Museum Görlitz

Aktuelles / Presse

Bibliothek verändert Öffnungszeiten

Bibliothek SenckenbergAb dem 24. Juni 2019 gelten neue Öffnungszeiten unserer Bibliothek:

Dienstag 9:00 - 17:00 Uhr und Donnerstag 9:00 - 15:00 Uhr

Die Bibliothek des Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz ist mit einem Bestand von ca. 151.000 Medieneinheiten eine der großen naturwissenschaftlichen Spezialbibliotheken in der Oberlausitz. Sie stellt in erster Linie Fachliteratur für die Forschungsarbeit der Wissenschaftler des Instituts zur Verfügung.

Darüber hinaus ist die Bibliothek auch für die Bevölkerung geöffnet. Dem Leser wird allgemeinverständliche Literatur aus den Bereichen der Naturwissenschaften und der Geschichte der Region angeboten.

Filmtipp!

06.06.2019 Ab heute läuft täglich um 16:00 Uhr der neue Naturfilm von Jan Haft "Die Wiese" auch im Filmpalast-Theater Görlitz (vorläufig bis 12.6.)! Erst im April stellte der Preisträger des Görlitzer Meridian Naturfilmpreises seines Buch zum Film im ausverkauften Humboldthaus vor.
Hier kann man sich den Trailer anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=h0oU2miIhyI

Vernetzt im Netz: Welt-Spinnenkatalog
Online-Datenbank erleichtert Spinnenforscher*innen die Arbeit

Frankfurt, 05.06.2019. Die Online-Datenbank „World Spider Catalog“ wurde in einem weltweit einmaligen Projekt mit Artenkatalogen verschiedener europäischer naturkundlicher Museen verknüpft. Die vom Naturhistorischen Museum in Bern organisierte Datenbank enthält mehr als 48.000 beschriebenen Spinnenarten und bietet für die Forscher*innen neben der gesamten taxonomischen Literatur nun auch Informationen zum Typusmaterial. Senckenberg-Arachnologe Dr. Peter Jäger ist Mitglied des Editorial Boards dieser digitalisierten Sammlung.

Jedes Jahr werden weltweit zwischen 500 und 1000 neue Spinnenarten von Forschenden beschrieben. Die erstbeschriebenen Tiere werden als sogenanntes Typusmaterial in öffentlich zugänglichen naturwissenschaftlichen Sammlungen aufbewahrt. „Im Rahmen unserer Forschung sind wir immer wieder darauf angewiesen mit diesen ‚Typen’ zu arbeiten. Häufig ist es aber nicht so einfach herauszufinden, in welcher Sammlung die Tiere liegen und der Ausleihprozess kann umständlich sein“, erklärt Dr. Peter Jäger, Arachnologe am Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt und fährt fort: „Um den genauen Standort für einen bestimmten Typus herauszufinden musste ich in der Originalpublikation nachlesen, beim Museum oder Kolleg*innen nachfragen, um dann eine Ausleihe zu beantragen. Manche Typen sind verschollen oder wurden im Krieg vernichtet, in vielen Fällen war der Status schlichtweg unbekannt. Zudem wurde bei einigen Arten das Material auf verschiedene Sammlungen aufgeteilt.“

Jäger hat nun mit Kolleg*innen aus den naturkundlichen Museen Basel, Berlin, Bern, Bonn, Dresden, Görlitz, Hamburg, Karlsruhe, Linz und Wiesbaden in einer großangelegten Digitalisierungsaktion die Daten zu diesen sogenannten Typen mit Datensätzen in der Online-Datenbank „World Spider Catalog“ verknüpft. Die Forschungssammlungen dieser deutschsprachigen Museen lagen bereits in digitaler Form vor und konnten daher leicht integriert werden. Seit Mitte September 2018 werden zudem die Typusinformationen aus den seither neu erschienenen Publikationen direkt eingearbeitet. Weitere nationale und internationale Museen sollen zukünftig nach und nach einbezogen werden. Außerdem bereitet Jäger eine Liste mit Informationen zu den Riesenkrabbenspinnen vor. Solches Spezialist*innenwissen soll die Daten auch von Museen ohne digitalisierte Daten miteinbeziehen. Ein Upload-Button ermöglicht Kolleg*innen weltweit das Hochladen noch unbekannter Informationen über den Verbleib von Typusmaterial.

„Der Welt-Spinnenkatalog enthält Beschreibungen von mehr als 48.000 Spinnenarten, zudem ist die zugehörige wissenschaftliche Literatur zum Download hinterlegt. Mit der Verknüpfung von Spinnenarten mit dem jeweiligen Typusmaterial kommt jetzt noch ein weiterer Vorzug hinzu“, freut sich der Frankfurter Arachnologe und fährt fort: „Ein langes Suchen bleibt uns zukünftig erspart und wir können sehr viel effektiver arbeiten. So haben wir ein wichtiges Werkzeug an der Hand, um die Spinnenfauna schneller zu beschreiben und so letztlich auch zu schützen.“

Link zum „World Spider Catalog“: https://wsc.nmbe.ch

Kontakt
Dr. Peter Jäger
Senckenberg Forschungsinstitut
Sektion Arachnologie
Tel. 069- 7542 1340
Mobil: 0172- 1726759
Peter.Jaeger@senckenberg.de

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

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Ausgezirpt -
Drastischer Biomasseverlust bei Zikaden in Deutschland

Görlitz, 14.05.2019. In der April-Ausgabe der vom Bundesamt für Naturschutz herausgegebenen Zeitschrift „Natur und Landschaft“ stellen Senckenberg-Forschende einen drastischen Biomasseverlust bei Zikaden in Deutschland fest. Über einen Zeitraum von 40 bis 60 Jahren beträgt der Rückgang für Zikadenpopulationen auf Trockenrasen in Ostdeutschland 54 Prozent und liegt auf Feuchtgrünland in Niedersachsen sogar bei 78 Prozent. Das Team vermutet als Gründe die intensive Landwirtschaft inklusive der Pestizidanwendung und gibt konkrete Handlungsempfehlungen zum Schutz der Insekten.

Zikade
Die Bestände der eigentlich sehr häufigen
Wiesenschaumzikade (Philaenus spumarius)
sind laut der Studie zurückgegangen.
Foto: Arnoldius [CC BY-SA 3.0
(https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Zikaden oder Zirpen sind – insbesondere in den Mittelmeerländern – für ihren intensiven „Gesang“ bekannt und mitunter auch gefürchtet. „In Deutschland gibt es drei Arten, die für uns Menschen hörbare Laute erzeugen, weit weniger bekannt sind weitere etwa 650 hierzulande vorkommenden Arten. Sie sind recht klein und äußerst flüchtig, aber es gibt für jeden Lebensraum angepasste Arten. Für viele dieser Spezialisten verzeichnen wir drastische Verluste“, erklärt Dr. Sebastian Schuch vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz.

Gemeinsam mit deutschen Forschenden hat Schuch die Entwicklung der Zikadenpopulationen über einen Zeitraum von sechs Jahrzehnten auf 26 Flächen in Ostdeutschland und 10 Flächen in Niedersachsen untersucht. „Unsere Ergebnisse sind alarmierend“, erläutert Mitautor und Senckenberger Prof. Dr. Karsten Wesche und fährt fort: „In Ostdeutschland verzeichnen wir einen Rückgang der Zikadenbiomasse von 54 Prozent, auf den Flächen in Niedersachsen sogar um 78 Prozent! Sowohl die Individuenzahlen als auch die durchschnittliche Größe der Tiere ist in allen Untersuchungsgebieten geringer geworden.“
Dieser Verlust kann laut des Artikels bereits jetzt „ökosystemare Konsequenzen“ haben: Die an Pflanzen saugenden, zum Teil äußerst häufig auftretenden Zikaden beeinflussen nicht nur die Zusammensetzung und Dynamik der Vegetation, sondern sind auch als Nahrung für andere Tiere im komplexen Nahrungsnetz von großer Bedeutung.

Zikade
Auch die auffällig gefärbte Blutzikadenart
Cercopis sanguinolenta ist gefährdet.
Foto: CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=144246

„Interessant ist, dass trotz sinkender Individuenzahlen die Gesamtartenzahl der nachgewiesenen Arten in den untersuchten Trockenrasengebieten leicht, im Feuchtgrünland sogar deutlich gestiegen ist“, so Schuch. Die Arbeitsgruppe erklärt dies durch eine Zunahme der generalistischen Arten, die auch in den zunehmend homogenisierten Lebensräumen zurechtkommen. Der Rückgang der – an bestimmte Habitate gebundenen – Spezialisten kann so kompensiert werden. Wesche ergänzt: „Für das Monitoring und den praktischen Naturschutz hat das beunruhigende Konsequenzen: Häufig werden für Insekten nur die reinen Artnachweise zur Zustandsbewertung herangezogen; die Populationsgrößen bleiben unberücksichtigt. Für die Funktionen im Ökosystems sind aber gerade diese von zentraler Bedeutung!“

Zum Erhalt und Wiederaufbau der Zikadenpopulationen, sollten laut des Teams rasch Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft umgesetzt werden. Als Beispiele werden der Schutz von Feldrainen, die Extensivierung auf beispielsweise 5 bis 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen, die Wiedereinführung von Weidelandschaften und die Reduktion des Pestizideinsatzes genannt.

Kontakt
Dr. Sebastian Schuch
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 0551-3707665
Sebastian.schuch@senckenberg.de

Prof. Dr. Karsten Wesche
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Karsten.wesche@senckenberg.de

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

Publikation
Sebastian Schuch, Stefan Meyer, Julian Bock, Roel van Klink und Karsten Wesche (2019): Drastische Biomasseverluste bei Zikaden verschiedener Grasländer in Deutschland innerhalb von sechs Jahrzehnten. Natur und Landschaft 94 (2019): 04. DOI: 10.17433/4.2019.50153677.141-145

Pressemitteilung und Bildmaterial finden Sie auch unter www.senckenberg.de/presse

Freier Eintritt am Internationalen Museumstag

vr brille
Foto: Anke Neumeister / Senckenberg

Egal, wie das Wetter wird - am Sonntag, den 19. Mai sind Museumsbesuche angesagt! Denn dann findet der Internationale Museumstag statt und das Senckenberg Museum Görlitz lädt von 10 bis 18 Uhr zum kostenlosen Besuch ein.
Zudem haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, an diesem Tag einen Blick durch die Virtual-Reality-Brille zu werfen und in der Welt des Waldbodens auf neue Bekanntschaften mit bizarren Bodenlebewesen zu treffen. Wer diese Anwendung nutzen möchten so bittet das Museum um vorherige Anmeldung unter 03581 47605220.
Außerdem lädt die neue Sonderausstellung "Amphibios - vom Wunder der Verwandlung mit zahlreichen lebenden Tieren zum Staunen ein.

Öffentliche Ausschreibung

Logo

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG) beabsichtigt im Rahmen der  Erstellung der Wanderausstellung  „Stadt-Land-Fluss“  die Anfertigung eines Modells eines Bachflohkrebses zum Anfassen. Das Modell soll möglichst naturgetreu dargestellt werden und ungefähr die Größe von 40-50 cm haben.  Um eine Vergleichbarkeit der Angebote in Bezug auf die Umsetzung des Motivs und der Passfähigkeit in die Ausstellung abschätzen zu können, bitten wir die Anbieter eine grobe Skizze bzw. einen groben Entwurf eines Modells sowie eine Beschreibung der eingesetzten Materialien mit dem Angebot vorzulegen.

Die Angebote können schriftlich in deutscher oder polnischer Sprache beim Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Am Museum 1, D-02826 Görlitz eingereicht werden. Es werden Angebote bis 3.500,00 € zzgl. MwSt. berücksichtigt.

Die Eingangsfrist für die Angebote ist der 27.05.2019, 12.00 Uhr.

Die Erbringung der Leistung ist zwingend erforderlich bis spätestens 15.04.2020.

Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz (SMNG) w ramach przygotowywania wystawy objazdowej „Miasto-krajobraz-rzeka“ zamierza wykonać model skorupiaka z rodzaju Gammarus do dotykania przez zwiedzających. Model powinien możliwie jak najdokładniej odzwierciedlać wygląd zwierzęcia i mieć wielkość ok. 40-50 cm. Aby móc porównać oferty co do ujęcia motywu a także ocenić jego podatność do wystawy, prosimy oferentów o przedstawienie w ofercie wstępnego szkicu lub projektu modelu a także opisu użytych materiałów.

Oferty można składać w języku polskim lub niemieckim w Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Am Museum 1, D-02826 Görlitz. Rozpatrywane będą oferty do kwoty 3.500,00 € plus VAT.

Termin składania ofert upływa 27.5.2019 r. o godz. 12.00.

Ostateczny termin wykonania usługi do 15.04.2020 r.

Stelle zur Einreichung der Angebote / Instytucja, u której należy składać oferty:

Name und Anschrift:

Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Helga Zumkowski-Xylander
Am Museum 1
D-02826 Görlitz

Telefonnummer:

+49 3581 4760 5217

E-Mail-Adresse:

post-gr@senckenberg.de

Senckenberg zeigt neue Schau über Amphibien

Amphibien sind rätselhafte Tiere, die im Wasser geboren werden, dort einen radikalen Gestaltwandel vollziehen, um danach an Land zu leben. Seit jeher inspiriren sie die Fantasie der Menschen. So ranken sich viele Legenden um diese Mischwesen aus Wasser- und Landtier. So soll es manchmal Frösche regnen, Kröten zuweilen Schätze bewachen oder Laubfrösche das Wetter vorhersagen können. Leider alles nicht wahr - auch nicht die Geschichte mit dem Prinzen! Trotzdem gibt es viele faszinierende Geschichten und Fakten aus dem Leben der Lurche, so der deutsche Name dieser Tiergruppe, zu berichten.

Feuersalamander (c) Uwe Prokoph
Der Feuersalamander ist sicherlich der schönste
einheimische Lurch. Die Ausstellung zeigt drei
verschiedene euroäpische Farbvarianten
(c) Uwe Prokoph

Ab 18. Mai präsentiert das Senckenberg Museum die große Vielfalt der Amphibien anhand ausgewählter Aspekte ihrer Lebensweise und mit zahlreichen lebenden einheimischen und exotischen Vertretern der Tiergruppe. Das beginnt mit der wundersamen Metamorphose vom Ei über die wasserlebende Larve bis zum landlebenden erwachsenen Tier, von Weibchen, die Ihre Jungen unter der Haut oder sogar im Magen ausbrüten bis hin zu Molchlarven, die sich weigern, erwachsen zu werden und trotzdem Junge bekommen. Die Ausstellung widmet sich intensiv den einzelnen Amphibiengruppen, von denen die schlangenförmigen Wühlen aus den Tropen wohl den Wenigsten bekannt sein dürften. Ihre größte Vielfalt erreichen die Amphibien in den tropischen Regionen der Erde, aber auch in Sachsen kommen 18 verschiedene Arten vor. Leider sind mittlerweile viele Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Auch darüber informiert die Ausstellung.

Die Eröffnung dieser vom Museum der Westlausitz konzipierten Ausstellung findet am 17. Mai um 18:00 Uhr statt. Der Eintritt dazu ist frei.

Im Anschluss stellt der Kriechtierexperte Uwe Prokoph seine Expedition auf der Suche nach Reptilien in der Westsahara und Südmarokko vor. Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr im Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz. Der Eintritt kostet 2 €.

"Amphibios - vom Wunder der Verwandlung" ist vom 18. Mai bis Ende Oktober 2019 im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen.

Senckenberg am Nachmittag: Hiddensee

Hiddensee (c) Luebcke
Der Leuchtturm auf Hiddensee weist seit 1888
den Schiffen ihren Weg. (c) Thomas Lübcke

Die Insel Hiddensee, oder schlicht "die Insel", gilt vielen als das "Sylt Ostdeutschlands" - ein traditionsreiches Ferienziel, das bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat. Bewaffnet mit einer veralteten Spiegelreflexkamera, einer Kleinbildkamera und seinem Smartphone begibt sich der Wahl-Görlitzer Thomas Lübcke im Rahmen eines Fotokurses auf die Jagd nach inseltypischen Motiven und entdeckt, dass Hiddensee den Vergleich mit der westdeutschen Schwester Sylt nicht zu scheuen braucht - im Gegenteil: "Die Insel" ist facettenreicher, als er sich hätte träumen lassen.

Donnerstag, 16. Mai 2019 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Museum/Seminarraum
Hiddensee – Trauminsel in der Ostsee
Vortrag von Thomas Lübcke, Görlitz
Der Eintritt kostet 3 € und beinhaltet den Besuch der Ausstellungen.

Geländeworkshop "Sedimente und Vulkanite"

Im Rahmen unseres dreijährigen sächsisch-tschechischen Projektes 'GECON - Grenzüberschreitendes geologisches Kooperationsnetzwerk' laden wir Sie herzlich zur vierten Exkursion in einer Reihe von Veranstaltungen ein, die wir für Sie vorbereitet haben.

Der Geländeworkshop führt in eine aktive Kiesgrube, in der Kiese und Sande der Neiße abgebaut werden. Anschließend werden wir eine Wanderung zum Hofeberg bei Leuba unternehmen und die Reste tertiären Vulkanismus besuchen.

