Museum Görlitz

Aktuelles / Presse

Mit Senckenberg in die Natur und die Museumssammlungen
Veranstaltungen zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018

Exkursion SMNG
Exkursion: Mit Senckenberg-Wissenschaftlern
ganz genau hinschauen. Hierzu lädt eine
Exkursion in den ehemaligen Tagebau
Berzdorf bei Görlitz ein. (c) privat

Anlässlich des Kulturerbejahres der Europäischen Union bietet das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz am 5. Mai 2018 eine Exkursion in den ehemaligen Tagebau Berzdorf an und öffnet am 6. Mai die Türen ausgewählter Sammlungen für die Öffentlichkeit.

Naturkundliche Museumssammlungen sind Ausdruck des Strebens nach Erkenntnis zur Entstehung und Ordnung der Natur. Sie belegen die Vielfalt auf unserem Planeten und dokumentieren Veränderungen in der belebten und unbelebten Welt in Zeit und Raum. Sie stellen sozusagen das naturwissenschaftliche Gedächtnis der Erde dar und sind somit unbestreitbar Bestandteil des Kulturerbes der Menschheit.

(c) Sven Tränkner
Entomologie: Dr. Bernhard Seifert öffnet die
Görlitzer Insektensammlung. Der bekannte
Ameisenspezialist berichtet über seine
Forschung an der faszinierenden Tiergruppe.
(c) Sven Tränkner

Im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz werden seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Tiere, Pflanzen, Gesteine und Fossilien gesammelt und erforscht. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt ist dabei seit über 50 Jahren die biologische Entwicklung von Bergbauböden. Während der von Wissenschaftlern geleiteten Exkursion am 5. Mai erfahren die Teilnehmer welche Fragestellungen im Gelände bearbeitet werden und erleben, wie Proben im Gelände genommen und für die Aufbewahrung im Museum vorbereitet werden. Im Rahmen der Führung stehen Bodenorganismen, Insekten, Pflanzen, Flechten und Pilze im Mittelpunkt.

Am 6. Mai öffnen die Pflanzensammlung (Herbarium), die Schneckensammlung, die Ameisensammlung, einzelne Bereiche der Bodenzoologie sowie die Rasterelektronenmikroskopie im Rahmen dreißigminütiger Führungen. Um 10:00 Uhr hält Museumsdirektor Prof. Dr. Willi Xylander einen halbstündigen Einführungsvortrag zum Thema „Warum wir sammeln?“. Durchgängig geöffnet sind außerdem die Museumsbibliothek mit Führungen und die Museumsausstellungen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen sowie der Eintritt in das Museum am 6. Mai sind kostenlos.

Detailliertes Programm am 6. Mai hier.

Weitere Informationen und alle Senckenberg-Veranstaltungen zum Kulturerbejahr: www.senckenberg.de/Aktionsplan_Forschungsmuseen

Sa 05.05.2018| 14:00 Uhr | Europäisches Jahr des Kulturerbes 2018 |
Feldarbeit von Museumswissenschaftlern – aus der Natur ins Museum
Zoologisch-botanische Exkursion mit Wissenschaftlern des Senckenberg Museums für Naturkun-de Görlitz, Treffpunkt: Wegekreuzung am »Golfplatz« Neuberzdorfer Höhe. Zufahrt über Blaue Lagune Richtung Aussichtsturm. Dauer ca. 3 Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos.

So 06.05.2018 | Europäisches Jahr des Kulturerbes 2018 | Sammlungsgebäude des Museums
Warum wir sammeln – Belege für den Wandel! – Die Sammlungen öffnen ihre Türen
10:00 Uhr | Seminarraum Museum: Einführungsvortrag von Prof. Dr. Willi Xylander
10:00 – 13:00 & 14:00 – 16:00 Uhr: Besichtigungsmöglichkeit ausgewählter Bereiche der Forschungssammlungen.

Vorstellung Geopark Neißeland

(c) Jörg Büchner
Das Zittauer Gebirge an der tschechisch-
deutschen Grenze soll in einen trinationalen
Geopark eingebunden werden.
(c) Jörg Büchner

Seit 2013 gibt es eine Initiative zur Etablierung eines trinationalen Geoparks im Dreiländereck, an der unterschiedliche Organisationen aus der Region beteiligt sind, u.a. die Sektion Geologie des Görlitzer Senckenberg Museums. Jörg Büchner stellt in seinem Vortrag dieses Projekt vor und gibt einen umfassenden Überblick, was ein Geopark ist, welche Kategorien es gibt (Nationaler oder Unesco Global) und liefert Gründe, weshalb der Geopark Neißeland in der Dreiländerregion etabliert werden soll. In diesem Zusammenhang erläutert er auch das regionale geologische Kooperationsnetzwerk GECON, dem neben dem Senckenberg Museum auch die TU Liberec und der Geopark Ralsko angehören.
 
Dienstag, 24. April 2018 | 14:00 Uhr | Naturwissenschaftliches Kolloquium | Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (Seminarraum)
Der Geopark Neißeland – drei Länder, eine Landschaft
Fachvortrag von Jörg Büchner, Sektion Paläozoologie/Geologie, SMNG
Der Eintritt zum Kolloquium ist kostenlos.

Ernst Ulrich von Weizsäcker hält Humboldtvorlesung in Görlitz

Weizsäcker
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker kommt
am 3. Mai zur Humboldtvorlesung nach Görlitz.
© privat

Am 3. Mai um 18:30 Uhr stellt der bedeutende Umwelt- und Zukunftsforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker im Rahmen der Humboldtvorlesung den neuen Bericht des Club of Rome vor. „Die Volle Welt verlangt von uns ein fundamentales Umdenken“ lautet der Titel seines Vortrags, in dem er die Auswirkungen des weltweiten Bevölkerungswachstums thematisiert.

Der 1939 geborene Physiker und Neffe des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zählt zu den 100 einflussreichsten Vordenkern unserer Zeit. In verschiedenen internationalen Gremien und Funktionen analysiert von Weizsäcker seit Jahrzehnten den Zustand der Welt und schlägt Lösungen vor, wie das Überleben der Menschheit und einer lebenswerten Umwelt erreicht werden kann. In seinem Vortrag bezieht er sich auf den unter seiner Mitwirkung entstandenen aktuellen Bericht des Club of Rome.

Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von namhaften Wissenschaftlern, Geschäftsleuten, hochrangigen Beamten und ehemaligen Staatsoberhäuptern aus der ganzen Welt. Sie widmen sich den globalen Herausforderungen der Menschheit und suchen durch wissenschaftliche Analyse, Kommunikation und Interessenvertretung Auswege aus der Krise.

Die Humboldtvorlesung wird vom Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz unterstützt. Der Eintritt kostet 2 €. Karten sind im Vorverkauf an der Kasse des Senckenberg Museums erhältlich.

Do 03.05.2018 | 18:30 Uhr | Humboldtvorlesung | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Vizepräsident des Club of Rome
Die Volle Welt verlangt von uns ein fundamentales Umdenken – Der neue Bericht des Club of Rome
Der Eintritt kostet 2 €. Karten sind im Vorverkauf an der Kasse des Senckenberg Museums erhältlich.

Geschichte und Kultur Weißrusslands

Der polnische Naturfotograf und Reiseleiter Waldemar Bena bereist seit einigen Jahren das östliche Nachbarland Polens, Weißrussland. In diesem ersten Vortrag stellt er den Nordwesten des Landes vor und geht insbesondere auf die Geschichte und Kultur dieser Grenz- und Übergangslandschaft ein, die über die Jahrhunderte zu den Kiewer Rus, zum Großfürstentum Litauen, der polnischen-litauischen Adelsrepublik und letztendlich der Sowjetunion gehörte, von der Weißrussland 1991 seine staatliche Unabhängigkeit erlangte. So stellt Weißrussland bis heute die faszinierende Melange einer vielfältigen kulturellen Prägung dar. Ein in Deutschland weitgehend unbekanntes Land, das seiner touristischen Entdeckung harrt.

FR 13. April 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Geschichte und Kultur in Weißrussland – der Nordwesten um Nawahrudak/Nowogródek
Vortrag von Waldemar Bena, Zgorzelec
Der Eintritt kostet 2 €.

Ausflugstipp zu Ostern - das Senckenberg Museum in Görlitz

Familie
Ostern lockt Familien von nah und fern ins
Naturkundemuseum. Foto: C. Düker

Falls das Wetter zu Ostern nicht einladend ist, können Besucher den Osterspaziergang in das Görlitzer Naturkundemuseum verlegen. Denn in der Ausstellung "Natur der Oberlausitz" hat der Frühling längst Einzug gehalten. Hier erleben die Besucher viele Tiere und Pflanzen in naturnah gestalteten Dioramen aus nächster Nähe. Aber auch ein Abstecher zu Gorilla und Schnabeltier in den tropischen Regenwald und den Tieren in die afrikanische Savanne ist möglich. Weiteren tropischen und einheimischen Tieren begegnen die Besucher im Vivarium, dem Lebendtierbereich des Museums. Darunter ist übrigens eine exotische Krabbenspinne, die vor einigen Tagen mit einer Bananenlieferung in einem Görlitzer Lebensmittelgeschäft auftauchte. Wer Spinnen nicht gerne mag, wird stattdessen mehr Freude an den gerade geborenen Babystechrochen haben, die gemeinsam mit ihren Eltern im Südamerikabecken leben.
Außerdem sorgt derzeit die Sonderausstellung "Tricture 3D - Deine Reise in die Urzeit" für viel Spaß, denn hier können Besucher witzige und fantasievolle Fotos mit Dinosauriern und anderen großen Tieren schießen.
 
Öffnungszeiten an der Osterfeiertagen:
Ostersonntag und Ostermontag von 10-18 Uhr
Karfreitag geschlossen
Eine Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu fünf Kinder kostet 6 Euro.

Benefizvortrag im Humboldthaus

(c) Jens Schröter
Foto: Jens Schröter, Görlitz

Im November 2017 bereisten die beiden Görlitzer Petra und Jens Schröter drei Nationalparks in Uganda und berichten nun in Bild und Ton von ihren Reisen zu den bedrohten Berggorillas, den Elefanten im Queen-Elisabeth-Nationalpark und von einer Bergtour im Ruwenzori-Gebirge, dem mit über fünftausend Metern höchsten Gebirgszug Afrikas.

Freitag, 23. März 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2 , 02826 Görlitz
Bei den Berggorillas zu Besuch - eine Reise durch drei Nationalparks Ugandas
Vortrag von Petra und Jens Schröter, Görlitz
Der Eintritt ist frei. Um Spenden zu Gunsten des LiScha-Projektes in Nepal wird gebeten!

Weitere Infos: www.lischa-himalaya.org

Tektite in der Lausitz und weltweit

Moldavit
Lausitzer Moldavit (c) M. Hurtig

Michael Hurtig aus Kubschütz ist Mineralogie und Spezialist für Tektite. Dies sind natürliche Gläser, die beim Einschlag von großen Meteoriten auf der Erde entstehen. Es handelt sich dabei um geschmolzenes Gestein, das einen glasartigen Zustand annimmt und durch den Einschlag weite Strecken durch die Luft transportiert wird. Bekannte Fundstätten gibt es zum Beispiel in der Lausitz, die von einem Einschlag im heutigen Tschechien stammen und Moldavite genannt werden.
Insgesamt sind weltweit fünf Einschlagsereignisse bekannt, bei denen Tektite entstanden sind. In seinem Vortrag stellt Michael Hurtig Funde aus der Lausitz, aber auch anderen Regionen der Welt vor.
 
Dienstag 6. März 2018 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum/Seiteneingang
Tektite in der Lausitz und weltweit
Vortrag von Michael Hurtig, Kubschütz
Der Eintritt kostet 2 €.

Frühjahrsprogramm lockt ins Museum und in die Natur

Frühjahrsprogramm

02.03.2018 Das gerade erschienene Veranstaltungsprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde enthält rund dreißig gute Gründe die Ausstellungen zu besuchen oder an Vorträgen und Exkursionen teilzunehmen. Das Programm März bis August ist an der Museumskasse erhältlich und kann hier herunter geladen werden.

Höhepunkte des Programms sind die Humboldtvorlesung mit dem international bekannten Zukunftsforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker am 3. Mai um 18:30 Uhr sowie zwei Veranstaltungen zum Europäischen Jahr des Kulturerbes am 5. und 6. Mai. Die Museumswissenschaftler laden an dem Wochenende zu einer Forschungsexkursion auf die Berzdorfer Halden ein und öffnen für die Besucher die Museumssammlungen. In einer Autorenlesung stellt die Schriftstellerin Susanne Dohrn am 27. März ihr neues Buch vor „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“. Insgesamt sechs Exkursionen führen unter anderem zur Tier- und Pflanzenwelt an die Neiße, zu den Libellen nach Berzdorf oder zu den knurrenden Grasfröschen an die Ullersdorfer Teiche. In den verschiedenen Vortragsreihen geht es z.B. um das Riesengebirge, Gorillas in Uganda und Land und Leute in Weißrussland.

Im Museum ist noch bis zum 4. März eine Virtual-Reality-Installation mit Bodentieren zu erleben und bis zum 12. August bitten Dinosaurier Mammuts und andere Bodentiere zum Fototermin in die Ausstellung „Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit“.

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Besucherrekord im Senckenberg Museum

01.03.2018 Museumsdirektor Prof. Willi Xylander strahlt über das ganze Gesicht: „Mit 7138 Besuchern haben wir im Februar das insgesamt beste Monatsergebnis mindestens seit der Wiedereröffnung des Museums 2003 erreicht.“ Sonst kamen im Februar durchschnittlich 3802 Gäste in das Görlitzer Naturkundemuseum.

Insbesondere Familien hatten viel Spaß in der Ausstellung „Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit“. Sie ermöglicht verblüffende Fotos, bei denen sich die Besucher in Interaktion mit zumeist ausgestorbenen Tierarten ablichten können. „Aber wir hatten in den Ferien auch noch ein tolles Wissenschaftserlebnis im Angebot – eine Virtual Reality Brille“, ergänzt Xylander. „Die neue Technik macht es möglich, in schwer zugängliche Lebenswelten einzutauchen und diese hautnah zu erkunden. So begeben sich die Nutzer in die Welt unter unseren Füßen und begegnen verschiedenen Bodentieren.“ Die Gäste zeigten sich sehr beeindruckt von dem realen Erlebnis, das die Installation ermöglicht. „Wir bringen so unseren Besuchern die Lebenswelt näher, mit der sich viele Wissenschaftler am Senckenberg Museum beschäftigen“, erklärt Xylander, der die Forschungsabteilung Bodenzoologie am Haus leitet. Die VR-Brille ist Teil eines großen bundesweiten Forschungsprojekts – museum4punkt0 - an dem das Görlitzer Museum aktiv beteiligt ist. Darin erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien für die zukünftige Nutzung der Museen.

Am Museum sind alle gespannt, wie sich die Besucherzahlen im Jahresverlauf entwickeln. Die VR-Brille kann noch bis zum 5. März getestet werden und die Tricture Ausstellung steht bis zum Ende der Sommerferien. Und am 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt frei!

Mehr zum Projekt: www.museum4punkt0.de

Blinder Passagier aus Ecuador – Riesenkrabbenspinne im Görlitzer  Bioladen

Riesenkrabbenspinne
Nichts für Spinnenphobiker.
Diese südamerikanische Krabbenspinne kam
mit einer Bananenlieferung nach Görlitz. Jetzt ist
sie im Lebendtierbereich des Naturkunde-
museums zu sehen © Thomas Lübcke

19.02.2018 Da staunte Ralph Marscholek, Inhaber des NaturkostArche-Bioladens in Görlitz nicht schlecht, als er am vergangenen Freitag zusammen mit einem Kunden einen blinden Passagier in der Bana-nenkiste entdeckte: In der Lieferung aus Ecuador saß eine fast handtellergroße Spinne. Das Schicksal manch anderen Achtbeiners - mit der Schuhsohle erschlagen zu werden - blieb dem Weltreisenden aus Übersee aber glücklicherweise erspart. Beherzt bugsierte man das Tier in ein Einmachglas und brachte es ins Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Biologe Thomas Lübcke, Leiter des Lebendtierbereiches, zeigte sich hocherfreut „Solche Ereignisse sind in meinem Beruf das Salz in der Suppe“.

Bei dem Exemplar handele es sich um eine sogenannte Riesenkrabbenspinne, so Lübcke; ihren Namen verdankt sie der seitlich abgewinkelten Stellung ihrer Beine und der Gewohnheit, seitwärts zu laufen. Riesenkrabbenspinnen kommen rund um den Globus vor, hauptsächlich in den Tropen. Unter ihnen sind die Arten mit der größten Beinspannweite überhaupt unter den Spinnen. In Mitteleuropa hingegen ist diese Spinnenfamilie nur mit einer einzigen Art, der Grasgrünen Huschspinne, vertreten. Der Name ist Programm: "Riesengrabbenspinnen gehören zu den schnellsten Läufern unter den Wirbellosen und sind einfach unerhört flink!" weiß Lübcke.

In seiner Dienstzeit wurden Thomas Lübcke schon so manche Tiere gebracht, die eine unfreiwillige Reise angetreten hatten: Skorpione im Urlaubskoffer aus Kroatien, Mittelmeergeckos in Frachtpaletten, sogar ein Rotkehlanolis aus den USA, versteckt in einem Pinienzapfen, den eine Urlauberin als Souvenir eingesammelt hatte. Auch in Bananenkisten mitgereiste Spinnen tauchen immer wieder mal in der Presse auf, wenn auch eher selten. "Dass eine Spinne vor Ort die Be-handlung der Früchte mit Pestiziden übersteht, den Transport im Kühlraum und die Lagerung, ist schon recht unwahrscheinlich. Aber in seltenen Fällen überlebt doch mal ein Tier", erklärt Lübcke.

Wenn man das "Glück" habe, eine Spinne zwischen den begehrten Südfrüchten zu finden, ist grundsätzlich erst einmal Vorsicht angeraten: Möglicherweise handelt es sich um eine sogenannte Kammspinne aus Südamerika, eine der giftigsten Arten und auch für den Menschen gefährlich, zumal sie schnell zubeißen. Auch Vogelspinnen haben es schon auf dem Frachtweg in deutsche Supermärkte geschafft, von denen aber nichts zu befürchten ist, da sie kein für Menschen gefähr-liches Gift besitzen. Auch Ralph Marscholeks Riesenkrabbenspinne ist harmlos.

Nach ihrer Ankunft im Naturkundemuseum bezog sie ihr eigenes Terrarium und durfte sich übers Wochenende mit einer saftigen Grille stärken. "Bei der Spinne handelt es sich übrigens um ein ausgewachsenes Weibchen - sollte sie vor ihrer Transatlantikreise noch einen Paarungspartner gefunden haben, lässt sie sich vielleicht nachzüchten", freut sich Thomas Lübcke. Auf jeden Fall aber ist sie ab sofort im Vivarium für Besucher zu sehen.

Sehen Sie hierzu einen Filmbericht des Mitteldeutschen Rundfunks: https://www.mdr.de/brisant/video-exotische-spinne-bananenkiste-ecuador-100.html

Abenteuer Bodenleben - virtuelle Realität im Senckenberg Museum erfahren

N. Xylander
Auf einem Bildschirm können Besucher
beobachten, was die Trägerin der Bildschirm-
brille gerade erlebt. © Nikola Xylander

16.02.2018 Über 400 Erwachsene und Kinder ließen sich seit Beginn der Winterferien im Görlitzer Naturkundemuseum auf wenige Zentimeter Größe schrumpfen und erkundeten die Tierwelt des Bodens. Das funktioniert mit Hilfe einer sogenannten Virtual Reality-Brille, die dem Nutzer den bestechend echten Eindruck vermittelt, sich durch die winzig kleinen Bodenporen zu bewegen. Die Nutzung der Brille ist kostenlos und dauert 5 bis 10 Minuten und eignet sich ab einem Alter von sechs Jahren. Wegen der starken Nachfrage wird eine telefonische Terminreservierung unter 03581 – 47 60 52 20 empfohlen.

