegengenommen. Das Seminar findet am Samstag, 15. Oktober 2016, 10 bis 18 Uhr im Kultursaal im Bahnhof Görlitz statt.

Eine Veranstaltung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz.

Download: Anmeldeflyer zum Seminar

 

Apfelausstellung im Naturkundemuseum

Rahmenprogramm Apfel
Download Rahmenprogramm

Kennen Sie den Schönen von Herrnhut oder den Schönen von Oybin? Die Namen bezeichnen keinen Lausitzer Adonis, sondern regionale Apfelsorten, die vor über einhundert Jahren bei uns vermehrt wurden. Aus Deutschland ist die enorme Anzahl von 2.000 Apfelsorten bekannt. Doch die 246 Äpfel, die jeder hierzulande im Schnitt verzehrt, verteilen sich zumeist nur auf eine Handvoll Supermarktsorten, die aus aller Welt importiert werden.

Am Freitag, den 9. September eröffnet die Ausstellung „Äpfel – in aller Munde“ um 18 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und wird bis Ende November zu sehen sein.

Die Sonderausstellung widmet sich dem Thema „Apfel“ aus verschiedenen Perspektiven. So stehen zum einen regionale alte Obstsorten und lokale Initiativen zu ihrem Erhalt im Fokus der Schau. Aber auch der Apfelbaum im Jahresverlauf, seine Bewohner und Nutzer sowie der Apfel in der Kulturgeschichte werden betrachtet.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Exkursionen auf eine Streuobstwiese, ins Stadtgut Görlitz sowie Apfelbestimmung und -verkostung begleitet die Ausstellung durch den Herbst.

Sonderausstellung: „Äpfel – in aller Munde!“ vom 10.09. bis 20.11.2016
im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Am Museum 1 (Marienplatz)
Öffnungszeiten: DI - FR 10:00-17:00 Uhr, SA - SO 10:00-18:00 Uhr

Siehe auch: www.senckenberg.de/apfelausstellung



Spuren der Lausitzer Vulkane erkunden

(c) Olaf Tietz
Foto: Olaf Tietz

Einen praktischen Einblick in die Forschungen zum Lausitzer Vulkanismus geben die Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz bei zwei Exkursionen im September. Am 8. September führt uns Geologe Jörg Büchner auf den Schwarzen Berg bei Jauernick-Buschbach, Treffpunkt ist 16 Uhr an der Bushaltestelle „Schwarzer Berg“. Am 10. September findet ein Exkursionstag von 10 bis 15 Uhr auf den Löbauer Berg unter Leitung von Olaf Tietz und Jörg Büchner statt. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Herwigsdorfer Straße (Auffahrt zur Turmgaststätte), bitte festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und Rucksackverpflegung mitbringen.

Der Löbauer wie der Schwarze Berg gehören zum Lausitzer Vulkanfeld, das im Tertiär vor ca. 35-25 Mio. Jahren entstand und aktiv war. Heute sind davon, bis auf die sichtbaren Kegelberge in der Landschaft, nur noch Spuren zu sehen, wie Lavastromreste oder Lavaspalten in Form von Basalt. Die Exkursion auf den Löbauer Berg gewährt zudem Einblicke in die Archäologie und bringt den Teilnehmern die Besonderheiten der Gesteine im slawischen Ringwall am Schafberg näher.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

DO 8. September 2016 | 16:00 Uhr | Exkursion
Vulkanismus und Tektonik am Schwarzen Berg
mit Jörg Büchner, SMNG, Sektion Palöozoologie und Geologie
Treffpunkt: Bushaltestelle "Schwarzer Berg" in Jauernick-Buschbach

SA 10. September 2016 | 10:00 bis 15:00 Uhr | Exkursion
Geologische Exkursion zum Löbauer Berg: Entstehung des Löbauer Vulkans und der Wallschlacken des Slawischen Ringwalls vom Schafberg
Führung mit Dr. Olaf Tietz und Jörg Büchner, SMNG, Sektion Paläozoologie und Geologie
Treffpunkt: 10:00 Uhr am Parkplatz Herwigsdorfer Str. (am Beginn der Auffahrt zur Turmgaststätte)
Bitte festes Schuhwerk, wetterfeste Bekleidung und Rucksackverpflegung mitbringen. Wegstrecke ca. 3 km.

 

Apfel, Kugelspringer, Familienfest & Co. im Naturkundemuseum – Veranstaltungen im Herbst

Görlitz, 25.08.2016. Wissenswertes rund um den heimischen Apfel, Eintauchen in die Welt unter unseren Füßen, Familienfest und Kinderakademie – das neue Programmheft des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz hat diesen Herbst viel zu bieten.

Veranstaltungsprogramm Herbst 2016Bei den knapp 50 Veranstaltungen dreht sich einiges um die derzeitigen Sonderausstellungen wie „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“, die noch bis Anfang Januar zu sehen ist. Familienführungen am Wochenende, erstmals eine Führung für Eltern mit Babys, Abendführungen bei Wein und auch für Großeltern mit Enkeln ist etwas dabei. Die Ausstellung „Äpfel – in aller Munde!“ eröffnet Anfang September und bietet ebenfalls ein buntes Rahmenprogramm mit Exkursionen auf eine Streuobstwiese, ins Stadtgut Görlitz sowie Apfelbestimmung und -verkostung.

Die Museumswissenschaftler nehmen Interessierte zu weiteren Exkursionen in die Region mit wie auf den Löbauer Berg, den Schwarzen Berg in Jauernick-Buschbach oder auf Spurensuche in die Görlitzer Stadtnatur. Experten vermitteln in der Kinderakademie Kindern von 8 bis 12 Jahren einmal im Monat spannende Fragen aus ihrer Forschung. Und auch Erwachsene können in Vorträgen im Humboldthaus oder Museum wieder einiges über die Regionen unserer Erde wie beispielsweise Hawaii, Patagonien oder die Ostseeküste, über die uns umgebende Tierwelt wie Luchse, Elche oder Wespen sowie andere Wissenschaftsbereiche erfahren.

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet 16 Uhr die beliebte Schaufütterung im Lebendtierbereich des Museums statt. Besucher können dabei den Geschichten über die Lebensweise und Ernährung von Fischen, Schlangen und anderen kleineren Tieren lauschen. Höhepunkt im Kalender ist das Museumsfest für die ganze Familie am 12. November, bei dem es sich im Puppenspiel für Kinder, beim Bastelstand und Kuchenbasar vor allem um das Thema Apfel drehen wird.

Veranstaltungsflyer liegen im Museum am Marienplatz sowie in einigen anderen Einrichtungen in der Region aus und sind auch im Internet zu finden: www.senckenberg.de/goerlitz/veranstaltungen

Eintrittpreise siehe Flyer oder hier.

 

Pilzberatung am Senckenberg Museum beginnt

Fliegenpilz
Nicht immer ist die Entscheidung so leicht wie
bei diesem Fliegenpilz, ob er ins Körbchen darf
oder nicht. © Birgit Lang

Steffen Hoeflich ist unzufrieden: „in dieser feuchtwarmen Witterungsperiode hätte ich mehr erwartet, aber viel los ist mit den Pilzen derzeit einfach nicht.“ Bei seinen täglichen Streifzügen durch Görlitz und Um-gebung fallen ihm nur wenige Pilze auf. Allerdings fragen schon immer wieder mal Besucher im Museum nach Rat. Deshalb beginnt die offizielle Pilzberatung am 9. August 2016 und dann bis auf weiteres immer dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Die Beratung ist kostenlos. Da viele Pilzarten selten geworden sind, bittet Steffen Hoeflich darum, von unbekannten Pilzen immer nur ein Exemplar zu sammeln, um die Bestände nicht unnötig zu reduzieren.

Pilzberatung mit Pilzberater Steffen Hoeflich
ab 9. August 2016
dienstags 16 - 18 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Marienplatz, 02826 Görlitz

4. August 2016

7. Tagung zum Sammlungsmanagement des Deutschen Museumbundes findet in Görlitz statt

Museumsfachleute treffen sich vom 16. bis 18. Juni im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

Blick in die geologische Sammlung
Die Sammlungen des Görlitzer Naturkunde-
museums umfassen rund sechs Millionen
Objekte. Sammlungsmanager Jörg Büchner
präentiert hier Stücke aus der geologischen
Sammlung des Museums. © Sven Tränkner

Die Sammlungen des Görlitzer Naturkundemuseums umfassen rund sechs Millionen Objekte. Sammlungsmanager Jörg Büchner präentiert hier Stücke aus der geologischen Sammlung des Museums. © Sven Tränkner

Unter dem Titel „Dokumentation ohne Grenzen – Sammlungen interdisziplinär und multilingual vernetzen“ kommen an der Neiße 130 Spezialisten aus Deutschland, England, Holland, Tschechien und Polen zusammen, um über die Möglichkeiten zu diskutieren, wie die Dokumentation von wissenschaftlichen Sammlungen den Anforderungen digitaler Wissensorganisation angepasst und eine internationale Ver-netzung erfolgen kann. Veranstalter des Kongresses ist der Deutsche Museumsbund in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen, allen Görlitzer Museen und dem Institut für Museumsfor-schung Berlin. Im Rahmen von Exkursionen besuchen die Teilnehmer am Sonnabend die Görlitzer Altstadt.
„Sammeln, Bewahren und Dokumentieren“ ist der Auftrag von Museen, aber auch von Firmensammlungen, Archiven und Kollektionen in anderen kulturbewahrenden Einrichtungen. Verstärkt steht dabei - neben dem sorgfältigen Umgang mit den Sammlungen und ihren zugehörigen Informationen, die Digitalisierung der Bestände und die Vernetzung mit anderen Einrichtungen im Vordergrund. Von den großen archäologischen und naturwissenschaftlichen Sammlungen bis zu den Heimatmuseen hat das digitale Zeitalter die Häuser erreicht und stellt sie vor vielfältige Möglichkeiten, aber auch neue Aufgaben.
Ein Beispiel hierfür ist der slawische Hacksilberfund von Cortnitz bei Bautzen, der in einem Projekt am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig untersucht wird. Auch die Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde stellen unter anderem ihre international vernetzte Sammlungsdatenbank vor.

Das komplette Programm ist hier abrufbar: http://www.ag-sammlungsmanagement.de/index.php/tagungen

17. Juni 2016

Nur Sex im Kopf?

