Museum Görlitz

Aktuelles / Presse

Ein Blick hinter die Kulissen –
Senckenberg öffnet seine Sammlungen am 9. April

Sammlung SMNG
In den Sammlungen des Görlitzer Naturkundemuseums
befinden sich über 7000 Vogelpräparate. Sie werden
im Humboldthaus bewahrt. © Senckenberg

Was machen Sie denn montags, wenn das Museum geschlossen ist? Diese Frage hört Professor Dr. Willi Xylander noch manchmal in seiner Eigenschaft als Direktor des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. „Dabei sind wir in erster Linie ein Forschungsinstitut der Senckenberg Gesellschaft in Frankfurt, die in diesem Jahr ihr zweihundertjähriges Bestehen feiert“, sagt der Biologe, der seit 1995 die Görlitzer Einrichtung leitet. „Das Museum ist Ausdruck unserer Sammlungs- und Forschungsarbeit: schon seit 1811 befassen sich Fachleute in der Oberlausitz mit der Erforschung von Tieren, Pflanzen sowie geologischen Fragestellungen“, so Xylander weiter.

SMNG
Auch Exotisches wie dieser tropische Tausendfüßer
ist in den Sammlungen zu finden. © Sven Tränkner

Heute arbeiten rund vierzig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in den drei Forschungsabteilungen Allgemeine Zoologie, Botanik und Bodenzoologie verteilt auf insgesamt sechs Gebäude in der Görlitzer Innenstadt. Anlässlich des Senckenberg Jubiläums öffnen die Fachleute am Sonntag, den 9. April ihre Labore und lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Darüber hinaus gewähren sie Einblicke in die Schätze des Museums, die Sammlungen, die über sieben Millionen Objekte umfassen. Aber auch bibliophile Kostbarkeiten werden in der Museumsbibliothek präsentiert und High-Tech gibt es bei den Vorführungen des Rasterelektronenmikroskops zu erleben.

SO 9. April 14:00 – 17:00 | 200 Jahre Senckenberg
Tag der offenen Tür
Wir öffnen für Sie Forschungslabore, Sammlungen und Bibliothek.

Geologie SMNG
Fossilien, Minerale und Gesteine werden in der
geologischen Sammlung im Humboldthaus gezeigt.
© Senckenberg

Weitere Informationen:
Tel. 03581–4760-5220 und im Internet: www.senckenberg.de/einblicke. Dort werden zu einem späteren Zeitpunkt auch die Führungstermine bekannt gegeben.
Geöffnet sind das Museum am Marienplatz mit Elektronenmikroskopie (freier Eintritt ab 13:00 Uhr), die Bibliothek (Am Museum 2), das Humboldthaus (Platz des 17. Juni 2), das Reinhard-Peck-Haus (Grüner Graben 28a), das Dunger-Haus (Sonnenstraße 19) und die Bodenzoologie im Gebäude des Finanzamtes (Zugang vom Sonnenplan). Alle Bereiche können nur mit Führungen besucht werden, für die es an den jeweiligen Gebäuden ab 13:30 Uhr kostenlose Eintrittskarten gibt. Eine Reservierung ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Die Veranstalter empfehlen die Teilnahme ab zwölf Jahren. Das Museum und das Finanzamtsgebäude sind für Rollstuhlfahrer zugänglich.

 

Vogel-Aquarelle im Senckenberg Museum

reimann

Langsam erwacht die Natur wieder und mit ihr die Vogelwelt, man hört sie morgens singen und viele Zugvögel kommen nach und nach im heimischen Brutrevier an. Eine Ausstellung im Naturkundemuseum widmet sich ab dem 25. März den Bewohnern der Lüfte und präsentiert fünfzig vorwiegend einheimische Vogelarten in Bildern und aus-gewählten Präparaten. Die Aquarelle stammen von Friedrich Reimann (1896 – 1991), einem der bedeutendsten deutschen Vertreter der Tier- und Jagdmalerei, und werden von seiner Familie für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Zur Eröffnung am 24. März 2017 um 18:00 Uhr wird seine Enkelin Cornelia Reimann sprechen. Der Eintritt ist frei.

Die Sonderausstellung „Vogelaquarelle von Friedrich Reimann – mit Liebe zum Detail“ ist vom 25. März bis 30. Juli 2017 im Senckenberg Museum für Naturkunde zu sehen.

FR 24.03.2017 | 18:00 Uhr | Ausstellungseröffnung | Naturkundemuseum
Vogelaquarelle von Friedrich Reimann – mit Liebe zum Detail
Der Eintritt ist frei!

Bitte beachten Sie auch unsere Vogelexkursionen:

MI 12.04.2017 | 16:00 Uhr | Exkursion | Berzdorfer See
Vögel beobachten am Berzdorfer See
mit Dr. Markus Ritz, Görlitz
Treffpunkt: Parkplatz am Ortsende von Klein Neundorf, Fernglas mitbringen!

DO 04.05.2017 | 17:00 Uhr | Exkursion | Zgorzelec
Vogelstimmen auf der Spur – eine ornithologische Führung auf dem Stalag-Gelände
mit Dr. Markus Ritz, SMNG
Treffpunkt: Europäisches Zentrum für Erinnerung, Bildung, Kultur, Zgorzelec oder 16:30 Uhr mit dem Fahrrad an der Stadtbrücke/Stadthalle; Fernglas mitbringen!
Dauer: ca. 1-1,5 Std. Kosten: 3,00 €
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Meetingpoint Music Messiaen e.V.
Die Führung wird ins Polnische gedolmetscht.

DO 15.06.2017 | 17:00 Uhr | Exkursion | Görlitz/Königshufen
Natur in der Stadt: Ein frühsommerlicher Streifzug durch das Kidrontal
mit Dr. Birgit Lang & Jörg Müller, SMNG
Treffpunkt: Straßenbahnhaltestelle Hohe Straße
Dauer: ca. 2 Std., Fernglas mitbringen!

 

Hiddensee – Kleinod im Wandel der Zeit – Vortrag im Humboldthaus

Aufgrund der Nachfrage wiederholen wir den Vortrag von Dr. Hans-Dieter Engelmann am DO 23. März 2017 um 15:00 Uhr im Seminarraum des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Der Eintritt kostet 3 € und beinhaltet die Besichtigung der Ausstellungen.

Engelmann
Der Dornbusch mit dem Leuchtturm. Magerrasen
mit vielen seltenen Blumen sind hier
charakteristisch. © Hans-Dieter Engelmann

Hiddensee ist zwar eine der kleineren bewohnten deutschen Ostseeinseln, aber dafür von ganz besonderer Schönheit und großem Naturreichtum. Seit über sechzig Jahren hat der Görlitzer Dr. Hans-Dieter Engelmann die Insel begeistert bereist und ihre Vielfalt fotografisch festgehalten. Daraus entstanden ist eine Dokumentation der Veränderungen, denen die Insel im Laufe der Jahrzehnte unterworfen wurde. So formt das Meer die Ufer, nimmt Land an der Steilküste und lagert dafür an anderer Stelle Sandhaken an. Natürlich hat auch das Wirken des Menschen seine Spuren in der Landschaft hinterlassen, so dass die Insel sich heute sehr vielgestaltig und artenreich präsentiert. Der Biologie und Fotograf Engelmann lädt in seinem Vortrag am 23. März 2017 um 15:00 Uhr zu einer Zeitreise nach Hiddensee ein. Ein Muss für alle Liebhaber der Insel und, die dies es noch werden wollen.  

DO 23. März 2017 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum
Hiddensee – eine Landschaft im Wandel Ein fotografischer Streifzug durch sechs Jahrzehnte
Vortrag von Dr. Hans-Dieter Engelmann, Görlitz
Eintritt 3 € inkl. Ausstellungen

 

Für Abenteurer!
Sonderveranstaltungen zur ABORA-Ausstellung mit Führung, Vorträgen und Filmnachmittag

Aboraflyer

Am Dienstag, den 14. März nimmt Dr. Dominique Görlitz Interessierte mit auf seine Reise über den atlantischen Ozean mit dem Schilfboot ABORA und berichtet über seine Forschungen. In einer leider bereits ausgebuchten Führung um 17:00 Uhr führt Dr. Görlitz durch seine Ausstellung „Mission ABORA – Globaler Verkehr in der Steinzeit?“, die noch bis zum 30. April im Senckenberg Museum für Naturkunde zu sehen ist. Um 19:30 Uhr geht es in seinem Vortrag im Humboldthaus um die Frage, ob bereits in prähistorischen Zeiten ein Kulturaustausch zwischen Nordafrika und Amerika bestand. Görlitz stellt seine aktuellen Forschungsergebnisse sowie die bei verschiedenen Seefahrten gewonnenen Erkenntnisse vor.

Im Rahmen der Nachmittagsreihe des Senckenberg Museums lädt Museumsdirektor Prof. Dr. Willi Xylander am Donnerstag, den 16. März um 15:00 Uhr zu einem anschaulichen Vortrag über den norwegischen Forschungsreisenden und Archäologen Thor Heyerdahl ein.

Kleine und große Abenteurer können sich den 2. April vormerken. Von 14 bis 18 Uhr findet im großen Saal des Humboldthauses einen KON-TIKI-Filmnachmittag mit dem Originalfilm von Thor Heyerdahl (1950) und dem neuen Spielfilm von 2012 statt. Karten können im Vorverkauf an der Museumskasse am Marienplatz erworben werden.

Dienstag, 14.03.2017 | 17:00 Uhr | Führung | Naturkundemuseum
Führung durch die ABORA-Ausstellung
mit Dr. Dominique Görlitz, Chemnitz
Eintritt: 5,00 €
DIE FÜHRUNG IST BEREITS AUSGEBUCHT!

Dienstag, 14.03.2017 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Humboldthaus
Hat bereits Pharao Ramses Havanna geraucht? Transatlantisch verbreitete Kultur-pflanzen und frühe Seefahrer
Vortrag von Dr. Dominique Görlitz, Chemnitz
Eintritt: 2,00 € / 1,00 € ermäßigt

Donnerstag, 16.03.2017 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum, Naturkundemuseum
Meere trennen die Menschen nicht, sondern verbinden sie – Thor Heyerdahl, sein Leben und seine Vision
Vortrag von Prof. Dr. Willi Xylander, SMNG
Eintritt: 3,00 € / 2,00 € ermäßigt

Sonntag, 02.04.2017 | 14:00 – 18:00 Uhr | Filmnachmittag | Humboldthaus
Der große Kon-Tiki Filmnachmittag
14:00 Uhr Das größte Abenteuer unserer Tage KON-TIKI
Der Schwarz-Weiß-Dokumentarfilm über die Kon-Tiki-Expedition von 1950 (FSK 6) Dauer 50 min, Eintritt 2,50 €
15:45 Uhr Kon-Tiki
Der Spielfilm von 2012 (FSK 12) Dauer 120 min mit Pause, Eintritt 3,50 €
Eintritt für beide Filme 5 €, Vorverkauf an der Museumskasse In den Pausen werden Getränke gereicht.

 

Auf Skiern durch Grönland – dem Klimawandel auf der Spur Kinderakademie und Abendvortrag im HumboldthauS

Wenn das Klima der Erde sich verändert, verändern sich vor allem auch die Gletscher in der Antarktis und in Grönland. In kleinen Gruppen sind Wissenschaftler in den letzten 15 Jahren immer wieder nach Grönland gefahren und haben dort den Gletscherrückgang gemessen. Nicht nur die Ergebnisse sind spannend, sondern auch die Art und Weise der Reisen. Sieben Wochen auf Skiern über das Eis, bei Wind und Kälte, ohne Dusche im Zelt. Dafür mit atemberaubendem Panorama: alles weiß und doch nie eintönig. Thomas Hitziger, Mathematiker an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und Teilnehmer der Grönlandüberquerung 2015, berichtet am 10. März 2017 in einem Nachmittagsvortrag für Kinder und in einem Abendvortrag von seiner spannenden Reise übers Eis.

10. März FR 16:00 | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Auf Skiern über das Grönlandeis – dem Klimawandel auf der Spur
Vorlesung von Thomas Hitziger, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Nur für Kinder (8 – 12 Jahre)!
Die Teilnahme ist kostenlos

10. März FR 19:30 | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Auf Skiern über das Grönlandeis – klimawissenschaftliche Expedition 2015
Expeditionsvortrag von Thomas Hitziger, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg.
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Museumsprogramm mit vielen Exkursionen und Highlights

Frühjahrsprogramm

Mit zehn Exkursionen der Görlitzer Wissenschaftler stellt das neue Programmheft des Senckenberg Naturkundemuseums einen kleinen Rekord auf. Stadtnatur, Vogelstimmen, im Reich der Gesteine, Insekten wie Libellen und Gottesanbeterinnen sowie die Ammendornfinger-Spinne stehen von März bis August auf dem Plan. Die Exkursionen sind meist kostenlos, bei einigen ist eine Anmeldung erforderlich.

Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, zu der der Görlitzer Standort mit seinem Forschungsinstitut und Museum seit 2009 gehört, gibt es die Gelegenheit, bei einem Tag der offenen Tür am 9. April einmal hinter die Kulissen der Forschungslabore, Sammlungsräume und der Bibliothek zu schauen.

Neben vielen anderen populär- und wissenschaftlichen Vorträgen im Humboldthaus findet auch die traditionelle 1.-April-Vorlesung mit Unerhörtem und nicht ganz Ernstzunehmenden aus der Wissenschaft, vorgetragen von Görlitzer Persönlichkeiten am 31. März statt.

Zudem lockt das Museum mit abwechslungsreichen Sonderausstellungen. Im Rahmen der derzeitigen Sonderausstellung über das Expeditionsschiff Abora gibt es Zusatzveranstaltungen wie Vorträge und eine Führung mit Dr. Dominique Görlitz (14.03.) sowie am 2. April einen Thor-Heyerdahl-Filmnachmittag. Am 24. März eröffnet eine kleine Sonderausstellung mit Vogelaquarellen des verstorbenen Tiermalers Friedrich Reimann. Ab 12. Mai lockt die „Mechanische Tierwelt“ Kinder und Nostalgiker zu einer Ausstellung von tierischen Blechspielzeugen aus der Zeit von 1890 bis 1970.

Die Veranstaltungshefte liegen im Naturkundemuseum am Marienplatz sowie weiteren öffentlichen Einrichtungen in der Region aus. Sie sind auch auf der Homepage zu finden: www.senckenberg.de/goerlitz/veranstaltungen

200 Jahre Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung: http://200jahresenckenberg.de/

 

25 Jahre Leibniz in Sachsen – Senckenberg präsentiert sich

Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der Sächsischen Leibniz-Institute

Leibniz (c) Senckenberg
Senckenberg Görlitz präsentiert sich zum
25-jährigen Leibniz-Jubiläum in Sachsen.
Hier: Paul Lippitsch (Zoologie), Meike
Schuppenhauer (Bodenzoologie)
und Thomas Luebcke (Vivarium).

Seit ihrer (Neu-)Gründung vor 25 Jahren haben sich die sächsischen Leibniz-Institute unter der gemeinsamen Förderung von Bund und Land zu leistungsstarken Partnern im Netz aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Sachsen entwickelt. Sie betreiben grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung in einer starken Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft. In Sachsen betreiben neun Leibniz-Institute mit thematischer Vielfalt von Natur- bis Geisteswissenschaften exzellente Forschung und leisten Transfer für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Seit seinem Übergang zur Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung gehört auch das Görlitzer Museum für Naturkunde zur Leibniz-Gemeinschaft. Unter der Schirmherrschaft von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung wurde dieses Jubiläum am 6. Februar 2017 in der Kongresshalle Leipzig begangen. An der Festveranstaltung nahmen rund 300 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft teil.

Programmheft:
https://www.tropos.de/fileadmin/user_upload/Aktuelles/News/Bilder/Bilder_2017/Veranstaltungen_2017/LS25_Programm_Panorama.pdf
Mehr dazu in unserer Bildergalerie:
https://www.tropos.de/entdecken/fotogalerien/25-jahre-leibniz-in-sachsen/

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Außeruniversitäre Forschung ist starker Partner der Hochschulen“ 

(Senckenberg)
Einsteig in Forschungsgespräche: Vivarienleiter
Thomas Luebcke faszinierte die Besucher mit
einer Rotknievogelsspinne Brachypelma smithi.
(c) Senckenberg

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange hat anlässlich des 25jährigen Bestehens sächsischer Leibniz-Institute deren Bedeutung als Säulen des Wissenschaftsstandorts Sachsen gewürdigt. „Die außeruniversitäre Forschung der Leibniz-Gemeinschaft ist starker Partner der Hochschulen und eingebunden bei zahlreichen Projekten, Exzellenzclustern, Sonderforschungsbereichen und Graduiertenschulen.“ Neben exzellenter Forschung und ihrer Mitwirkung in der Lehre und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses lieferten die Leibniz-Institute zudem einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftskraft weit über Sachsen hinaus, mit Ausgründungen, Lizenzvergaben, Beratungs- und Transferleistungen für Unternehmen und nicht zuletzt durch die Bereitstellung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen, sagte die Ministerin weiter.

Mehr dazu in der Pressemitteilung des SMWK: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/208871

Leibniz-Institute in Sachsen

Ein Merkmal der Leibniz-Gemeinschaft ist die thematische Vielfalt ihrer Mitgliedseinrichtungen sowie die gesellschaftliche Relevanz und gesamtstaatliche Bedeutung der Forschung in den Instituten. Das gilt auch für Sachsen mit seinen neun Leibniz-Instituten, die – dem Motto der Leibniz-Gemeinschaft „theoria cum praxi“ folgend, in einer Bandbreite von Material-, Umwelt-, Lebens- und Raumwissenschaften bis zu Sozial- und Geisteswissenschaften forschen und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern.

Die Leibniz-Institute in Sachsen:
https://www.tropos.de/aktuelles/veranstaltungen/25-jahre-leibniz-in-sachsen/25-jahre-leibniz-in-sachsen-die-leibniz-institute-in-sachsen-im-ueberblick/
Kurzbeschreibungen der Institute:
https://www.tropos.de/aktuelles/veranstaltungen/25-jahre-leibniz-in-sachsen/25-jahre-leibniz-in-sachsen-die-leibniz-institute-in-sachsen-im-detail/

 

Exotische Fische in heimischen Gewässern
Vortrag im Senckenberg Museum

Hanold
Ein afrikanischer Juwelen-Buntbarsch. Eine von
vielen exotischen Zierfischen, die dauerhaft in
europäischen Warmgewässern angesiedelt
wurden. © Thilo Hanold

In Deutschland leben rund sechzig Süßwasserfischarten. Aber nicht alle kamen auf natürlichem Wege zu uns, wie z.B. der Karpfen, der als Speisefisch wohl durch die Römer in Mitteleuropa angesiedelt wurde. Auch der Warenverkehr und die Anlage von Kanälen ermöglichen neuen Arten die Besiedlung unserer Flüsse. Doch wer würde erwarten, in einem Bach oder See auf Zierfische aus aller Welt zu treffen? In manchen Gewässern, die durch natürliche oder künstliche Wärmequellen gespeist werden, ist dies der Fall. Dabei handelt es sich um ausgesetzte oder entkommene Aquarien-Zierfische, die sich in Thermalgewässern dauerhaft ansiedeln konnten und neue Artengemeinschaften bilden. Ein bekanntes Beispiel ist der sogenannte „Guppy-Bach“ bei Köln oder der berühmte Thermalsee im ungarischen Hévíz. Der begeisterte Aquarianer Thilo Hanold hat sich einige dieser "Freilandaquarien" in Österreich und Ungarn näher angeschaut und stellt in seinem Vortrag deren exotischen Bewohner vor.  

DI 21. Februar 2017 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum Museum, Am Museum 1, Görlitz
Tropenaquarien im Freiland – Wildlebende Zierfische in europäischen Thermalgewässern
Vortrag von Thilo Hanold, Frankfurt/Main
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Zuhause im Fußabdruck
Mikrohabitate in Elefanten-Spuren untersucht

Görlitz, den 14.02.2017. Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmalig die Fußspuren von Elefanten als Lebensraum für aquatische Tiere untersucht. Sie zeigen in ihrer kürzlich im Fachjournal „African Journal of Ecology veröffentlichten Studie, dass sich in den Spuren der Dickhäuter bis zu 61 verschiedene Tierarten aus 27 Familien befinden. Innerhalb von fünf Tagen besiedelten bereits 410 Organismen die wassergefüllten Fußabdrücke. Die Wissenschaftler legen dar, dass Elefanten so einen bisher unbeachteten Beitrag als „Ökosystem-Ingenieure leisten. 

Elefantenfußabdruck
Sieht unscheinbar aus, beherbergt aber eine
Vielzahl von Organismen: Ein Elefantenfußabdruck.
© Senckenberg

Wer über 6.000 Kilogramm wiegt, hinterlässt Spuren so geht es auch den afrikanischen Elefanten im Kibale-Nationalpark in Uganda. „Wir haben nun erstmalig untersucht, welche Tiere von diesen Fußabdrücken profitieren können, erklärt Dr. Viola Clausnitzer vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und ergänzt: „Die wassergefüllten Vertiefungen bieten einer erstaunlich vielfältigen Anzahl von wasserlebenden Makroinvertebraten einen Lebensraum. Bis zu 61 verschiedene Arten dieser mit bloßem Auge sichtbaren wirbellosen Kleinlebewesen aus 27 Familien hat Clausnitzer mit ihren Kollegen in den Spuren bestimmen können.