Neben der Bodensimulation lockt die Sonderausstellung „Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit“, die - diesmal ohne Brille - eine unterhaltsame Reise zu ausgestorbenen Tieren ermöglicht, in dem die Besucher sich mit ihnen fotografieren.

Die Nutzer der Virtual Reality-Brille sind durchweg sehr beeindruckt von der Qualität der simulierten Umwelt und der Tiere auf die sie trafen. Tausendfüßer, Weißwürmer, Springschwänze und andere Bodentiere halten sich in dem Bodenlabyrinth auf, durch das sich die Besucher mithilfe einer virtuellen Taschenlampe bewegen. Warum gerade Bodentiere? Die Erforschung der Vielfalt der im Boden lebenden Organismen ist seit Jahrzehnten ein Forschungsschwerpunkt der Wissenschaftler am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

Bei dieser Präsentation handelt es sich um einen Prototyp der im Rahmen des Forschungsprojektes „museum4punkt0–Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ entwickelt wurde. Dazu erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen von 2017 bis 2020 verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien. Um das Projekt fachlich auszuwerten, werden die Nutzer im Anschluss gebeten, einen kurzen Fragebogen auszufüllen.
Weitere Infos: www.senckenberg.de/museum4punkt0

Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr und in den Sächsischen Winterferien vom 10. bis 25. Februar 2018 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Florale Schneckenpost

Nicht-heimische Schnecken gelangen über Blumenhandel nach Europa

Bananenschnecke
Die Bananenschnecke Ariolimax columbianus
kommt mit dem Blumenstrauß nach Europa
© Benjamin Reise

Görlitz, 13.02.2018. Ein internationales Team aus Senckenberg-Wissenschaftlern und Forschenden des Naturhistorischen Museums Göteborg und des Königlich Belgischen Instituts für Naturwissenschaften hat auf eine potentielle Einschleppungsroute nordamerikanischer Tierarten hingewiesen. Sie fanden verschiedene nicht-heimische Schneckenarten, die mit dem Import von Salal, einem Bindegrün für Blumensträuße, nach Schweden gelangten. Das Wissenschaftler-Team empfiehlt in seiner kürzlich im Fachjournal „Folia Malacologica“ erschienenen Studie den Import von Zierpflanzen nach Europa stärker zu kontrollieren, um die Gefahr durch potentielle neue invasive Arten zu verringern.
 
Ein Blumenstrauß ist ein schönes Geschenk – um den Sträußen mehr Volumen zu geben, wird den Blumen häufig das Bindegrün Salal beigefügt. „Dieser hübsche ‚Füller’ aus der Gattung der Scheinbeeren kann es aber ‚in sich haben’“, erklärt Dr. Heike Reise vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und fährt fort: „Wir haben herausgefunden, dass mit dem Import von Salal – Gaultheria shallon – auch unerwünschte Passagiere nach Europa gelangen können.“
Gemeinsam mit einem internationalen Team hat die Görlitzer Malakologin im Rahmen des Langzeitprojektes "Synantrope Schnecken und Nacktschnecken" mehrere Schnecken untersucht, die in verschiedenen schwedischen Blumengeschäften zwischen oder in unmittelbarer Nähe von Salal-Lieferungen gefunden wurden. „Es handelt sich hierbei um die nicht-heimischen Arten Ariolimax columbianus und Prophysaon foliolatum“, so Reise. Sowohl die Pflanze, als auch die Schnecken stammen ursprünglich von der Pazifikküste Nordamerikas.

Prophysaon foliolatum
Die Schneckenart Prophysaon foliolatum ist
erstmalig in Europa aufgetaucht
© Heike Reise

Die Nacktschnecke Ariolimax columbianus wird aufgrund ihrer Größe und gelblichen Färbung auch häufig als „Bananenschnecke“ bezeichnet und ist mit bis zu 25 Zentimetern die größte landlebende Schnecke Nordamerikas. Zudem sind Bananenschnecken für ein ungewöhnliches Verhalten bei der Paarung bekannt: In etwa fünf Prozent der Fortpflanzungsakte knabbert ein Geschlechtspartner, nach der Übertragung der Samenpakete mit Hilfe seiner Raspelzunge, den noch in der Vagina steckenden Penis des anderen Partners ab und frisst ihn auf.

„Die Schneckenart Prophysaon foliolatum ist nun erstmalig in Europa aufgetaucht“, erläutert Reise. Ihre Fähigkeit zur Selbstamputation des Hinterleibs bei einem Angriff brachte den Tieren den Beinamen „taildropper“ ein.
Beide Arten leben in erster Linie am Boden feuchter Küstenregenwälder entlang der Westküste Nordamerikas. „Genau dort gedeiht Salal als üppiger Unterwuchs und wird in riesigen Mengen in Wäldern geschnitten. Wir gehen davon aus, dass hierbei gelegentlich auch die Schnecken mitgenommen und verpackt werden. Unsere und weitere Funde der nordamerikanischen Arten tauchten immer im Zusammenhang mit dem Bindegrün auf – dies bekräftigt unsere Hypothese“, ergänzt die Görlitzer Wissenschaftlerin. Begünstigend für die unabsichtliche Einfuhr sind die „schneckenfreundlichen“ Transport- und Lagerbedingungen der Pflanzen.
 
Während viele europäische landlebende Schneckenarten, wie beispielsweise die Rote Wegschnecke oder der Tigerschnegel, bereits erfolgreich Populationen in Nordamerika etabliert haben, ist die Einfuhr in die entgegengesetzte Richtung bisher weniger bekannt. „Um einer Invasion dieser Tiere entgegenzuwirken, empfehlen wir den von uns aufgezeigten Transportweg zukünftig besser zu kontrollieren. Während dies in den USA und Australien schon sehr gründlich geschieht, muss diesbezüglich in Europa noch nachgerüstet werden. Zumal die untersuchten Arten relativ auffällig und groß sind; es ist gut anzunehmen, dass viele andere, kleinere Organismen unbemerkt über diese Route nach Europa gelangen“, schließt Reise.
 
Publikation:
Proschwitz, T. von, Reise, H., Schlitt, B. & Breugelmans, K. 2017. Records of the slugs Ariolimax columbianus (Ariolimacidae) and Prophysaon foliolatum (Arionidae) imported into Sweden. Folia Malacologica 25: 267–271.

Virtual Reality im Naturkundemuseum

VR Boden

Wer schon immer einmal durch eine Virtual Reality-Brille schauen wollte, bekommt dazu die Gelegenheit in den Winterferien im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Die neue Technik macht es möglich, in schwer zugängliche Lebenswelten einzutauchen und diese hautnah zu erkunden. So begeben Sie sich in die Welt unter unseren Füßen und begegnen verschiedenen Bodenbewohnern. Große und kleine Besucher ab sechs Jahren können vom 10. Februar bis 04. März 2018 nach vorheriger Anmeldung die VR-Brille testen.

Anmeldung erforderlich: Tel. 03581 47605220
Ein Durchlauf pro Person dauert ca. 10 Minuten. Für größere Gruppen sind 60 Minuten einzuplanen.

Weitere Infos: www.senckenberg.de/museum4punkt0

Winterferien im Naturkundemuseum

In den Winterferien lädt das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz Kinder ab 6 Jahren zu einem Nachmittagsprogramm ein. Dienstags bis donnerstags jeweils 14.00 Uhr können Ferienkinder in der Sonderausstellung Tricture 3D mit Sauriern und Höhlenbären auf Tuchfühlung gehen und Spannendes aus der Urzeit erfahren. Warum haben Schlangen Schuppen, Vögel Federn und Säugetiere ein Fell? Warum ist ein Zebra schwarz-weiß und ein Tiger gelb-braun gestreift und was hat es mit diesen Farben wirklich auf sich? Auch diesen Fragen gehen die Kinder im Museum auf die Spur.

Anmeldungen zu den einzelnen Veranstaltungen unter 03581 47605-220, Kosten 2,50 € pro Kind, Dauer 1,5 Stunden.
Das vollständige Programm, auch für  Kindergärten und Hortgruppen, gibt es hier.

Dienstag, 13. und 20. Februar 2018, 14:00 Uhr
»Tricture – Naturgemälde mit 3D-Effekt«
Zwischen den Zähnen eines Sauriers zu klemmen oder einem Löwen von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen, ist sicher keine angenehme Vorstellung. In unserer neuen Sonderausstellung »Tricture 3D - Deine Reise in die Urzeit« kann man dieses Erlebnis ohne Angst und Schrecken erleben. Durch Spaß und Interaktivität wird Neugier und Wissensdurst geweckt und nachhaltig gelernt, und ein sensationelles Erinnerungsfoto ist immer mit dabei.  
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Person

Mittwoch, 14. und 21. Februar 2018, 14:00 Uhr
»Die Farben der Tiere«
Warum ist ein Zebra schwarz-weiß und ein Tiger gelb-braun gestreift? Das ist doch viel zu auffällig. Viel-leicht könnte sich der Mandrill auch ein wenig dezenter schminken! Was hat es mit  den Farben wirklich auf sich? Sind sie Tarnung oder Warnung? Vielleicht gibt es aber auch andere Gründe bunt zu sein? Wir gehen im Regenwald und in der Savanne auf Spurensuche.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Person

Donnerstag, 15. und 22. Februar 2018, 14:00 Uhr
»Schuppe, Feder, Haar«
... oder warum haben Schlangen Schuppen, Vögel Federn und Säugetiere ein Fell? Alles zu seiner Temperatur könnte man meinen. Gibt es eigentlich eine bessere oder schlechtere Körperbedeckung? Wir gehen im Museum auf Spurensuche, pardon: auf Schuppen-, Feder- oder Fellsuche.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Person

Anmeldung für die einzelnen Veranstaltungen unter:
Museumspädagogik am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel.: 03581 47605-211 oder 03581 47605-220
Mail: petra.vassmers@senckenberg.de

Übrigens: In den Winterferien vom 12.-25. Februar ist das Naturkundemuseum täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet!

Auf der Jagd nach unentdeckten Tierarten

Kinderakademie und Abendvortrag bei Senckenberg

Lanzenotter
Gunther Köhler zeigt Einheimischen eine giftige
Lanzenlotter.
Die Erforschung der Tierwelt ist auf die Hilfe
der lokalen Bevölkerung angewiesen.

Am 2. Februar hält der Frankfurter Zoologe Dr. Gunther Köhler zwei Vorträge im Görlitzer im Humboldthaus über seine Expeditionen nach Mittel- und Südamerika zur Erforschung von Reptilien und Amphibien. Für Kinder von 8-12 Jahren um 16:00 Uhr in der Görlitzer Kinderakademie und für alle anderen in einem öffentlichen Vortrag um 19:30 Uhr.

Genau so stellt man sich einen Zoologen vor: Verschwitzt mit einer Machete in der Hand und von Moskitos umschwirrt, bahnt er sich seinen Weg durch den dampfenden Dschungel auf der Suche nach unentdeckten Tierarten. Diesem Bild entspricht der Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Gunther Köhler ziemlich gut und beweist, dass es auch heute noch viel zu entdecken gibt! Jedes Jahr erforscht er auf monatelangen Expeditionen die Echsen, Schlangen und Frösche Mittel- und Südamerikas.

Pfeilgiftfröschchen
Erdbeerfröschchen - Auch wenn der Name
lecker klingt: Essen sollte man sie nicht, denn
sie gehören z u den giftigen Baumsteigerfröschen.

Dabei hat er bereits zahlreiche neue Arten entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. In seinem Forschungslabor im Frankfurter Senckenberg Institut für Naturforschung untersucht der Biologe die in den Tropen gesammelten Exemplare, ehe sie für die Nachwelt in der Sammlung des Frankfurter Senckenberg Museums konserviert werden. Neben der Kenntnis über die Tierwelt der Tropen sind wissenschaftliche Artikel und Bestimmungsbücher für Reptilien und Amphibien die Früchte seiner Arbeit.

Freitag, 2. Februar 2018 16:00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus
Ein Herpetologe im Dschungel – Wie man unbekannte Frösche und Echsen findet und beschreibt

Freitag, 2. Februar 2018 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Expedition Dschungel – auf der Jagd nach unbekannten Echsen und Fröschen

mit Dr. habil. Gunther Köhler, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt, Sektion Herpetologie

25.01.2018

Kamtschatka, der Abenteuertraum

Ralf Schwan
Foto: Ralf Schwan

Einsam, wild, unberührt, für den Menschen lebensfeindlich und doch atemberaubend schön! Landschaften, wie auf dem Mond oder auf einem anderen Planeten. Alles wirkt unreal, bizarr, düster, magisch. Wenige Kilometer weiter, eine andere Welt, undurchdringliche Taiga und weglose Tundra. Worte für diese archaische Landschaft zu finden. Schwer.

Als Expeditionsunternehmung geht es zu Fuß mit Zelt und Rucksack auf den höchsten aktiven Vulkan Eurasiens, den Kljuschewskaja Sopka (4.750m), durch das Kronotzki Biosphärenreservat, mit all seinen Höhepunkten, Tal der Geysire, Uzon Caldera, Todestal, der Kronotzki See, Vulkane, Moore und Sümpfe, Pflanzenwelt der Tundra und Taiga. Und natürlich die riesigen Kamtschatkabraunbären.

Lohn der Mühen waren einmalige und unvergessliche Momente in einer ursprünglichen Wildnis. Man muss es gesehen, erlebt, und gespürt haben. Auf Bärenpfaden zu den Ursprüngen des Lebens, intensiver kann man Kamtschatka kaum erleben!
Ralf Schwan berichtet und zeigt in seiner authentischen Live-Multivisionsreportage ein faszinierend spektakuläres  Naturerlebnis und spannende Momente der Abenteuerexpedition „Große Wildnis Kamtschatka“.

Sonntag, 28.01.2018 | 16:30 Uhr | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Große Wildnis Kamtschatka
Multimedia-Lichtbildervortrag von Ralf Schwan, Waltershausen
Eintritt 12 € / Vorverkauf 10 € (nur in der Görlitz-Information, Obermarkt 32, Görlitz)

www.ralf-schwan.de

Großeltern-Enkel-Tag am 21. Januar in drei Görlitzer Museen

(c) P. Sosnowski
Im Schlesischen Museum feiern Kinder mit
Rübezahl eine deutsch-polnisch-tschechische
Geburtstagsparty! Foto: Paweł Sosnowski

Das Schlesische Museum, das Senckenberg Museum für Naturkunde und das Kulturhistorische Museum in Görlitz laden am Sonntag, dem 21. Januar 2018, erneut zum Großeltern-Enkel-Tag ein. Zusammen mit ihren Enkelkindern (unter 16 Jahren) erhalten Großeltern freien Eintritt zum Besuch der Museen. Der seit 2012 jährlich stattfindende Museumstag findet inzwischen großen Zuspruch.

In den Museen bietet sich die Gelegenheit, auch die Sonderausstellungen zu erkunden. Im Senckenberg Museum ist die gerade eröffnete Sonderausstellung „Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit“ zu sehen. Hier können Besucher witzige und fantasievolle Fotos mit Dinosauriern und vielen anderen Tieren schießen.

Im Kaisertrutz wird die Fotoausstellung „Im Moment“ gezeigt. Im Barockhaus Neißstraße 30 können die großen und kleinen Besucher zusätzlich das große Puppenhaus und handgefertigte Puppen des Herrn Kurt-Franken sowie eine Puppenküche aus dem Jahr 1898 bestaunen.

Im Schlesischen Museum heißt es „Achtung Zug!“. Hier kann man sich mit der 175-jährigen Geschichte der Eisenbahn in Schlesien befassen und das raumfüllende Modell der Görlitzer Bahnhofsanlage von 1917 besichtigen. 

Auch eine Geburtstagsparty findet an diesem Tag statt! Für Kinder ab 3 Jahren startet um 10.30 Uhr im Schlesischen Museum das musikalische Mitmachtheater „Eine Party für den Berggeist“. Dabei sollen deutsche, polnische und tschechische Kinderlieder erklingen, um Rübezahl eine Geburtstagsüberraschung zu bereiten.

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Museen:

Senckenberg Museum für Naturkunde
Am Museum 1 / Marienplatz
geöffnet 10:00 – 18:00 Uhr

Schlesisches Museum zu Görlitz
Schönhof, Brüderstraße 8
geöffnet 10:00 – 16:00 Uhr

Kulturhistorisches Museum
Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, und Barockhaus Neißstraße 30
geöffnet 10:00 – 16:00 Uhr

Tricture 3D – Deine Reise in die Urzeit

Tricture
Foto: Senckenberg

„Hautnahe Begegnungen“ mit Dinosauriern, großen Raubtieren und Tiefseemonstern verspricht diese Mitmach-Ausstellung im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

Die Malweise der elf großformatigen Ölbilder erzeugt eine faszinierende dreidimensionale Illusion unter Einschluss der Besucher*innen, die dadurch selbst zum Ausstellungsobjekt werden. Sie schlüpfen gewissenmaßen ins Bild und werden interaktiver Bestandteil der Komposition. Spaß an der Selbstinszenierung steht in dieser Ausstellung im Vordergrund und fotografieren ist unbedingt erwünscht. Mit Witz und Fantasie dürfen Dinosaurier gefüttert oder mit einem Höhlenbären gekämpft werden. Oder die Besucher*innen lassen sich von einem Luchs den Rücken kraulen – und alles völlig ungefährlich! Die Ergebnisse sind jedenfalls verblüffend.

Die Bilder bedienen sich der optischen Täuschung, die in Architektur und Fotographie unter der Bezeichnung "erzwungene Perspektive" genutzt wird. Diese führt dazu, dass Objekte im Auge des Betrachters durch seine Erfahrung mit der realen Welt größer oder kleiner bzw. im Vordergrund oder Hintergrund befindlich wirken.

Gleichzeitig ist Tricture 3D eine spannende und informative Reise durch die Naturgeschichte unserer Region, von der Urzeit bis heute. Am Beispiel der dargestellten Tiere aus verschiedenen Erdzeitaltern werden die Entwicklung des Lebens auf der Erde erklärt und geologische Zusammenhänge verdeutlicht.

„Tricture“ ist eine Ausstellung von eli - eine lose idee - GmbH.
Sie ist vom 20. Januar bis zum 12. August 2018 im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu erleben.
Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr und in den Sächsischen Winterferien vom 10. bis 25. Februar 2018 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Abendvortrag im Humboldthaus

Seine Forschung an marinen Flohkrebsen stellt Dr. Charles Oliver Coleman am 12. Januar um 19:30 Uhr in der Reihe "Natur in Farbe"  im Görlitzer Humboldthaus vor. Der renommierte Meeresbiologe und ausgebildete Forschungstaucher vom Museum für Naturkunde Berlin berichtet in seinem Vortrag "Die Jagd nach den lebenden Edelsteinen – Mit Schiff und Taucherflasche unbekannten Flohkrebsen auf der Spur" über seine Forschungsreisen von der Antarktis bis in die Karibik.
 
Freitag, 12. Januar 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Die Jagd nach den lebenden Edelsteinen – Mit Schiff und Taucherflasche unbekannten Flohkrebsen auf der Spur
Vortrag von Dr. Charles Oliver Coleman, Museum für Naturkunde Berlin
Der Eintritt kostet 2 €.