Wann: 15. Mai 2019, 10.00 bis 14.30 Uhr
Treffpunkt: 10.00 Uhr in Hagenwerder Parkplatz am Freibad Hagenwerder (51.056304, 14.956264)

Die Führung ist in tschechischer und deutscher Sprache und wird zusätzlich auch ins Polnische übersetzt. Der Workshop ist kostenlos. Der Anfahrt erfolgt individuell und wir stellen Ihnen ein Lunchpaket bereit. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Ablauf
9:50           Ankunft und Anmeldung
10:00         Besuch der Kiesgrube Hagenwerder, Wanderung zum Hofeberg und zurück (ca. 4 km)
ca. 14:30   Rückkehr am Parkplatz
 
Infos und Anmeldung hier, bis zum 10. Mai 2019 an joerg.buechner@senckenberg.de

Verändert der Klimawandels die Tierwelt Grönlands?
Vortrag am Senckenberg Museum

Schneeeule
Schneeeulen haben Lemminge zum Fressen
gern. Jetzt werden die "Harry-Potter-Eulen"
immer seltener, da die Lemmingzahlen ab-
nehmen und nicht genug Beute für die Jungen-
aufzucht zur Verfügung steht. (c) privat

Seit über dreißig Jahren untersucht der Geograph Benoit Sittler aus Freiburg die Tierwelt Grönlands. Seinen Schwerpunkt hat er dabei auf die legendären Lemminge gelegt, kleine Nagetiere, die für ihre großen Bestandsschwankungen bekannt sind und zu der Legende geführt haben, dass sich überzählige Tiere im Meer ertränken würden. Vielmehr sind die zuverlässig alle vier bis fünf Jahre stattfindenen Massenvermehrungen wichtig für das Überleben der Lemmingjäger wie Schneeeulen, Hermeline oder Eisfüchse. Seit zehn Jahren verzeichnen die Wissenschaftler bei den kleinen Nagern keine zyklische Massenvermehrung mehr. Damit einhergehend sind die Bestände ihrer Fressfeinde massiv eingebrochen. Die Untersuchungen Sittlers weisen darauf hin, dass die Bestandseinbrüche der Tierwelt Grönlands durch Veränderungen des Klimas hervorgerufen werden.
Seine Forschungsergebnisse stellt er in einem Abendvortrag am 14. Mai um 19:30 Uhr im Senckenberg Museum vor.

Dienstag, 14. Mai 2019 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum/ Museum, Am Museum 1, 02826 Görlitz
Lemminge, Polarfüchse und Schneeeulen – Eine Langzeitstudie in Grönland zeigt die Auswirkungen des Klimawandels
Vortrag von Dr. Benoit Sittler, Karupelv Valley Project
Der Eintritt kostet 2 €

Mehr erfahren: https://www.karupelv-valley-project.de

Exkursion ins Reich der Insekten

Zitronenfalter (c) Lang
Zitronenfalter fliegen heutzutage oft schon im
Februar und gehören damit zu den ersten Frühlings-
boten. Zur Eiablage benötigen sie Faulbäume,
denn nur deren Laub können die Raupen fressen.
In Görlitz ist der Faulbaum nicht selten.
(c) Birgit Lang

Zu einem Spaziergang im Rahmen der Exkursionsreihe "Natur in der Stadt" lädt das Senckenberg Museum am Sonntag, dem 28. April um 14:00 Uhr ein. Treffpunkt ist die Straßenbahnhaltestelle "Hohe Straße" in Görlitz.
Während Insekten in der offenen Landschaft immer stärker unter Druck geraten, gilt dies nicht unbedingt für Siedlungsgebiete. Auch wenn es widersprüchlich erscheint, ist die Artenvielfalt in Städten oft vergleichsweise hoch. Gärten und öffentliche Grünanlagen bieten ein kleinräumiges Mosaik von verschiedenen Lebensräumen. Der Einsatz von Insektengiften und sogenannten Pflanzenschutzmitteln unterbleibt häufig.  Dies schafft die Grundlage für vielfältiges Insektenleben, dem sich die Exkursion unter der Leitung von Dr. Birgit Lang, Wissenschaftlerin am Senckenberg Museum widmet. Die Teilnahme ist kostenlos und wird ab 6 Jahren empfohlen. Dauer ca. 2 Stunden

Öffentliche Ausschreibung

Interreg Polen SachsenDas Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz (SMNG) beabsichtigt im Rahmen der Erstellung der Wanderausstellung „Stadt-Land-Fluss“ die Anfertigung eines Modells einer Eintagsfliege beim Schlupf. Hierbei soll das frisch geschlüpfte Tier auf der Wasseroberfläche gezeigt werden, d.h. der Moment, wo die Subimago die Nymphenhülle verlässt. Das Modell soll ca. 50-60 cm groß sein. Bei der Erstellung des Modells soll auf eine detailgetreue Darstellung der anatomischen Strukturen geachtet werden. Die Angebote können schriftlich in deutscher oder polnischer Sprache beim Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Am Museum 1, D-02826 Görlitz eingereicht werden. Es werden Angebote bis 25.000,00 € zzgl. MwSt. berücksichtigt.

Die Eingangsfrist für die Angebote ist der 18.04.2019, 12.00 Uhr.

Die Erbringung der Leistung ist zwingend erforderlich bis spätestens 15.04.2020.

Zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle, Stelle zur Einreichung der Angebote, zuschlagserteilende Stelle:

Name und Anschrift:

Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Helga Zumkowski-Xylander
Am Museum 1
D-02826 Görlitz

Telefonnummer:

+49 3581 4760 5217

E-Mail-Adresse:

post-gr@senckenberg.de

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung sieht die Rückkehr der Wölfe positiv

Frankfurt am Main, den 16.04.2019. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hält die Rückkehr der Wölfe für eine gute Sache, berichten Senckenberg-Wissenschaftler*innen aktuell im Fachmagazin „Biological Conservation“. Eine neutrale Haltung zur Rückkehr der Wölfe haben demgegenüber Bewohner*innen des Landkreises Görlitz, in dem sich Wölfe schon lange angesiedelt haben. Da jedoch beide Gruppen gar keinen bis kaum direkten Wolfkontakt haben, wird ihre Einstellung vorwiegend durch Medien geprägt. Personen, die ihre Informationen nicht nur aus den Medien, sondern auch aus Büchern – oder im Landkreis Görlitz vom Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ – bezogen, haben insgesamt eine positivere Einstellung zum Wolf.
Ob der Wolf in Deutschland eine Zukunft hat, hängt maßgeblich davon ab, ob die Bevölkerung seine Rückkehr toleriert. Wie eine Studie von Senckenberg-Wissenschaftler*innen nun zeigt, sieht es damit überwiegend gut aus. „Deutschlandweit wurden rund tausend Haushalte telefonisch befragt. Dabei wurde pro Bundesland eine repräsentative Stichprobe der Land- und Stadtbevölkerung interviewt, mit dem Ergebnis, dass die Mehrheit der in Deutschland Lebenden der Rückkehr der Wölfe positiv gegenüber steht“, sagt Dr. Ugo Arbieu, Leiter der Studie vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum.
Während jede*r Bundesbürger*in durchschnittlich rund 140 Kilometer vom nächsten Wolfsterritorium entfernt lebt, sind es in der ‚Wolfsregion‘ Görlitz, in der bereits seit neunzehn Jahren wieder Wölfe leben, im Durchschnitt nur vierzehn Kilometer. Diese Nähe beeinflußt auch die Einstellung zur Rückkehr der Tiere, wie eine zusätzliche Befragung von 250 Bewohner*innen des Landkreises Görlitz ergab. Sie stehen der Rückkehr der Wölfe im Gegensatz zur Mehrheit der in Deutschland Lebenden im Durchschnitt eher neutral gegenüber, d.h. weder befürworten sie die Rückkehr der Wölfe noch lehnen sie diese ab.
Die Bewohner*innen der ‚Wolfsregion‘ fühlen sich eigenen Angaben zufolge besser über Wölfe informiert und haben ein größeres Wissen über die Tiere, als die Mehrheit der deutschen Bevölkerung. „Da jedoch beide Gruppen niemals oder kaum direkt mit einem Wolf zu tun gehabt haben, erwerben sie ihre Informationen fast ausschließlich durch die Nutzung externer Informationsquellen. Sie prägen daher die Einstellung zum Wolf entscheidend“, so Prof. Dr. Thomas Müller, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum.
Spitzenreiter unter den Informationsquellen über den Wolf und seine Rückkehr sind die klassischen Medien: „Rund 67 Prozent der Befragten aus ganz Deutschland und rund 55 Prozent der Bewohner*innen der ‚Wolfsregion‘ informieren sich durch Zeitungen, Fernsehen und Radio über die Tiere. Bücher und Filme spielen in der Information über den Wolf eine weitaus geringere Rolle. In der ‚Wolfsregion‘ nutzen rund 21 Prozent der Befragten zusätzlich das lokale Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ als Informationsquelle“, so Arbieu.
Wie die Studie zeigt, sind Menschen, die sich außer über die Medien noch zusätzlich mittels Büchern und Filmen über Wölfe informieren, deutlich positiver gegenüber der Rückkehr eingestellt, als Personen, die sich ausschließlich über Medien informieren. Einen ähnlichen Effekt hat das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“: Bewohner*innen der ‚Wolfsregion‘ Görlitz, die angeben, das Wolfs-Informationszentrum zu nutzen, haben auch insgesamt eine positivere Einstellung zu Wölfen als die Gesamtheit der Bewohner*innen dieses Gebietes.
„Faktenbasierte Informationen, wie sie das „Kontaktbüro Wölfe in Sachsen“ oder die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf bereitstellen, helfen über Kosten und Nutzen der Wölfe aufzuklären und vereinfachen das Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf. Wenn der Wolf langfristig ein Zuhause in Deutschland haben soll, sollte daher über die Einrichtung weiterer Informationszentren in anderen Regionen nachgedacht werden“, kommentiert Müller.

Kontakt
Dr. Ugo Arbieu
Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum
ugo.arbieu@senckenberg.de
Prof. Dr. Thomas Müller
Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum & Goethe-Universität
Tel. 069 7542 1889
thomas.mueller@senckenberg.de
Sabine Wendler
Pressestelle
Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum
Tel. 069 7542 1818
pressestelle@senckenberg.de
Studie

Arbieu, U. et. al. (2019): Attitudes towards returning wolves (Canis lupus) in Germany: Exposure, information sources and trust matter. Biological Conservation,  doi: 10.1016/j.biocon.2019.03.027


Görlitzer Naturfilm-Preisträger zeigen prämierten Wildbienenfilm und stellen neues Buch vor

(c) Haft
Der vielfach prämierte Naturfilmer Jan Haft
stellt in Görlitz sein neues Buch über die Wiese
vor und zeigt den ausgezeichneten Wildbienen-
film"Biene Majas wilde Schwestern"
(c) Jan Haft

Einen absoluten Höhepunkt für Naturfreunde, Naturfilmliebhaber und Leseratten, bietet das Senckenberg Museum für Naturkunde am Montag, dem 15. April 2019. Dann präsentiert das Filmemacherpaar Jan und Melanie Haft seinen mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Biene Majas wilde Schwestern“ und lesen aus dem gerade erschienen Buch „Die Wiese – Lockruf in eine geheimnisvolle Welt“.

Biene ist nicht gleich Biene! Genaues Hinschauen lohnt sich, denn neben dem Haustier Honigbiene brummen noch 585 andere Bienenarten durch Deutschland. Ob Kuckucks-, Hosen-, Seiden- oder Blattschneiderbiene: Jan Haft kennt sie alle und hat sich auf Ihre Flugbahnen begeben. Dabei entstanden einzigartige Filmsequenzen aus dem ganzen Reichtum an Lebensformen und Verhaltensweisen unserer wichtigsten Pflanzenbestäuber. Der Film ist auch ein emotionales Plädoyer für mehr Wildnis, auch und gerade für Wildnis „im Westentaschenformat“, die in jedem Vorgarten Platz hat.

Passend zu den Bienen stellt Jan Haft sein neues Buch „Die Wiese Lockruf in eine geheimnisvolle Welt“ vor. Kitzelnde Gräser, leuchtende Blumen, summende Insekten: So fühlt sich eine Sommerwiese an. Jan Haft nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise in ein wahres Naturparadies, in dem Hunderte bunter Pflanzen und bizarrer Tiere leben, deren Naturgeschichte oft noch gar nicht richtig erforscht ist.
Beginn ist bereits um 19:00 Uhr.

Montag, 15. April 2019 | 19:00 Uhr | Außer der Reihe| Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Filmvorführung »Biene Majas wilde Schwestern« und Buchvorstellung »Die Wiese: Lockruf in eine geheimnisvolle Welt«
mit Jan und Melanie Haft, Träger des Görlitzer Meridian-Naturfilmpreises 2017
Der Eintritt kostet 2 €.

Unbekanntes Österreich – Reisevortrag im Senckenberg Museum

(c) Strunz
Blick auf die schroffen Zacken des Gosau-
kammes die das Gosautal überragen.
© Gunnar Strunz

Zu einer Reise vom Böhmerwald bis zu den Alpen lädt der Reisebuchautor Dr. Gunnar Strunz am Freitag, dem 12. Februar um 19:30 Uhr in das Görlitzer Humboldthaus ein.

Zu den in Deutschland unbekannteren Regionen Österreichs gehört zumindest die nördliche Hälfte des Bundeslands Oberösterreich. Sein Süden, das Salzkammergut um Atter-, Traun- , Wolfgang- und Hallstätter See, um Bad Ischl und Gmunden ist dagegen ein international bekanntes touristisches Gebiet.

Im Norden, nahe der tschechischen Grenze, liegt ein kleiner Teil des Böhmerwalds auf oberösterreichischem Gebiet, das südlich bis zur Donau anschließende Mühlviertel ist eine reizvolle Mittelgebirgslandschaft, die sich durch interessante Volksarchitektur auszeichnet. Im Donautal liegt die Landeshauptstadt Linz, einst eine bloße Industriestadt, jetzt eine übernationale Stätte großer kultureller Events. Nahe dem Donautal liegen auch die großartigen Stiftsanlagen von St. Florian und Kremsmünster. Das Innviertel im Westen Oberösterreichs gilt durch seine Brauereien und seine Würste als besondere Genußregion. Und der Südosten des Lands, das Traunviertel und die Gegend um den Nationalpark Kalkalpen beeindruckt durch grandiose Bergregionen, die vom Massentourismus bisher verschont sind. Oberösterreich ist eine Region größter landschaftlicher Vielfalt.

Gunnar Strunz ist studierter Geologe und vereint in seinen zahlreichen Reisführern über Ost- und Mitteleuropa gekonnt Kultur und Natur miteinander.

Freitag, 12. April 2019 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Oberösterreich – vom Böhmerwald zu den Alpen
Reisevortrag von Dr. Gunnar Strunz, Berlin
Der Eintritt kostet 2 €.

Förderpreis für herausragende Naturforschung in der Oberlausitz vergeben

Westphal
Marlieb Dedek erhielt den Preis der Naturforschenden
Gesellschaft der Oberlausitz, unterstützt durch
Landkreis, Lions-Club und Sparkassenstiftung
Oberlausitz-Niederschlesien (c) B. Westphal

Erstmals wurde am 23. März 2019 der Förderpreis der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz an Marlieb Dedek vergeben. Die Preisverleihung fand im Rahmen der 29. Jahrestagung der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz im Humboldtsaal des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz statt und wurde durch die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, den Lions-Club Görlitz und den Landrat Görlitz unterstützt und finanziert.
Professor Dr. Karsten Wesche stellte in seiner Laudatio die besondere wissenschaftliche Leistung der Preisträgerin mit ihrer Forschungsarbeit über die Ackerwildkrautflora der Oberlausitz dar. Marlieb Dedek referierte im Anschluss aus ihrer Arbeit mit dem Thema „Die Segetalflora der Oberlausitz im Wandel – heutige Situation im Vergleich zu historischen Daten von Max Militzer“ und die darin erhobenen Befunde. Ihr Fazit: Ein dramatischer Rückgang der Artenzahlen der Ackerwildkräuter um bis zu 80 % konnte festgestellt werden. Dieser kritischen Situation in der stark landwirtschaftlich genutzten Oberlausitz stehen vergleichsweise nur wenige Naturschutzmaßnahmen gegenüber, resümiert Dedek.

Wir sind Partner von kubimobil

Kubimobil LogoKuBiMobil ist ein Projekt der kulturellen Bildung, das Ihrer Bildungseinrichtung die Möglichkeit bietet, einen Zuschuss für die Fahrt in verschiedenste Kultureinrichtungen im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien zu beantragen. Sie besuchen mit Ihrer Gruppe zum Beispiel ein Museum, Theater, Kino oder einen Tierpark im Kulturraum, nutzen dabei eines der Vermittlungsangebote des jeweiligen Kulturbetriebs und KuBiMobil erstattet Ihnen anteilig die Fahrtkosten.