Lesen Sie hier ein Interview mit unserem Nacktschneckenforscher Dr. John Hutchinson:
http://www.bestewelten.de/menschen/menschen-artikel/new574ed51b548ff682151130-warum-tun-sie-sich-das-an/

7. Juni 2016

Infoabend für kleine Naturforscher

 naturforscher bei der arbeit
Kleine Naturforscher beim Insektenfang. Wie
man ein "Nature Scout" wird erfahren Eltern
und Kinder ab 11 Jahren am 15. Juni 2016
beieiner Infoveranstaltung im Görlitzer
Naturkundemuseum. Foto: C. Düker

Raus aus dem Kinderzimmer, rein in die Natur! Alle Kinder ab 11 Jahren, die Lust haben ihre heimische Umwelt zu entdecken, in der Neiße zu keschern oder hinter die Kulissen eines richtigen Forschungslabors zu schauen sind genau richtig in der Arbeitsgemeinschaft „Nature Scouts“ am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Am 15. Juni findet dazu um 17:00 Uhr im Seminarraum des Naturkunde- museums auf dem Marienplatz (Seiteneingang) ein Informationstreffen für Eltern und Kinder statt. Die Biologin Christiane Ritz und ihr Team stellen sich und die AG vor und besprechen mögliche Termine. Richtig los geht’s mit den wöchentlichen Treffen dann nach den Sommerferien.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Christiane Ritz unter der Telefonnr. 03581/47605330 und der Emailadresse christiane.ritz@senckenberg.de gern zur Verfügung.

Weiterführende Links: www.senckenberg.de/naturescouts      Download Flyer

Senckenberg eröffnet neue Bodenausstellung

duenne haut der erde
www.senckenberg.de/duennehautdererde

Alle vier Jahre verliert Europa fruchtbaren Boden in der Größenordnung der Insel Mallorca durch Erosion oder Versiegelung. Flächen, die dringend für die Landwirtschaft und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen benötigt werden. Doch was ist Boden eigentlich, welche Lebewesen bewohnen ihn und welchen Nutzen bringt er dem Menschen? In einer neuen Wanderausstellung informieren die Ausstellungsmacher des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz über die Welt unter unseren Füßen. „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ eröffnet am 10. Juni 2016 um 18 Uhr im Naturkundemuseum am Marienplatz und wird bis zum 8. Januar 2017 zu sehen sein.

Die Ausstellung ist insbesondere für Familien und Schulklassen konzipiert. Beim Betreten der Schau schrumpft der Besucher auf die Größe einer Landassel und taucht in eine ihm bis dahin unbekannte Mikrowelt ein. 3D-Modelle, mikroskopische Abbildungen, interaktive Elemente, Filme und Multimediaeinheiten ermöglichen einen genaueren Blick auf die „dünne Haut der Erde“. In vier Themenkammern begegnen die Betrachter zahlreichen Bodentieren vis-á-vis: Völlig neue Bekanntschaften sind garantiert! Zudem erfahren die Besucher etwas über verschiedene Bodentypen, neueste Bodenforschung, Bodenzerstörung sowie Maß-nahmen zum Bodenschutz.

„Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ war bereits im Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen und wird nach ihrer Präsentation in Görlitz zunächst in Frankfurt/Main und Bonn ausgestellt.

Seit fünfzig Jahren erforschen die Wissenschaftler am Görlitzer Naturkundemuseum die Vielfalt der Bodenorganismen und ihre Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Bodenfunktionen. Denn durch den Abbau von organischer Substanz liefern Regenwürmer, Milben, Pilze, Bakterien & Co. lebensnotwendige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum und bilden somit die Grundlage für die Ernährung der Menschheit. Böden sind also ein kostbares Gut und eine endliche Ressource, die nachhaltig genutzt werden muss.

zu Gast in Leipzig

 Leipzig
Im Podium "Schöpfung im Wandel" in der
Kongresshalle am Zoo in Leipzig.
Foto: L. Träger/Senckenberg

Am 26. Mai 2016 war das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz beim Katholischen Kirchentag in Leipzig zu Gast.
Im Podium zum Thema „Schöpfung im Wandel! Veränderungen der Biodiversität – Ursachen, Konsequenzen und Strategien der Nachhaltigkeit“ saßen die Ökologen Prof. Dr. Wolfgang Haber, Prof. Dr. Wolfgang Weisser und der Biodiversitätsforscher Prof. Dr. Christian Wirth. Die fachliche Moderation übernahm Dr. Karsten Wesche, die inhaltliche Auswertung der Publikumsfragen Prof. Dr. Willi Xylander und Dr. Christian Düker vom Görlitzer Naturkundemuseum.
Es entspann sich eine rege Diskussion zu aktuellen Fragen und Problemen des Biodiversitätserhalts.


Umweltforschung für nachhaltige Landnutzung in Afrika

Vortrag im Senckenberg Museum

Frau mit Giesskanne
Jeder Tropfen zählt. Der Bodenverbrauch in
Afrika steigt rasant an. Deshalb entwickeln
deutsche und afrikanische Forscher neue
Nachhaltigkeitskonzepte. © Hartmut Koehler

Görlitz, 20.5.2016 In seiner Reihe „Neues aus der Naturwissenschaft“ präsentiert das Senckenberg Museum einen aktuellen Forschungsansatz zur Lösung von Umweltproblemen in dem westafrikanischen Land Kamerun. Der Bremer Bodenkundler Prof. Hartmut Koehler hat in Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen, darunter der kamerunischen Universität in Ngaoundéré Methoden entwickelt, um mit einfachen Mitteln stark gestörte Böden wieder zu beleben und nachhaltig nutzbar zu machen. Über dieses Projekt und den wissenschaftlichen Austausch mit afrikanischen Wissenschaftlern und Studenten berichtet Prof. Koehler am 24. Mai um 19:30 Uhr im Seminarraum des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Der Eintritt kostet 2 €. Land und Leute kommen bei dem Vortrag natürlich nicht zu kurz.
Mehr zum Thema Boden bietet das Museum übrigens ab 11. Juni in seiner neuen Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde - Unsere Böden“.

DI 24. Mai 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum Museum, Seiteneingang Am Museum 1
"Kamerun – mehr als Afrique en miniature"
Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Koehler, Universität Bremen, Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien


Sommerferienprogramm in der Zeit vom 4. bis zum 29. Juli 2016

Wir freuen uns in den Sommerferien auf unsere kleinen Besucher!

Für Kindergruppen (ab 6 Jahren) bieten wir folgende Ferienveranstaltungen an:

Thema 1 | »Wer bitte sind denn Kugelspringer?«
Dass Boden nicht nur der »Dreck unter unseren Füßen« ist, übersehen wir gern. Viele kleine Lebewesen bewohnen die obere Erdschicht und sorgen dafür, dass wir nicht im »Naturmüll« aus Blättern und Ästen ersticken. Wir bekommen dafür sogar noch saftige Erdbeeren, Mohrrüben oder Kartoffeln. Die wachsen in gutem Boden nämlich besonders gut.
In der Sonderausstellung »Die dünne Haut der Erde – unsere Böden« und an der Bodensäule des Museums wollen wir auf Spurensuche im Reich der Minimonster gehen und den fleißigen Arbeitern unter Tage über die Schulter schauen.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 2,50 € pro Kind

Thema 2 | »Heimlich, still und leise«
Wolf, Dachs, Marder und Mauswiesel sind Raubtiere und ernähren sich von anderen Tieren. Das hört sich im ersten Moment nicht so schön an. Im Kreislauf der Natur spielen Raubtiere aber eine sehr wichtige Rolle.
In der Ausstellung »Pflanzen und Tiere der Oberlausitz« wollen wir uns verschiedene Raubtiere anschauen und ihnen auf den Zahn fühlen. Was haben diese eigentlich für ein besonderes Gebiss und wie und wo leben sie? Kaum zu glauben, aber es soll sogar einen Vertreter geben, der Winterruhe hält.
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe

Thema 3 | »Warum Tiger Streifen und Leoparden Flecken im Fell haben – eine Spurensuche im Regenwald und in der Savanne«
Ziemlich klein, unauffällig und vielleicht sonderbar erscheinen Faultiere, Kolibris, Koboldmakis, Blatthühnchen oder das Schnabeltier, die in den unterschiedlichen Regenwäldern der Erde leben. Im Gegensatz dazu sind die Zebras, die Antilopen und der Strauß in Sachen Körpergröße in der afrikanischen Savanne regelrechte Riesen. Warum ist das so?
In den Ausstellungen »Regenwald« und »Savanne« geht es auf eine ganz besondere Spurensuche. Achtung, da kommt es auf jedes Detail an!
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe

Thema 4 | »Zu Gast bei Tomatenfrosch, Gottesanbeterin und Königspython«
Im Vivarium sind auch in diesem Sommer wieder besondere Tiere zu bestaunen. Wenn man seine Besichtigung bei den Tomatenfröschen von der Insel Madagaskar beginnt, sich anschließend die südamerikanischen Rochen anschaut und einen Kurzbesuch bei den Schwarznabenkröten aus Asien macht, hat man eine tierische Weltreise hinter sich. Eine Führung – wenn der Python gute Laune hat – zum Anfassen im Lebendtierbereich.
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe
Diese Führung ist während der gesamten 6 Wochen Sommerferien möglich.

Die Anmeldung erfolgt über Museumspädagogin Petra Vaßmers:
Tel.: 03581 47605-211 oder 03581 47605220 oder per Email:

Download Handzettel

Görlitzer Forschung in Tibet - Klimaänderung setzt Weideland zu

Marburg/Görlitz, den 18.05.2016. Wissenschaftler der Universität Marburg und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung haben die Veränderung der Weideflächen auf dem Tibetischen Hochplateau untersucht. Sie kommen in ihrer kürzlich _mce_online im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlichten Studie zu dem Schluss, dass der globale Klimawandel den Grasflächen insgesamt mehr Schaden zufügt als die zunehmende Landnutzung. Das tibetische Hochland ist eine klimatische Schlüsselregion – beinah 40 Prozent der Bevölkerung weltweit sind von den dort entspringenden Flüssen abhängig.

tibet
Grasende Yakherde auf einer sumpfigen
Weide bei Lhazê in Südtibet. Der Hang im
Hintergrund ist stark degradiert, da eine
Vegetationsdecke hier nur noch in kleinen,
schollenartigen Bereichen vorhanden ist.
© Lukas Lehnert

Das tibetische Plateau ist mit einer Fläche von 2,5 Millionen Quadratkilometern größer als Grönland – Weideland macht fast zwei Drittel der weltweit höchsten großen Hochebene aus. Die ausgedehnten Grasflächen speichern Wasser, welche Asiens größte Flüsse und beinah 40 Prozent der Weltbevölkerung versorgen. „Zudem ist das Grünland ein riesiger Kohlenstoffspeicher“, ergänzt PD Dr. Karsten Wesche vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Der Erhalt dieser Graslandschaft ist demnach enorm wichtig.“
 
Unter Federführung von Dr. Lukas Lehnert (Philipps-Universität Marburg) hat Wesche mit weiteren Kollegen die Auswirkungen von Klimawandel und Überweidung auf die tibetischen Weidegebiete untersucht. „Beide stehen als Degradations-Verursacher im Verdacht – welcher Faktor aber auf der tibetischen Hochebene wirklich ausschlaggebend ist, war bisher nicht bekannt“, erläutert Lehnert.
 