Görlitzer Kinderakademie beginnt mit Mammut-Vorlesung

Mammutzahn SMNG
Ein Mammutbackenzahn, der im Tagebau Berzdorf
gefunden wurde. Dieser Beweis für die Existenz
der Eiszeitelefanten befindet sich in der Sammlung
des Senckenberg Museums. © Olaf Tietz

Elefanten in der Lausitz? Ja! Allerdings ist das schon etwas länger her – so ungefähr 10.000 Jahre. Damals lebten langhaarige Mammuts, Nashörner, Wildpferde und Auerochsen in den Eiszeitsteppen. In der Kinderakademie am 12. Januar 2018 erklärt Dr. Olaf Tietz vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz woher die Forscher wissen, dass diese Tiere einmal in unserer Region lebten und was wir heute über ihre Lebensweise und ihr Aussterben wissen. Die Vorlesung „Auf den Spuren des Mammuts in der Oberlausitz und in Sibirien“ bildet den Auftakt zum 27. Semester der Vorlesungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. In den fünf weiteren Vorlesungen des Semesters geht es um das Land Polen, Forschung an Reptilien im Dschungel, das Haus vom Nikolaus, Schmetterlinge und Comic-Helden.

Alle Vorlesungen werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehalten und bieten somit Informationen aus erster Hand. Die Teilnahme an den 45-minütigen Vorlesungen ist kostenlos und nur für Kinder erlaubt. Für polnische Kinder werden die Vorlesungen simultan übersetzt. Alle Teilnehmer erhalten einen Studentenausweis und am Ende des Semesters ein Diplom. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren sind jederzeit an der Kasse des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz (03581 - 47 60 52 20, aufsicht@senckenberg.de) oder auf der Homepage der Kinderakademie www.hszg.de/kinder möglich.

12. Januar 2018 | 16:00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus
Auf den Spuren des Mammuts in der Oberlausitz und in Sibirien
Vorlesung nur für Kinder von Dr. Olaf Tietz, SMNG, Sektion Paläozoologie/Geologie

Schokoladenveranstaltungen im Naturkundemuseum

Während der Weihnachtstage wird traditionell sehr viel Schokolade genossen. Doch wo kommt sie eigentlich her und welche Zwischenschritte sind notwendig bis die süße Leckerei genascht werden kann? Diese Fragen beantwortet bis zum 14. Januar die Sonderausstellung „Kakao und Schokolade“ im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

Am 5. Januar findet um 19:00 Uhr letztmalig eine öffentliche Ausstellungsführung mit Schokoladenherstellung und Verkostung statt. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung notwendig. Für Gruppen ab sechs Personen sind zusätzlich individuelle Führungen durch die Ausstellung möglich! Informationen dazu gibt es an der Museumskasse.

Mit der Schattenseite unseres Kakaokonsums befasst sich am 9. Januar der Vortrag „Auf den kolonialen Spuren der Schokolade“ von Johannes Schorling vom INKOTA-Netzwerk aus Berlin. Die Veranstaltung geht der Frage nach wie der Kakao, ursprünglich die „Speise der Götter“, von Lateinamerika nach Afrika kam, wo er heute hauptsächlich angebaut wird? Welche Auswirkungen hatte der Kolonialismus auf Kakaoanbauländern wie Ghana oder die Elfenbeinküste und inwiefern sind dessen Folgen dort noch heute spürbar? Johannes Scherling zeigt aber auch Möglichkeiten auf, wie Ungerechtigkeiten in der Schokoladenherstellung überwunden werden können.

Kakaobohnen
Die Kakaobohnen werden zum Trocknen in
der Sonne ausgebreitet. Dadurch verbessern
sich ihre Lagerfähigkeit und ihr Aroma.
© Tereza Hronová

FR 05.01.2018 | 19:00 Uhr | »Kakao & Schokolade« | Museum
Rundgang durch die Ausstellung mit Schokoladenherstellung
für Kinder und Erwachsene
Nur mit Voranmeldung unter: 0 35 81 47 60 - 5220
oder post-gr@senckenberg.de
Kosten: 6,00 € zzgl. Museumseintritt, Dauer: 2 h

DI 09.01.2018 | 19:30 Uhr | »Kakao & Schokolade« | Museum
Auf den kolonialen Spuren der Schokolade
Vortag von Johannes Schorling, INKOTA-Netzwerk e.V.
in Kooperation mit Tierra – Eine Welt e.V.
 
auf Vorbestellung Tel. 03581- 4760-5220/5210:

* Ausstellungsrundgang mit Zubereitung eines aztekischen Kakaotrunks für Kinder und Erwachsene, Dauer: 1,5 h, Kosten: 4,00 € pro Person zzgl. Museumseintritt, 6-14 Personen.

* Ausstellungsrundgang mit Schokoladenherstellung für Kinder und Erwachsene, Dauer: 2 h, Kosten: 6,00 € pro Person zzgl. Museumseintritt, 6-14 Personen

* Kindergeburtstag »Im Reich der Schokolade«
Kindgerechte Führung mit Schokoladenherstellung.
Kosten: 50,00 €, max. 10 Personen. Nur Dienstag bis Freitag.

Wissenschaftliche Vortragsreihe für Kinder geht ins neue Semester

Görlitzer KinderakakademieAm 12. Januar 2018 beginnt das neue Semester der Görlitzer Kinderakademie. Anmeldungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren sind ab sofort an der Kasse des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz (03581 - 47 60 52 20, aufsicht@senckenberg.de) oder auf der Homepage der Kinderakademie www.hszg.de/kinder möglich.

Hier kann das aktuelle Vorlesungsprogramm herunter geladen werden.

In den sechs Vorlesungen des kommenden Semesters geht es um Mammuts in der Lausitz, das Land Polen, Forschung an Reptilien im Dschungel, das Haus vom Nikolaus, Schmetterlinge und Comic-Helden. Alle Vorlesungen werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehalten und bieten somit Informationen aus erster Hand. Die Teilnahme an den 45-minütigen Vorlesungen ist kostenlos und nur für Kinder erlaubt. Für polnische Kinder werden die Vorlesungen simultan übersetzt. Alle Teilnehmer erhalten einen Studentenausweis und am Ende des Semesters ein Diplom.
 
Die Kinderakademie ist eine gemeinsame Veranstaltung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz und der Hochschule Zittau/Görlitz. Die Vorlesungen finden abwechselnd im Humboldthaus und in der Hochschule in Görlitz statt.

04.12.2017

Feuerzangenbowlenabend im Humboldthaus

Der Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz lädt am 8. Dezember zu seiner traditionellen Feuerzangenbowle in das Humboldthaus ein. Beginn ist um 19:30 Uhr, der Eintritt kostet 6,- €.
Traditionell beginnt die Veranstaltung mit einem amüsanten Kurzvortrag des Förderkreisvorsitzenden Thomas Neumann, während die Feuerzangenbowle vor sich hin knistert. Danach wird der Rühmann-Klassiker "Die Feuerzangenbowle" gezeigt. Dazu gibt es Glühwein und Gebäck. Beides ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Erste Virtual Reality Anwendung geht an den Start

(c) Vaartjes
Wie sieht es unter der Erde aus? Die Digitali-
sierung macht es möglich die kleinen Boden-
bewohner kennenzulernen. (c) Uwe Vaartjes

Bonn/Görlitz, 16.11.2017. Seit September zeigt das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn die Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Fast pünktlich zum Start der Weltklimakonferenz in Bonn wurde sie mit einer neuen Attraktion bereichert, durch die Besucher noch interaktiver in die verborgene Lebenswelt des Bodens eintauchen können.

Mit einer Virtual Reality-Brille wird man – natürlich nur virtuell – auf die Größe einer Assel geschrumpft und findet sich im Porenraum des Bodens wieder. Mittels eines handgesteuerten Controllers kann man sich durch die dunklen Gänge bewegen und trifft hier auf kleine Bodenbewohner wie Springschwänze, Hornmilben, Weißwürmer und einen Hundertfüßer. Bisher befindet sich die Animation noch in der Testphase, Besucher werden befragt, Personal eingewiesen und die Animation immer wieder durch die Softwarefirma optimiert. Zukünftig sollen weitere Themenräume hinzukommen, in denen man dann mit den Bewohnern der Laubstreu und den im Wasserfilm lebenden Organismen auf Tuchfühlung kommen kann.

Der Boden ist, wie Wasser und Luft, eine unverzichtbare Lebensressource – und er lebt! Dass auf einem Quadratmeter Boden mehr Organismen leben als Menschen auf der Welt, ist den Wenigsten bekannt. Das Senckenberg Museum für Naturkunde, dessen Forschungsschwerpunkt die Bodenzoologie darstellt, bringt in dieser Internationalen Wanderausstellung  den Besuchern den Lebensraum unter unseren Füßen in all seinen Facetten näher.

Als Partner im bundesweiten Projekt „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ erprobt, testet und entwickelt das Museum digitale Anwendungen für die zukünftige Nutzung in musealen Einrichtungen. Zum Beispiel können so bisher unzugängliche Lebenswelten anhand von Animationen erlebbar gemacht werden, sei es die Welt der Dinosaurier, die Tiefsee oder eben der Boden.

Die VR-Anwendung steht noch bis 28. Januar 2018 in Bonn, in den sächsischen Winterferien ist geplant, sie auch im Görlitzer Senckenberg Museum für Naturkunde zu zeigen.

Infos zum Projekt: www.museum4punkt0.de

Von roten Pandas und blauen Monalen – Tierbeobachtungen im Himalaja

Vortrag mit Filmsequenzen von Axel Gebauer

 Über seine Dreharbeiten am Roten Pandabären berichtet der Tierfilmer und ehemalige Direktor des Görlitzer Tierparks, Dr. Axel Gebauer, am 1. Dezember 2017 um 19:30 Uhr im Görlitzer Humboldtsaal. Besondere Höhepunkte sind sehr seltene Freilandaufnahmen vom Roten Panda,. Der Eintritt kostet 2 €.

Die Tierwelt des Himalaja fasziniert Axel Gebauer seit Jahrzehnten. Dies ist auch gut im Görlitzer Naturschutz-Tierpark nachzuempfinden, dem er mit seiner Zentralasien-Leidenschaft als Tierparkdirektor ein ganz eigenes Gepräge verliehen hat. Dort führte er in seiner Zeit auch die sehr seltenen und wertvollen Roten Pandas ein, die in ihrem naturnahen und großzügigem Gehege schon längst zu den Besucherlieblingen avanciert sind. Dort entstanden bereits viele Aufnahmen für Naturfilme, denn Rote Pandas in ihrer natürlichen Umgebung zu filmen galt, lange als nahezu unmöglich. Allerdings nicht für Axel Gebauer, der unglaubliche Strapazen auf sich nahm, um im Freiland zu filmen. Mit Erfolg, wie die sensationellen Filmsequenzen, die er in seinem Abendvortrag präsentiert, bezeugen.

29.11.2017

Winterprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz erschienen

Titelseite WinterprogrammPünktlich zu Beginn der kalten Temperaturen lockt das Winterprogramm des Görlitzer Naturkundemuseums mit Vorträgen aus fernen Ländern, wärmenden Führungen in der Schokoladenausstellung und dem traditionellen Feuerzangenbowlenabend.

Los geht es mit einem bildgewaltigen Vortrag mit Naturfilmsequenzen aus dem Himalaya von Axel Gebauer, am 1. Dezember, 19:30 Uhr im Humboldtsaal. Viele kennen den heutigen Naturfotografen und -filmer noch als ehemaligen Görlitzer Tierparkdirektoren.

Der traditionelle Feuerzangenbowlenabend findet am 8. Dezember, 19:30 Uhr im Humboldtsaal statt. Karten zu 6 Euro sind bereits an der Museumskasse erhältlich.

Und auch nach draußen verschlägt die Zoologische Winterexkursion ins Ullersdorfer Teichgebiet am 11. Februar, 9:00 Uhr mit Hermann Ansorge.

Weitere Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm, das in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen und an der Museumskasse ausliegt sowie online unter www.senckenberg.de/goerlitz

Freitag, 1. Dezember 2017 | 19:30 | Natur in Farbe | Humboldthaus
Von roten Pandas und blauen Monalen – Tierbeobachtungen im Himalaya
Vortrag mit Filmsequenzen von Dr. Axel Gebauer, Boxberg
Eintritt 2 Euro

Download Programm

28.11.2017

Schriftsteller Oybek Ostanov berichtet über sein Heimatland Usbekistan

(c) Ostanov
Samarkand (c) Ostanov

Usbekistan beeindruckt nicht nur mit seiner langen Geschichte, seinen lebendigen Traditionen und seiner reichen Kultur. Sondern das Land gilt auch als die wichtigste Kultur- und Handelsbrücke zwischen Orient und Okzident. Die Perle an der großen Seidenstraße können Interessierte am 24. November, um 19.30 Uhr, im Humboldthaus kennenlernen. In einer Mischung aus Multimedia-Vortrag und Lesung präsentiert Oybek Ostanov das Land in seinen unterschiedlichen Facetten.
In seiner Heimat arbeitet der eloquente Kenner des Landes als selbständiger Reiseveranstalter, Reiseleiter und im usbekisch-deutschsprachigen Raum als Literaturübersetzer und Autor in beiden Sprachen.
Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt der Volkshochschule Görlitz und des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Der Eintritt kostet 2 Euro. Für Inhaber der vhsCard ist der Vortrag kostenfrei.

Fr. 24. November 2017 | 19.30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni, 02826 Görlitz
Usbekistan – Perle der Großen Seidenstraße
Vortrag des Schriftstellers Oybek Ostanov, Samarkand/ Usbekistan
Eintritt 2,00 €

www.oybekostanov.com

Geburtstagskaffee bei Senckenberg

Am 22. November 2017 wird die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung 200 Jahre alt

Frankfurt, den 17.11.2017. Mit einem feierlichen Festakt, Tagen der offenen Tür an den verschiedenen Standorten, einer Geobiodiversitäts-Fachkonferenz und mit vielem mehr feiert die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit Januar ihr Jubiläumsjahr. Am 22. November ist es nun soweit – Senckenberg wird 200. Aus diesem Anlass lädt die Senckenberg Gesellschaft in ihren drei Naturmuseen Frankfurt, Dresden und Görlitz sowie an den Standorten Tübingen und Wilhelmshaven zu Kaffee und Kuchen ein.

Das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt lädt seine Besucher am 22. November zwischen 15 und 18 Uhr auf ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee oder Tee in das Museumsbistro ein. Senckenberg-Mitarbeiter werden anwesend sein und freuen sich auf den Austausch mit den Geburtstagsgästen. Kurz vor dem eigentlichen Geburtstag veranstaltet das Frankfurter Museum am 19. November einen großen Familientag. Rund um das Thema Vielfalt gibt es Forscher-Stationen für Groß und Klein, Bastel- und Mal-Aktionen, einen großen Marktplatz im Saal der Wale, ein spannendes Forscher-Quiz und vieles mehr.

Das Senckenberg Museum Görlitz begeht in der Sonderausstellung „Kakao und Schokolade“ den 200. Geburtstag und lädt auf eine Tasse Schokolade ein. Der Eintritt ist ab 15 Uhr frei und Besucher können in der Ausstellung selbst Schokolade herstellen und kostenlos Kaffee, heiße Schokolade und Geburtstagskuchen genießen.

Die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden im Japanischen Palais laden ihre Besucher ab 14 Uhr in ihre Sonderausstellung „Sex und Evolution“ ein. Der Eintritt ist frei und es gibt Kaffee, Tee und Kuchen. Und auch das Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP) in Tübingen empfängt Geburtstagsgäste bei Kaffee und Kuchen von 14 bis 17 Uhr im Museum der Universität Tübingen (MUT).

Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven feiert den runden Geburtstag in der aktuellen Ausstellung „Schönheit im Verborgenen – Mikrokosmos Ozean“ in der Dachgalerie des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrums. Die Senckenberger Meeresforscher laden bei freiem Eintritt von 15 bis 17 Uhr in der Sonderausstellung zu Softdrinks und Kuchen ein und beantworten dort Fragen zu ihrer Forschung.

Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger blickt zufrieden auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück: „Wir haben – auch dank unserer zahlreichen Freunde und Unterstützer – viel geschafft und freuen uns darüber, dass unsere Forschungsthemen und insbesondere unser Kernthema Biodiversität mehr und mehr Aufmerksamkeit erhalten und auch außerhalb der Wissenschaftswelt wahrgenommen werden“.

www.200jahresenckenberg.de

Meteorite: Boten aus dem All – Abendvortrag und Vorlesung in der Kinderakademie

(c) Olaf Tietz
Dieser Eisenmeteorit aus Mexiko kam 1911 in
die Sammlung des Görlitzer Naturkundemuseums.
Die auffällige Oberflächenstruktur ist typisch für
bestimmte Meteoritentypen. © Olaf Tietz

Meteorite sind „nicht von dieser Welt“. Das macht sie so geheimnisvoll. Nur ganz selten werden diese Boten aus den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter auf der Erde gefunden und sind dann der Stolz jeder geologischen Sammlung. Manchmal handelt es sich auch um Stücke die von Asteroiden aus Mond oder Mars heraus geschlagen werden und dann auf der Erde landen. Wissenschaftler können aus der chemischen Zusammensetzung der Meteorite Rückschlüsse auf Entstehung und Alter unseres Sonnensystems ziehen. Aber zuvor ergibt sich die Frage, wo und wie man Meteorite findet und woran man sie erkennt. Die Senckenberg-Wissenschaftlerin Jutta Zipfel stellt am 17. November in zwei Vorträgen die vielfältigen Facetten der Meteoritenforschung vor.

Fr 17. November 2017 | 16:00 – 16.45 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Was sind Meteorite und wie kann man sie erkennen?
Vorlesung nur für Kinder von Dr. Jutta Zipfel, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt/Main, Sektion Meteoritenforschung.
Der Eintritt ist frei.
 
Fr 17. November 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Meteorite – Urmaterie des Sonnensystems
Vortrag von Dr. Jutta Zipfel, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt/Main, Sektion Meteoritenforschung.
Der Eintritt kostet 2 €.

Eintauchen in die Welt der Dinosaurier

(c) L Träger
Eintauchen in vergangene Welten (c) L.Träger

Görlitz, 27.10.2017. Das Dinoskelett bekommt auf einmal Muskeln und Haut und erwacht zum Leben. Der Diplodocus schaut sich neugierig um, Flugsaurier fliegen über ihn hinweg und plötzlich kommt er auf dich zu, immer näher und näher und blickt dir in die Augen! Spätestens jetzt zucken die meisten ein wenig zusammen. So fühlt es sich an, wenn man mittels einer VR-Brille in Virtuelle Realitäten versetzt wird.

Es ist ein Anliegen des Senckenberg Museums, seinen Besuchern Welten näher zu bringen, die heute nicht mehr erlebbar sind oder in die wir in der Realität nur schwer eintauchen können. Dazu gehört zum Beispiel der Boden unter unseren Füßen, die verborgenen Tunnel der Bodenorganismen und Interaktionen, die da vor sich gehen. Das Museum beschäftigt sich derzeit damit, auf welcher Art und Weise diese unzugänglichen Welten am besten erfahrbar gemacht werden können. Es ist Partner im bundesweiten Pilotprojekt zur Digitalisierung in Museen (www.museum4punkt0.de).