Hierzu hat das Team aus Portugal, Österreich und Deutschland dreißig natürliche, wassergefüllte Fußabdrücke untersucht und auch selber künstliche Spuren zu Testzwecken angelegt. „Uns hat interessiert wie schnell die Löcher besiedelt werden, welche Tiere diese Mini-Habitate nutzen und wie sich die Zusammensetzung der Organismengruppen mit der Entfernung von natürlichen Gewässern ändern, erläutert Clausnitzer.

Insgesamt 2751 Proben wurden in den dreißig Elefantenspuren genommen. Am artenreichsten waren Wasser- und Schwimmkäferarten in den Proben vertreten, am häufigsten fanden die Wissenschaftler Vertreter von Stechmückenarten.  

Bereits nach fünf Tagen haben die Wissenschaftler in den achtzehn künstlich angelegten „Fußabdrücken etwa dreißig Zentimeter tiefe und breite Löcher, in die ein Eimer eingelassen wurde 410 Organismen entdeckt. „Die Artenvielfalt nahm ab, je weiter unsere Testspuren von der Wasserquelle entfernt waren die Löcher scheinen demnach einigen Arten als sogenannte ‚step stones zu dienen, über die sie sich ausbreiten können, fügt die Görlitzer Wissenschaftlerin hinzu und fährt fort: „Aber nicht nur die Lage der Abdrücke spielt eine Rolle, auch das Alter der Fußspuren und die sonstigen ‚Hinterlassenschaften der Elefanten machen sich in der Zusammensetzung der Fauna in diesen Mikro-Lebensräumen bemerkbar. Umso älter die Löcher waren, desto artenreicher war die Lebenswelt in ihnen; die Anzahl der Organismen nahm aber ab. Die Forscher vermuten, dass in den jungen Abdrücken Räuber-Beute-Interaktionen noch keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen so gibt es zwar viele Tiere, aber die Vielfalt bleibt geringer.

Schon länger ist bekannt, dass Elefanten als „Ökosystem-Ingenieure arbeiten: Sie reduzieren den Baumbewuchs und halten die Landschaft und für viele Tiere lebenswichtige Wasserlöcher offen. In ihrem Verdauungstrakt wandern Pflanzensamen über viele Kilometer und werden so verbreitet. „Wir haben nun gezeigt, dass der Schutz der bedrohten Dickhäuter auch für die kleinsten Organismen enorm wichtig ist, fasst Clausnitzer zusammen.

Kontakt

Dr. Viola Clausnitzer
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 03581- 4760 5720
  

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de  

Publikation
Remmers, W., Gameiro, J., Schaberl, I. and Clausnitzer, V. (2016), Elephant (Loxodonta africana) footprints as habitat for aquatic macroinvertebrate communities in Kibale National Park, south-west Uganda. Afr. J. Ecol. doi:10.1111/aje.12358

 

4,3 Millionen Euro für Verbundprojekt zur Biodiversität von Auwäldern in der „Flusslandschaft Elbe“

Hartholz-Auwälder spielen eine große Rolle in natürlichen Überschwemmungsgebieten von Flusslandschaften (Hochwasserretention). Um solche „Ökosystemdienstleistungen“ besser zu verstehen und die räumlichen und zeitlichen Ausprägungen der Leistungen zu erfassen, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab sofort die Biodiversität von Auwäldern im UNESCO-Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Verbundprojekt „Mechanismen der Ökosystemdienstleistungen in Hartholz-Auwäldern: Wissenschaftliche Analyse sowie Optimierung durch Naturschutzmanagement (MediAN)“ mit insgesamt 4,3 Millionen Euro, die Universität Hamburg erhält davon 2,4 Millionen.

Vier Forschungseinrichtungen sowie zwei Naturschutzorganisationen kooperieren in dem Verbundprojekt auf dem Gebiet der Biodiversitätsforschung und der nachhaltigen Entwicklung von Auenlandschaften. Das Projekt hat eine Laufzeit von sechs Jahren und wird von Prof. Dr. Kai Jensen vom Fachbereich Biologie der Universität Hamburg geleitet. Die gewonnenen Kenntnisse sollen in die Naturschutzpraxis einfließen.

Die biologische Vielfalt in Ökosystemen ist die Basis für vielfältige Dienstleistungen der Natur: Hartholz-Auwälder spielen nicht nur eine große Rolle für die Hochwasserretention in Flusslandschaften, sondern dienen über die Festlegung von CO2 aus der Atmosphäre auch der Kohlenstoffspeicherung. Welche Komponenten der Biodiversität in Hartholz-Auwäldern an der Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen maßgeblich beteiligt sind und wie die Leistungen der Natur bewertet werden können, daran arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Gebieten der Pflanzenökologie (Prof. Dr. Kai Jensen, Universität Hamburg), der Bodenkunde (Prof. Dr. Annette Eschenbach, Universität Hamburg), der Bodenzoologie (Dr. David Russell, Senckenberg Gesellschaft Görlitz), der Landschaftsökologie (Mathias Scholz, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig) sowie der Landschaftsökonomie (Prof. Dr. Volkmar Hartje, TU Berlin).

Die beteiligten Naturschutzorganisationen (Trägerverbund Burg Lenzen, Dr. Maike Kleinwächter; Loki Schmidt Stiftung, Axel Jahn) werden geeignete Flächen für die Begründung von Hartholz-Auwäldern erwerben und dort auf den Forschungsergebnissen basierende Umsetzungsmaßnahmen realisieren.

Prof. Dr. Kai Jensen: „Mit dem Projekt werden wir unsere international anerkannte Expertise im Bereich der Biodiversität und Ökosystemfunktionen von Flussmündungen und Küstenregionen nun auch auf die weltweit bedeutsamen Auen großer Flüsse ausweiten“.

Das BMBF fördert seit 2013 „Forschungsvorhaben zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“, denen eine gesamtstaatliche Bedeutung zukommt und die die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt in maßstabsetzender Weise umsetzen. Auf der Grundlage der Forschungsergebnisse soll der Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland gestoppt und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umgekehrt werden.

Pressemitteilung von Birgit Kruse, Referat Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Universität Hamburg

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Kai Jensen
Fachbereich Biologie
Abteilung Angewandte Pflanzenökologie
Tel.: +49 40 42816-576
E-Mail:

Dr. David Russell
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Sektion Mesofauna
Tel. +49 3581 4760-5502
E-Mail:

Quelle: http://idwf.de/-Ci6VAA

2. Februar 2017

Der Vortrag entfällt krankheitsbedingt! neuer termin 3. märz

Hiddensee – Kleinod im Wandel der Zeit – Vortrag im Humboldthaus

Der Dornbusch auf Hiddensee (c) Hans-Dieter Engelmann

Hiddensee ist zwar eine der kleineren bewohnten deutschen Ostseeinseln, aber dafür von ganz besonderer Schönheit und großem Naturreichtum. Seit über sechzig Jahren hat der Görlitzer Dr. Hans-Dieter Engelmann die Insel begeistert bereist und ihre Vielfalt fotografisch festgehalten. Daraus entstanden ist eine Dokumentation der Veränderungen, denen die Insel im Laufe der Jahrzehnte unterworfen wurde. So formt das Meer die Ufer, nimmt Land an der Steilküste und lagert dafür an anderer Stelle Sandhaken an. Natürlich hat auch das Wirken des Menschen seine Spuren in der Landschaft hinterlassen, so dass die Insel sich heute sehr vielgestaltig und artenreich präsentiert. Der Biologie und Fotograf Engelmann lädt in seinem Vortrag am 10. Februar 2017 um 19:30 Uhr zu einer Zeitreise nach Hiddensee ein. Ein Muss für alle Liebhaber der Insel und, die dies es noch werden wollen.

FR 10. Februar 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Hiddensee – eine Landschaft im Wandel
Ein fotografischer Streifzug durch sechs Jahrzehnte
Vortrag von Dr. Hans-Dieter Engelmann, Görlitz
Der Eintritt kostet 2 €.

02.02.2017

Versteinertes Leben – was uns Fossilien über die Erdgeschichte verraten

Taxodium dubium

Kinderakademievorlesung im Senckenberg Museum

Fossilien sind in Gesteinen erhaltene Reste ehemaliger Lebewesen – versteinertes Leben also. Wissenschaftler finden aber nicht nur Knochen, sondern auch andere Spuren urzeitlichen Lebens, wie z.B. Fußabdrücke von Dinosauriern. Wie Tiere und Pflanzen „versteinern“ und welche Erkenntnisse die Spezialisten aus ihren Funden für die Entwicklung der Erde und ihrer Bewohner ableiten können, erklärt Dr. Markus Wilmsen von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden in der zweiten Kinderakademievorlesung am 3. Februar. Da es noch freie Plätze gibt, können Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren weiterhin zur Görlitzer Kinderakademie angemeldet werden: www.hszg.de/kinder oder unter 03581 - 47 60 51 00.

 

FR 3. Februar 2017 | 16:00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Versteinertes Leben – was uns Fossilien über die Erdgeschichte verraten
Vorlesung nur für Kinder von PD Dr. Markus Wilmsen, Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Sektion Paläozoologie.
Die Teilnahme ist kostenlos.

02.02.2017

 

Winterferienprogramm für Kinder im Naturkundemuseum

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz bietet in den Winterferien dienstags bis donnerstags 15:00 Uhr offene Kindernachmittage für Kinder ab 6 Jahren an. Die Veranstaltungen zu drei verschiedenen Themen dauern ca. anderthalb Stunden, die Teilnahmekosten betragen 2,50 Euro pro Kind. Um vorherige Anmeldung unter 03581 47605-220 wird gebeten.

Dienstag, 14. und 21. Februar 2017, 15:00 Uhr
»Schräge Vögel«
Der Kiwi in Neuseeland, die Krontaube Neuguineas oder die Nashornvögel in Asien sind ziemlich schräge Vögel. In der Ausstellung »Tropischer Regenwald« wollen wir uns besonders die Vogelwelt anschauen und interessante Dinge über die größten und kleinsten Vögel der Welt erfahren. Können Kolibris wirklich rückwärts fliegen, und wie sieht die Harpyie ihre Beute im dichten Blätterdach? Nach der Führung werden schräge Vögel gebastelt.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Kind

Mittwoch, 15. und 22. Februar 2017, 15:00 Uhr
»Wer schwimmt denn da?«
Bei dieser Führung sind wir zu Gast bei den Fischen des Vivariums und in der Sonderausstellung »Leben unter Wasser«. Wir erfahren, wie die Fische in den neu entstandenen Seen der Oberlausitz angesiedelt werden. Nach der Führung basteln wir uns ein kleines Hosentaschenaquarium.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Kind

Donnerstag, 16. und 23. Februar 2017, 15:00 Uhr
»Tiere der Nacht«
Eulen und Fledermäuse sind die bekanntesten Tiere, die nachts unterwegs sind. In der Ausstellung »Pflanzen und Tiere der Oberlausitz« wollen wir aber noch andere nacht- und dämmerungsaktive Tierarten wie Dachs, Fischotter oder Reh und Wildschwein kennenlernen. Warum machen Tiere die Nacht zum Tag, wenn wir im Bett liegen und schlafen? Welche Sinne haben Tiere, um im Dunkeln ihre Nahrung zu finden? Wenn wir alle Fragen beantwortet haben werden Eulen gebastelt.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, für Kinder ab 6 Jahre
Eintritt: 2,50 € pro Kind

Anmeldung für die einzelnen Veranstaltungen unter:
Museumspädagogik am Senckenberg Museum für Naturkunde
Tel.: 03581 47605-211 oder 03581 47605-220
Mail:

SENCKENBERG Museum für Naturkunde Görlitz
Am Museum 1 (Marienplatz), 02826 Görlitz
www.senckenberg.de/paedagogik-gr

Längere Öffnungszeiten in den Winterferien: In den Winterferien ist das Naturkundemuseum
von Montag bis Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet!

 

200 Jahre Senckenberg
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung feiert 2017 Jubiläum

Frankfurt, den 16.01.2017. In diesem Jahr wird die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) 200 Jahre alt. Unter dem Motto „Senckenberg forscht für IHR Leben gern“ feiert die Gesellschaft dieses Ereignis mit einem großen Programm über das gesamte Jahr hinweg und an allen elf Standorten in Deutschland: Ausstellungen und Führungen, Wettbewerbe, ein Wissenschaftskongress, ein Festakt und ein großes Bürgerfest am 19. November 2017 im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt sowie viele weitere Veranstaltungen gehören dazu. Hierbei steht, dem Motto gemäß, die Senckenberg-Forschung im Fokus.

„Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts“, sagte schon Johann Wolfgang von Goethe. Der Neugier von 32 wissenschaftlich interessierten Frankfurter Bürgern ist es zu verdanken, dass die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am 22. November 1817 gegründet wurde. Am Anfang der Senckenberg-Geschichte standen eine Bürgergesellschaft und ein kleines naturkundliches Museum in Frankfurt am Main, in dem die frühen Forschungsreisenden nie zuvor Gesehenes einem staunenden Publikum vor Augen führten. Seitdem ist viel passiert: Die Neugier und die Begeisterung für die Natur teilen inzwischen rund 800 Senckenbergerinnen und Senckenberger an elf Standorten in ganz Deutschland. Darunter sind 300 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die an Projekten auf der ganzen Welt forschen – von der Tiefsee bis in den Himalaya, von der Arktis bis zur Wüste Gobi – mit einem großen Ziel: das System Erde als Ganzes zu verstehen und einen nachhaltigen Umgang damit zu ermöglichen. In mittlerweile vier Museen in Frankfurt am Main, Dresden, Görlitz und Tübingen werden die Ergebnisse anschaulich präsentiert. Über 7.000 Mitglieder tragen inzwischen die gemeinnützig arbeitende Gesellschaft.

„Es ist großartig, auf diese bemerkenswerte Geschichte zurückzublicken und zu sehen, wie aus der Begeisterung und Neugier einzelner Bürger und dem Engagement vieler eines der größten und renommiertesten Forschungsinstitute in Deutschland geworden ist“, sagt Senckenberg-Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger und fährt fort: „Für dieses einmalige bürgerschaftliche Engagement wollen wir uns im Jubiläumsjahr bedanken und auch neue Freunde und Förderer gewinnen, die mit uns gemeinsam bevorstehende Meilensteine wie die Erneuerung des Frankfurter Museums realisieren.“

Das Jubiläumsjahr startet mit einem glamourösen Highlight am 28. Januar: Die Galaveranstaltung Senckenberg night steht unter dem Motto „Der blaue Planet“. Höhepunkt der jährlich stattfinden Feier ist die Verleihung des Senckenberg-Preises in den Kategorien Natur-Forschung und Natur-Engagement, die in diesem Jahr an den Wissenschaftler und Ozeanographen Prof. Dr. Craig Smith aus Hawaii sowie den Musiker Rea Garvey für sein Projekt „Clear Water“ in Ecuador gehen. Wenige Restkarten können noch unter www.senckenbergnight.de erworben werden. Zu den weiteren Glanzpunkten des Jubiläums zählen ein Festakt im August/September, an dem unter anderem Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann teilnehmen, sowie ein großes Familienfest im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am 19. November, drei Tage vor dem Gründungsdatum der Gesellschaft.

Die Erforschung der Natur und ihr Erhalt ist das zentrale Anliegen Senckenbergs und steht deshalb im Fokus einer Vielzahl von Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Gemeinsam mit dem Medienpartner hr-iNFO stellt Senckenberg Forschungsprojekte vor, bei denen Bürger und Bürgerinnen mitmachen können, indem sie Beobachtungen melden, Messungen durchführen oder Daten auswerten. Mit der Frankfurter Rundschau ist ein Stadtgespräch zum Thema Artenschutz in Frankfurt geplant, und im ZDF wird im November die Senckenberg-Nacht der Wissenschaft zum Thema Biodiversität ausgestrahlt. Einen Einblick in die Forschung geben zudem Tage der offenen Tür an den Senckenberg-Standorten in Görlitz, Tübingen, Müncheberg, Gelnhausen und Dresden sowie populärwissenschaftliche Vortragsreihen in Frankfurt und Weimar. Und auf einem großen internationalen Fachkongress im Oktober tauschen sich Forschende erstmals disziplinübergreifend zum Thema Geobiodiversität aus und beraten über künftige Forschungsschwerpunkte.

Im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt begleiten drei Sonderausstellungen das Jubiläumsjahr. Bereits am 20. Januar eröffnet die Ausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“, erstellt von Bodenzoologen am Senckenberg-Standort in Görlitz. Geschrumpft auf die Körpergröße eines Käfers können Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung das Leben im Boden aus einer neuen Perspektive entdecken. Die Ausstellung „200 Jahre Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung“ gibt ab Juni einen Überblick zu den Highlights der Geschichte Senckenbergs aus der Forschungsperspektive. In der Ausstellung „Vielfalt schafft Leben“ öffnet Senckenberg ab dem 29. September die Forschungssammlung für die Öffentlichkeit und zeigt in einer 15 Meter breiten und über vier Meter hohen Vitrine die beeindruckende Vielfalt von 6.000 Objekten vom winzigen Käfer, seltenen Pflanzen und außergewöhnlichen Fossilien bis zum Okapi.

Im Rahmen der Reihe „Kultur trifft Natur“ gratulieren Chor und Orchester des Collegium Musicum der Goethe-Universität mit zwei Konzerten am 13. Juli auf dem Campus Westend und am 2. November im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Bei dem Fotowettbewerb „Ich und mein Senckenberg“ können Senckenberg-Fans vom 26. Juni bis 16. Juli ihren gelungensten Schnappschuss zu ihrem schönsten Senckenberg-Erlebnis in den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook mit dem Schlagwort #MeinSenckenberg einreichen.

Anlässlich des Jubiläumsjahres erscheinen gleich mehrere Publikationen: Die wichtigsten sind eine Chronik in zwei Bänden mit einem Überblick der Highlights der Senckenberg-Forschung aus den letzten 25 Jahren sowie Berichten aus den wissenschaftlichen Abteilungen, eine Monografie des Historikers Andreas Hansert zur Geschichte der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in der NS-Zeit, ein Buch mit Geschichten anhand ausgewählter Funde aus dem Senckenberg-Archiv sowie ein populärwissenschaftlicher, bunt bebilderter Bericht über die aktuelle Forschung der letzten beiden Jahre.

Alle Veranstaltungen des Jubiläumsjahres, Informationen über die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung sowie aktuelle Projekte sind auf der Jubiläumswebseite www.200jahresenckenberg.de sowie in den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #Senckenberg200 zu finden.

Kontakt

Dr. Sören Dürr
Leiter Stab Kommunikation
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1580

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434

Dr. Alexandra Donecker
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561

 

ABORA-Ausstellung und Experimentalarchäologe kommen nach Görlitz

Mission Abora
Mit dem Schilfboot ABORA überquerte das Team
um Dominique Görlitz den Atlantik. 
(c) Dominique Görlitz

Am 27. Januar eröffnet das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz eine neue Sonderausstellung: Mission ABORA – Globaler Verkehr in der Steinzeit. Die Schau wird nur für kurze Zeit in Görlitz zu sehen sein und zieht Ende April weiter. Der Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz wird seine Ausstellung selbst eröffnen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Dominique Görlitz, bekannt durch seine Reisen im Mittelmeer und Nordatlantik mit den Schilfbooten ABORA I bis III u.a. aus der ZDF-Reihe Terra X, geht dabei ungelösten Rätseln der Archäologie nach: Waren die Vorfahren des heutigen Menschen schon Seefahrer und standen die Hochkulturen der Alten Welt bereits mit den Ländern der Neuen Welt jenseits des Atlantiks in einem Kulturaustausch? Rauchte der ägyptische Pharao Ramses womöglich schon Tabak? Seine Erkenntnisse liefern neuen Zündstoff für Diskussionen über mögliche transatlantische Reisen in der Frühzeit.

Der aus Thüringen stammende Görlitz hat in seinen Untersuchungen viele Hinweise gefunden, die seine umstrittenen Theorien unterstützen. Mit seinen nach antiken und prähistorischen Vorbildern gebauten Schilfbooten gelang ihm der Nachweis, dass schon vor Tausenden von Jahren die Technik, gegen den Wind zu segeln, bekannt war und somit Amerika lange vor den Wikingern und vor Kolumbus hätte entdeckt werden können. Prähistorische Ozeanüberquerungen vermutete auch sein großes Vorbild, der Norweger Thor Heyerdahl, der mit seinem berühmten Floß Kon-Tiki, den Pazifik von Ost nach West überquerte. Hinweise von amerikanischen Tabakblättern in einer ägyptischen Mumie sowie andere Nachweise amerikanischer Pflanzen in ägyptischen Gräbern untermauern Görlitz‘ Thesen.

Die Ausstellung behandelt neue, experimentelle Forschungsansätze wie die frühzeitliche Seefahrt, Anthropologie, Vegetationsgeographie, Archäologie, Astronomie, Kartographiegeschichte und Materialforschung. „Mission ABORA“ ist bis zum 30.04.2017 im SENCKENBERG Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen.

Freitag, 27. Januar 2017 | 18:00 Uhr | Eröffnung | Museum
Sonderausstellung „Mission ABORA – Globaler Verkehr in der Steinzeit“
Der Eintritt ist frei.

