Museum Görlitz

Aktuelles / Presse


Immer der Nase nach!

Kinderakademievorlesung über das Riechen

Nase mit SchmetterlingWas meinen eigentlich die Redewendungen, dass man „jemanden nicht riechen kann“ oder „man die Nase voll hat“? Viele Sprüche und Weisheiten gibt es rund um den Geruchsinn des Menschen. Dabei ist der bei uns nicht mal besonders ausgeprägt. Zumindest im Vergleich mit Hunden oder bestimmten Schmetterlingen. Dennoch spielt das Riechen auch beim Menschen eine besondere, oft unterbewusste, Rolle. So regelt es unseren Appetit und hat Einfluss darauf was wir gerne essen, wo wir uns bevorzugt aufhalten und in wessen Nähe wir uns besonders wohlfühlen.

In der zweiten Vorlesung des aktuellen Görlitzer Kinderakademie-Semesters erklärt der Dresdner Facharzt und Professor Thomas Hummel am 26. Oktober „Warum Riechen wichtig ist“ und wie das überhaupt funktioniert und was wir alles nicht erfahren würden, könnten wir nicht riechen. Die Vorlesung richtet sich ausschließlich an Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Die Teilnahme an der Kinderakademie ist kostenlos. Anmeldungen sind noch telefonisch oder im Internet möglich.

26. Oktober 16:00 | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Weshalb ist Riechen wichtig?
Vorlesung nur für Kinder von Prof. Dr. med. Thomas Hummel, Technische Universität Dresden, Klinikund Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Anmeldung: 03581 – 47 60 52 20 oder hier.

22.10.2018

Keine Bange vor der Schlange

Reptilienvorträge bei Senckenberg

Sebastian Lotzkat mit SchlangeManchen Leuten stellen sich schon bei der Nennung des Wortes „Schlange“ die Nackenhaare auf, andere hingegen bekommen glänzende Augen. Zwei dieser Schlangenfreunde besuchen Görlitz im Oktober, um über ihre Lieblingstiere zu informieren. Am 23 Oktober nimmt Prof. Gunther Köhler seine Zuhörer mit auf eine Expedition in das asiatische Tropenland Myanmar. Dort erforscht der Wissenschaftler vom Senckenberg Forschungsinstitut die nahezu unbekannte Reptilienwelt und macht dabei faszinierende Entdeckungen. Eine Woche später wirbt der Zoologe, Buchautor und Science Slammer Dr. Sebastian Lotzkat für seien Lieblingstiere. Im Vortrag „Keine Bange vor der Schlange“ stellt er in seiner sehr unterhaltsamen Art faszinierende Details aus dem Leben der Schlangen vor und berichtet über seine abenteuerlichen Begegnungen mit Schlangen weltweit.

Dienstag, 23. Oktober 19:30 Uhr | Humboldthaus Platz des 17. Juni 2Brillenschlange
Kobras, Kraits und andere Schlangen, Frösche und Echsen: auf Expedition in Myanmar
Vortrag von Prof. Dr. Gunther Köhler, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt. Der Eintritt kostet 2 €

Dienstag, 30. Oktober 19:30 Uhr | Humboldthaus Platz des 17. Juni 2
Keine Bange vor der Schlange
Vortrag und Buchvorstellung von Dr. Sebastian Lotzkat, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt. Der Eintritt kostet 2 €

Bildunterschriften:

oben: Sebastian Lotzkat liebt Schlangen. In seinen Vorträgen springt seine Begeisterung auf die Zuhörer über. (c) Gina Moog
rechts: Kobras sind besonders furchteinflössende Schlangen. ob sie wirklich so gefährlich und angriffslustig sind erfahren Besucher in zwei Vorträgen im Görlitzer Naturkundemuseum. (c) Köhler

 


22.10.2018

Reisevortrag Bergwelt Tansanias im Humboldthaus

An Schnee und Eiseskälte denkt man bei Afrika nicht gerade zuerst. Dennoch stehen diese Naturgewalten bei zwei afrikanischen Sehnsuchtszielen im Vordergrund: den Bergen Kilimandscharo und Mount Meru in Tansania. Mit rund 5.900 m und 4.500 m gehören diese beiden erloschenen Vulkane zu den höchsten Gipfeln Afrikas. Eine Herausforderung der sich die beiden Oberlausitzer Brüder Andreas und Roland Neugebauer 2013 stellten. In einem Abendvortrag berichtet Andreas Neugebauer am 12. Oktober im Görlitzer Humboldthaus von den Mühen, die beiden Gipfel zu bezwingen. Aber die Strapazen haben sich gelohnt, wie die Fotos der faszinierenden Bergwelt des Gebirgsmassivs beweisen. Neben den kargen Gipfelregionen bietet der umliegende Arusha-Nationalpark aber auch eine vielfältige und exotische Pflanzen- und Tierwelt.
 

Freitag 12. Oktober 19:30 | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Zwei Brüder auf dem Kilimandscharo – die Besteigung des höchsten Bergs Afrikas
Vortrag von Andreas Neugebauer. Der Eintritt kostet 2 €.

08.10.2018

Dem Dino auf den Zahn fühlen – Görlitzer Naturkundemuseum zeigt Großes und Kleines in den Herbstferien

28.09.2018

Schaedel (c) Träger
Eine Ausstellung mit Köpfchen – mehr als
100 Wirbeltierschädel präsentiert die neue
Sonderausstellung im Senckenberg Museum
© L. Träger /Senckenberg

Während der Herbstferien erweitert das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz seine Öffnungszeiten: vom 6. bis zum 21. Oktober ist das Haus täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Und es gibt wieder Neues zu bestaunen! In der aktuellen großen Sonderausstellung dreht sich alles um die Schädel der Wirbeltiere. Über einhundert der bleichen Köpfe laden zum Vergleichen ein. Der größte gehörte einmal einem Buckelwal, der bizarrste dem riesigen Süßwasserfisch Arapaima und der bekannteste ist der Abguss des Schädels von Tristan Otto – einem Tyrannosaurus rex, der sogar einen eigenen Namen trägt!

Um die Themenwelt „Laubstreu“ erweitert, zeigt das Museum während der Herbstferien wieder die spannende und auch ein wenig gruselige Virtual-Reality-Installation »Abenteuer Bodenleben«. Sie ermöglicht vom 2. bis zum 14. Oktober 2018 einen einzigartigen Ausflug in die Welt der Bodentiere. Auf die Größe einer Kellerassel geschrumpft begegnen die Besucher zahlreichen Bodentieren wie Milben, Springschwänzen, Würmern und Hundertfüßern – ein unvergessliches Zusammentreffen auf Augenhöhe!
 
Zu offenen Kindernachmittagen lädt das Museum Kinder ab 6 Jahren ein. An den beiden Dienstagen gibt es die Möglichkeit „T. rex und andere coole Köpfe“ genauer unter die Lupe zu nehmen und kennen zu lernen. Mittwochs geht es „Zu Besuch bei Tomatenfrosch, Tropfenkröte und Stachelrochen“, den Bewohnern des Vivariums und an den Donnerstagen tauchen die Kinder in vergangene Welten ein und erfahren „Wie Fossilien entstehen“. Die Angebote beginnen 14 Uhr, die Teilnahmegebühr beträgt 2,50 Euro.

Hier finden Sie die Übersicht für das Herbstferienprogramm für Kindergruppen ab 6 Jahren.
 
Das Museum ist während der HERBSTFERIEN von Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
 

Wikipedia zu Gast bei Senckenberg

27.09.2018

Wikipedia ist heute für viele die erste Anlaufstelle für Antworten auf Wissensfragen aller Art. Auch Kulturinstitutionen suchen deshalb zunehmend die Zusammenarbeit mit der digitalen Wissenssammlung.
Erstmals öffnet nun das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz an diesem Wochenende seine Pforten für ehrenamtliche Autorinnen und Autoren der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die rund 15 TeilnehmerInnen und Teilnehmer erhalten bei dem zweitägigen Workshop Wissen aus erster Hand. In Vorträgen, bei Führungen durch die Sammlungen und die Museumsbibliothek gewinnen die Wikipedianer Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse und können einen Blick hinter die Kulissen der Forschungsgebäude werfen. Museumsdirektor Prof. Willi Xylander ist auf die Zusammenarbeit gespannt: „Unsere Forschende geben Interessierten Einblick in ihre Arbeit und regen so neue und aktuelle Wikipedia-Artikel an. Als Forschungs- und Bildungseinrichtung sind wir natürlich sehr an diesem unmittelbaren Wissenstransfer in die Gesellschaft interessiert“. Fotos und 3D-Scans, die in den Museumssammlungen und Ausstellungen entstehen, werden die Wikipedia-Beiträge illustrieren, die in einer Schreibwerkstatt im Museum entstehen.

Der Besuch ist Teil der Veranstaltungsreihe GLAM on Tour, die die Vernetzung von Wikipedia-Aktiven und Museen auf lokaler Ebene fördert und unterstützt. GLAM (Galleries, Libraries, Archives, Museums) steht als englisches Akronym für Aktivitäten von Kunstsammlungen, Bibliotheken, Archiven und Museen im Netz. Ziel der GLAM on Tour-Veranstaltungen ist es, persönliche Beziehungen zwischen Wikipedia-Gruppen und Kulturinstitutionen aufzubauen und zu pflegen, um eine langfristige Kooperation und Partizipation zu ermöglichen und dazu beizutragen, dass freie Inhalte für die Wikimedia-Projekte entstehen und verbreitet werden. Der gemeinnützige Verein Wikimedia Deutschland unterstützt die Wikipedia-Freiwilligen dabei organisatorisch und setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Freies Wissen ein.
Holger Plickert, Projektmanager im Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur bei Wikimedia Deutschland, freut sich über die neue Kooperation mit der Senckenberg Gesellschaft: „Kulturinstitutionen können nur gewinnen, indem sie mit den Freiwilligen der Wikipedia zusammenarbeiten. Das Museum gewinnt an Sichtbarkeit, vor allem aber steht das Wissen der Institution vielen weiteren Menschen zur Verfügung.”

Weitere Informationen zum Projekt und dem Programm finden Sie hier.

Über Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein mit rund 65.000 Mitgliedern, der sich für die Förderung Freien Wissens einsetzt. Seit der Gründung im Jahr 2004 unterstützt der Verein verschiedene Wikimedia-Projekte – allen voran Wikipedia. Der Verein setzt sich für den kostenlosen Zugang zu Freiem Wissen ein und engagiert sich damit für ein grundlegendes Recht des Menschen auf Bildung. Wikipedia ist, wie auch andere Schwesterprojekte, unabhängig und werbefrei und nur durch ehrenamtliche Mitarbeit und Spenden möglich.

Ein Ausflug der besonderen Art: Virtual-Reality-Trip in den Boden

24.09.2018

VR Laubstreu (c) hapto
Neue Virtual-Reality-Präsentation im
Görlitzer Naturkundemuseum: In der
Laubstreu abtauchen. © hapto

Die Virtual-Reality-Installation »Abenteuer Bodenleben« ermöglicht vom 2. bis zum 14. Oktober 2018 einen einzigartigen Ausflug in die Welt der Bodentiere. Auf die Größe einer Kellerassel geschrumpft begegnen die Besucher zahlreichen Bodentieren wie Milben, Springschwänzen, Würmern und Hundertfüßern – ein unvergessliches Zusammentreffen auf Augenhöhe! Die Nutzer setzen eine sogenannte VR-Brille auf, durch die sie den Eindruck erhalten, sich im Boden zu befinden. Selbständig bewegen sie sich durch die Bodenkrumen und treffen auf bizarre Bodentiere.

Passend zur Jahreszeit präsentiert das Museum erstmalig eine neue Installation: Die Besucher haben die Möglichkeit, ins Falllaub „abtauchen“. Unter den Blättern eines Buchenwaldes treffen sie auf deren fleißige Bewohner und können erstmalig auch in Interaktion mit Kugelspringer & Co. treten. Wer sich den Ausflug in den Boden nicht zutraut oder auf seine eigene Expedition wartet, kann das Geschehen auf einem Bildschirm verfolgen.

Die VR-Installation ist für Besucher ab sechs Jahren geeignet und im Museumseintritt inbegriffen. Pro Person sollten ungefähr zehn Minuten eingeplant werden. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird eine Anmeldung unter 03581 4760-5220 oder persönlich an der Museumskasse, empfohlen.

Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr und während der HERBSTFERIEN Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Die Virtual-Reality-Anwendung ist im Rahmen des Bundesprojektes museum4punk0 entstanden, weitere Infos unter: www.senckenberg.de/museum4punkt0.

Senckenberg klärt über das Insektensterben auf
Bedeutender Insektenforscher Sachsens hält Vortrag in Görlitz

Kleiner Fuchs (c) Schuppenhauer
Kleiner Fuchs als Beispiel für die Vielgestaltigkeit
Lausitzer Insekten. Und: Sie werden seltener!
© Meike Schuppenhauer

Insekten stellen die artenreichste Tiergruppe auf der Erde. Viele von ihnen sind wunderschön wie zum Beispiel Schmetterlinge und manche von zentraler Bedeutung für die Menschen als Bestäuber unserer Nahrungspflanzen. Und, zugegeben, einige können auch sehr lästig sein wie Mücken oder Bremsen.
Forscher schlagen nun Alarm! Wissenschaftliche Langzeituntersuchungen lassen darauf schließen, dass seit Jahrzehnten die Insekten in Deutschland massiv zurück gegangen sind, regional um bis zu 80 %! Und mit ihnen verschwinden die Singvögel, denn auch die Körnerfresser benötigen zur Jungenaufzucht Insektennahrung.
Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung beteiligen sich aktiv an der Untersuchung des Insektensterbens. Einer von ihnen, der Schmetterlingsspezialist Dr. Matthias Nuß erläutert in einem Abendvortrag die bekannten Gründe für das Insektensterben und zeigt Möglichkeiten auf, wie Bürger und Kommunen den Sechsbeinern unter die Flügel greifen können.

Dienstag, 25. September 2018 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum/Museum, Seiteneingang
Der Rückgang der Insekten und was jeder dagegen tun kann
Vortrag von Dr. Matthias Nuß, Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Sektion Schmetterlinge
Der Eintritt kostet 2 €.

Exkursion in die Görlitzer Stadtnatur und
Wissenswertes über den Bieszczady-Nationalpark in Polen

(c) Birgit Lang
Stachelig wie ein kleiner Igel - so findet man
auch die Schalen des Baum des Jahres 2018,
der Esskastanie (Castanea sativa) im
Schellergrund. (c) B. Lang / Senckenberg

Zu einem herbstlichen Spaziergang durch den Schellergrund laden die jungen Biologen vom Senckenberg Museum in der Reihe „Natur in der Stadt“ am 20. Oktober, 17 Uhr ein. Dr. Birgit Lang, Jörg Müller und Stefanie Schindler begeben sich auf Entdeckungsreise abseits der großen Straßen und wollen den Blick für Pflanzen und Tiere am städtischen Wegesrand schärfen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Tour eignet sich für  Kinder ab 6 Jahren. Gern können Fernglas und Lupenbecher mitgenommen werden.
Treffpunkt ist an der Friedenshöhe / Blockhausstraße.

Am gleichen Tag können Wander- und Poleninteressierte einen
Reisevortrag zur „Unbekannten Bergwelt Polens – die Bieszczady“ um 15 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums besuchen. Luise Träger berichtet von der dünn besiedelten Bergregion mit seinen charakteristischen weiten Ebenen, dichten Wäldern und Fülle an orthodoxen Holzkirchen im südöstlichsten Zipfel Polens, im Dreiländereck der Slowakischen Republik und Ukraine. Der Eintritt von 3 Euro beinhaltet auch den Besuch der Museumsausstellungen.