(c) L Träger
Mit einem Klick erwachen Museumsobjekte zum
Leben und der Besucher erhält viele Informationen.
(c) L.Träger

Dazu konnten am 27.10.2017 eine Firma aus Lübeck begrüßt werden, die bereits die VR-Anwendung mit dem Diplodocus im Frankfurter Senckenberg Museum erfolgreich testet. Die sogenannten Infografen haben noch mehr auf Lager: Plötzlich kommt einer Welle von Wasser in den Museumsraum herein gespült und flutet alles. Das sonst leblos an der Wand hängende Fossil eines Fischsauriers erwacht zum Leben und ist in seiner natürlichen Umgebung zu sehen. Ob und wie das zukünftig alles umsetzbar sein wird –wir sind gespannt.

www.museum4punkt0.de

Die Energie von morgen – Vorlesung in der Kinderakademie

Das Thema ist in der Gesellschaft sehr präsent: wie werden wir in Zukunft Energie erzeugen, wenn Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle knapp werden oder aus Umweltschutzgründen nicht mehr genutzt werden sollen? In seiner Kinderakademie-Vorlesung stellt der Unternehmer Fred Jung den Studierenden der Görlitzer Kinderakademie seine Vorstellungen vor, wie Wind- und Sonnenenergie zukünftig den Großteil unseres Energiebedarfs decken können.
 
Die kostenlose Vorlesung wendet sich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
 
Fr, 10. November 2017 | 16:00 – 16.45 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Wind- und Solarenergie: Saubere Energie für die nächste Generation
Vortrag von Fred Jung, Wörrstadt

Vortrag über Haselmäuse im Naturkundemuseum

(c) Senckenberg Görlitz
(c) Senckenberg

Sie sind sehr klein, sehr heimlich und sehr niedlich. Und die Wenigsten haben schon einmal eine zu Gesicht bekommen: Haselmäuse. Mäuse sind sie aber eigentlich auch nicht, denn sie gehören zur Nagetiergruppe der Bilche oder Schläfer. Wie ihr Namen bereits andeutet, verbringen sie viel Zeit mit Ruhen. Ende Oktober ziehen sie sich in ihre Winterschlafquartier zurück um ausgeruht erst im Mai wieder „nacht“-aktiv zu werden. Der Friedersdorfer Zoologe Sven Büchner ist Spezialist für Haselmäuse und untersucht seit Jahrzehnten das Vorkommen der kleinen Schlafmaus in Sachsen und insbesondere der Oberlausitz. In einem Vortrag stellt er am 7. November um 19:30 Uhr die zum Wildtier des Jahres gewählte Haselmaus in einem Vortrag im Naturkundemuseum vor.
 
Di 7. November 2017 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum/Museum, Seiteneingang Am Museum 1, Görlitz
Das Wildtier des Jahres – die Haselmaus
Vortrag von Sven Büchner, Friedersdorf
Der Eintritt kostet 2 €

Träger des Görlitzer Meridian-Naturfilmpreises erneut ausgezeichnet

"Jan im Glück" möchte man fast meinen. Aber es hat nichts mit Glück, sondern mit Können zu tun, dass der Naturfilmer Jan Haft im Abstand weniger Wochen drei bedeutende Naturfilmpreise erhielt. Noch am 30. September weilte Jan Haft in der Filmstadt Görlitz, um gemeinsam mit seiner Frau den Görlitzer Meridian-Naturfilmpreis entgegen zu nehmen. Schon vier Tage später wurde Jan Haft auf dem Darß mit dem DeutschenNaturfilmpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern geehrt. Sein Film "Biene Majas wilde Schwestern"  wurde als bester Beitrag in der Kategorie "Mensch und Natur" prämiert. Nun erhielt Jan Haft für den selben Film den großen Preis des Internationalen Naturfilmpreis-Festivals im belgischen Namur.

Fest steht: Die Entscheidung der Jury des Görlitzer Filmpreises lag genau im Trend, diesen genialen Tierfilmer auszuzeichnen und nach Görlitz zu holen. Bleibt nur zu hoffen, dass Ihm weiterhin neben den Preisverleihungen ausreichend Zeit bleibt, so publikumswirksame Dokumentationen zu drehen wie bisher.
Link

Familienfest im Senckenberg Museum

Museumsfest 2017

Viel Spaß und Unterhaltung bietet das diesjährige Familienfest des Görlitzer Naturkundemuseums am Sonnabend, den 4. November von 15:00 bis 20:00 Uhr aus Anlass des zweihundertjährigen Bestehens der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Die Mitglieder des Förderkreises und die Museumsmitarbeiter haben sich viele Attraktionen für große und kleine Besucher einfallen lassen.
So können Kinder und Erwachsene u.a. selbst Schokolade herstellen, Jubiläumsbuttons pressen, Spinnen basteln oder ein Puppentheaterstück von Lutz Männel besuchen, zum Forscher vor zweihundert Jahren werden und erfahren, was Insekten und Rock‘n‘Roll gemeinsam haben. Der Tierra Eine Welt e.V. bietet in der aktuellen Kakaoausstellung den aztekischen Trunk xocolatl und Schokolade zum Verkosten an. Der Förderkreisvorsitzende Thomas Neumann kreiert Nudeln mit verschiedenen Saucen und im Café gibt es Kuchen und heiße Schokolade. Für die passende musikalische Umrahmung sorgt die Band Swingtime.

Eintrittspreise:
Familienkarte 10,00 € (2 Erw.+max. 5 Kinder)  | Minifamilie 7,00 € (1 Erw.+max. 5 Kinder)  | Erwachsene 5,00 €  | Ermäßigt 4,00 €  | Kinder 3,00 € (bis 16 Jahre)

www.foerderkreis-smng.de

Benefiz-Vortrag zum Zootier des Jahres

Kakadu
Der stark gefährdete Rotsteißkakadu (Cacatua
haematuropygia)
lebt auf den Philippinen.
© Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec/V.Michel

Am 27. Oktober lädt Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer zu einem Benefizvortrag um 19:30 Uhr in den Görlitzer Humboldsaal ein. Er stellt den Kakadu als Zootier des Jahres vor und möchte mit der Aktion in der Öffentlichkeit für gefährdete, aber bisher wenig beachtete Tierarten aufmerksam machen.
Kakadus kommen in der Natur nur in Australasien vor und besitzen damit nur ein relativ kleines geografisches Verbreitungsgebiet. Dass viele dieser faszinierenden Vögel in ihrem Bestand stark gefährdet sind, ist den meisten Menschen nicht bewusst. Mit dem Kakadu als „Zootier des Jahres“ wollen die Projektpartner sich ganz konkret für den Schutz dieser Tiere vor Ort einsetzen.
Das Einmalige an der Aktion „Zootier des Jahres“ ist der Zusammenschluss starker Partner im Arten- und Naturschutz, sodass für den Schutz des „Zootier des Jahres“ nicht nur geworben, sondern durch finanzielle Unterstützung tatsächlich das Überleben der Kakadus in der Wildbahn gefördert wird.
Auch der Görlitzer Naturschutz-Tierpark ist für die Nachzucht vor dem Aussterben bedrohter Tierarten bekannt und setzt sich im Rahmen seiner Bildungs-, Forschungs- und Öffent-lichkeitsarbeit für gefährdete Tierarten ein.
 
Weitere Infos: www.zootier-des-jahres.de
 
Fr. 27. Oktober 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Zootier des Jahres – der Kakadu
Benefizvortrag von Dr. Sven Hammer, Naturschutz-Tierpark Görlitz.
Spenden erwünscht!

Senckenberg am Nachmittag - Mittelamerika

(c) Vassmers
Foto: Petra Vaßmers

Am 19. Oktober findet um 16:00 Uhr im Senckenberg Museum ein öffentlicher Vortrag statt. Im zweiten Teil ihres Mittelamerika-Reiseberichts nimmt Petra Vaßmers ihre Gäste mit nach Honduras, Mexiko und Guatemala. Die Route des Reisevortrages beginnt in der im Regenwald verborgene Welterbestätte Ruinen von Copan, einer sehr bedeutenden Stadt der Maya. Von dort aus führt die Reise weiter nach Antigua ins zentrale Hochland von Guatemala nach Antigua. Auch diese Stadt gehört zum Weltkulturerbe allerdings wegen ihrer Kolonialarchitektur. Weiter geht es zum Atitlan-See inmitten rauchender Vulkane, einem herrlichen Landschaftserlebnis. Schließlich streift der Vortrag Mexiko-Stadt und endet an den weltberühmten Badestränden von Acapulco.

Do. 19. Oktober 2017 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum/Museum
Im Reich der Mayas und Azteken – Eindrücke von Regenwäldern, rauchenden Vulkanen und sagenhaften Orten inmitten von Wasser
Vortrag von Petra Vaßmers, Görlitz
Eintritt 2 €

Filmpreis in Görliwood verliehen

Görlitzer Meridian-Naturfilmpreis geht an Jan und Melanie Haft

Foto: Erhielten in diesem Jahr den Görlitzer Meridian Naturfilmpreis: Jan und Melanie Haft, links und rechts im Bild: Rolf Berndt und Thomas Neumann vom Förderkreis Naturkundemuseum Görlitz
Erhielten in diesem Jahr den Görlitzer
Meridian Naturfilmpreis: Jan und Melanie Haft,
links und rechts im Bild: Rolf Berndt und
Thomas Neumann vom Förderkreis
Naturkundemuseum Görlitz (c) J. Gitschmann

Wildes Deutschland – der Chiemsee, Wildes Skandinavien - Norwegen, Mythos Wald oder Magie der Moore sind nur einige der Filmhits der diesjährigen Preisträger des Görlitzer Meridian Naturfilmpreises Melanie und Jan Haft. Das Ehepaar aus Bayern wurde am 30. September für sein bisheriges Gesamtwerk im Görlitzer Senckenberg Museum geehrt. Der „Görlitzer Meridian“ ist einer der vier wichtigsten deutschen Naturfilmpreise und wird alle zwei Jahre durch den Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz verliehen.

Die sehr sympathischen Preisträger aus Bayern stellten im Rahmen einer öffentlichen Filmvorführung vier ihrer Lieblingsfilme vor und erzählten von besonders kniffligen Filmdrehs und erklärten, wie ganz besondere Einstellungen entstanden. Für die rund 100 Zuschauer*innen war es hochinteressant, einen Einblick hinter die Kulissen eines Tierfilms zu erhalten und mit dem Preisträger-Ehepaar persönlich ins Gespräch zu kommen.

Am Abend überreichte der Vorsitzende des Förderkreises Thomas Neumann in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste den mit 2.500 € dotierten Preis. Die Laudatio hielten die ehemaligen Naturfilmredakteure des MDR und BR Monika Seiffert und Udo Zimmermann. Auch ehemalige Preisträger wie Prof. Hans Fricke, Ernst Arendt und Hans Schweiger ließen es sich nicht nehmen, extra zur Preisverleihung nach Görlitz anzureisen.
 
Preisträger
Jan Michael Haft gilt als einer der bedeutendsten deutschen Naturdokumentarfilmer, seine Ehefrau Melanie wirkt als Produktionsleiterin der gemeinsamen Naturfilmfirma an der Entstehung und Profilierung der Filme maßgeblich mit. Beide schauen auf ein beeindruckendes Gesamtwerk mit über 60 Produktionen in den vergangenen 18 Jahren zurück. Dem Publikum im Gedächtnis geblieben sind zweifellos ihre Beiträge zu »Wildes Deutschland« und »Wildes Skandinavien«, für die Jan Haft mehrfach ausgezeichnet wurde, sowie die Kinofilme »Das grüne Wunder – unser Wald« und »Magie der Moore«.
 

Weltklasse-Tierfilmer kommen nach Görlitz
Jan und Melanie Haft erhalten Görlitzer Meridian-Naturfilmpreis

Filmpreisplakat

Sie gehören zu den internationalen Stars der Naturfilmszene: Jan und Melanie Haft. Ihre Tier- und Naturfilme laufen nahezu wöchentlich im Fernsehen und sogar im Kino! Weltweit werden sie mit den bedeutendsten Naturfilmpreisen geehrt. Nun erhält das Ehepaar Haft für sein Lebenswerk den Görlitzer Meridian-Naturfilmpreis. Am 30. September kommen die beiden nach Görlitz und sind für ihre Fans hautnah zu erleben. Am Nachmittag präsentieren sie vier ihrer Lieblingsfilme und plaudern aus dem Nähkästchen – spannende Geschichten aus dem aufregenden Leben eines Tierfilmers. Am selben Tag findet um 19:00 Uhr im Humboldtsaal die öffentliche Preisverleihung statt.
Im Rahmen des Filmnachmittages zeigen Melanie und Jan Haft ab 14:00 Uhr die vier Spitzendokus »Wildes Norwegen«, »Das Kornfeld«, »Magie der Moore« und »Mythos Wald« mit zum Teil nie gesehenen Aufnahmen. Die Dokumentationen von Jan Haft sind an ihrer Machart sofort zu erkennen. Seine spektakulären Kamerafahrten in Zeitraffer- und Zeitlupenaufnahmen, aber auch besondere Fahr- und Schwenktechniken sind in ihrer Präzision einmalig. Die Zuschauer können so die Welt vor ihrer Haustür neu entdecken und erhalten so einzigartige Einblicke in sonst kaum sichtbare und verborgene Zusammenhänge.
Der Förderkreis des Senckenberg Museums für Naturkunde vergibt den Görlitzer Meridian Naturfilmpreis im zweijährigen Rhythmus. Aus diesem Anlass finden sich immer wieder vorhergehende Preisträger zur Preisverleihung ein. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter die Naturfilmer Hans Schweiger und Ernst Arendt (Tiere vor der Kamera), Hans Fricke (Wiederentdecker des Quastenflossers) und Karlheinz Baumann (Terra X). 

30.September 2017 | Görlitzer Meridian Naturfilmpreis
 
14:00 bis 18:00 Uhr Filmnachmittag in Anwesenheit der Preisträger Melanie und Jan Haft
Filme: »Wildes Skandinavien«, »Das Kornfeld«, »Magie der Moore«, »Mythos Wald«
mit Kaffeepause
Eintritt: 6 € / 4 € ermäßigt / 12 € Familie. Eintrittskarten sind im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich (Di – Fr 10:00 – 17:00 Uhr, Sa – So 10:00 – 18:00 Uhr)
 
19:00 Uhr Feierliche Preisverleihung an Melanie und Jan Haft mit Filmpotpourri
Grußworte: Bürgermeister Dr. Michael Wieler
Laudatio: Monika Seiffert (ehem. Naturfilmredakteurin MDR) und Udo Zimmermann (ehem. Naturfilmredakteur BR)
Musik: Saxophonspieler*innen der Musikschule Zgorzelec
Die Veranstaltung ist öffentlich und die Teilnahme kostenlos.
 
Mehr unter:
www.goerlitzer-meridian.de
www.nautilusfilm.de
www.dasgruenewunder-derfilm.de
www.magiedermoore-derfilm.de

 

Eine Reise auf die Inseln Öland und Gotland
Vortrag im Senckenberg Museum

(c) Reinicke
Kalksteinfelsen am Langhammershammeren auf
der Insel Fårö vor Gotland. © Rolf Reinicke

Öland und Gotland, die beiden großen Kalksteininseln Schwedens, gelten als besonders ungewöhnliche Naturräume, von denen nicht nur Geologen, Botaniker und Ornithologen begeistert sind. Der Stralsunder Geologe Rolf Reinicke, bekannter Landschaftsfotograf und erfolgreicher Buchautor – als Referent langjähriger „Stammgast“ im Görlitzer Senckenberg-Museum – hat beide Inseln auf vielen Reisen entdeckt, erlebt und fotografiert.
In einer faszinierenden Bildpräsentation zeigt er die ungewöhnlichen Landschaften und die eigenartige Schönheit dieser besonderen Inseln. Er berichtet von deren Entstehung und ihren natürlichen Veränderungen, von uralten fossilreichen Korallenriffen und fantastischen Orchideenwiesen, von Vogelfelsen, bizarren Kalksteinkliffs und ausgedehnten Kalksteppen. Und er verspricht wieder einmal großartige "Natur in Farbe".
 
29.September 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Öland und Gotland – Geologie und Landschaft
Vortrag von Rolf Reinicke, Stralsund
Eintritt 2 €.

Ägyptische Pyramiden geben neue Rätsel auf –
Vortrag von Dominique Görlitz

Der Chemnitzer Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz stellt am 15. September, 19:30 Uhr im Humboldthaus seine aktuellen Forschungsergebnisse über die Cheops-Pyramide vor. Görlitz und sein Kollege Stefan Erdmann entdeckten 2013 Spuren von Schmiede-Eisen in der Cheops-Pyramide. Dieser Befund kommt eine archäologischen Sensation gleich, denn zur Zeit der Erbauung des berühmten Weltwunders ca. 2.500 Jahre v. Chr. gab es nach bisheriger Meinung der Ägyptologen noch kein Schmiede-Eisen. Die beiden Forscher gehen ebenso dem Pyramidenbau auf die Spur. Wie konnten zur damaligen Zeit die mehr als 60 Tonnen schweren Granitblöcke bearbeitet und aufgeschichtet werden? Görlitz und Erdmann stellen mit ihren Entdeckungen die bisherige Ägyptologie in Frage und geben durch ihre praktische Forschungsarbeit der Wissenschaft neue Impulse.
 
Freitag, 15. September 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Das Cheops-Projekt – Das Eisen der Pharaonen
Vortrag von Dr. Dominique Görlitz, Chemnitz
Eintritt: 2 Euro

Von Herbstspaziergang bis Museumsfest


Herbstprogramm

Hier geht's zum Programm...

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lockt im Herbst wieder mit vielen Veranstaltungen.

22 Vorträge stehen auf dem Programm, die die Zuhörer in die Weiten des Weltalls entführen, ins Reich der Mayas und Azteken mitnehmen oder mit der Haselmaus bekannt machen. Am 15. September kommt zudem Dominique Görlitz mit einem Vortrag zu seinen Forschungen an der Cheops-Pyramide um 19:30 Uhr ins Humboldthaus. Die monatlichen Exkursionen führen zu den Wildrosen auf die Landeskrone, in die Stadtnatur im Schellergrund und zur Vogelbeobachtung am Berzdorfer See.

Höhepunkte sind die Verleihung des Görlitzer Meridian Naturfilmpreises am 30. September an die Naturfilmer Jan und Melanie Haft. Für Liebhaber der beliebtesten Süßigkeit der Welt eröffnet am 20. Oktober die Sonderausstellung „Kakao und Schokolade“. Und am 4. November lädt das Naturkundemuseum kleine und große Besucher zum jährlichen Museumsfest mit Puppentheater, Forschungsstationen und Livemusik ein.

Für Kinder zwischen 8 bis 12 Jahren bietet das Museum zusammen mit der Hochschule Zittau/Görlitz spannende Vorträge in der Kinderakademie an. Diese finden an sechs Freitagen 16 Uhr statt und sind kostenlos. Die erste Vorlesung beginnt am 15. September. Anmeldungen und Programm über www.hszg.de/kinder

Die Eintrittspreise für die Vorträge liegen jeweils zwischen zwei bis drei Euro, die Exkursionen sind kostenfrei. Genaue Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm. Die Programmhefte sind an der Museumskasse sowie in einigen anderen öffentlichen Einrichtungen erhältlich oder im Internet unter: www.senckenberg.de/goerlitz/veranstaltungen

Nächste Veranstaltung:
Mi. 6. September 2017 | 19:00 Uhr | Humboldthaus
Eigene Wege in die Wissenschaft          
Schülerinnen und Schüler stellen die Ergebnisse ihrer Facharbeiten in öffentlichen Vorträgen vor.
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz.
Maximilian Wollenhaupt: Welche Gefahren birgt der Floh als Parasit für Hund, Katze und Mensch?
Franziska Junkes: 3D-Modellierung mit Blender
Joana Schubert: Rheuma
Julia Szagunn: Die kleine Physik des Tauchens

 

Vortrag über Hornissen

(c) Jürgen Schulz
Foto: J. Schulz

Wer mehr über Hornissen erfahren möchte, hat dazu Gelegenheit am kommenden Sonntag, dem 27. August. Der Biologe Hans Jürgen Schulz gibt 10:30 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz in einem Vortrag eine Übersicht über die größte der acht mitteleuropäischen sozialen Wespenarten. Seit 1987 zählt die Hornisse zu den geschützten Tierarten in Deutschland.