Anhand der Auswertung einer 14-jährigen Zeitreihe von Satellitenbildern und des Vergleiches mit Klimadaten zeigt das Wissenschaftlerteam in seiner Studie, dass die Veränderungen der tibetischen Vegetation größtenteils auf Änderungen der Klimavariablen – und nicht auf die zunehmende Beweidung – zurückzuführen sind. „Erstaunlicherweise konnten wir außerdem nachweisen, dass die Degradation der Weiden entgegen der gängigen Meinung keineswegs ein flächenhaft fortschreitender Prozess ist“, fügt Wesche hinzu.

haus
Neue tibetische Bauernhäuser auf 4800 m,
die im Zuge der Sedentarisierung der früheren
Nomadenfamilien von der Regierung am
Namtso-See gebaut wurden.
© Lukas Lehnert

Im nord-östlichen Teil des Plateaus, der Qinghai-Region, ist laut der Studie sogar ein Anstieg der Vegetationsbedeckung zu verzeichnen. In der Autonomen Region Tibet ist dagegen eine deutliche Degradation der Weideflächen zu beobachten. Da sich die Veränderung der Beweidungsintensität der Grasflächen in den verschiedenen Regionen nicht signifikant auf die Vegetation ausgewirkt hat, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Temperatur- und Niederschlagsänderungen die treibende Kraft für die Degradation des Graslandes sind.
„Insgesamt sind die positiven und negativen Veränderungen in der Vegetation flächenhaft ausgeglichen“, erklärt Lehnert und fährt fort: „Die Gesamtproduktivität ist sogar gestiegen, weil positive Vegetationsänderungen vor allem in produktiven Regionen stattgefunden haben.“
 
Dennoch bewerten die beiden Wissenschaftler die Entwicklung nicht nur optimistisch: „Die Zunahme der Vegetation in einzelnen Gebieten könnte auch mit dem Auftauen der Permafrostböden und einer kurzzeitigen besseren Versorgung der Pflanzen mit Wasser zusammenhängen. Generell ist dieser Trend aber kritisch zu bewerten, da die Böden wichtige Kohlenstoffspeicher sind“, gibt Wesche zu bedenken. Das freigegebene Klimagas würde den Temperaturanstieg und damit auch die Degradation wiederum verstärken.
Zudem können die Wissenschaftler schwer abschätzen, wie sich die Auswirkungen des globalen Klimawandels und der zunehmenden Beweidung in den kommenden Dekaden auswirken wird. „Eine starke Abnahme der Vegetationsdecke sollte in jedem Fall verhindert werden, um die Wasserspeicherfunktion des Tibetischen Plateaus weiterhin gewährleisten zu können“, schließt Lehnert.

Link zum Pressematerial und Kontakt

Internationaler Museumstag: kostenloser Eintritt in das Naturkundemuseum

Kinder im Vivarium
Im Lebendtierbereich des Museums gibt es
immer wieder neue exotische Tiere zu entdecken.
© Christian Düker

Am 22. Mai findet in diesem Jahr der Internationale Museumstag statt. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt aus diesem Grund von 10:00 bis 18:00 Uhr zu einem kostenlosen Besuch den Ausstellungen ein.
Egal, wie das Wetter wird: im Museum können Besucher trockenen Fußes und ohne Mücken die Natur der Lausitz genießen und bei Wolf, Fischotter und Seeadler vorbei schauen. Wer es exotischer mag, besucht die Tiere in der Regenwaldausstellung oder im Lebendtierbereich mit seinen großen Becken. Ausgewählte Fotografien von Senckenbergmitarbeitenden sind derzeit im Sonderausstellungsraum zu bewundern und bieten Natureindrücke aus der Lausitz und der Welt.

11. Mai 2016

 

Exkursionen des Senckenberg Museums im Mai

Görlitz, 10.5.2016 Das warme Wetter lockt auch die Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz aus ihren Forschungslaboren hervor, so möchten sie Interessierte in zwei Exkursionen im Mai an ihrem Wissen teilhaben lassen.

 
Lang
Junge Elster in der Stadtnatur
(c) Birgit Lang

Am 19. Mai begeben sich Birgit Lang und Jörg Müller auf Entdeckungsreise durch die Görlitzer Südstadt. Abseits der großen Straßen wollen sie den Blick für Natur in der Stadt öffnen, bei gutem Wetter darf man auch auf kleine Insekten und andere Krabbeltiere hoffen. Kinder sind ausdrücklich willkommen und die Mitnahme eines Fernglases wird empfohlen. Treffpunkt für die ca. 1,5-stündige Führung ist 17:00 Uhr am Bahnhof Südausgang.

DO 19. Mai 2016 | 17:00 Uhr (1,5 bis 2 Std.) | Exkursion
"Natur in der Stadt – Entdeckungsreise durch die Südstadt“
mit Dr. Birgit Lang und Jörg Müller

Treffpunkt: Bahnhof Südausgang

Dass der Lausitzer Granit eigentlich Granodiorit genannt wird, erfahren die Teilnehmer am 21. Mai bei einer Tagesexkursion in den Steinbruch Oberottendorf. Die Geologen Olaf Tietz, Erik Wenger und Steffen Leuchtmann berichten über die Entstehung und den Abbau des bekannten Gesteins aus der Region. Mit etwas Glück lassen sich auch einige Minerale wie Pyrit, Kalzit, Granat oder Quarz finden. Treffpunkt ist 10:00 Uhr auf dem Betriebsparkplatz am Eingang des Steinbruchs in Oberottendorf, voraussichtliches Ende ist gegen 15:00 Uhr. Bitte festes Schuhwerk und Hammer mitbringen.

tietz
Granit-Steinbruch in Oberottendorf (c) Olaf Tietz

SA 21. Mai 2016 | 10:00 – 15:00 Uhr | Exkursion
"Geologische Exkursion zum Granit-Steinbruch Oberottendorf bei Neustadt/Sa."
mit Dr. Olaf Tietz, Erik Wenger und Steffen Leuchtmann
Treffpunkt: Eingang Steinbruch/ Betriebsparkplatz.
Bitte festes Schuhwerk und Hammer mitbringen.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

 

 

Mit Wassernixe und Vulkandrachen auf Spurensuche in den Sommerferien

Flyer
Download

Görlitz, 02.05.2016. Kinder zwischen 9 und 12 Jahren können sich in der ersten und letzten Sommerferienwoche auf eine abenteuerliche Spurensuche in den „Bergen und Tälern der Oberlausitz“ begeben.

Mal mit dem Zug, mal mit eigenem Fahrrad, nimmt Petra Vaßmers, Museumspädagogin am Görlitzer Senckenberg Museum für Naturkunde, die Kinder mit auf eine Kumpeltour in den ehemaligen Tagebau Hagenwerder, ins Zittauer Gebirge nach Oybin oder ins Granitabbaumuseum nach Königshain. In der Erlichthofsiedlung Rietschen erfahren die kleinen Abenteurer etwas über das Leben des Wolfes und bei einer Schlauchboottour auf der Neiße begegnen sie vielleicht dem Biber oder Fischotter.

Die Oberlausitz ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit drei sehr verschiedenen geografischen Teilräumen. Den Norden prägt die Heide- und Teichlandschaft, in der „Mitte“ finden wir das Oberlausitzer Hügelland mit seinen zahlreichen Vulkankegeln und im Süden das Zittauer Gebirge, das übrigens zu den kleinsten Mittelgebirgen Deutschlands zählt. Jede dieser Landschaftseinheiten kann eine eigene, spannende Ent-stehungsgeschichte erzählen, denen die Kinder auf ihren Touren nachgehen.

Die Teilnahmekosten für eine ganze Woche betragen 66 € mit eigenem SuperSommerFerienTicket und 85 € ohne SuperSommerFerienTicket. Im Preis inbegriffen sind die Fahrtkosten, Eintritte und Mittagessen. Ermöglicht wird die KinderSommerferienAkademie durch die Unterstützung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz.

Programmflyer mit Anmeldeformular liegen im Naturkundemuseum aus. Bei Fragen wenden Sie sich an Petra Vaßmers, oder 03581-47605211.

Partner der Kindersommerferienakademie sind in diesem Jahr: Verein Bergbaulicher Zeitzeugen e.V., Touristinformation Oybin, Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz, Engemanns Schlauchboottouren Hirschfelde, Schlesisch Oberlausitzer Museumsverbund GmbH und der Förderkreis Naturkundemuseum Görlitz.

Achtung: Anmeldungen sind nur noch für den zweiten
Termin (Woche 1.-5. August 2016) möglich!

 

Armin: (R)Evolution auf Madagaskar – Lesung mit Bildern und Tönen im Humboldthaus

Goldener Bambuslemur
Lemuren, wie dieser Goldene Bambuslemur,
trifft man nur auf Madagaskar an. Ihr Lebens-
raum ist jedoch gefährdet. Foto: Seitz

Am 29. April ist Dr. Bernd-Jürgen Seitz zu Gast im Humboldthaus und stellt seinen erfolgreichen Wissenschaftsroman "Armin: (R)Evolution auf Madagaskar" vor.

Seitz, derzeit als Referatsleiter der Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Freiburg tätig, beschreibt die Geschichte des Biologen Armin Kiefer, der ein Naturschutzprojekt auf Madagaskar aufbaut. Die geplante Schaffung eines Schutzkorridors stößt jedoch auf Widerstand. Als dann auch noch Unruhen im Land ausbrechen, spitzt sich die Lage zu.