Bieszczady
Der Bieszczady-Nationalpark im südöstlichsten
Zipfel Polens bietet noch größtenteils unberührte
Natur und ist ein Geheimtipp für Wanderer. 
(c) B. Schaar

20. September 2018 | 17:00 – 18:30 | Exkursion | Görlitz
Natur in der Stadt – herbstlicher Spaziergang durch den Schellergrund
mit Dr. Birgit Lang, Jörg Müller (Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz) und Stefanie Schindler, Görlitz
Treffpunkt: Friedenshöhe/Blockhausstraße.
Bitte Fernglas mitbringen. Teilnahme ab 6 Jahren.

20. September 2018 | 15:00 | Senckenberg am Nachmittag |
Seminarraum/Museum
Unbekannte Bergwelt Polens – die Bieszczady
Vortrag von Luise Träger, Görlitz
Eintritt im Museumseintritt inbegriffen.

Geologische Exkursion nach Stolpen

(c) Olaf Tietz
Stolpen ist von international herausragender
Bedeutung, wenn es um Basalt geht. Hier der
Steinbruch unterhalb der Burg Stolpen mit
seinen gut sichtbaren Basaltsäulen.
(c) Olaf Tietz / Senckenberg

Als erste von drei Senckenberg-Exkursionen in diesem Herbst bildet die beliebte geologische Exkursion den Auftakt. Diesmal führt sie die Teilnehmer etwas weiter weg: in die westliche Oberlausitz auf den Burgberg von Stolpen.
Am 16. September stellen die Wissenschaftler um Dr. Olaf Tietz neuste Ergebnisse zur Geologie des Basaltes von Stolpen vor. Anhand spezieller Kartierungen und modernen Erkenntnissen aus der Vulkanologie ist eine neue Rekonstruktion der Entstehung des Stolpen-Vulkans möglich. Die Besucher erwarten ein Vortrag, eine Video-Live-Präsentation am Mikroskop und eine geologische Führung über den Burgberg Stolpen. Beginn ist 11 Uhr im Vortragssaal der Burg Stolpen (Kornkammer), voraussichtliches Ende gegen 13:30 Uhr.
Der Stolpener Basalt ist ein geologisches Naturdenkmal von weltweit herausragender Bedeutung. 1546 wurde hier erstmals der Begriff „Basalt“ geprägt. Auch der Name Stolpen ist auf das altslawische "stolpno" zurückzuführen, was mit Säulenort übersetzt werden kann. Dass am selben Tag der „Tag des Geotops“ begangen wird passt. Denn der Stolpener Burgberg ist bereits mit dem Prädikat „Nationaler Geotop“ ausgezeichnet, da er durch seine besondere erdgeschichtliche Bedeutung, Seltenheit, Eigenart und Schönheit als schutzwürdig gilt.
 
16. September 2018 | 11:00 - 13:30 Uhr | Exkursion | Stolpen
Neue Erkenntnisse zur Geologie des Basaltes von Stolpen. Der Burgberg von Stolpen – Kartierung und Rekonstruktion eines erloschenen Vulkans in Ostsachsen
Vortrag, Präsentation und geologische Wanderung über den Burgberg Stolpen zum Tag des Geotops 2018,
mit Dr. Olaf Tietz, Jörg Büchner (SMNG), Dr. Thomas Scholle (Ingenieurbüro Stolpen) und Dr. Manuel Lapp (Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)
Treffpunkt: Kornkammer auf der Burg Stolpen (Vortragssaal).
Der Eintritt ist frei!

Pilzberatung am Senckenberg Museum beginnt

(c) Christiane Ritz
Damit Verwechslungen vermieden werden
können oder bei unbekannten Fruchtkörpern
hilft die Pilzberatung am Naturkundemuseum
weiter. Foto: Christiane Ritz

Nach der großen Trockenheit ist an Pilze nicht gerade zu denken. Die gelegentlichen Regenschauer lassen Pilzfreunde dennoch hoffen. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz bietet ab dem 11. September jeweils dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr wieder eine kostenlose Pilzberatung an.

Pilzberater Steffen Hoeflich bittet darum nur wenige der unbekannten Pilze mitzubringen und diese gegebenenfalls bis zur Pilzberatung im Kühlschrank aufzubewahren.

Kostenlose Pilzberatung mit Pilzberater Steffen Hoeflich
dienstags, 16 - 18 Uhr (ab 11. September 2017)
im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Marienplatz, 02826 Görlitz

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Mykorrhizapilze - die Heinzelmännchen im Boden?
Vortrag im Senckenberg Museum

Klar, Pilze kennt jeder! Besonders die essbaren wie Steinpilze, Maronen oder Pfifferlinge und natürlich den hübschen, aber giftigen Fliegenpilz. Diese Hut- oder Ständerpilze sind aber sozusagen nur die Früchte, also die Vermehrungseinheiten der Pilze, in denen zu einer bestimmten Jahreszeit, zum Beispiel im Herbst, Sporen gebildet werden. Aus diesen winzig kleinen „Samen“ entwickeln sich neue Pilze. Sie bilden ein weit verzweigtes weißes Pilzgeflecht im Boden. Viele Pilzarten gehen eine Lebensgemeinschaft, die sogenannte Mykorrhiza, zum beiderseitigen Nutzen mit Bäumen ein. Die Pilzfäden umhüllen die Baumwurzel. An Kontaktstellen erhält der Baum vom Pilz Zucker als Nahrung, während die Pilze wichtige Nährstoffe aus dem Boden an den Baum weitergeben.

Der Zittauer Biologe und Agrarwissenschaftler Dr. Thomas Fester ist seit Jahren als Forscher an diesem Thema dran. In einem Vortrag stellt er am 11. September um 19:30 Uhr im Görlitzer Senckenberg Museum diese faszinierende Lebensgemeinschaft vor und beleuchtet verschiedene Aspekte ihrer Lebensweise. Weiterhin präsentiert der Referent zukunftsweisende Forschung, in der untersucht wird, wie mit der Einbringung von Mykorrhiza neue Wege in der biologischen Landwirtschaft beschritten werden können.

Di, 11. September 2018 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum/Museum, Seiteneingang
Mykorrhizapilze - die Heinzelmännchen im Boden?
Dr. Thomas Fester, Scivit, Zittau
Eintritt 2 €

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Das Museum der Schädel – Senckenberg Museum Görlitz eröffnet neue Sonderausstellung

Schaedelausstellung Görlitz
Neue Ausstellung vom 8. September bis April
2019 im Görlitzer Naturkundemuseum
www.senckenberg.de/schaedel

In der neuen Sonderausstellung des Senckenberg Museums „T. rex und andere coole Köpfe“ dreht sich alles um das Cockpit der Wirbeltiere. Mehr als einhundert Schädel aller Wirbeltierklassen – vom großen Wal bis zum kleinen Frosch – präsentiert die Schau ab dem 8. September. Sie ermöglicht den Besuchern umfangreiche Einblicke in die verblüffende Vielfalt der Schädeltypen. Ein Höhepunkt ist der Schädelabguss des Tyrannosaurus rex „Tristan“, dessen Original derzeit das Museum für Naturkunde Berlin ausstellt. Auch einen Publikumsliebling aus dem Dresdner Zoo treffen die Besucher wieder: das Krokodil Max. Zumindest teilweise, denn auch sein Schädel bereichert die Ausstellung.

Der Schädel ist eine sehr komplexe evolutive Entwicklung der Wirbeltiere. Allein bei den Säugetieren bilden mehr als zwanzig Knochen die Kapsel, die das Gehirn schützt und Sitz verschiedener Sinnesorgane wie Augen und Nase ist. Durch die Ausbildung von Ober- und Unterkiefer, die es nur bei den Wirbeltieren gibt, haben sich im Verlauf der Stammesgeschichte unterschiedlichste Formen der Nahrungsaufnahme entwickelt.

So können die Besucher vergleichen, wie sich das Raubtiergebiss eines Tyrannosaurus von dem eines Eisbären unterscheidet oder was der Buckelwal und der Flamingo gemeinsam haben: Beide ernähren sich von Plankton. Aber auch andere erstaunliche und skurrile Anpassungen werden präsentiert. So durchbohren die oberen Eckzähne die Gesichtshaut des Hirschebers und wachsen nach oben, statt wie bei anderen Schweinen nach unten in das Maul hinein zu ragen. Manches was fehlerhaft anmutet, ist stattdessen ganz praktisch. Wie die gekreuzten Schnabelspitzen des Fichtenkreuzschnabels, die es dem Finken ermöglichen, die Zapfen von Nadelbäumen zu öffnen.

Auch ausgewählte Themen aus der Forschungsarbeit des Museums stellt die Ausstellung vor. Die Besucher erfahren, wie Zoologen anhand von Zähnen das Alter von Tieren bestimmen oder wie sie durch das Sammeln von mongolischen Wildeselschädeln Aussagen über die Bedrohung dieser Art in freier Wildbahn treffen.

Fr, 7. September 2018 | 18:00 Uhr | Ausstellungseröffnung | Museum
T. rex & andere coole Köpfe - Form und Funktion der Schädel

Eine Sonderausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz
Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.

Görlitzer Kinderakademie erwartet neue Studierende
Anmeldungen zum neuen Semester möglich

Kinderakademie 28. Semester

Mit vielfältigen Themen startet die Görlitzer Kinderakademie ins neue Semester. Fünf Vorlesungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren stehen in diesem Herbst und Winter auf dem Programm. Als Referenten konnten Wissenschaftler aus Görlitz, Dresden und Wilhelmshaven gewonnen werden. Themen sind das Riechen, Müll, Sterben und Tod und wie es dazu kommt, dass in der Nordsee plötzlich so viele neue Tierarten auftauchen. Alle Inhalte sind kindgerecht aufbereitet.

Los geht es am 5. Oktober um 16:00 Uhr im Großen Hörsaal der Hochschule in der Furtstraße mit der Vorlesung „Kamerun – ganz Afrika in Miniatur“ von Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt von der Hochschule Zittau/Görlitz.

Die Teilnahme an den 45-minütigen Vorträgen ist kostenlos. Eine Anmeldung kann telefonisch unter 03581-47605220, per-E-Mail post-gr@senckenberg.de oder direkt zu Beginn der Veranstaltungen vor Ort erfolgen.

Die Veranstaltungen wechseln zwischen der Hochschule und dem Humboldthaus in Görlitz. Sie finden in loser Reihenfolge freitags um 16:00 Uhr statt. Eltern sind zu den Vorlesungen nicht zugelassen. Das Programm kann auf der Seite der Kinderakademie herunter geladen werden (www.hszg.de/kinder) und ist auch an der Kasse des Naturkundemuseums erhältlich.

Die Görlitzer Kinderakademie ist eine gemeinsame Veranstaltung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz und der Hochschule Zittau/Görlitz. Sie findet seit 2005 mit zwei Semestern jährlich statt.
 
Fr, 5. Oktober 2018 | 16:00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Hochschule, Großer Hörsaal im Hermann-Heitkamp-Haus, Furtstraße 2
Kamerun – ganz Afrika in Miniatur
Vorlesung nur für Kinder von Prof. Dr. habil. Matthias Theodor Vogt, Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Management- und Kulturwissenschaften

Herbstprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz erschienen

Herbstprogramm SMNG 2018

Mit Volldampf startet das Görlitzer Naturkundemuseum in die Herbstsaison! Rund 35 Vorträge, Exkursionen, Schaufütterungen und Kinderveranstaltungen ergänzen die Ausstellungen des Museums. Los geht es gleich mit einem Höhepunkt am 7. September um 18:00 Uhr. Dann zeigt Senckenberg Zähne in seiner neuen Sonderausstellung „T. rex & andere coole Köpfe“, in der über einhundert Tierschädel präsentiert werden, darunter auch der Abguss eines Tyrannosaurus rex-Schädels. Um diese Ausstellung geht es auch beim beliebten Familien-Museumsfest am 10. November.

Auch die Kinderakademie beginnt wieder am 5. Oktober mit breit gefächerten Themen - von Afrika bis Müllentsorgung - für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren.

In den Abendvorträgen geht es um Flüge ins All, den Rückgang der Insekten, Schlangen, Walhaie oder auch die Natur Sibiriens und Myanmars. Von Museumsmitarbeitern geführte Exkursionen erkunden die Görlitzer Stadtnatur, die Vogelwelt des Berzdorfer Sees und den Basalt des Stolpener Burgbergs.

Die Programme liegen im Museum aus und können auf der Website herunter geladen werden: www.senckenberg.de/veranstaltungen

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Senckenberg Museum zeigt Werke von Tetiana Laskarevska

Tulpe (c) Laskarevska
Tulpen gehören seit jeher zu den besonders
beliebten Objekten in der botanischen Malerei
© Laskarevska

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz stellt ab dem 18. August Pflanzenaquarelle von Tetiana Laskarevska aus.

Die Künstlerin stammt aus Kiew, wo sie an der Nationalen Akademie der Bildenden Künste studierte. Parallel zum Studium arbeitete sie als Lehrerin für Malerei. Tätigkeiten als wissenschaftliche Zeichnerin sowie Redakteurin einer Kunstzeitschrift folgten. Sie lebt und arbeitet heute in Dresden. Dem Lausitzer Publikum ist sie bereits durch die Plakate des Gerhart-Hauptmann-Theaters bekannt, die in der Spielzeit 2017/2018 für Aufmerksamkeit sorgten.

Seit jeher beschäftigen sich Künstler mit der Darstellung von Pflanzen. Schon in der Antike schmückten Blumenmotive griechische Vasen oder römische Wohnräume. Besonders seit der Renaissance widmeten sich Maler diesem Sujet. Davon legen in den Museen unzählige Stillleben Zeugnis ab. Die botanische Malerei hatte aber auch einen ganz praktischen Nutzen zum Beispiel in der Heilpflanzenkunde. In den gelehrten Abhandlungen kam es vor allem darauf an, Pflanzen naturgetreu und präzise darzustellen. Schließlich durfte es bei ihrer Verwendung als Arznei nicht zu fatalen Verwechslungen kommen.

Auch auf Entdeckungsfahrten reisten Maler mit, die neue Pflanzen ferner Länder im Bild festhielten und somit für die Wissenschaft verfügbar machten. Zahlreiche Bestimmungsbücher nutzen bis heute die botanische Illustration, um alle für die Arterkennung relevanten Merkmale dem Betrachter im optimalen Licht darzubieten - die perfekte Pflanze sozusagen. Ganz in dieser Tradition bewegt sich Frau Laskarevska mit ihren Arbeiten. Ihre Darstellungen sind von hoher künstlerischer Qualität, wie ihre zwanzig Aquarelle in dieser Ausstellung beeindruckend veranschaulichen, gleich, ob es sich um einen Kohlrabi oder ein filigranes Seifenkraut handelt.

Die Kunst der botanischen Malerei. Aquarelle von Tetiana Laskarevska.
Sonderausstellung im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz vom18. August bis 18. No-vember 2018

Die Eröffnung findet am Freitag, 17. August 2018 um 18:00 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin statt.

06.08.2018

Senckenberg als wichtige Einrichtung akademischer Bildung & Lehre in der Oberlausitz

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Sommerferien im Naturkundemuseum

Urzeitsurfen
Surfen mit Meeressauriern - geht im Görlitzer Naturkundemuseum!
(c) that's eli

Keine Lust auf Baden und Sonnenbrand? Abenteuer im Schatten bietet in den Sommerferien das Görlitzer Naturkundemuseum.
Als einen Höhepunkt ermöglich die Virtual-Reality-Installation „Abenteuer Boden“ bis zum 8. Juli einen Ausflug in die Welt der Tiere unter unseren Füßen. Winzig klein geschrumpft, begegnen die Besucher zahlreichen Bodentieren – ein unvergessliches Zusammentreffen auf Augenhöhe!