 

Ein Parasit zum Kuscheln – Vortrag über Bettwanzen im Humboldthaus

Bettwanze
Bettwanzen ernähren sich vom Blut warmblütiger
Tiere und ist seit jeher ein unerwünschter
Mitbewohner des Menschen.
(c) Richard Naylor, CimexStore, UK

„In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“ heißt es in einem alten Filmlied. Der Dresdener Zoologe Klaus Reinhardt würde dies wohl nicht unkommentiert lassen, denn seine Forschungsobjekte sind ungeliebte Bettgenossen: Bettwanzen. Über ihre Biologie und Kulturgeschichte berichtet er in einem Abendvortrag am 20. Januar um 19:30 Uhr im Görlitzer Humboldthaus.

Tagsüber verstecken sich die nur einen halben Zentimeter langen, plattgedrückten Insekten in Spalten und Ritzen, um nachts zu ihrer Blutmahlzeit auszurücken – ihr Gastgeber ist der Mensch. Die Stiche jucken und können sich entzünden. In den letzten Jahren beobachten Fachleute eine Ausbreitung der Bettwanze an Orten, an denen viele Menschen zusammen kommen. Für den Forscher Reinhardt stehen aber andere interessante Verhaltensweisen der Bettwanzen im Vordergrund, wie das äußerst brutale Paarungsverhalten der Männchen und die Schutzreaktionen der Weibchen davor. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sammelt Reinhardt Literaturstellen über Wanzen, die schon immer unsere Begleiter sind und wird einige davon aus seinem neuen Buch vorstellen.  

FR 20. Januar 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Natur- und Kulturgeschichte der Bettwanze
Vortrag von Prof. Dr. Klaus Reinhardt, Technische Universität Dresden, Angewandte Zoologie.
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Wanzenvortrag eröffnet neues Semester
der Görlitzer Kinderakademie am 20. Januar 2017

(c) Th. Luebcke
Die einheimische Streifenwanze ist eine attraktive
Vertreterin ihrer Familie. Mit ihren Mundwerkzeugen
stechen sie Pflanzen an und saugen deren Säfte
ein. Foto: Thomas Lübcke

Mit lebenden Tieren startet die Görlitzer Kinderakademie in ihr 25. Semester: Es geht um Wanzen! Die haben es dem Dresdener Zoologieprofessor Klaus Reinhardt ganz besonders angetan, und die garstigen Bettwanzen, die es auf unser Blut abgesehen haben, sind dabei seine besonderen Lieblinge. In seiner 45-minütigen Vorlesung „Wanzen Igittigittt?“ erklärt er für Kinder von 8 bis 12 Jahren was ihn an diesen Insekten so fasziniert und welche erstaunlichen Fakten es über sie zu erfahren gibt.

In den weiteren Vorlesungen der Kinderakademie geht es um Fossilien, Grönland, das Altern und die Polizei (Flyer). Die Teilnahme an der Kinderakademie ist kostenlos, die Veranstalter bitten aber um eine Anmeldung im Internet unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581 – 47 60 51 00.

Die Görlitzer Kinderakademie ist eine gemeinsame Veranstaltung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz und der Hochschule Zittau/Görlitz. Wissenschaftler aus ganz Deutschland beantworten für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren spannende Fragen aus ihrer Forschung. Wie an einer richtigen Hochschule bekommen die Kinder einen Studentenausweis und am Ende jedes Semesters ein Diplom.  

FR 20. Januar 2017 | 16:00 Uhr | Kinderakademie | Humboldthaus Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Wanzen - Igittigitt?
Vorlesung für Kinder von Prof. Dr. Klaus Reinhardt, Technische Universität Dresden, Angewandte Zoologie
Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Freier Eintritt in Görlitzer Museen
für Großeltern mit ihren Enkelkindern am 22. Januar 2017

Am Sonntag, dem 22. Januar 2017, laden die drei großen Görlitzer Museen Großeltern mit ihren Enkelkindern (unter 16 Jahren) zu einem kostenfreien Besuch des Barockhauses Neißstraße 30, des Kaisertrutzes, des Senckenberg Museums für Naturkunde und des Schlesischen Museums ein. Anlass ist der polnische Brauch, am 21. Januar den Tag der Oma und am 22. Januar den Tag des Opas zu begehen.

Puppenspiel
Am 22.1., um 11 Uhr, führt Uta Davids im
Schlesischen Museum das Puppenspiel
„Die drei kleinen Schweinchen“ auf.

Im Barockhaus Neißstraße 30 sind die Ameiß`sche Wohnung, der historische Büchersaal und die Sammlungen der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften an diesem Tag ohne Eintritt zugänglich. Zudem kann das große Puppenhaus bestaunt werden.
Im Kaisertrutz können Großeltern mit ihren Enkeln die kulturgeschichtlichen Dauerausstellungen und die Galerie der Moderne besuchen.
Im Senckenberg Museum Görlitz ist derzeit noch die Sonderausstellung „Kamera Louis Boutan - Leben unter Wasser 2016“ zu sehen.
Im Schlesischen Museum wird am 22. Januar um 11:00 Uhr das Puppenspiel „Die drei kleinen Schweinchen“ von Uta Davids, Pulsnitz, (siehe Foto) aufgeführt. Danach sind Kinder zum Mitspielen eingeladen. Um 12:00 Uhr führt Dr. Katarzyna Zinnow in polnischer Sprache durch die Ausstellung „500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien“.

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Museen und nutzen Sie deren Internetseiten sowie lokale Medien zur Information.

Öffnungszeiten:
Kulturhistorisches Museum (Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, Barockhaus Neißstraße 30)    10:00 – 16:00 Uhr 
Schlesisches Museum zu Görlitz, Brüderstraße 8, Schönhof                                                      10:00 – 16:00 Uhr
Senckenberg Museum Görlitz, Marienplatz                                                                                 10:00 – 18:00 Uhr

 

Vorträge im Senckenberg Museum:
Irische Momente und Himmelsscheibe von Nebra

Am Donnerstag, den 12. Januar 2017 lädt das Görlitzer Naturkundemuseum in seiner Reihe „Senckenberg am Nachmittag“ um 15 Uhr zu einer Reise auf die grüne Insel Irland ein. Der Görlitzer Hobbyfotograf Martin Eichler präsentiert in seiner Bilderschau „irische Momente“ mit musikalischer Untermalung. Eintritt zum regulären Museumseintritt.

Himmelsscheibe (c) privat
Die Himmelsscheibe von Nebra (Sachsen-Anhalt)
Foto: privat

Am 13. Januar berichtet Prof. Dr. Ernst Pernicka von der Universität Heidelberg um 19:30 Uhr im Humboldthaus über die Erkenntnisse aus den Untersuchungen der Himmelsscheibe von Nebra. Diese Bronzescheibe mit eingelassenen Goldblechen wurde auf dem Mittelberg über der Unstrut bei Nebra (Sachsen-Anhalt) im Jahr 1999 entdeckt und gilt als bedeutsamstes Zeugnis alteuropäischer Kultur- und Geistesgeschichte. Sie zeigt Himmelskörper, Gestirne und Sternbilder sowie ein Boot, das über das Firmament zieht. Es ist die erste bekannte Darstellung exakt beobachteter Gestirne überhaupt. Pernicka war an der intensiven naturwissenschaftlichen Erforschung dieses archäologischen Fundkomplexes maßgeblich beteiligt. In seinem Vortrag geht er auf die Fundgeschichte, die archäologische Bedeutung, die astronomische Interpretation und die naturwissenschaftlichen Untersuchungen zu Herstellungstechnik und Herkunft ein. Der Eintritt kostet 2 Euro.  

DO 12. Januar 2017 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum
Irische Momente
Bilderschau mit musikalischer Untermalung von Martin Eichler, Görlitz
Eintritt zum regulären Museumseintritt.  

FR 13. Januar 2017 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Wissenschaft in der Bronzezeit? Die erstaunlichen Erkenntnisse aus der Untersuchung der Himmelsscheibe von Nebra
Vortrag von Prof. Dr. Ernst Pernicka, Universität Heidelberg, Professur für Archäometrie
In Kooperation mit dem Lions Club Görlitz.
Eintritt 2 € / ermäßigt 1 €  

 

Pflanzen-Chromosomen auf einen Klick -
Neues Referenzwerk zur deutschen Flora

Frankfurt, den 13.12.2016. Senckenberg-Wissenschaftler haben das erste _mce_Online-Verzeichnis zu Chromosomenzahlen deutscher Pflanzen erstellt. In der Datenbank befinden sich aktuell über 10.000 Chromosomenzählungen von über 1600 Pflanzenarten. Die Anzahl von Chromosomen gibt Auskunft über die Evolution der Pflanzen und ist ein wichtiges Instrument bei der Arterkennung und dem Schutz der Artenvielfalt.

Senckenberg
Auch in der neuen Datenbank vertreten:
Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea)…
© Senckenberg/Paule

Der Löwenzahn hat 24 Chromosomen, das Gänseblümchen verfügt über 18 Chromosomen und die Hänge-Birke besitzt 28 dieser Makromolekülkomplexe, die Gene und somit auch Erbinformationen enthalten.

„Die Anzahl von Chromosomen ist für uns Botaniker ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von Pflanzenarten – immer wieder können wir bei bestimmten Pflanzengruppen neue Arten, die äußerlich nicht oder nur schwer unterscheidbar sind, anhand der Anzahl von Chromosomen bestimmen. Außerdem ist die Chromosomenzahl ein wichtiges Merkmal zur Erforschung der Evolution“, erklärt Dr. Juraj Paule aus der Abteilung für Botanik und Molekulare Evolutionsforschung vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt und ergänzt: „Bisher gab es hierfür in Deutschland – im Gegensatz zu unseren Nachbarländern – keine einheitliche Quelle. Die Informationen waren auf viele verschiedene, oft schwer zugängliche, Fachjournale verteilt.“ 

Diesem Manko haben sich Kollegen aus dem Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt angenommen: Sie erstellten die erste Online-Chromosomen-Datenbank für die deutsche Pflanzenwelt.

Chromosomen Senckenberg
...sowie Informationen zu ihrer Chromosomenzahl.
Hier zu sehen sind zwei Zellen mit 2n14-Chromosomen.
© Senckenberg

„Unser Ziel war es die bisher schwer erhältlichen Daten zu Chromosomensätzen der heimischen Flora zu bündeln und für jeden einfach und schnell zugänglich zu machen“, ergänzt PD Dr. Thomas Gregor.

Um eine gute Vergleichbarkeit zu gewährleisten orientiert sich der Aufbau der Datenbank an dem von Werner Rothmaler entwickelten botanischen Standardwerk „Exkursionsflora von Deutschland“. Die Datenbank zeigt neben der Anzahl der Chromosomen auch kartografisch, wo die entsprechenden Pflanzen gefunden wurden und gibt Informationen zu den Originalpublikationen. 

Zukünftig möchten die Frankfurter und Görlitzer Botaniker alle derzeit bekannten aber auch noch unveröffentlichte Daten zu Chromosomenzahlen in ihre Datenbank einpflegen und „so einen Beitrag leisten, um Pflanzenvielfalt und ihre Entstehung besser verstehen zu können, diese zu schützen und zu erhalten“, resümiert Abteilungsleiter Prof. Dr. Georg Zizka.

Zur Datenbank: http://plantchromosomes.senckenberg.de/

Kontakt
Dr. Juraj Paule
Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum
Tel. 069 97075 1158
Juraj.paule@senckenberg.de  

Prof. Dr. Georg Zizka
Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt
Tel. 069 97075-1166
georg.zizka@senckenberg.de  

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de  

Publikation
Paule J, Gregor T, Schmidt M, Gerstner E-M, Dersch G, Dressler S, Wesche K, Zizka G 2016. Chromosome numbers of the flora of Germany – a new online database of georeferenced chromosome counts and flow cytometric ploidy estimates. Plant Systematics and Evolution, doi:10.1007/s00606-016-1362-y

 

SEnckenberg Görlitz: Erstmalig Fortpflanzungsverhalten von Bärtierchen dokumentiert

(c) Jana Bingemer
Bärtierchen-Sex: Typische Position von Weibchen
(links) und Männchen (um das Vorderende des
Weibchens geringelt) bei der Paarung.
© Jana Bingemer, Senckenberg Museum Görlitz

Görlitz, den 09.12.2016. Senckenberg-Wissenschaftler haben erstmals die Fortpflanzung von Bärtierchen dokumentiert. Im Rahmen einer Studie zum Lebenszyklus der Bärtierchen-Art Isohypsibius dastychi gelang es dem Görlitzer Wissenschaftlerteam in Kooperation mit der Universität Stuttgart das Sexualverhalten der winzigen Tiere auf Video festzuhalten. Sie zeigen, dass sich die achtbeinigen Tiere bis zu einer Stunde lang paaren und dabei ein sehr komplexes Vorspiel vollziehen. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal „Zoological Journal of the Linnean Society“ erschienen.  

Bärtierchen sind faszinierende Lebewesen: die winzigen Tiere mit ihrer namensgebenden, langsam tapsigen Fortbewegungsweise haben sich an vielfältige Lebensräume angepasst. Weltweit sind sie im Meer, Süßwasser oder in feuchten Lebensräumen an Land zu finden – dort können sie, unter anderem wegen ihrer Fähigkeit zur Kryptobiose – einem todesähnlichen Zustand –, Trockenperioden, Kälteeinbrüche, starke Schwankungen im Salzgehalt oder Sauerstoffmangel überstehen.

(c) Jana Bingemer

(c) Jana Bingemer

Das Bärtierchen-Weibchen im Häutungshemd nach
Ablage von zwei Eiern. Anschließend zieht sich das
Weibchen zusammen und wird im nächsten Moment
beginnen nach vorne aus der Haut zu steigen.
© Jana Bingemer, Senckenberg Museum Görlitz

„Obwohl dieser Tierstamm aufgrund seiner Besonderheiten schon seit 245 Jahren im Fokus der Wissenschaft steht, ist über den Lebenszyklus und das Sexualverhalten getrennt-geschlechtlicher Bärtierchen-Arten bisher erstaunlich wenig bekannt“, erklärt Bodenzoologin Dr. Karin Hohberg vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Wir haben uns diesem Aspekt nun am Beispiel der Bärtierchen-Art Isohypsibius dastychi angenommen.“

Das Wissenschaftlerteam zeigt in der aktuell veröffentlichten Studie, dass das Paarungsverhalten der achtbeinigen Tiere komplexer ist als es bisher vermutet wurde. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit gelang es Jana Bingemer, Studentin an der Universität Stuttgart, über 30 Bärtierchen-Paare bei der Fortpflanzung zu beobachten und den Geschlechtsakt auf Video festzuhalten. „Für uns überraschend war das Vorspiel, das zwischen den Bärtierchenpaaren stattfand“, erklärt Bingemer und fährt fort: „Die Partner stimulieren sich wechselseitig: das Männchen legt sich um den Kopf des Weibchens und hält sich dort mit seinem ersten Beinpaar fest und das Weibchen stupst ihren Partner so lange leicht mit ihren stilettartigen Mundwerkzeugen an, bis dieser seinen Samen ejakuliert.“ Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach während der bis zu einer Stunde andauernden Paarung. Währenddessen legt das Weibchen ihre Eier in ihr Häutungshemd ab und steigt zuletzt aus ihrer alten Haut. Die Befruchtung findet daraufhin außerhalb der Bärtierchenkörper im Häutungshemd statt. Taucht zum passenden Zeitpunkt kein Männchen auf, häutet sich das Weibchen ohne die Eier abzulegen. Die Eier verbleiben dann im Körper und werden binnen weniger Tage resorbiert. Nichtpaarungsbereite Weibchen werden von den männlichen Bärtierchen ignoriert. „Die aktuelle Studie zeigt uns, dass sich die Bärtierchen auch in ihrem Fortpflanzungsverhalten extrem effektiv verhalten – Energie wird nur aufgewandt, wenn es sich auch lohnt“, schlussfolgert Hohberg.

Um das Sexualverhalten zu beobachten haben die Wissenschaftler weibliche von männlichen Bärtierchen getrennt und diese dann gezielt und unter Beobachtung wieder zusammengeführt – „nur so konnten wir die Paarung studieren und uns auch sicher sein, wie lange die Entwicklung nach der Eiablage andauert“, erzählt die Görlitzer Biologin Eine Gruppe wurde so bei einer Temperatur von 20 Grad, eine andere unter 12 Grad Celsius aufgezogen. Unter kälteren Bedingungen verlängerte sich die Generationszeit der Tiere von etwa 28 auf 44 Tage: die Bärtierchen waren sowohl später geschlechtsreif, als auch deutlich größer, als ihre unter wärmeren Bedingungen lebenden Artgenossen.

Link zum Video
https://www.youtube.com/watch?v=39r2ThB1A6M

Kontakt
Karin Hohberg
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 03581-47605531
  

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
  

Publikation
Bingemer, J., Hohberg, K. and Schill, R. O. (2016), First detailed observations on tardigrade mating behaviour and some aspects of the life history of Isohypsibius dastychi Pilato, Bertolani & Binda 1982 (Tardigrada, Isohypsibiidae). Zool J Linn Soc, 178: 856–862. doi:10.1111/zoj.12435

 

Auf der Roten Liste: Regenwürmer und Co
Bodentiere erstmalig in die Rote Liste Deutschland aufgenommen

Görlitz/Bonn, den 01.12.2016. Senckenberg-Wissenschaftler aus Görlitz haben maßgeblich an der Erweiterung der „Roten Liste“ Deutschlands mitgearbeitet. Erstmals wurden in der bundesweiten Liste Bodenlebewesen, wie Regenwürmer, Hundert- und Doppelfüßer aufgenommen. Um die Grundlage für die Erweiterung zu schaffen, führten die Wissenschaftler eine umfassende Bestandsaufnahme der Bodentiere durch. Die „Rote Liste“ dient zur Gefährdungsabschätzung und letztlich zum Erhalt von Tiergruppen – derzeit gelten beispielsweise zwei Regenwurmarten in Deutschland als bestandsgefährdet. Etwa 20 Prozent der Doppelfüßer und drei Arten der Hundertfüßer werden als extrem selten angesehen.

(c) Manfred Wanner
Die Regenwurmart Eisenia lucens wurde im
Jahr 2000 erstmals in Deutschland nachgewiesen.
Sie lebt im Zittauer Gebirge und scheidet bei
Reizung einen im Dunkeln fluoreszierenden
Schleim aus. © Manfred Wanner

In einem Quadratmeter Boden können bis zu hundert Millionen Tiere leben – die eher unscheinbaren und oft winzig kleinen Lebewesen tragen dazu bei, unsere Böden fruchtbar zu halten oder vor Degradierung zu schützen. „Welche dieser Bodentiere selber gefährdet sind, ist aber sehr schwer auszumachen“, erklärt Dr. Ricarda Lehmitz vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Meine Kollegen Dr. Peter Decker, Dr. Karin Voigtländer, Hans Reip und ich haben uns gemeinsam mit einem großen Autorenteam diesem Problem mit der Erweiterung der ‚Roten Liste Deutschlands’ nun zumindest teilweise angenommen.“ 

Der kürzlich vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn herausgegebene Sammelband mit Roten Listen umfasst 17 Tiergruppen und über 3.600 Taxa: Von Spinnentieren über Zikaden bis Zweiflüglern wird die Verbreitung und Gefährdung von wirbellosen Tieren eingeschätzt. Darüber hinaus bietet die Zusammenstellung wertvolle Zusatzinformationen für die Naturschutzpraxis oder zur Verantwortlichkeit Deutschlands für den weltweiten Erhalt der Arten. „Erstmalig wurden auch Bodentiere in die vom Bundesamt für Naturschutz geführte Liste aufgenommen“, ergänzt Lehmitz und fährt fort: „In den letzten zehn Jahren wurde, nicht zuletzt wegen des Bodenschutzgesetzes von 1998, die Notwendigkeit erkannt, Daten über die Gefährdung von Bodenorganis-men zu erheben.“ 

(c) Wanner Lumbricus
Der Badische Riesenregenwurm (Lumbricus
badensis)
ist mit einer Länge von 60 cm
Deutschlands größter Regenwurm. Er kommt
ausschließlich im Schwarzwald vor. 
© Senckenberg

Die Arbeit an der Roten Liste hat darüber hinaus einen schönen „Nebeneffekt“: Um eine Grundlage für die Gefährdungsabschätzung zu haben, wurden für die Tiergruppen erstmalig historische und aktuelle Bestandsaufnahmen zusammengeführt. „Für die Regenwürmer war beispielsweise vor dem neuen Rote Liste-Band nicht bekannt, wie viele Arten es in Deutschland eigentlich gibt. Heute wissen wir, dass in Deutschland 47 verschiedene Regenwurmarten nachgewiesen sind. Zwei in die Gesamtliste aufgenommene Arten – Aporrectodea smaragdina und Octodrilus argoviensis – wurden erstmalig in der Bundesrepublik nachgewiesen“, ergänzt die Görlitzer Biologin.