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26.03.2019

Sächsische Akademie der Wissenschaften mit Strukturwandel-Forum in Görlitz zu Gast

Akademieforum

Akademie-Forum: Nachhaltige Entwicklung – Impulse für neue Wertschöpfung in der Lausitz

Das Akademie-Forum am 9. April 2019 in Görlitz beschäftigt sich mit neuen und nachhaltigen Möglichkeiten für Wertschöpfung in der Lausitz nach dem "Kohleausstieg". Ziel des Akademie-Forums ist es, sich interessensneutral in den Diskussionsprozess einzubringen und in Dialog mit den Menschen vor Ort zu treten. Herzlich eingeladen dazu sind interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Verbänden.

Programm
Begrüßung und Eröffnung
Bernd Lange (Landrat des Landkreises Görlitz; Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien)
Prof. Dr. Hans Wiesmeth (Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig)

Impulsreferate
Prof. Dr.-Ing. Bernd Meyer (Direktor des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen an der TU Freiberg; Geschäftsfeldleiter im Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS für das Geschäftsfeld „Chemische Umwandlungsprozesse“; Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig):
Cluster progressLAUSITZ – Production and Products for Green and Sustainable Systems LAUSITZ

Prof. Dr.-Ing. Thomas Herlitzius (Direktor des Instituts für Naturstofftechnik an der TU Dresden; Mitglied der Kommission Technikbewertung und -gestaltung an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig):
Digitalisierung und neue Wertschöpfungsketten für den ländlichen Raum

Offene Diskussion mit Vertretern der Industrie und der Wissenschaft zu den Themenschwerpunkten
·  Kohlenstoffkreislauf, chemisches Recycling und innovative Kohlenstoff-Produkte
·  Neue Energiewandlungssysteme, Wasserstoff und CO2
·  Lithiumprodukte für Energiespeicher der e-Mobilität
· Digitalisierung, Strukturentwicklung und Innovationsförderung unter Einbeziehung des ländlichen Raums und biogener Wertschöpfungsketten
Diskussionsleitung: Prof. Dr.-Ing. Bernd Meyer

Statement
Dr. Stephan Rohde (angefragt)
(Sächsische Staatskanzlei, Koordinierung der Strukturentwicklung in den sächsischen Braunkohlerevieren)

Aufbruch ohne Bruch!
Industrielles Cluster progressLAUSITZ und Bioökonomik

Seitdem in der Lausitz Braunkohle gefördert wird, steht die Region für industrielle Pionierleistungen in den Bereichen Bergbau, Energie, Chemie, Kunststofftechnik, Glasindustrie u.a., aber auch für massive Eingriffe in die Umwelt. Neuanfänge und Umbrüche prägen die Region wie kaum eine andere.

Bergbau und Energiewirtschaft leisten gegenwärtig einen bedeutenden Beitrag zu Wertschöpfung und Beschäftigung. Der „Kohleausstieg“ wirft für viele Lausitzer existenzielle Fragen auf. Gesucht werden zukunftsfähige regionalwirtschaftliche, umwelt- und sozialverträgliche Strategien mit und nach der Braunkohle.

Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig will sich mit dem Akademie-Forum „Nachhaltige Entwicklung – Impulse für neue Wertschöpfung in der Lausitz“ interessensneutral in den Diskussionsprozess einbringen und sucht den Dialog mit den Menschen vor Ort.

Vertreter der Wirtschaft, Politik, der Wirtschafts- und Innovationsförderung sind eingeladen, um über die Möglichkeiten von Ansiedelungen in einem industriellen Cluster progressLAUSITZ (Production and Products for Green and Sustainable Systems LAUSITZ) zu berichten. Die Sächsische Staatsregierung wird Stellung nehmen zur politischen Unterstützung der Gestaltung des Strukturwandels und Fragen beantworten.

Das Akademie-Forum richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Verbände.

Um Anmeldung wird gebeten bis 30. März 2019 an:
Arbeitsstelle Technikfolgenabschätzung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
c/o TU Bergakademie Freiberg
IEC – Institut für Energieverfahrenstechnik und Reiche Zeche
Fuchsmühlenweg 9, 09596 Freiberg

Kontakt:
Dr.-Ing. Lutz Schiffer
Lutz.Schiffer@extern.tu-freiberg.de
Tel: +49 3731 39 4428

Klimawandel-Vortrag am Senckenberg Museum

Ist der Klimawandel menschengemacht oder nicht? Hier scheiden sich seit Jahren die Gemüter. Die Fachwelt ist sich aufgrund zahlreicher Studien und Messungen mittlerweile größtenteils einig, dass die konstante Erderwärmung auf den Menschen zurückzuführen ist. Dennoch herrscht in der Bevölkerung Unsicherheit und Unklarheit, eine Meinungsbildung ist hier nicht leicht.
In seinem Vortrag am 2. April, 19:30 Uhr im Senckenberg Museum Görlitz geht der Biologe Dr. Bernhard Seifert dieser Frage auf den Grund. Bereits seit den achtziger Jahren befasst sich der Wissenschaftler zur Klärung von Forschungsfragen in seinem Fachgebiet – den Insekten – mit Bodentemperaturmessungen im Zusammenhang mit dem Phänomen der globalen Erwärmung. Am Beispiel seiner Untersuchungen sowie vieler weiterer astronomischer und geophysikalischer Daten stellt Seifert den anthropogenen Einfluss auf die Klimaerwärmung vor. Nicht zuletzt bietet er Lösungsansätze, welche Möglichkeiten des Handelns und persönlicher Einstellungen in Gegenwart und Zukunft bestehen.

Di 2. April 2019 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Seminarraum/Seiteneingang, Am Museum 1, 02826 Görlitz
Anthropogene Aufheizung des Erdklimas – naturwissenschaftliche Fakten und die Psychologie der Realitätsleugnung
Vortrag von Dr. Bernhard Seifert, Görlitz
Der Eintritt kostet 2 Euro.

Senckenberg entwickelt neue DNA-Techniken und andere Top-Meldungen aus der Forschung

Einmal im Jahr haben die Görlitzer Gelegenheit, ganz ganz nah an den atemberaubendsten neuesten Forschungsergebnissen dran zu sein. An diesem besonderen Tag, in diesem Jahr der 1. April, stellen Wissenschaftler und Personen, die sich dafür halten, ihre bahnbrechenden Erkenntnisse erstmalig der Öffentlichkeit vor.

So viel sei vorab verraten: In Görlitz entwickelte Hedwig Arfken neue Techniken zur Klonierung von Bodentieren, Ralph Kunze entdeckte bisher Unbekanntes über die Beziehung zwischen dem Geheimrat Goethe und der auf dem Nikolaifriedhof begrabenen Minna Herzlieb. Und es wird noch delikater, wenn Jana Bingemer in Form eines Slams erklärt, wie in der Liebe getrickst, gelogen und hintergangen wird.

Interessierte finden sich bitte am 1. April bis 19:30 Uhr im Humboldtsaal, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz ein. Der Eintritt kostet 2 €.

Mo 1. April 2019 | 19:30 Uhr | 1.-April-Vorlesung | Humboldthaus
Wussten Sie schon? – Unerhörtes und nicht ganz Ernstzunehmendes aus der Wissenschaft
vorgetragen von Görlitzer Persönlichkeiten

Stechrochen-Babies ziehen ins Schaubecken ein

Stechrochenbabies
Noch etwas schüchtern erkunden die zwei
Stechrochen-Babies ihr neues Zuhause im
Schauaquarium des Görlitzer Senckenberg
Museums. Foto: Senckenberg

Görlitz, 19.03.2019. Endlich ist es soweit: Im Vivarium des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz sind wieder Stechrochen zu sehen. Genauer gesagt, zwei Schwarze Süßwasserstechrochen, die zusammen mit Basilisken, Buntbarschen, Guppys und einem Harnischwels das Südamerika-Becken bewohnen.
Ende Januar zogen ihre Eltern, die nach neun Jahren aus dem Aquarium "herausgewachsen" waren, ins Vivarium des Naturkundemuseums Karlsruhe um. Ende letzter Woche sind die beiden Sprösslinge ihrerseits vom Aufzuchtbecken ins Schauaquarium gewechselt. "Jetzt beobachten wir erst einmal, wie sie hier zurechtkommen", meint Vivarienleiter Thomas Lübcke, "noch sind sie etwas schüchtern." Aber solange sie Futter annehmen, sei alles im grünen Bereich, so der Biologe. Letzeres muss mit der Pinzette angereicht werden, damit die großen Buntbarsche es den Neulingen nicht streitig machen, denn noch sind die beiden mit gerade mal 20 cm Länge recht winzig.

Nebenbei gibt es noch ein weiteres Wiedersehen mit alten Bekannten: Nach ihrer Überwinterung im Kühlschrank zwischen Butter und Aufschnitt sind die beiden Ringelnattern seit letzter Woche wieder im Vivarium zu sehen.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr und am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr geöffnet.

Hier können Sie den Umzug unserer Stechrochen im Video verfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=hJ-v5f6ISVI

Ausstellung stellt den Boden des Jahres vor

Kippenboden 2019

Er prägt in Teilen der Lausitz die Landschaft und bedeckt rund drei Prozent der sächsischen Staatsfläche – der Kippenboden. Das erscheint auf den ersten Blick wenig. Wenn man sich aber die Ausdehnung der Braunkohletagebauflächen im Mitteldeutschen und Lausitzer Revier vor Augen führt, wird die Dimension erkennbar!
Kippenböden entwickeln sich, innerhalb von Jahrzehnten in Bergbaufolgelandschaften, wie zum Beispiel rund um den Berzdorfer See. Sie haben daher eine zentrale Bedeutung für die zukünftige Nutzung dieser durch den Bergbau beanspruchten Landschaften.
Die neue Sonderausstellung im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz erklärt die Entstehung und Entwicklung von Kippenböden und macht die Böden in Form von sogenannten Lackabzügen – Originalkopien von echten Böden - erlebbar.
Der Abbau von Braunkohle im Tagebau geht nicht gerade zimperlich mit dem Boden um, der über dem begehrten Rohstoff liegt. Was sich nach der Eiszeit in Jahrtausenden entwickelt hat, wird mit Tagebaugroßgeräten in kurzer Zeit komplett abgetragen und abgekippt. Der ursprüngliche Boden wird dabei zerstört, es entstehen Halden aus sogenanntem Kippsubstrat. Diese neuen Oberflächensubstrate sind häufig vergleichsweise lebensfeindlich, nährstoffarm, trocken und sauer. Ein Boden ist das noch lange nicht. Zu dessen Entwicklung müssen sich erst Mikroorganismen, Pflanzen, Pilze und Tiere ansiedeln. Hier leistet der Mensch im Rahmen der Rekultivierung Hilfestellung: das Kippsubstrat wird geebnet und durch Zugabe von Kalk und Düngern für seine zukünftige Aufgabe fit gemacht – man spricht von Melioration. Sie unterscheidet sich je nach der geplanten Nutzungsform wie Wald, Landwirtschaft oder Naturschutzflächen. Die sich langsam entwickelnden Böden nennt man Kippenböden, oder fachlich „Kipp-Regosol“. Vermutlich dauert es Jahrtausende bis sie von natürlich gewachsenen Böden nicht mehr zu unterscheiden sind.
Eine Expertengruppe ruft alljährlich einen sogenannten „Boden des Jahres“ aus, und stellt diesen in den Mittelpunkt öffentlichkeitswirksamer Kampagnen. Da dieser Boden in Sachsen eine besondere Verbreitung hat, ist der sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, Schirmherr.

Freitag, 22. März 2019 | 18:00 Uhr | Ausstellungeröffnung
Der Kippenboden – Boden des Jahres 2019
Eine Sonderausstellung der Arbeitsgruppe zum Boden des Jahres 2019 (Staatsbetrieb Sachsenforst, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie dem Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V.) unter der Schirmherrschaft des Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt.

Die Ausstellung ist vom 23. März bis zum 10. Juni 2019 im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen.

Typfrage: Weltweite Typlokalität für Basalt muss neu definiert werden

Görlitz/Dresden, 13.03.2019. Senckenberg-Wissenschaftler aus Görlitz haben das Vulkanvorkommen in Stolpen bei Dresden untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass es sich bei dem Burgberg um einen Maar-Diatrem-Vulkan handelt. Bisher war man davon ausgegangen, dass die Gesteine auf einen unterirdisch entstandenen Subvulkan zurückzuführen sind. Zudem zeigen die Forscher in ihrer kürzlich im Fachjournal „Journal of Geoscience“ erschienenen Studie, dass die Stolpen-Vulkanite aufgrund der mineralogischen Zusammensetzung nicht länger als weltweite Typlokalität für Basalt gelten können.

Stolpen Tietz
Galt bisher als Typlokalität für Basalt: Der
geologische Aufschluss unterhalb der Burg
Stolpen. Copyright: Senckenberg/Tietz

Georgius Agricola, geboren 1494 in Glauchau und 1555 verstorben in Chemnitz, gilt als „Vater der Mineralogie“ und Wegbereiter der modernen Geologie und Bergbaukunde. 1546 beschrieb der Gelehrte während einer seiner zahlreichen Reisen im sächsischen Erzgebirge die Vulkanvorkommen von Stolpen als Basalte. Seitdem gilt Stolpen als Typlokalität für das basische Ergussgestein Basalt.

Agricola bezieht sich dabei auf eine fehlerhafte Abschrift des römischen Gelehrten Plinius dem Älteren, der dafür ursprünglich den Begriff Basanit verwendete hatte. „Wie wir heute wissen ist der Begriff Basalt ein Abschreibefehler oder wie Sprachwissenschaftler sagen ein reines Geist-Wort, welches es so nie gab, aber heute noch verwendet wird,“ erklärt Dr. Olaf Tietz vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Unsere neuesten Untersuchungen zeigen aber, dass die Stolpener Vulkanite gar keine Basalte sind!“ Aufgrund der gesteinschemischen und mikroskopischen Ergebnisse müssen die Gesteine nach heutiger Nomenklatur als Basanit eingestuft werden.

Zudem zeigen Tietz und Co, dass es sich bei den Vulkaniten nicht, wie bisher angenommen um einen unterirdisch stecken gebliebenen Subvulkan, sondern um einen Maar-Diatrem Vulkan handelt, der vor etwa 30 Millionen Jahren an der Erdoberfläche ausbrach. „Ein wichtiger Beweis hierfür waren die erstmaligen Funde von vulkanischen Schlacken, die unter anderem in einem Hauskeller, vier Meter unter heutigem Straßenniveau entdeckt wurden“, ergänzt der Görlitzer Geologe.

Der heute nahezu zerstörte Schlackenkegel saß ursprünglich in einem mindestens 110 Meter tiefen Maarkrater, der im finalen Vulkanstadium durch Lava verfüllt wurde. Erst erdgeschichtlich jüngste Hebungs- und Abtragungsprozesse führten zur Herausmodellierung dieser Gesteinsfüllung an der Erdoberfläche – auf welcher heute die mittelalterliche Burg Stolpen steht.

„Auch wenn unsere Ergebnisse zeigen, dass Stolpen weder die Typlokalität für Basalt noch für Basanit – hierfür ist die Zusammensetzung des Gesteins zu unrein – sein kann, hat der Ort aufgrund seiner einzigartigen Wissenschaftsgeschichte und der phantastisch ausgebildeten Gesteinssäulen eine große Bedeutung als Vulkanlokalität“, resümiert Tietz.

Olaf Tietz und Jörg Büchner stellen ihre Ergebnisse am 19. März um 14:00 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz in einem wissenschaftlichen Fachvortrag vor. Die Teilnahme ist kostenlos.

DI 19. März 2019 | 14:00 – 15:00 UhrNaturwissenschaftliches Kolloquium | Seminarraum, Am Museum 1
Ist der Basalt ein Sachse? Wissenschaftshistorische, petrographische und vulkanologische Untersuchungen am Burgberg Stolpen, der Typlokalität für Basalt seit 1546
Dr. Olaf Tietz & Jörg Büchner, SMNG

Kontakt
Dr. Olaf Tietz
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 03581-47605700
olaf.tietz@senckenberg.de

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

Publikation
Olaf Tietz, Joerg Büchner (2018): The origin of the term ‘basalt’. Journal of Geosciences, volume 63 (2018), issue 4, 295 – 298. DOI: 10.3190/jgeosci.273

Olaf Tietz, Joerg Büchner, Manuel Lapp, Thomas Scholle (2018): The Stolpen Volcano in the Lausitz Volcanic Field (East Germany) - volcanological, petrographic and geochemical investigations at the type locality of basalt. Journal of Geosciences, volume 63 (2018), issue 4, 299 – 315. DOI: 10.3190/jgeosci.275

Naturkundemuseum lädt Kinder und Senioren zu spannenden Vorträgen ein

(c) Binas
Spannendes zum Wolf erfahren Kinder am
15. März in der Görlitzer Kinderakademie.
Copyright: Robert Binas

Einmal Mexiko und zurück – zu einem bildreichen Reisevortrag über die mexikanische Halbinsel Yucatan lädt am 14. März, 15 Uhr das Naturkundemuseum Görlitz in der Reihe Senckenberg am Nachmittag Senioren und Interessierte ein. Museumsdirektor Willi Xylander berichtet über Abenteuer im Dschungel, Mayapyramiden und natürlich seine Lieblinge, die Krabbeltiere. Der Eintritt kosten 3 Euro und schließt den Besuch der Ausstellungen mit ein.  
Alles über Wölfe in der Oberlausitz erfahren Kinder von acht bis zwölf Jahren am 15. März, 16 Uhr in der Görlitzer Kinderakademie. Nachwuchsforscher Paul Lippitsch und Maria Jähde vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz erzählen Spannendes aus ihrem Arbeitsalltag, von der Altersbestimmung des Wolfes bis zu dessen Ernährungsweise. Die Vorlesung findet im Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2 statt und ist kostenfrei.