Gut recherchiert und in allgemeinverständlicher Sprache bezieht sich der Autor auf die aktuelle Lage im zweitgrößten Inselstaat der Welt. Madagaskar ist geprägt von vielen Tier- und Pflanzenarten, die nirgendwo sonst auf der Erde zu finden sind. Darunter zählen unter anderem die Lemuren. Jedoch ist diese einzigartige Pflanzen- und Tierwelt stark bedroht. Aufgrund von Bevölkerungswachstum, Rinderhaltung und Holznutzung wurden bereits drei Fünftel des tropischen Regenwaldes in Savanne verwandelt. Vom ursprünglichen Regenwald, der zu 90 Prozent die Insel bewaldete, sind nur noch etwa zehn Prozent erhalten. Weil damit ihr Lebensraum zerstört wird, befinden sich viele Tierarten am Rande der Ausrottung.

Der Vortrag veranschaulicht diese einzigartige Lebenswelt und setzt sich auch mit den sozialen, kulturellen und politischen Aspekten des Landes auseinander. Ergänzt wird die Lesung durch Bild und Ton. Beginn ist 19:30 Uhr, der Eintritt kostet 2 Euro.

Freitag 29. April 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
"Armin: (R)Evolution auf Madagaskar"
Lesung und Vortrag mit Bildern und Tönen von Dr. Bernd-Jürgen Seitz, Kenzingen

Wenn die Vögel schlafen gehen – eine vogelkundliche Abendführung auf dem Friedhof

Zu einem Friedhofsspaziergang laden am 27. April die Görlitzer Friedhofsverwaltung und das Senckenberg Museum ein. Die Friedhöfe stellen mit ihrem alten Baumbestand und den naturnahen Grünflächen einen wichtigen Lebensraum für Wildtiere in der Stadt dar. Insbesondere Vögel finden zahlreiche Brutplätze und Nahrung in der abwechslungsreichen Anlage. Das Augen- bzw. Ohrenmerk der Führung wird auf dem Gesang der Vögel liegen, deren Stimmen von den beiden Museumsmitarbeitern Jörg Müller und Christian Düker ihren Sängern zugeordnet werden. Falls aktiv, werden auch die Rufe von Fledermäusen mit Hilfe eines Frequenzumwandlers hörbar gemacht.

Treffpunkt ist um 19:00 Uhr an der Friedhofstraße, Eingang Alter/Neuer Friedhof. Die Teilnahme ist kostenlos; wie immer wird um Spenden gebeten. Die Mitnahme eines Fernglases wird empfohlen.

Mittwoch 27. April 2016 | 19:00 Uhr | Exkursion | Städtischer Friedhof Görlitz
"Wenn Vögel schlafen gehen - eine vogelkundliche Abendführung auf dem Friedhof"
mit Dr. Christian Düker und Jörg Müller, SMNG
Treffpunkt: Eingang Friedhofsstraße

Kinderakademie widmet sich den Pilzen

Logo Kinderakademie

Ist ja klar, Pilze sind nicht grün und sie bewegen sich nicht fort, aber was sind sie nun eigentlich? Wir kennen Champignon, Fliegenpilz, Backhefe und Schimmel, aber gibt es da nicht noch mehr? Warum ist ausgerechnet ein Pilz das größte Lebewesen der Erde?
Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, die mehr über das spannende Reich der Pilze erfahren wollen, können dies nach Anmeldung im Rahmen der Kinderakademie tun. Hier berichtet der Biologe Steffen Bien am Freitag, dem 22. April, 16:00 Uhr im Humboldhaus über die fantastische Welt der Pilze. Noch sind freie Plätze vorhanden.

Die beiden weiteren Vorträge in diesem Semester befassen sich übrigens mit Verkehrsunfällen und der Spielprogrammierung auf Smartphones. Weitere Informationen unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605220. 

Freitag 22. April 2016 | 16.00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie
„Weder Pflanze noch Tier – die fantastische Welt der Pilze“
Vortragssaal des Görlitzer Humboldthauses, Platz des 17. Juni 2
Die Teilnahme ist kostenlos.

Frühstück mit Yaks – Mongoleivortrag im Humboldthaus

Jurte Mongolei
Viele Menschen leben in der Mongolei noch tra-
ditionell als Nomaden in der Jurte. Auf technische
Errungenschaften brauchen sie dabei nicht mehr
zu verzichten. Foto: H. Ansorge

Zu Zeiten Dschingis Khans einst das größte Reich der Geschichte, ist die Mongolei heute der zweitgrößte Binnenstaat der Welt und grenzt direkt an Russland und China. Die Mongolen betreiben hauptsächlich nomadische Viehwirtschaft, denn Bodenbeschaffenheit und Klima eignen sich kaum zum Ackerbau. In diesen weiten Steppen führt der Görlitzer Zoologe Prof. Dr. Hermann Ansorge seit 30 Jahren Forschungsexpeditionen durch. In einfachen Forschungscamps (Jurten) lebend, erforscht er  die Wildtiere – hier insbesondere Wildesel und Kleinsäuger. Mit von der Partie sind zumeist mongolische Studierende, die von den Görlitzer Wissenschaftlern im Feld in Forschungsmethoden ausgebildet werden. Mittlerweile studieren auch einige seiner Studenten in Görlitz.

Von seinen abenteuerlichen Erlebnissen sowie Land und Leuten berichtet er am Freitag, den 15. April 2016, 19:30 Uhr, im Vortragssaal im Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2. Der Eintritt kostet 2 €.

 08. April 2016

Senckenberg am Nachmittag: die Kanarischen Inseln aus Sicht einer Botanikerin

Kanarenpalme vor dem Teide
Die Kanarische Dattelpalme kam ursprünglich
nur auf den Kanarischen Inseln vor. Im Hinter-
grund erhebt sich der höchste Berg Spaniens,
der Vulkan Teide auf der Insel Teneriffa.
Foto: H. Jechorek 

Die Görlitzer Biologin Henriette Jechorek hat die drei westlichen Kanarischen Inseln La Gomera, La Palma und Teneriffa besucht. Für eine Botanikerin sind die Inseln des immerwährenden Frühlings ein ganz besonderes Reiseziel, denn die Vulkaninseln unterscheiden sich in ihrer Vegetation zum Teil erheblich.In der Reihe "Senckenberg am Nachmittag" lädt sie ihre Zuhörer zu einer Reise in nebelverhangene Lorbeerwälder und Palmenhaine, zu schwarzen Stränden sowie in Städte im Kolonialbaustil am Rande Europas ein.

Donnerstag  14. April, 15:00 Uhr, Seminarraum des Naturkundemuseums (Marienplatz) La Gomera – La Palma – Teneriffa: eine Kanarenrundreise nicht nur aus botanischer Sicht Reisevortrag von Dipl.-Biol. Henriette Jechorek, SMNG Der Eintritt kostet 3 € und beinhaltet den Museumseintritt.

 08. April 2016
 

1.-April-Vorlesung im Humboldtsaal

Für alle, die meinen, zurzeit gäbe es nicht sehr viel Anlass zu lachen, empfiehlt das Senckenberg Museum die Teilnahme an der 1.-April-Vorlesung. Traditionell steht diese Veranstaltung ganz im Zeichen des feinen Humors. Auf hohem Niveau berichten Görlitzer Persönlichkeiten von Unerhörtem und nicht ganz Ernstzunehmendem aus der Wissenschaft. In diesem Jahr spricht Prof. Dr. Robert Heimann über "Prophezeiungen und Voraussagen", Wieland Menzel eröffnet neueste Forschungsergebnisse zur Stadtgründung von Görlitz und der hiesige Sternwarten-Chef Lutz Pannier hüllt sich ob der Brisanz seines Vortrages noch in Schweigen. Man darf gespannt sein!
 
FR 1. April 2016 | 19:30 Uhr | 1.-April-Vorlesung | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
"Wussten Sie schon? – Unerhörtes und nicht ganz Ernstzunehmendes aus der Wissenschaft, vorgetragen von Görlitzer Persönlichkeiten"
Der Eintritt kostet 2 €.

Dirk Steffens mit Naturfilmpreis geehrt

Filmpreis 2016
Rolf Berndt (li.) und Thomas Neumann (re.)
vom Förderkreis des Naturkundemuseums
Görlitz verleihen Dirk Steffens den Meridian
Naturfilmpreis im Görlitzer Humboldthaus.
Foto: J. Gitschmann

Görlitz, 21. März 2016. Am vergangenen Samstag wurde im sächsischen Görlitz dem Naturfilmer und Fernseh-Journalisten Dirk Steffens der mit 2.500 Euro dotierte Meridian Naturfilmpreis verliehen. Der Preis wird vom Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz alle zwei Jahre ausgelobt und wurde von einer Jury aus Naturfilmexperten, darunter Monika Seiffert und Christina Herßebroick vom MDR, der Biologe und Naturfilmer Felix Heidinger sowie der Tierbuchautor Dr. Friedrich Naglschmid, bereits zum achten Mal vergeben. Einige der ehemaligen Preisträger wie Karlheinz Baumann, Ernst Arendt, Hans Schweiger und Hans Fricke waren an dem Abend im Görlitzer Humboldthaus ebenfalls anwesend.

Steffens stellte die besondere Bedeutung dieses Preises heraus, der ihn dazu ermutigte weiter zu machen. Darüber hinaus sei die Verleihung solcher Preise wichtig für die Wahrnehmung bei den Fernsehanstalten. Denn diese entscheiden, was sie dem Publikum zu den besten Sendezeiten anbieten und es besteht ein tägliches Ringen zwischen Gameshows, Krimis und eben solchen Wissenssendungen. Christoph Heinrich von der Umweltstiftung WWF, der in seiner Laudatio Steffens als den „Humboldt“ von heute bezeichnete, bemängelte den spürbar geringen Wissensstand, den vor allem Kinder, aber auch deren Eltern und Lehrer mittlerweile aufweisen, wenn es um die heimische Natur geht. „Es ist erschreckend, wie viele Kinder keine Eiche und keine Amsel erkennen können“, so Heinrich. Steffens stelle die Natur- und Umweltphänomene in einer für alle Generationen ansprechenden Art und Weise dar.