Wer ganz große und gefährliche Tiere bevorzugt, sollte sich auf Safari in die Tricture-Ausstellung begeben. Denn dort warten Saurier und Raubsäuger auf ein witziges Foto-Stelldichein. Familienspaß ist garantiert.

Außerdem können die Besucher einem lokalen Medienstar einen Besuch abstatten: Im großen Terrarium in der Eingangshalle lebt derzeit die Schönnatter, die im Mai in einer Wohnung in der Görlitzer Reichertstraße aufgetaucht und für einiges Aufsehen gesorgt hatte. Sie hat sich übrigens als sehr liebenswerter Pflegling erwiesen.
Um Wartezeiten für die VR-Installation zu vermeiden am besten einen Termin abmachen: 03581-47 60 52 20

18. Juni 2018

Botaniker nehmen Zittauer Gebirge unter die Lupe
Fachtagung in Oybin

Blick zum Lauschemoor
Das Lausche-Hochmoor bei Waltersdorf
beherbergt viele seltene Pflanzen.
Botaniker untersuchen diesen wertvollen
Lebensraum seit vielen Jahren.  © Schurig

Die Oberlausitz gehört zu den pflanzenkundlich am besten erforschten Regionen Deutschlands. Denn das Botanisieren, wie das Pflanzensammeln wissenschaftlich genannt wird, hat hier eine mehr als zweihundertjährige Tradition. Doch immer noch gibt es viel Neues zu entdecken! Aus diesem Grund treffen sich vom 22. bis 24. Juni 2018 rund siebzig Hobby- und Profibotaniker zum fachlichen Austausch und Vorträgen in Oybin. Im Rahmen dieser Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Botaniker sind auch zahlreiche Exkursionen in die Umgebung geplant, um Pflanzenvorkommen zu kartieren und dabei vielleicht auch die eine oder andere neue Pflanzenart aufzuspüren. Im Fokus stehen das Lauschemoor bei Waltersdorf und der Goethekopf bei Spitzkunnersdorf. Teilnehmen können an den Vorträgen auch Nicht-Mitglieder. Die Veranstalter bitten aber um eine Anmeldung unter 0351/4956153.

Weitere Informationen: https://www.saechsischer-heimatschutz.de/projekte/id-64-botanikertagung-2018-in-oybin.html

11. Juni 2018

Görlitzer Kinderakademie freut sich auf neue Studierende

Logo Görlitzer Kinderakademie
Ab sofort sind wieder Anmeldungen für die Görlitzer Kinderakademie möglich. Kinder zwischen acht und
zwölf Jahren können sich auf spannende und altersgemäße Vorträge von echten Wissenschaftlern freuen!
Mit Bildern und Anschauungsobjekten bringen die Forscher ihre Themen den jungen Studierenden nahe. Im
kommenden Semester geht es ab September unter anderem um Wölfe, neue Tierarten in der Nordsee und
darum wie beim Menschen das Riechen funktioniert.
Die insgesamt sechs Vorlesungen finden in loser Folge freitags um 16:00 Uhr statt und dauern 45 Minuten.
Veranstaltungsorte sind das Humboldthaus sowie der Große Hörsaal der Hochschule in Görlitz. Die
Teilnahme ist kostenlose. Das Semester dauert von September bis Dezember. Eltern sind zu den Vorlesungen
übrigens nicht zugelassen.
Die Anmeldung erfolgt an der Kasse des Naturkundemuseums (Di-So, 10-17 Uhr, Tel. 03581-47605220, postgr@
senckenberg.de) oder auf der Website der Kinderakademie: www.hszg.de/kinder.

11. Juni 2018

Highlight zu Beginn der Sommerferien
Virtual-Reality-Brille im Naturkundemuseum

Für alle, die es bisher verpasst haben, ist ab dem 16. Juni für drei Wochen im Görlitzer Naturkundemuseum erneut die Virtual-Reality-Brille zu erleben. Die Besucher tauchen in die Welt des Bodens ein und begegnen Bodentieren wie Springschwänzen, Hornmilben, Weißwürmern und sogar einem riesigen Hundertfüßer!

(c) Uwe Vaartjes
Auge in Auge mit Bodenorganismen können
Besucher ab 16. Juni im Senckenberg
Museum Görlitz kommen. © Uwe Vaartjes

Nach einer kurzen Einweisung beim Aufsetzen der kompakten Brille geht es sofort los. Die wirkliche Umgebung wird ausgeblendet und man findet sich im Tunnelsystem eines Regenwurms wieder. Erdige Wände wo man auch hinschaut und immer wieder laufen einem die nun überlebensgroßen Bodenbewohner über den Weg. Ein Controller dient als Taschenlampe und per Knopfdruck bewegt man sich damit durch die Gänge.

Die Animation entstand im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojektes zu den Einsatzmöglichkeiten digitaler Technik in Museen, die es ermöglicht sonst nicht zugängliche Lebensräume wie die Welt der Dinosaurier oder die Tiefsee erlebbar zu machen und Besuchern auf eine ganz neue, emotionale Art näher zu bringen. Der Lebensraum Boden und die Bodenorganismen sind der Forschungsschwerpunkt an der Görlitzer Senckenberg-Einrichtung und somit auch Gegenstand dieser ersten Anwendung.

Die Nutzung ist für Besucher ab sechs Jahren geeignet und im Museumseintritt inbegriffen. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt das Museum eine Anmeldung unter 03581-47 60 52 20 oder persönlich an der Museumskasse – insbesondere auch für Schulklassen.

Weitere Informationen zum Projekt: www.senckenberg.de/virtualreality

Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr geöffnet.

Wölfe oder Wolfshybriden in Deutschland?

Stellungnahme der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung anlässlich der Pressekonferenz der Partei „Die Blauen am 05.06.2018 in Dresden

Welche Erfahrungen hat Senckenberg bei der Wolfsforschung?
Der Wolf ist eine nach EU-Recht streng geschützte Art, zu deren Bestandsmonitoring in Deutschland die Bundesländer verpflichtet sind. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wurde nach einem umfangreichen Auswahlverfahren des Bundesamts für Naturschutz den Bundesländern zur Nutzung als Referenzzentrum für genetische Wolfsanalysen empfohlen und untersucht seit Anfang 2010 alle bundesweit anfallenden Wolfsproben.
2016 wurde durch die Bundesregierung die „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf unter der Führung Senckenbergs eingerichtet. Senckenberg arbeitet hierbei eng mit dem LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, sowie mit dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) zusammen. Senckenberg kooperiert darüber hinaus im Rahmen der Forschung zur Wolfsgenetik mit zahlreichen Institutionen aus dem In- und Ausland, beispielsweise den Universitäten in Arhus, Frankfurt, Oulu, Prag, Rom, Tartu, Wageningen und Warschau. Im Rahmen des internationalen CEwolf-Konsortiums werden Ergebnisse der genetischen Analysen zum Wolf in Mitteleuropa regelmäßig mit FachkollegInnen aus mehreren Ländern abgeglichen.
 
Senckenbergs Expertise im Fachgebiet Naturschutzgenetik lässt sich durch mehr als 70 wildtiergenetische Publikationen in internationalen Fachzeitschriften in den letzten 10 Jahren belegen. Inner- und zwischenartliche Hybridisierung ist dabei ein zentraler Forschungsschwerpunkt und wurde bei zahlreichen Gruppen, wie Säugetieren, Vögeln und Insekten molekulargenetisch untersucht.
 
Die Untersuchung der Schädel von Säugetieren ist eine der Hauptforschungsrichtungen der Abteilung Zoologie im Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Seit über 30 Jahren werden kraniometrische und kraniologische Untersuchungen an verschiedenen Arten absolviert. Die entsprechende Expertise ist im deutschsprachigen und internationalen Schrifttum mit über 30 Fachartikeln gut dokumentiert.
 
Wieviel Wolfshybriden gibt es nach aktuellem Stand in Deutschland?
Senckenberg liegen keinerlei wissenschaftliche Hinweise vor, dass es sich bei den deutschen Wölfen um Hybride handelt. Die modernen genomischen Analysen, deren Ergebnisse unabhängig vom eigenen Referenzprobenstamm sind, belegen klar, dass die heimischen Wölfe keinen erhöhten Hybridisierungsgrad aufweisen.
Die Hybridisierungsrate beträgt anhand der umfassenden Datenerhebung aus dem Wolfsmonitoring unter 1 Prozent, was einen vergleichsweise niedrigen Wert darstellt. Das Thema Hybridisierung im deutschen Wolfsbestand spielt daher aus wissenschaftlicher Sicht aktuell nur eine untergeordnete Rolle.
 
Was ist dran an den „neuen Beweisen für zahlreiche Wolfshybride in Sachsen?
Bis heute wurden 68 in Sachsen tot aufgefundene bzw. euthanasierte Wölfe im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz kraniologisch analysiert. Bei keinem Tier konnten Merkmale festgestellt werden, die auf eine Vermischung von Wolf und Hund (Hybridisierung) hindeuten.
Bei der Bestimmung von Säugetieren kommt es nicht darauf an, wie viele Merkmale verwendet werden, sondern dass die charakteristischen Merkmale hier die Wolf und Hund trennenden Merkmale beachtet werden. Im Rahmen unserer Analysen zur kraniologischen Unterscheidung von Wolf und Hund werden die entsprechenden Schädel vermessen und auf neun gut trennende qualitative Merkmale hin untersucht.

Die Schädel werden nicht numerisch nach der Anzahl der wolfstypischen Merkmale zugeordnet, sondern entsprechend der Variabilität aller Merkmale als Wolf bestimmt, wenn die Gesamtheit der Merkmale dafür spricht. Wolfsschädel weisen eine geringe Variabilität in der Ausprägung der qualitativen Merkmale auf. Sobald sehr sichere Merkmale, wie die Ausformung der Paukenblase (Bulla tympanica) nicht wolfstypisch ausfallen, wird eine molekulargenetische Untersuchung veranlasst.

Des Weiteren ist es wichtig, dass die verwendeten Merkmale auch richtig bewertet oder gemessen werden. Dazu sind bestimmte Kenntnisse und eine gewisse Erfahrung notwendig, über die Senckenberg in der Arbeitsgruppe der Sektion Mammalogie des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz verfügt.
 
Ist Senckenberg in der „Wolfsfrage neutral?
Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist eine unabhängige Bürgergesellschaft, die seit über 200 Jahren weltweit Naturforschung betreibt. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft ist Senckenberg zur Einhaltung höchster wissenschaftlicher Standards verpflichtet. Wissenschaftliche Neutralität gehört somit zu unseren obersten Leitzielen.
 
Sind die von Senckenberg genutzten Analysemethoden aussagekräftig?
Die Basis für das bundesweite genetische Wolfsmonitoring bilden Mikrosatellitenuntersuchungen auf Basis der Kern-DNA, die einen individuell einzigartigen genetischen Fingerabdruck ergeben und Rückschlüsse auf Individuenzahlen, Verwandtschaften und das Vorkommen von Hybriden der ersten Hybridgeneration (F1) erlauben. Bislang wurden bei über 4000 Proben mit Wolfsverdacht Kern-DNA-basierte Mikrosatellitenuntersuchungen durchgeführt. Um auch weiter zurückliegende Hybridisierungsereignisse detektieren zu können, verwendet Senckenberg eine kürzlich entwickelte Methode (Harmoinen et al., in Vorbereitung; Kraus et al., 2015): Über einen sogenannten SNP-Chip werden zahlreiche über das komplette Genom verteilte Punktmutationen (SNPs) untersucht, an denen sich Wölfe unabhängig ihrer geografischen Herkunft sicher von Haushunden unterscheiden lassen. Die Methode basiert auf den Daten großer genomweiter Studien, die in den letzten Jahren von international führenden WissenschaftlerInnen durchgeführt wurden (z.B. Galaverni et al., 2017; von Holdt et al., 2012). Anhand der Methode lassen sich Hybridisierungsereignisse mindestens bis in die dritte Hybridgeneration (= zweite Rückkreuzungsgeneration) sicher nachweisen. Die Methode ist deutlich präziser und höher auflösend als herkömmliche Methoden.
 
Senckenberg ist keine wissenschaftliche Institution bekannt, welche die Ergebnisse aus Morphologie und Genetik anzweifelt. Senckenberg stellt seine Ergebnisse und Methoden auf zahlreichen internationalen Konferenzen vor und kooperiert mit den führenden europäischen Laboren hinsichtlich der Wolfsgenetik. Unsere Methoden erfahren dabei große Zustimmung und werden mittlerweile von zahlreichen WissenschaftlerInnen verwendet. Senckenberg ist international aktuell kein Labor bekannt, welches im Rahmen des Wolfsmonitorings umfassendere genetische Daten erhebt oder überlegene Methoden anwendet.
 
Sollten die genetischen Untersuchungen von dafür akkreditierten Labors durchgeführt werden?
Bislang existieren keine genormten Standards für die Analyse und Interpretation von Wolfsproben, daher werden in dem Bereich keine Akkreditierungen vergeben, wie dies beispielsweise in der klinisch-diagnostischen Analytik üblich ist. Die bei Senckenberg praktizierten Methoden sind an die international üblichen wissenschaftlichen Verfahren angelehnt und werden in Kooperation mit anderen Institutionen ständig abgeglichen und weiterentwickelt. Bundesweit ist bisher kein akkreditiertes Applikationslabor bekannt, welches mit den dafür geeigneten Methoden Untersuchungen zur sicheren Unterscheidung von Hund, Wolf und deren Hybriden durchführt.

Warum werden die Proben zentralisiert bearbeitet?
Eine solche Zentralisierung ist sinnvoll, da im Unterschied zu menschlichen Proben genetische Untersuchungen am Wolf nicht genormt sind, so dass ein direkter Vergleich der Ergebnisse verschiedener Labore nicht ohne weiteres möglich ist. Die zentrale Bearbeitung anfallender Proben ist daher eine wesentliche Voraussetzung für eine bundesweit vergleichbare Bestandserfassung des Wolfes. Diese Vorgehensweise ist auch international üblich (z.B. in Frankreich, Schweden, Österreich, Schweiz).
 
Hat Senckenberg zu geringe Analysekapazitäten?
Die Anzahl der bei Senckenberg untersuchten Wolfsproben ist in den letzten Jahren von gut 200 auf annähernd 2000 pro Jahr gestiegen. Die durchschnittliche Probenbearbeitungszeit hat sich währenddessen durch technische und strukturelle Optimierungen sogar deutlich verringert. Eine zu geringe Analysekapazität liegt bei Senckenberg nicht vor.
 
Wie lange dauern die Analysen?
Ab Probeneingang benötigt das Labor in Gelnhausen für eine Artbestimmung durchschnittlich 8-10 Werktage. Anschließend gibt Senckenberg das Ergebnis umgehend an die zuständige Behörde weiter. Bei einem unklaren Ergebnis wird gelegentlich noch die Analyse einer B-Probe in Auftrag gegeben, was die Analysezeit entsprechend verlängert.
Wann ein Ergebnis der Öffentlichkeit bekannt wird, liegt nicht in der Hand Senckenbergs. Die Ermittlung des Verursachers von Nutztierrissen stellt beispielsweise einen komplexen Prozess dar, in dem die genetische Analyse nur einen Teilschritt darstellt. Vom verstrichenen Zeitraum zwischen einem Rissvorfall zur Bekanntgabe des Ergebnisses kann daher nicht auf die Dauer der genetischen Untersuchung geschlossen werden.
 