Im Vortrag wird u.a. auf den Körperbau, den Lebenszyklus, die Nahrung und die Gefährlichkeit von Hornissen eingegangen. Ergänzt werden diese Informationen durch diverses Schaumaterial wie Nester und Insektenkästen sowie zahlreiche Fotoaufnahmen. Auch kann der Besucher bei einem Blick durch das Stereomikroskop das Komplexauge bewundern.

So. 27. August 2017 | 10:30 Uhr | Sonntagsveranstaltung | Naturkundemuseum / Seminarraum
Königin für einen Sommer – aus dem Leben der Hornissen
Präsentation von Dr. Hans Jürgen Schulz, SMNG
Eintritt zum regulären Museumseintritt

 

Görlitzer Kinderakademie startet

Kinderakademie

Einmal in einer Vorlesung sitzen wie die großen Studenten und Spannendes von einem richtigen Wissenschaftler erfahren können Kinder zwischen 8 – 12 Jahren in der Görlitzer Kinderakademie. Die findet von September bis Dezember an sechs Freitagen immer 16:00 Uhr statt, abwechselnd in der Hochschule Görlitz und im Humboldthaus des Senckenberg Museums für Naturkunde.

Die Teilnahme ist kostenfrei, für polnische Kinder wird simultan gedolmetscht. Wie an einer richtigen Hochschule bekommen die Kinder einen Studentenausweis und am Ende des Semesters ein Diplom.

Auch im neuen Halbjahr stehen wieder interessante Fragen auf dem Programm: Wie erkennt man Meteoriten? Was ist alternative Energie? Und was haben ein Snowboard und ein Flugzeugflügel gemeinsam? Wissenschaftler aus ganz Deutschland beantworten spannende Fragen aus ihrer Forschung.

Los geht es am Freitag, 15. September 2017, 16 Uhr im Humboldthaus.
Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Programm und Anmeldung:
www.hszg.de/kinder
telefonisch 03581-47605220.  

 

 

Auf der Suche nach der Killerbraut
Exkursion mit dem Senckenberg Museum

Gottesanbeterin (c) Düker
Die Gottesanbeterin ist eine Neubürgerin
in der Oberlausitz. © Christian Düker

Es ist nicht ganz jugendfrei, scheinbar grausam, aber praktisch! Die Rede ist vom Paarungsverhalten der Gottesanbeterin. Dieses große Insekt hat die derbe Angewohnheit, beim Paarungsakt das Männchen zu verspeisen und ersetzt so gleich verbrauchte Kalorien. Egal, denn die Männchen erfüllen auch ohne Kopf ihren Zweck.
Seit einigen Jahren kann man dieses bizarre Schauspiel auch in der Lausitz beobachten, denn die wärmeliebende Gottesanbeterin wurde vor einigen Jahren erstmalig in der Region auf Rekultivierungsflächen des Tagebaues Nochten nachgewiesen. Dort bewohnt sie sonnenexponierte Krautfluren, in denen sie gut getarnt auf ihre Beute lauert: Insekten, die sie mit ihren sichelförmigen Vorderbeinen fängt. Mit bis zu sechs Zentimetern Körperlänge ist die zu den Fangschrecken zählende Gottesanbeterin eines der größten einheimischen Insekten.

Thomas Lübcke, Biologe und Leiter des Lebendtierbereiches des Senckenberg Museums, lädt am Sonntag, den 20 August dazu ein, die Gottesanbeterin in Ihrem Lebensraum bei Nochten kennen zu lernen. Während der Exkursion sind auch andere interessante Insekten- und Spinnenarten zu erwarten.

Gottesanbeterinnen sind übrigens auch im Lebendtierbereich des Görlitzer Senckenberg Museums zu erleben. Besonders aktiv sind sie während der an jedem ersten Donnerstag (16:00 Uhr) im Monat stattfindenden Schaufütterungen.

20. August 2017 10:00 | Exkursion | Nochten
Das Alien-Insekt: Exkursion zur Gottesanbeterin
mit Dipl.-Biol.Thomas Lübcke
Bitte melden Sie sich für die Exkursion an, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist: 0 35 81 - 47 60 – 5220.
Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Junge Naturforscher gesucht!

 Nature Scouts

Biberspuren entdecken, Wassertierchen in der Neiße keschern, die Früchte des Waldes kennenlernen und einmal hinter die Kulissen eines richtigen Forschungslabors schauen – das können Kinder ab der 5. Klasse in der Arbeitsgemeinschaft Nature Scouts am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
„Wir wollen Kinder verstärkt an naturkundliche Phänomene heranführen und dies mit Spaß und Gemeinschaftsgefühl koppeln“ sagt Dr. Christiane Ritz, Botanikerin am Naturkundemuseum und Betreuerin der Nature Scouts. Gemeinsam mit zwei Kollegen vom Senckenberg Museum geht sie mit den Kindern auf Entdeckungstouren in und um Görlitz und erkundet die heimische Natur. „Leider verlieren Kinder zunehmend den Kontakt zu ihrer natürlichen Umwelt. Selbst häufige Tiere und Pflanzen sind vielen Kindern nicht mehr bekannt. Und das wollen wir ändern!“ sagt die Mutter von drei Kindern zuversichtlich.
Welche Vögel leben am Berzdorfer See? Wozu sind eigentlich die schleimigen Schnecken gut? Wie sieht eine Wolfsspur aus? Diesen und weiteren Fragen gehen die kleinen Naturforscher nach. Auch Mikroskopieren und Experimentieren steht auf dem Plan, ebenso kleine Naturschutzprojekte wie Müllsammeln oder Nistkästen aufhängen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Das erste Treffen im neuen Schuljahr findet am Mittwoch, 16. August, 16:00 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums am Marienplatz statt. Kinder und Eltern sind herzlich dazu eingeladen.

Anmeldung:
Dr. Christiane Ritz
Tel. 03581/47605330
Email: christiane.ritz@senckenberg.de
Web: www.senckenberg.de/naturescouts

 

Pilzberatung am Senckenberg Museum beginnt

Pilze
Foto: C. Ritz/Senckenberg

Das sehr durchwachsene Wetter vermieste vielen die sommerlichen Freizeitaktivitäten – aber nicht allen! Denn die Pilzfreunde können momentan erfreut in die Saison starten: Das feuchtwarme Wetter bietet den Pilzen ideale Bedingungen, ihre Fruchtkörper auszubilden. Also, ab in die Pilze!
Damit aber Unfälle vermieden werden, bietet das Senckenberg Museum ab dem 15. August jeweils mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr eine kostenlose Pilzberatung im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (Marienplatz) an.
Pilzberater Steffen Hoeflich bittet darum nur wenige der unbekannten Pilze mitzubringen und diese gegebenenfalls bis zur Pilzberatung im Kühlschrank aufzubewahren.

WAS: kostenlose Pilzberatung mit Pilzberater Steffen Hoeflich
WANN: ab 15. August 2017 immer dienstags 16 - 18 Uhr
WO: im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Marienplatz, 02826 Görlitz

 

Der sprechende Pinguin

Virtual Reality 
Foto: L. Träger/Senckenberg

Görlitz 7.8.2017. Als Partner im bundesweiten Digitalisierungsprojekt museum4punkt0 realisierte das Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz am 3.9.2017 einen weiteren Workshop in Virtual & Augmented Reality. Die slowakische Firma matsuko sowie die kr3m. media GmbH gaben Einblick in eine Fülle von technischen Anwendungsbeispielen. So konnten wir mit einem sprechenden Pinguin kommunizieren, der Wissenswertes über verschiedene Lebewesen erzählen konnte. Schwer zugängliche Sammlungsobjekte wie Fossilien oder Insekten konnten virtuell von allen Seiten betrachtet werden. Wir erfuhren was ein ChatBot ist und wie man bereits nicht mehr existierende Lebewesen wie Dinosaurier streicheln kann. Nun bleibt zu überlegen, was sich aus dieser Palette an Möglichkeiten für Forschungsmuseen zukünftig und nachhaltig umsetzen lässt.

 

Pflanzen bestimmen leicht gemacht

Neue Online-Datenbank hilft bei der Identifizierung deutscher Flora

 

Frankfurt/Görlitz, den 02.08.2017. Senckenberg-Wissenschaftler haben eine Online-Datenbank zur einfacheren Bestimmung von Pflanzen in Deutschland ins Leben gerufen. Das frei zugängliche Portal soll dabei helfen, besonders schwer zu bestimmende Farn- und Blütenpflanzen eindeutig zu erkennen und die Erforschung der Flora voranzutreiben. Ein Artikel zur Datenbank ist kürzlich im Fachjournal „Plant Systematics and Evolution“ erschienen.  

Wildrose (c) Ritz
Hübsch anzuschauen, aber nicht immer leicht
zu bestimmen: Wildrosen. © Senckenberg/Ritz

Selbst Fachleuten fällt es nicht immer leicht, Wildrosenarten voneinander zu unterscheiden – zu ähnlich sehen sich die Pflanzen, zu gering sind deren Unterscheidungsmerkmale. „Wir sprechen hier von bestimmungskritischen Arten“, erklärt Dr. Christiane Ritz vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und fährt fort: „Um das Erkennen solcher Pflanzenarten zu erleichtern, haben wir nun gemeinsam mit unseren Senckenberg-Kollegen aus Frankfurt sowie Wissenschaftlern der Universität Jena und dem Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung eine Online-Datenbank veröffentlicht.“  

Das Portal bietet die Vorzüge, die sonst nur eine wissenschaftliche Sammlung leisten kann: Den Zugriff auf Vergleichsmaterial. „Vorteil dieses virtuellen Herbariums ist die Zugänglichkeit für jedermann und zu jeder Zeit“, erklärt Dr. Stefan Dressler vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt und ergänzt: „Unser Schwerpunkt liegt hierbei vor allem auf Gattungen, die sich ungeschlechtlich fortpflanzen“. Diese Pflanzenarten – in denen Samenbildung ohne Reduktionsteilung und Befruchtung stattfindet – gelten auch unter Experten als besonders schwierig zu bestimmen.  

Im Portal werden für diese Gattungen alle in der „Rothmaler – Exkursionsflora von Deutschland“ aufgeführten, sowie weitere wichtige Arten vorgestellt. „Dazu bieten wir hochauflösende Scans ausgewählter Herbarbelege und vielfach auch Detailaufnahmen relevanter Merkmale als Überprüfungshilfen für das korrekte Bestimmungsergebnis“, fügt Ritz hinzu und bietet einen Ausblick: „Eine Erweiterung der Gattungen über die deutschen Landesgrenzen hinaus können wir uns sehr gut vorstellen.“ Die Online-Datenbank wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programmes „Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS)“ gefördert.  

Kontakt
Dr. Christiane Ritz
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 03581-47605330
 

Dr. Stefan Dressler
Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt
Tel. 069 97075-1135
 

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
 

Publikation
Dressler, S., Gregor, T., Hellwig, F.H. et al. Plant Syst Evol (2017). doi:10.1007/s00606-017-1419-6  

Online-Datenbank
Dressler, S., Gregor, T., Hellwig, F. H., Korsch, H., Wesche, K., Wesenberg, J. & Ritz, C. M. 2015 ff. Bestimmungskritische Taxa der deutschen Flora. Herbarium Senckenbergianum Frankfurt/Main, Görlitz & Herbarium Haussknecht Jena. [online] http://webapp.senckenberg.de/bestikri

Pressemitteilung und Bildmaterial finden Sie auch unter www.senckenberg.de/presse

 

Kleine, wilde Tiere vor unserer Haustür – Fotoausstellung im Görlitzer Senckenberg Museum

Austellung Büder

Insekten und Spinnen sind allgegenwärtige Nachbarn und Mitbewohner in Haus und Garten des Menschen. Meist würdigen wir sie keines Blickes und nehmen sie erst wahr, wenn sie lästig erscheinen. Dabei lohnt genaues Schauen sehr wohl! Dem Betrachter eröffnet sich eine bizarre und bunte Welt kaum geahnter Erscheinungsformen. Auch Dramatisches spielt sich ab, denn wir werden Zeugen von Kämpfen auf Leben und Tod.
Wolfgang Büder fasziniert diese Vielfalt am Wegesrand seit Jahrzehnten. Er geht mit dem Makroobjektiv auf Fotosafari und lädt uns in sein »Reich der wilden Tiere« ein. Das Besondere dabei: Alle Tierfotografien entstanden in einem Umkreis von zweihundert Metern um sein Haus in Spremberg. Ergänzt werden die Fotografien durch lebende Tiere aus dem Vivarium des Museums.

Die Ausstellung eröffnet am Freitag, den 11. August 2017, 18:00 Uhr. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.

»Fotosafari vor der Haustür – Makrofotos von Wolfgang Büder« ist bis zum 14.01.2018 im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (Marienplatz) zu sehen.

Freitag, 11. August 2017 | 18:00 Uhr | Ausstellungseröffnung | Museum
»Fotosafari vor der Haustür – Makrofotos von Wolfgang Büder«
Der Eintritt ist frei

 

Giftige Schönheit – Vortrag und Exkursion zur giftigsten Spinne Deutschlands

(c) Lübcke
Mit dieser Spinne ist nicht zu spaßen. Die großen
Kieferklauen durchdringen mühelos menschliche
Haut. © Thomas Lübcke

Spinnen sind nicht jedermanns Lieblinge, andererseits faszinieren sie auch viele Menschen. Doch zumeist genießen Spinnen einen schlechten Ruf, da sie vermeintlich giftige, schmerzhafte Bisse zufügen. Zumindest in unseren Breiten trifft dies nur auf wenige Arten zu. Eine davon ist der Ammen-Dornfinger, der sich seit Jahren in Deutschland ausbreitet und auch in der Lausitz vorkommt. Die 15 mm große Spinne lebt bei uns an sehr warmen Standorten, wo sie einen Gespinstsack an Gräsern baut. Fühlen sich die Spinnen bedroht, greifen sie an und beißen zu – besonders, wenn sie ihre Jungen bewachen. Diese Bisse sind sehr schmerzhaft und können tagelang wirken. Vermeintliche Wespenstiche auf Wiesen gehen vermutlich manches Mal auf das Konto der Spinne.

Thomas Lübcke, der Leiter des Lebendtierbereichs des Görlitzer Senckenberg Museums, gehört zu den Spinnenfreunden. Seit Jahren verfolgt er den Einzug des Ammen-Dornfingers in die Oberlausitz, wo sie auch am Berzdorfer See gar nicht so selten ist. Häufig ist sie am Mittelmeer und kommt in Deutschland eher in sehr warmen Regionen vor. Ihre Ausbreitung könnte eine Folge der Klimaveränderung sein. In einem Abendvortrag stellt er am 1. August die giftige Schönheit vor. Am darauf folgenden Sonntag lädt der Biologe dann Interessierte zu einer Führung zum Ammen-Dornfinger und anderen Spinnen sowie Insekten am Berzdorfer See ein.  

Di. 1. August 2017 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum (Seiteneingang), Am Museum 1
Giftige Spinnen-Schönheit: Der Ammen-Dornfinger
Vortrag von Thomas Lübcke, SMNG
Der Eintritt kostet 2 €  

So. 6. August 2017 | 9:30 Uhr | Exkursion | Berzdorfer See
Spannendes aus dem Mikrokosmos: Ammen-Dornfinger am Berzdorfer See
mit Thomas Lübcke, SMNG
Treffpunkt: Wanderparkplatz Klein-Neundorf
Anmeldung unter: 0 35 81 47 60 – 5220
Die Teilnahme ist kostenlos.  

 

Senckenberg-Mitarbeiter erproben virtuelle Welten

(c) Wesenberg
Foto: Jens Wesenberg

Moderne digitale Techniken, wie Virtual Reality-Installationen, sollen es dem Museumsbesucher zukünftig ermöglichen, unzugängliche Lebensräume wie den Boden oder die Tiefsee hautnah zu erleben, ausgestorbenen Arten zu begegnen oder in sonst unzugänglichen Museumssammlungen zu stöbern. Dies sind nur einige der Ziele, die am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz im Rahmen des großen Verbundprojektes museum4punkt0 verfolgt werden.

Im Rahmen eines gemeinsamen zweitägigen Workshops mit dem Kölner Unternehmen .hapto GmbH hatten Museumsmitarbeiter*innen am 5. und 6. Juli 2017 die Gelegenheit, sich persönlich vom Potential solcher virtueller Welten zu überzeugen. Rund dreißig Mitarbeitende aus allen Bereichen des Museums, von Studierenden über technisches Personal bis hin zu Forschenden nutzten die Möglichkeit, durch ein virtuelles Museum zu schlendern, eine Ruine hoch über dem Mittelmeer zu besuchen oder eine eingerichtete Wohnung zu besichtigen. Neben dem Erlebnis, die Orte dreidimensional zu erfahren und sich in ihnen bewegen zu können, waren die Teilnehmenden insbesondere von der Möglichkeit beeindruckt, Objekte „anfassen“ und drehen zu können. Für Gänsehaut sorgten beeindruckende Begegnungen mit einer riesigen Vogelspinne und zwei ausgewachsenen Raubsauriern.

Hier nur einige der Meinungen und Eindrücke der Teilnehmenden:

Christiane (39), Wissenschaftlerin
"Cool und beeindruckend. Es war wirklich sehr realitätsnah, ich habe etwas Höhenangst und tatsächlich einen deutlichen Schreck gespürt, als ich in der virtuellen Welt plötzlich in der Höhe stand. Man ist wirklich drin, mehr abgetaucht als ich es vorher dachte. Dadurch, dass man Dinge anfassen und genau betrachten kann, werden sie erfahrbarer. Jennifer (34), Doktorandin Man muss es mal gemacht haben, um die Wirkung zu verstehen. Es ist absolut nicht das Gleiche wie ein 3D-Film oder ein Computerspiel, eben deutlich immersiver. Ich fand es weniger beängstigend als ich es mir vorher vorgestellt hatte."

Tabea (26), Studentin
"Ich hätte nicht gedacht, dass es so realistisch ist. Ich hab mich bei der animierten Spinne wirklich erschreckt."

Jens (49), Projektmitarbeiter
"Neben dem eigenen Erleben der virtuellen Realität war es sehr spannend andere Personen bei Ihrem Aufenthalt in dieser Welt zu beobachten. Manche erscheinen sehr kontrolliert und sich langsam vortastend. Andere sind voll in Bewegung, laufen herum, ducken sich, kommentieren und so weiter. Schon wenn man allein sie beobachtet, kann man an ihrem Minenspiel und ihrer Bewegungen erahnen, was in der virtuellen Welt vor sich geht."

Oyuka (24), Studentin aus der Mongolei  
"Die Ausgestaltung der virtuellen Welten mit ihren Objekten und Umgebungen und die Möglichkeit sich in und zwischen den Welten zu bewegen waren beeindruckend. Besonders die Bewegungen der Tiere und die Interaktion mit den Objekten waren faszinierend. Mit Geräuschen wäre es sicher noch überzeugender."

 

Carolin (28), Verwaltungsmitarbeiterin
"Ich fand es interessant es mal auszuprobieren, hätte es mir aber spektakulärer vorgestellt. Klar man konnte zwischen den Welten wechseln, sich darin bewegen und Dinge anfassen, aber ich hätte mir noch mehr erwartet."