Zwei der 47 Regenwurmarten gelten als im Bestand gefährdet, 14 Arten sind aufgrund extremer Seltenheit gegenüber Bedrohungen, wie Versiegelung, intensiver Landwirtschaft oder globalem Klimawandel besonders anfällig und bei drei Arten war ein negativer langfristiger Trend zu beobachten. Die gute Nachricht: Über die Hälfte der gegliederten Würmer sind nach bisherigem Kenntnisstand als ungefährdet anzusehen. Die Regenwurmart Lumbricus rubellus beispielsweise zeigt über einen Zeitraum von 62 Jahren einen Rückgang um 42 Prozent – durch das derzeit noch häufige Auftreten der Tiere ist aber keine Gefährdung der Bestände zu erkennen.

Auch für weitere Bodentiere wurden Rote Listen erstellt: Bei den Doppelfüßern, einer Gruppe der Tausendfüßer, befinden sich 29 Taxa auf der Roten Liste – von diesen sind zwei vom Aussterben bedroht und zwei weitere in unbekanntem Maße gefährdet. Vier der 54 Hundertfüßerarten erhalten einen Rote Liste-Status.

Die wichtigste Datengrundlage für die Erstellung der Roten Liste war die am Senckenberg Museum für Naturkunde aufgebaute Datenbank „Edaphobase“, die Daten zu Ökologie, Verbreitung und Taxonomie verschiedener Bodentiergruppen in Deutschland enthält. Darüber hinaus wurden Literaturdaten gesammelt sowie unveröffentlichte Daten von Institutionen und Privatpersonen aufbereitet. Lehmitz hierzu: „Unsere Arbeit hat aber gezeigt, dass der Datenbestand zu Bodentieren häufig mangelhaft ist. Ich sehe hier nach wie vor großen Forschungsbedarf. Es müssen umfassende Monitoring-Programme zur Erfassung von Bodentieren über längere Zeiträume und in allen Habitaten erfolgen, um deren Schutz zu gewährleisten.“

Text
Judith Jördens, Pressestelle Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Frankfurt/Main

Ansprechpartnerin
Dr. Ricarda Lehmitz
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Sektion Oribatida
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Am Museum 1
02826 Görlitz
Tel. 03581-4760-5570

Publikation
Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 4: Wirbelose Tiere (Teil 2). ISBN: 978-3-7843-5474-3

Links
Rote Liste: https://www.bfn.de/0322_veroe.html#c186248
www.senckenberg.de/goerlitz
www.edaphobase.org

 

Wie geht es unseren Böden? – Vortrag im Senckenberg Museum

Bodenatlas

Anlässlich der Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – unsere Böden“ veranstaltet das Senckenberg Museum am 13. Dezember gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung einen Vortrag zur Situation der Böden in Ostdeutschland. Referent ist Roland Bischof von der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft aus Jena. Er stellt Teile des von der Böll-Stiftung erarbeiteten Bodenatlas‘ vor.
Der Boden ist eine Ressource, die nur in begrenztem Maße zur Verfügung steht, aber vielfältigen Nutzungen unterliegt, die seine Funktionen beeinträchtigen. Große Flächen werden nach wie vor für den Straßenbau versiegelt, Ackerfläche für den Anbau Nachwachsender Rohstoffe beansprucht und auch die Landwirtschaft selbst wird immer intensiver betrieben. Geht dem Boden „die Luft aus“? Schädliche Bodennutzungen wirken lange nach, denn der Boden vergisst nur langsam, egal, ob es sich um Schadstoffeinträge oder mechanische Beeinflussungen handelt. Dabei verringert sich die Fläche nutzbarer Böden dramatisch bei steigender Weltbevölkerung. Der Vortrag von Roland Bischof greift einzelne Punkte des Bodenschutzes auf und diskutiert sie am Beispiel der Bodennutzung in Ostdeutschland.

 

 

DI 13. Dezember 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum/Seminarraum (Seiteneingang)
Ökologie und Ökonomie – zur Situation der Böden in Ostdeutschland
Vortrag von Roland Bischof, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland, Jena
Der Eintritt kostet 2 €.
Mehr erfahren: https://www.boell.de/de/bodenatlas /dieduennehautdererde

 

Vortrag zu Erdbeeren im Naturkundemuseum

Senckenberg Görlitz Erdbeere
Fruchtvielfalt Erdbeere (c) Olbricht/privat

Zugegeben: Es ist nicht gerade die typische Zeit für Erdbeeren. Die gibt es jetzt nur aus dem Gewächshaus oder als Überseetransport. Vielleicht ist es aber genau die richtige Zeit, sich einmal Gedanken darüber zu machen, woher unsere Lieblingsfrüchte eigentlich stammen? Darüber berichtet der Erdbeerzüchter Klaus Olbricht am 6. Dezember um 19:30 Uhr im Seminarraum des Görlitzer Naturkundemuseums.
Die Kulturerdbeere entstand als europäisches Kind amerikanischer Eltern durch eine zunächst zufällige Artkreuzung Mitte des achtzehnten Jahrhunderts. Danach setzte eine intensive Züchtungsarbeit ein mit dem Resultat, dass die Erdbeere heute das wichtigste Beerenobst weltweit ist. Allerdings wird der Geschmack der heute im Handel erhältlichen Erdbeersorten zunehmend als negativ beurteilt. Der Vortrag nennt die Ursachen dafür und zeigt Wege auf, wie moderne Züchtungsforschung aromatische Erdbeersorten hervorbringt.

DI 6. Dezember 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum/Seminarraum (Seiteneingang)
Erdbeersorten im Wandel der Zeit – 250 Jahre Züchtungsgeschichte
Vortrag von PD Dr. Klaus Olbricht, Hansabred GmbH Dresden
Der Eintritt kostet 2 €.

 

Görlitzer Präparatorinnen restaurieren in der Mongolei

Vom 01. bis 11. November 2016 hielten sich zwei Präparatorinnen des Senckenberg Museums für Naturkunde, Görlitz in Ulan Bator auf, um gemeinsam mit mongolischen Kollegen Vogelpräparate zu restaurieren und zu konservieren. Die Vögel, die zum Teil 100 Jahre alt sind, wurden zuerst fotografiert und katalogisiert, bevor etliche Schäden, zum Teil mit speziellen Materialien, repariert wurden. Einige der verbliebenen Schäden werden erst nach umfangreichen Recherchen beseitigt werden können. Dies soll im nächsten Frühjahr passieren. Die Tiere, die jetzt schon fertig geworden sind, dürfen wieder an ihren Standort in den Glaskästen des Museums.

Die deutsch-mongolische Zusammenarbeit im Bereich Biologie/Zoologie blickt auf eine über 50-jährige Tradition zurück.

Quelle: Deutsche Botschaft Ulan Bator - http://www.ulan-bator.diplo.de/Vertretung/ulanbator/de/06/Kutur-und-Archeologie/2016-Vogelpr_C3_A4parate.html

 

Senckenberg: Neues Veranstaltungsprogramm erschienen

Cover Winterprogramm

Vierundzwanzig gute Gründe die warme Stube zu verlassen, liefert das gerade erschienene Winterprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Insbesondere Reiseberichte z.B. nach Zypern, Japan, Irland oder Hiddensee lohnen einen Vortragsbesuch. Es geht aber auch um die Himmelsscheibe von Nebra, fiese Bettwanzen und niedliche Igel. Das Programm ist im Naturkundemuseum erhätlich und kann hier herunter geladen werde.

Den Auftakt der Reisevorträge macht am 9. Dezember der Fotograf und Reisejournalist Karl-Heinz Trippmacher mit seinen Eindrücken von „Zypern – Insel der Götter“. Er bereiste die Insel zu verschiedenen Jahreszeiten, wanderte in den Gebirgen, entlang der Klippenküste, besuchte stille Klöster und quirlige Badeorte. Der Vortrag ist mit Musik und Originaltönen unterlegt.

 

 

 

FR 9. Dezember 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Zypern – Insel der Götter
Reisevortrag von Karl-Heinz Trippmacher, Radebeul
Der Eintritt kostet 2 €.

 

28.11.2016

Feuerzangenbowlenabend

Feuerzangenbowlenabend Görlitz

Am Freitag, den 2. Dezember lädt der Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz e.V. zum traditionellen Feuerzangenbowlenabend mit selbstgemachten Glühwein und Gebäck in das Humboldthaus ein. Vor der Filmvorführung des Rühmann-Klassikers „Die Feuerzangenbowle“ erwartet die Besucher wie gewohnt eine Vorlesung „der anderen Art“ des Förderkreisvorsitzenden Thomas Neumann.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr. Bitte eigenen Trinkbecher mitbringen!

Karten zu 6 Euro sind ab sofort an der Museumskasse des Senckenberg Museums für Naturkunde am Marienplatz erhältlich.

FR 2. Dezember 2016 | 19:30 Uhr | Humboldthaus
»Feuerzangenbowlenabend«
mit Thomas Neumann, Prof. Dr. Willi Xylander und dem Rühmann-Klassiker »Die Feuerzangenbowle«
Eine Veranstaltung des Förderkreis Naturkundemuseum Görlitz mit Vortrag, Filmvorführung und heißen Getränken.
Kosten: 6,00 € pro Person (inkl. Getränke und Gebäck) an der Museumskasse

 

Bund fördert Pilotprojekt "Museum 4.0"

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat Ende letzter Woche die Förderung des Projektes "Museum 4.0 ‑ Digitale Strategien für das Museum der Zukunft" beschlossen. An dem von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geleiteten Projekt sind als Partner auch das Deutsche Aus‑wandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum München, die Fastnachtsmuseen Langenstein und Bad Dürrheim mit weiteren Museen der schwäbisch‑alemannischen Fasnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz beteiligt.

Museum 4.0 ist ein visionär ausgerichtetes Pilotprojekt, in dem innovative Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technologien für Museumsarbeit in einem gemeinsamen virtuellen Raum entwickelt und erprobt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Vermittlung, Kommunikation, Interaktion und Partizipation. Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten sollen auch für eine flexible Nachnutzung durch andere Museen aufbereitet werden. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird mit zunächst 5 Millionen Euro gefördert.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK, sagt: "Wir befinden uns in einer entscheidenden Umbruchphase auf dem Weg zum digital kompetenten Museum der Zukunft. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern suchen wir nach neuen Möglichkeiten, für die Museen zusätzliche Zielgruppen zu erschließen, in stärkeren Austausch mit Besucherinnen und Besuchern zu treten und individualisierte Vermittlungsangebote zu erarbeiten. So können Museen ganz neue Wirkung entfalten, was auch für die Neupräsentation unserer Sammlungen im künftigen Humboldt Forum von entscheidender Bedeutung sein wird. Alle Sammlungen werden sich im virtuellen Raum völlig neu verknüpfen und auf innovative Weise zugänglich machen lassen."

Projektleiter Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin, ergänzt: "Die digitale Transformation ist aktuell eine der größten Herausforderungen für kulturerhaltende Institutionen. Museum 4.0 wird uns in die Lage versetzen, diejenigen digitalen Instrumente zu entwickeln und zu testen, die neue museale Erfahrungs‑räume erschließen und das Museum der Zukunft noch besser mit seinen Besuchern interagieren lassen."

Projektpartner

Die an "Museum 4.0" beteiligten Einrichtungen stehen im Hinblick auf ihre Sammlungsbestände sowie ihr institutionelles Profil stellvertretend für die Bandbreite der Museen in Deutschland. Sie bilden damit auch das Spektrum der Chancen und Herausforderungen ab, die sich aus der Anwendung neuartiger digitaler Technologien für die museale Vermittlungsarbeit ergeben.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihre Staatlichen Museen zu Berlin sind an "Museum 4.0" in enger Kooperation mit der Gründungs‑intendanz des Humboldt Forums beteiligt und für die wissenschaftliche Steuerung, Koordination und Verwaltung des Verbunds verantwortlich.
Das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven ist Deutschlands einziges Migrationsmuseum: Es präsentiert sowohl 300 Jahre Geschichte der deutschen Überseewanderung als auch die der europäischen Einwanderung nach Deutschland. Es sammelt biographische Konvolute von Aus‑ und Einwandererfamilien, die auch durch Oral‑History‑Interviews ergänzt werden. Das Haus steht nicht nur in engem Kontakt mit den Migranten, sondern vermittelt auch verstärkt interkulturelle Kommunikationskompetenzen für das Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft.
www.dah‑bremerhaven.de

Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik ist das weltweit größte Technikmuseum und ein international führendes Zentrum für die Erforschung der wissenschaftlich‑technischen Kultur. Neben dem 1925 eröffneten Haupthaus auf der Münchner Museumsinsel verfügt es über mehrere Zweigmuseen. Die Forschungsinfrastruktur des Museums umfasst neben den Sammlungen von weit über 100.000 Objekten das im deutschsprachigen Raum führende Spezialarchiv zu Naturwissenschaft und Technik und die Bibliothek, die international über den größten Bestand an Original‑ und Sekundärliteratur zur Technik‑ und Wissenschaftsgeschichte verfügt.
www.deutsches‑museum.de

Das Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein wurde 1969 als erstes seiner Art eröffnet und bietet einen umfassenden Eindruck von Fasnacht und Brauchtum (www.fasnachtsmuseum.de). Das Fasnachtsmuseum "Narrenschopf" Bad Dürrheim ist mit einer Ausstellungsfläche von 1.200 qm wohl das Größte seiner Art (www.narrenschopf.de). Das Museum beschreibt die Geschichte schwäbisch‑alemannischer Fasnacht und zeigt deren Figuren. Die beiden Museen sollen mit weiteren kleineren Museen der schwäbisch‑alemannischen Fasnacht Kooperationen zur Umsetzung des Projekts "Museum 4.0" eingehen, um die Vielfalt des immateriellen Weltkulturerbes "Schwäbisch‑alemannische Fasnacht" abzubilden.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG) verfügt über ca. 6,5 Millionen Sammlungsobjekte, der Senckenberg‑Verbund über 40 Millionen, vor allem aus den Gebieten Zoologie, Botanik, Paläontologie und Geologie. Das SMNG betreibt ein modernes Naturkundemuseum, das vor allem zu naturwissenschaftlichen, aber auch zu historischen Themen mit  naturwissenschaftlichem Hintergrund erfolgreiche internationale Wanderausstellungen mit innovativen medialen Präsentationen produziert hat.
www.senckenberg.de/goerlitz

Ingolf Kern
Direktor der Abteilung Medien und Kommunikation Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Dr. Stefanie Heinlein
Pressesprecherin / Stellvertreterin des Direktors der Abteilung Medien und Kommunikation Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Von‑der‑Heydt‑Str. 16‑18
10785 Berlin

Fon:  +49 30 266‑41 1440
Fax:   +49 30 266‑31 1440
i.kern@hv.spk‑berlin.de
www.preussischer‑kulturbesitz.de

15. November 2016

Spitzenbilder der Unterwasserfotografie im Senckenberg Museum Görlitz


Foto: Hechte sind beliebte Fotomotive, da sie als Lauerjäger an einer Stelle verharren und den Fotografen oftmals nahe herankommen lassen. © Bernhardt Conrad, Kamera Louis Boutan 2016 Platz 1
Foto: Hechte sind beliebte Fotomotive, da sie als
Lauerjäger an einer Stelle verharren und den
Fotografen oftmals nahe herankommen lassen.
© Bernhardt Conrad, Kamera Louis Boutan 2016,
Platz 1

Seit zwanzig Jahren präsentiert das Senckenberg Museum für Naturkunde gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sporttaucher die Siegerbilder der Meisterschaften der Unterwasserfotografie »Kamera Louis Boutan«. In diesem Jahr beteiligten sich dreiundzwanzig Taucher an einem Vor-Ort-Wettbewerb in einem ehemaligen Steinbruch bei Herborn in Hessen. Die Eröffnung der 11. Leben-unter-Wasser-Ausstellung findet am Sonnabend, den 26. November um 18:00 Uhr im Naturkundemuseum statt. Die Teilnahme an der Vernissage ist kostenlos.
Am vorhergehenden Abend, Freitag, den 25. November, hält Dr. Christoph Giese, stellvertretender Fachbereichsleiter »Visuelle Medien« im Verband Deutscher Sporttaucher einen Abendvortrag über „Steinbruchseen und Tagebaulandschaften – die Natur kommt zurück“. Beginn ist um 19:30 Uhr im Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz (Eintritt 2 €).

  Durch die enge Anbindung an den Welttauchsportverband CMAS ist der Wettbewerb „Kamera Louis Boutan“ die maßgebliche Veranstaltung in Deutschland für alle UW-Foto- und Videografen, die sich international auf allerhöchstem Niveau messen möchten.
Louis Boutan gilt als Vater der Unterwasserfotografie, seit er 1893 die ersten Aufnahmen in den Tiefen des Mittelmeers machte. In seinem Namen veranstaltet der Verband Deutscher Sporttaucher mit seiner Abteilung »Visuelle Medien« alle zwei Jahre die Internationalen Offenen Deutschen Meisterschaften der Unterwasserfotografie, die er gemeinsam mit dem Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz als Wanderausstellung präsentiert.

  15. November 2016

 

Sonderführungen im Senckenberg Museum

Duenne Haut der Erde Senckenberg Görlitz
Foto: J. Gitschmann/Senckenberg

Anlässlich der neuen Bodenausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz hat sich das Projektteam drei besondere Führungen einfallen lassen:

Am Donnerstag, den 24. November, 19:30 Uhr, können Erwachsene bei einer Feierabendführung mit einem Glas Wein in die faszinierende Welt der oft bizarren Bodenbewohner eintauchen.

Am Sonntag, 27. November gibt es um 16:00 Uhr eine Familienführung durch das so genannte „Reich der Minimonster“.

Duenne haut der erde senckenberg görlitz
Foto: J. Gitschmann/Senckenberg

Und auch junge Mamas und Papas erfahren bei einer Vormittagsführung am 29. November um 10:00 Uhr etwas über die kleinen Krabbeltiere unter unseren Füßen, wie sie ihren Nachwuchs großziehen und was guten Boden ausmacht.

In der Ausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ erleben Besucher hautnah die fantastische Vielfalt der Lebewesen unter unseren Füßen und finden heraus, warum diese Orga-nismen so wichtig für uns Menschen sind. Sie lernen verschiedenen Bodentypen kennen, welchen Gefahren die dünne Haut der Erde ausgesetzt ist und verschiedene weltweite Vorhaben zu ihrem Schutz.

Die Ausstellung ist noch bis 8. Januar 2017 im Senckenberg Museum für Naturkunde am Marienplatz zu sehen. Für alle drei Führungen ist eine Anmeldung von Vorteil: 03581-47605220 oder post-gr@senckenberg.de

DO 24. November 2016 | 19:30 Uhr | Abendführung | Museum, Seiteneingang
„Die faszinierende Welt von Kugelspringer & Co.“
Abendführung bei einem Glas Wein durch die Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“
Kosten: 6,00 € pro Person

SO 27. November 2016 | 16:00 Uhr | Familienführung | Museum
„Im Reich der Minimonster“
Führung durch die Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ für die ganze Familie
Kosten: Museumseintritt zzgl. 1,00 € Führungsgebühr pro Person

DI 29. November 2016 | 10:00 Uhr | Vormittagsführung | Museum
„Asselmamas und Regenwurmpapas? – Elternzeit im Boden“
Führung für Eltern mit Babys durch die Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“
Eintritt zum Museumseintritt

 

Familienfest im Senckenberg Museum

Museumsfest2016

Zu seinem jährlichen Familienfest lädt der Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz am Sonnabend, den 12. November, von 15:00 bis 20:00 Uhr in das Museum am Marienplatz ein.

Die Besucher erwartet ein buntes Programm rund um die derzeitigen Sonderausstellungen. Um 15:30 und 17:30 Uhr führt die Berliner Puppenspielerin Susi Claus Janoschs „Das Apfelmännchen“ für Kinder ab 4 Jahren auf. In jeder Ecke des Museums haben die MuseumsmitarbeiterInnen und WissenschaftlerInnen Bastelstände vorbereitet, es gibt Kinderschminken, Experimente mit Obst und wer sich traut, kann der einen oder anderen Vogelspinne näher kommen. Im Vivarium können die Besucher ihre Favoriten beim Kakerlakenrennen küren.

Für das leibliche Wohl sorgen die Mitglieder des Förderkreises des Museums, die Kaffeerösterei Büttner sowie Schüler der Szkola Ebersbach-Neugersdorf. Musikalisch umrahmt wird das Fest von der Görlitzer Band Swingtime.

Eintritt zu den regulären Museumspreisen: Familienkarte 6 € / Erwachsene 3 € / ermäßigt 2 € / Kinder (bis 16 Jahre) 1 €

 

Frische Früchtchen für Genießer Abendführung mit Verkostung im Senckenberg Museum

Am 4. November lädt das Senckenberg Museum in Zusammenarbeit mit der Apfelschmiede Striese zu einer Abendführung mit Verkostung ein. Die Besucher erhalten Einblick in die derzeitige Sonderausstellung „Äpfel – in aller Munde!“. Anschließend wird der eigene Geschmackssinn bei der Verkostung verschiedener Apfelsorten, sortenreiner Apfelsäfte und höherprozentiger Produkte auf die Probe gestellt. Grit Striese von der Apfelschmiede in Daubitz bei Rietschen wird dabei die Geheimnisse ihrer handgemachten Erzeugnisse selbst erläutern.