Kontakt
Dr. Sören Dürr
Judith Jördens
Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Ansorge (ab 11. Juni erreichbar)
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Abteilungsleiter Zoologie
Tel. 03581 - 4760-5400
hermann.ansorge@senckenberg.de

Dr. Carsten Nowak
Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt Projektbereichsleiter Wildtiergenetik
Tel. 06051- 61954-3122
carsten.nowak@senckenberg.de
    
Publikationen
Jähde, M. & H. Ansorge (2015): Kraniologische Analyse zur Unterscheidung von Wolf und Hund einschließlich ihrer Hybriden. Beitr. Jagd- und Wildforsch. 40: 433446

Hindrikson M, Remm J, Pilot M, Godinho R, Stronen AV, Baltrūnaité L, Czarnomska SD, Leonard JA, Randi E, Nowak C, Åkesson M, Lóez-Bao JV, Álvares F, Llaneza L, Echegaray J, Vilà C, Ozolins J, Rungis D, Aspi J, Paule L, Skrbinšek T, Saarma U: Wolf population genetics in Europe: a systematic review, meta-analysis and suggestions for conservation and management. Biological Reviews, 92: 1601-1629

de Groot GA, Nowak C, Skrbinšek T, Andersen L, Aspi J, Fumagalli L, Godinho R, Harms, V, Jansman HAH, Liberg O, Marucco F, Mysłajek RW, Nowak S, Pilot M, Randi E, Reinhardt I, Œmietana W, Szewczyk M, Taberlet P, Vilà C, Muñz-Fuentes V: Decades of population genetic research call for harmonization of molecular markers: the grey wolf, Canis lupus, as a case study. Mammal Review, 46: 4459

Kraus RHS, vonHoldt B, Cocchiararo B, Harms V, Bayerl H, Kühn R, Förster DW, Fickel J, Roos C, Nowak C: A single-nucleotide polymorphism-based approach for rapid and cost-effective genetic wolf monitoring in Europe based on non-invasively collected samples. Molecular Ecology Resources, 15: 295-305

Galaverni M, Caniglia R, Pagani L, Fabbri E, Boattini A, Randi E (2017): Disentangling timing of admixture, patterns of introgression, and phenotypic indicators in a hybridizing wolf population. Molecular Biology & Evolution 34, 2324-2339

Harmoinen J, von Thaden A, Cocchiararo B, Jarausch A, Kvist L, Aspi J, Munoz-Fuentes V, Nowak C: A fast and reliable SNP-based approach for accurate discrimination of wolves, domestic dogs and their hybrids based on noninvasively collected samples. In Vorbereitung

Kraus RHS, vonHoldt B, Cocchiararo B, Harms V, Bayerl H, Kühn R, Förster DW, Fickel J, Roos C, Nowak C (2015): A single-nucleotide polymorphism-based approach for rapid and cost-effective genetic wolf monitoring in Europe based on non-invasively collected samples. Molecular Ecology Resources 15, 295-305

von Holdt BM, Pollinger JP, Earl DA, Parker HG, Ostrander EA, Wayne RK (2012): Identification of recent hybridization between gray wolves and domesticated dogs by SNP genotyping. Mammalian Genome 24, 80-88

Die Stellungnahme finden Sie auch unter www.senckenberg.de/presse.

Museumsexperten trafen sich zum Austausch im Naturkundemuseum

(c) Gitschmann
Das Senckenberg Museum war Veranstaltungs-
ort für eine Fachtagung von Museumswissen-
schaftlern aus ganz Deutschland.
(c) J. Gitschmann, Senckenberg

Im Görlitzer Senckenberg Museum für Naturkunde fand vom 30. Mai bis 1. Juni die Fachtagung "Wir haben die Echten!" - Dimensionen des Authentischen in Naturkundemuseen statt.

Rund fünfzig Museumsexpert*innen aus deutschen Museen und Forschungseinrichtungen sowie Studierende des Studiengangs "Kultur und Management" der Hochschule Zittau/Görlitz trafen sich zum fachlichen Austausch.

Inhaltlich ging es in den Fragen und Diskussionen um das Selbstbild von Museen, das sich in deren Ausstellungen manifestiert und die Sichtweise und Anforderungen der Besucher an die Objekte und deren Informationsgehalt in den Museen. Ganz neue Wege beschreitet hierbei unter anderem das Görlitzer Naturkundemuseum, das die Objekte seines Hauptforschungsschwerpunktes, nämlich Bodentiere, aufgrund ihrer Größe nicht als Originale, also  "in echt" darstellen kann und stattdessen den neuen Weg der Virtual-Reality-Animation beschreitet. Hier wird die Welt der Bodentiere über eine sogenannte VR-Brille für die Besucher dreidimensional erlebbar und somit auch begreifbar. Grundsätzlich einig waren sich aber alle Tagungsteilnehmer darüber, das grundsätzlich das originale Objekt die größte emotionale Wirkung bei den Besuchern entfaltet.

Veranstalter der Tagung war der Forschungsverbund "Historische Authentizität der Leibniz-Gemeinschaft, gemeinsam mit dem Senckenberg Museum Görlitz und dem Museum für Naturkunde Berlin.

Schlangenalarm in Görlitz

Schoennatter (c) Gitschmann
Diese asiatische Schönnatter ist die neueste
Bewohnerin im Görlitzer Naturkundemuseum,
wohnt aber derzeit noch hinter den Kulissen.
© Gitschmann/Senckenberg

Am frühen Montagabend sorgte eine augenscheinlich exotische Schlange für Aufregung auf einem Balkon in der Görlitzer Reichertstraße. Zusammen mit der herbeigerufenen Polizei fing eine Mitarbeiterin des Naturschutz Tierparks Görlitz e.V. das 1,20 Meter lange Tier ein und brachte es ins Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Bei dem Exoten handelt es sich um eine ungiftige Schönnatter, die in den feuchten Tropen Südostasiens beheimatet und ein beliebter Terrarienpflegling ist, so Biologe Thomas Lübcke, Leiter der Lebendtierausstellung. "Nattern sind Ausbruchskünstler, sie nutzen selbst enge Spalten, um sich einen Weg ins Freie zu suchen", weiß Lübcke aus eigener Erfahrung: "Bei Unachtsamkeit entkommt eine solche Schlange schnell. Als Baumbewohnerin ist es für sie ein leichtes, aus dem Fenster hinaus und an der Hauswand entlang zu kriechen." Im Vivarium ist das Tier erst einmal in sachkundigen Händen. Sofern sich kein Besitzer meldet, bleibt sie bis auf weiteres dort und wird gegebenenfalls auch in der Ausstellung zu sehen sein.

Spaziergang in die Stadtnatur

Stadtnatur

Am 17. Mai nehmen die jungen Mitarbeiter*innen des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz Interessierte wieder mit auf einen Spaziergang in die Stadtnatur. Diesmal erkunden sie mit euch die Tier- und Pflanzenwelt entlang der Neiße. Treffpunkt ist 17 Uhr auf dem Parkplatz an der Stadthalle Görlitz. Kinder sind ausdrücklich willkommen. Bitte Ferngals mitbringen falls vorhanden

Do 17. Mai 2018 | 17:00 Uhr | Exkursion | Görlitz
Natur in der Stadt: Tier- und Pflanzenwelt entlang der Neiße
mit Dr. Birgit Lang, Jörg Müller, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz & Stefanie Schindler
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Virtual-Reality-Brille erneut im Görlitzer Naturkundemuseum zu erleben

VR Brille
Eine Mitarbeiterin weist die Besucherin in die
neue Technik des Naturkundemuseums ein und
beantwortet Fragen rund um die Virtual-Reality-
Animation „Abenteuer Bodenleben“.
Copyright: Senckenberg/Träger

Bereits in den Winterferien sorgte die Virtual-Reality-Animation im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz für einen Besucheransturm und stieß bei Kindern wie Erwachsenen auf Verblüffung und Begeisterung.
Mittels einer speziellen Brille wird der Besucher – imaginär – auf die Größe einer Landassel geschrumpft und taucht in das Innere des Bodens ein, begegnet Bodentieren wie Springschwänzen, Weißwürmern und sogar einem Hundertfüßer.

Die Animation ist Teil eines Projektes, das Forschung erlebbar macht und für den Lebensraum Boden sensibilisiert. Seit über fünfzig Jahren stellen Bodenorganismen einen Forschungsschwerpunkt am Görlitzer Naturkundemuseum dar. Die digitale Technik ermöglicht erstmals, diesen Lebensraum den Besuchern auf eine ganz neue, emotionale Art näher zu bringen.

Seit einigen Monaten zieht die Virtual-Reality-Animation "Abenteuer Bodenleben" mit der Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde“ des Senckenberg Museums Görlitz durch die Lande, war bereits in Bonn und im Umweltbundesamt in Dessau zu erleben und steht derzeit in Frankfurt am Main.

In Görlitz können Besucher die VR-Brille erneut am zweiten Maiwochenende (12./13.5.) anlässlich des Internationalen Museumstags von 10:30 bis 17:30 Uhr ausprobieren. Der Eintritt am Sonntag, 13. Mai ist frei. Um Wartezeiten zu vermeiden, bittet das Museum um vorherige Anmeldung an der Museumskasse oder unter der Telefonnummer 03581 47605220. Pro Person sollten dabei zehn Minuten eingeplant werden. Die Wartenden können das Geschehen so lange auf einem Bildschirm miterleben.

Eine weitere Präsentation der Virtual-Reality-Animation ist für die zwei Wochen vor den Sommerferien und die erste Ferienwoche (16. Juni bis 8. Juli) geplant. Voraussichtlich ist dann bereits eine weitere Themenwelt, die Laubstreu, zu erleben. Welchen Bewohnern man hier zwischen Blättern und Baumästen von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht wird noch nicht verraten.

Weitere Informationen zum Bundesprojekt: www.senckenberg.de/museum4punkt0

Mit Senckenberg in die Natur und die Museumssammlungen
Veranstaltungen zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018

Exkursion SMNG
Exkursion: Mit Senckenberg-Wissenschaftlern
ganz genau hinschauen. Hierzu lädt eine
Exkursion in den ehemaligen Tagebau
Berzdorf bei Görlitz ein. (c) privat

Anlässlich des Kulturerbejahres der Europäischen Union bietet das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz am 5. Mai 2018 eine Exkursion in den ehemaligen Tagebau Berzdorf an und öffnet am 6. Mai die Türen ausgewählter Sammlungen für die Öffentlichkeit.

Naturkundliche Museumssammlungen sind Ausdruck des Strebens nach Erkenntnis zur Entstehung und Ordnung der Natur. Sie belegen die Vielfalt auf unserem Planeten und dokumentieren Veränderungen in der belebten und unbelebten Welt in Zeit und Raum. Sie stellen sozusagen das naturwissenschaftliche Gedächtnis der Erde dar und sind somit unbestreitbar Bestandteil des Kulturerbes der Menschheit.

(c) Sven Tränkner
Entomologie: Dr. Bernhard Seifert öffnet die
Görlitzer Insektensammlung. Der bekannte
Ameisenspezialist berichtet über seine
Forschung an der faszinierenden Tiergruppe.
(c) Sven Tränkner

Im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz werden seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Tiere, Pflanzen, Gesteine und Fossilien gesammelt und erforscht. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt ist dabei seit über 50 Jahren die biologische Entwicklung von Bergbauböden. Während der von Wissenschaftlern geleiteten Exkursion am 5. Mai erfahren die Teilnehmer welche Fragestellungen im Gelände bearbeitet werden und erleben, wie Proben im Gelände genommen und für die Aufbewahrung im Museum vorbereitet werden. Im Rahmen der Führung stehen Bodenorganismen, Insekten, Pflanzen, Flechten und Pilze im Mittelpunkt.

Am 6. Mai öffnen die Pflanzensammlung (Herbarium), die Schneckensammlung, die Ameisensammlung, einzelne Bereiche der Bodenzoologie sowie die Rasterelektronenmikroskopie im Rahmen dreißigminütiger Führungen. Um 10:00 Uhr hält Museumsdirektor Prof. Dr. Willi Xylander einen halbstündigen Einführungsvortrag zum Thema „Warum wir sammeln?“. Durchgängig geöffnet sind außerdem die Museumsbibliothek mit Führungen und die Museumsausstellungen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen sowie der Eintritt in das Museum am 6. Mai sind kostenlos.

Detailliertes Programm am 6. Mai hier.

Weitere Informationen und alle Senckenberg-Veranstaltungen zum Kulturerbejahr: www.senckenberg.de/Aktionsplan_Forschungsmuseen

Sa 05.05.2018| 14:00 Uhr | Europäisches Jahr des Kulturerbes 2018 |
Feldarbeit von Museumswissenschaftlern – aus der Natur ins Museum
Zoologisch-botanische Exkursion mit Wissenschaftlern des Senckenberg Museums für Naturkun-de Görlitz, Treffpunkt: Wegekreuzung am »Golfplatz« Neuberzdorfer Höhe. Zufahrt über Blaue Lagune Richtung Aussichtsturm. Dauer ca. 3 Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos.

So 06.05.2018| 10:00 Uhr | Europäisches Jahr des Kulturerbes 2018 | Sammlungsgebäude des Museums
Warum wir sammeln – Belege für den Wandel! – Die Sammlungen öffnen ihre Türen
10:00 Uhr | Seminarraum Museum: Einführungsvortrag von Prof. Dr. Willi Xylander
10:00 – 13:00 & 14:00 – 16:00 Uhr: Besichtigungsmöglichkeit ausgewählter Bereiche der Forschungssammlungen.

Geologische Exkursion zum Kaolinwerk Caminau

(c) Tietz
Steine unter die Lupe genommen.
Foto: Olaf Tietz

Die Exkursionsteilnehmer lernen den aktiven Kaolin-Tagebau Caminau kennen. Kaolin, auch Porzellanerde genannt, ist ein wichtiger Rohstoff für die Porzellan- und Papierherstellung. Der Kaolin entstand unter bestimmten Klimabedingungen und längeren geologischen Zeiträumen durch chemische Verwitterung aus dem Lausitzer Granodiorit. Das zweite Exkursionsziel sind die Kiesgruben Holschdubrau. Dort, am Rande des Hahnenberges, sind einmalige Einsichten in das Wirken der Elster-Kaltzeit möglich.

So 05.05.2018 | 10:00 Uhr | Exkursion
Geologische Exkursion ins Hahnenberggebiet zum Kaolinwerk Caminau und den Kiesgruben Holschdubrau
mit Dr. Olaf Tietz, Sektion Paläozoologie/Geologie, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Treffpunkt: Betriebsparkplatz Kaolinwerk Caminau
Bitte festes Schuhwerk, wetterfeste Bekleidung, Hammer und Verpflegung mitbringen.
Dauer ca. 5 Stunden.

ausverkauft: Ernst Ulrich von Weizsäcker hält Humboldtvorlesung in Görlitz

Weizsäcker
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker kommt
am 3. Mai zur Humboldtvorlesung nach Görlitz.
© privat

Für diese Veranstaltung gibt es keine Karten mehr!

Am 3. Mai um 18:30 Uhr stellt der bedeutende Umwelt- und Zukunftsforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker im Rahmen der Humboldtvorlesung den neuen Bericht des Club of Rome vor. „Die Volle Welt verlangt von uns ein fundamentales Umdenken“ lautet der Titel seines Vortrags, in dem er die Auswirkungen des weltweiten Bevölkerungswachstums thematisiert.