Axel (58), Wissenschaftler
"Ich fand es sehr interessant und sehr geeignet für das Museum. Es war auch nicht so, dass Szenen enthalten waren, die emotional belasten, wie z.B. auf den Besucher zustürmende Dinosaurier. Deshalb habe ich auch keine Befürchtungen, dass Besucher bei Nutzung der VR-Installation umfallen werden. Ich finde ein solches Angebot für die Bodenausstellung gut vorstell- und integrierbar."

Christian (51), Öffentlichkeitarbeiter
"Super. Die realistische Qualität und besonders die Echtzeitumsetzung ohne Verzögerungen waren sehr beeindruckend."

Das Projekt „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ erforscht die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation in Museen. Dazu erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen seit Mai 2017 drei Jahre lang verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien. Die dabei entstehenden Anwendungen und Erkenntnisse werden anderen Kultureinrichtungen deutschlandweit zur Verfügung gestellt.
An dem von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geleiteten Projekt sind beteiligt: die Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum, die Fastnachtsmuseen Schloss Langenstein und Bad Dürrheim mit weiteren Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
Das Verbundprojekt wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Weitere Informationen zum Projekt: http://www.preussischer-kulturbesitz.de/schwerpunkte/digitalisierung/museum4punkt0.html

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Neuer Glanz für alte Vögel – Senckenberg-Präparatorinnen erhalten hohe Auszeichnung der Mongolei 

(c) Hanelt
Ein südamerikanischer Tukan erstrahlt bald wieder
in neuem Glanz. Diana Jeschke demonstriert, wie
die in die Jahre gekommenen Vögel wieder in
Positur gebracht werden. Foto © Margit Hanelt

Seit Jahrzehnten forschen und lehren Senckenberger*innen in der Mongolei. Auch eine Senckenberg-Ausstellung wurde dort schon gezeigt. Nun kam ein neuer Aspekt hinzu: Restaurierung! Die gelernten Museumspräparatorinnen Margit Hanelt und Diana Jeschke hatten im November 2016 und im April 2017 historische Vogelpräparate des „Bogd Khan Palastmuseums“ in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar restauriert. Die historischen Vogelpräparate gelangten 1901 Über die Hamburger Naturalienfirma Umlauf in die Mongolei. Über die Schultern schauten ihnen dabei acht mongolische Kollegen und Studenten, die zukünftig die Pflege der Museumspräparate übernehmen werden. Für Ihr Engagement wurden die beiden Görlitzer Senckenberg-Mitarbeiterinnen mit der Ehrenmedaille des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Mongolei ausgezeichnet.

 

Ich und mein Senckenberg
Fotowettbewerb zum 200. Geburtstag

Frankfurt, den 22.06.2017. Vor 200 Jahren wurde die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt/Main gegründet. Aus diesem Anlass ruft Senckenberg in einer bundesweiten Mitmachaktion Fans dazu auf, Fotos von Ihrem schönsten Senckenberg-Erlebnis in den Sozialen Netzwerken zu teilen. Vom 26. Juni bis 16. Juli 2017 können die Schnappschüsse mit dem Hashtag #MeinSenckenberg auf Instagram und Facebook geteilt werden. Die Bilder der drei Gewinner werden im Frankfurter Senckenberg Naturmuseum ausgestellt, zusätzlich winken noch eine exklusive Führung und Senckenberg Mitgliedschaften als Preise.  

Die drei Senckenberg Museen in Görlitz, Dresden und Frankfurt/Main bieten viele tolle und einzigartige Motive für Schnappschüsse. In Görlitz vielleicht ein Porträt mit Wolf, eine Selfie mit Karpfen oder ein Foto mit niedlichem Blechspielzeug? Und nicht nur das: Fotos aus 200 Jahren Forschungsgeschichte mit zahlreichen Expeditionen, Veranstaltungen, Festen, Persönlichkeiten und historischen Begebenheiten an den elf Senckenberg-Standorten füllen die analogen und digitalen Fotoalben vieler Menschen.

Jetzt besteht die Möglichkeit mit dem persönlichen Schnappschuss etwas zu gewinnen: Vom 26.6. bis 16.07.2017 veranstaltet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung anlässlich des 200-jährigen Jubiläums einen Fotowettbewerb unter dem Titel „Ich und mein Senckenberg". „Ohne Fotografie ist der Moment für immer verloren, so als ob es ihn nie gegeben hätte frei nach dem Fotografen Richard Avedon wünschen wir uns daher zahlreiche Schnappschüsse unserer Fans, erklärt Dr. Sören Dürr, Leiter des Stabs Kommunikation der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung die Motivation für den bundesweiten Wettbewerb und fährt fort: „Zwei Jahrhunderte Senckenberg bieten sicherlich zahlreiche spannende Motive!"  

Zur Teilnahme am Wettbewerb muss lediglich ein Foto auf Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #MeinSenckenberg geteilt werden. Die drei schönsten, kreativsten oder faszinierendsten Bilder werden anschließend im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt ausgestellt. Bei der Bildgestaltung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, Schnappschüsse mit einer persönlichen Note werden gerne gesehen ganz nach dem Motto „Mein Senckenberg".  
Unter allen Einsendungen werden eine exklusive Führung sowie eine Einzel- und eine Familienmitgliedschaft der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung verlost.
Teilnahmebedingungen und weitere Informationen unter www.200jahresenckenberg.de  
Der Fotowettbewerb findet in Kooperation mit der Frankfurter Rundschau statt.  

Kontakt
Judith Jördens
Pressestelle Frankfurt
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434

 

Ab in die Natur mit Senckenberg-Wissenschaftlern

(c) Joerg Mueller
Die Paarung der Libellen kann man derzeit an
vielen Flussufern beobachten (c) Jörg Müller

Wenn alles in der Natur auf Hochtouren läuft, ist es die beste Zeit, einmal genau hinzuschauen, wer und was uns draußen alles umgibt. Dazu bieten das Senckenberg Museum für Naturkunde und die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz im Juni vier kostenlose Exkursionen an. Den Auftakt macht eine Stadtnatur-Exkursion ins Kidrontal, gefolgt von einer geologischen Exkursion in die Kiesgrube Hagenwerder, weiter zu den Pflanzen des Jahres 2017 auf den Görlitzer Friedhof und letztlich zu den Libellen am Volksbad in Weinhübel. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Insbesondere die Exkursionen am 15. und 27. Juni sind gut für Familien geeignet.  

15. Juni DO 17:00 | Exkursion | Görlitz/Königshufen
Natur in der Stadt: Ein frühsommerlicher Streifzug durch das Kidrontal
mit Dr. Birgit Lang, Jörg Müller, SMNG und Stefanie Schindler, Görlitz
Treffpunkt: Straßenbahnhaltestelle Hohe Straße Dauer: ca. 2 Std.

17. Juni SA 13:30 | Exkursion | Hagenwerder
Geologische Exkursion in die Kiesgrube Hagenwerder
mit Dr. Olaf Tietz, SMNG
Treffpunkt: Parkplatz Freibad Hagenwerder. Bitte festes Schuhwerk, Hammer und eventuell eine Holzsäge mitbringen. Ende gegen 16:30 Uhr.
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Zittau der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz

21. MI 16:00 | Exkursion | Städtischer Friedhof Görlitz
Pflanzen des Jahres 2017 auf dem Städtischen Friedhof
mit Friedhofsmeister Gunther Weinert
Treffpunkt: Eingang Neuer/Alter Friedhof, Friedhofstraße Görlitz
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Görlitz der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz

27. Juni DI 15:00 | Exkursion | Görlitz/Weinhübel
Zu Besuch bei Azurjungfer und Blaupfeil –  ein Spaziergang durch das Reich der Libellen
mit Jörg Müller, SMNG
Treffpunkt: Parkplatz am Volksbad/Stadion der Freundschaft, Dauer ca. 2 Std.  

  

Bundesweite Botanikertagung am Senckenberg Museum

FlorSoz Görlitz
Foto: L. Träger

Auf Einladung des Senckenberg Museums für Naturkunde treffen sich rund 170 Vegetationskundler aus Deutschland vom 9. bis 11. Juni in Görlitz. Sie sind Mitglieder der Floristisch-Soziologischen Arbeitsgemeinschaft und lernen in Vorträgen und Exkursionen die Pflanzenwelt der Region kennen. Bei den Jahrestagungen der Arbeitsgemeinschaft stehen die Erforschung der heimischen Flora und Vegetation sowie naturschutzbezogene Fragestellungen im Mittelpunkt des Austausches. Die Tagung wird von der Sächsischen Landesstiftung für Natur und Umwelt unterstützt.

„Die Jahrestagung findet das erste Mal in der Oberlausitz statt“, einer Region die besonders vielfältig ist und botanisch als hervorragend erforscht gilt“ sagt Prof. Dr. Karsten Wesche, Leiter der Botanik am Senckenberg Museum. „Schon 1594, also sehr früh in der deutschen Wissenschaftsgeschichte, erschien das erste botanische Werk über die Lausitz, damals noch in lateinischer Sprache, der „Hortus Lusatiae“, von Johannes Franke“ so Wesche weiter. Neben der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz hat das Senckenberg Museum einen großen Anteil an der Erforschung der regionalen Pflanzenwelt.

Die Botaniker besuchen im Rahmen der Jahrestagung auch die Pflanzensammlung des Museums, das sogenannte Herbarium. Dort werden rund 375.000 Pflanzenbelege aus drei Jahrhunderten für die Zukunft aufbewahrt. Bei acht verschiedenen Exkursionen erhalten die Tagungsteilnehmer zudem Einblicke in die landschaftliche Vielfalt der Oberlausitz unter Leitung von erfahrenen Experten verschiedener Institutionen aus der Region.

Mehr erfahren: www.senckenberg.de/florsoz2017

 

Senckenberg Görlitz beteiligt sich an digitalem Großprojekt für Museen der Zukunft

Berlin, Görlitz, 08.05.2017. Heute startet mit „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ eines der visionärsten Vorhaben in der deutschen Museumslandschaft. In einem gemeinsamen virtuellen Experimentierraum loten die Projektpartner die Möglichkeiten und Chancen aus, die sich durch die jüngsten digitalen Technologien in Museen ergeben und entwickeln modellhafte Anwendungen für die Vermittlungsarbeit und Besucherkommunikation. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz ist mit dem Teilprojekt „Forschung in Museen erklären, verstehen, mitmachen“ daran beteiligt.

Logo museum4punkt0

Gemeinsam suchen die beteiligten Museen nach neuen Wegen, in Austausch mit ihren Besucherinnen und Besuchern zu treten, individualisierte Angebote für diese zu entwickeln und zusätzliche Zielgruppen anzusprechen. In konkreten Projekten werden sie in den kommenden drei Jahren beispielhaft innovative Anwendungen entwickeln. Diese Prototypen werden sie im Anschluss für die flexible Nachnutzung durch andere Museen öffentlich zugänglich machen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert „museum4punkt0“ mit 15 Millionen Euro.

(c) Senckenberg/Tränkner
(c) Senckenberg/Tränkner

An dem von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK, www.preussischer-kulturbesitz.de) mit ihren Staatlichen Museen zu Berlin (www.smb.museum) gesteuerten Projekt sind fünf weitere Partner beteiligt, die stellvertretend für die Bandbreite der Museen in Deutschland stehen: die Humboldt Forum Kultur GmbH (www.humboldtforum.com), das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven (www.dah-bremehaven.de), das Deutsche Museum München (www.deutsches-museum.de), die Fastnachtsmuseen Langenstein und Bad Dürrheim (www.narrenschopf.de und www.fasnachtsmuseum.de) mit weiteren Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (www.senckenberg.de/goerlitz). Jeder Verbundpartner führt im Rahmen von „museum4punkt0“ eigenverantwortlich ein Teilprojekt durch, das Bezug auf den konkreten Bedarf der jeweiligen Einrichtung nimmt. Darüber hinaus werden die Projektpartner von „museum4punkt0“ gemeinsam Standards und Handlungsleitfäden für zukünftige Projekte entwickeln. Die SPK entwickelt die gemeinsame interaktive Plattform, auf der die im Verbundprojekt erarbeiteten Neuentwicklungen präsentiert und Schnittstellen für Serviceangebote bereitgestellt werden.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz wird im Rahmen von „museum4punkt0“ digitale Vermittlungsformen entwickeln und einsetzen, um einer breiten Öffentlichkeit moderne Forschung verständlich zu machen. Eine „virtuelle Sammlung“ wird das vom Kurator pars pro toto ausgewählte Ausstellungsobjekt in den Kontext vieler vergleichbarer Objekte setzen und damit die Bedeutung musealer Sammlungen als Forschungsinfrastruktur verdeutlichen. In Citizen-Science-Projekten sollen Bürgerinnen und Bürger dazu angeregt werden, an der Erforschung der biologischen Vielfalt mitzuwirken und sich selbst an der Wissenschaft zu beteiligen. In Virtual Reality- oder Augmented Reality-Formaten sollen Wissenschaftler anhand eines Objektes in den Ausstellungen ihre wissenschaftliche Arbeit erläutern.

(c) Senckenberg/Tränkner
(c) Senckenberg/Tränkner

In Virtual Reality Angeboten werden Lebensräume „zum Leben erweckt“, die sonst für den Menschen nicht zugänglich oder erfahrbar sind, z.B. die Porenräume des Bodens, die Tiefsee, Regenwaldkronen oder frühe Erdzeitalter. Wissenschaftler begleiten den Besucher in diesen virtuellen Präsentationen, geben Hintergrundinformationen und stellen ihre Arbeitsweisen und Ergebnisse vor. Außerdem sollen Bürger bei der Erfassung von ausgewählten Bodentiergruppen mithelfen, indem sie die Tiere mit digitalen Werkzeugen bestimmen und Fotos samt Fundort an die neuentwickelte Bodentier-Datenbank www.edaphobase.org senden.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG) ist das zweitgrößte Museum des Senckenberg-Verbundes. Die Sammlungen des Museums umfassen ca. 6,5 Millionen Sammlungsobjekte, die die Entwicklung von Lebewesen in Raum und Zeit dokumentieren und ein Archiv der belebten und unbelebten Natur darstellen. Seine Ausstellungen laden zu einer Erlebnisreise in die faszinierende Welt der Natur ein und vermitteln aktuelle Forschungsinhalte aus der Arbeit der Senckenberg-Wissenschaftler. Das SMNG entwickelt und produziert auch internationale Wanderausstellungen mit innovativen medialen Präsentationen, www.senckenberg.de/goerlitz.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: http://www.preussischer-kulturbesitz.de/pressemitteilung/news/2017/05/08/museum4punkt0-startet-ideenlabor-fuer-digitale-anwendungen-in-deutschen-museen-1.html

 

Reiseimpressionen aus dem Reich der Mayas und Azteken

(c) Vassmers
Mayatempel (c) P. Vaßmers

Am 18. Mai 2017 lädt Petra Vaßmers, Museumspädagogin am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, zu Senckenberg am Nachmittag ein. Mexiko, Guatemala und Honduras geben noch heute einzigartige Einblicke in die alte und heutige Mayakultur Mittelamerikas. Selbst in der Metropole Mexiko Stadt spürt und sieht man das bereits. Außerhalb des Hauptstadtmollochs sind die alten Kulturen noch an idyllischen Orte wie Oaxaca, Antigua sowie im gesamten mexikanische Hochland zu erleben. Auch die heute noch lebendige Maya-Tradition in San Cristóbal und Chichicastenango laden einfach nur zum Staunen ein. Der Reisevortrag findet um 15:00 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums statt und ist im Museumseintritt inbegriffen.

Do. 18. Mai 2017 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum
Im Reich der Mayas und Azteken – Reiseimpressionen zwischen Mexiko und Honduras
mit Petra Vaßmers, Görlitz

 

Vier gewinnt: neue Ameisenarten entdeckt
Statt einer gibt es vier Ameisenarten der Gattung Tapinoma

Görlitz, den 08.05.2017. Senckenberg-Wissenschaftler haben die aus dem Mittelmeerraum stammende Ameise Tapinoma nigerrimum untersucht, die dort und zunehmend auch nördlich der Alpen als Invasionsameise auftritt. Die großangelegte Studie zeigt, dass es sich dabei nicht um eine sondern vier eigenständige Arten handelt. Sie stehen in direkter Konkurrenz zu anderen Ameisenarten. Die Studie wurde kürzlich im Fachmagazin „Myrmecological News“ veröffentlicht.  

Seifert 
Arbeiterin der Tapinoma-Gruppe
© Senckenberg/Seifert

Die effizienten chemischen Waffen und Rekrutierungssysteme der viele Millionen Arbeiterinnen umfassenden Superkolonien und deren Fähigkeit den Imperien der Argentinischen Heeresameise im Mittelmeerraum erfolgreich Widerstand zu leisten machen Ameisen der Tapinoma-nigerrimum-Gruppe zu einem besonders interessanten Forschungsobjekt. Die Ameisen sind ursprünglich im westlichen und zentralen Mittelmeerraum heimisch. Dort fühlen sich die Sechsbeiner besonders in degradierten Landschaften mit wenig Baumwuchs, in Küstengebieten und menschlichen Siedlungsgebieten wohl. Ihr in der Analdrüse produzierter Kampfstoff ist für alle Ameisenarten hochgiftig. Im Vordergrund der Forschung an diesen Ameisen standen bisher vor allem Kampfgebaren und Schadwirkungen in Siedlungen, Gartenbau und Landwirtschaft. Nun hat Dr. Bernhard Seifert vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zusammen mit einem internationalen Forscherteam einen Blick auf die Systematik der Arten geworfen – und Überraschendes zutage gefördert. „Wir konnten mit unserer Studie zeigen, dass es, anders als bisher angenommen, nicht nur eine, sondern vier Arten dieser Drüsenameise gibt“, erklärt Seifert, der Erstautor der Studie ist. Durch Untersuchung 100 bis 170 Jahre alter, für die zoologische Namensgebung entscheidender Referenzexemplare, der sogenannten Primärtypen, konnten die bislang bestenfalls als innerartliche Varianten angesehenen T. nigerrimum, T. magnum und T. ibericum als verschiedene Arten enttarnt werden. Eine vierte Art, T. darioi, war der Wissenschaft bisher vollständig unbekannt. Sie wurde in der Studie als neue Art beschrieben und zu Ehren des früh verstorbenen römischen Myrmekologen Dario D´Eustaccio benannt, einem der Hauptakteure dieses Projekts.  

(c) Senckenberg
Kopf der neu entdeckten Art Tapinoma daroi.
© Senckenberg

Die vier Arten von Tapinoma unterscheiden sich in ihrer Morphologie, ihrem Kolonieaufbau, der Verbreitung und der DNA. „Jedoch sind sie selbst von einem erfahrenen Experten nicht durch einfache Augenscheinbetrachtung unterscheidbar. Zwei Millionen Jahre getrennter Evolution haben praktisch keine Unterschiede im äußeren Erscheinungsbild erzeugt“, erklärt Seifert. Da eine DNA-analytische Untersuchung die kostbaren und sehr fragilen Primärtypen in unvertretbarer Weise beschädigt hätte, mussten die Wissenschaftler eine beschädigungsfreie Untersuchungsmethode entwickeln, die vom Menschen optisch nicht wahrnehmbare Artunterschiede sichtbar macht. Dies gelingt mit dem sogenannten NUMOBAT-Verfahren (Numeric Morphology-Based Alpha-Taxonomy), in dem unter anderem ein ausgeklügelter, kürzlich entwickelter mathematischer Algorithmus eine wichtige Rolle spielt. Da bei dem Verfahren nur Lichtwellen auf die in den Museen von Wien, Genua und Basel aufbewahrten Typusexemplare einwirken bleiben diese unbeschädigt. Das internationale Wissenschaftler-Team analysierte 159 Nestproben aus elf verschiedenen Ländern (Algerien, Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Marokko, Niederlande, Portugal, Spanien und Tunesien).  