Die Kosten betragen 8 Euro pro Person. Um Voranmeldung bis 1.11. unter 03581-47605220 oder wird gebeten. - Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Die Sonderausstellung widmet sich dem Thema „Apfel“ aus verschiedenen Perspektiven. So stehen zum einen regionale alte Obstsorten und lokale Initiativen zu ihrem Erhalt im Fokus der Schau. Aber auch der Apfelbaum im Jahresverlauf, seine Bewohner und Nutzer sowie der Apfel in der Kulturgeschichte werden betrachtet. Bis zum 20. November ist sie noch im Görlitzer Naturkundemuseum zu sehen.

Freitag, 4. November 2016 | 19:00 Uhr | Abendführung | Museum
„Frische Früchtchen für Genießer“
Führung durch die Sonderausstellung „Äpfel – in aller Munde!“ und
Verkostung sortenreiner Apfelsäfte und höherprozentiger Produkte
mit Grit Striese, Apfelschmiede Rietschen

 

Vielfalt Apfel - Sortenschau im Görlitzer Naturkundemuseum

B. Schlitt
Foto: Bettina Schlitt

Die Deutschen sind große Apfelfreunde – rund 250 Stück verzehrt jeder im Schnitt. Meistens gehören sie zu den wenigen Sorten, die im Super- oder auf dem Wochenmarkt angeboten werden. Dabei sind aus Deutschland rund 2.000 Apfelsorten bekannt, die sich u.a. im Geschmack, Reifezeit, Lagerfähigkeit deutlich voneinander unterscheiden. Die Veredlung von Äpfeln hat in der Oberlausitz eine lange Tradition. Schon 1834 gründete sich in Zittau der Verein zur Beförderung des Obstbaues in der Oberlausitz. Allerdings ist bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten, welche Apfelsorten eigentlich in ihrem Garten gedeihen.

Anlässlich der Sonderausstellung „Äpfel – in aller Munde“ veranstaltet das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz eine Apfelsortenschau- und –bestimmung, für die der renommierte Pomologe Klaus Schwartz von der Baumschule Schwartz in Löbau gewonnen werden konnte. Er wird rund sechzig verschiedene Apfelsorten vorstellen und mitgebrachte Äpfel bestimmen. Diese sollten von verschiedenen Stellen des Baumes (Sonne/Schatten, außen/innen) stammen, um Färbungsunterschiede sichtbar zu machen.

Sonnabend, 22. Oktober 2016 | 10 - 17 Uhr | Senckenberg Museum für Naturkunde, Marienplatz, Görlitz (Seminarraum)
„Apfelsortenschau und –bestimmung“
mit Klaus Schwartz, Baumschule Schwartz Löbau
Der Besuch der Schau ist im Museumseintritt inbegriffen.  

Weiterführende Informationen: www.senckenberg.de/apfelausstellung http://www.oberlausitz-stiftung.de http://pomologen-verein.de/sachsen.html http://www.baumschule-schwartz.de/

 

Einmal Feuerland und zurück
Benefiz-Vortrag im Humboldthaus

Zum wiederholten Male laden Petra und Jens Schröter zu einem Benefiz-Vortrag für das Lischa-Projekt in das Humboldthaus ein. Am Freitag, den 21. Oktober 2016, 19:30 Uhr, berichten sie unter dem Motto „Einmal Feuerland und zurück“ von den Schönheiten Patagoniens.

Im November 2015 bereisten die beiden Görlitzer diese im südlichsten Zipfel von Südamerika gelegene und auch als „schönste Schlechtwetterzone unserer Erde“ bekannte Region. Beginnend mit Zeltcamps an den beeindruckenden Felsmassiven des Fitz Roy und Cerro Torre erzählen sie von mehrtägigen Wanderungen in den Nationalparks Los Glaciares und Torres del Paine, die sie die Flora und Fauna der Region hautnah erleben ließen. Sie führen uns zum gewaltigen Perito-Moreno-Gletscher (UNESCO-Weltnaturerbe) und weiter bis an das Ende der Welt nach Ushuaia - der auf Feuerland gelegenen, südlichsten Stadt der Erde.

In Bild und Ton nehmen sie die Besucher mit in eine raue, vom Wind geprägte Landschaft, zu türkisblauen Gletscherseen und mächtigen Felsformationen. Für die Veranstaltung gilt in nun schon gewohnter Weise „Eintritt frei“, um freiwillige Spenden zu Gunsten des LiScha-Projektes in Nepal wird gebeten.

Freitag, 21. Oktober 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz 
„Patagonien – Einmal Feuerland und zurück“
Benefizvortrag zugunsten des LiScha-Projektes in Nepal von Jens und Petra Schröter, Görlitz

Weiterführende Links: www.lischa-himalaya.org/

Patagonien-Vortrag

 

Vom Siemens- und anderen Elchen - Vortrag im Senckenberg Museum über Elche in Deutschland

 (c) Striese
Porträt des Elchbullen Toke aus Dauban
Foto: Michael Striese

Im August 2014 erregte die Rettungsaktion eines Elches aus einem Dresdner Bürogebäude das Interesse der breiten Öffentlichkeit. Der Wiederfreilassung des Tieres wurde damals der Vorzug gegenüber einem Abschuss gegeben. Ein Glücksfall für die Forschung, denn der „Ole“ genannte Jungbulle liefert - Dank eines GPS-Senders - nun Daten über seine Wanderungen bis zur polnischen Ostsee.

In seinem Vortrag spricht der Rietschener Michael Striese über die Einwanderung von Elchen nach Deutschland und ihre ursprüngliche Verbreitung. Außerdem stellt der Biologe das Landschaftspflegeprojekt „Elche im Daubaner Wald“ vor, das er seit Jahren betreut. Historische Aspekte runden das Bild ab, denn schon Julius Caesar berichtete in seinem Werk über den Gallischen Krieg 50 v. Chr. von unserem größten heimischen Hirsch.

Dienstag, 18. Oktober 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum (Seiteneingang
»Elche in Deutschland – vom Siemens-Elch und anderen« 
Vortrag von Michael Striese, Rietschen
Eintritt 2,- €

 

Erzählabend mit dem mongolischen Schriftsteller Galsan Tschinag

Tschinag

Der mongolische Schriftsteller, Dichter und Schamane Galsan Tschinag ist auf Einladung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz am 14. Oktober, 18:00 Uhr mit einer Lesung im Görlitzer Humboldthaus zu Gast. An diesem Abend stellt er sein neues Buch „Ohne die Tat ist alles nur Geplapper“ vor. Der deutschsprachige Schriftsteller wird aus seinem Leben, seiner Heimat und von seinen Reisen erzählen und lässt dabei durch seine reiche Sprache unvergessliche Bilder entstehen. Der Eintritt kostet 6 Euro.

Am darauffolgenden Tag, Sonnabend den 15. Oktober, leitet Galsan Tschinag von 10 bis 18 Uhr das Seminar „Heilweisen, die Körper, Geist und Seele berühren“ im Kultursaal im Bahnhof Görlitz. Anmeldungen und weitere Informationen zu dieser Veranstaltung: Rolf Berndt, Rolf.Berndt@goerlitz.net oder Tel. 03581-4760-5120. Infoflyer hier.

Galsan Tschinag lebt und arbeitet in Deutschland und seiner Heimat der Mongolei, wo er das Oberhaupt des Volkes der Tuwa ist. In Leipzig studierte er Germanistik und erhielt zahlreiche deutsche Literaturpreise. Tschinag engagiert sich mittels einer Stiftung für notleidende Nomaden in der Mongolei. Neben seinem Ruf als Schriftsteller ist er insbesondere als Schamane und Heiler bekannt.

Freitag, 14. Oktober 2016 | 18:00 Uhr | Außer der Reihe | Humboldthaus
„Ohne die Tat ist alles nur Geplapper…“
Lesung mit dem mongolischen Schriftsteller, Dichter und Schamanen Galsan Tschinag
Eintritt: 6,- €
Eine Veranstaltung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz.

Weiterführende Informationen:
http://galsan-tschinag.de

 

Sonderöffnung und Kinderprogramm während der Herbstferien im Naturkundemuseum

Das Görlitzer Naturkundemuseum ist während der Herbstferien täglich, auch montags, von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Neben den Dauerausstellungen sind derzeit zwei Sonderschauen zu sehen. Die „Dünne Haut der Erde“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise in unsere Böden und „Äpfel – in aller Munde“ befasst sich mit dem Lieblingsobst der Deutschen.

Die Museumspädagogik bietet an verschiedenen Tagen nachmittags Programme für Kinder ab sechs Jahren an. Darin geht es um Tiere im Boden, Äpfel, die Natur im Herbst und Herbstbasteleien. Das detaillierte Programm gibt es hier oder telefonisch unter 03581 - 47 60 52 11.

Sonderveranstaltungen:

SO, 2. Oktober 2016 | 16:00 Uhr | Familienführung 
Im Reich der Minimonster
Führung durch die neue Bodenausstellung für die ganze Familie
Kosten: 1,00 € Führungsgebühr pro Person

MO, 10. Oktober 2016 | 15:00 Uhr | Großeltern-Enkel-Nachmittag
Im Reich der Minimonster
Führung durch die neue Bodenausstellung für Großeltern mit ihren Enkeln, anschließend werden Bodenorganismen am Mikroskop untersucht.
Kosten: Museumseintritt zzgl. 1,00 € Führungsgebühr pro Person

 

Eintauchen in die Welt der Minimonster
- Familienführung im Senckenberg Museum

S. Tränkner
(c) Sven Tränkner

Tagtäglich laufen wir auf ihm herum – dem Boden. Dabei ist dem Menschen oft nicht bewusst, dass in ihm unzählige fleißige kleine Lebewesen wohnen, die dafür sorgen, dass wir nicht im „Biomüll“ aus Blättern und Ästen untergehen. Erst durch ihre Tätigkeit können wir Getreide, Mohrrüben und Kartoffeln ernten.

Im Rahmen einer Familienführung am 2. Oktober lädt Museumspädagogin Petra Vaßmers zum Kennenlernen der oft bizarren Bodenbewohner ein. In der aktuellen Sonderausstellung »Die dünne Haut der Erde – unsere Böden« und an der Bodensäule des Museums begibt sie sich auf Spurensuche in die sonst verborgene Welt der „Minimonster“.

Für Großeltern und ihre Enkel bietet das Naturkundemuseum in den Herbstferien einen Nachmittag an, gemeinsam in die Welt der Bodenbewohner einzutauchen und diese anschließend am Mikroskop zu untersuchen. Die Veranstaltung findet am 10. Oktober, 15 Uhr statt.

SO, 2. Oktober 2016 | 16:00 Uhr | Familienführung 
Im Reich der Minimonster
Führung durch die neue Bodenausstellung für die ganze Familie
Kosten: 1,00 € Führungsgebühr pro Person

MO, 10. Oktober 2016 | 15:00 Uhr | Großeltern-Enkel-Nachmittag
Im Reich der Minimonster
Führung durch die neue Bodenausstellung für Großeltern mit ihren Enkeln, anschließend werden Bodenorganismen am Mikroskop untersucht.
Kosten: Museumseintritt zzgl. 1,00 € Führungsgebühr pro Person

In den Herbstferien ist das Museum von Montag bis Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

 

Was hat das Universum mit mir zu tun?
- Astronomievortrag im Humboldthaus

Eigentlich lebt der Mensch in einem höchst lebensfeindlichen Universum: unzählige Plasmasterne mit gewaltigen Temperaturen, Pulsare mir zerstörerischen Magnetfeldern und die ewig hungrigen Schwarzen Löcher, die scheinbar nur danach trachten, alles zu verschlingen was sich in ihre Nähe wagt, machen es der Entwicklung des Lebens schwer. Dennoch gibt es uns, und wir Menschen sind sogar Kinder der Sterne, denn wir bestehen zu etwa 92 Prozent aus den chemischen Elementen, die im Inneren der Sterne fusioniert werden.

Der Mathematiker, theoretische Physiker, Kosmologe und Grundlagenforscher Josef M. Gaßner erklärt in seinem Vortrag die Zusammenhänge, die das Leben auf der Erde überhaupt ermöglicht haben.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Senckenberg und dem Förderverein Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz e.V.
Der Eintritt kostet 2 €, für Schüler frei.

30. September 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Was hat das Universum mit mir zu tun?
Vortrag von Dr. Josef M. Gaßner, Ergolding
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Förderverein Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz e.V.

 

Die stärksten Tiere der Welt –
Vorlesung über Ameisen in der Görlitzer Kinderakademie

B. Seifert
(c) Bernhard Seifert

Die Waldameise ist nützlich, denn sie frisst schädliche Insekten – Ameisen stören in der Küche, denn sie mögen unser Essen und besonders gern Süßes. Ameisen sind die stärksten Tiere der Welt, Ameisen sind sehr gut organisiert. Ameisen haben eine Königin und führen Krieg gegen andere Ameisenvölker. Was ist dran, an diesen Aussagen? In der nächsten Vorlesung der Kinderakademie am 30. September stellt der Görlitzer Ameisenforscher Roland Schultz die Superlative seiner Tiergruppe vor und gibt Einblicke in ihre fantastische Lebensweise.

Die 45-minütige Vorlesung für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren findet im Humboldtsaal des Naturkundemuseums (Platz des 17. Juni 2) statt. Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt am besten über eine Anmeldung unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605210.

Weitere Infos unter: www.hszg.de/kinder

FR, 30. September 2016 | 16:00 Uhr | Kinderakdemie | Humboldthaus
Organisation ist alles – das faszinierende Leben im Ameisenstaat
Vorlesung für Kinder von Dr. Roland Schultz, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Sektion Pterygota

 

Vortrag über bedrohte Süßwassermuscheln

Muscheln gibt es nicht nur im Meer, sondern auch im Süßwasser, wie Wasserratten zuweilen schmerzhaft beim Baden feststellen müssen. Durch Gewässerausbau- und -verschmutzung schrumpfen die Muschelbestände überall in Europa. Ted von Proschwitz, Biologe am Naturkundemuseum in Göteborg, stellt in einem Fachvortrag im Senckenberg Museum die derzeitige Situation in Schweden vor. Von den sieben einheimischen Muschelarten sind bereits drei in ihrem Bestand bedroht. Proschwitz erläutert, wie Muschelbestände erfasst und überwacht werden und welche Maßnahmen man zu ihrem Schutz durchführt.

Die Lausitz ist übrigens in diesen Tagen Treffpunkt der deutschen Malakologen, so nennen sich die Erforscher von Weichtieren wie Muscheln, Schnecken und Tintenfischen. Die deutsche Malakozoologische Gesellschaft tagt vom 23. bis zum 25. September auf Einladung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal. Neben Vorträgen steht die Erfassung von Schnecken und Muscheln der Oberlausitz im Fokus des Treffens.

DI, 27. September 2016 | 14:00 Uhr | Kolloquium | Museum/Seminarraum
Zoogeographie und Ökologie der schwedischen Süsswassermuscheln
(Margaritiferidae, Unionidae und Dreissenidae)

Fachvortrag vom Ted von Proschwitz, Senior-Kurator für die Abteilung
Invertebraten am Naturkundemuseum Göteborg, Schweden
Der Eintritt ist frei.

 

Woher kommen unsere Görlitzer Äpfel

E. Adler
Apfelernte im Stadtgut Görlitz 
Foto: Enrico Adler / IGELEI.net

Äpfel aus Görlitz?! Über 20 Sorten wachsen auf den Obstanlagen des Stadtgut Görlitz am Fuße der Landeskrone. Am 27. September um 16 Uhr gibt es die Gelegenheit, mit Mitarbeitern des Stadtgutes selbst auf Entdeckungstour zwischen den Apfelbäumen zu gehen. Dabei können die interessierten Teilnehmer und Teilnehmerinnen den Weg des Apfels vom Baum bis in den Laden nachvollziehen, etwas über die verschiedenen Sorten, den Anbau und die Lagerung erfahren und mit etwas Glück selbst einen frischen Apfel vom Baum pflücken.

Treffpunkt ist 16 Uhr am Stadtgut Görlitz, An der Landeskrone 14a. Die Teilnahme ist kostenlos.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung Äpfel – in aller Munde!, die bis 20. November im Senckenberg Museum für Naturkunde zu sehen ist.

DI, 27. September 2016 | 16:00 Uhr | Exkursion | Görlitz
Vitamine vor unserer Haustür - Eine Führung durch die Obstanlagen des Stadtguts Görlitz
mit Claudia Ehrig, Stadtgut Görlitz GmbH
Treffpunkt: Stadtgut, An der Landeskrone 14 a
Dauer: ca. 60 min. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Aktionstage ANDERS MOBIL
19. bis 25. September 2016 in Görlitz

Anlässlich des autofreien Sonntags gibt es dieses Jahr eine ganze Aktionswoche in Görlitz zum Thema „anders mobil“, an der sich viele Einrichtungen aus der Stadt Görlitz beteiligen. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz beteiligt sich mit zwei Aktionen:

Aktionstage
Programm Aktionstage

DO, 22. September 2016 | 15:00 Uhr | Familienführung | Museum
In 2 Stunden zu Fuß durch die Oberlausitz 
Führung für Familien durch die Tier- und Pflanzenwelt der Oberlausitz
Teilnahme zum regulären Museumseintritt.

FR, 23. September 2016 | 16:00 Museum/16:15 Tierpark | Fahrradexkursion
Vogelbeobachtung am Berzdorfer See
mit Dr. Markus Ritz, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

 

Ostsee-Vortrag und Buchpräsentation mit Rolf Reinicke

R. Reinicke
Mönchgut auf Rügen © Reinicke

Am Freitag, dem 23. September, um 19.30 Uhr stellt der Geologe Rolf Reinicke (Stralsund) in einem Abendvortrag im Humboldthaus sein neuestes Buch "Unsere Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern" vor und präsentiert dabei die schönsten und interessantesten seiner darin verwendeten Fotos in einer beeindruckenden Bilderreise.
Die vielfältigsten Küstenlandschaften Deutschlands liegen in Mecklenburg-Vorpommern. Oft wurden sie einzeln in Bildbänden vorgestellt. Eine neuere umfassende Darstellung der gesamten Küste jedoch fehlte bisher. Diese Lücke ist nun mit einem besonderen Buch von Rolf und Matthias Reinicke geschlossen:

R. Reinicke
Foto: privat

Vor wenigen Wochen erschien im Hinstorff Verlag Rostock der mit Spannung erwartete Titel "Unsere Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern". Er gibt im DIN A4-Format mit seinen über 400 Fotos in einzigartiger Darstellungsweise eine vollständige Übersicht über die landschaftliche Schönheit und Vielfalt der einzelnen Küstenabschnitte. Es zeigt Bekanntes und weniger Bekanntes –  eine beeindruckende Bilderreise von West nach Ost, einschließlich der Bodden- und Haffküste. Zahlreiche Karten ermöglichen eine rasche Übersicht; Grafiken und ausführliche Bildtexte  sowie allgemeine Kapitel erläutern das Interessanteste über die Küstenlandschaft zwischen Trave und Swine. Durch seine sorgfältige, ungewöhnlich interessante und besonders leserfreundliche Gestaltung hebt sich dieses Buch von vielen anderen ab. Das Buch hat auf Anhieb ungewöhnlich großes Interesse gefunden und hervorragende Bewertungen erhalten.
Die beiden Autoren – der Stralsunder Rolf Reinicke (Geologe, Ostseefachmann, Landschaftsfotograf und Buchautor) und sein Sohn Matthias (Buchgestalter und Grafik-Designer) – haben bereits mehrfach ihre erfolgreiche Zusammenarbeit unter Beweis gestellt. So bei den Bestseller-Titeln des Hinstorff Verlages "Bernstein Gold des Meeres" und "Mein Ostseebuch".

FR, 23. September 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Unsere Ostseeküste – Mecklenburg-Vorpommern
Vortrag und Buchvorstellung von Rolf Reinicke, Stralsund
Eintritt: 2 € / ermäßigt 1 €

 

Flucht in die Höhe: Bodenameisen erklimmen Baumwipfel
Niedrige Temperaturen zwingen Ameisen zur Nestverlagerung

Görlitz, den 14.09.2016. Senckenberg-Wissenschaftler haben erstmalig nachgewiesen, dass bodenbewohnende Ameisen ihre Nester auf der Suche nach Wärme in die Höhe verlagern. Sie fanden mehrere Ameisennester der Schmalbrustmeise Temnothorax saxonicus in Bäumen von Dresdner Parkanlagen und konnten zeigen, dass niedrige Bodentemperaturen zu dem ungewöhnlichen Verhalten der Insekten führten. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal „Insect Science“ erschienen.  

Seifert
Die Schmalbrustmeise Temnothorax saxonicus
ist nur drei Millimeter lang.
© Senckenberg/Seifert

Kaum jemand würde wohl die Ameise als „Königin der Tiere“ bezeichnen – dabei haben sich die sechsbeinigen Tiere in den 100 Millionen Jahren ihrer Evolution an die verschiedensten Lebensräume rund um den Globus angepasst und dabei eine Vielzahl von beeindruckenden Überlebensstrategien entwickelt. „So ist es auch bei der von uns untersuchten Ameisenart Temnothorax saxonicus“, erklärt Dr. Bernhard Seifert vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Wir haben erstmalig nachgewiesen, dass diese typischerweise an der Bodenoberfläche nistende Art ihre Nester in Baumwipfeln baut, wenn es ihnen am Boden zu kühl wird.“  

Die kleine Ameise ist in Europa gut dokumentiert – an über 40 Orten in Zentraleuropa wurden Nester der zwei bis drei Millimeter großen Krabbler gefunden. „Aber an allen Lokalitäten befinden sich die Nester der Ameisen in lichten, wärmegetönten Wäldern oder Waldsäumen auf dem Boden“, ergänzt Seifert. Der Görlitzer Ameisenforscher vermutete schon länger, dass sinkende Bodentemperaturen zu einer Verlagerung der Nester von Temnothorax saxonicus führen könnten. Der Beweis hierfür konnte nun durch großen (körperlichen) Einsatz erbracht werden: Patrik Fiedler, Koautor der Studie und Wissenschaftler an der Universität Dresden absolvierte für diesen Zweck einen Baumkletter-Kurs, um auf die Suche nach den Ameisennestern zu gehen. „So konnten wir sowohl im ‚Großen Garten Dresden’ als auch im ‚Schlosspark von Pillnitz’ Nester genau diese Ameisen in den Baumwipfeln alter Eichen nachweisen“, freut sich Seifert.