Der 1939 geborene Physiker und Neffe des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zählt zu den 100 einflussreichsten Vordenkern unserer Zeit. In verschiedenen internationalen Gremien und Funktionen analysiert von Weizsäcker seit Jahrzehnten den Zustand der Welt und schlägt Lösungen vor, wie das Überleben der Menschheit und einer lebenswerten Umwelt erreicht werden kann. In seinem Vortrag bezieht er sich auf den unter seiner Mitwirkung entstandenen aktuellen Bericht des Club of Rome.

Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von namhaften Wissenschaftlern, Geschäftsleuten, hochrangigen Beamten und ehemaligen Staatsoberhäuptern aus der ganzen Welt. Sie widmen sich den globalen Herausforderungen der Menschheit und suchen durch wissenschaftliche Analyse, Kommunikation und Interessenvertretung Auswege aus der Krise.

Die Humboldtvorlesung wird vom Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz unterstützt. Der Eintritt kostet 2 €. Karten sind im Vorverkauf an der Kasse des Senckenberg Museums erhältlich.

Do 03.05.2018 | 18:30 Uhr | Humboldtvorlesung | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Vizepräsident des Club of Rome
Die Volle Welt verlangt von uns ein fundamentales Umdenken – Der neue Bericht des Club of Rome
Der Eintritt kostet 2 €. Karten sind im Vorverkauf an der Kasse des Senckenberg Museums erhältlich.

Vorstellung Geopark Neißeland

(c) Jörg Büchner
Das Zittauer Gebirge an der tschechisch-
deutschen Grenze soll in einen trinationalen
Geopark eingebunden werden.
(c) Jörg Büchner

Seit 2013 gibt es eine Initiative zur Etablierung eines trinationalen Geoparks im Dreiländereck, an der unterschiedliche Organisationen aus der Region beteiligt sind, u.a. die Sektion Geologie des Görlitzer Senckenberg Museums. Jörg Büchner stellt in seinem Vortrag dieses Projekt vor und gibt einen umfassenden Überblick, was ein Geopark ist, welche Kategorien es gibt (Nationaler oder Unesco Global) und liefert Gründe, weshalb der Geopark Neißeland in der Dreiländerregion etabliert werden soll. In diesem Zusammenhang erläutert er auch das regionale geologische Kooperationsnetzwerk GECON, dem neben dem Senckenberg Museum auch die TU Liberec und der Geopark Ralsko angehören.
 
Dienstag, 24. April 2018 | 14:00 Uhr | Naturwissenschaftliches Kolloquium | Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (Seminarraum)
Der Geopark Neißeland – drei Länder, eine Landschaft
Fachvortrag von Jörg Büchner, Sektion Paläozoologie/Geologie, SMNG
Der Eintritt zum Kolloquium ist kostenlos.

Geschichte und Kultur Weißrusslands

(c) W. Bena
Burgreste in Nowogródek (c) Waldemar Bena

Der polnische Naturfotograf und Reiseleiter Waldemar Bena bereist seit einigen Jahren das östliche Nachbarland Polens, Weißrussland. In diesem ersten Vortrag stellt er den Nordwesten des Landes vor und geht insbesondere auf die Geschichte und Kultur dieser Grenz- und Übergangslandschaft ein, die über die Jahrhunderte zu den Kiewer Rus, zum Großfürstentum Litauen, der polnischen-litauischen Adelsrepublik und letztendlich der Sowjetunion gehörte, von der Weißrussland 1991 seine staatliche Unabhängigkeit erlangte. So stellt Weißrussland bis heute die faszinierende Melange einer vielfältigen kulturellen Prägung dar. Ein in Deutschland weitgehend unbekanntes Land, das seiner touristischen Entdeckung harrt.

FR 13. April 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Geschichte und Kultur in Weißrussland – der Nordwesten um Nawahrudak/Nowogródek
Vortrag von Waldemar Bena, Zgorzelec
Der Eintritt kostet 2 €.

Ausflugstipp zu Ostern - das Senckenberg Museum in Görlitz

Familie
Ostern lockt Familien von nah und fern ins
Naturkundemuseum. Foto: C. Düker

Falls das Wetter zu Ostern nicht einladend ist, können Besucher den Osterspaziergang in das Görlitzer Naturkundemuseum verlegen. Denn in der Ausstellung "Natur der Oberlausitz" hat der Frühling längst Einzug gehalten. Hier erleben die Besucher viele Tiere und Pflanzen in naturnah gestalteten Dioramen aus nächster Nähe. Aber auch ein Abstecher zu Gorilla und Schnabeltier in den tropischen Regenwald und den Tieren in die afrikanische Savanne ist möglich. Weiteren tropischen und einheimischen Tieren begegnen die Besucher im Vivarium, dem Lebendtierbereich des Museums. Darunter ist übrigens eine exotische Krabbenspinne, die vor einigen Tagen mit einer Bananenlieferung in einem Görlitzer Lebensmittelgeschäft auftauchte. Wer Spinnen nicht gerne mag, wird stattdessen mehr Freude an den gerade geborenen Babystechrochen haben, die gemeinsam mit ihren Eltern im Südamerikabecken leben.
Außerdem sorgt derzeit die Sonderausstellung "Tricture 3D - Deine Reise in die Urzeit" für viel Spaß, denn hier können Besucher witzige und fantasievolle Fotos mit Dinosauriern und anderen großen Tieren schießen.
 
Öffnungszeiten an der Osterfeiertagen:
Ostersonntag und Ostermontag von 10-18 Uhr
Karfreitag geschlossen
Eine Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu fünf Kinder kostet 6 Euro.

Benefizvortrag im Humboldthaus

(c) Jens Schröter
Foto: Jens Schröter, Görlitz

Im November 2017 bereisten die beiden Görlitzer Petra und Jens Schröter drei Nationalparks in Uganda und berichten nun in Bild und Ton von ihren Reisen zu den bedrohten Berggorillas, den Elefanten im Queen-Elisabeth-Nationalpark und von einer Bergtour im Ruwenzori-Gebirge, dem mit über fünftausend Metern höchsten Gebirgszug Afrikas.

Freitag, 23. März 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2 , 02826 Görlitz
Bei den Berggorillas zu Besuch - eine Reise durch drei Nationalparks Ugandas
Vortrag von Petra und Jens Schröter, Görlitz
Der Eintritt ist frei. Um Spenden zu Gunsten des LiScha-Projektes in Nepal wird gebeten!

Weitere Infos: www.lischa-himalaya.org

Tektite in der Lausitz und weltweit

Moldavit
Lausitzer Moldavit (c) M. Hurtig

Michael Hurtig aus Kubschütz ist Mineralogie und Spezialist für Tektite. Dies sind natürliche Gläser, die beim Einschlag von großen Meteoriten auf der Erde entstehen. Es handelt sich dabei um geschmolzenes Gestein, das einen glasartigen Zustand annimmt und durch den Einschlag weite Strecken durch die Luft transportiert wird. Bekannte Fundstätten gibt es zum Beispiel in der Lausitz, die von einem Einschlag im heutigen Tschechien stammen und Moldavite genannt werden.
Insgesamt sind weltweit fünf Einschlagsereignisse bekannt, bei denen Tektite entstanden sind. In seinem Vortrag stellt Michael Hurtig Funde aus der Lausitz, aber auch anderen Regionen der Welt vor.
 
Dienstag 6. März 2018 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum/Seiteneingang
Tektite in der Lausitz und weltweit
Vortrag von Michael Hurtig, Kubschütz
Der Eintritt kostet 2 €.

Frühjahrsprogramm lockt ins Museum und in die Natur

Frühjahrsprogramm

02.03.2018 Das gerade erschienene Veranstaltungsprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde enthält rund dreißig gute Gründe die Ausstellungen zu besuchen oder an Vorträgen und Exkursionen teilzunehmen. Das Programm März bis August ist an der Museumskasse erhältlich und kann hier herunter geladen werden.

Höhepunkte des Programms sind die Humboldtvorlesung mit dem international bekannten Zukunftsforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker am 3. Mai um 18:30 Uhr sowie zwei Veranstaltungen zum Europäischen Jahr des Kulturerbes am 5. und 6. Mai. Die Museumswissenschaftler laden an dem Wochenende zu einer Forschungsexkursion auf die Berzdorfer Halden ein und öffnen für die Besucher die Museumssammlungen. In einer Autorenlesung stellt die Schriftstellerin Susanne Dohrn am 27. März ihr neues Buch vor „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“. Insgesamt sechs Exkursionen führen unter anderem zur Tier- und Pflanzenwelt an die Neiße, zu den Libellen nach Berzdorf oder zu den knurrenden Grasfröschen an die Ullersdorfer Teiche. In den verschiedenen Vortragsreihen geht es z.B. um das Riesengebirge, Gorillas in Uganda und Land und Leute in Weißrussland.

Im Museum ist noch bis zum 4. März eine Virtual-Reality-Installation mit Bodentieren zu erleben und bis zum 12. August bitten Dinosaurier Mammuts und andere Bodentiere zum Fototermin in die Ausstellung „Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit“.

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Besucherrekord im Senckenberg Museum

01.03.2018 Museumsdirektor Prof. Willi Xylander strahlt über das ganze Gesicht: „Mit 7138 Besuchern haben wir im Februar das insgesamt beste Monatsergebnis mindestens seit der Wiedereröffnung des Museums 2003 erreicht.“ Sonst kamen im Februar durchschnittlich 3802 Gäste in das Görlitzer Naturkundemuseum.

Insbesondere Familien hatten viel Spaß in der Ausstellung „Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit“. Sie ermöglicht verblüffende Fotos, bei denen sich die Besucher in Interaktion mit zumeist ausgestorbenen Tierarten ablichten können. „Aber wir hatten in den Ferien auch noch ein tolles Wissenschaftserlebnis im Angebot – eine Virtual Reality Brille“, ergänzt Xylander. „Die neue Technik macht es möglich, in schwer zugängliche Lebenswelten einzutauchen und diese hautnah zu erkunden. So begeben sich die Nutzer in die Welt unter unseren Füßen und begegnen verschiedenen Bodentieren.“ Die Gäste zeigten sich sehr beeindruckt von dem realen Erlebnis, das die Installation ermöglicht. „Wir bringen so unseren Besuchern die Lebenswelt näher, mit der sich viele Wissenschaftler am Senckenberg Museum beschäftigen“, erklärt Xylander, der die Forschungsabteilung Bodenzoologie am Haus leitet. Die VR-Brille ist Teil eines großen bundesweiten Forschungsprojekts – museum4punkt0 - an dem das Görlitzer Museum aktiv beteiligt ist. Darin erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien für die zukünftige Nutzung der Museen.

Am Museum sind alle gespannt, wie sich die Besucherzahlen im Jahresverlauf entwickeln. Die VR-Brille kann noch bis zum 5. März getestet werden und die Tricture Ausstellung steht bis zum Ende der Sommerferien. Und am 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt frei!

Mehr zum Projekt: www.museum4punkt0.de

Blinder Passagier aus Ecuador – Riesenkrabbenspinne im Görlitzer  Bioladen

Riesenkrabbenspinne
Nichts für Spinnenphobiker.
Diese südamerikanische Krabbenspinne kam
mit einer Bananenlieferung nach Görlitz. Jetzt ist
sie im Lebendtierbereich des Naturkunde-
museums zu sehen © Thomas Lübcke

19.02.2018 Da staunte Ralph Marscholek, Inhaber des NaturkostArche-Bioladens in Görlitz nicht schlecht, als er am vergangenen Freitag zusammen mit einem Kunden einen blinden Passagier in der Bana-nenkiste entdeckte: In der Lieferung aus Ecuador saß eine fast handtellergroße Spinne. Das Schicksal manch anderen Achtbeiners - mit der Schuhsohle erschlagen zu werden - blieb dem Weltreisenden aus Übersee aber glücklicherweise erspart. Beherzt bugsierte man das Tier in ein Einmachglas und brachte es ins Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Biologe Thomas Lübcke, Leiter des Lebendtierbereiches, zeigte sich hocherfreut „Solche Ereignisse sind in meinem Beruf das Salz in der Suppe“.

Bei dem Exemplar handele es sich um eine sogenannte Riesenkrabbenspinne, so Lübcke; ihren Namen verdankt sie der seitlich abgewinkelten Stellung ihrer Beine und der Gewohnheit, seitwärts zu laufen. Riesenkrabbenspinnen kommen rund um den Globus vor, hauptsächlich in den Tropen. Unter ihnen sind die Arten mit der größten Beinspannweite überhaupt unter den Spinnen. In Mitteleuropa hingegen ist diese Spinnenfamilie nur mit einer einzigen Art, der Grasgrünen Huschspinne, vertreten. Der Name ist Programm: "Riesengrabbenspinnen gehören zu den schnellsten Läufern unter den Wirbellosen und sind einfach unerhört flink!" weiß Lübcke.

In seiner Dienstzeit wurden Thomas Lübcke schon so manche Tiere gebracht, die eine unfreiwillige Reise angetreten hatten: Skorpione im Urlaubskoffer aus Kroatien, Mittelmeergeckos in Frachtpaletten, sogar ein Rotkehlanolis aus den USA, versteckt in einem Pinienzapfen, den eine Urlauberin als Souvenir eingesammelt hatte. Auch in Bananenkisten mitgereiste Spinnen tauchen immer wieder mal in der Presse auf, wenn auch eher selten. "Dass eine Spinne vor Ort die Be-handlung der Früchte mit Pestiziden übersteht, den Transport im Kühlraum und die Lagerung, ist schon recht unwahrscheinlich. Aber in seltenen Fällen überlebt doch mal ein Tier", erklärt Lübcke.

Wenn man das "Glück" habe, eine Spinne zwischen den begehrten Südfrüchten zu finden, ist grundsätzlich erst einmal Vorsicht angeraten: Möglicherweise handelt es sich um eine sogenannte Kammspinne aus Südamerika, eine der giftigsten Arten und auch für den Menschen gefährlich, zumal sie schnell zubeißen. Auch Vogelspinnen haben es schon auf dem Frachtweg in deutsche Supermärkte geschafft, von denen aber nichts zu befürchten ist, da sie kein für Menschen gefähr-liches Gift besitzen. Auch Ralph Marscholeks Riesenkrabbenspinne ist harmlos.

Nach ihrer Ankunft im Naturkundemuseum bezog sie ihr eigenes Terrarium und durfte sich übers Wochenende mit einer saftigen Grille stärken. "Bei der Spinne handelt es sich übrigens um ein ausgewachsenes Weibchen - sollte sie vor ihrer Transatlantikreise noch einen Paarungspartner gefunden haben, lässt sie sich vielleicht nachzüchten", freut sich Thomas Lübcke. Auf jeden Fall aber ist sie ab sofort im Vivarium für Besucher zu sehen.

Sehen Sie hierzu einen Filmbericht des Mitteldeutschen Rundfunks: https://www.mdr.de/brisant/video-exotische-spinne-bananenkiste-ecuador-100.html

Abenteuer Bodenleben - virtuelle Realität im Senckenberg Museum erfahren

N. Xylander
Auf einem Bildschirm können Besucher
beobachten, was die Trägerin der Bildschirm-
brille gerade erlebt. © Nikola Xylander

16.02.2018 Über 400 Erwachsene und Kinder ließen sich seit Beginn der Winterferien im Görlitzer Naturkundemuseum auf wenige Zentimeter Größe schrumpfen und erkundeten die Tierwelt des Bodens. Das funktioniert mit Hilfe einer sogenannten Virtual Reality-Brille, die dem Nutzer den bestechend echten Eindruck vermittelt, sich durch die winzig kleinen Bodenporen zu bewegen. Die Nutzung der Brille ist kostenlos und dauert 5 bis 10 Minuten und eignet sich ab einem Alter von sechs Jahren. Wegen der starken Nachfrage wird eine telefonische Terminreservierung unter 03581 – 47 60 52 20 empfohlen.