Der Meridian Naturfilmpreis ist einer der vier bedeutenden Naturfilmpreise in Deutschland. Sein Alleinstellungsmerkmal ist, dass er als einziges das Gesamtwerk eines Naturfilmers ehre. Mehr unter: www.goerlitzer-meridian.de

Am 22. März dreht sich alles ums Wasser

Stadtwerke Görlitz, 17. März 2016. Am Internationalen Tag des Wassers öffnen in diesem Jahr Wasserwerk, Vierradenmühle und das Görlitzer Neiße-Bad ihre Türen. Interessierte sind herzlich eingeladen, ihr Wissen während spannender Führungen zu erweitern.
              
Wie kommt das Wasser eigentlich in den Wasserhahn? Wie funktioniert eine Wasserkraftanlage? Wie oft wird denn das Wasser von den Becken des Neiße-Bads erneuert? Kennen Sie die Antwort auf diese Fragen? Wer sich nicht sicher ist, bekommt die Möglichkeit, seine Wissenslücke zu schließen.

„Am 22. März, dem Tag des Wassers, wollen wir das Wasser wieder in den Fokus rücken“ so Sascha Caron, Teamleiter Marketing/Kommunikation bei der SWG AG. In diesem Jahr soll vor allem die Vielfältigkeit von H2O hervorgehoben werden: Wasser als Lebenselixier, als Energiequelle und als Freizeitbegleiter. „Deshalb laden wir alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen“ so Caron. Die Stadtwerke haben zusammen mit weiteren Partnern ein buntes Programm auf die Füße gestellt.

So werden im Wasserwerk Weinhübel nicht nur die klassische Führung, sondern dieses Jahr auch spannende Experimente vom Senckenberg Museum für Naturkunde angeboten (nur vormittags): Hobbyforscher bekommen die Möglichkeit, eine Wasserprobe in der unter Naturschutz stehenden Wasserfassung zu nehmen und anschließend mit dem Mikroskop zu analysieren. Eine spannende Angelegenheit für Groß und Klein. Zudem beteiligt sich wie schon in den vergangenen Jahren der Landschaftspflegeverband „Oberlausitz“ e.V. Der Verband wird die Besucher zu den Themen Wasser, Hochwasserschutz und Gewässer informieren.

„Darüber hinaus werden erstmalig auch Führungen im Neiße-Bad und in der Vierradenmühle stattfinden“ ergänzt Caron. In der Vierradenmühle erfahren Besucher Interessantes rund um die Wasserkraftanlage. Da der Turbinenraum nur kleine Gruppen zulässt, bekommen die Besucher während der Wartezeit einen kleinen Willkommensgruß von der Familie Cerobski, die das Restaurant im Gebäude betreibt. Auch der Blick auf die Wasseraufbereitungsanlage des Neiße-Bads ist ein exklusives Angebot vom diesjährigen Tag des Wassers. „Fast jeder war schon einmal im Schwimmbad, aber nur die Wenigsten wissen, wie das Wasser für die Schwimmbecken aufbereitet und gereinigt wird“ so Caron. „Wir freuen uns, dass Robert Kubitz, Leiter des Neißebades und sein Team sich bereit erklärt haben, ihre tägliche Arbeit vorzustellen“.

Ob Wasserwerker, Forscher, Energieerzeuger oder Bademeister, in diesem Jahr bekommen die Besucher mit diesem Angebot auch einen Einblick in unterschiedliche Berufsbilder, die sich mit dem Thema Wasser beschäftigen. Der Weltwassertag findet nämlich jährlich unter einem anderen Motto statt. Dieses Jahr lautet es „Wasser und Arbeitsplätze“. „Wir freuen uns sehr auf einen ereignisreichen und spannenden Tag und darauf, bei den Besuchern das Bewusstsein für diese kostbare Ressource – Wasser – zu stärken“, bringt Caron zum Ausdruck.

Besichtigungstermine am Tag des Wassers:
Wasserwerk Görlitz-Weinhübel: Am Wasserwerk 7a, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr
Neiße-Bad Görlitz: Pomologische Gartenstraße 20, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr
Vierradenmühle Görlitz: Hotherstraße 20-21, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr

Neue Sonderausstellung zeigt Lieblingsfotos aus der Natur

NaturBlick

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Görlitzer Senckenberg-Institut sind leidenschaftliche Fotografen. Berufsbedingt stehen bei vielen von ihnen Naturmotive im Mittelpunkt. Daher entstand die Idee, im Rahmen eines Fotowettbewerbs die Museumsleute zu bitten, ihre Lieblingsmotive einzusenden. Aus mehr als fünfhundert Vorschlägen wählte eine Jury vierzig Fotografien aus. Die Motive reichen vom Görlitzer Eichhörnchen bis zu südamerikanischen Papageien. Aber auch stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen und „große“ Bilder von kleinen Tieren umfasst die Palette des Naturblicks der Senckenbergerinnen und Senckenberger.

Die Ausstellung präsentiert Naturaufnahmen aus allen Jahreszeiten. Bei vielen Fotos erfährt der Besucher Wissenswertes über die abgebildeten Tiere oder Landschaften. Manchmal wird auch die ein oder andere Geschichte über die Entstehung eines Bildes beschrieben oder welche Hürden manch Fotograf überwinden musste, um ein bestimmtes Motiv einzufangen.

Die Ausstellung „NaturBlick – mit Senckenbergern durchs Objektiv geschaut“ eröffnet am 18. März 2016, 18:00 Uhr im Naturkundemuseum am Marienplatz und ist bis zum 31. August 2016 zu sehen.

 

Alte Obsstorten erhalten - Junge Menschen fördernVortrag am 10. März im Naturkundemuseum

Schlitt
Am 10. März berichtet Dr. Michael Schlitt
im Naturkundemuseum Görlitz über den
Erhalt alter Obstsorten in der Oberlausitz.
Foto: M. Schlitt

In Ostritz-Leuba wird seit 10 Jahren von Bettina und Dr. Michael Schlitt ein Obstsortengarten der Oberlausitz aufgebaut. Mehr als 200 alte Obstsorten werden dort auf einer 2,5 ha großen Streu-obstwiese erhalten. Darunter sind insbesondere Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Kirschsorten, die schon vor mehr als 150 Jahren in unserer Region angebaut wurden. Geerntet wird das Obst von Jugendlichen, die daraus Obstsäfte herstellen und verkaufen.

In einem Vortrag am 10. März 2016 berichtet Dr. Michael Schlitt (Görlitz) über den Obstsortengarten und die alten Obstsorten der Region sowie über die Arbeit der Jugendlichen. Die Veranstaltung findet 15:00 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums statt und ist im Museumseintritt inbegriffen.

www.oberlausitz-stiftung.de

DO 10.3.2016 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum/Museum
„Alte Obstsorten erhalten – junge Menschen fördern“
Vortrag von Dr. Michael Schlitt, Görlitz
Ein Projekt der Oberlausitz-Stiftung


Nature Scout am Görlitzer Naturkundemuseum werden!

Nature Scouts
Dr. Christiane Ritz mit den Nature Scouts
bei der Pilzbestimmung im Teichgebiet
Niederspree. Foto: Markus Ritz

Biberspuren entdecken, Wassertierchen in der Neiße keschern, die Früchte des Waldes kennenlernen und probieren sowie einmal hinter die Kulissen des Naturkundemuseums blicken – das können Kinder ab der 5. Klasse jeden Mittwoch von 15:30 bis17:00 Uhr bei den Nature Scouts.

„Wir wollen Kinder verstärkt an naturkundliche Phänomene heranführen und dies mit Spaß und Gemeinschaftsgefühl koppeln“ sagt Dr. Christiane Ritz, Botanikerin am Naturkundemuseum und Betreuerin der Nature Scouts. Gemeinsam mit zwei Kollegen vom Senckenberg Museum geht sie mit den Kindern auf Entdeckungstouren in und um Görlitz und erkundet die heimische Natur. „Leider verlieren Kinder zunehmend den Kontakt zu ihrer natürlichen Umwelt. Selbst häufige Tiere und Pflanzen sind vielen Kindern nicht mehr bekannt. Und das wollen wir ändern!“ sagt die Mutter von drei Kindern zuversichtlich.

Welche  Vögel leben am Berzdorfer See? Wozu sind eigentlich die schleimigen Schnecken gut? Wie sieht eine Wolfsspur aus? Diesen und weiteren Fragen gehen die Nature Scouts nach. Auch Mikroskopieren und Experimentieren steht auf dem Plan, ebenso kleine Naturschutzprojekte wie Müllsammeln oder Nistkästen aufhängen und kontrollieren.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bis 31. März und Rückfragen bitte an: Dr. Christiane Ritz, Tel. 03581/47605330,

Mehr unter: www.senckenberg.de/naturescouts

 

Reisevortrag zum Böhmerwald

Böhmerwald
Der in seiner Natur weitestgehend unberührte
Böhmerwald ist einer der schönsten mittel-
europäischen Nationalparks.
Foto: Gunnar Strunz

Zu den bezauberndsten Mittelgebirgslandschaften Europas zählt der Böhmerwald, der mit dem Bayerischen Wald das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas darstellt. Der größte Teil des Böhmerwalds war als Grenzzone am Eisernen Vorhang bis 1990 unzugänglich, was auch das völlige Verschwinden zahlloser Dörfer bewirkte. Dabei konnte sich aber eine unberührte Natur erhalten, undurchdringliche Wälder und Moore blieben bestehen, was den seit alters sagenumwobenen Böhmerwald immer noch viele Geheimnisse bewahren lässt.

Für Wanderer und Naturfreunde bietet der Böhmerwald einzigartige Begegnungen. Einsame, bisweilen schier undurchdringliche Wälder, weitflächige Hochebenen, verwunschene Seen, maleri-sche Felsformationen und geheimnisvoll dahindämmernde, unergründliche Moore sind in ihrer Fülle und Vielfalt nirgends anderswo in Mitteleuropa zu finden. Kein Wunder, dass hier einer der schönsten europäischen Nationalparks existiert.

Trotz aller Unberührtheit gibt es eine hervorragende Infrastruktur mit vorzüglichen Wander-, Radfahr-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Das Waldgebirge um die obere Moldau ist von landschaftlich einzigartiger Schönheit – es war durch die jahrzehntelange Unbesuchbarkeit eine Sehnsuchtslandschaft geworden, die erst nach und nach wieder ins Bewusstsein insbesondere deutscher Naturliebhaber zurückfindet.

Über den Böhmerwald berichtet der Buchautor, Reiseleiter und Geologe Dr. Gunnar Strunz am Freitag, 4. März 2016, 19:30 Uhr im Humboldthaus in einem bildreichen Natur- und Reisevortrag. Der Eintritt kostet 2 Euro.