DO 14. März 2019 | 15:00 – 16:00 Uhr
Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum, Am Museum 1
Yucatan – Dschungel, Pyramiden und Krabbeltiere in Mexiko
Vortrag von Prof. Dr. Willi Xylander, SMNG
Der Eintritt kostet 3 Euro und schließt den Besuch der Ausstellungen mit ein.

FR 15. März 2019 | 16:00 – 16:45 Uhr
Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Was machen die Wölfe in der Oberlausitz?
Vorlesung nur für Kinder von Maria Jähde und Paul Lippitsch, SMNG, Sektion Säugetiere
Eintritt frei

Motorradreise zu Rumäniens letzten Hirten

Fischer

Im Gepäck Kamera und Mikrofon und vor allem jede Menge Neugier, begleitete Uwe Fischer eine Saison lang eine Hirtenfamilie in den rumänischen Karpaten. Er zog mit ihren Schafen über weite Almen, saß am offenen Feuer, beging mit ihnen Totengedenken, feierte das orthodoxe Osterfest und konnte so eine Arbeits- und Lebensweise dokumentieren, die noch von vielen Traditionen geprägt ist, aber auch die Einschränkungen aktueller EU-Richtlinien bewältigen muss. Mit oft unmittelbarer Nähe zu den Protagonisten und seinem Gespür, das Besondere im Alltäglichen zu entdecken, fängt Uwe Fischer Momente ein, die dem Zuschauer im Gedächtnis haften bleiben.
Übrigens heißt „brȃnză“ nichts anderes als Käse – weißer, salziger Käse, also nach Feta-Art.

Freitag, 8. März 2019 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
project brânză – Rumäniens letzte Hirten
Filmvortrag von und mit Uwe Fischer, Fischtours, Moritzburg
Der Eintritt kostet 2 €.

Was wir von Vögeln lernen können – Lesung mit E. P. Dörfler im Senckenberg Museum

Nestwaerme
Copyright: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Am 1. März kommt der bedeutende ostdeutsche Naturschützer, Ökologe und Schriftsteller Dr. Ernst Paul Dörfler ins Humboldthaus nach Görlitz. Er liest aus seinem neuen Buch „Nestwärme – was wir von Vögeln lernen können“.

Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir von Vögeln lernen? "Nestwärme" ist ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn, ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Schon zu Zeiten der DDR war Ernst Paul Dörfler ein Mahner des Naturschutzes. Sein 1986 erschienenes Buch „Zurück zur Natur“ wurde damals zum Kultbuch der ostdeutschen Umweltbewegung. Auch heute tritt der 68-Jährige unermüdlich in den Medien für die Belange der Natur ein, wobei sein Hauptaugenmerk auf der Flusslandschaft Elbe liegt. Aber die Vögel haben einen besonderen Platz in seinem Herzen.

Fr 1. März 2019 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Nestwärme: Was wir von Vögeln lernen können
Lesung und Buchvorstellung von Dr. Ernst Paul Dörfler, Steckby
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem BUND-Sachsen.
Der Eintritt kostet 2,- €.

Senckenberg lockt mit vielen Naturveranstaltungen

Programm SMNG 2019

In Görlitz ist jede Menge los und daran hat das Senckenberg Museum auf jeden Fall einen Anteil! Genau vierzig Veranstaltungen wie Vorträge, Filmvorführungen und Exkursionen bietet das Museum von März bis August an. Außerdem werden in diesem Zeitraum drei neue Sonderausstellungen eröffnet.

Hochkarätig beginnt das Programm am 1. März mit einem Vortrag und Lesung des bekannten Naturschützers und Ökologen Ernst Paul Dörfler, der aus seinem neuen Buch „Nestwärme – was wir von Vögeln lernen können“ liest. Schon eine Woche später zeigt Uwe Fischer die Reportage seiner Motorradreise zu den letzten Hirten Rumäniens. Ein sehr einfühlsames Dokument über das abgeschiedene Leben dieser Menschen. Den 15. April sollten sich alle Freunde des Naturfilms vormerken. Jan und Melanie Haft, Preisträger des Görlitzer Meridian Naturfilmpreises, zeigen ihren Film „Biene Majas wilde Schwestern“ und stellen das neue Buch „Die Wiese: Lockruf in eine geheimnisvolle Welt“ vor.

Neues zu naturkundlicher Regionalforschung ist bei der Jahrestagung der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz am 23. März im Humboldthaus zu erfahren. Sie findet unter dem Motto „Naturforschung beiderseits der Lausitzer Neiße“ statt.

Die kommende Sonderausstellung stellt den „Boden des Jahres – den Kippenboden“ vor (Eröffnung 22. März). Am 17. Mai eröffnet „Amphibios – vom Wunder der Verwandlung‘“; eine Ausstellung rund um die Amphibien mit vielen lebenden Tieren. Und ab dem 28. Juni widmen wir uns der Kunst und präsentieren „Bedrohte Schönheiten – Gemälde von Bernd Pöppelmann“.

Das Programmheft ist im Museum erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden.

Ministerpräsident Kretschmer testet neue Museumstechnik bei Senckenberg

(c) Neumeister
Nadine Friedl weist Michael Kretschmer in
die VR-Brille ein.
(c) A Neumeister/Senckenberg

Mit Schülerinnen und Schülern seiner Görlitzer Partnerschule unternahm der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer am 18. Februar 2019 einen Ausflug zu den virtuellen Krabbeltieren im Senckenberg Museum. Gemeinsam probierten sie die Virtual-Reality-Präsentation „Abenteuer Bodenleben“ aus, die dort bis zum 3. März zu erleben ist.

Dem Ministerpräsidenten kam sogar das Wörtchen „Cool“ über die Lippen, als er sich, mit einer VR-Brille ausgestattet, zwischen riesigen Bodentieren wiederfand. Auch die Schüler der Oberschule Innenstadt waren begeistert. Die Kinder beeindruckte insbesondere die realistische Darstellung der Bodentiere und des Bodens. Allgemeiner Tenor: Es macht Spaß, Wissenschaft auf diese Art und Weise zu erleben. Denn die virtuelle Darstellung des Bodenlebens für Besucher ist kein Selbstzweck, sondern Teil eines Forschungsprojektes, an dem das Museum beteiligt ist. Darin geht es um die Entwicklung und Erprobung neuer Darstellungsformen für das Museum von morgen. Dafür hat das Museum die Sichtbarmachung von Bodentieren gewählt, denn diese Organismen stehen im Mittelpunkt der Forschung. Fazit des Ministerpräsidenten: „Es ist toll, was den Museumsbesucherinnen und –besuchern hier geboten wird. Wir wollen Görlitz auch zukünftig als Forschungsstandort ausbauen“.

(c) Gitschmann
Willi Xylander, Volker Mosbrugger und Michael
Kretschmer fachsimpeln mit den Kindern über
die Bodenorganismen, die die VR zeigt.
(c) J.Gitschmann/Senckenberg

Die Animation wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz mit der Kölner Firma .hapto entwickelt.
Im Rahmen von museum4punkt0 erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen von 2017 bis 2020 verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien. Die dabei entstehenden Anwendungen und Erkenntnisse werden anderen Kultureinrichtungen deutschlandweit zur Verfügung gestellt. „museum4punkt0“ wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

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GECON-Tagung als weiterer Schritt zu einem Geopark im Neißeland

Am Mittwoch, 13. Februar 2019 begrüßte das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz 80 Teilnehmer aus Deutschland, Polen und Tschechien zur Regionalkonferenz „Geoparks und nachhaltige Entwicklung – ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und aus sozio-ökonomischer Sicht“. In Fachvorträgen wurden die Vorteile eines grenzüberschreitenden Geoparks diskutiert sowie Erfahrungen anderer Geoparks untereinander ausgetauscht. Der Görlitzer Landrat Bernd Lange sowie Martin Půta, Hauptmann des Liberecer Landes würdigten die Initiative des Grenzüberschreitenden Geologischen Kooperationsnetzwerks GECON, einem Zusammenschluss zwischen dem Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, dem Geopark Ralsko und der Technischen Universität Liberec, als hervorragendes Beispiel in Zeiten des Strukturwandels. Die Konferenz stand unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und des stellvertretenden Ministerpräsidenten & Umweltministers der Tschechischen Republik Richard Brabec. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Freistaat Sachsen und Tschechische Republik 2014-2020 gefördert.

Als nächstes sind weitere gemeinsame Geländeworkshops zu geologischen Themen im Dreiländereck sowie eine Sommerschule im August 2019 geplant.

Weitere Infos unter www.gecon.online

J Gitschmann
Foto: J. Gitschmann/Senckenberg

Winterferien im Naturkundemuseum

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz bietet in den Winterferien nachfolgende Ferienveranstaltungen für Kinder ab 6 Jahre an und freut sich auf seine kleinen Besucher. Auch Horte und Kinderhäuser können diese Themenveranstaltungen individuell buchen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten, Kontakt siehe unten.

Offene Kindernachmittage (Anmeldung erforderlich! Mindestteilnehmerzahl: 5 Kinder):

Schaedelfoto
In der derzeitigen Schädelausstellung können
Besucher mehr als einhundert Schädel, ihre
Formen und Funktionen kennenlernen und
bestaunen. Foto: L. Träger / Senckenberg

Dienstag, 19./26. Februar 2019, 14:00 Uhr
»T. rex & andere coole Köpfe«
Der Schädel ist eine vor vielen Millionen Jahren entstandene besondere knöcherne Entwicklung der Wirbeltiere. Neben dem Gehirn schützt die Schädelkapsel auch unsere Sinnesorgane. Sehen, Riechen und Hören wären sonst nicht in der uns bekannten Form möglich. Selbst die Ernährung von Mensch und Tier spiegelt sich im Aussehen des Schädels wieder, sei es Pflanzenfresser, Fleischfresser, Allesfresser oder absoluter Nahrungsspezialist. Mit einem Quiz wollen wir besonderen Tieren auf den Zahn, pardon, auf den Kopf fühlen.
Dauer: ca. 1 Stunde, für Kinder ab 6 Jahre
Gruppengröße: bis 15 Kinder,
Kosten: 2,50 € pro Kind

Mittwoch, 20./27. Februar 2019, 14:00 Uhr
»Wie Fossilien entstehen«
Fossilien geben uns Auskünfte über das Leben von Tieren und Pflanzen vor Millionen von Jahren. Wir Menschen sind
fasziniert von diesen »Versteinerungen«. In der Ausstellung »Erdgeschichte der Oberlausitz« wollen wir erfahren, wo und welche Spuren von Lebewesen aus vergangenen Zeiten es in unserer Umgebung gibt.
Dauer: ca. 1 Stunde, für Kinder ab 5 Jahre
Gruppengröße: ca. 15 Kinder,
Eintritt: 2,50 € pro Kind

Donnerstag, 21./28. Februar 2019, 14:00 Uhr
»Von Äpfeln, Fladen, Häufchen und Würstchen«
»Pfui« und »iiihhh« sind meist die normalen Reaktionen auf das, worüber nicht gesprochen wird. Kot oder Losung wird es von Biologen und Jägern genannt. Für Wolfsforscher ist so ein Wolfswürstchen ein ganz wertvoller Forschungsgegenstand. Wenn man mit kriminalistischem Interesse an die ganze Sache herangeht, erfährt man sehr viel interessante Dinge aus dem Leben der Tiere, die uns diese Spuren hinterlassen.
Dauer: ca. 1 Stunde, für Kinder ab 6 Jahre
Gruppengröße: bis 15 Kinder,
Eintritt: 2,50 € pro Kind

Anmeldung für die einzelnen Veranstaltungen unter:
Museumspädagogik am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel.: 03581 47605-211 oder 03581 47605-220
Mail: petra.vassmers@senckenberg.de
www.senckenberg.de/paedagogik-gr

Ganztägiges Angebot für Kinder ab 6 Jahren (Anmeldung ebenfalls erforderlich):

Virtual-Reality-Installation „Abenteuer Bodenleben“
Vom 9. Februar bis zum 3. März können Besucher des Görlitzer Naturkundemuseums wieder in die faszinierende Welt unter unseren Füßen hinabsteigen. Das funktioniert mittels einer sogenannten Virtual-Reality-Brille, die dem Nutzer den Eindruck vermittelt, sich wie ein winziges Bodentier durch die Erde zu bewegen. Dabei begegnet er riesigen Tausendfüßern, flinken Springschwänzen und behäbigen Milben. Ein aktueller neuer Clou dieser erweiterten Präsentation ist die Möglichkeit, mit einigen Bodentieren in Kontakt zu treten.Wer sich den Ausflug in den Boden nicht zutraut oder auf seine eigene Expedition wartet, kann das Geschehen auf einem Bildschirm verfolgen.

Anmeldung:
an der Museumskasse oder unter 03581 – 47 60 5220
Pro Person sollten ca. 10 Minuten eingeplant werden.
Der Besuch im Boden ist im Museumseintritt inbegriffen.

Besuchen Sie auch unsere Sonderausstellung!

Sonderausstellung: "T. rex & andere coole Köpfe"
Das Senckenberg Museum zeigt in seiner Sonderausstellung mehr als einhundert Schädel aller Wirbeltierklassen wie Knorpel- und Knochenfische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Darunter befindet sich auch ein Schädelabguss des Tyrannosaurus rex »Tristan«, dessen Original derzeit im Museum für Naturkunde Berlin ausgestellt ist.

Während der Winterferien ist das Museum täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, auch montags.

Milben & Zecken - Weißrussland: Vorträge im Senckenberg Museum

Noch zwei Vorträge hat das Winterprogramm des Senckenberg Museums im Februar parat, ehe das Frühjahrsprogramm Ende des Monats erscheinen wird.
Am Donnerstag, dem 14. Februar, stellt Dr. Axel Christian, Bodentierforscher am Museum, die Tiere seines Forschungsbereiches vor: "Milben und Zecken - genutzt, toleriert und gefürchtet". Diese Tiergruppe hat allgemeinhin einen schlechten Ruf als Krankheitsüberträger und Blutsauger. Das stimmt aber eben nur zum Teil. So haben Bodenmilben eine wichtige Funktion im Abbauprozess der Bodenstreu und tragen somit zur Bodenfruchtbarkeit bei. Aber auch bei manchem Käse spielen sie eine prominente Rolle!
Im zweiten Vortrag seiner Weißrusslandreihe nimmt der polnische Geograf Waldemar Bena seine Gäste am 15.02. mit nach Polesien.
Diese Landschaft ist bei uns vor allem durch ihre ausgedehnten Wälder und Feuchtgebiete zwischen den Flüssen Bug und Pripjet bekannt. Insbesondere die größten Sümpfe Europas am Pripjet sind für ihre Ursprünglichkeit und ihren Artenreichtum unter Naturliebhabern berühmt.

Do. 14. Februar 2019 | 15:00 | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum Museum
Milben & Zecken – genutzt, toleriert und gefürchtet
Vortrag von Dr. Axel Christian, Görlitz
Der Eintritt kostet 3 € und beinhaltet den Besuch der Ausstellungen.

Fr 15. Februar 2019 | 19:30 | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Polesien – Natur, Landschaft, Kultur an den Ufern von Prypjat und Bug
Vortrag von Waldemar Bena, Zgorzelec
Der Eintritt kostet 2 €.

Konferenz thematisiert geplanten Geopark im Dreiländereck

Gecon logo

Am kommenden Mittwoch, 13. Februar findet in Görlitz eine deutsch-polnisch-tschechische Konferenz zum Thema „Geoparks und nachhaltige Entwicklung – Ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und aus sozio-ökonomischer Sicht“ statt. Organisiert wird die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und des stell-vertretenden Ministerpräsidenten und Umweltministers der Tschechischen Republik Richard Brabec, steht gemeinsam vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (Abteilung Geologie), dem Geopark Ralsko und der Technischen Universität Liberec. Diese drei Einrichtungen haben sich im letzten Jahr zu GECON – Grenzüberschreitendes Geologisches Kooperations-netzwerk zusammengeschlossen, mit dem Ziel, Informationen über geologische Besonderheiten in der Euroregion Neiße miteinander zu teilen und auf lange Sicht einen grenzüberschreitenden Geopark im Dreiländereck zu etablieren. Die Vorteile für die Region sowie Mittel und Wege sollen auf dieser Konferenz diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht werden. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Freistaat Sachsen und Tschechische Republik 2014-2020 gefördert. Anmeldungen für eine Teilnahme an der Konferenz werden noch entgegen genommen.