Neben der Bodensimulation lockt die Sonderausstellung „Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit“, die - diesmal ohne Brille - eine unterhaltsame Reise zu ausgestorbenen Tieren ermöglicht, in dem die Besucher sich mit ihnen fotografieren.

Die Nutzer der Virtual Reality-Brille sind durchweg sehr beeindruckt von der Qualität der simulierten Umwelt und der Tiere auf die sie trafen. Tausendfüßer, Weißwürmer, Springschwänze und andere Bodentiere halten sich in dem Bodenlabyrinth auf, durch das sich die Besucher mithilfe einer virtuellen Taschenlampe bewegen. Warum gerade Bodentiere? Die Erforschung der Vielfalt der im Boden lebenden Organismen ist seit Jahrzehnten ein Forschungsschwerpunkt der Wissenschaftler am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

Bei dieser Präsentation handelt es sich um einen Prototyp der im Rahmen des Forschungsprojektes „museum4punkt0–Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ entwickelt wurde. Dazu erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen von 2017 bis 2020 verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien. Um das Projekt fachlich auszuwerten, werden die Nutzer im Anschluss gebeten, einen kurzen Fragebogen auszufüllen.
Weitere Infos: www.senckenberg.de/museum4punkt0

Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr und in den Sächsischen Winterferien vom 10. bis 25. Februar 2018 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Florale Schneckenpost

Nicht-heimische Schnecken gelangen über Blumenhandel nach Europa

Bananenschnecke
Die Bananenschnecke Ariolimax columbianus
kommt mit dem Blumenstrauß nach Europa
© Benjamin Reise

Görlitz, 13.02.2018. Ein internationales Team aus Senckenberg-Wissenschaftlern und Forschenden des Naturhistorischen Museums Göteborg und des Königlich Belgischen Instituts für Naturwissenschaften hat auf eine potentielle Einschleppungsroute nordamerikanischer Tierarten hingewiesen. Sie fanden verschiedene nicht-heimische Schneckenarten, die mit dem Import von Salal, einem Bindegrün für Blumensträuße, nach Schweden gelangten. Das Wissenschaftler-Team empfiehlt in seiner kürzlich im Fachjournal „Folia Malacologica“ erschienenen Studie den Import von Zierpflanzen nach Europa stärker zu kontrollieren, um die Gefahr durch potentielle neue invasive Arten zu verringern.
 
Ein Blumenstrauß ist ein schönes Geschenk – um den Sträußen mehr Volumen zu geben, wird den Blumen häufig das Bindegrün Salal beigefügt. „Dieser hübsche ‚Füller’ aus der Gattung der Scheinbeeren kann es aber ‚in sich haben’“, erklärt Dr. Heike Reise vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und fährt fort: „Wir haben herausgefunden, dass mit dem Import von Salal – Gaultheria shallon – auch unerwünschte Passagiere nach Europa gelangen können.“
Gemeinsam mit einem internationalen Team hat die Görlitzer Malakologin im Rahmen des Langzeitprojektes "Synantrope Schnecken und Nacktschnecken" mehrere Schnecken untersucht, die in verschiedenen schwedischen Blumengeschäften zwischen oder in unmittelbarer Nähe von Salal-Lieferungen gefunden wurden. „Es handelt sich hierbei um die nicht-heimischen Arten Ariolimax columbianus und Prophysaon foliolatum“, so Reise. Sowohl die Pflanze, als auch die Schnecken stammen ursprünglich von der Pazifikküste Nordamerikas.

Prophysaon foliolatum
Die Schneckenart Prophysaon foliolatum ist
erstmalig in Europa aufgetaucht
© Heike Reise

Die Nacktschnecke Ariolimax columbianus wird aufgrund ihrer Größe und gelblichen Färbung auch häufig als „Bananenschnecke“ bezeichnet und ist mit bis zu 25 Zentimetern die größte landlebende Schnecke Nordamerikas. Zudem sind Bananenschnecken für ein ungewöhnliches Verhalten bei der Paarung bekannt: In etwa fünf Prozent der Fortpflanzungsakte knabbert ein Geschlechtspartner, nach der Übertragung der Samenpakete mit Hilfe seiner Raspelzunge, den noch in der Vagina steckenden Penis des anderen Partners ab und frisst ihn auf.

„Die Schneckenart Prophysaon foliolatum ist nun erstmalig in Europa aufgetaucht“, erläutert Reise. Ihre Fähigkeit zur Selbstamputation des Hinterleibs bei einem Angriff brachte den Tieren den Beinamen „taildropper“ ein.
Beide Arten leben in erster Linie am Boden feuchter Küstenregenwälder entlang der Westküste Nordamerikas. „Genau dort gedeiht Salal als üppiger Unterwuchs und wird in riesigen Mengen in Wäldern geschnitten. Wir gehen davon aus, dass hierbei gelegentlich auch die Schnecken mitgenommen und verpackt werden. Unsere und weitere Funde der nordamerikanischen Arten tauchten immer im Zusammenhang mit dem Bindegrün auf – dies bekräftigt unsere Hypothese“, ergänzt die Görlitzer Wissenschaftlerin. Begünstigend für die unabsichtliche Einfuhr sind die „schneckenfreundlichen“ Transport- und Lagerbedingungen der Pflanzen.
 
Während viele europäische landlebende Schneckenarten, wie beispielsweise die Rote Wegschnecke oder der Tigerschnegel, bereits erfolgreich Populationen in Nordamerika etabliert haben, ist die Einfuhr in die entgegengesetzte Richtung bisher weniger bekannt. „Um einer Invasion dieser Tiere entgegenzuwirken, empfehlen wir den von uns aufgezeigten Transportweg zukünftig besser zu kontrollieren. Während dies in den USA und Australien schon sehr gründlich geschieht, muss diesbezüglich in Europa noch nachgerüstet werden. Zumal die untersuchten Arten relativ auffällig und groß sind; es ist gut anzunehmen, dass viele andere, kleinere Organismen unbemerkt über diese Route nach Europa gelangen“, schließt Reise.
 
Publikation:
Proschwitz, T. von, Reise, H., Schlitt, B. & Breugelmans, K. 2017. Records of the slugs Ariolimax columbianus (Ariolimacidae) and Prophysaon foliolatum (Arionidae) imported into Sweden. Folia Malacologica 25: 267–271.

Virtual Reality im Naturkundemuseum

VR Boden

Wer schon immer einmal durch eine Virtual Reality-Brille schauen wollte, bekommt dazu die Gelegenheit in den Winterferien im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Die neue Technik macht es möglich, in schwer zugängliche Lebenswelten einzutauchen und diese hautnah zu erkunden. So begeben Sie sich in die Welt unter unseren Füßen und begegnen verschiedenen Bodenbewohnern. Große und kleine Besucher ab sechs Jahren können vom 10. Februar bis 04. März 2018 nach vorheriger Anmeldung die VR-Brille testen.

Anmeldung erforderlich: Tel. 03581 47605220
Ein Durchlauf pro Person dauert ca. 10 Minuten. Für größere Gruppen sind 60 Minuten einzuplanen.

Weitere Infos: www.senckenberg.de/museum4punkt0

Winterferien im Naturkundemuseum

In den Winterferien lädt das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz Kinder ab 6 Jahren zu einem Nachmittagsprogramm ein. Dienstags bis donnerstags jeweils 14.00 Uhr können Ferienkinder in der Sonderausstellung Tricture 3D mit Sauriern und Höhlenbären auf Tuchfühlung gehen und Spannendes aus der Urzeit erfahren. Warum haben Schlangen Schuppen, Vögel Federn und Säugetiere ein Fell? Warum ist ein Zebra schwarz-weiß und ein Tiger gelb-braun gestreift und was hat es mit diesen Farben wirklich auf sich? Auch diesen Fragen gehen die Kinder im Museum auf die Spur.

Anmeldungen zu den einzelnen Veranstaltungen unter 03581 47605-220, Kosten 2,50 € pro Kind, Dauer 1,5 Stunden.
Das vollständige Programm, auch für  Kindergärten und Hortgruppen, gibt es hier.

Dienstag, 13. und 20. Februar 2018, 14:00 Uhr
»Tricture – Naturgemälde mit 3D-Effekt«
Zwischen den Zähnen eines Sauriers zu klemmen oder einem Löwen von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen, ist sicher keine angenehme Vorstellung. In unserer neuen Sonderausstellung »Tricture 3D - Deine Reise in die Urzeit« kann man dieses Erlebnis ohne Angst und Schrecken erleben. Durch Spaß und Interaktivität wird Neugier und Wissensdurst geweckt und nachhaltig gelernt, und ein sensationelles Erinnerungsfoto ist immer mit dabei.  
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Person

Mittwoch, 14. und 21. Februar 2018, 14:00 Uhr
»Die Farben der Tiere«
Warum ist ein Zebra schwarz-weiß und ein Tiger gelb-braun gestreift? Das ist doch viel zu auffällig. Viel-leicht könnte sich der Mandrill auch ein wenig dezenter schminken! Was hat es mit  den Farben wirklich auf sich? Sind sie Tarnung oder Warnung? Vielleicht gibt es aber auch andere Gründe bunt zu sein? Wir gehen im Regenwald und in der Savanne auf Spurensuche.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Person

Donnerstag, 15. und 22. Februar 2018, 14:00 Uhr
»Schuppe, Feder, Haar«
... oder warum haben Schlangen Schuppen, Vögel Federn und Säugetiere ein Fell? Alles zu seiner Temperatur könnte man meinen. Gibt es eigentlich eine bessere oder schlechtere Körperbedeckung? Wir gehen im Museum auf Spurensuche, pardon: auf Schuppen-, Feder- oder Fellsuche.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Person

Anmeldung für die einzelnen Veranstaltungen unter:
Museumspädagogik am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel.: 03581 47605-211 oder 03581 47605-220
Mail: petra.vassmers@senckenberg.de

Übrigens: In den Winterferien vom 12.-25. Februar ist das Naturkundemuseum täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet!

Auf der Jagd nach unentdeckten Tierarten

Kinderakademie und Abendvortrag bei Senckenberg

Lanzenotter
Gunther Köhler zeigt Einheimischen eine giftige
Lanzenlotter.
Die Erforschung der Tierwelt ist auf die Hilfe
der lokalen Bevölkerung angewiesen.

Am 2. Februar hält der Frankfurter Zoologe Dr. Gunther Köhler zwei Vorträge im Görlitzer im Humboldthaus über seine Expeditionen nach Mittel- und Südamerika zur Erforschung von Reptilien und Amphibien. Für Kinder von 8-12 Jahren um 16:00 Uhr in der Görlitzer Kinderakademie und für alle anderen in einem öffentlichen Vortrag um 19:30 Uhr.

Genau so stellt man sich einen Zoologen vor: Verschwitzt mit einer Machete in der Hand und von Moskitos umschwirrt, bahnt er sich seinen Weg durch den dampfenden Dschungel auf der Suche nach unentdeckten Tierarten. Diesem Bild entspricht der Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Gunther Köhler ziemlich gut und beweist, dass es auch heute noch viel zu entdecken gibt! Jedes Jahr erforscht er auf monatelangen Expeditionen die Echsen, Schlangen und Frösche Mittel- und Südamerikas.

Pfeilgiftfröschchen
Erdbeerfröschchen - Auch wenn der Name
lecker klingt: Essen sollte man sie nicht, denn
sie gehören z u den giftigen Baumsteigerfröschen.

Dabei hat er bereits zahlreiche neue Arten entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. In seinem Forschungslabor im Frankfurter Senckenberg Institut für Naturforschung untersucht der Biologe die in den Tropen gesammelten Exemplare, ehe sie für die Nachwelt in der Sammlung des Frankfurter Senckenberg Museums konserviert werden. Neben der Kenntnis über die Tierwelt der Tropen sind wissenschaftliche Artikel und Bestimmungsbücher für Reptilien und Amphibien die Früchte seiner Arbeit.

Freitag, 2. Februar 2018 16:00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus
Ein Herpetologe im Dschungel – Wie man unbekannte Frösche und Echsen findet und beschreibt

Freitag, 2. Februar 2018 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Expedition Dschungel – auf der Jagd nach unbekannten Echsen und Fröschen

mit Dr. habil. Gunther Köhler, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt, Sektion Herpetologie

25.01.2018

Kamtschatka, der Abenteuertraum

Ralf Schwan
Foto: Ralf Schwan

Einsam, wild, unberührt, für den Menschen lebensfeindlich und doch atemberaubend schön! Landschaften, wie auf dem Mond oder auf einem anderen Planeten. Alles wirkt unreal, bizarr, düster, magisch. Wenige Kilometer weiter, eine andere Welt, undurchdringliche Taiga und weglose Tundra. Worte für diese archaische Landschaft zu finden. Schwer.

Als Expeditionsunternehmung geht es zu Fuß mit Zelt und Rucksack auf den höchsten aktiven Vulkan Eurasiens, den Kljuschewskaja Sopka (4.750m), durch das Kronotzki Biosphärenreservat, mit all seinen Höhepunkten, Tal der Geysire, Uzon Caldera, Todestal, der Kronotzki See, Vulkane, Moore und Sümpfe, Pflanzenwelt der Tundra und Taiga. Und natürlich die riesigen Kamtschatkabraunbären.

Lohn der Mühen waren einmalige und unvergessliche Momente in einer ursprünglichen Wildnis. Man muss es gesehen, erlebt, und gespürt haben. Auf Bärenpfaden zu den Ursprüngen des Lebens, intensiver kann man Kamtschatka kaum erleben!
Ralf Schwan berichtet und zeigt in seiner authentischen Live-Multivisionsreportage ein faszinierend spektakuläres  Naturerlebnis und spannende Momente der Abenteuerexpedition „Große Wildnis Kamtschatka“.

Sonntag, 28.01.2018 | 16:30 Uhr | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Große Wildnis Kamtschatka
Multimedia-Lichtbildervortrag von Ralf Schwan, Waltershausen
Eintritt 12 € / Vorverkauf 10 € (nur in der Görlitz-Information, Obermarkt 32, Görlitz)

www.ralf-schwan.de

Großeltern-Enkel-Tag am 21. Januar in drei Görlitzer Museen

(c) P. Sosnowski
Im Schlesischen Museum feiern Kinder mit
Rübezahl eine deutsch-polnisch-tschechische
Geburtstagsparty! Foto: Paweł Sosnowski

Das Schlesische Museum, das Senckenberg Museum für Naturkunde und das Kulturhistorische Museum in Görlitz laden am Sonntag, dem 21. Januar 2018, erneut zum Großeltern-Enkel-Tag ein. Zusammen mit ihren Enkelkindern (unter 16 Jahren) erhalten Großeltern freien Eintritt zum Besuch der Museen. Der seit 2012 jährlich stattfindende Museumstag findet inzwischen großen Zuspruch.

In den Museen bietet sich die Gelegenheit, auch die Sonderausstellungen zu erkunden. Im Senckenberg Museum ist die gerade eröffnete Sonderausstellung „Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit“ zu sehen. Hier können Besucher witzige und fantasievolle Fotos mit Dinosauriern und vielen anderen Tieren schießen.