 

Vorträge, Exkursionen und Sonderausstellungen - Veranstaltungen des Naturkundemuseums Görlitz

Programmheft März bis August 2016
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Görlitz, 22.02.2016. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz bietet für das Frühjahr wieder ein buntes Programm an Vorträgen, Exkursionen und Sonderausstellungen an. Wer „Senckenbergs verborgene Schätze“ noch nicht gesehen hat, kann noch bis zum 15. Mai die gleichnamige Sonderausstellung   bestaunen. Den ganzen Sommer über können Besucher mit „Senckenbergern durchs Objektiv“ schauen und Naturfotografien der Museumsmitarbeiter im kleinen Ausstellungsraum betrachten. Im Juni wird dann die neue Bodenausstellung des Museums eröffnet, die bereits in Brüssel zu sehen war.

Das Museum lädt auch wieder zu Reisen in ferne Länder ein, mit Vorträgen über die Kanareninseln, die Mongolei oder Madagaskar. Aber auch die heimische Natur kommt nicht zu kurz, wobei die Besucher etwas über den Lausche-Vulkan, alte Obstsorten oder Spinnentiere und Insekten im Tagebau Nochten erfahren können. Wer lieber an der frischen Luft ist, kann unter den zahlreichen Exkursionen wählen, die die Museumsmitarbeiter anbieten, etwa die traditionelle zoologische Frühlingsexkursion zu den singenden Kröten, aber auch zum Granit-Steinbruch Oberottendorf oder durch die Görlitzer Südstadt.

Höhepunkte sind die Verleihung des Meridian Naturfilmpreises an Dirk Steffens am 19. März 2016 sowie die 1.-April-Vorlesung mit Unerhörtem und nicht ganz Ernstzunehmendem aus der Wissenschaft, vorgetragen von Görlitzer Persönlichkeiten.

Das neue Programmheft liegt im Naturkundemuseum aus oder kann auf der Homepage heruntergeladen werden.

 

Die fantastische Welt des Planktons - Vortrag im Humboldthaus

Plankton, das ist alles, was im Wasser schwebt und passiv mit den Wasserströmungen bewegt wird. Vertreter fast aller Pflanzen- und Tiergruppen sind hier vertreten, von Organismen unter einem 1000stel Millimeter bis zu einem Meter Durchmesser. Die meisten leben in den oberen Wasserschichten, in Seen und Teichen, in Pfützen und Flüssen, besonders vielfältig aber im Meer. Diese bizarre Welt lässt sich meist nur am Mikroskop sichtbar machen.

Larink
Plakton unter dem Mikropskop (c) Otto Larink

Der Biologe und Planktonspezialist Prof. Dr. Otto Larink aus Braunschweig präsentiert in einem Abendvortrag anhand von hervorragenden Fotos und Filmsequenzen die Wunderwelt des Planktons. Einige seiner Fotografien und eine Videoinstallation zum Thema Plankton sind außerdem in der Sonderausstellung „Schweben.Leben - Belebte Wassertropfen“ bis zum 6. März im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen.

FR 26. Februar 2016 | 19:30 Uhr | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
"Leben und Schweben – Wunderwelt des Planktons"
Vortrag von Prof. Dr. Otto Larink, Braunschweig
Der Eintritt kostet 2 €.

Neues Wolfs-Beratungszentrum des Bundes soll Landesbehörden unterstützen

Nr. 027/16 | Berlin, 10.02.2016 Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Bundesamt für Naturschutz

Der Wolf
Foto: Robert Binas

Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland stellt Bundes- und Landesbehörden vor Aufgaben, die einer bundesweiten Koordination bedürfen. Dies soll ein neues Dokumentations- und Beratungszentrum des Bundes leisten, das die zuständigen Landesbehörden bei offenen Fragen rund um den Wolf berät und bundesweit Daten zur Ausbreitung des Wolfes sammelt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz Beate Jessel sicherten sich für den Aufbau des neuen Wolf-Zentrums die Unterstützung der renommiertesten Experten des Landes.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Deutschland ist wieder ein Wolfsland. Das ist ein großer Erfolg für uns Naturschützer. Aber es ist auch eine große Herausforderung, weil das Nebeneinander von Mensch und Wolf vielerorts erst wieder neu erlernt werden muss. Unser neues Wolfs-Beratungszentrum soll die Länder bei neu auftauchenden Fragen rund um den Wolf unterstützen. Wir stellen den Ländern damit Deutschlands beste Wolfs-Experten schnell und unbürokratisch zur Verfügung. Denn der Wolf kennt keine Ländergrenzen. Und die Erfahrung zeigt: Je mehr man über den Wolf weiß, desto weniger Probleme gibt es."

BfN-Präsidentin Beate Jessel: "Die Zunahme und Ausbreitung des Wolfes in Deutschland hat bei den Naturschutzbehörden zu einer erhöhten Nachfrage nach bundesweit aufgearbeiteten aktuellen Informationen zum Wolf geführt. Der Beratungsbedarf ist besonders zu den konfliktträchtigen Aspekten des Wolfsmanagement gewachsen. Wandernde Jungwölfe können sehr schnell von einem Bundesland in ein anderes wechseln und viele Rudelterritorien sind bereits jetzt länderübergreifend. Eine bundesweit einheitliche fachliche Unterstützung beim Umgang mit dieser großräumig agierenden Tierart ist daher sinnvoll."

Mit der neuen "Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf" kommt die Bundesregierung einer Bitte der Länder nach. Sie soll in erster Linie die Naturschutzbehörden von Bund und Ländern fachlich unterstützen.

Konkret soll die neue Stelle dafür sorgen, dass die Behörden kontinuierlich und aktuell mit bundesweiten Informationen zum Wolf versorgt werden. Außerdem soll sie bei schwierigen Fällen helfen und zur Koordination und Konfliktlösung beitragen. Sie liefert bei Bedarf wissenschaftliche Beratung zu bestimmten Fällen des Wolfsmanagements.

Getragen wird das Beratungszentrum von einem Konsortium aus mehreren wissenschaftlichen Institutionen: Unter der Führung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) arbeiten darin das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG), das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) und das Senckenberg Forschungsinstitut, Standort Gelnhausen.

"Alle Einrichtungen verfügen über langjährige wissenschaftliche und praktische Erfahrung in der Arbeit mit den Wölfen in Deutschland. Hier bauen international ausgewiesene Experten eine wissenschaftsbasierte und anwendungsorientierte Dokumentations- und Beratungsstelle auf", sagt der Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft, Prof. Mosbrugger.

Die Bundesbehörden haben die Rückkehr des Wolfes von Anfang an auf fachlicher Ebene begleitet, indem wissenschaftliche Projekte initiiert und gefördert wurden. Auf der Grundlage eines Fachkonzeptes des Bundesamtes für Naturschutz haben inzwischen fast alle Flächenländer in Deutschland Wolfsmanagementpläne erstellt, die Konflikte im Nebeneinander von Wolf und Mensch vermeiden und verringern sollen. Mit diesem Ziel hat das Bundesumweltministerium zudem die bundesweit tätigen, interessierten Verbände zu einem regelmäßig stattfindenden Runden Tisch eingeladen.

Es gibt inzwischen wieder 31 Wolfsrudel in Deutschland. Der Bestand nimmt zu, allerdings gilt der Wolf nach wie vor als vom Aussterben bedroht.

Weiterführende Informationen:

Infografik zur Wolfsverteilung

Hintergrundinfo "Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland"

 

Auf einen Tierparkbesuch ins Humboldthaus

Murmeltiere
Murmeltiere - derzeit halten sie noch Winter-
schlaf. Im Frühling bevölkern sie wieder die
große Tierparkwiese. (c) Engelmann

 Der Görlitzer Biologe Dr. Hans-Dieter Engelmann ist ein begeisterter Fotograf. „Naturgemäß“ stehen bei ihm Tiere im Fokus. Eigentlich ist der ehemalige Vizedirektor des Görlitzer Naturkundemuseums auf ganz kleine Bodentiere spezialisiert, denn er erforschte und fotografierte viele Jahre lang Milben und auch Wanzen am Museum. Aber schon lange hat er seine Liebe zu den größeren Tieren im Görlitzer Naturschutz-Tierpark entdeckt, wo er auch regelmäßig Fotokurse anbietet.

Eine Auswahl seiner Lieblingsfotos aus dem schönsten kleinen Zoo Sachsens zeigt Herr Engelmann am 19. Februar um 19:30 Uhr im Humboldthaus am Platz des 17. Juni 2. Der Eintritt kostet 2 €.

 

Freitag, 19. Februar 19:30 | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Auf Fotosafari im Görlitzer Tierpark
Bilderschau von Dr. Hans-Dieter Engelmann, Görlitz
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Naturschutz-Tierpark Görlitz

 

 

Uwe Tellkamp im Görlitzer Naturkundemuseum

Uwe Tellkamp
Uwe Tellkamp (2.v.l.) wurde von Museumsdirektor
Willi Xylander (re.) durch die Ausstellungen des
Naturkundemuseums geführt. Foto: L. Träger

Görlitz, 1.2.2016. Der Schriftsteller Uwe Tellkamp besuchte am Montag das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. In Begleitung seiner Frau und des Museumsleiters der Görlitzer Sammlungen, Dr. Jasper von Richthofen, wurde er von Museumsdirektor Prof. Dr. Willi Xylander durch die Ausstellungen geführt. Der "Der Turm"-Autor, dessen Werk unter anderem auch in Görlitz verfilmt wurde, stellte sich als versierter Naturkenner heraus.
Tellkamp war auf Einladung des Kulturhistorischen Museums in Görlitz zu Besuch, und beteiligte sich an einer Ausstellungsfinisage mit Lesung. 

 

 

Dirk Steffens wird mit Görlitzer Filmpreis ausgezeichnet

Dirk Steffens
Dirk Steffens nimmt am 19. März 2016 in
Görlitz den Meridian-Naturfilmpreis entgegen.
(c) privat

Der bekannte Fernsehjournalist Dirk Steffens erhält am 19. März den „Görlitzer Meridian Naturfilmpreis" des Förderkreises des Naturkundemuseums Görlitz für sein bisheriges filmisches Werk. Die Preisverleihung findet um 19:00 Uhr im Humboldthaus des Senckenberg Museums Görlitz statt. Bereits ab 14:00 Uhr erfolgt am selben Ort eine Werkschau, voraussichtlich ebenfalls in Anwesenheit des Preisträgers. Karten für beide Veranstaltungen gibt es ab dem 23. Februar an der Kasse des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz.