Das Programm finden Sie hier

Zur Anmeldung geht's hier

Kontakt: Jörg Büchner, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz

Projektpartner: Geopark Ralsko, Technische Universität Liberec, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

www.gecon.online 

Virtual-Reality-Installation „Abenteuer Bodenleben“ erneut im Senckenberg Museum zu erleben

VR Neumeister
Foto: Anke Neumeister / Senckenberg

Vom 9. Februar bis zum 3. März können Besucher des Görlitzer Naturkundemuseums wieder in die faszinierende Welt unter unseren Füßen hinabsteigen. Das funktioniert mittels einer sogenannten Virtual-Reality-Brille, die dem Nutzer den Eindruck vermittelt, sich wie ein winziges Bodentier durch die Erde zu bewegen. Dabei begegnet er riesigen Tausendfüßern, flinken Springschwänzen und behäbigen Milben. Ein aktueller neuer Clou dieser erweiterten Präsentation ist die Möglichkeit, mit einigen Bodentieren in Kontakt zu treten.

Die Virtual-Reality-Präsentation ist für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene gleichermaßen geeignet und bietet sich auch für Schulklassen (Sachkunde, Biologie, Physik) an. Pro Person soll-ten ca. 10 Minuten eingeplant werden. Dafür wird eine telefonische Anmeldung an der Museumskasse empfohlen (03581 – 47 60 5220). Wer sich den Ausflug in den Boden nicht zutraut oder auf seine eigene Expedition wartet, kann das Geschehen auf einem Bildschirm verfolgen. Der Besuch im Boden ist im Museumseintritt inbegriffen.

Während der Winterferien ist das Museum täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, auch montags.

„Abenteuer Bodenleben“ wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz entwi-ckelt. In diesem Vorhaben erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen von 2017 bis 2020 verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien. Die dabei entstehenden Anwendungen und Erkenntnisse werden anderen Kultureinrichtungen deutschlandweit zur Verfügung gestellt. „museum4punkt0“ wir durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Senckenberg Museum Görlitz mit Besucherrekord

SMNG
Foto: Senckenberg Museum für Naturkunde
Görlitz

Görlitz, 04.02.2019. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz verzeichnete im vergangenen Jahr einen Besucherrekord. Insgesamt sahen 38.037 Gäste die Dauerausstellungen und sechs Sonderausstellungen im Haus am Marienplatz. Das waren rund 5.500 Besucher mehr als im Jahr 2017. Eine höhere Besucherzahl wurde seit 1990 nur im Rahmen der Sächsische Landesausstellung 2011 erreicht, als das Museum mit einem Verbundticket besucht werden konnte. Die verschiedenen Vortragsveranstaltungen und Exkursionen, die das Museum 2018 gemeinsam mit der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz veranstaltete, hatten rund 3.000 Teilnehmer.

Museumsdirektor Prof. Dr. Willi Xylander wertet die Besucherzahlen als „Resultat attraktiver Ausstellungen und zusätzlicher Angebote wie der Virtual-Reality-Animation Abenteuer Bodenleben, die viele Besucher anzogen. Unsere Ausstellungen bieten Spaß und Bildung auf hohem Niveau, wie auch die 3D-Ausstellung Tricture – Deine Reise in die Urzeit unter Beweis stellte“.

Auch für 2019 hat sich das Museum viel vorgenommen. So wird die innovative Boden-VR-Installation, ergänzt um neue Themenräume, vom 9. Februar bis zum 3. März im Museum präsentiert. Kommende Sonderausstellungen befassen sich mit der Welt der Amphibien, dem Boden des Jahres und den Werken des Naturmalers Bernd Pöppelmann. Außerdem ist gegen Ende des Jahres die Neugestaltung der Ausstellung in der Eingangshalle geplant.

Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr geöffnet.
Während der Sächsischen Winterferien vom 16.02. bis 03.03. täglich von 10-18 Uhr.

Kindervorlesung zu Kinderrechten

kinderakademie-logo_farbig 210In der 2. Vorlesung der aktuellen Görlitzer Kinderakademie erklärt Constanze Zöllter vom Görlitzer Team des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) welche Rechte Kinder haben. Diese sind seit 1989 in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgelegt. Insbesondere hat jedes Kind das Recht auf Leben, Gesundheitsvorsorge, Bildung sowie auf Schutz vor Gewalt und Ausbeutung. Vieles was Kindern in Deutschland und Polen alltäglich erscheint, ist in anderen Ländern keineswegs selbstverständlich.
Die Vorlesung von Frau Zöllter gibt Beispiele und sensibilisiert die kleinen Studierenden für dieses wichtige Thema.

Die Vorlesung "Du hast Rechte - UNICEF und die Kinderrechte" findet am 1. Februar um 16:00 Uhr im Humboldthaus Görlitz, Platz des 17 Juni 2. statt. Die Teilnahme ist für Kinder kostenlos - Erwachsene sind nicht zugelassen.

Anmeldung und weitere Informationen unter: www.hszg.de/kinder

24. Januar 2019

Abschied von den Görlitzer Stechrochen

Nach neun Jahren heißt es Abschied nehmen: die Görlitzer Rochen ziehen nach Karlsruhe um. © Düker, Senckenberg
Nach neun Jahren heißt es Abschied nehmen:
Die Görlitzer Rochen ziehen nach Karlsruhe um.
© Düker, Senckenberg

Wer das Vivarium im Senckenberg Museum für Naturkunde kennt, kennt auch diese beiden Gesellen: Ein Pärchen Schwarzer Süßwasserstechrochen, das zusammen mit Augenfleckbuntbarschen und Stirnlappenbasilisken das Südamerikabecken bewohnt. Hier gehören sie zu den „Promis“ unter den Pfleglingen, die jedem Besucher beim Betreten des Lebendtierbereichs sofort in Auge springen. Vor über neun Jahren, im Dezember 2009, holte Vivarienleiter Thomas Lübcke sie aus privater Haltung von Hannover nach Görlitz. Damals waren die scheibenförmigen Knorpelfische ein halbes Jahr alt und maßen gerade mal 20 cm im Durchmesser. Mittlerweile sind sie aus ihrem Schaubecken herausgewachsen; darum ziehen sie am kommenden Freitag ins Vivarium des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe um, welches deutlich mehr Platz bietet. „Immerhin haben sie vorher noch für Nachwuchs gesorgt“, so Lübcke. Im März letzten Jahres sind fünf Jungtiere zur Welt gekommen, von denen zwei die Plätze ihrer Eltern im heimischen Südamerikabecken einnehmen werden, sobald sie groß genug sind. Letztere werden sich fortan ihr neues Zuhause in Karlsruhe mit weiteren Stechrochen teilen – und sich hoffentlich bald wieder vermehren.

24. Januar 2019

Großelterntag in den Görlitzer Museen

Am Sonntag, dem 20. Januar 2019, laden die drei großen Görlitzer Museen Großeltern mit ihren Enkelkindern (unter 16 Jahren) herzlich zu einem kostenfreien Besuch des Barockhauses Neißstraße 30, des Kaisertrutzes, des Senckenberg Museums für Naturkunde und des Schlesischen Museums zu Görlitz ein!

Kulturhistorisches Museum Görlitz
Im Barockhaus Neißstraße 30 sind die Ameiß`sche Wohnung, der historische Büchersaal sowie die Sammlungsräume der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften an diesem Tag ohne Eintritt zugänglich. Zudem können das große Puppenhaus, die Puppenküche und historische Kinderbücher aus der Sammlung von Georg von Welck bestaunt werden. Am Sonntagnachmittag 15:00 Uhr ist unsere hippe Oma Karin Stichel zu Gast und macht es sich in ihrem Sessel neben dem Puppenhaus gemütlich. Sie hat ihr großes Märchenbuch dabei und wird daraus vorlesen. Zuhörer sind herzlich willkommen!
Im Kaisertrutz können Großeltern mit ihren Enkeln auf drei Etagen die Kulturgeschichte von der frühen Eiszeit bis zur politischen Wende 1989/90 erkunden sowie die Galerie der Moderne mit Kunstwerken des 20. und 21. Jahrhunderts besichtigen.

Senckenberg Museum für Naturkunde
Begeben Sie sich auf eine Reise von der Lausitz bis ins tropische Korallenriff. Sie erleben bei einem Spaziergang durch die Oberlausitz das Konzert einheimischer Singvögel und begegnen typischen Tieren wie Wolf, Seeadler und Fischotter. Auf Ihrer Regenwaldexpedition treffen Sie hautnah auf Menschenaffen und viele andere exotische Tiere. Ein besonderes Schmuckstück des Museums ist der Lebendtierbereich. Während bunte Doktorfische im Korallenriffaquarium ihre Runden drehen, sorgen Schlangen, Gespenstschrecken und Vogelspinnen für Gänsehaut. Übrigens: Bis Ende April 2019 zeigt Senckenberg Zähne in der Sonderausstellung „T. rex und andere coole Köpfe“.

Schlesisches Museum zu Görlitz
Das Schlesische Museum lädt in seine Sonderausstellung „Silber von Lemor in Breslau“ ein. Die glänzenden Silberprodukte der Firma „Julius Lemor“ sind nicht nur schön anzuschauen, sondern machen vielleicht sogar Appetit, denn es handelt sich um elegantes Tafelsilber und Bestecke. Doch Genießen will gelernt sein! Die Gäste sind eingeladen, über manches Spezialbesteck zu rätseln oder den Tisch für ein mehrgängiges Menü zu decken. Außerdem lohnt sich ein Blick in die Kunstausstellung mit Werken von Alexander Camaro (1901 – 1992) – ein Künstler mit vielen Talenten!

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Museen:
Kulturhistorisches Museum (Barockhaus Neißstraße 30, Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1)        10:00 – 16:00 Uhr     
Schlesisches Museum zu Görlitz, Brüderstraße 8, Schönhof                                                              10:00 – 16:00 Uhr
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Am Museum 1                                                             10:00 – 18:00 Uhr

Förderpreis der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz erstmals vergeben

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Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der naturkundlichen Forschung in der Oberlausitz (einschließlich ihrer polnischen und nordböhmischen Teile) vergibt die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz e.V. ab 2018 einen Förderpreis für herausragende Arbeiten zu Themen der Biodiversität oder Geodiversität. Der Preis soll alle 2 Jahre vergeben werden und ist mit 1000,- € dotiert.

Mit diesem Förderpreis will die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz in Kooperation mit dem Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz hervorragende Leistungen junger Wissenschaftler und ehrenamtlich tätiger Forscher der Oberlausitz würdigen.
Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz stehen in der Tradition von über zweihundert Jahren Forschungstätigkeit. Das Museum hat sich eine internationale Spitzenposition in der bodenzoologischen Forschung erarbeitet und die Gesellschaft betreibt regionale Forschung in der Oberlausitz. Diese Tätigkeit wird in den historischen Grenzen der Oberlausitz, also etwas über die heutigen Landkreise Görlitz und Bautzen hinausgehend, ausgeübt. Zu den Ergebnissen erscheint jährlich ein Berichtsband, der diese Arbeit dokumentiert.
Diese Dokumentation erscheint in deutscher Sprache, so dass die Forschungsergebnisse auch den vielen ehrenamtlich Tätigen und der Bevölkerung zugänglich sind und von ihnen verwendet werden können.
Der Preis soll auf die bisher erreichten Ergebnisse aufmerksam und gleichzeitig deren Nutzung für Forschung und Naturerhaltung besser als bisher möglich machen.

Im Jahr 2018 erfolgte erstmals die Preisvergabe nach Eingang der Gutachten der Jurymitglieder.
Der Vorstand der Gesellschaft gibt hiermit die Preisträgerin des
Förderpreises der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz für 2018
bekannt:

Preisträgerin ist Frau Marlieb Dedek mit ihrer Arbeit:
"Die Segetalflora der Oberlausitz im Wandel – heutige Situation im Vergleich zu historischen Daten von Max Militzer"
In dieser Arbeit werden die Veränderungen der Segetalflora (Ackerwildkräuter) der Oberlausitz von 1960 bis heute analysiert. Die Ergebnisse tragen zur Verbesserung des Kenntnisstandes über die Auswirkungen der veränderten Landnutzung auf die heimische Flora bei. Die Arbeit besitzt somit eine hohe Relevanz für die Forschung und die Naturschutzpraxis in der Oberlausitz.

Die Preisverleihung erfolgt am 23. März 2019 anlässlich der Jahrestagung der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz in Görlitz. Zu dieser Veranstaltung laden wir schon heute herzlich ein. Das konkrete Programm wird noch bekanntgegeben.

Dr. Fritz Brozio
Vorsitzender der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz

Neue Bewohnerin im Naturkundemuseum

(c) Lübcke
Jemencamäleon „Camilla“ begrüßt seit kurzem
die Besucher des Senckenberg Museums
Görlitz. (c) Thomas Lübcke / Senckenberg

Görlitz, 08.01.2019. Kurz vor Weihnachten war es soweit: Kornnatter „Lilith“, die vertretungsweise im Schaubecken an der Museumskasse die Stellung hielt, ist wieder hinter die Kulissen des Vivariums umgezogen, um einem Neuankömmling Platz zu machen: Nun begrüßt wieder ein Chamäleon die Museumsbesucher. Die Neue heißt „Camilla“, stammt aus dem Schmetterlingshaus Jonsdorf und ist ein Jemenchamäleon im zarten Alter von etwa sechs Monaten. „Etwas klein ist sie noch“ meint Vivarienleiter Thomas Lübcke, aber sie werde sicher noch ein wenig wachsen. Weibchen blieben ohnehin kleiner als die männlichen Tiere, so Lübcke.
Zuvor lebte Pantherchamäleonmann „Paulchen“ in dem Becken, bis er mit gut fünf Jahren im vergangenen Sommer an einer Infektion starb. So schön bunt wie dieser ist Camilla zwar nicht, aber dennoch hat sie bei der Schaufütterung am vergangenen Donnerstag die Herzen der Museumsbesucher im Sturm erobert.

Reisevortrag über Kambodscha

Aufgrund von Krankheit fällt der Vortrag leider aus!

Erst vor gut 20 Jahren öffnete sich das Land der Khmer nach jahrzehntelangen Kriegen und Unruhen wieder dem Tourismus. Ein lohnendes Ziel, denn es gibt sehr viel zu entdecken. Der Fotograf und Reisejournalist Karl-Heinz Trippmacher lädt zu einer fotografischen Rundreise zu den kulturellen Höhepunkten und Naturwundern des südostasiatischen Landes ein. Der Vortrag „Kambodscha abseits der Touristenwege“ findet am 11. Januar um 19:30 Uhr im Humboldthaus Görlitz, Platz des 17. Juni 2 statt. Der Eintritt kostet 2 Euro. Originalton und Musik werden vom Tonband eingespielt.

07.01.2019

Naturkundemuseum sucht Landschaftsfotos

(c) Anke Neumeister
Unzählige Fotografien schlummern verborgen
in Schubladen. Um Rückschlüsse auf den
Landschaftswandel ziehen zu können freut
sich das Senckenberg Museum über die
Mithilfe aus der Bevölkerung. 
(c) Anke Neumeister / Senckenberg

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz möchte im Rahmen des Projekts museum4punkt0 auf einer Online-Fotoplattform historische Landschaftsfotografien aus privaten Fotobeständen zusammenführen. Die digitale Fotosammlung soll den Wandel der Lebensräume im vergangenen Jahrhundert dokumentieren und für naturwissenschaftliche Fragestellungen zur Verfügung stehen. Dazu benötigt das Museum die Mithilfe engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Görlitz und Umgebung, die ihre Fotoschätze in Form  von Einzelbildern, Fotoalben und Dias zur Verfügung stellen. Im Fokus stehen Aufnahmen aus der Zeit vor der digitalen Fotografie.

Eine wichtige Voraussetzung ist die möglichst konkrete Angabe zu Fotograf, Ort und Zeitpunkt der Aufnahmen. Diese Informationen sind von unschätzbarem Wert und sollten erfasst werden, solange die Fotografen oder ihre Freunde und Verwandte sich daran erinnern.

Die ausgewählten Fotografien werden vom Museum fachgerecht und sorgsam digitalisiert. Nach der Bearbeitung (Digitalisierung und Erfassung von wichtigen Bildinformationen) erhalten alle Teilnehmenden ihre Originalfotos sowie ein digitales Bild jeder ausgewählten Aufnahme zurück.

Es eignen sich beispielsweise Fotos von Wäldern, Wiesen, Bergen, Gewässern oder Feldrainen, aber auch Aufnahmen von Parkanlagen, Bauerngärten und dörflichen Strukturen.

Um einen persönlichen Termin für die Abgabe Ihrer Fotos, Alben oder Dias zu vereinbaren, kontaktieren Sie bitte Anke Neumeister oder Kristin Baber, E-Mail: , Tel.: 03581 4760 5270.