Seifert2
Auf den winzigen Nesteingang am Ende eines
toten Eichenzweiges wird man nur durch
Auswürfe feinster Holzpartikel aufmerksam.
© Senckenberg/Seifert

Eine von Seifert entwickelte Temperaturmessungsmethode schafft die Voraussetzung, das ungewöhnliche Verhalten der Ameisen zu erklären: An allen Standorten mit Nestern in den Baumkronen lag die Bodentemperatur deutlich unter denen von Lokalitäten, an denen die Ameisen am Boden ihren Nachwuchs aufzogen. „Die von uns untersuchte Art lebt in relativ kleinen Kolonien mit 50 bis 300 Arbeiterinnen und benötigt für die Aufzucht der Jungtiere idealerweise Temperaturen, die im Tagesverlauf zwischen 15 und 32 Grad schwanken“, erläutert Seifert. In den untersuchten Parkanlagen lagen die maximalen, oberflächlichen Bodentemperaturen im Schnitt unter 20 Grad und variierten zudem nur wenig. Seifert fügt hinzu: "Das dichte Kronendach am Fundpunkt im ‚Großen Garten’ bzw. die immer noch weitgehend geschlossenen Baumkronen im Zusammenspiel mit einer stärker entwickelten Krautschicht im ‚Pillnitzer Park’ verhindern, dass wärmende Sonnenstrahlen die Bodenoberfläche erreichen."

Die Flucht in die Höhe – mit der Möglichkeit überhaupt noch Nachwuchs aufzuziehen – hat aber auch ihren Preis: Die Ameisen bewegten sich genau in einen Raum hinein, in dem die Konkurrenz um Nahrung und Wohnraum weit härter als am Waldboden ist. In den Baumwipfeln haben die zwei nahe verwandten Schmalbrustameisen Temnothorax affinis und Temnothorax corticalis als „professionelle“ Baumkronenbesiedler ihren angestammten Lebensraum. Auch die Aktivität der Fressfeinde dieser kleinen Temnothorax-Ameisen, wie Kleinspecht, Buntspecht oder ameisenfressende Spinnen, ist in den Baumkronen eher höher als am Boden. Dennoch zeigt die Zahl der beobachteten Neuansiedler, dass diese sich durchaus gegen die Ureinwohner des Lebensraumes behaupten können. „Es ist immer wieder interessant wie Arten im Daseinskampf Vor- und Nachteile abwägen – wir sind gespannt, was sich diese kleinen Ameisen weiterhin einfallen lassen“, resümiert Seifert.  

Kontakt:
Dr. Bernhard Seifert
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 0049-3581-4760-5600
Bernhard.Seifert@senckenberg.de  

Publikation:
Seifert, B., Fiedler, P. and Schultz, R. (2016), Escape to the high canopy – thermal deficiency causes niche expansion in a forest-floor ant. Insect Science. doi: 10.1111/1744-7917.12351

 

Buchpräsentation: Görlitz – Stadt besonderer Leistungen

Cover

Es ist bereits über sechs Jahre her, als die zwei Görlitzer Rainer Appelt und Horst Sagner begannen sich auf die Suche nach Spuren von Christoph Lüders, Hugo Meyer und weiteren Persönlichkeiten zu machen. Sie wollten einen Überblick über die Leistungen und Neuerungen erstellen, die Görlitzer Unternehmen und Institutionen in Technik, Wissenschaft und Kultur brachten. Dass sie dabei auf eine erstaunliche Vielfalt innovativer Leistungen Görlitzer Bürger bis in die heutige Zeit stießen, hatten sie nicht erwartet. Die Autoren recherchierten in Archiven, Sammlungen und Museen in Görlitz. Sie befragten Zeitzeugen in Deutschland und im Ausland, u. a. in Polen, den USA und Israel.

Am 20. September 2016 stellen sie ihr fast 300 Seiten starkes Buch mit dem Titel „Görlitz – Stadt der Erfindungen, Entdeckungen und Innovationen aus acht Jahrhunderten“ um 19:30 Uhr im Seminarraum des Senckenberg Museums für Naturkunde vor. Im Anschluss an die Buchvorstellung kann das Buch käuflich erworben werden.

„Jenes opulente, reich bebilderte und illustrierte Werk schließt eine bedeutende Lücke Görlitzer und darüber hinaus oberlausitzischer wie schlesischer Geschichte. Sie beschreiben faktenreich sehr eindrucksvoll, dass Görlitz schon immer ein Ort der Tüftler, Entdecker und Erfinder, ein Ort kunstsinniger und weltoffener Bürger war… Es bereitet einfach Freude in diesem Werk zu stöbern. Ich bin davon überzeugt, dass es viele begeisterte Leser finden wird“ Siegfried Hoche (Ratsarchivar Görlitz)

DI, 20. September 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Museum/Seminarraum
„Görlitz – Stadt besonderer Leistungen aus acht Jahrhunderten“
Vortrag und Buchvorstellung von Rainer Appelt, Görlitz
Der Eintritt kostet 2,00 € bzw. 1,00 € ermäßigt.

 

Wie macht man aus einer Zitrone Strom?

Kinderakademie

Am 16. September startet wieder die Görlitzer Kinderakademie für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Sascha Caron von den Stadtwerken Görlitz erklärt, wie die Stromerzeugung in der Stadt funktioniert, was Strom eigentlich ist und wie er vom Kraftwerk in unsere Haushalte gelangt. Doch nicht nur zuhören, sondern auch selbst experimentieren dürfen die Kinder, wenn aus einer Zitrone Strom gewonnen werden soll. 

Wie funktioniert ein Ameisenstaat? Warum ist Blut rot? Und was bedeutet Inklusion? Die 45-minütigen Vorlesungen zu diesen und weiteren Themen finden einmal im Monat immer freitags 16 Uhr abwechselnd in der Hochschule und im Humboldtsaal statt.

Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt am besten über eine Anmeldung unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605210. Wie an einer richtigen Hochschule bekommen die Kinder einen Studentenausweis und am Ende der Vorlesungsreihe ein Diplom. Für polnische Kinder werden die Vorlesungen simultan übersetzt. Eltern sind übrigens nicht zugelassen!

Weitere Infos unter: hszg.de/kinder

FR, 16. September 2016 | 16:00 Uhr | Kinderakademie | Humboldthaus
„Strom in unserer Stadt“
Vorlesung für Kinder von Sascha Caron, Stadtwerke Görlitz

 

 

Exkursion auf die Streuobstwiese der Oberlausitz Stiftung

(c) E. Adler
Foto: E. Adler / IGELEI.net

Am Samstag, den 17. September laden Bettina und Michael Schlitt zu einer Exkursion auf die Streuobstwiese der Oberlausitz Stiftung in Leuba ein. Sie zeigen den Teilnehmern die Vielfalt unseres heimischen Obstes, darunter über 100 alte Apfelsorten, 15 Birnensorten und mehrere alte Kirsch-, Pflaumen- und Pfirsichsorten. Und sie erläutern den Zweck der Stiftung, der vorwiegend darin besteht, alte Obstsorten zu sammeln und damit zu erhalten. Dabei werden insbesondere solche aus der Oberlausitz berücksichtigt. Treffpunkt ist 15:00 Uhr auf dem Parkplatz der Sporthalle in Hagenwerder. Um Anmeldung unter 03581-47605491 oder bettina.schlitt@senckenberg.de wird gebeten.

SA, 17. September 2016 | 15:00 Uhr | Exkursion | Leuba 
„Exkursion auf die Streuobstwiese der Oberlausitz-Stiftung in Leuba“
Treffpunkt: Sporthalle Hagenwerder, Dauer ca. 2 h
Anmeldungen bis 15.9. unter 0 35 81 47 60 - 5491 oder bettina.schlitt@senckenberg.de
Die Teilnahme ist kostenlos.

Exkursion in die urbane Wildnis

(c) B. Lang
Beim genaueren Hinsehen entdeckt man eine
vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in der Stadt,
wie diese junge Elster (pica pica).
Foto: Birgit Lang

Städte sind Lebensräume der Menschen, dicht besiedelt und versiegelt bilden sie das Gegenstück zur umliegenden Natur. Doch wenn wir näher hinsehen, können wir auch hier eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entdecken. Füchse, Wildschweine und Bienen haben z.B. schon längst Städte wie Berlin erobert.

Wie es in Görlitz aussieht, erfahren Interessierte am Donnerstag, dem 15. September 2016 bei einer ca. anderthalbstündigen Exkursion, die durch die westliche Innenstadt von Görlitz führt. Das Hauptaugenmerk liegt diesmal vor allem auf den Industriebrachen wie Waggonbaugelände und Hefefabrik. Zum dritten Mal laden dazu Dr. Birgit Lang und Jörg Müller vom Senckenberg Museum für Naturkunde sowie Stefanie Schindler aus Görlitz ein.

Die jungen Biologen ergründen mit den Teilnehmern die Spuren der Natur in der Görlitzer Innenstadt und schärfen den Blick für die lebendige Vielfalt, die uns umgibt. Sie machen aber auch auf die Tücken aufmerksam, denen die in der Stadt lebenden Tiere und Pflanzen ausgesetzt sind. Treffpunkt ist 17:00 Uhr am Hildegard-Burjan-Platz in Görlitz. Die Teilnahme ist kostenlos. Kinder sind ausdrücklich willkommen! Die Mitnahme eines Fernglases wird empfohlen.

DO, 15. September 2016 | 17:00 Uhr | Exkursion | Görlitz 
„Natur in der Stadt: Pflanzen und Tiere in der westlichen Innenstadt“
mit Dr. Birgit Lang, Jörg Müller und Stefanie Schindler
Treffpunkt: Hildegard-Burjan-Platz, Görlitz
Bitte Fernglas mitbringen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Wale und Vulkane – Vortrag über Hawaii

(c) K. Mohr
Foto: K. Mohr

Am Donnerstag, den 15. September berichtet die Görlitzerin Karin Mohr um 15:00 Uhr über ihre Erfahrungen und Eindrücke aus einem Jahr in Hawaii. Nicht nur touristische, sondern auch gesellschaftliche Beobachtungen und nicht zuletzt die Beobachtungen der Natur prägen diesen bilderreichen Vortrag. Die vielfältige Landschaft bezaubert durch ihre tropische Flora ebenso wie die Naturgewalt der immer noch tätigen Vulkane – einerseits eine Schönheit, andererseits eine ständige Bedrohung für die dort lebende Bevölkerung, in der der Respekt vor der Natur eine große Rolle spielt. Beeindruckend auch die riesigen Buckelwale, die vor der Küste Hawaiis ihre Kälber zur Welt bringen.

DO, 15. September 2016 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Museum/Seminarraum
„Hawaii – Wale und Vulkane“
Bildvortrag von Karin Mohr, Görlitz
Eintritt zum regulären Museumseintritt.

 

Zur Biologie unserer heimischen Wespenarten 

(c) J. Schulz
Die Deutsche Wespe (paravespula germanica)
wird oft als lästig empfunden, doch ihre Lebens-
weise kennen die meisten nicht. Foto: J. Schulz

Ob auf dem Streuselkuchen, in der Limonade oder als Nest am eigenen Haus – Wespen werden meist als lästig empfunden. Dabei sind es nur zwei von insgesamt acht in Mitteleuropa vorkommenden Wespenarten, die manchmal lästig werden können – die Gemeine und die Deutsche Wespe. Oft werden alle in einen „Wespentopf“ geworfen, obwohl jede von ihnen unterschiedliche Lebensweisen aufweist. Die größte und bekannteste Vertreterin ist die Hornisse.

Im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz gibt der Biologe Hans Jürgen Schulz am 11. September, 10:30 Uhr in einem Vortrag eine Übersicht zu allen acht sozialen Wespenarten, erläutert ihren Lebenszyklus und charakterisiert die Arten anhand von Fotos, Insektenkästen, präparierten Nestern und Videos. Gleichzeitig können die Besucher der Veranstaltung mittels eines Mikroskops die morphologischen Unterschiede einzelner Arten selbst erkennen.   

SO, 11. September 2016 | 10:30 Uhr | Sonntagsveranstaltung | Museum/Seminarraum
„Zur Biologie unserer heimischen Wespenarten“
Präsentation von Dr. Hans Jürgen Schulz, SMNG
Eintritt zum regulären Museumseintritt.

 

Seminar mit Galsan Tschinag

(c) Yves Noir 
Foto: Yves Noir

Görlitz, 31.8.2016. Der mongolische Schriftsteller, Dichter und Schamane Galsan Tschinag wird auf Einladung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz im Oktober mit einer Lesung und einem Seminar in Görlitz zu Gast sein.

Zeit seines Lebens auf Reisen, wird er uns teilhaben lassen an seinen Erfahrung, seiner Weisheit und seinen Schätzen. Wie immer wird er auch diesmal aus seinem Leben, seiner Heimat, seinem Herzen erzählen und unvergessliche Bilder in seiner reichen Sprache entstehen lassen.

Sein letztes Buch „Ohne die Tat ist alles nur Geplapper“ stellt er in einer Lesung mit Erzählabend am 14. Oktober, 18:00 Uhr im Humboldtsaal vor. Anmeldungen für das Seminar „Heilweisen, die Körper, Geist und Seele berühren“ werden bis 15. September unter Rolf.Berndt@goerlitz.net entgegengenommen. Das Seminar findet am Samstag, 15. Oktober 2016, 10 bis 18 Uhr im Kultursaal im Bahnhof Görlitz statt.

Eine Veranstaltung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz.

Download: Anmeldeflyer zum Seminar

 

Apfelausstellung im Naturkundemuseum

Rahmenprogramm Apfel
Download Rahmenprogramm

Kennen Sie den Schönen von Herrnhut oder den Schönen von Oybin? Die Namen bezeichnen keinen Lausitzer Adonis, sondern regionale Apfelsorten, die vor über einhundert Jahren bei uns vermehrt wurden. Aus Deutschland ist die enorme Anzahl von 2.000 Apfelsorten bekannt. Doch die 246 Äpfel, die jeder hierzulande im Schnitt verzehrt, verteilen sich zumeist nur auf eine Handvoll Supermarktsorten, die aus aller Welt importiert werden.

Am Freitag, den 9. September eröffnet die Ausstellung „Äpfel – in aller Munde“ um 18 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und wird bis Ende November zu sehen sein.

Die Sonderausstellung widmet sich dem Thema „Apfel“ aus verschiedenen Perspektiven. So stehen zum einen regionale alte Obstsorten und lokale Initiativen zu ihrem Erhalt im Fokus der Schau. Aber auch der Apfelbaum im Jahresverlauf, seine Bewohner und Nutzer sowie der Apfel in der Kulturgeschichte werden betrachtet.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Exkursionen auf eine Streuobstwiese, ins Stadtgut Görlitz sowie Apfelbestimmung und -verkostung begleitet die Ausstellung durch den Herbst.

Sonderausstellung: „Äpfel – in aller Munde!“ vom 10.09. bis 20.11.2016
im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Am Museum 1 (Marienplatz)
Öffnungszeiten: DI - FR 10:00-17:00 Uhr, SA - SO 10:00-18:00 Uhr

Siehe auch: www.senckenberg.de/apfelausstellung



Spuren der Lausitzer Vulkane erkunden

(c) Olaf Tietz
Foto: Olaf Tietz

Einen praktischen Einblick in die Forschungen zum Lausitzer Vulkanismus geben die Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz bei zwei Exkursionen im September. Am 8. September führt uns Geologe Jörg Büchner auf den Schwarzen Berg bei Jauernick-Buschbach, Treffpunkt ist 16 Uhr an der Bushaltestelle „Schwarzer Berg“. Am 10. September findet ein Exkursionstag von 10 bis 15 Uhr auf den Löbauer Berg unter Leitung von Olaf Tietz und Jörg Büchner statt. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Herwigsdorfer Straße (Auffahrt zur Turmgaststätte), bitte festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und Rucksackverpflegung mitbringen.

Der Löbauer wie der Schwarze Berg gehören zum Lausitzer Vulkanfeld, das im Tertiär vor ca. 35-25 Mio. Jahren entstand und aktiv war. Heute sind davon, bis auf die sichtbaren Kegelberge in der Landschaft, nur noch Spuren zu sehen, wie Lavastromreste oder Lavaspalten in Form von Basalt. Die Exkursion auf den Löbauer Berg gewährt zudem Einblicke in die Archäologie und bringt den Teilnehmern die Besonderheiten der Gesteine im slawischen Ringwall am Schafberg näher.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

DO 8. September 2016 | 16:00 Uhr | Exkursion
Vulkanismus und Tektonik am Schwarzen Berg
mit Jörg Büchner, SMNG, Sektion Palöozoologie und Geologie
Treffpunkt: Bushaltestelle "Schwarzer Berg" in Jauernick-Buschbach

SA 10. September 2016 | 10:00 bis 15:00 Uhr | Exkursion
Geologische Exkursion zum Löbauer Berg: Entstehung des Löbauer Vulkans und der Wallschlacken des Slawischen Ringwalls vom Schafberg
Führung mit Dr. Olaf Tietz und Jörg Büchner, SMNG, Sektion Paläozoologie und Geologie
Treffpunkt: 10:00 Uhr am Parkplatz Herwigsdorfer Str. (am Beginn der Auffahrt zur Turmgaststätte)
Bitte festes Schuhwerk, wetterfeste Bekleidung und Rucksackverpflegung mitbringen. Wegstrecke ca. 3 km.

 

Apfel, Kugelspringer, Familienfest & Co. im Naturkundemuseum – Veranstaltungen im Herbst

Görlitz, 25.08.2016. Wissenswertes rund um den heimischen Apfel, Eintauchen in die Welt unter unseren Füßen, Familienfest und Kinderakademie – das neue Programmheft des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz hat diesen Herbst viel zu bieten.

Veranstaltungsprogramm Herbst 2016Bei den knapp 50 Veranstaltungen dreht sich einiges um die derzeitigen Sonderausstellungen wie „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“, die noch bis Anfang Januar zu sehen ist. Familienführungen am Wochenende, erstmals eine Führung für Eltern mit Babys, Abendführungen bei Wein und auch für Großeltern mit Enkeln ist etwas dabei. Die Ausstellung „Äpfel – in aller Munde!“ eröffnet Anfang September und bietet ebenfalls ein buntes Rahmenprogramm mit Exkursionen auf eine Streuobstwiese, ins Stadtgut Görlitz sowie Apfelbestimmung und -verkostung.

Die Museumswissenschaftler nehmen Interessierte zu weiteren Exkursionen in die Region mit wie auf den Löbauer Berg, den Schwarzen Berg in Jauernick-Buschbach oder auf Spurensuche in die Görlitzer Stadtnatur. Experten vermitteln in der Kinderakademie Kindern von 8 bis 12 Jahren einmal im Monat spannende Fragen aus ihrer Forschung. Und auch Erwachsene können in Vorträgen im Humboldthaus oder Museum wieder einiges über die Regionen unserer Erde wie beispielsweise Hawaii, Patagonien oder die Ostseeküste, über die uns umgebende Tierwelt wie Luchse, Elche oder Wespen sowie andere Wissenschaftsbereiche erfahren.

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet 16 Uhr die beliebte Schaufütterung im Lebendtierbereich des Museums statt. Besucher können dabei den Geschichten über die Lebensweise und Ernährung von Fischen, Schlangen und anderen kleineren Tieren lauschen. Höhepunkt im Kalender ist das Museumsfest für die ganze Familie am 12. November, bei dem es sich im Puppenspiel für Kinder, beim Bastelstand und Kuchenbasar vor allem um das Thema Apfel drehen wird.

Veranstaltungsflyer liegen im Museum am Marienplatz sowie in einigen anderen Einrichtungen in der Region aus und sind auch im Internet zu finden: www.senckenberg.de/goerlitz/veranstaltungen

Eintrittpreise siehe Flyer oder hier.

 

Pilzberatung am Senckenberg Museum beginnt

Fliegenpilz
Nicht immer ist die Entscheidung so leicht wie
bei diesem Fliegenpilz, ob er ins Körbchen darf
oder nicht. © Birgit Lang

Steffen Hoeflich ist unzufrieden: „in dieser feuchtwarmen Witterungsperiode hätte ich mehr erwartet, aber viel los ist mit den Pilzen derzeit einfach nicht.“ Bei seinen täglichen Streifzügen durch Görlitz und Um-gebung fallen ihm nur wenige Pilze auf. Allerdings fragen schon immer wieder mal Besucher im Museum nach Rat. Deshalb beginnt die offizielle Pilzberatung am 9. August 2016 und dann bis auf weiteres immer dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Die Beratung ist kostenlos. Da viele Pilzarten selten geworden sind, bittet Steffen Hoeflich darum, von unbekannten Pilzen immer nur ein Exemplar zu sammeln, um die Bestände nicht unnötig zu reduzieren.