Steffens gehört zu den vielseitigsten und bekanntesten Moderatoren von Naturreportagen. Schon seit 1995 ist der 48-Jährige ein bekanntes Gesicht im deutschen Fernsehen. Mittlerweile ist sein Name für viele Fernsehzuschauer untrennbar mit der ZDF-Reihe „Terra X - Faszination Erde“ verbunden, für die er bereits mehrfach um die Welt reiste. Der Niedersachse ist auch als Autor, Regisseur und Produzent von Natur- und Reisedokumentationen sowie als Schriftsteller tätig. Internationale Anerkennung findet sein Umweltengagement z.B. für den WWF und die Jane-Goodall-Stiftung. Dirk Steffens erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2011 die Goldene Kamera.

Der Görlitzer Meridian Naturfilmpreis wird in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben. Preisträger waren unter anderen Ranga Yogeshwar und Heinz Sielmann.

Weitere Informationen: www.goerlitzer-meridian.de

 

WINTERFERIEN: NachmittagsPROGRAMM für Kinder

Haselmaus
Wie die kleine Haselmaus und andere Tiere
bei uns Winterschlaf halten erfahren Kinder
in den Winterferien im Naturkundemuseum.
Foto: Senckenberg

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt in den Winterferien Kinder ab 5 Jahren zu einem abwechslungsreichen Nachmittagsprogramm ein. An den beiden Dienstagen werden die kleinen Besucher in die Überwinterungsgeheimnisse von Igel, Eichhörnchen, Reh & Co. eingeweiht. Mittwochs kann man bei einer gemütlichen Vorlesestunde Geschichten über den Wolf Tschorno oder den Storch Nador lauschen. An den Donnerstagen führt die Museumspädagogin durch die neue Ausstellung „Senckenbergs verborgene Schätze“ und taucht ein in die spannenden Geschichten von Seegurke, Pinguin und Koboldmaki. Die Nachmittage beginnen jeweils um 15:00 Uhr und dauern ca. 1 Stunde.

Auch Horte und Kinderhäuser können unter drei Gruppenangeboten wählen. Bei einer Führung durch die Sonderausstellung „Schweben.Leben“ lernen die Kinder winzig kleine Lebewesen wie das Pantoffeltierchen kennen und legen selbst Hand ans Mikroskop. Sie können die Tiere der Oberlausitz kennenlernen und erfahren wie sie überwintern. Ein drittes Thema widmet sich der Sonderausstellung „Senckenbergs verborgene Schätze“, bei der die kleinen Besucher spannende Geschichten von kuriosen und nicht alltäglichen Ausstellungsgegenständen hören und auch etwas über das Sammeln in Museen erfahren.

Das Museum bittet Eltern und Erzieherinnen sich unter Tel. 03581-47605220 oder  anzumelden. Der Eintritt zu jeder Veranstaltung kostet pro Kind 2,50 €.

Längere Öffnungszeiten in den Winterferien! In den Winterferien ist das Naturkundemuseum
Montag bis Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet!

Termine:

Dienstag, 09.02.2016 und 16.02.2016 um 15.00 Uhr
»Bitte nicht aufwecken!«
Für viele Tiere ist der Winter eine besondere Herausforderung. Es ist kalt, das Futter ist rar und Teiche und Bäche sind zugefroren. Da muss Vier- oder Zweibeiner sich schon etwas einfallen lassen, um in dieser Jahreszeit gut zu überleben. In einem Rund¬gang durch die Ausstellung »Tiere und Pflanzen der Oberlausitz« wollen wir einige Tiere betrachten. Fischotter, Wolf, Dachs, Igel, Haselmaus, Eichhörnchen und Reh verraten uns ihre Über-winterungsgeheimnisse.
Dauer: ca. 1 Stunde, für Kinder ab 6 Jahren, Kosten: 2,50 € pro Kind

Mittwoch, 10.02.2016 um 15.00 Uhr
Geschichten für Groß und Klein: »Tschono – ein Tag im Leben eines Wolfes«
Vorlesestunde in den Ausstellungen
Dauer: ca. 45 Minuten, für Kinder ab 5 Jahren, Kosten: 2,50 € pro Kind

Mittwoch, 17.02.2016 um 15.00 Uhr
Geschichten für Groß und Klein: »Nador – ein Tag im Leben eines Storches«
Vorlesestunde in den Ausstellungen
Dauer: ca. 45 Minuten, für Kinder ab 5 Jahren, Kosten: 2,50 € pro Kind

Donnerstag, 11.02.2016 und 18.02.2016 um 15.00 Uhr
»Seegurke, Pinguin und Koboldmaki an Deck«
In der Sonderausstellung »Senckenbergs verborgene Schätze« werden ganz besondere Präparate ausgestellt. Im Normalfall werden sie den Besuchern nicht in den Ausstellungen gezeigt. Das liegt einfach daran, dass Museumsmitarbeiter in Mineralien eingewachsene »Schuhe« oder komisch geformte Gänseschädel nur selten in einer Ausstellung zeigen. Einmal schlägt aber auch die Stunde der »besonderen Schätze« im Museum. Das Span-nende daran ist, dass wir über diese Präparate ganz tolle Geschichten erzählen können.
Dauer: ca. 1 Stunde, für Kinder ab 6 Jahren , Kosten: 2,50 € pro Kind

Flyer Winterferienprogramm 2016

 

Görlitzer Kinderakademie startet ins neue Semester

23. Semester Kinderakademie
Aktuelles Veranstaltungsprogramm der
Kinderakademie

Am 29. Januar beginnt wieder die Görlitzer Kinderakademie für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Einmal im Monat berichten Experten aus ganz Deutschland von ihren Forschungen und beantworten spannende Fragen aus der Wissenschaft.

Den Auftakt macht Victoria Grala aus Görlitz mit einem Bericht über ihre Forschungsexpedition zu den Azoren. Die 14-Jährige ist somit die jüngste Vortragende, die es bisher in der Kinderakademie gab.

Ist die Landeskrone wirklich ein Vulkan und was sind eigentlich Pilze? Wie verhalte ich mich bei einem Verkehrsunfall und wie programmiere ein Spiel? Kann ich Mädchen und Jungen gleichzeitig als Freunde haben? Die 45-minütigen Vorlesungen zu diesen und weiteren Themen finden entweder im Humboldthaus des Senckenberg Museums oder im großen Hörsaal der Hochschule in der Furtstraße statt.

Die Teilnahme an den Vorlesungen ist kostenlos und erfolgt am besten über eine Anmeldung unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605210. Wie an einer richtigen Hochschule bekommen die Kinder einen Studentenausweis und am Ende der Vorlesungsreihe ein Diplom. Für polnische Kinder werden die Vorlesungen simultan übersetzt. Eltern sind übrigens nicht zugelassen!

Weitere Infos unter: www.hszg.de/kinder

FR 29. Januar 2016 | 16:00 Uhr | Humboldthaus
"Delfine, Wale und Vulkane – meine Forschungsexpedition zu den Azoren"
Vorlesung von Victoria Grala, Görlitz 

 

Vom radioaktiven Schlammbecken der Wismut zum Vogelparadies in Sachsen - Filmvorführung und Lesung

 Rohrdommel
Die Rohrdommel lebt versteckt im Schilf und
brütet auch an Dänkritz. In der Natur ist der
Reiher eher zu hören als zu sehen. Dieses
Exemplar steht im Görlitzer Naturkundemuseum.
Foto: Senckenberg

Der Begriff „Wismut“ steht für Viele in Sachsen für intensiven Bergbau mit teils verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Das sich aber aus schwer gestörten Orten über Jahrzehnte wieder großartige Naturgebiete entwickeln können, war bis vor wenigen Jahren angesichts der Schadstoffeinträge nahezu undenkbar.

In seinem Film „Thronfolgen der Natur“ zeigt der sächsische Tierfilmer Andreas Winkler am Beispiel des Schlammabsatzteiches einer Uranerzwäsche bei Dänkritz (Landkreis Zwickau), wie sich aus einem radioaktiven, buchstäblich toten Schlammloch ein fantastisches Naturgebiet entwickelte. Vor der Filmvorführung wird Museumsmitarbeiter Dr. Bernhard Seifert aus seinen Erinnerungen berichten, denn wohl kein anderer kennt das Gebiet so lange und so gut wie er. Zwischen 1966 und 1779 unternahm er als Schüler und Student mehr als 900 Exkursionen in das Gebiet und dokumentierte die Rückkehr der Natur in all ihren Facetten.

FR 29. Februar 2016 | 19:30 Uhr | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
"Vom radioaktiven Absetzbecken zum Naturparadies: Dänkritz in Sachsen"
Filmpräsentation von Andreas Winkler, Limbach-Oberfrohna und Lesung von Dr. Bernhard Seifert, SMNG
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Großeltern-Enkel-Tag am 24. Januar in drei Görlitzer Museen

Besucher im Museum
Großelterntag im Naturkundemuseum Görlitz
am 24. Januar 2016 von 10:00 - 18:00 Uhr.

Das Schlesische Museum, das Senckenberg Museum für Naturkunde und das Kulturhistorische Museum in Görlitz laden am Sonntag, dem 24. Januar 2015, erneut zum Großeltern-Enkel-Tag ein. Zusammen mit ihren Enkelkindern (unter 16 Jahren) erhalten Großeltern freien Eintritt zum Besuch der Museen. Der seit 2012 jährlich stattfindende Museumstag findet inzwischen großen Zuspruch. Die drei Häuser greifen damit einen Brauch aus Polen auf, wo im Januar der Tag der Oma und der Tag des Opas begangen werden.

Die Museen bieten die Gelegenheit, auch ihre Sonderausstellungen zu erkunden. Im Senckenberg Museum sind die Ausstellungen "Schweben.Leben - Belebte Wassertropfen" und die kurz zuvor eröffnete Schau "Senckenbergs verborgene Schätze" zu sehen. Im Barockhaus Neißstraße 30 kann das Puppenhaus des Herrn Kurt-Franken bewundert werden. Im Kaisertrutz wird „Markus Draper: Inge zu Fuß zur Arbeit“ gezeigt.