Im Kaisertrutz wird die Fotoausstellung „Im Moment“ gezeigt. Im Barockhaus Neißstraße 30 können die großen und kleinen Besucher zusätzlich das große Puppenhaus und handgefertigte Puppen des Herrn Kurt-Franken sowie eine Puppenküche aus dem Jahr 1898 bestaunen.

Im Schlesischen Museum heißt es „Achtung Zug!“. Hier kann man sich mit der 175-jährigen Geschichte der Eisenbahn in Schlesien befassen und das raumfüllende Modell der Görlitzer Bahnhofsanlage von 1917 besichtigen. 

Auch eine Geburtstagsparty findet an diesem Tag statt! Für Kinder ab 3 Jahren startet um 10.30 Uhr im Schlesischen Museum das musikalische Mitmachtheater „Eine Party für den Berggeist“. Dabei sollen deutsche, polnische und tschechische Kinderlieder erklingen, um Rübezahl eine Geburtstagsüberraschung zu bereiten.

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Museen:

Senckenberg Museum für Naturkunde
Am Museum 1 / Marienplatz
geöffnet 10:00 – 18:00 Uhr

Schlesisches Museum zu Görlitz
Schönhof, Brüderstraße 8
geöffnet 10:00 – 16:00 Uhr

Kulturhistorisches Museum
Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, und Barockhaus Neißstraße 30
geöffnet 10:00 – 16:00 Uhr

Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit

Tricture
Foto: Senckenberg

„Hautnahe Begegnungen“ mit Dinosauriern, großen Raubtieren und Tiefseemonstern verspricht diese Mitmach-Ausstellung im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

Die Malweise der elf großformatigen Ölbilder erzeugt eine faszinierende dreidimensionale Illusion unter Einschluss der Besucher*innen, die dadurch selbst zum Ausstellungsobjekt werden. Sie schlüpfen gewissenmaßen ins Bild und werden interaktiver Bestandteil der Komposition. Spaß an der Selbstinszenierung steht in dieser Ausstellung im Vordergrund und fotografieren ist unbedingt erwünscht. Mit Witz und Fantasie dürfen Dinosaurier gefüttert oder mit einem Höhlenbären gekämpft werden. Oder die Besucher*innen lassen sich von einem Luchs den Rücken kraulen – und alles völlig ungefährlich! Die Ergebnisse sind jedenfalls verblüffend.

Die Bilder bedienen sich der optischen Täuschung, die in Architektur und Fotographie unter der Bezeichnung "erzwungene Perspektive" genutzt wird. Diese führt dazu, dass Objekte im Auge des Betrachters durch seine Erfahrung mit der realen Welt größer oder kleiner bzw. im Vordergrund oder Hintergrund befindlich wirken.

Gleichzeitig ist Tricture 3D eine spannende und informative Reise durch die Naturgeschichte unserer Region, von der Urzeit bis heute. Am Beispiel der dargestellten Tiere aus verschiedenen Erdzeitaltern werden die Entwicklung des Lebens auf der Erde erklärt und geologische Zusammenhänge verdeutlicht.

„Tricture“ ist eine Ausstellung von eli - eine lose idee - GmbH.
Sie ist vom 20. Januar bis zum 12. August 2018 im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu erleben.
Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr und in den Sächsischen Winterferien vom 10. bis 25. Februar 2018 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Abendvortrag im Humboldthaus

Seine Forschung an marinen Flohkrebsen stellt Dr. Charles Oliver Coleman am 12. Januar um 19:30 Uhr in der Reihe "Natur in Farbe"  im Görlitzer Humboldthaus vor. Der renommierte Meeresbiologe und ausgebildete Forschungstaucher vom Museum für Naturkunde Berlin berichtet in seinem Vortrag "Die Jagd nach den lebenden Edelsteinen – Mit Schiff und Taucherflasche unbekannten Flohkrebsen auf der Spur" über seine Forschungsreisen von der Antarktis bis in die Karibik.
 
Freitag, 12. Januar 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Die Jagd nach den lebenden Edelsteinen – Mit Schiff und Taucherflasche unbekannten Flohkrebsen auf der Spur
Vortrag von Dr. Charles Oliver Coleman, Museum für Naturkunde Berlin
Der Eintritt kostet 2 €.

Görlitzer Kinderakademie beginnt mit Mammut-Vorlesung

Mammutzahn SMNG
Ein Mammutbackenzahn, der im Tagebau Berzdorf
gefunden wurde. Dieser Beweis für die Existenz
der Eiszeitelefanten befindet sich in der Sammlung
des Senckenberg Museums. © Olaf Tietz

Elefanten in der Lausitz? Ja! Allerdings ist das schon etwas länger her – so ungefähr 10.000 Jahre. Damals lebten langhaarige Mammuts, Nashörner, Wildpferde und Auerochsen in den Eiszeitsteppen. In der Kinderakademie am 12. Januar 2018 erklärt Dr. Olaf Tietz vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz woher die Forscher wissen, dass diese Tiere einmal in unserer Region lebten und was wir heute über ihre Lebensweise und ihr Aussterben wissen. Die Vorlesung „Auf den Spuren des Mammuts in der Oberlausitz und in Sibirien“ bildet den Auftakt zum 27. Semester der Vorlesungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. In den fünf weiteren Vorlesungen des Semesters geht es um das Land Polen, Forschung an Reptilien im Dschungel, das Haus vom Nikolaus, Schmetterlinge und Comic-Helden.

Alle Vorlesungen werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehalten und bieten somit Informationen aus erster Hand. Die Teilnahme an den 45-minütigen Vorlesungen ist kostenlos und nur für Kinder erlaubt. Für polnische Kinder werden die Vorlesungen simultan übersetzt. Alle Teilnehmer erhalten einen Studentenausweis und am Ende des Semesters ein Diplom. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren sind jederzeit an der Kasse des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz (03581 - 47 60 52 20, aufsicht@senckenberg.de) oder auf der Homepage der Kinderakademie www.hszg.de/kinder möglich.

12. Januar 2018 | 16:00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus
Auf den Spuren des Mammuts in der Oberlausitz und in Sibirien
Vorlesung nur für Kinder von Dr. Olaf Tietz, SMNG, Sektion Paläozoologie/Geologie

Schokoladenveranstaltungen im Naturkundemuseum

Während der Weihnachtstage wird traditionell sehr viel Schokolade genossen. Doch wo kommt sie eigentlich her und welche Zwischenschritte sind notwendig bis die süße Leckerei genascht werden kann? Diese Fragen beantwortet bis zum 14. Januar die Sonderausstellung „Kakao und Schokolade“ im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

Am 5. Januar findet um 19:00 Uhr letztmalig eine öffentliche Ausstellungsführung mit Schokoladenherstellung und Verkostung statt. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung notwendig. Für Gruppen ab sechs Personen sind zusätzlich individuelle Führungen durch die Ausstellung möglich! Informationen dazu gibt es an der Museumskasse.

Mit der Schattenseite unseres Kakaokonsums befasst sich am 9. Januar der Vortrag „Auf den kolonialen Spuren der Schokolade“ von Johannes Schorling vom INKOTA-Netzwerk aus Berlin. Die Veranstaltung geht der Frage nach wie der Kakao, ursprünglich die „Speise der Götter“, von Lateinamerika nach Afrika kam, wo er heute hauptsächlich angebaut wird? Welche Auswirkungen hatte der Kolonialismus auf Kakaoanbauländern wie Ghana oder die Elfenbeinküste und inwiefern sind dessen Folgen dort noch heute spürbar? Johannes Scherling zeigt aber auch Möglichkeiten auf, wie Ungerechtigkeiten in der Schokoladenherstellung überwunden werden können.

Kakaobohnen
Die Kakaobohnen werden zum Trocknen in
der Sonne ausgebreitet. Dadurch verbessern
sich ihre Lagerfähigkeit und ihr Aroma.
© Tereza Hronová

FR 05.01.2018 | 19:00 Uhr | »Kakao & Schokolade« | Museum
Rundgang durch die Ausstellung mit Schokoladenherstellung
für Kinder und Erwachsene
Nur mit Voranmeldung unter: 0 35 81 47 60 - 5220
oder post-gr@senckenberg.de
Kosten: 6,00 € zzgl. Museumseintritt, Dauer: 2 h

DI 09.01.2018 | 19:30 Uhr | »Kakao & Schokolade« | Museum
Auf den kolonialen Spuren der Schokolade
Vortag von Johannes Schorling, INKOTA-Netzwerk e.V.
in Kooperation mit Tierra – Eine Welt e.V.
 
auf Vorbestellung Tel. 03581- 4760-5220/5210:

* Ausstellungsrundgang mit Zubereitung eines aztekischen Kakaotrunks für Kinder und Erwachsene, Dauer: 1,5 h, Kosten: 4,00 € pro Person zzgl. Museumseintritt, 6-14 Personen.

* Ausstellungsrundgang mit Schokoladenherstellung für Kinder und Erwachsene, Dauer: 2 h, Kosten: 6,00 € pro Person zzgl. Museumseintritt, 6-14 Personen

* Kindergeburtstag »Im Reich der Schokolade«
Kindgerechte Führung mit Schokoladenherstellung.
Kosten: 50,00 €, max. 10 Personen. Nur Dienstag bis Freitag.

Wissenschaftliche Vortragsreihe für Kinder geht ins neue Semester

Görlitzer KinderakakademieAm 12. Januar 2018 beginnt das neue Semester der Görlitzer Kinderakademie. Anmeldungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren sind ab sofort an der Kasse des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz (03581 - 47 60 52 20, aufsicht@senckenberg.de) oder auf der Homepage der Kinderakademie www.hszg.de/kinder möglich.

Hier kann das aktuelle Vorlesungsprogramm herunter geladen werden.

In den sechs Vorlesungen des kommenden Semesters geht es um Mammuts in der Lausitz, das Land Polen, Forschung an Reptilien im Dschungel, das Haus vom Nikolaus, Schmetterlinge und Comic-Helden. Alle Vorlesungen werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehalten und bieten somit Informationen aus erster Hand. Die Teilnahme an den 45-minütigen Vorlesungen ist kostenlos und nur für Kinder erlaubt. Für polnische Kinder werden die Vorlesungen simultan übersetzt. Alle Teilnehmer erhalten einen Studentenausweis und am Ende des Semesters ein Diplom.
 
Die Kinderakademie ist eine gemeinsame Veranstaltung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz und der Hochschule Zittau/Görlitz. Die Vorlesungen finden abwechselnd im Humboldthaus und in der Hochschule in Görlitz statt.

04.12.2017

Feuerzangenbowlenabend im Humboldthaus

Der Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz lädt am 8. Dezember zu seiner traditionellen Feuerzangenbowle in das Humboldthaus ein. Beginn ist um 19:30 Uhr, der Eintritt kostet 6,- €.
Traditionell beginnt die Veranstaltung mit einem amüsanten Kurzvortrag des Förderkreisvorsitzenden Thomas Neumann, während die Feuerzangenbowle vor sich hin knistert. Danach wird der Rühmann-Klassiker "Die Feuerzangenbowle" gezeigt. Dazu gibt es Glühwein und Gebäck. Beides ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Erste Virtual Reality Anwendung geht an den Start

(c) Vaartjes
Wie sieht es unter der Erde aus? Die Digitali-
sierung macht es möglich die kleinen Boden-
bewohner kennenzulernen. (c) Uwe Vaartjes

Bonn/Görlitz, 16.11.2017. Seit September zeigt das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn die Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Fast pünktlich zum Start der Weltklimakonferenz in Bonn wurde sie mit einer neuen Attraktion bereichert, durch die Besucher noch interaktiver in die verborgene Lebenswelt des Bodens eintauchen können.

Mit einer Virtual Reality-Brille wird man – natürlich nur virtuell – auf die Größe einer Assel geschrumpft und findet sich im Porenraum des Bodens wieder. Mittels eines handgesteuerten Controllers kann man sich durch die dunklen Gänge bewegen und trifft hier auf kleine Bodenbewohner wie Springschwänze, Hornmilben, Weißwürmer und einen Hundertfüßer. Bisher befindet sich die Animation noch in der Testphase, Besucher werden befragt, Personal eingewiesen und die Animation immer wieder durch die Softwarefirma optimiert. Zukünftig sollen weitere Themenräume hinzukommen, in denen man dann mit den Bewohnern der Laubstreu und den im Wasserfilm lebenden Organismen auf Tuchfühlung kommen kann.

Der Boden ist, wie Wasser und Luft, eine unverzichtbare Lebensressource – und er lebt! Dass auf einem Quadratmeter Boden mehr Organismen leben als Menschen auf der Welt, ist den Wenigsten bekannt. Das Senckenberg Museum für Naturkunde, dessen Forschungsschwerpunkt die Bodenzoologie darstellt, bringt in dieser Internationalen Wanderausstellung  den Besuchern den Lebensraum unter unseren Füßen in all seinen Facetten näher.

Als Partner im bundesweiten Projekt „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ erprobt, testet und entwickelt das Museum digitale Anwendungen für die zukünftige Nutzung in musealen Einrichtungen. Zum Beispiel können so bisher unzugängliche Lebenswelten anhand von Animationen erlebbar gemacht werden, sei es die Welt der Dinosaurier, die Tiefsee oder eben der Boden.

Die VR-Anwendung steht noch bis 28. Januar 2018 in Bonn, in den sächsischen Winterferien ist geplant, sie auch im Görlitzer Senckenberg Museum für Naturkunde zu zeigen.

Infos zum Projekt: www.museum4punkt0.de

Von roten Pandas und blauen Monalen – Tierbeobachtungen im Himalaja

Vortrag mit Filmsequenzen von Axel Gebauer

 Über seine Dreharbeiten am Roten Pandabären berichtet der Tierfilmer und ehemalige Direktor des Görlitzer Tierparks, Dr. Axel Gebauer, am 1. Dezember 2017 um 19:30 Uhr im Görlitzer Humboldtsaal. Besondere Höhepunkte sind sehr seltene Freilandaufnahmen vom Roten Panda,. Der Eintritt kostet 2 €.

Die Tierwelt des Himalaja fasziniert Axel Gebauer seit Jahrzehnten. Dies ist auch gut im Görlitzer Naturschutz-Tierpark nachzuempfinden, dem er mit seiner Zentralasien-Leidenschaft als Tierparkdirektor ein ganz eigenes Gepräge verliehen hat. Dort führte er in seiner Zeit auch die sehr seltenen und wertvollen Roten Pandas ein, die in ihrem naturnahen und großzügigem Gehege schon längst zu den Besucherlieblingen avanciert sind. Dort entstanden bereits viele Aufnahmen für Naturfilme, denn Rote Pandas in ihrer natürlichen Umgebung zu filmen galt, lange als nahezu unmöglich. Allerdings nicht für Axel Gebauer, der unglaubliche Strapazen auf sich nahm, um im Freiland zu filmen. Mit Erfolg, wie die sensationellen Filmsequenzen, die er in seinem Abendvortrag präsentiert, bezeugen.

29.11.2017

Winterprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz erschienen

Titelseite WinterprogrammPünktlich zu Beginn der kalten Temperaturen lockt das Winterprogramm des Görlitzer Naturkundemuseums mit Vorträgen aus fernen Ländern, wärmenden Führungen in der Schokoladenausstellung und dem traditionellen Feuerzangenbowlenabend.

Los geht es mit einem bildgewaltigen Vortrag mit Naturfilmsequenzen aus dem Himalaya von Axel Gebauer, am 1. Dezember, 19:30 Uhr im Humboldtsaal. Viele kennen den heutigen Naturfotografen und -filmer noch als ehemaligen Görlitzer Tierparkdirektoren.