Weitere Infos unter: www.senckenberg.de/museum4punkt0 oder www.regiocrowd.com/oberlausitz-ost

Jetzt anmelden zur Kinderakademie

29. Kinderakademie

Einmal in einer Vorlesung sitzen wie die großen Studenten und Spannendes von einem richtigen Wissenschaftler erfahren können Kinder zwischen 8 – 12 Jahren in der Görlitzer Kinderakademie. Die findet von Januar bis Juni an sechs Freitagen immer 16:00 Uhr statt, abwechselnd in der Hochschule Görlitz und im Humboldthaus des Senckenberg Museums für Naturkunde. Die Teilnahme ist kostenfrei, für polnische Kinder wird simultan gedolmetscht. Wie an einer richtigen Hochschule bekommen die Kinder einen Studentenausweis und am Ende des Semesters ein Diplom.
Auch im neuen Halbjahr stehen wieder interessante Themen auf dem Programm: Welche Rechte haben Kinder, alles rund um die Wölfe in der Oberlausitz, von Elektroautos und die Macht der Werbung.

Die erste Vorlesung findet am 18. Januar 2018, 16:00 Uhr in der Hochschule statt. Kathrin Folwerk vom Haus der Computerspiele in Leipzig spricht über "Echt falsch?! Wie entstehen virtuelle Welten?".

Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen. Programm und Anmeldung unter www.hszg.de/kinder, an der Kasse des Naturkundemuseums oder telefonisch 03581-47605220.

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Senckenberg Museum Görlitz – Öffnungszeiten während der Feiertage

Löwe mit WeihnachtsmützeDas Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz ist am 24. und 25. Dezember sowie Silvester und Neujahr geschlossen. An allen anderen Tagen zwischen den Jahren freuen sich die Mitarbeiterinnen auf zahlreiche große und kleine Besucher (Di-Fr 10-17 / Sa-So 10-18 Uhr).

Neben den Dauerausstellungen zur Natur der Oberlausitz, der tropischen Regenwälder und dem Lebendtierbereich sind derzeit zwei Sonderausstellungen zu erleben. Mehr als einhundert Schädel aller Wirbeltierklassen – vom großen Wal bis zum kleinen Frosch – präsentiert die Schau „T. rex & andere coole Köpfe“. Sie ermöglicht den Besuchern umfangreiche Einblicke in die verblüffende Vielfalt der Schädeltypen. Ein Höhepunkt ist der Schädelabguss des Tyrannosaurus rex „Tristan Otto“, dessen Original derzeit das Museum für Naturkunde Berlin ausstellt. Außerdem sind die Siegerbilder der Deutschen Meisterschaft der Unterwasserfotografie zu sehen.

13.12.2018

Insekt des Jahres 2019: Rostrote Mauerbiene

Wildbienenart trägt die Auszeichnung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Rote Mauerbiene
Macht ihren Namen alle Ehre – ein
Mauerbienen-Weibchen auf der Nestsuche.
Foto: Paul Westrich

Berlin/Müncheberg, den 29.11.2018. Heute wird in der Bundesgeschäftsstelle des NABU die Rostrote Mauerbiene zum Insekt des Jahres 2019 gekürt. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, prämierte die Bienenart aus einer Reihe von Vorschlägen, um auf den notwendigen Schutz von Wildbienen und die Bedeutung von Bestäubern aufmerksam zu machen. Die Schirmherrschaft der Auszeichnung übernahm die österreichische Umweltministerin Elisabeth Köstinger.
 
Die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) ist ein echter Frühlingsbote sobald die auffallend pelzig behaarte Wildbiene auftritt, ist die Zeit der andauernden Fröste vorüber und Frühjahrsblüher, wie Krokusse oder Schneeglöckchen recken ihre Knospen der Sonne entgegen.
 
„Mit der Rostroten Mauerbiene wurde die zweite Bienenart als ‚Insekt des Jahres gekürt. Wir möchten mit dieser Wahl auch auf das Artensterben der Wildbienen aufmerksam machen auch wenn unser Jahresinsekt bisher nicht als gefährdet gilt, erläutert Prof. Dr. Thomas Schmitt, Direktor des Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut in Müncheberg und Vorsitzender des Auswahl-Kuratoriums. „Auch wollen wir generell auf die hohe Bedeutung der Bestäubung als Ökosystemdienstleistung hinweisen, die für unsere Nahrungsmittelproduktion äußerst wichtig ist, fügt der Wissenschaftler hinzu.
 
„Rund 700 Wildbienenarten leben bei uns in Mitteleuropa. Sie alle spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Die Natur, die Kulturlandschaft, wir Menschen brauchen sie als unersetzbare Bestäuber in einem gesunden und produktiven Ökosystem. Für ihren Schutz müssen wir ‚grenzenlos denken. Deshalb habe ich sofort zugesagt, Schirmherrin für die Rostrote Mauerbiene, das Insekt des Jahres 2019 für Österreich, Deutschland und die Schweiz zu werden, so die österreichische Umweltministerin Elisabeth Köstinger.

(c) Paul Westrich
Die Weibchen der Rostroten Mauerbiene
mörteln ihre Nisthöhlen zu.
Foto: Paul Westrich

Aufgrund ihres Nistverhaltens ist die Rostrote Mauerbiene häufig in der Nähe menschlicher Behausungen zu finden. Die etwa 8 bis 14 Millimeter großen Insekten nutzen vorhandene Hohlräume in Trockenmauern, Löß- und Lehmwänden, aber auch in Totholz, lockerem Gestein und zahlreichen anderen Strukturen, um darin ihre einzelnen gemörtelten Brutnester anzulegen. „Nester dieser Biene wurden schon in Türschlössern, in der Plastikhülle eines Rolladenstoppers und sogar in einer Holzflöte gefunden, ergänzt Schmitt.
 
Dabei geht von der an eine schlanke Hummel erinnernden Biene aber keine Gefahr aus. Schmitt hierzu: „Die Rostroten Mauerbienen sind nicht zum Stechen aufgelegt das ‚Zusammenleben mit dem Menschen ist kein Problem. Im Gegenteil: Die Biene bietet die Gelegenheit den Lebenszyklus eines Insekten ganz aus der Nähe zu beobachten.
Pro Jahr entwickelt sich eine Generation dieser Mauerbienen: Die Weibchen legen im Frühjahr die mit Pollen gefüllten Nisthöhlen an, in denen sich die Larven bis August zu erwachsenen Bienen entwickeln. In diesem Zustand verharren sie bis zum nächsten Frühjahr, um sich dann mit ihren kräftigen Kiefern aus dem verschlossenen Nest zu nagen. Dort warten bereits die männlichen Tiere zu Paarung und der Zyklus beginnt erneut.
 
Der wissenschaftliche Namenszusatz des Jahresinsekts bicornis, lateinisch für zweihörnig leitet sich von einem eindeutigen Erkennungsmerkmal ab: Die weiblichen Tiere tragen zwei spatelartige Hörnchen am Kopf, die zur Ernte von Blütenpollen dienen. Hierbei sind die Mauerbienen nicht auf eine bestimmte Pflanze angewiesen, es gibt kaum eine Blütenpflanze deren Pollen Osmia bicornis nicht einträgt. Viel entscheidender ist dagegen der Umfang des Pollenangebotes und die Verfügbarkeit in Nestnähe auch damit die Bienen ihre wichtige Aufgabe als Bestäuber wahrnehmen können.
 
„Die Rostrote Mauerbiene gilt bisher als ungefährdet dennoch steht sie, wie alle Wildbienenarten, unter Schutz, erläutert Schmitt und gibt einen Tipp, wie der Erhalt der Bienenart unterstützt werden kann: „Unser ‚Insekt des Jahres freut sich im Frühjahr über Nistplatzangebote. Diese ‚Insektenhotels lassen sich auch prima selbst herstellen und bieten eine gute Gelegenheit Kinder an das Thema Insektenschutz heranzuführen!.
 
Das Insekt des Jahres wird seit 1999 proklamiert. Die Idee hierzu stammte vom Prof. Dr. Holger Dathe, damaliger Leiter des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts in Müncheberg. Ein Kuratorium, dem namhafte Insektenkundler und Vertreter wissenschaftlicher Gesellschaften und Einrichtungen angehören, wählt jedes Jahr aus verschiedenen Vorschlägen ein Insekt aus.
 
Kontakt
Prof. Dr. Thomas Schmitt
Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut Müncheberg (SDEI)
Tel. 033432 - 73 698 3700
thomas.schmitt@senckenberg.de
 
Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

Pressebilder können kostenfrei für redaktionelle Berichterstattung verwendet werden unter der Voraussetzung, dass der genannte Urheber mit veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zulässig. Pressemitteilung und Bildmaterial finden Sie auch unter www.senckenberg.de/presse.

Guck mal wer da schwimmt – neue Tierarten in der Nordsee

Vorträge im Humboldthaus

(c) Hans Hillewaert
Die Trapezkrabbe (Goneplax rhomboides) ist
eine eingewanderte Art aus dem Nordatlantik.
© Hans Hillewaert

Am Freitag, den 14. Dezember befasst sich je ein Vortrag in der Kinderakademie am Nachmittag und am Abend mit neu in die Nordsee einwandernden Tierarten. Referent ist der Meeresbiologe Dr. Thomas Neumann von Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven.

Der globale Klimawandel offenbart sich in der Nordsee insbesondere in dem sehr raschen Anstieg der Wassertemperatur in den letzten Dekaden. In Teilgebieten der Deutschen Bucht ist die mittlere Wassertemperatur in den letzten 30 Jahren um 2-3° angestiegen. Für kälteliebende Arten ist dies eine existentielle Herausforderung. Für sie können kritische Schwellenwerte überschritten werden, die es ihnen schwer machen weiterhin in der Nordsee zu überleben. Entscheidend für die Aus-breitung und das Überleben wärmeliebender Arten sind insbesondere die Wassertemperaturen im Winter. Diese waren in den letzten Jahrzehnten sehr hoch und den letzten sehr kalten Winter gab es vor über 20 Jahren. Wärmeliebende Arten gehören daher zu den Nutznießern der Erwärmung. Sie können aus südlichen Gebieten einwandern, oder aber aus wärmeren Küstengebieten stammend durch Schifffahrt und Aquakultur in die Nordsee eingeschleppt werden. Derzeit etablieren sich ein bis zwei neue Arten pro Jahr in den deutschen Küstengebieten der Nordsee. Der Vortrag stellt einige dieser neuen Arten vor und erläutert anhand ausgesuchter Beispiele die Mechanismen, die zur Einwanderung und Etablierung der Arten geführt haben.

Dr. Hermann Neumann ist Benthosökologe (für Tiere am Meeresboden) und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Senckenberg am Meer, Fachgebiet Meeresbiologie. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Veränderungen bodenlebender Arten und Gemeinschaften in der Nordsee insbesondere vor dem Hintergrund klimatischer Variabilität. Die Basis seiner Arbeit bilden benthologische Langzeitreihen in der Nordsee, die er seit 1998 von Wilhelmshaven aus betreibt und betreut.

Freitag, 14. Dezember 2018 | 16:00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus
Guck mal wer da schwimmt und krabbelt – warum neue Tierarten in die Nordsee einwandern
Vorlesung nur für Kinder von Dr. Hermann Neumann, Meeresforschung, Senckenberg am Meer,
Wilhelmshaven

Freitag, 14. Dezember 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Bioinvasion und Einwanderung fremder Arten – Der Klimawandel und seine Folgen für die Nordsee
Vortrag von Dr. Hermann Neumann, Meeresforschung, Senckenberg am Meer, Wilhelmshaven
Eintritt 2 €


Unbekanntes Tierleben an der Neiße

(c) Konrad Kürbis
Gut getarnt – die Große Flussuferwolfspinne
an der Lausitzer Neiße © Konrad Kürbis

Nachmittagsvortrag im Senckenberg Museum Görlitz

Eine Exkursion an der Lausitzer Neiße zeigt an manchen Orten Spuren, die mehr oder weniger versteckt lebende Tiere wie den Biber leicht verraten: angenagte Bäume, Biberrutschen und Bi-berdämme. Andere in Deutschland seltene Tiere wie Eisvögel sind auch tagsüber gut zu beobachten. In dem Nachmittagsvortrag der Görlitzer Biologin Dr. Birgit Balkenhol geht es aber schwerpunktmäßig um kleinere, wenig bekannte Flussbewohner, wie die seltene Flussuferwolfspinne.
Diese sehr große Spinnenart ist in Deutschland extrem selten geworden und streng geschützt. Birgit Balkenhol stellt in ihrem Vortrag Ergebnisse ihrer Forschung vor; die sehr interessante Lebensweise, Brutfürsorge und das Beutefangverhalten der Flussuferwolfspinne stehen im Mittelpunkt des Vortrages.

Do 13. Dezember 2018 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Seminarraum Museum
Ein besonderer Lebensraum vor unserer Haustür: die Lausitzer Neiße
Vortrag von Dr. Birgit Balkenhol, Görlitz
Eintritt im Museumeintritt inbegriffen.

Senckenberg „Nature Scouts“ mit Engagementpreis geehrt

Sebastian Buschmann
Sebastian Buschmann erläutert das Konzept
der Nature Scouts. Links neben ihm Anna
Olbrich von Engagierte Stadt Görlitz, die die
Veranstaltung moderierte.
Foto Gitschmann, Senckenberg

Görlitz 5.12.2018 Das Projekt „Nature Scouts“ des Senckenberg Museums ist mit dem Engagementpreis 2018 des Landkreises Görlitz ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt Einzelpersonen oder Gruppen, die durch ihr bürgerschaftliches Engagement in besonderer Weise zu einer lebenswerten und bunten Stadtgesellschaft beitragen. Insbesondere die zeitgenössische Vielfalt des Engagements soll durch den Preis herausgehoben und anerkannt werden.

Die „Nature Scouts“ des Senckenberg Museums ist eine 2011 von Senckenberg-mitarbeiterinnen und –mitarbeitern gegründete Gruppe, deren Ziel es ist, Kinder zwischen 10 und 14 Jahren auf spielerische Art und Weise, gekoppelt mit wissen-schaftlichem Anspruch, für naturkundliche Themen zu sensibilisieren.
Die Nature Scouts sind ein schönes Beispiel dafür, wie Forschende, die Feuer und Flamme für ihren Beruf sind, diese Begeisterung in ihrer Freizeit an die Forschergeneration von morgen weiter geben.

Frau Nitschke überreicht den Preis
Ulrike Nitschke  vom Mehrgenerationenhaus
Görlitz überreichte gemeinsam mit Matthias
Reuter vom Landkreis Görlitz (nicht auf dem Bild)
den Preis. Die Bühne des Schlesischen Christ-
kindelmarktes bildete einen wunderschönen
Rahmen für die Veranstaltung.
Foto: Gitschmann, Senckenberg

Die Kinder treffen sich wöchentlich mit ihren Betreuenden und gehen gemeinsam den Geheimnissen der Natur auf den Grund. Dabei stehen Spaß und die Entwicklung eines Gruppengefühls im Vordergrund. Ganz nebenbei entdecken die Kinder Tiere und Pflanzen ihrer Heimat, praktizieren in kleinen Projekten naturwissenschaftliche Methoden und erkennen biologische Zusammenhänge. Dr. Christiane Ritz, Dr. Markus Ritz, Dr. Heike Reise und Sebastian Buschmann füllen hier eine Lücke des Angebots für Kinder im Raum Görlitz. Sie alle sind selbst Eltern und verfügen über jahrelange Erfahrungen in der Betreuung von Jungendgruppen.

Mehr erfahren:
Senckenberg Nature Scouts
Engagementpreis des Landkreises Görlitz

 

Bundesweiter Kommunikationspreis für Görlitzer Senckenberg-Ausstellung

Der renommierte Sonderpreis für Wissenschaftsvermittlung der Werner und Inge Grüter-Stiftung 2018 ging an die Biologin und Ausstellungskuratorin Helga Zumkowski-Xylander für die Entwicklung und Realisierung der Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde - Unsere Böden“.

Helga Zumkowski-Xylander

Der renommierte Sonderpreis für Wissenschaftsvermittlung der Werner und Inge Grüter-Stiftung 2018 ging an die Biologin und Ausstellungskuratorin Helga Zumkowski-Xylander für die Entwicklung und Realisierung der Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde - Unsere Böden“.
Die Jury, der u. a. der Leiter der Bayerischen Naturwissenschaftlichen Staatssammlungen (SNSB), Prof. Haszprunar, und der Stiftungsratsvorsitzende und langjährige Leiter des Botanischen Gartens in München, Prof. Grau, angehören, hob in ihrer Begründung hervor, dass die Ausstellung „unseren Blick auf die weitgehend unbekannte Welt unter unseren Füßen“ lenke und „mit ihrem interdisziplinären Ansatz diesen besonderen Lebensraum, seine Biodiversität … Erforschung, Bedrohung und notwendige Schutzmaßnahmen“ darstelle. Der Festakt zur Preisverleihung fand am 29.11.2018 im Münchner Schloss Nymphenburg statt. Die Laudatio hielt die Wissenschaftliche Geschäftsführerin der SNSB, Dr. Eva Natzer, die ausführte, dass die Ausstellung dazu in der Lage ist,  „Bewusstsein für den Schutz des Bodenlebens durch uns Menschen zu wecken“ und die Besucher „einfach fasziniert sein werden von der Vielfalt und Lebendigkeit des Bodens und der unzähligen wichtigen Vorgänge, die den Boden zu unserer Lebensgrundlage, zur Grundlage für Pflanzenwachstum und den Nährstoffkreislauf in der Natur machen“.

„Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte internationale Wanderausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz und wurde schon in Brüssel, Bonn, Frankfurt, Dessau, Chemnitz und Görlitz gezeigt; sie ist aktuell in Osnabrück zu sehen und wechselt im März 2019 nach Dresden. Weitere zehn Präsentationsorte sind in Deutschland und im Ausland geplant. Bislang sahen die Ausstellung über 120.000 Besucher. Seit November 2017 wird in ihr die weltweit erste 3D-virtuelle Darstellung zur Bodenbiodiversität „Abenteuer Bodenleben“ gezeigt.

Feuerzangenbowlenabend im Humboldthaus

Feuerzangenbowle Görlitz

Am 7. Dezember findet um 19:30 Uhr ein Feuerzangenbowlenabend im Hörsaal des Görlitzer Humboldthauses statt. Der Förderkreis des Naturkundemuseums Görlitz e.V. lädt dazu traditionell mit leckerem, selbstgemachten Glühwein und Gebäck ein. Die Besucher erwartet eine Vorlesung der etwas anderen Art von Förderkreisvorsitzenden Thomas Neumann sowie die Filmvorführung des Rühmann-Klassikers „Die Feuerzangenbowle“ auf großer Leinwand. Gern sollte und kann der eigene Trinkbecher mitgebracht werden.
Karten zu 6,00 Euro (Getränke und Gebäck inklusive) können im Vorfeld an der Kasse des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz am Marienplatz erworben werden.
 
Freitag, 7. Dezember 2018 | 19:30 Uhr | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz
Feuerzangenbowlenabend
mit Prof. Dr. Willi Xylander, Thomas Neumann und dem Rühmann-Klassiker »Die Feuerzangenbowle«
Eine Veranstaltung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz e.V. mit Vortrag, Filmvorführung und heißen Getränken.
Eintritt: 6 € (Getränke und Gebäck inklusive)
Karten sind ab sofort an der Museumskasse erhältlich

Naturkundemuseum lockt mit warmen Vorträgen in der kalten Jahreszeit

Winterprogramm SMNG 2018

Das neue Winterprogrammheft des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz ist ab sofort an der Museumskasse erhältlich.

Neben einer Reihe an Reise- und Naturvorträgen über ferne Länder wie Peru, Kambodscha, Kroatien oder Kanada finden sich darin auch heimische Themen wie über den besonderen Lebensraum vor unserer Haustür, die Lausitzer Neiße, oder über den Klimawandel und seine Folgen für unsere Nordsee.  

Am 7. Dezember findet 19:30 Uhr der traditionelle Feuerzangenbowlenabend im Görlitzer Humboldthaus statt sowie am 24. Januar die jährliche Zoologische Winterexkursion ins Ullersdorfer Teichgebiet.  

Alle Großeltern sind am 20. Januar wieder zum Großelterntag ins Naturkundemuseum eingeladen. Der Eintritt für Großeltern und ihre Enkelkinder ist an diesem Tag frei.

Der Veranstaltungsplan liegt an der Kasse des Naturkundemuseums (Marienplatz) und anderen öffentlichen Einrichtungen aus oder ist auf der Homepage einsehbar: www.senckenberg.de/goerlitz/veranstaltungen

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Notfallverbund Oberlausitz plant für die Zukunft

HS Zittau/Görlitz
Die Oberlausitzer Bibliotheken und Archive
etablieren einen Notfallverbund im Falle von
Hochwasser, Feuer und anderen Katastrophen.
Foto: Hochschulbibliothek Zittau

Am 14.11.2018 fand im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz eine turnusmäßige Sitzung des am 18. September 2013 in der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften gegründeten Notfallverbundes Oberlausitz statt. Dieser Regionalverbund ist im Vergleich mit anderen Notfallverbünden Deutschlands eine Besonderheit, vereint er doch Kultureinrichtungen und Feuerwehren einer ganzen Region insbesondere aus den Städten Görlitz, Bautzen und Zittau. Für die dreizehn in dem Verbund zusammengeschlossenen Museen, Archive und Bibliotheken sowie die sieben kooperierenden Kultureinrichtungen und Feuerwehren war vor allem das Hochwasserereignis des Jahres 2010 in der Oberlausitz der entscheidende Anstoß gewesen, um gemeinsam präventive Maßnahmen einzuführen und abzustimmen sowie ein einrichtungsüberspannendes Notfallmanagement aufzubauen.

Gründungsvorsitzende und Initiatorin ist Frau Dr. Rosemarie Konschak, zum damaligen Zeitpunkt Direktorin der Hochschulbibliothek und des Hochschulrechenzentrums der Hochschule Zittau/Görlitz und mit ihrer Bibliothek in Zittau selbst vom Hochwasser der Mandau stark betroffen. Sie konnte nun der Wahl eines neuen Vorsitzenden beiwohnen und sozusagen den Staffelstab an Herrn Dr. Axel Christian vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz übergeben. Bei der Wahl der beiden Stellvertreter wurde neben dem Regionalprinzip auch berücksichtigt, dass Fachleute aus verschiedenen Sparten einbezogen werden. Herr Dr. Jasper von Richthofen, Kulturhistorisches Museum Görlitz, und Herr Uwe Kahl, Christian-Weise-Bibliothek Zittau, werden den Vorsitzenden tatkräftig unterstützen. Hervorzuheben ist auch das große Engagement der Feuerwehren Zittau, Görlitz und Bautzen, das sich nicht nur in der Präsenz bei den Sitzungen zeigt, sondern beispielsweise auch in konkreten Angeboten für die Planung und Durchführung künftiger Notfallübungen mit Einsatz spezieller Mittel zur Rettung von Kulturgütern.

Dr. Christian steht mit seinen beiden Stellvertretern vor der Aufgabe, den Notfallverbund in der Region und darüber hinaus noch bekannter zu machen und weitere Kultureinrichtungen zum aktiven Mittun zu gewinnen. Schließlich wird die Stärke des Verbundes und seine Handlungsfähigkeit in Not- oder Katastrophensituationen wesentlich durch die teilnehmenden Kultureinrichtungen, ihre vielfältigen Erfahrungen in präventiven Fragen, bei der Erstellung von
Gefährdungsanalysen oder Bergungsreihenfolgen oder aber bei der Bergung und Erstversorgung geschädigten Kulturgutes bestimmt. Gerade die Gemeinschaft aus Museen, Archiven und Bibliotheken steht hier für fachliche Vielfalt und Expertise. Wichtig wird sein, im Notfallverbund die anderen beteiligten Kultureinrichtungen kennen zu lernen und gemeinsam mit den Feuerwehren auch Einblicke in Magazine oder Technikräume zu erhalten. Deshalb werden die kommenden Sitzungen wie bisher im Umlaufverfahren in den verschiedenen Einrichtungen durchgeführt. Dann werden sicherlich auch die spezifischen Feuerwehrpläne oder Alarmpläne vorgestellt. Ein wichtiges Anliegen wird auch künftig sein, Notfallmaterialien zur Bergung und Erstversorgung von Kulturgut zu beschaffen und für die Distribution in Notfällen vorzuhalten. Hierzu wird es einen intensiven Erfahrungsaustausch auch mit anderen Notfallverbünden Mitteldeutschlands beispielsweise aus Dresden, Leipzig, Freiberg, Weimar oder Halle geben. Darüber hinaus wird sich der Oberlausitzer Verbund natürlich auch in das deutschlandweite Netzwerk von Notfallverbünden einbringen. Einmal jährlich findet ein Treffen von Vertretern der Notfallverbünde aus allen Bundesländern statt.

Als besonders wichtig für die künftige Arbeit des Notfallverbundes wird es aber sein, dass sowohl die Politik als auch die Träger der einzelnen Einrichtungen das verantwortungsvolle Wirken weiterhin kraftvoll unterstützen und gleichzeitig anerkennen, dass nur gemeinschaftlich – unabhängig von Einrichtungs-, Stadt- oder Landkreisgrenzen die Grundidee eines solchen Notfallverbundes umsetzbar ist.

Der Notfallverbund Dresden bekräftigt sein Angebot zur Kooperation und lädt die Vertreter des Notfallverbundes Oberlausitz sowie der kooperierenden Feuerwehren zeitnah nach Dresden ein, um gemeinsam den dort beim Brand- und Katastrophenschutzamt stationierten ‚Notfallzug Kulturgutschutz‘ zu besichtigen und um Erfahrungen auszutauschen. Auf jeden Fall geht ein herzlicher Glückwunsch aus Dresden an Herrn Dr. Christian und das neu gewählte Leitungsteam.

Kontakt:
Dr. Axel Christian
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Am Museum 1
02806 Görlitz
T.: 03581-4760-5201
e-mail: axel.christian@senckenberg.de
Homepage:
www.senckenberg.de/goerlitz
www.senckenberg.de/goerlitz/Sektion-Arachnida

Ausstellung zeigt Siegerbilder der Unterwasserfotografie

Leben unter Wasser 2018

Am 24. November eröffnet 18 Uhr eine neue Sonderausstellung im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Unter dem Titel „Leben unter Wasser“ zeigt sie die Siegerbilder der Internationalen Deutschen Meisterschaften der Unterwasserfotografie »Kamera Louis Boutan« 2018.
Die Ausstellung kombiniert preisgekrönte Aufnahmen, die beim diesjährigen Wettbewerb in der Traun/?Ouml;sterreich entstanden, mit eingesandten Wettbewerbsbeiträgen aus anderen Gewässern. Durch die enge Anbindung an den Welttauchsportverband CMAS ist der Wettbewerb »Kamera Louis Boutan« die maßgebliche Veranstaltung in Deutschland für alle Unterwasser-Foto- und Vi-deografen, die sich international auf allerhöchstem Niveau messen möchten.
Louis Boutan gilt als Vater der Unterwasserfotografie, seit er 1893 die ersten Aufnahmen in den Tiefen des Mittelmeers machte. In seinem Namen veranstaltet der Verband Deutscher Sport-taucher mit seiner Abteilung »Visuelle Medien« alle zwei Jahre die Internationalen Offenen Deutschen Meisterschaften der Unterwasserfotografie, die er gemeinsam mit dem Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz als Wanderausstellung präsentiert.
Am Vorabend, dem 23. November 2018, findet um 19:30 Uhr im Humboldthaus der Abendvortrag »Auf Tauchexpedition mit Walhaien und Seelöwen in der Baja California/Mexiko« mit Dr. Christoph Giese statt. Der Eintritt kostet 2 Euro, ermäßigt 1 Euro.
Die Ausstellung ist bis zum 17. März 2019 im SENCKENBERG Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen.

Fr, 23. November 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus
Auf Tauchexpedition mit Walhaien und Seelöwen in der Baja California/Mexiko
Vortrag von Dr. Christoph Giese, Berlin
Eintritt 2 €

Sa, 24. November 2018 | 18:00 Uhr | Ausstellungseröffnung | Naturkundemuseum
Leben unter Wasser 2018 – die Siegerbilder der Internationalen Meisterschaften der Unter-wasserfotografie
Der Eintritt ist frei.

Museumsfest begeistert viele Familien

Görlitz, 12.11.2018

(c) Anke Neumeister
Einen Abguss eines Mammutzahnes aus
dem Berzdorfer Tagebau konnten sich die
Kinder mit nach Hause nehmen.
Foto: Anke Neumeister / Senckenberg

Ein buntes Treiben und Wuseln, in jedem Stockwerk gibt es etwas zu entdecken – das Familienfest des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz begeisterte am Wochenende über 600 kleine und große Besucher.

Die Mitarbeiter des Naturkundemuseums luden mit vielen informativen Ständen zum Mitmachen ein. So konnten die Besucher in der aktuellen Sonderausstellung ihr Wissen rund um die Tierwelt testen, indem sie unterschiedlichste Tierschädel erraten mussten oder Kinder beim Schädelquiz antreten konnten. Zwei mongolische Mitarbeiterinnen schlugen jeden ungeübten Besucher beim Schafswirbelspiel, welches in der Mongolei von klein auf gelernt wird. Viele Kinder nahmen sich einen selbst gemachten Abguss eines Mammutzahns, der nach Ausgrabungsarbeiten im Berzdorfer Tagebau von den Museumsgeologen untersucht wurde, mit nach Hause. Und beim Wissensstand des Tierra Eine Welt e.V. erlebten die Gäste viele Aha-Momente rund ums Thema Bodenschätze und Ressourcen – oder wussten Sie, dass über 30 wertvolle Bodenmetalle in einem Smartphone verbaut sind?

(c) Anke Neumeister
Viel Wissenswertes aus dem Reich der Tiere
konnten die Besucher von den Wissen-
schaftlern erfahren.
Foto: Anke Neumeister / Senckenberg

Die Görlitzer Band Swingtime erfreute die Großen und lud mit einem Kinderliederprogramm auch die Kleinen zum aufmerksamen Zuhören und Mitsingen ein. Bei den zwei Theaterstücken von Männels Lutzigen Puppentheater war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt und brachte die Zuschauer zum Lachen. Wer es bis in das Untergeschoss ins Vivarium schaffte, tauchte hier ein in die Welt der exotischen Tiere und erfuhr beispielsweise wo sich die Beine einer Schlange befinden und wo ihr Schwanz beginnt. Wer mutig war, hatte sogar die Gelegenheit eines der Tiere selbst in der Hand zu halten.

Viele Familien zeigten sich begeistert und verweilten mehrere Stunden, um die Ausstellungen zu betrachten und manche nahmen sogar jedes Angebot wahr. Auch nächstes Jahr soll ein Mu-seumsfest wieder auf die Beine gestellt werden.

(c) A. Neumeister / Senckenberg


Beim Schädelsquiz machten sich große wie
kleine Besucher auf die Suche.
Foto: Anke Neumeister / Senckenberg

(c) A. Neumeister / Senckenberg

Museums-Mitarbeiterinnen aus der Mongolei
schlagen die Besucher im Schafswirbelspiel.
Foto: Anke Neumeister / Senckenberg

(c) A. Neumeister / Senckenberg

Auch mit lebendigen Tieren kamen die Besucher
in Kontakt. Neben viel Wissenswerten über
Schlangen musste man auch bei diesen
Riesentausendfüßern mutig sein.
Foto: Anke Neumeister / Senckenberg

Queensland – Eindrücke aus dem subtropischen Australien

Von wegen, alles Wüste - Australien kann auch richtig grün sein! Wo der Pazifik
auf die Küste Queenslands trifft, säumt Die farbenprächtigen Allfarbloris sind in Australien häufig anzutreffen © Meike Schuppenhauerüppige Vegetation die scheinbar endlosen Strände. Die Senckenberg-Mitarbeiterin Meike Schuppenhauer hat sich im Osten des Südkontinents umgesehen. In ihrem Vortrag schildert die Biologin persönliche Reiseeindrücke und berichtet von Begegnungen mit Walen, Papageien und Kängurus zwischen Brisbane und Fraser Island.

Donnerstag, 15. November 2018 | 15:00 Uhr | Senckenberg am Nachmittag | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Australien im Frühling – Eindrücke einer Reise von Brisbane zur Sunshine Coast
Reisevortrag von Meike Schuppenhauer, Görlitz
Der Eintritt kostet 2 €

Faszination Sibirien – eine Reise vom Ob bis in den Altai

(c) Arne Beck
Foto: Arne Beck

Sibirien – die Nennung dieser Großlandschaft erzeugt Bilder von unberührten Taigawäldern, Gebirgen, riesigen Mooren und ungestörten Flüssen. Expeditionen in das grenzenlos erscheinende russische Gebiet sind auch heute noch besondere schwierig und anstrengend. Dieser Herausforderung stellten sich Im Juli 2017 25 deutsche Wissenschaftler und Studenten unter der Führung von russischen Fachleuten. Drei Wochen lang reisten sie von Tomsk über Barnaul und Bijsk bis nach Kosch-Agatsch und bekamen auf dieser Reise einen umfassenden Einblick in die Vielfalt der südsibirischen Landschaftsräume. Der Forstingenieur Arne Beck berichtet in einem Abendvortrag von dieser Expedition, in der Bodenkunde, Geologie und Botanik im Mittelpunkt standen. Aber auch Eindrücke von Land und Leuten kommen nicht zu kurz.

Freitag, 2. November 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Vom Mittellauf des Ob in die Täler des Inneraltai
Expeditionsvortrag von Dipl.-Forsting.(FH) Arne Beck, Struppen
Der Eintritt kostet 2 €


Immer der Nase nach!
Kinderakademievorlesung über das Riechen

Nase mit SchmetterlingWas meinen eigentlich die Redewendungen, dass man „jemanden nicht riechen kann“ oder „man die Nase voll hat“? Viele Sprüche und Weisheiten gibt es rund um den Geruchsinn des Menschen. Dabei ist der bei uns nicht mal besonders ausgeprägt. Zumindest im Vergleich mit Hunden oder bestimmten Schmetterlingen. Dennoch spielt das Riechen auch beim Menschen eine besondere, oft unterbewusste, Rolle. So regelt es unseren Appetit und hat Einfluss darauf was wir gerne essen, wo wir uns bevorzugt aufhalten und in wessen Nähe wir uns besonders wohlfühlen.