Das Schlesische Museum lädt in die Ausstellung „Die große Not. Erinnerung an das Kriegsende 1945 und den Neubeginn in Görlitz und Zgorzelec“ ein. Um 14 Uhr findet eine Führung mit Kuratorin Dr. Martina Pietsch statt. Um 15 Uhr tritt im Museum das Nachwuchsblasorchester der Görlitzer Musikschule „Johann Adam Hiller“ auf.

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Museen:

Senckenberg Museum für Naturkunde       Schlesisches Museum zu Görlitz           Kulturhistorisches Museum
Am Museum 1 / Marienplatz                          Schönhof, Brüderstraße 8                        Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, und
geöffnet 10:00 – 18:00 Uhr                            geöffnet 10:00 – 16:00 Uhr                      Barockhaus Neißstraße 30
                                                                                                                                                   geöffnet 10:00 – 16:00 Uhr

Neue Sonderausstellung zeigt „Senckenbergs verborgene Schätze“

Senckenbergs verborgene Schätze in Görlitz
In der neuen Sonderausstellung zeigt
Senckenberg Kostbarkeiten und Kurioses
aus seinen fünf Sammlungsarchiven.
Der Dreifarben-Ara steht für den Standort
Görlitz. Foto: Köpcke/Weinhold

Die Sammlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung umfassen nahezu 38,5 Millionen Objekte. Sie lagern wohlgeordnet in den Magazinen, Schubladen und Glaszylindern; viele dieser Präparate bleiben den Besuchern für immer verborgen. Senckenberg hat für die neue Sonderausstellung „Senckenbergs verborgene Schätze“ einige dieser Kostbarkeiten aus ihren fünf sammelnden Standorten in Frankfurt, Görlitz, Dresden, Weimar und Müncheberg zusammengetragen und ans Tageslicht geholt. Diese zum Teil vorher noch nie ausgestellten Schätze werden nun im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen sein. Die Ausstellung eröffnet am 22. Januar, 18:00 Uhr, im Museum am Marienplatz und steht den Besuchern bis zum 15. Mai 2016 offen.

Unter den Ausstellungsgegenständen befinden sich kuriose, außergewöhnliche und besondere Exponate. So zum Beispiel das Okapi, eine nur selten zu sehende Waldgiraffe aus dem Bestand des Görlitzer Senckenberg Museums. Es wurde von Tomasz Sokolowski meisterhaft präpariert und stellt das größte Objekt in der Ausstellung dar. Ebenfalls rar sind die gläserne Seegurke und der Anglerkalmar des weltberühmten Glasbläsers Blaschka aus Dresden. Im 19. Jahrhundert konnten Meerestiere und -pflanzen nicht lebensecht konserviert oder nachgebildet und somit bewahrt werden. Der aus Nordböhmen stammenden Leopold Blaschka stellte mit seinem Sohn Rudolph viele dieser Meeresorganismen aus Glas nach, jedoch verschwand mit ihrem Tod auch das Wissen über diese einzigartige Kunstfertigkeit. Nur wenige Modelle überdauerten die Zeit und werden heute weltweit in Museen und Sammlungen als besondere Schätze gehütet.

SvS Hundeschaedel
Jedes Ausstellungsstück erzählt seine eigene
Geschichte. Hier: kuriose Hundeschädel des
Karl Hopf. Foto: Senckenberg

Alle Exponate erzählen ihre eigene Geschichte, die in den beiliegenden Geschichtenbüchern nachzulesen sind. So erfährt man in der Ausstellung, dass die ausgelegten Hundeschädel keine gewöhnlichen sind. Sie gehörten dem Frankfurter Lebemann und Hundezüchter Karl Hopf, der seine Sammlung 1908 dem dortigen Senckenberg Museum übergab. Später entpuppte er sich als Giftmörder seiner drei Ehefrauen. Auch viele regionale Geschichten werden erzählt, so von den ehemals im Riesengebirge ansässigen Mornellregenpfeifer und Haselhuhn, deren Bestände mittlerweile gänzlich erloschen sind. Oder von dem im Schwarzen Schöps entdeckten Edelkrebs, der in den Görlitzer Sammlungen konserviert wurde und Zeuge für das Vorkommen dieser Art in der Oberlausitz ist. Ergänzt werden die Originalobjekte durch faszinierende Bildkompositionen der Fotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold.

Ohnehin verdeutlicht die Ausstellung anhand der ausgewählten historischen Exponate die Bedeutung des Sammelns in Museen, deren Forscher dazu beitragen ein Abbild der Natur für die Nachwelt zu bewahren.

FR, 22. Januar 2016 | 18:00 Uhr | Ausstellungseröffnung | Museum
„Senckenbergs verborgene Schätze“
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Die Sonderausstellung ist noch bis 15. Mai 2016 zu sehen.

www.senckenbergsverborgeneschaetze.com

Von Trollen, Lachsen und Papageien

Der Vortrag "Norwegen - nur Trolle und Lachse" entfällt. Wir bitten um Entschuldigung!

Norwegen und Venezuela: zwei Länder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch eint sie eine atemberaubende Naturlandschaft.

Norwegen
Mehr über Norwegen und seine beeindruckende
Fjordlandschaft erfährt man am 14. Januar 2016
im Naturkundmuseum. Hier: Blick ins Stryn-Tal.
Foto: Ingo Turre

In der Nachmittagsreihe des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz nimmt Museumsmitarbeiter Ingo Turre die Besucher mit auf eine Reise nach Norwegen. Das Land der Trolle und Lachse wurde während mehrerer Eiszeiten geformt, wodurch die heutige Fjordlandschaft sowie die vielen Binnenseen und Wasserfälle entstanden. Norwegen ist ein Land der unzähligen Brücken, Tunnel, Passstraßen und Serpentinen und in dem man, trotz starkem Tourismus, Abgeschiedenheit, Stille und Natur pur erfährt. Es ist sicher kein billiges Reiseland, aber das Beste bietet es von allem kostenlos – fantastische Erlebnisse in einer großartigen Natur, die allen offensteht. Der Vortrag findet am 14. Januar, 15:00 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums zum regulären Museumseintritt statt.

Am 15. Januar geht es in wärmere Regionen nach Südamerika. Um 19:30 Uhr beginnt im Humboldthaus die Multimedia-Show „Venezuela – Tropenland zwischen Anden und Orinoco“ von und mit Karl-Heinz Trippmacher aus Radebeul. In beeindruckenden Bildern und mit Originaltonaufnahmen schildert der Naturfotograf seine Abenteuerreise, die mit einem Einbaumboot durch den Regenwald zu den Pfahlbauten der Waraos im Orinoco-Delta, weiter über Berggipfel in den Hoch-Anden durch die Nationalparks Sierra Nevada und Canaima bis in die Städte wie Caracas entlang der Karibik-Küste oder Merida führt. Die bunte Tier- und Pflanzenwelt wird dabei genauso beleuchtet wie Menschen und Orte abseits des Tourismus, beispielsweise die Insel Coche mit ihren kleinen Fischerdörfern. Der Eintritt kostet 2 Euro.

ENTFÄLLT:
DO 14.01.2016 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum
"Norwegen – Nur Trolle und Lachse?"
Reisevortrag von Ingo Turre, Görlitz
Der Eintritt ist im Museumspreis inbegriffen.

FR 15.01.2016 |19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
"Venezuela - Tropenland zwischen Anden und Orinoco"
Multimedialer Reisevortrag von Karl-Heinz Trippmacher, Radebeul
Der Eintritt kostet 2 Euro.

Caspar Schwenckfeldt – ein vergessener Arzt und Naturforscher der Sudeten

Die Zeit vor dem 30-jährigen Krieg stellte für Görlitz eine Blütezeit dar. Die Stadt war reich, hier lebten große Persönlichkeiten wie Jacob Böhme und Bartholomäus Scultetus. Vergessen wird aber häufig ein anderer Großer dieser Epoche – der aus Schlesien stammende und in der Oberlausitz gestorbene Görlitzer Stadtarzt und Naturforscher Caspar Schwenckfeldt. Ihm verdanken wir die ersten Beschreibungen der Natur der Westsudeten sowie frühe Aufzeichnungen der Rübezahlsagen.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt am 12. Januar, 19:30 Uhr zu dem Abendvortrag „Caspar Schwenckfeldt – ein vergessener Arzt und Naturforscher der Sudeten“ ein. Andrzej Paczos, ehemaliger Direktor des Naturkundemuseums Jelenia Góra (Hirschberg) und derzeit Mitarbeiter am Görlitzer Naturkundemuseum, veröffentlichte bereits einige Schriften Caspar Schwenckfeldts in Polen. In seinem Vortrag möchte er den Besuchern das Leben und die Werke des Gelehrten nahebringen.

DI 12.01.2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum Naturkundemuseum (Seiteneingang)
„Caspar Schwenckfeldt – ein vergessener Arzt und Naturforscher der Sudeten“
Vortrag von Andrzej Paczos M.Sc., Görlitz
Der Eintritt kostet 2 Euro.

Nepal-Benefizveranstaltung im Humboldthaus

Tsergo Ri
Auf dem Tsergo Ri (4984 m) im Langtang
Nationalpark, Nepal © Jens Schröter

Am 8. Januar findet um 19:30 Uhr im Humboldthaus der Benefizvortrag „Auf Humboldts Straße der Vulkane nach Nepal ins Land des Roten Pandas“ statt.

Petra und Jens Schröter bereisen seit rund 15 Jahren die Länder dieser Welt. Ihr aktueller Reisebericht führt entlang der von Humboldt benannten „Straße der Vulkane“ in Ecuador und Peru nach Afrika zum Kilimandscharo und weiter über den Elbrus im Kaukasus bis nach Nepal in den Langtang-Nationalpark.
Die Görlitzer berichten mit Bild und Ton von der Schönheit dieser Landschaften, aber auch von der Gefährdung der Artenvielfalt und Natur durch den überall spür- und sicht-baren Klimawandel.
Der Eintritt ist frei, um freiwillige Spenden zu Gunsten des LiScha-Projektes in Nepal wird gebeten.

Infolink: https://www.lischa-himalaya.org/

FR 08.01.2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
"Auf Humboldts Straße der Vulkane nach Nepal ins Land des Roten Pandas"
Benefizvortrag zu Gunsten des LiScha-Projektes in Nepal von Jens Schröter, Görlitz
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Aktuelle Senckenberg Pressemeldungen

Ihre Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Dr. Christian DükerDr. Christian Düker
03581-47605210, Fax 03581-47605219

Luise TrägerLuise Träger, M.A.

03581-47605210, Fax 03581-47605219

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