Pilzberatung mit Pilzberater Steffen Hoeflich
ab 9. August 2016
dienstags 16 - 18 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Marienplatz, 02826 Görlitz

4. August 2016

7. Tagung zum Sammlungsmanagement des Deutschen Museumbundes findet in Görlitz statt

Museumsfachleute treffen sich vom 16. bis 18. Juni im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

Blick in die geologische Sammlung
Die Sammlungen des Görlitzer Naturkunde-
museums umfassen rund sechs Millionen
Objekte. Sammlungsmanager Jörg Büchner
präentiert hier Stücke aus der geologischen
Sammlung des Museums. © Sven Tränkner

Die Sammlungen des Görlitzer Naturkundemuseums umfassen rund sechs Millionen Objekte. Sammlungsmanager Jörg Büchner präentiert hier Stücke aus der geologischen Sammlung des Museums. © Sven Tränkner

Unter dem Titel „Dokumentation ohne Grenzen – Sammlungen interdisziplinär und multilingual vernetzen“ kommen an der Neiße 130 Spezialisten aus Deutschland, England, Holland, Tschechien und Polen zusammen, um über die Möglichkeiten zu diskutieren, wie die Dokumentation von wissenschaftlichen Sammlungen den Anforderungen digitaler Wissensorganisation angepasst und eine internationale Ver-netzung erfolgen kann. Veranstalter des Kongresses ist der Deutsche Museumsbund in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen, allen Görlitzer Museen und dem Institut für Museumsfor-schung Berlin. Im Rahmen von Exkursionen besuchen die Teilnehmer am Sonnabend die Görlitzer Altstadt.
„Sammeln, Bewahren und Dokumentieren“ ist der Auftrag von Museen, aber auch von Firmensammlungen, Archiven und Kollektionen in anderen kulturbewahrenden Einrichtungen. Verstärkt steht dabei - neben dem sorgfältigen Umgang mit den Sammlungen und ihren zugehörigen Informationen, die Digitalisierung der Bestände und die Vernetzung mit anderen Einrichtungen im Vordergrund. Von den großen archäologischen und naturwissenschaftlichen Sammlungen bis zu den Heimatmuseen hat das digitale Zeitalter die Häuser erreicht und stellt sie vor vielfältige Möglichkeiten, aber auch neue Aufgaben.
Ein Beispiel hierfür ist der slawische Hacksilberfund von Cortnitz bei Bautzen, der in einem Projekt am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig untersucht wird. Auch die Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde stellen unter anderem ihre international vernetzte Sammlungsdatenbank vor.

Das komplette Programm ist hier abrufbar: http://www.ag-sammlungsmanagement.de/index.php/tagungen

17. Juni 2016

Nur Sex im Kopf?

Lesen Sie hier ein Interview mit unserem Nacktschneckenforscher Dr. John Hutchinson:
http://www.bestewelten.de/menschen/menschen-artikel/new574ed51b548ff682151130-warum-tun-sie-sich-das-an/

7. Juni 2016

Infoabend für kleine Naturforscher

 naturforscher bei der arbeit
Kleine Naturforscher beim Insektenfang. Wie
man ein "Nature Scout" wird erfahren Eltern
und Kinder ab 11 Jahren am 15. Juni 2016
beieiner Infoveranstaltung im Görlitzer
Naturkundemuseum. Foto: C. Düker

Raus aus dem Kinderzimmer, rein in die Natur! Alle Kinder ab 11 Jahren, die Lust haben ihre heimische Umwelt zu entdecken, in der Neiße zu keschern oder hinter die Kulissen eines richtigen Forschungslabors zu schauen sind genau richtig in der Arbeitsgemeinschaft „Nature Scouts“ am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Am 15. Juni findet dazu um 17:00 Uhr im Seminarraum des Naturkunde- museums auf dem Marienplatz (Seiteneingang) ein Informationstreffen für Eltern und Kinder statt. Die Biologin Christiane Ritz und ihr Team stellen sich und die AG vor und besprechen mögliche Termine. Richtig los geht’s mit den wöchentlichen Treffen dann nach den Sommerferien.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Christiane Ritz unter der Telefonnr. 03581/47605330 und der Emailadresse christiane.ritz@senckenberg.de gern zur Verfügung.

Weiterführende Links: www.senckenberg.de/naturescouts      Download Flyer

Senckenberg eröffnet neue Bodenausstellung

duenne haut der erde
www.senckenberg.de/duennehautdererde

Alle vier Jahre verliert Europa fruchtbaren Boden in der Größenordnung der Insel Mallorca durch Erosion oder Versiegelung. Flächen, die dringend für die Landwirtschaft und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen benötigt werden. Doch was ist Boden eigentlich, welche Lebewesen bewohnen ihn und welchen Nutzen bringt er dem Menschen? In einer neuen Wanderausstellung informieren die Ausstellungsmacher des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz über die Welt unter unseren Füßen. „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ eröffnet am 10. Juni 2016 um 18 Uhr im Naturkundemuseum am Marienplatz und wird bis zum 8. Januar 2017 zu sehen sein.

Die Ausstellung ist insbesondere für Familien und Schulklassen konzipiert. Beim Betreten der Schau schrumpft der Besucher auf die Größe einer Landassel und taucht in eine ihm bis dahin unbekannte Mikrowelt ein. 3D-Modelle, mikroskopische Abbildungen, interaktive Elemente, Filme und Multimediaeinheiten ermöglichen einen genaueren Blick auf die „dünne Haut der Erde“. In vier Themenkammern begegnen die Betrachter zahlreichen Bodentieren vis-á-vis: Völlig neue Bekanntschaften sind garantiert! Zudem erfahren die Besucher etwas über verschiedene Bodentypen, neueste Bodenforschung, Bodenzerstörung sowie Maß-nahmen zum Bodenschutz.

„Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ war bereits im Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen und wird nach ihrer Präsentation in Görlitz zunächst in Frankfurt/Main und Bonn ausgestellt.

Seit fünfzig Jahren erforschen die Wissenschaftler am Görlitzer Naturkundemuseum die Vielfalt der Bodenorganismen und ihre Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Bodenfunktionen. Denn durch den Abbau von organischer Substanz liefern Regenwürmer, Milben, Pilze, Bakterien & Co. lebensnotwendige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum und bilden somit die Grundlage für die Ernährung der Menschheit. Böden sind also ein kostbares Gut und eine endliche Ressource, die nachhaltig genutzt werden muss.

zu Gast in Leipzig

 Leipzig
Im Podium "Schöpfung im Wandel" in der
Kongresshalle am Zoo in Leipzig.
Foto: L. Träger/Senckenberg

Am 26. Mai 2016 war das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz beim Katholischen Kirchentag in Leipzig zu Gast.
Im Podium zum Thema „Schöpfung im Wandel! Veränderungen der Biodiversität – Ursachen, Konsequenzen und Strategien der Nachhaltigkeit“ saßen die Ökologen Prof. Dr. Wolfgang Haber, Prof. Dr. Wolfgang Weisser und der Biodiversitätsforscher Prof. Dr. Christian Wirth. Die fachliche Moderation übernahm Dr. Karsten Wesche, die inhaltliche Auswertung der Publikumsfragen Prof. Dr. Willi Xylander und Dr. Christian Düker vom Görlitzer Naturkundemuseum.
Es entspann sich eine rege Diskussion zu aktuellen Fragen und Problemen des Biodiversitätserhalts.


Umweltforschung für nachhaltige Landnutzung in Afrika

Vortrag im Senckenberg Museum

Frau mit Giesskanne
Jeder Tropfen zählt. Der Bodenverbrauch in
Afrika steigt rasant an. Deshalb entwickeln
deutsche und afrikanische Forscher neue
Nachhaltigkeitskonzepte. © Hartmut Koehler

Görlitz, 20.5.2016 In seiner Reihe „Neues aus der Naturwissenschaft“ präsentiert das Senckenberg Museum einen aktuellen Forschungsansatz zur Lösung von Umweltproblemen in dem westafrikanischen Land Kamerun. Der Bremer Bodenkundler Prof. Hartmut Koehler hat in Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen, darunter der kamerunischen Universität in Ngaoundéré Methoden entwickelt, um mit einfachen Mitteln stark gestörte Böden wieder zu beleben und nachhaltig nutzbar zu machen. Über dieses Projekt und den wissenschaftlichen Austausch mit afrikanischen Wissenschaftlern und Studenten berichtet Prof. Koehler am 24. Mai um 19:30 Uhr im Seminarraum des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Der Eintritt kostet 2 €. Land und Leute kommen bei dem Vortrag natürlich nicht zu kurz.
Mehr zum Thema Boden bietet das Museum übrigens ab 11. Juni in seiner neuen Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde - Unsere Böden“.

DI 24. Mai 2016 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum Museum, Seiteneingang Am Museum 1
"Kamerun – mehr als Afrique en miniature"
Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Koehler, Universität Bremen, Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien


Sommerferienprogramm in der Zeit vom 4. bis zum 29. Juli 2016

Wir freuen uns in den Sommerferien auf unsere kleinen Besucher!

Für Kindergruppen (ab 6 Jahren) bieten wir folgende Ferienveranstaltungen an:

Thema 1 | »Wer bitte sind denn Kugelspringer?«
Dass Boden nicht nur der »Dreck unter unseren Füßen« ist, übersehen wir gern. Viele kleine Lebewesen bewohnen die obere Erdschicht und sorgen dafür, dass wir nicht im »Naturmüll« aus Blättern und Ästen ersticken. Wir bekommen dafür sogar noch saftige Erdbeeren, Mohrrüben oder Kartoffeln. Die wachsen in gutem Boden nämlich besonders gut.
In der Sonderausstellung »Die dünne Haut der Erde – unsere Böden« und an der Bodensäule des Museums wollen wir auf Spurensuche im Reich der Minimonster gehen und den fleißigen Arbeitern unter Tage über die Schulter schauen.
Dauer: ca. 1,5 Stunden, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 2,50 € pro Kind

Thema 2 | »Heimlich, still und leise«
Wolf, Dachs, Marder und Mauswiesel sind Raubtiere und ernähren sich von anderen Tieren. Das hört sich im ersten Moment nicht so schön an. Im Kreislauf der Natur spielen Raubtiere aber eine sehr wichtige Rolle.
In der Ausstellung »Pflanzen und Tiere der Oberlausitz« wollen wir uns verschiedene Raubtiere anschauen und ihnen auf den Zahn fühlen. Was haben diese eigentlich für ein besonderes Gebiss und wie und wo leben sie? Kaum zu glauben, aber es soll sogar einen Vertreter geben, der Winterruhe hält.
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe

Thema 3 | »Warum Tiger Streifen und Leoparden Flecken im Fell haben – eine Spurensuche im Regenwald und in der Savanne«
Ziemlich klein, unauffällig und vielleicht sonderbar erscheinen Faultiere, Kolibris, Koboldmakis, Blatthühnchen oder das Schnabeltier, die in den unterschiedlichen Regenwäldern der Erde leben. Im Gegensatz dazu sind die Zebras, die Antilopen und der Strauß in Sachen Körpergröße in der afrikanischen Savanne regelrechte Riesen. Warum ist das so?
In den Ausstellungen »Regenwald« und »Savanne« geht es auf eine ganz besondere Spurensuche. Achtung, da kommt es auf jedes Detail an!
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe

Thema 4 | »Zu Gast bei Tomatenfrosch, Gottesanbeterin und Königspython«
Im Vivarium sind auch in diesem Sommer wieder besondere Tiere zu bestaunen. Wenn man seine Besichtigung bei den Tomatenfröschen von der Insel Madagaskar beginnt, sich anschließend die südamerikanischen Rochen anschaut und einen Kurzbesuch bei den Schwarznabenkröten aus Asien macht, hat man eine tierische Weltreise hinter sich. Eine Führung – wenn der Python gute Laune hat – zum Anfassen im Lebendtierbereich.
Dauer: ca. 1 Stunde, Gruppengröße: ca. 15 Kinder
Eintritt: 0,50 € pro Kind und 10,00 € Führungsgebühr pro Gruppe
Diese Führung ist während der gesamten 6 Wochen Sommerferien möglich.

Die Anmeldung erfolgt über Museumspädagogin Petra Vaßmers:
Tel.: 03581 47605-211 oder 03581 47605220 oder per Email:

Download Handzettel

Görlitzer Forschung in Tibet - Klimaänderung setzt Weideland zu

Marburg/Görlitz, den 18.05.2016. Wissenschaftler der Universität Marburg und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung haben die Veränderung der Weideflächen auf dem Tibetischen Hochplateau untersucht. Sie kommen in ihrer kürzlich online im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlichten Studie zu dem Schluss, dass der globale Klimawandel den Grasflächen insgesamt mehr Schaden zufügt als die zunehmende Landnutzung. Das tibetische Hochland ist eine klimatische Schlüsselregion – beinah 40 Prozent der Bevölkerung weltweit sind von den dort entspringenden Flüssen abhängig.

tibet
Grasende Yakherde auf einer sumpfigen
Weide bei Lhazê in Südtibet. Der Hang im
Hintergrund ist stark degradiert, da eine
Vegetationsdecke hier nur noch in kleinen,
schollenartigen Bereichen vorhanden ist.
© Lukas Lehnert

Das tibetische Plateau ist mit einer Fläche von 2,5 Millionen Quadratkilometern größer als Grönland – Weideland macht fast zwei Drittel der weltweit höchsten großen Hochebene aus. Die ausgedehnten Grasflächen speichern Wasser, welche Asiens größte Flüsse und beinah 40 Prozent der Weltbevölkerung versorgen. „Zudem ist das Grünland ein riesiger Kohlenstoffspeicher“, ergänzt PD Dr. Karsten Wesche vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Der Erhalt dieser Graslandschaft ist demnach enorm wichtig.“
 
Unter Federführung von Dr. Lukas Lehnert (Philipps-Universität Marburg) hat Wesche mit weiteren Kollegen die Auswirkungen von Klimawandel und Überweidung auf die tibetischen Weidegebiete untersucht. „Beide stehen als Degradations-Verursacher im Verdacht – welcher Faktor aber auf der tibetischen Hochebene wirklich ausschlaggebend ist, war bisher nicht bekannt“, erläutert Lehnert.
 
Anhand der Auswertung einer 14-jährigen Zeitreihe von Satellitenbildern und des Vergleiches mit Klimadaten zeigt das Wissenschaftlerteam in seiner Studie, dass die Veränderungen der tibetischen Vegetation größtenteils auf Änderungen der Klimavariablen – und nicht auf die zunehmende Beweidung – zurückzuführen sind. „Erstaunlicherweise konnten wir außerdem nachweisen, dass die Degradation der Weiden entgegen der gängigen Meinung keineswegs ein flächenhaft fortschreitender Prozess ist“, fügt Wesche hinzu.

haus
Neue tibetische Bauernhäuser auf 4800 m,
die im Zuge der Sedentarisierung der früheren
Nomadenfamilien von der Regierung am
Namtso-See gebaut wurden.
© Lukas Lehnert

Im nord-östlichen Teil des Plateaus, der Qinghai-Region, ist laut der Studie sogar ein Anstieg der Vegetationsbedeckung zu verzeichnen. In der Autonomen Region Tibet ist dagegen eine deutliche Degradation der Weideflächen zu beobachten. Da sich die Veränderung der Beweidungsintensität der Grasflächen in den verschiedenen Regionen nicht signifikant auf die Vegetation ausgewirkt hat, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Temperatur- und Niederschlagsänderungen die treibende Kraft für die Degradation des Graslandes sind.
„Insgesamt sind die positiven und negativen Veränderungen in der Vegetation flächenhaft ausgeglichen“, erklärt Lehnert und fährt fort: „Die Gesamtproduktivität ist sogar gestiegen, weil positive Vegetationsänderungen vor allem in produktiven Regionen stattgefunden haben.“
 
Dennoch bewerten die beiden Wissenschaftler die Entwicklung nicht nur optimistisch: „Die Zunahme der Vegetation in einzelnen Gebieten könnte auch mit dem Auftauen der Permafrostböden und einer kurzzeitigen besseren Versorgung der Pflanzen mit Wasser zusammenhängen. Generell ist dieser Trend aber kritisch zu bewerten, da die Böden wichtige Kohlenstoffspeicher sind“, gibt Wesche zu bedenken. Das freigegebene Klimagas würde den Temperaturanstieg und damit auch die Degradation wiederum verstärken.
Zudem können die Wissenschaftler schwer abschätzen, wie sich die Auswirkungen des globalen Klimawandels und der zunehmenden Beweidung in den kommenden Dekaden auswirken wird. „Eine starke Abnahme der Vegetationsdecke sollte in jedem Fall verhindert werden, um die Wasserspeicherfunktion des Tibetischen Plateaus weiterhin gewährleisten zu können“, schließt Lehnert.

Link zum Pressematerial und Kontakt

Internationaler Museumstag: kostenloser Eintritt in das Naturkundemuseum

Kinder im Vivarium
Im Lebendtierbereich des Museums gibt es
immer wieder neue exotische Tiere zu entdecken.
© Christian Düker

Am 22. Mai findet in diesem Jahr der Internationale Museumstag statt. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lädt aus diesem Grund von 10:00 bis 18:00 Uhr zu einem kostenlosen Besuch den Ausstellungen ein.
Egal, wie das Wetter wird: im Museum können Besucher trockenen Fußes und ohne Mücken die Natur der Lausitz genießen und bei Wolf, Fischotter und Seeadler vorbei schauen. Wer es exotischer mag, besucht die Tiere in der Regenwaldausstellung oder im Lebendtierbereich mit seinen großen Becken. Ausgewählte Fotografien von Senckenbergmitarbeitenden sind derzeit im Sonderausstellungsraum zu bewundern und bieten Natureindrücke aus der Lausitz und der Welt.

11. Mai 2016

 

Exkursionen des Senckenberg Museums im Mai

Görlitz, 10.5.2016 Das warme Wetter lockt auch die Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz aus ihren Forschungslaboren hervor, so möchten sie Interessierte in zwei Exkursionen im Mai an ihrem Wissen teilhaben lassen.

 
Lang
Junge Elster in der Stadtnatur
(c) Birgit Lang

Am 19. Mai begeben sich Birgit Lang und Jörg Müller auf Entdeckungsreise durch die Görlitzer Südstadt. Abseits der großen Straßen wollen sie den Blick für Natur in der Stadt öffnen, bei gutem Wetter darf man auch auf kleine Insekten und andere Krabbeltiere hoffen. Kinder sind ausdrücklich willkommen und die Mitnahme eines Fernglases wird empfohlen. Treffpunkt für die ca. 1,5-stündige Führung ist 17:00 Uhr am Bahnhof Südausgang.

DO 19. Mai 2016 | 17:00 Uhr (1,5 bis 2 Std.) | Exkursion
"Natur in der Stadt – Entdeckungsreise durch die Südstadt“
mit Dr. Birgit Lang und Jörg Müller

Treffpunkt: Bahnhof Südausgang

Dass der Lausitzer Granit eigentlich Granodiorit genannt wird, erfahren die Teilnehmer am 21. Mai bei einer Tagesexkursion in den Steinbruch Oberottendorf. Die Geologen Olaf Tietz, Erik Wenger und Steffen Leuchtmann berichten über die Entstehung und den Abbau des bekannten Gesteins aus der Region. Mit etwas Glück lassen sich auch einige Minerale wie Pyrit, Kalzit, Granat oder Quarz finden. Treffpunkt ist 10:00 Uhr auf dem Betriebsparkplatz am Eingang des Steinbruchs in Oberottendorf, voraussichtliches Ende ist gegen 15:00 Uhr. Bitte festes Schuhwerk und Hammer mitbringen.

tietz
Granit-Steinbruch in Oberottendorf (c) Olaf Tietz

SA 21. Mai 2016 | 10:00 – 15:00 Uhr | Exkursion
"Geologische Exkursion zum Granit-Steinbruch Oberottendorf bei Neustadt/Sa."
mit Dr. Olaf Tietz, Erik Wenger und Steffen Leuchtmann
Treffpunkt: Eingang Steinbruch/ Betriebsparkplatz.
Bitte festes Schuhwerk und Hammer mitbringen.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

 

 

Mit Wassernixe und Vulkandrachen auf Spurensuche in den Sommerferien

Flyer
Download

Görlitz, 02.05.2016. Kinder zwischen 9 und 12 Jahren können sich in der ersten und letzten Sommerferienwoche auf eine abenteuerliche Spurensuche in den „Bergen und Tälern der Oberlausitz“ begeben.

Mal mit dem Zug, mal mit eigenem Fahrrad, nimmt Petra Vaßmers, Museumspädagogin am Görlitzer Senckenberg Museum für Naturkunde, die Kinder mit auf eine Kumpeltour in den ehemaligen Tagebau Hagenwerder, ins Zittauer Gebirge nach Oybin oder ins Granitabbaumuseum nach Königshain. In der Erlichthofsiedlung Rietschen erfahren die kleinen Abenteurer etwas über das Leben des Wolfes und bei einer Schlauchboottour auf der Neiße begegnen sie vielleicht dem Biber oder Fischotter.