Die umfangreiche Analyse förderte neben den vier neuen Arten noch weitere Besonderheiten ans Licht: die drei Superkolonien bildenden Arten T. magnum, T. ibericum und T. darioi sind hoch invasiv und wurden bereits in urbanen Gegenden nördlich des 48. Breitengrads entdeckt. Auslöser der Verbreitung waren eingeführte Pflanzen, in denen die Tiere saßen. Auch kältere Winter wie in Deutschland mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können die Ameisen ohne nennenswerte Verluste überleben. Die drei Arten wurden schon in Südengland, Nordfrankreich, Belgien, Holland und Deutschland als Schädling und Lästling bekannt. „Damit geht von diesen Tapinoma eine nicht zu unterschätzende Belastung für die Städte nördlich der Alpen aus“, sagt Seifert und fährt fort: „Zudem ist in wenigen Jahrzehnen für unsere Breiten durchaus zu erwarten, dass ein permanenter Krieg zwischen den Imperien invasiver Ameisen einsetzt, da sich Superkolonien unterschiedlicher Arten, wo immer sie aufeinandertreffen, sehr feindlich gegenüberstehen." Insbesondere wird es spannend sein, so der Experte, zu beobachten wie sich die superkoloniale, nicht näher verwandte Invasionsameise, Lasius neglectus, die ebenfalls nördlich der Alpen vorgedrungen ist und hier Bewohner ganzer Siedlungsgebiete in Unruhe versetzt, mit ihren Tapinoma-Gegnern auseinandersetzt.  

Kontakt
Dr. Bernhard Seifert
Department of Entomology
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 03581- 4760 5600
 

Maria Latos, Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
 

Publikation
B. Seifert, D. D’Eustacchio, B. Kaufmann, M. Centorame, P. Lorite, M.V. Modica (2017): Four species within the supercolonial ants of the Tapinoma nigerrimum complex revealed by integrative taxonomy (Hymenoptera: Formicidae). Myrmecol. News 24: 123-144.  

Pressemitteilung und Bildmaterial finden Sie auch unter www.senckenberg.de/presse

 

Blechtiere erobern das Naturkundemuseum

Mechanische Tierwelt
www.senckenberg.de/mechanischetierwelt

Huschende Mäuse, watschelnde Gänse, knackende Frösche oder Rad fahrende Affen: Seit über einhundert Jahren bevölkert mechanisches Blechspielzeug die Kinderzimmer der Welt. Ein paar Umdrehungen mit dem Antriebsschlüssel und die kleinen Blechwunder flitzen umher.

Eine Vielzahl der Blechwesen aus dem Zeitraum von 1890 bis 1970 erobert ab dem 13. Mai 2017 den großen Sonderausstellungsraum des Görlitzer Senckenberg Museums, aber nicht nur den – denn einige der Tierchen sind entwischt und haben sich in der Oberlausitzausstellung des Museums versteckt. Dort warten sie zwischen ihren echten Vorbildern aus der Natur auf ihre Entdeckung.

Die Berliner Künstler und Fotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold schufen zudem rund zwanzig großformatige Fotografien, in denen sie die Tiere auf spielerische Weise hoch über die Wolken, unter die Erde, in Schnee und Eis oder auf das heimische Kohlfeld versetzen. Ohne digitale Bearbeitung der Fotos gelangen ihnen effektvolle Inszenierungen, die dem Besucher eine ganz eigene Sichtweise auf die historischen Tierchen ermöglichen.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Deutschland zu einer Hochburg der Blechspielwaren-Industrie und exportierte in die ganze Welt. Mit den 1960er Jahren ließ das Interesse an den mechanischen Wunderwerken jedoch nach und die Produktion kam zum Erliegen. Heute hergestellte mechanische Spielzeuge stammen meist aus fernöstlicher Produktion. Die historischen Artverwandten sind leider selten geworden. Aber liebevolle Sammler und Museen sichern ihr Überleben bis heute.

Sebastian Köpcke (*1967) und Volker Weinhold (*1962) leben und arbeiten als Fotografen, Gestalter und Ausstellungsmacher in Berlin. Die beiden Freunde verbindet seit mehr als zwei Jahrzehnten das lebendige Interesse, historische Themen im Alltag zu entdecken, um diese auf eigene Weise zu interpretieren. Für Senckenberg inszenierten sie bereits die Ausstellung „Senckenbergs Verborgene Schätze“. http://sammlungsfotografen.de  

Die Ausstellung „Mechanische Tierwelt“ wird am 12. Mai 2017 um 18:00 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz eröffnet und ist dort bis zum 15. Oktober 2017 zu sehen. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.

 

25 Jahre mobile Umweltbildung in Sachsen

Natur und Umwelt entdecken und erkunden heißt: unterwegs sein in Wäldern, an Wiesen, Seen und Flüssen, in Schulgärten oder in der Stadt. Den Boden, die Gewässer, die Wiesen und den Wald zu untersuchen und zu erforschen ermöglichen seit nunmehr 25 Jahren die mobilen Laborfahrzeuge der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt sächsischen Schülern und Schülerinnen. 1992 wurden die Fahrzeuge durch den damaligen Minister für Umwelt Arnold Vaatz und der Kultusministerin Stefanie Rehm ihrer Bestimmung übergeben. Seitdem haben sie in unzähligen Einsätzen über 100.000 Kinder und Jugendliche für die Natur vor ihrer Haustür begeistert und sich für den Umweltschutz in Sachsen eingesetzt. In einer Extra-Tournee mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten in Zusammenarbeit mit 25 dafür speziell ausgewählten Einrichtungen des Netzwerks Umweltbildung Sachsen (NUS) werden die Umweltmobile in diesem Jahr an 25 Orten im Freistaat Sachsen Halt machen.

Der nächste Termin findet am 11. Mai 2017 von 9:00 bis 15:00 Uhr unterhalb der Stadtbrücke in Görlitz statt.

Schüler der Klassenstufe 8 des Augustum-Annen-Gymnasiums werden mit Unterstützung des Umweltmobils die Lausitzer Neiße auf deren ökologischen Zustand untersuchen. Im Vordergrund steht dabei die chemische und biologische Analyse als auch die Bestimmung der Gewässerstrukturgüte. Zur Untersuchung der Wasserkleinstlebewesen werden die Schüler in die Ausstellungsräume des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz gehen, deren Mitarbeiter spannende Einblicke in die Tierwelt der Gewässer geben. Einen Überblick über die Tour finden Sie unter http://www.lanu.de/de/Bilden/Umweltmobil/25-Jahre-Umweltmobile.html

Kontakt:
Andrea Gößl
Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
Tel.: +49 351 814 16 757
E-Mail: andrea.goessl@lanu.sachsen.de
www.lanu.de

 

Vogelstimmen-Exkursion auf dem Stalag-Gelände in Zgorzelec  

Vogelexkursion

Der 1941 im Görlitzer Kriegsgefangenenlager inhaftierte Olivier Messiaen war nicht nur Komponist und Musiker, sondern auch ein hervorragender Vogelkundler. Rund 700 Vogelarten konnte Messiaen an ihrem Ruf unterscheiden. Er nannte sie „die größten Künstler unter den Lebewesen“. Ihr Gesang war es, der ihn inspirierte und die Grundlage für seine Kompositionen bildete.

Am 4. Mai 2017 laden der Meetingpoint Music Messiaen e.V. und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu einer vogelkundlichen Führung auf das ehemalige Stalag-Gelände mit Dr. Markus Ritz ein. Im Jahre 2011 kartierte der Biologe 37 Vogelarten auf dem Stalag-Gelände, darunter Zilpzalp, Goldammer, Baumpieper, Pirol und die Königin unter den einheimischen Singvögeln, die Nachtigall. Die Führung beginnt um 17:00 Uhr am Europäischen Zentrum für Erinnerung, Bildung, Kultur in Zgorzelec. Fahrradfahrer können sich bereits 16:30 Uhr an der Stadtbrücke/Stadthalle treffen. Die Teilnahmekosten betragen 3 Euro. Es wird ins Polnische gedolmetscht. Die Veranstalter empfehlen ein Fernglas mitzubringen.

Do. 4. Mai 2017 | 17:00 Uhr | Exkursion | Zgorzelec Vogelstimmen auf der Spur – eine ornithologische Führung auf dem Stalag-Gelände mit Dr. Markus Ritz, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz Treffpunkt: Europäisches Zentrum für Erinnerung, Bildung, Kultur, Zgorzelec oder 16:30 Uhr mit dem Fahrrad an der Stadtbrücke/Stadthalle; Fernglas mitbringen

 

Die Vielfalt der Krokusse –
Vortrag im Senckenberg Museum Görlitz

Harpke
Foto: privat

In den Gärten sind sie gerade verblüht – die Krokusse. Von der ursprünglich bei uns nicht einheimischen Gattung gibt es rund 200 verschiedene Arten. Die Balkanhalbinsel ist mit über 40 verschiedenen Krokusarten eine der wichtigsten Verbreitungsgebiete, auch der Ursprung der Gewürzpflanze Safran liegt hier. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten bereiste die Botanikerin Dr. Doerte Harpke Südosteuropa von den Steppenlandschaften Serbiens, entlang der Schwarzmeerküste Bulgariens bis in die fünf Hauptgebirgszüge des Balkans. Eindrücke dieser Reisen durch Bulgarien, Serbien, Mazedonien und Griechenland schildert sie im Rahmen eines bildreichen Vortrages am 25. April, 19:30 Uhr im Naturkundemuseum Görlitz. Der Eintritt kostet 2 Euro.  

Di. 25. April 2017 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum Museum, Seiteneingang
Die Vielfalt der Krokusse auf dem Balkan – ein Sammelreisebericht von den Donauniederungen Serbiens bis zu den höchsten Gipfeln Griechenlands
Vortrag von Dr. Doerte Harpke, Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben  

 

Von Trollen und Lachsen –
Norwegenvortrag im Senckenberg Museum

(c) Turre
Mehr über die beeindruckenden Fjordland-
schaften Norwegens kann man am 20. April
im Senckenberg Museum erfahren.
Hier: Blick ins Stryn-Tal.
(c) Ingo Turre

In der Nachmittagsreihe des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz nimmt Museumsmitarbeiter Ingo Turre die Besucher mit auf eine Reise nach Norwegen. Das Land der Trolle und Lachse beeindruckt mit seinen mächtigen Fjordlandschaften sowie zahlreichen Binnenseen und Wasserfällen, die ihre heutige Form mehreren Eiszeiten verdanken. Norwegen ist ein Land der unzähligen Brücken, Tunnel, Passstraßen und Serpentinen und trotz des starken Tourismus erfährt der Besucher Abgeschiedenheit, Stille und Natur pur. Es ist kein billiges Reiseland, aber das Beste bietet es kostenlos: fantastische Erlebnisse in einer großartigen Natur, die allen offensteht. Der bildreiche Reisevortrag findet am 20. April, 15:00 Uhr, im Seminarraum des Naturkundemuseums zum regulären Museumseintritt statt.  

Do. 20. April 2017 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum, Museum
Norwegen – nur Trolle und Lachse? 
Vortrag von Ingo Turre, Görlitz  

 

Selfie mit dem Dino-Ei
Senckenberg-Museen starten Dino-Ostereiersuche

Finde eines der drei Ostereier im Museum!
Poste es unter #DinoaufReisen auf Facebook, Twitter oder Instragram!
15.-23. April 2017!

(c) Tränkner
Unterwegs als Spendenbotschafter für den Umbau
des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt: Der
Langhalssaurier Diplodocus longus vor dem
Frankfurter Museum. Aber auch in Görlitz hat er
seine Spuren hinterlassen.
Foto: Senckenberg, Sven Tränkner

Görlitz/Frankfurt/Berlin, den 03.04.2017. Wer findet die Dino-Ostereier? Der Dinosaurier Diplodocus longus hat über Ostern jeweils drei Eier in Originalgröße in den Senckenberg-Museen in Görlitz, Dresden und Frankfurt sowie an seinem derzeitigen Standort am Berliner Spreeufer versteckt. Wer sie findet, kann ein Foto unter dem Hashtag #DinoaufReisen in den Sozialen Netzwerken posten. Senckenberg verlost unter allen Einsendungen Eintrittskarten für die drei Museen.

In Görlitz, Dresden, Frankfurt und Berlin können die Museumsbesucher in der Osterwoche auf urzeitliche Eiersuche gehen. Dort hat nämlich der Langhalsdinosaurier Diplodocus longus jeweils drei Dinosaurier-Eier in Originalgröße versteckt. Unter dem Hashtag #DinoaufReisen kann jeder ein Foto von einem der Dino-Eier auf Facebook, Twitter oder Instagram posten. Mit etwas Glück gewinnen die Ostereiersucher einen Museumseintritt: Unter allen Einsendungen verlost Senckenberg jeweils 10 Familien-Freikarten für die drei Museen.

Die Aktion startet am Ostersamstag, den 15. April und endet am 23. April 2017. Sie ist Teil der Deutschlandreise des Dinosauriers Diplodocus longus, Senckenberg-Wahrzeichen und Botschafter für das „Projekt Senckenberg 2020 – Neues Museum“. Der 28 Meter lange und sieben Meter hohe Langhalsdinosaurier wirbt mit seiner Tour durch Deutschland für den Um- und Neubau des Frankfurter Museums. Seit dem 17. März macht der lebensgroße Dino Station in Alt-Moabit in Berlin. Auch hier hat er drei nachmodellierte Dino-Ostereier versteckt.

Im Rahmen des „Projekt Senckenberg 2020 – Neues Museum“ soll die Grundfläche des Senckenberg Museums in Frankfurt von heute rund 6.000 auf 10.000 Quadratmeter ver-größert werden. Dabei entstehen vier neue Ausstellungsbereiche: Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Hierfür wird eine Summe von rund 56 Millionen Euro benötigt. Zahlreiche Unternehmen haben zugesagt, sich an dem Projekt zu beteiligen. Und auch viele Privatpersonen haben bereits gespendet. Mit der Deutschlandtour des Dinosauriers sollen nun auch bundesweit Unterstützer angesprochen werden. Im März vergangenen Jahres hat er seinen Stammplatz vor dem Senckenberg Naturmuseum verlassen und macht nun bundeweit auf die Fundraisingkampagne aufmerksam. Nach Stationen im Frankfurter Commerzbank-Tower, im THE SQUAIRE am Flughafen Frankfurt und in Hamburg Eppendorf zog der Koloss nun nach Berlin. Ermöglicht wird seine Reise durch den Büroimmobilien-Konzern OFFICEFIRST.

Mehr zur Reise von Diplodocus longus sowie Fotos und Videos unter: http://die-welt-baut-ihr-museum.de/neuigkeiten/

Die Dino-Ostereier finden Sie an folgenden Standorten:

Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Am Museum 1
02826 Görlitz
Öffnungszeiten während der Osterfeiertage:
Karfreitag geschlossen
Ostersonnabend bis Ostermontag 10:00 – 18:00 Uhr.

Senckenberg Naturhistorische Sammlungen
Palaisplatz 11
01097 Dresden

Diplodocus longus am Spreeufer
Stromstraße 1
10555 Berlin

Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

 

Viele Besucher zum Tag der offenen Tür bei Senckenberg Görlitz

(c) Düker
Die Welt der Präparation: Museumspräparatorin
Diana Jeschke erläutert verschiedene Verfahren
zur dauerhaften Erhaltung verschiedenerer
Wirbeltierpräparate © Christian Düker   

Görlitz, 9. April 2017. Die Auswahl fiel nicht leicht, denn sechzehn verschiedene Themenwelten konnten die Besucherinnen und Besucher am Tag  der Offenen Tür in Görlitz entdecken: von der „Welt der Wölfe“ bis zur „Welt der versunkenen Braunkohlewälder“. Rund 250 Erwachsene und Kinder nutzten begeistert die Gelegenheit für einen Besuch der Sammlungen, Forschungsbereiche und der Museumsbibliothek. Nur die Bibliothek ist auch sonst der Öffentlichkeit zugänglich, das Humboldt-, Dunger-, und Peckhaus sowie das Gebäude am Sonnenplan der Forschung vorbehalten. Der Schutz der empfindlichen Sammlungen und auch Raumzuschnitt sowie die Fluchtwege in den alten Gebäuden erlauben nur selten einen Blick hinter die Kulissen und dann nur für kleine Gruppen. Umso größer war die Faszination bei den Besuchern über die bewahrten Sammlungsschätze und die moderne Forschung.

(c) Düker
Die Welt der versunkenen Braunkohlenwälder:
Görlitz verfügt über eine sehr umfangreiche und
bedeutsame Sammlung fossiler Blätter und Samen
aus dem Tertiär. Sektionsleiter Olaf Tietz erklärt in
der historischen Sammlung, wie die Vegetation vor
20 Millionen Jahren aussah, aus der sich später
die Braunkohle der Oberlausitz entwickelte.
© Christian Düker

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler standen für Führungen durch ihre „Reiche“ bereit und brachten ihre Forschung für die Gesellschaft an den Mann, die Frau, das Kind. So konnten die Besucher und Besucherinnen erleben, wie Wirbeltiere präpariert und aufbewahrt werden, es gab Einblicke in die Ernährung wilder Wölfe, in die Pflanzen- und Pilzsammlung und in die verborgene Welt der Bodentiere. Was sie während ihrer Ausbildung in der Museumsbibliothek gelernt hatte, erläuterte Eva Pohlandt bei Führungen zum Bestand und Systematik der Bibliothek.

Viele Gäste äußerten im Anschluss an ihren Besuch den Wunsch, dass solche Veranstaltungen häufiger stattfinden sollten – denn der direkte Kontakt mit den Forschenden sei ein ganz besonderes Erlebnis gewesen. Dies zeigte einmal mehr: das neue Forschungs- und Sammlungsgebäude ist dringend nötig.

 

 

Unglaublich – weltweit erster Wotter-Nachwuchs im Naturschutz Tierpark Görlitz - Zgorzelec!

(c) C. Hammer
Foto: zoo-goerlitz.de, C.Hammer

Görlitz, 1. April 2017. Tiere, die es nicht geben dürfte verblüffen derzeit Wissenschaftler, Mitarbeiter und Besucher des Tierparks gleichermaßen.
In der seit 2013 existierenden Wohngemeinschaft von Waschbär und Eurasischem Otter hat sich kürzlich überraschend Nachwuchs eingestellt. Doch nicht Otter- oder Waschbärwelpen kamen zur Welt!     Das von Tierpflegern nicht ernstgenommene Techtelmechtel zwischen Otterdame „Dorka“  und  Waschbärrüde „Eddy“  hatte  unvorhergesehene Folgen.
„Es ist das passiert was wissenschaftlich einfach unmöglich ist “, so Professor Willi Xylander, Direktor des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz. „Die genetische Barriere zwischen Vertretern von Kleinbären und Marderartigen, lässt nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand diese nicht nur Art-, sondern sogar Familien-überschreitende Kreuzung  zweier so  komplett unterschiedlichen Spezies gar nicht zu.“
Aber Liebe versetzt bekanntlich Berge. Während sich der Waschbärvater gänzlich uninteressiert an seinem Nachwuchs zeigt, kümmert sich Mutter Dorka vorbildlich um die merkwürdigen Welpen, die in ihrer großzügigen Anlage im Lausitz Tal des Tierparks am Samstag von unseren Besucher bestaunt werden können.