Der traditionelle Feuerzangenbowlenabend findet am 8. Dezember, 19:30 Uhr im Humboldtsaal statt. Karten zu 6 Euro sind bereits an der Museumskasse erhältlich.

Und auch nach draußen verschlägt die Zoologische Winterexkursion ins Ullersdorfer Teichgebiet am 11. Februar, 9:00 Uhr mit Hermann Ansorge.

Weitere Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm, das in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen und an der Museumskasse ausliegt sowie online unter www.senckenberg.de/goerlitz

Freitag, 1. Dezember 2017 | 19:30 | Natur in Farbe | Humboldthaus
Von roten Pandas und blauen Monalen – Tierbeobachtungen im Himalaya
Vortrag mit Filmsequenzen von Dr. Axel Gebauer, Boxberg
Eintritt 2 Euro

Download Programm

28.11.2017

Schriftsteller Oybek Ostanov berichtet über sein Heimatland Usbekistan

(c) Ostanov
Samarkand (c) Ostanov

Usbekistan beeindruckt nicht nur mit seiner langen Geschichte, seinen lebendigen Traditionen und seiner reichen Kultur. Sondern das Land gilt auch als die wichtigste Kultur- und Handelsbrücke zwischen Orient und Okzident. Die Perle an der großen Seidenstraße können Interessierte am 24. November, um 19.30 Uhr, im Humboldthaus kennenlernen. In einer Mischung aus Multimedia-Vortrag und Lesung präsentiert Oybek Ostanov das Land in seinen unterschiedlichen Facetten.
In seiner Heimat arbeitet der eloquente Kenner des Landes als selbständiger Reiseveranstalter, Reiseleiter und im usbekisch-deutschsprachigen Raum als Literaturübersetzer und Autor in beiden Sprachen.
Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt der Volkshochschule Görlitz und des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Der Eintritt kostet 2 Euro. Für Inhaber der vhsCard ist der Vortrag kostenfrei.

Fr. 24. November 2017 | 19.30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni, 02826 Görlitz
Usbekistan – Perle der Großen Seidenstraße
Vortrag des Schriftstellers Oybek Ostanov, Samarkand/ Usbekistan
Eintritt 2,00 €

www.oybekostanov.com

Geburtstagskaffee bei Senckenberg

Am 22. November 2017 wird die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung 200 Jahre alt

Frankfurt, den 17.11.2017. Mit einem feierlichen Festakt, Tagen der offenen Tür an den verschiedenen Standorten, einer Geobiodiversitäts-Fachkonferenz und mit vielem mehr feiert die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit Januar ihr Jubiläumsjahr. Am 22. November ist es nun soweit – Senckenberg wird 200. Aus diesem Anlass lädt die Senckenberg Gesellschaft in ihren drei Naturmuseen Frankfurt, Dresden und Görlitz sowie an den Standorten Tübingen und Wilhelmshaven zu Kaffee und Kuchen ein.

Das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt lädt seine Besucher am 22. November zwischen 15 und 18 Uhr auf ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee oder Tee in das Museumsbistro ein. Senckenberg-Mitarbeiter werden anwesend sein und freuen sich auf den Austausch mit den Geburtstagsgästen. Kurz vor dem eigentlichen Geburtstag veranstaltet das Frankfurter Museum am 19. November einen großen Familientag. Rund um das Thema Vielfalt gibt es Forscher-Stationen für Groß und Klein, Bastel- und Mal-Aktionen, einen großen Marktplatz im Saal der Wale, ein spannendes Forscher-Quiz und vieles mehr.

Das Senckenberg Museum Görlitz begeht in der Sonderausstellung „Kakao und Schokolade“ den 200. Geburtstag und lädt auf eine Tasse Schokolade ein. Der Eintritt ist ab 15 Uhr frei und Besucher können in der Ausstellung selbst Schokolade herstellen und kostenlos Kaffee, heiße Schokolade und Geburtstagskuchen genießen.

Die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden im Japanischen Palais laden ihre Besucher ab 14 Uhr in ihre Sonderausstellung „Sex und Evolution“ ein. Der Eintritt ist frei und es gibt Kaffee, Tee und Kuchen. Und auch das Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP) in Tübingen empfängt Geburtstagsgäste bei Kaffee und Kuchen von 14 bis 17 Uhr im Museum der Universität Tübingen (MUT).

Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven feiert den runden Geburtstag in der aktuellen Ausstellung „Schönheit im Verborgenen – Mikrokosmos Ozean“ in der Dachgalerie des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrums. Die Senckenberger Meeresforscher laden bei freiem Eintritt von 15 bis 17 Uhr in der Sonderausstellung zu Softdrinks und Kuchen ein und beantworten dort Fragen zu ihrer Forschung.

Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger blickt zufrieden auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück: „Wir haben – auch dank unserer zahlreichen Freunde und Unterstützer – viel geschafft und freuen uns darüber, dass unsere Forschungsthemen und insbesondere unser Kernthema Biodiversität mehr und mehr Aufmerksamkeit erhalten und auch außerhalb der Wissenschaftswelt wahrgenommen werden“.

www.200jahresenckenberg.de

Meteorite: Boten aus dem All – Abendvortrag und Vorlesung in der Kinderakademie

(c) Olaf Tietz
Dieser Eisenmeteorit aus Mexiko kam 1911 in
die Sammlung des Görlitzer Naturkundemuseums.
Die auffällige Oberflächenstruktur ist typisch für
bestimmte Meteoritentypen. © Olaf Tietz

Meteorite sind „nicht von dieser Welt“. Das macht sie so geheimnisvoll. Nur ganz selten werden diese Boten aus den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter auf der Erde gefunden und sind dann der Stolz jeder geologischen Sammlung. Manchmal handelt es sich auch um Stücke die von Asteroiden aus Mond oder Mars heraus geschlagen werden und dann auf der Erde landen. Wissenschaftler können aus der chemischen Zusammensetzung der Meteorite Rückschlüsse auf Entstehung und Alter unseres Sonnensystems ziehen. Aber zuvor ergibt sich die Frage, wo und wie man Meteorite findet und woran man sie erkennt. Die Senckenberg-Wissenschaftlerin Jutta Zipfel stellt am 17. November in zwei Vorträgen die vielfältigen Facetten der Meteoritenforschung vor.

Fr 17. November 2017 | 16:00 – 16.45 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Was sind Meteorite und wie kann man sie erkennen?
Vorlesung nur für Kinder von Dr. Jutta Zipfel, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt/Main, Sektion Meteoritenforschung.
Der Eintritt ist frei.
 
Fr 17. November 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Meteorite – Urmaterie des Sonnensystems
Vortrag von Dr. Jutta Zipfel, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt/Main, Sektion Meteoritenforschung.
Der Eintritt kostet 2 €.

Eintauchen in die Welt der Dinosaurier

(c) L Träger
Eintauchen in vergangene Welten (c) L.Träger

Görlitz, 27.10.2017. Das Dinoskelett bekommt auf einmal Muskeln und Haut und erwacht zum Leben. Der Diplodocus schaut sich neugierig um, Flugsaurier fliegen über ihn hinweg und plötzlich kommt er auf dich zu, immer näher und näher und blickt dir in die Augen! Spätestens jetzt zucken die meisten ein wenig zusammen. So fühlt es sich an, wenn man mittels einer VR-Brille in Virtuelle Realitäten versetzt wird.

Es ist ein Anliegen des Senckenberg Museums, seinen Besuchern Welten näher zu bringen, die heute nicht mehr erlebbar sind oder in die wir in der Realität nur schwer eintauchen können. Dazu gehört zum Beispiel der Boden unter unseren Füßen, die verborgenen Tunnel der Bodenorganismen und Interaktionen, die da vor sich gehen. Das Museum beschäftigt sich derzeit damit, auf welcher Art und Weise diese unzugänglichen Welten am besten erfahrbar gemacht werden können. Es ist Partner im bundesweiten Pilotprojekt zur Digitalisierung in Museen (www.museum4punkt0.de).

(c) L Träger
Mit einem Klick erwachen Museumsobjekte zum
Leben und der Besucher erhält viele Informationen.
(c) L.Träger

Dazu konnten am 27.10.2017 eine Firma aus Lübeck begrüßt werden, die bereits die VR-Anwendung mit dem Diplodocus im Frankfurter Senckenberg Museum erfolgreich testet. Die sogenannten Infografen haben noch mehr auf Lager: Plötzlich kommt einer Welle von Wasser in den Museumsraum herein gespült und flutet alles. Das sonst leblos an der Wand hängende Fossil eines Fischsauriers erwacht zum Leben und ist in seiner natürlichen Umgebung zu sehen. Ob und wie das zukünftig alles umsetzbar sein wird –wir sind gespannt.

www.museum4punkt0.de

Die Energie von morgen – Vorlesung in der Kinderakademie

Das Thema ist in der Gesellschaft sehr präsent: wie werden wir in Zukunft Energie erzeugen, wenn Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle knapp werden oder aus Umweltschutzgründen nicht mehr genutzt werden sollen? In seiner Kinderakademie-Vorlesung stellt der Unternehmer Fred Jung den Studierenden der Görlitzer Kinderakademie seine Vorstellungen vor, wie Wind- und Sonnenenergie zukünftig den Großteil unseres Energiebedarfs decken können.
 
Die kostenlose Vorlesung wendet sich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
 
Fr, 10. November 2017 | 16:00 – 16.45 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Wind- und Solarenergie: Saubere Energie für die nächste Generation
Vortrag von Fred Jung, Wörrstadt

Vortrag über Haselmäuse im Naturkundemuseum

(c) Senckenberg Görlitz
(c) Senckenberg

Sie sind sehr klein, sehr heimlich und sehr niedlich. Und die Wenigsten haben schon einmal eine zu Gesicht bekommen: Haselmäuse. Mäuse sind sie aber eigentlich auch nicht, denn sie gehören zur Nagetiergruppe der Bilche oder Schläfer. Wie ihr Namen bereits andeutet, verbringen sie viel Zeit mit Ruhen. Ende Oktober ziehen sie sich in ihre Winterschlafquartier zurück um ausgeruht erst im Mai wieder „nacht“-aktiv zu werden. Der Friedersdorfer Zoologe Sven Büchner ist Spezialist für Haselmäuse und untersucht seit Jahrzehnten das Vorkommen der kleinen Schlafmaus in Sachsen und insbesondere der Oberlausitz. In einem Vortrag stellt er am 7. November um 19:30 Uhr die zum Wildtier des Jahres gewählte Haselmaus in einem Vortrag im Naturkundemuseum vor.
 
Di 7. November 2017 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum/Museum, Seiteneingang Am Museum 1, Görlitz
Das Wildtier des Jahres – die Haselmaus
Vortrag von Sven Büchner, Friedersdorf
Der Eintritt kostet 2 €

Träger des Görlitzer Meridian-Naturfilmpreises erneut ausgezeichnet

"Jan im Glück" möchte man fast meinen. Aber es hat nichts mit Glück, sondern mit Können zu tun, dass der Naturfilmer Jan Haft im Abstand weniger Wochen drei bedeutende Naturfilmpreise erhielt. Noch am 30. September weilte Jan Haft in der Filmstadt Görlitz, um gemeinsam mit seiner Frau den Görlitzer Meridian-Naturfilmpreis entgegen zu nehmen. Schon vier Tage später wurde Jan Haft auf dem Darß mit dem DeutschenNaturfilmpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern geehrt. Sein Film "Biene Majas wilde Schwestern"  wurde als bester Beitrag in der Kategorie "Mensch und Natur" prämiert. Nun erhielt Jan Haft für den selben Film den großen Preis des Internationalen Naturfilmpreis-Festivals im belgischen Namur.

Fest steht: Die Entscheidung der Jury des Görlitzer Filmpreises lag genau im Trend, diesen genialen Tierfilmer auszuzeichnen und nach Görlitz zu holen. Bleibt nur zu hoffen, dass Ihm weiterhin neben den Preisverleihungen ausreichend Zeit bleibt, so publikumswirksame Dokumentationen zu drehen wie bisher.
Link

Familienfest im Senckenberg Museum

Museumsfest 2017

Viel Spaß und Unterhaltung bietet das diesjährige Familienfest des Görlitzer Naturkundemuseums am Sonnabend, den 4. November von 15:00 bis 20:00 Uhr aus Anlass des zweihundertjährigen Bestehens der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Die Mitglieder des Förderkreises und die Museumsmitarbeiter haben sich viele Attraktionen für große und kleine Besucher einfallen lassen.
So können Kinder und Erwachsene u.a. selbst Schokolade herstellen, Jubiläumsbuttons pressen, Spinnen basteln oder ein Puppentheaterstück von Lutz Männel besuchen, zum Forscher vor zweihundert Jahren werden und erfahren, was Insekten und Rock‘n‘Roll gemeinsam haben. Der Tierra Eine Welt e.V. bietet in der aktuellen Kakaoausstellung den aztekischen Trunk xocolatl und Schokolade zum Verkosten an. Der Förderkreisvorsitzende Thomas Neumann kreiert Nudeln mit verschiedenen Saucen und im Café gibt es Kuchen und heiße Schokolade. Für die passende musikalische Umrahmung sorgt die Band Swingtime.

Eintrittspreise:
Familienkarte 10,00 € (2 Erw.+max. 5 Kinder)  | Minifamilie 7,00 € (1 Erw.+max. 5 Kinder)  | Erwachsene 5,00 €  | Ermäßigt 4,00 €  | Kinder 3,00 € (bis 16 Jahre)

www.foerderkreis-smng.de

Benefiz-Vortrag zum Zootier des Jahres

Kakadu
Der stark gefährdete Rotsteißkakadu (Cacatua
haematuropygia)
lebt auf den Philippinen.
© Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec/V.Michel

Am 27. Oktober lädt Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer zu einem Benefizvortrag um 19:30 Uhr in den Görlitzer Humboldsaal ein. Er stellt den Kakadu als Zootier des Jahres vor und möchte mit der Aktion in der Öffentlichkeit für gefährdete, aber bisher wenig beachtete Tierarten aufmerksam machen.
Kakadus kommen in der Natur nur in Australasien vor und besitzen damit nur ein relativ kleines geografisches Verbreitungsgebiet. Dass viele dieser faszinierenden Vögel in ihrem Bestand stark gefährdet sind, ist den meisten Menschen nicht bewusst. Mit dem Kakadu als „Zootier des Jahres“ wollen die Projektpartner sich ganz konkret für den Schutz dieser Tiere vor Ort einsetzen.
Das Einmalige an der Aktion „Zootier des Jahres“ ist der Zusammenschluss starker Partner im Arten- und Naturschutz, sodass für den Schutz des „Zootier des Jahres“ nicht nur geworben, sondern durch finanzielle Unterstützung tatsächlich das Überleben der Kakadus in der Wildbahn gefördert wird.
Auch der Görlitzer Naturschutz-Tierpark ist für die Nachzucht vor dem Aussterben bedrohter Tierarten bekannt und setzt sich im Rahmen seiner Bildungs-, Forschungs- und Öffent-lichkeitsarbeit für gefährdete Tierarten ein.
 
Weitere Infos: www.zootier-des-jahres.de
 
Fr. 27. Oktober 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Zootier des Jahres – der Kakadu
Benefizvortrag von Dr. Sven Hammer, Naturschutz-Tierpark Görlitz.
Spenden erwünscht!

Aktuelle Senckenberg Pressemeldungen

Ihre Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Dr. Christian DükerDr. Christian Düker
03581-47605210, Fax 03581-47605219

Luise TrägerLuise Träger, M.A.

03581-47605210, Fax 03581-47605219

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