Die Oberlausitz ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit drei sehr verschiedenen geografischen Teilräumen. Den Norden prägt die Heide- und Teichlandschaft, in der „Mitte“ finden wir das Oberlausitzer Hügelland mit seinen zahlreichen Vulkankegeln und im Süden das Zittauer Gebirge, das übrigens zu den kleinsten Mittelgebirgen Deutschlands zählt. Jede dieser Landschaftseinheiten kann eine eigene, spannende Ent-stehungsgeschichte erzählen, denen die Kinder auf ihren Touren nachgehen.

Die Teilnahmekosten für eine ganze Woche betragen 66 € mit eigenem SuperSommerFerienTicket und 85 € ohne SuperSommerFerienTicket. Im Preis inbegriffen sind die Fahrtkosten, Eintritte und Mittagessen. Ermöglicht wird die KinderSommerferienAkademie durch die Unterstützung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz.

Programmflyer mit Anmeldeformular liegen im Naturkundemuseum aus. Bei Fragen wenden Sie sich an Petra Vaßmers, oder 03581-47605211.

Partner der Kindersommerferienakademie sind in diesem Jahr: Verein Bergbaulicher Zeitzeugen e.V., Touristinformation Oybin, Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz, Engemanns Schlauchboottouren Hirschfelde, Schlesisch Oberlausitzer Museumsverbund GmbH und der Förderkreis Naturkundemuseum Görlitz.

Achtung: Anmeldungen sind nur noch für den zweiten
Termin (Woche 1.-5. August 2016) möglich!

 

Armin: (R)Evolution auf Madagaskar – Lesung mit Bildern und Tönen im Humboldthaus

Goldener Bambuslemur
Lemuren, wie dieser Goldene Bambuslemur,
trifft man nur auf Madagaskar an. Ihr Lebens-
raum ist jedoch gefährdet. Foto: Seitz

Am 29. April ist Dr. Bernd-Jürgen Seitz zu Gast im Humboldthaus und stellt seinen erfolgreichen Wissenschaftsroman "Armin: (R)Evolution auf Madagaskar" vor.

Seitz, derzeit als Referatsleiter der Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Freiburg tätig, beschreibt die Geschichte des Biologen Armin Kiefer, der ein Naturschutzprojekt auf Madagaskar aufbaut. Die geplante Schaffung eines Schutzkorridors stößt jedoch auf Widerstand. Als dann auch noch Unruhen im Land ausbrechen, spitzt sich die Lage zu.

Gut recherchiert und in allgemeinverständlicher Sprache bezieht sich der Autor auf die aktuelle Lage im zweitgrößten Inselstaat der Welt. Madagaskar ist geprägt von vielen Tier- und Pflanzenarten, die nirgendwo sonst auf der Erde zu finden sind. Darunter zählen unter anderem die Lemuren. Jedoch ist diese einzigartige Pflanzen- und Tierwelt stark bedroht. Aufgrund von Bevölkerungswachstum, Rinderhaltung und Holznutzung wurden bereits drei Fünftel des tropischen Regenwaldes in Savanne verwandelt. Vom ursprünglichen Regenwald, der zu 90 Prozent die Insel bewaldete, sind nur noch etwa zehn Prozent erhalten. Weil damit ihr Lebensraum zerstört wird, befinden sich viele Tierarten am Rande der Ausrottung.

Der Vortrag veranschaulicht diese einzigartige Lebenswelt und setzt sich auch mit den sozialen, kulturellen und politischen Aspekten des Landes auseinander. Ergänzt wird die Lesung durch Bild und Ton. Beginn ist 19:30 Uhr, der Eintritt kostet 2 Euro.

Freitag 29. April 2016 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
"Armin: (R)Evolution auf Madagaskar"
Lesung und Vortrag mit Bildern und Tönen von Dr. Bernd-Jürgen Seitz, Kenzingen

Wenn die Vögel schlafen gehen – eine vogelkundliche Abendführung auf dem Friedhof

Zu einem Friedhofsspaziergang laden am 27. April die Görlitzer Friedhofsverwaltung und das Senckenberg Museum ein. Die Friedhöfe stellen mit ihrem alten Baumbestand und den naturnahen Grünflächen einen wichtigen Lebensraum für Wildtiere in der Stadt dar. Insbesondere Vögel finden zahlreiche Brutplätze und Nahrung in der abwechslungsreichen Anlage. Das Augen- bzw. Ohrenmerk der Führung wird auf dem Gesang der Vögel liegen, deren Stimmen von den beiden Museumsmitarbeitern Jörg Müller und Christian Düker ihren Sängern zugeordnet werden. Falls aktiv, werden auch die Rufe von Fledermäusen mit Hilfe eines Frequenzumwandlers hörbar gemacht.

Treffpunkt ist um 19:00 Uhr an der Friedhofstraße, Eingang Alter/Neuer Friedhof. Die Teilnahme ist kostenlos; wie immer wird um Spenden gebeten. Die Mitnahme eines Fernglases wird empfohlen.

Mittwoch 27. April 2016 | 19:00 Uhr | Exkursion | Städtischer Friedhof Görlitz
"Wenn Vögel schlafen gehen - eine vogelkundliche Abendführung auf dem Friedhof"
mit Dr. Christian Düker und Jörg Müller, SMNG
Treffpunkt: Eingang Friedhofsstraße

Kinderakademie widmet sich den Pilzen

Logo Kinderakademie

Ist ja klar, Pilze sind nicht grün und sie bewegen sich nicht fort, aber was sind sie nun eigentlich? Wir kennen Champignon, Fliegenpilz, Backhefe und Schimmel, aber gibt es da nicht noch mehr? Warum ist ausgerechnet ein Pilz das größte Lebewesen der Erde?
Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, die mehr über das spannende Reich der Pilze erfahren wollen, können dies nach Anmeldung im Rahmen der Kinderakademie tun. Hier berichtet der Biologe Steffen Bien am Freitag, dem 22. April, 16:00 Uhr im Humboldhaus über die fantastische Welt der Pilze. Noch sind freie Plätze vorhanden.

Die beiden weiteren Vorträge in diesem Semester befassen sich übrigens mit Verkehrsunfällen und der Spielprogrammierung auf Smartphones. Weitere Informationen unter www.hszg.de/kinder oder telefonisch unter 03581-47605220. 

Freitag 22. April 2016 | 16.00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie
„Weder Pflanze noch Tier – die fantastische Welt der Pilze“
Vortragssaal des Görlitzer Humboldthauses, Platz des 17. Juni 2
Die Teilnahme ist kostenlos.

Frühstück mit Yaks – Mongoleivortrag im Humboldthaus

Jurte Mongolei
Viele Menschen leben in der Mongolei noch tra-
ditionell als Nomaden in der Jurte. Auf technische
Errungenschaften brauchen sie dabei nicht mehr
zu verzichten. Foto: H. Ansorge

Zu Zeiten Dschingis Khans einst das größte Reich der Geschichte, ist die Mongolei heute der zweitgrößte Binnenstaat der Welt und grenzt direkt an Russland und China. Die Mongolen betreiben hauptsächlich nomadische Viehwirtschaft, denn Bodenbeschaffenheit und Klima eignen sich kaum zum Ackerbau. In diesen weiten Steppen führt der Görlitzer Zoologe Prof. Dr. Hermann Ansorge seit 30 Jahren Forschungsexpeditionen durch. In einfachen Forschungscamps (Jurten) lebend, erforscht er  die Wildtiere – hier insbesondere Wildesel und Kleinsäuger. Mit von der Partie sind zumeist mongolische Studierende, die von den Görlitzer Wissenschaftlern im Feld in Forschungsmethoden ausgebildet werden. Mittlerweile studieren auch einige seiner Studenten in Görlitz.

Von seinen abenteuerlichen Erlebnissen sowie Land und Leuten berichtet er am Freitag, den 15. April 2016, 19:30 Uhr, im Vortragssaal im Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2. Der Eintritt kostet 2 €.

 08. April 2016

Senckenberg am Nachmittag: die Kanarischen Inseln aus Sicht einer Botanikerin

Kanarenpalme vor dem Teide
Die Kanarische Dattelpalme kam ursprünglich
nur auf den Kanarischen Inseln vor. Im Hinter-
grund erhebt sich der höchste Berg Spaniens,
der Vulkan Teide auf der Insel Teneriffa.
Foto: H. Jechorek 

Die Görlitzer Biologin Henriette Jechorek hat die drei westlichen Kanarischen Inseln La Gomera, La Palma und Teneriffa besucht. Für eine Botanikerin sind die Inseln des immerwährenden Frühlings ein ganz besonderes Reiseziel, denn die Vulkaninseln unterscheiden sich in ihrer Vegetation zum Teil erheblich.In der Reihe "Senckenberg am Nachmittag" lädt sie ihre Zuhörer zu einer Reise in nebelverhangene Lorbeerwälder und Palmenhaine, zu schwarzen Stränden sowie in Städte im Kolonialbaustil am Rande Europas ein.

Donnerstag  14. April, 15:00 Uhr, Seminarraum des Naturkundemuseums (Marienplatz) La Gomera – La Palma – Teneriffa: eine Kanarenrundreise nicht nur aus botanischer Sicht Reisevortrag von Dipl.-Biol. Henriette Jechorek, SMNG Der Eintritt kostet 3 € und beinhaltet den Museumseintritt.

 08. April 2016
 

1.-April-Vorlesung im Humboldtsaal

Für alle, die meinen, zurzeit gäbe es nicht sehr viel Anlass zu lachen, empfiehlt das Senckenberg Museum die Teilnahme an der 1.-April-Vorlesung. Traditionell steht diese Veranstaltung ganz im Zeichen des feinen Humors. Auf hohem Niveau berichten Görlitzer Persönlichkeiten von Unerhörtem und nicht ganz Ernstzunehmendem aus der Wissenschaft. In diesem Jahr spricht Prof. Dr. Robert Heimann über "Prophezeiungen und Voraussagen", Wieland Menzel eröffnet neueste Forschungsergebnisse zur Stadtgründung von Görlitz und der hiesige Sternwarten-Chef Lutz Pannier hüllt sich ob der Brisanz seines Vortrages noch in Schweigen. Man darf gespannt sein!
 
FR 1. April 2016 | 19:30 Uhr | 1.-April-Vorlesung | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
"Wussten Sie schon? – Unerhörtes und nicht ganz Ernstzunehmendes aus der Wissenschaft, vorgetragen von Görlitzer Persönlichkeiten"
Der Eintritt kostet 2 €.

Dirk Steffens mit Naturfilmpreis geehrt

Filmpreis 2016
Rolf Berndt (li.) und Thomas Neumann (re.)
vom Förderkreis des Naturkundemuseums
Görlitz verleihen Dirk Steffens den Meridian
Naturfilmpreis im Görlitzer Humboldthaus.
Foto: J. Gitschmann

Görlitz, 21. März 2016. Am vergangenen Samstag wurde im sächsischen Görlitz dem Naturfilmer und Fernseh-Journalisten Dirk Steffens der mit 2.500 Euro dotierte Meridian Naturfilmpreis verliehen. Der Preis wird vom Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz alle zwei Jahre ausgelobt und wurde von einer Jury aus Naturfilmexperten, darunter Monika Seiffert und Christina Herßebroick vom MDR, der Biologe und Naturfilmer Felix Heidinger sowie der Tierbuchautor Dr. Friedrich Naglschmid, bereits zum achten Mal vergeben. Einige der ehemaligen Preisträger wie Karlheinz Baumann, Ernst Arendt, Hans Schweiger und Hans Fricke waren an dem Abend im Görlitzer Humboldthaus ebenfalls anwesend.

Steffens stellte die besondere Bedeutung dieses Preises heraus, der ihn dazu ermutigte weiter zu machen. Darüber hinaus sei die Verleihung solcher Preise wichtig für die Wahrnehmung bei den Fernsehanstalten. Denn diese entscheiden, was sie dem Publikum zu den besten Sendezeiten anbieten und es besteht ein tägliches Ringen zwischen Gameshows, Krimis und eben solchen Wissenssendungen. Christoph Heinrich von der Umweltstiftung WWF, der in seiner Laudatio Steffens als den „Humboldt“ von heute bezeichnete, bemängelte den spürbar geringen Wissensstand, den vor allem Kinder, aber auch deren Eltern und Lehrer mittlerweile aufweisen, wenn es um die heimische Natur geht. „Es ist erschreckend, wie viele Kinder keine Eiche und keine Amsel erkennen können“, so Heinrich. Steffens stelle die Natur- und Umweltphänomene in einer für alle Generationen ansprechenden Art und Weise dar.

Der Meridian Naturfilmpreis ist einer der vier bedeutenden Naturfilmpreise in Deutschland. Sein Alleinstellungsmerkmal ist, dass er als einziges das Gesamtwerk eines Naturfilmers ehre. Mehr unter: www.goerlitzer-meridian.de

Am 22. März dreht sich alles ums Wasser

Stadtwerke Görlitz, 17. März 2016. Am Internationalen Tag des Wassers öffnen in diesem Jahr Wasserwerk, Vierradenmühle und das Görlitzer Neiße-Bad ihre Türen. Interessierte sind herzlich eingeladen, ihr Wissen während spannender Führungen zu erweitern.
              
Wie kommt das Wasser eigentlich in den Wasserhahn? Wie funktioniert eine Wasserkraftanlage? Wie oft wird denn das Wasser von den Becken des Neiße-Bads erneuert? Kennen Sie die Antwort auf diese Fragen? Wer sich nicht sicher ist, bekommt die Möglichkeit, seine Wissenslücke zu schließen.

„Am 22. März, dem Tag des Wassers, wollen wir das Wasser wieder in den Fokus rücken“ so Sascha Caron, Teamleiter Marketing/Kommunikation bei der SWG AG. In diesem Jahr soll vor allem die Vielfältigkeit von H2O hervorgehoben werden: Wasser als Lebenselixier, als Energiequelle und als Freizeitbegleiter. „Deshalb laden wir alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen“ so Caron. Die Stadtwerke haben zusammen mit weiteren Partnern ein buntes Programm auf die Füße gestellt.

So werden im Wasserwerk Weinhübel nicht nur die klassische Führung, sondern dieses Jahr auch spannende Experimente vom Senckenberg Museum für Naturkunde angeboten (nur vormittags): Hobbyforscher bekommen die Möglichkeit, eine Wasserprobe in der unter Naturschutz stehenden Wasserfassung zu nehmen und anschließend mit dem Mikroskop zu analysieren. Eine spannende Angelegenheit für Groß und Klein. Zudem beteiligt sich wie schon in den vergangenen Jahren der Landschaftspflegeverband „Oberlausitz“ e.V. Der Verband wird die Besucher zu den Themen Wasser, Hochwasserschutz und Gewässer informieren.

„Darüber hinaus werden erstmalig auch Führungen im Neiße-Bad und in der Vierradenmühle stattfinden“ ergänzt Caron. In der Vierradenmühle erfahren Besucher Interessantes rund um die Wasserkraftanlage. Da der Turbinenraum nur kleine Gruppen zulässt, bekommen die Besucher während der Wartezeit einen kleinen Willkommensgruß von der Familie Cerobski, die das Restaurant im Gebäude betreibt. Auch der Blick auf die Wasseraufbereitungsanlage des Neiße-Bads ist ein exklusives Angebot vom diesjährigen Tag des Wassers. „Fast jeder war schon einmal im Schwimmbad, aber nur die Wenigsten wissen, wie das Wasser für die Schwimmbecken aufbereitet und gereinigt wird“ so Caron. „Wir freuen uns, dass Robert Kubitz, Leiter des Neißebades und sein Team sich bereit erklärt haben, ihre tägliche Arbeit vorzustellen“.

Ob Wasserwerker, Forscher, Energieerzeuger oder Bademeister, in diesem Jahr bekommen die Besucher mit diesem Angebot auch einen Einblick in unterschiedliche Berufsbilder, die sich mit dem Thema Wasser beschäftigen. Der Weltwassertag findet nämlich jährlich unter einem anderen Motto statt. Dieses Jahr lautet es „Wasser und Arbeitsplätze“. „Wir freuen uns sehr auf einen ereignisreichen und spannenden Tag und darauf, bei den Besuchern das Bewusstsein für diese kostbare Ressource – Wasser – zu stärken“, bringt Caron zum Ausdruck.

Besichtigungstermine am Tag des Wassers:
Wasserwerk Görlitz-Weinhübel: Am Wasserwerk 7a, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr
Neiße-Bad Görlitz: Pomologische Gartenstraße 20, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr
Vierradenmühle Görlitz: Hotherstraße 20-21, um 10:00 Uhr und 17:00 Uhr

Neue Sonderausstellung zeigt Lieblingsfotos aus der Natur

NaturBlick

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Görlitzer Senckenberg-Institut sind leidenschaftliche Fotografen. Berufsbedingt stehen bei vielen von ihnen Naturmotive im Mittelpunkt. Daher entstand die Idee, im Rahmen eines Fotowettbewerbs die Museumsleute zu bitten, ihre Lieblingsmotive einzusenden. Aus mehr als fünfhundert Vorschlägen wählte eine Jury vierzig Fotografien aus. Die Motive reichen vom Görlitzer Eichhörnchen bis zu südamerikanischen Papageien. Aber auch stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen und „große“ Bilder von kleinen Tieren umfasst die Palette des Naturblicks der Senckenbergerinnen und Senckenberger.

Die Ausstellung präsentiert Naturaufnahmen aus allen Jahreszeiten. Bei vielen Fotos erfährt der Besucher Wissenswertes über die abgebildeten Tiere oder Landschaften. Manchmal wird auch die ein oder andere Geschichte über die Entstehung eines Bildes beschrieben oder welche Hürden manch Fotograf überwinden musste, um ein bestimmtes Motiv einzufangen.

Die Ausstellung „NaturBlick – mit Senckenbergern durchs Objektiv geschaut“ eröffnet am 18. März 2016, 18:00 Uhr im Naturkundemuseum am Marienplatz und ist bis zum 31. August 2016 zu sehen.

 

Alte Obsstorten erhalten - Junge Menschen fördernVortrag am 10. März im Naturkundemuseum

Schlitt
Am 10. März berichtet Dr. Michael Schlitt
im Naturkundemuseum Görlitz über den
Erhalt alter Obstsorten in der Oberlausitz.
Foto: M. Schlitt

In Ostritz-Leuba wird seit 10 Jahren von Bettina und Dr. Michael Schlitt ein Obstsortengarten der Oberlausitz aufgebaut. Mehr als 200 alte Obstsorten werden dort auf einer 2,5 ha großen Streu-obstwiese erhalten. Darunter sind insbesondere Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Kirschsorten, die schon vor mehr als 150 Jahren in unserer Region angebaut wurden. Geerntet wird das Obst von Jugendlichen, die daraus Obstsäfte herstellen und verkaufen.

In einem Vortrag am 10. März 2016 berichtet Dr. Michael Schlitt (Görlitz) über den Obstsortengarten und die alten Obstsorten der Region sowie über die Arbeit der Jugendlichen. Die Veranstaltung findet 15:00 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums statt und ist im Museumseintritt inbegriffen.

www.oberlausitz-stiftung.de

DO 10.3.2016 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum/Museum
„Alte Obstsorten erhalten – junge Menschen fördern“
Vortrag von Dr. Michael Schlitt, Görlitz
Ein Projekt der Oberlausitz-Stiftung


Nature Scout am Görlitzer Naturkundemuseum werden!

Nature Scouts
Dr. Christiane Ritz mit den Nature Scouts
bei der Pilzbestimmung im Teichgebiet
Niederspree. Foto: Markus Ritz

Biberspuren entdecken, Wassertierchen in der Neiße keschern, die Früchte des Waldes kennenlernen und probieren sowie einmal hinter die Kulissen des Naturkundemuseums blicken – das können Kinder ab der 5. Klasse jeden Mittwoch von 15:30 bis17:00 Uhr bei den Nature Scouts.

„Wir wollen Kinder verstärkt an naturkundliche Phänomene heranführen und dies mit Spaß und Gemeinschaftsgefühl koppeln“ sagt Dr. Christiane Ritz, Botanikerin am Naturkundemuseum und Betreuerin der Nature Scouts. Gemeinsam mit zwei Kollegen vom Senckenberg Museum geht sie mit den Kindern auf Entdeckungstouren in und um Görlitz und erkundet die heimische Natur. „Leider verlieren Kinder zunehmend den Kontakt zu ihrer natürlichen Umwelt. Selbst häufige Tiere und Pflanzen sind vielen Kindern nicht mehr bekannt. Und das wollen wir ändern!“ sagt die Mutter von drei Kindern zuversichtlich.

Welche  Vögel leben am Berzdorfer See? Wozu sind eigentlich die schleimigen Schnecken gut? Wie sieht eine Wolfsspur aus? Diesen und weiteren Fragen gehen die Nature Scouts nach. Auch Mikroskopieren und Experimentieren steht auf dem Plan, ebenso kleine Naturschutzprojekte wie Müllsammeln oder Nistkästen aufhängen und kontrollieren.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bis 31. März und Rückfragen bitte an: Dr. Christiane Ritz, Tel. 03581/47605330,

Mehr unter: www.senckenberg.de/naturescouts

 

 

 

Aktuelle Senckenberg Pressemeldungen

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Dr. Christian DükerDr. Christian Düker
03581-47605210, Fax 03581-47605219

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