Auf den Spuren Europas – eine geologische Reise durch Nordnorwegen

(c) Tietz
Auf der Suche nach den Edelsteinzirkonen auf
der Insel Seiland in der norwegischen Finnmark
© Olaf Tietz

Wie sah die Welt vor siebenhundert Millionen Jahren aus? Weiß! Forscher gehen davon aus, dass in der Erdurzeit der Planet komplett vereist war. Bestätigung für diese Theorie suchte der Görlitzer Geologe Dr. Olaf Tietz vom Senckenberg Museum im Rahmen einer Expedition ins arktische Norwegen. Dort lassen sich an verschiedenen Orten Hinweise auf die kalte Vergangenheit Europas finden, wie z.B. versteinerte Eiszeitablagerungen auf der Varanger-Halbinsel. Trotzdem nahm das Leben unter sich ändernden klimatischen Bedingungen langsam Fahrt auf, wie Kalkablagerungen, sogenannte Stromatholithen tropischer blaugrüner Algen im Porsangerfjord beweisen. Die Reise durch die Urzeit endet auf der Insel Seiland, einem berühmten Fundort von sehr alten Edelsteinzirkonen. Mithilfe dieser Minerale lassen sich zuverlässige Altersbestimmungen von Gesteinen und damit der Erdgeschichte vornehmen. Im Rahmen der spannenden Reise durch die geologische Geschichte des heutigen Norwegens zeigt der Vortrag die spektakuläre Landschaft des nördlichsten Zipfels Europas.

Fr. 7. April 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Geologische Reise durch das arktische Norwegen: Eiszeiten – erste Organismen und Edelsteinzirkone aus dem Präkambrium Ureuropas
Vortrag von Dr. Olaf Tietz, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Filmnachmittag über Abenteurer Thor Heyerdahl im Humboldthaus

Film Kontiki SMNG

Einmal etwas ganz Verrücktes tun, ins Unbekannte aufbrechen, auf unkonventionelle Art und Weise seine Ideen umsetzen: Wer traut sich das? Einer dieser Wagemutigen war der Norweger Thor Heyerdahl, der beweisen wollte, dass Polynesien vor eintausendfünfhundert Jahren von Südamerika und nicht von Asien aus besiedelt wurde. So wurde er zu einem der Väter der Experimentalarchäologie und baute das legendäre Floß Kon-Tiki mit dem er 1947 unter schwierigsten Bedingungen den Pazifik von Ost nach West überwand, eine siebentausend Kilometer lange Reise. Sein selbst gedrehter Expeditionsfilm gewann 1952 zwei Oscars für den besten Dokumentarfilm.

Anlässlich seiner derzeitigen Sonderausstellung „Mission Abora“, eines durch Kon-Tiki inspirierten Projektes, zeigt das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz den Originalfilm von 1950 und die Spielfilmadaption aus dem Jahr 2012 im Rahmen einer Doppelvorstellung am 2. April im Görlitzer Humboldthaus. Der Vorverkauf läuft an der Museumskasse (Di-Fr 10:00 – 18:00 Uhr).

So. 2. April 2017 | 14:00 – 18:00 Uhr | Filmnachmittag | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Der große Kon-Tiki Filmnachmittag
14:00 Uhr Das größte Abenteuer unserer Tage KON-TIKI
Der Schwarz-Weiß-Dokumentarfilm über die Kon-Tiki-Expedition von 1950 (FSK 6) Dauer 50 min, Eintritt 2,50 €
15:45 Uhr Kon-Tiki, der Spielfilm von 2012 (FSK 12) Dauer 120 min mit Pause, Eintritt 3,50
Eintritt für beide Filme 5 €, Vorverkauf an der Museumskasse
In den Pausen werden Getränke gereicht.

 

Vergnügliches zum 1.-April im Humboldthaus

Am 31. März schickt das Senckenberg Museum seine Besucher in den April und zwar in der traditionellen 1.-April-Vorlesung. In ihr konfrontieren Görlitzer Bürger das Publikum mit ihren neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dabei Dichtung von Wahrheit zu unterscheiden, bleibt dem Scharfsinn der Zuhörer überlassen! In diesem Jahr gibt es Vorträge von Dr. Ulrich Burkhardt, Professor Robert Heimann und Hans-Dieter Lehmann.

Fr. 31. März 2017 | 19:30 Uhr | 1.-April-Vorlesung | Humboldthaus
Wussten Sie schon? – Unerhörtes und nicht ganz Ernstzunehmendes aus der Wissenschaft
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Ein Blick hinter die Kulissen –
Senckenberg öffnet seine Sammlungen am 9. April

Sammlung SMNG
In den Sammlungen des Görlitzer Naturkundemuseums
befinden sich über 7000 Vogelpräparate. Sie werden
im Humboldthaus bewahrt. © Senckenberg

Was machen Sie denn montags, wenn das Museum geschlossen ist? Diese Frage hört Professor Dr. Willi Xylander noch manchmal in seiner Eigenschaft als Direktor des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. „Dabei sind wir in erster Linie ein Forschungsinstitut der Senckenberg Gesellschaft in Frankfurt, die in diesem Jahr ihr zweihundertjähriges Bestehen feiert“, sagt der Biologe, der seit 1995 die Görlitzer Einrichtung leitet. „Das Museum ist Ausdruck unserer Sammlungs- und Forschungsarbeit: schon seit 1811 befassen sich Fachleute in der Oberlausitz mit der Erforschung von Tieren, Pflanzen sowie geologischen Fragestellungen“, so Xylander weiter.

SMNG
Auch Exotisches wie dieser tropische Tausendfüßer
ist in den Sammlungen zu finden. © Sven Tränkner

Heute arbeiten rund vierzig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in den drei Forschungsabteilungen Allgemeine Zoologie, Botanik und Bodenzoologie verteilt auf insgesamt sechs Gebäude in der Görlitzer Innenstadt. Anlässlich des Senckenberg Jubiläums öffnen die Fachleute am Sonntag, den 9. April ihre Labore und lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Darüber hinaus gewähren sie Einblicke in die Schätze des Museums, die Sammlungen, die über sieben Millionen Objekte umfassen. Aber auch bibliophile Kostbarkeiten werden in der Museumsbibliothek präsentiert und High-Tech gibt es bei den Vorführungen des Rasterelektronenmikroskops zu erleben.

SO 9. April 14:00 – 17:00 | 200 Jahre Senckenberg
Tag der offenen Tür
Wir öffnen für Sie Forschungslabore, Sammlungen und Bibliothek.

Geologie SMNG
Fossilien, Minerale und Gesteine werden in der
geologischen Sammlung im Humboldthaus gezeigt.
© Senckenberg

Weitere Informationen:
Tel. 03581–4760-5220 und im Internet: www.senckenberg.de/einblicke. Dort werden zu einem späteren Zeitpunkt auch die Führungstermine bekannt gegeben.
Geöffnet sind das Museum am Marienplatz mit Elektronenmikroskopie (freier Eintritt ab 13:00 Uhr), die Bibliothek (Am Museum 2), das Humboldthaus (Platz des 17. Juni 2), das Reinhard-Peck-Haus (Grüner Graben 28a), das Dunger-Haus (Sonnenstraße 19) und die Bodenzoologie im Gebäude des Finanzamtes (Zugang vom Sonnenplan). Alle Bereiche können nur mit Führungen besucht werden, für die es an den jeweiligen Gebäuden ab 13:30 Uhr kostenlose Eintrittskarten gibt. Eine Reservierung ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Die Veranstalter empfehlen die Teilnahme ab zwölf Jahren. Das Museum und das Finanzamtsgebäude sind für Rollstuhlfahrer zugänglich.

 

Vogel-Aquarelle im Senckenberg Museum

reimann

Langsam erwacht die Natur wieder und mit ihr die Vogelwelt, man hört sie morgens singen und viele Zugvögel kommen nach und nach im heimischen Brutrevier an. Eine Ausstellung im Naturkundemuseum widmet sich ab dem 25. März den Bewohnern der Lüfte und präsentiert fünfzig vorwiegend einheimische Vogelarten in Bildern und aus-gewählten Präparaten. Die Aquarelle stammen von Friedrich Reimann (1896 – 1991), einem der bedeutendsten deutschen Vertreter der Tier- und Jagdmalerei, und werden von seiner Familie für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Zur Eröffnung am 24. März 2017 um 18:00 Uhr wird seine Enkelin Cornelia Reimann sprechen. Der Eintritt ist frei.

Die Sonderausstellung „Vogelaquarelle von Friedrich Reimann – mit Liebe zum Detail“ ist vom 25. März bis 30. Juli 2017 im Senckenberg Museum für Naturkunde zu sehen.

FR 24.03.2017 | 18:00 Uhr | Ausstellungseröffnung | Naturkundemuseum
Vogelaquarelle von Friedrich Reimann – mit Liebe zum Detail
Der Eintritt ist frei!

Bitte beachten Sie auch unsere Vogelexkursionen:

MI 12.04.2017 | 16:00 Uhr | Exkursion | Berzdorfer See
Vögel beobachten am Berzdorfer See
mit Dr. Markus Ritz, Görlitz
Treffpunkt: Parkplatz am Ortsende von Klein Neundorf, Fernglas mitbringen!

DO 04.05.2017 | 17:00 Uhr | Exkursion | Zgorzelec
Vogelstimmen auf der Spur – eine ornithologische Führung auf dem Stalag-Gelände
mit Dr. Markus Ritz, SMNG
Treffpunkt: Europäisches Zentrum für Erinnerung, Bildung, Kultur, Zgorzelec oder 16:30 Uhr mit dem Fahrrad an der Stadtbrücke/Stadthalle; Fernglas mitbringen!
Dauer: ca. 1-1,5 Std. Kosten: 3,00 €
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Meetingpoint Music Messiaen e.V.
Die Führung wird ins Polnische gedolmetscht.

DO 15.06.2017 | 17:00 Uhr | Exkursion | Görlitz/Königshufen
Natur in der Stadt: Ein frühsommerlicher Streifzug durch das Kidrontal
mit Dr. Birgit Lang & Jörg Müller, SMNG
Treffpunkt: Straßenbahnhaltestelle Hohe Straße
Dauer: ca. 2 Std., Fernglas mitbringen!

 

Hiddensee – Kleinod im Wandel der Zeit – Vortrag im Humboldthaus

Aufgrund der Nachfrage wiederholen wir den Vortrag von Dr. Hans-Dieter Engelmann am DO 23. März 2017 um 15:00 Uhr im Seminarraum des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Der Eintritt kostet 3 € und beinhaltet die Besichtigung der Ausstellungen.

Engelmann
Der Dornbusch mit dem Leuchtturm. Magerrasen
mit vielen seltenen Blumen sind hier
charakteristisch. © Hans-Dieter Engelmann

Hiddensee ist zwar eine der kleineren bewohnten deutschen Ostseeinseln, aber dafür von ganz besonderer Schönheit und großem Naturreichtum. Seit über sechzig Jahren hat der Görlitzer Dr. Hans-Dieter Engelmann die Insel begeistert bereist und ihre Vielfalt fotografisch festgehalten. Daraus entstanden ist eine Dokumentation der Veränderungen, denen die Insel im Laufe der Jahrzehnte unterworfen wurde. So formt das Meer die Ufer, nimmt Land an der Steilküste und lagert dafür an anderer Stelle Sandhaken an. Natürlich hat auch das Wirken des Menschen seine Spuren in der Landschaft hinterlassen, so dass die Insel sich heute sehr vielgestaltig und artenreich präsentiert. Der Biologie und Fotograf Engelmann lädt in seinem Vortrag am 23. März 2017 um 15:00 Uhr zu einer Zeitreise nach Hiddensee ein. Ein Muss für alle Liebhaber der Insel und, die dies es noch werden wollen.  

DO 23. März 2017 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum
Hiddensee – eine Landschaft im Wandel Ein fotografischer Streifzug durch sechs Jahrzehnte
Vortrag von Dr. Hans-Dieter Engelmann, Görlitz
Eintritt 3 € inkl. Ausstellungen

 

Görlitzer Meridian Naturfilmpreis 2017 für Jan und Melanie Haft

Haft
Foto: privat

Görlitz, 20.03.2017. Wie der Vorsitzende des Förderkreises des Naturkundemuseums Görlitz, Thomas  Neumann, bekannt gibt, geht der Görlitzer Meridian Naturfilmpreis 2017 an Jan Michael Haft, den bedeutendsten deutschen Naturdokumentarfilmer, und seine Ehefrau Melanie, die als Produktionsleiterin der gemeinsamen Naturfilmfirma an der Entstehung und Profilierung der Filme maßgeblich mitwirkt.

Melanie und Jan Haft schauen auf ein beeindruckendes Gesamtwerk mit über 60 Produktionen in den vergangenen 18 Jahren zurück. Dem Publikum im Gedächtnis geblieben sind zweifellos seine Beiträge zu "Wildes Deutschland" und "Wildes Skandinavien", für die Jan Haft mehrfach ausgezeichnet wurde, sowie die Kinofilme „Das grüne Wunder – unser Wald“ und „Magie der Moore“. „Seine Filme entwickeln eine eigenständige, oft meditative Bildsprache und besondere Ästhetik, die z. B. in seinen Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen, aber auch durch eine besondere Fahr- und Schwenktechnik zum Ausdruck kommen und in dieser Präzision einmalig sind. Seine Filme lassen Betrachter die Welt vor der eigenen Haustür neu entdecken. Sie bieten ihm einen Einblick in kaum sichtbare und verborgene Zusammenhänge, auch der einheimischen Natur, zeigen Bekanntes in einem nie gesehenen Kontext, wecken so Interesse und erklären mit Bildern, wie Natur funktioniert. Sie stellen dabei immer wieder aber auch scheinbare Erkenntnisse der Wissenschaft in Frage“, begründet Thomas Neumann die Entscheidung für die diesjährigen Preisträger.

Der Görlitzer Meridian Naturfilmpreis ist der einzige Filmpreis in Deutschland, der das Gesamtwerk eines Naturfilmers ehrt und wird 2017 zum 9. Mal vergeben. Preisträger in der Vergangenheit waren u. a. Heinz Sielmann, Ernst Arendt & Hans Schweiger, Volker Arzt, Ranga Yogeshwar und - im vergangenen Jahr - Dirk Steffens.

Der 9. Görlitzer Meridian Naturfilmpreis wird voraussichtlich am 30. September 2017 im Humboldtsaal des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz vergeben. Wie in der Vergangenheit werden am Nachmittag vor dem Festakt die beiden Preisträger im Rahmen einer Werkschau bedeutende Produktionen ihres filmischen Schaffens präsentieren und erläutern.

Weitere Informationen unter www.goerlitzer-meridian.de und www.nautilusfilm.de 

 

Für Abenteurer!
Sonderveranstaltungen zur ABORA-Ausstellung mit Führung, Vorträgen und Filmnachmittag

Aboraflyer

Am Dienstag, den 14. März nimmt Dr. Dominique Görlitz Interessierte mit auf seine Reise über den atlantischen Ozean mit dem Schilfboot ABORA und berichtet über seine Forschungen. In einer leider bereits ausgebuchten Führung um 17:00 Uhr führt Dr. Görlitz durch seine Ausstellung „Mission ABORA – Globaler Verkehr in der Steinzeit?“, die noch bis zum 30. April im Senckenberg Museum für Naturkunde zu sehen ist. Um 19:30 Uhr geht es in seinem Vortrag im Humboldthaus um die Frage, ob bereits in prähistorischen Zeiten ein Kulturaustausch zwischen Nordafrika und Amerika bestand. Görlitz stellt seine aktuellen Forschungsergebnisse sowie die bei verschiedenen Seefahrten gewonnenen Erkenntnisse vor.

Im Rahmen der Nachmittagsreihe des Senckenberg Museums lädt Museumsdirektor Prof. Dr. Willi Xylander am Donnerstag, den 16. März um 15:00 Uhr zu einem anschaulichen Vortrag über den norwegischen Forschungsreisenden und Archäologen Thor Heyerdahl ein.

Kleine und große Abenteurer können sich den 2. April vormerken. Von 14 bis 18 Uhr findet im großen Saal des Humboldthauses einen KON-TIKI-Filmnachmittag mit dem Originalfilm von Thor Heyerdahl (1950) und dem neuen Spielfilm von 2012 statt. Karten können im Vorverkauf an der Museumskasse am Marienplatz erworben werden.

Dienstag, 14.03.2017 | 17:00 Uhr | Führung | Naturkundemuseum
Führung durch die ABORA-Ausstellung
mit Dr. Dominique Görlitz, Chemnitz
Eintritt: 5,00 €
DIE FÜHRUNG IST BEREITS AUSGEBUCHT!

Dienstag, 14.03.2017 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Humboldthaus
Hat bereits Pharao Ramses Havanna geraucht? Transatlantisch verbreitete Kultur-pflanzen und frühe Seefahrer
Vortrag von Dr. Dominique Görlitz, Chemnitz
Eintritt: 2,00 € / 1,00 € ermäßigt

Donnerstag, 16.03.2017 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum, Naturkundemuseum
Meere trennen die Menschen nicht, sondern verbinden sie – Thor Heyerdahl, sein Leben und seine Vision
Vortrag von Prof. Dr. Willi Xylander, SMNG
Eintritt: 3,00 € / 2,00 € ermäßigt

Sonntag, 02.04.2017 | 14:00 – 18:00 Uhr | Filmnachmittag | Humboldthaus
Der große Kon-Tiki Filmnachmittag
14:00 Uhr Das größte Abenteuer unserer Tage KON-TIKI
Der Schwarz-Weiß-Dokumentarfilm über die Kon-Tiki-Expedition von 1950 (FSK 6) Dauer 50 min, Eintritt 2,50 €
15:45 Uhr Kon-Tiki
Der Spielfilm von 2012 (FSK 12) Dauer 120 min mit Pause, Eintritt 3,50 €
Eintritt für beide Filme 5 €, Vorverkauf an der Museumskasse In den Pausen werden Getränke gereicht.

 

Auf Skiern durch Grönland – dem Klimawandel auf der Spur Kinderakademie und Abendvortrag im HumboldthauS

Wenn das Klima der Erde sich verändert, verändern sich vor allem auch die Gletscher in der Antarktis und in Grönland. In kleinen Gruppen sind Wissenschaftler in den letzten 15 Jahren immer wieder nach Grönland gefahren und haben dort den Gletscherrückgang gemessen. Nicht nur die Ergebnisse sind spannend, sondern auch die Art und Weise der Reisen. Sieben Wochen auf Skiern über das Eis, bei Wind und Kälte, ohne Dusche im Zelt. Dafür mit atemberaubendem Panorama: alles weiß und doch nie eintönig. Thomas Hitziger, Mathematiker an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und Teilnehmer der Grönlandüberquerung 2015, berichtet am 10. März 2017 in einem Nachmittagsvortrag für Kinder und in einem Abendvortrag von seiner spannenden Reise übers Eis.

10. März FR 16:00 | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Auf Skiern über das Grönlandeis – dem Klimawandel auf der Spur
Vorlesung von Thomas Hitziger, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Nur für Kinder (8 – 12 Jahre)!
Die Teilnahme ist kostenlos

10. März FR 19:30 | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Auf Skiern über das Grönlandeis – klimawissenschaftliche Expedition 2015
Expeditionsvortrag von Thomas Hitziger, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg.
Der Eintritt kostet 2 €.

Aktuelle Senckenberg Pressemeldungen

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Dr. Christian DükerDr. Christian Düker
03581-47605210, Fax 03581-47605219

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03581-47605210, Fax 03581-47605219

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