In der zweiten Vorlesung des aktuellen Görlitzer Kinderakademie-Semesters erklärt der Dresdner Facharzt und Professor Thomas Hummel am 26. Oktober „Warum Riechen wichtig ist“ und wie das überhaupt funktioniert und was wir alles nicht erfahren würden, könnten wir nicht riechen. Die Vorlesung richtet sich ausschließlich an Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Die Teilnahme an der Kinderakademie ist kostenlos. Anmeldungen sind noch telefonisch oder im Internet möglich.

26. Oktober 16:00 | Görlitzer Kinderakademie | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Weshalb ist Riechen wichtig?
Vorlesung nur für Kinder von Prof. Dr. med. Thomas Hummel, Technische Universität Dresden, Klinikund Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Anmeldung: 03581 – 47 60 52 20 oder hier.

Keine Bange vor der Schlange!
Reptilienvorträge bei Senckenberg

Sebastian Lotzkat mit SchlangeManchen Leuten stellen sich schon bei der Nennung des Wortes „Schlange“ die Nackenhaare auf, andere hingegen bekommen glänzende Augen. Zwei dieser Schlangenfreunde besuchen Görlitz im Oktober, um über ihre Lieblingstiere zu informieren. Am 23 Oktober nimmt Prof. Gunther Köhler seine Zuhörer mit auf eine Expedition in das asiatische Tropenland Myanmar. Dort erforscht der Wissenschaftler vom Senckenberg Forschungsinstitut die nahezu unbekannte Reptilienwelt und macht dabei faszinierende Entdeckungen. Eine Woche später wirbt der Zoologe, Buchautor und Science Slammer Dr. Sebastian Lotzkat für seien Lieblingstiere. Im Vortrag „Keine Bange vor der Schlange“ stellt er in seiner sehr unterhaltsamen Art faszinierende Details aus dem Leben der Schlangen vor und berichtet über seine abenteuerlichen Begegnungen mit Schlangen weltweit.

Dienstag, 23. Oktober 2018 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Humboldthaus Platz des 17. Juni 2Brillenschlange
Kobras, Kraits und andere Schlangen, Frösche und Echsen: auf Expedition in Myanmar
Vortrag von Prof. Dr. Gunther Köhler, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt. Der Eintritt kostet 2 €

Dienstag, 30. Oktober 2018 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Humboldthaus Platz des 17. Juni 2
Keine Bange vor der Schlange
Vortrag und Buchvorstellung von Dr. Sebastian Lotzkat, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt. Der Eintritt kostet 2 €

Bildunterschriften:
oben: Sebastian Lotzkat liebt Schlangen. In seinen Vorträgen springt seine Begeisterung auf die Zuhörer über. (c) Gina Moog
rechts: Kobras sind besonders furchteinflössende Schlangen. ob sie wirklich so gefährlich und angriffslustig sind erfahren Besucher in zwei Vorträgen im Görlitzer Naturkundemuseum. (c) Köhler

Reisevortrag Bergwelt Tansanias im Humboldthaus

An Schnee und Eiseskälte denkt man bei Afrika nicht gerade zuerst. Dennoch stehen diese Naturgewalten bei zwei afrikanischen Sehnsuchtszielen im Vordergrund: den Bergen Kilimandscharo und Mount Meru in Tansania. Mit rund 5.900 m und 4.500 m gehören diese beiden erloschenen Vulkane zu den höchsten Gipfeln Afrikas. Eine Herausforderung der sich die beiden Oberlausitzer Brüder Andreas und Roland Neugebauer 2013 stellten. In einem Abendvortrag berichtet Andreas Neugebauer am 12. Oktober im Görlitzer Humboldthaus von den Mühen, die beiden Gipfel zu bezwingen. Aber die Strapazen haben sich gelohnt, wie die Fotos der faszinierenden Bergwelt des Gebirgsmassivs beweisen. Neben den kargen Gipfelregionen bietet der umliegende Arusha-Nationalpark aber auch eine vielfältige und exotische Pflanzen- und Tierwelt.
 

Freitag 12. Oktober 2018 | 19:30 Uhr | Natur in Farbe | Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2
Zwei Brüder auf dem Kilimandscharo – die Besteigung des höchsten Bergs Afrikas
Vortrag von Andreas Neugebauer. Der Eintritt kostet 2 €.

Dem Dino auf den Zahn fühlen – Görlitzer Naturkundemuseum zeigt Großes und Kleines in den Herbstferien

Görlitz, 28.09.2018

Schaedel (c) Träger
Eine Ausstellung mit Köpfchen – mehr als
100 Wirbeltierschädel präsentiert die neue
Sonderausstellung im Senckenberg Museum
© L. Träger /Senckenberg

Während der Herbstferien erweitert das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz seine Öffnungszeiten: vom 6. bis zum 21. Oktober ist das Haus täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Und es gibt wieder Neues zu bestaunen! In der aktuellen großen Sonderausstellung dreht sich alles um die Schädel der Wirbeltiere. Über einhundert der bleichen Köpfe laden zum Vergleichen ein. Der größte gehörte einmal einem Buckelwal, der bizarrste dem riesigen Süßwasserfisch Arapaima und der bekannteste ist der Abguss des Schädels von Tristan Otto – einem Tyrannosaurus rex, der sogar einen eigenen Namen trägt!

Um die Themenwelt „Laubstreu“ erweitert, zeigt das Museum während der Herbstferien wieder die spannende und auch ein wenig gruselige Virtual-Reality-Installation »Abenteuer Bodenleben«. Sie ermöglicht vom 2. bis zum 14. Oktober 2018 einen einzigartigen Ausflug in die Welt der Bodentiere. Auf die Größe einer Kellerassel geschrumpft begegnen die Besucher zahlreichen Bodentieren wie Milben, Springschwänzen, Würmern und Hundertfüßern – ein unvergessliches Zusammentreffen auf Augenhöhe!
 
Zu offenen Kindernachmittagen lädt das Museum Kinder ab 6 Jahren ein. An den beiden Dienstagen gibt es die Möglichkeit „T. rex und andere coole Köpfe“ genauer unter die Lupe zu nehmen und kennen zu lernen. Mittwochs geht es „Zu Besuch bei Tomatenfrosch, Tropfenkröte und Stachelrochen“, den Bewohnern des Vivariums und an den Donnerstagen tauchen die Kinder in vergangene Welten ein und erfahren „Wie Fossilien entstehen“. Die Angebote beginnen 14 Uhr, die Teilnahmegebühr beträgt 2,50 Euro.

Hier finden Sie die Übersicht für das Herbstferienprogramm für Kindergruppen ab 6 Jahren.
 
Das Museum ist während der HERBSTFERIEN von Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
 

Wikipedia zu Gast bei Senckenberg

Görlitz, 27.09.2018

(c) Senckenberg
Blick hinter die Kulissen - Wikipedia-Schreibern
persönlich begegenen (c) Träger/Senckenberg

Wikipedia ist heute für viele die erste Anlaufstelle für Antworten auf Wissensfragen aller Art. Auch Kulturinstitutionen suchen deshalb zunehmend die Zusammenarbeit mit der digitalen Wissenssammlung.
Erstmals öffnet nun das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz an diesem Wochenende seine Pforten für ehrenamtliche Autorinnen und Autoren der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die rund 15 TeilnehmerInnen und Teilnehmer erhalten bei dem zweitägigen Workshop Wissen aus erster Hand. In Vorträgen, bei Führungen durch die Sammlungen und die Museumsbibliothek gewinnen die Wikipedianer Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse und können einen Blick hinter die Kulissen der Forschungsgebäude werfen. Museumsdirektor Prof. Willi Xylander ist auf die Zusammenarbeit gespannt: „Unsere Forschende geben Interessierten Einblick in ihre Arbeit und regen so neue und aktuelle Wikipedia-Artikel an. Als Forschungs- und Bildungseinrichtung sind wir natürlich sehr an diesem unmittelbaren Wissenstransfer in die Gesellschaft interessiert“. Fotos und 3D-Scans, die in den Museumssammlungen und Ausstellungen entstehen, werden die Wikipedia-Beiträge illustrieren, die in einer Schreibwerkstatt im Museum entstehen.

(c) Senckenberg
Recherchieren, Scannen, Schreiben -
Wikipedianer füllen die Seiten über unser
Museum und unsere Forschung
(c) Träger/Senckenberg

Der Besuch ist Teil der Veranstaltungsreihe GLAM on Tour, die die Vernetzung von Wikipedia-Aktiven und Museen auf lokaler Ebene fördert und unterstützt. GLAM (Galleries, Libraries, Archives, Museums) steht als englisches Akronym für Aktivitäten von Kunstsammlungen, Bibliotheken, Archiven und Museen im Netz. Ziel der GLAM on Tour-Veranstaltungen ist es, persönliche Beziehungen zwischen Wikipedia-Gruppen und Kulturinstitutionen aufzubauen und zu pflegen, um eine langfristige Kooperation und Partizipation zu ermöglichen und dazu beizutragen, dass freie Inhalte für die Wikimedia-Projekte entstehen und verbreitet werden. Der gemeinnützige Verein Wikimedia Deutschland unterstützt die Wikipedia-Freiwilligen dabei organisatorisch und setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Freies Wissen ein.
Holger Plickert, Projektmanager im Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur bei Wikimedia Deutschland, freut sich über die neue Kooperation mit der Senckenberg Gesellschaft: „Kulturinstitutionen können nur gewinnen, indem sie mit den Freiwilligen der Wikipedia zusammenarbeiten. Das Museum gewinnt an Sichtbarkeit, vor allem aber steht das Wissen der Institution vielen weiteren Menschen zur Verfügung.”

Weitere Informationen zum Projekt und dem Programm finden Sie hier.

Über Wikimedia Deutschland

Wikimedia Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein mit rund 65.000 Mitgliedern, der sich für die Förderung Freien Wissens einsetzt. Seit der Gründung im Jahr 2004 unterstützt der Verein verschiedene Wikimedia-Projekte – allen voran Wikipedia. Der Verein setzt sich für den kostenlosen Zugang zu Freiem Wissen ein und engagiert sich damit für ein grundlegendes Recht des Menschen auf Bildung. Wikipedia ist, wie auch andere Schwesterprojekte, unabhängig und werbefrei und nur durch ehrenamtliche Mitarbeit und Spenden möglich.

Ein Ausflug der besonderen Art: Virtual-Reality-Trip in den Boden

Görlitz, 24.09.2018

VR Laubstreu (c) hapto
Neue Virtual-Reality-Präsentation im
Görlitzer Naturkundemuseum: In der
Laubstreu abtauchen. © hapto

Die Virtual-Reality-Installation »Abenteuer Bodenleben« ermöglicht vom 2. bis zum 14. Oktober 2018 einen einzigartigen Ausflug in die Welt der Bodentiere. Auf die Größe einer Kellerassel geschrumpft begegnen die Besucher zahlreichen Bodentieren wie Milben, Springschwänzen, Würmern und Hundertfüßern – ein unvergessliches Zusammentreffen auf Augenhöhe! Die Nutzer setzen eine sogenannte VR-Brille auf, durch die sie den Eindruck erhalten, sich im Boden zu befinden. Selbständig bewegen sie sich durch die Bodenkrumen und treffen auf bizarre Bodentiere.

Passend zur Jahreszeit präsentiert das Museum erstmalig eine neue Installation: Die Besucher haben die Möglichkeit, ins Falllaub „abtauchen“. Unter den Blättern eines Buchenwaldes treffen sie auf deren fleißige Bewohner und können erstmalig auch in Interaktion mit Kugelspringer & Co. treten. Wer sich den Ausflug in den Boden nicht zutraut oder auf seine eigene Expedition wartet, kann das Geschehen auf einem Bildschirm verfolgen.

Die VR-Installation ist für Besucher ab sechs Jahren geeignet und im Museumseintritt inbegriffen. Pro Person sollten ungefähr zehn Minuten eingeplant werden. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird eine Anmeldung unter 03581 4760-5220 oder persönlich an der Museumskasse, empfohlen.

Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 - 18:00 Uhr und während der HERBSTFERIEN Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Die Virtual-Reality-Anwendung ist im Rahmen des Bundesprojektes museum4punk0 entstanden, weitere Infos unter: www.senckenberg.de/museum4punkt0.

Senckenberg klärt über das Insektensterben auf
Bedeutender Insektenforscher Sachsens hält Vortrag in Görlitz

Kleiner Fuchs (c) Schuppenhauer
Kleiner Fuchs als Beispiel für die Vielgestaltigkeit
Lausitzer Insekten. Und: Sie werden seltener!
© Meike Schuppenhauer

Insekten stellen die artenreichste Tiergruppe auf der Erde. Viele von ihnen sind wunderschön wie zum Beispiel Schmetterlinge und manche von zentraler Bedeutung für die Menschen als Bestäuber unserer Nahrungspflanzen. Und, zugegeben, einige können auch sehr lästig sein wie Mücken oder Bremsen.
Forscher schlagen nun Alarm! Wissenschaftliche Langzeituntersuchungen lassen darauf schließen, dass seit Jahrzehnten die Insekten in Deutschland massiv zurück gegangen sind, regional um bis zu 80 %! Und mit ihnen verschwinden die Singvögel, denn auch die Körnerfresser benötigen zur Jungenaufzucht Insektennahrung.
Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung beteiligen sich aktiv an der Untersuchung des Insektensterbens. Einer von ihnen, der Schmetterlingsspezialist Dr. Matthias Nuß erläutert in einem Abendvortrag die bekannten Gründe für das Insektensterben und zeigt Möglichkeiten auf, wie Bürger und Kommunen den Sechsbeinern unter die Flügel greifen können.

Dienstag, 25. September 2018 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum/Museum, Seiteneingang
Der Rückgang der Insekten und was jeder dagegen tun kann
Vortrag von Dr. Matthias Nuß, Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Sektion Schmetterlinge
Der Eintritt kostet 2 €.

Exkursion in die Görlitzer Stadtnatur und
Wissenswertes über den Bieszczady-Nationalpark in Polen

(c) Birgit Lang
Stachelig wie ein kleiner Igel - so findet man
auch die Schalen des Baum des Jahres 2018,
der Esskastanie (Castanea sativa) im
Schellergrund. (c) B. Lang / Senckenberg

Zu einem herbstlichen Spaziergang durch den Schellergrund laden die jungen Biologen vom Senckenberg Museum in der Reihe „Natur in der Stadt“ am 20. Oktober, 17 Uhr ein. Dr. Birgit Lang, Jörg Müller und Stefanie Schindler begeben sich auf Entdeckungsreise abseits der großen Straßen und wollen den Blick für Pflanzen und Tiere am städtischen Wegesrand schärfen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Tour eignet sich für  Kinder ab 6 Jahren. Gern können Fernglas und Lupenbecher mitgenommen werden.
Treffpunkt ist an der Friedenshöhe / Blockhausstraße.

Am gleichen Tag können Wander- und Poleninteressierte einen
Reisevortrag zur „Unbekannten Bergwelt Polens – die Bieszczady“ um 15 Uhr im Seminarraum des Naturkundemuseums besuchen. Luise Träger berichtet von der dünn besiedelten Bergregion mit seinen charakteristischen weiten Ebenen, dichten Wäldern und Fülle an orthodoxen Holzkirchen im südöstlichsten Zipfel Polens, im Dreiländereck der Slowakischen Republik und Ukraine. Der Eintritt von 3 Euro beinhaltet auch den Besuch der Museumsausstellungen.

Bieszczady
Der Bieszczady-Nationalpark im südöstlichsten
Zipfel Polens bietet noch größtenteils unberührte
Natur und ist ein Geheimtipp für Wanderer. 
(c) B. Schaar

20. September 2018 | 17:00 – 18:30 | Exkursion | Görlitz
Natur in der Stadt – herbstlicher Spaziergang durch den Schellergrund
mit Dr. Birgit Lang, Jörg Müller (Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz) und Stefanie Schindler, Görlitz
Treffpunkt: Friedenshöhe/Blockhausstraße.
Bitte Fernglas mitbringen. Teilnahme ab 6 Jahren.

20. September 2018 | 15:00 | Senckenberg am Nachmittag |
Seminarraum/Museum
Unbekannte Bergwelt Polens – die Bieszczady
Vortrag von Luise Träger, Görlitz
Eintritt im Museumseintritt inbegriffen.

Geologische Exkursion nach Stolpen

(c) Olaf Tietz
Stolpen ist von international herausragender
Bedeutung, wenn es um Basalt geht. Hier der
Steinbruch unterhalb der Burg Stolpen mit
seinen gut sichtbaren Basaltsäulen.
(c) Olaf Tietz / Senckenberg

Als erste von drei Senckenberg-Exkursionen in diesem Herbst bildet die beliebte geologische Exkursion den Auftakt. Diesmal führt sie die Teilnehmer etwas weiter weg: in die westliche Oberlausitz auf den Burgberg von Stolpen.
Am 16. September stellen die Wissenschaftler um Dr. Olaf Tietz neuste Ergebnisse zur Geologie des Basaltes von Stolpen vor. Anhand spezieller Kartierungen und modernen Erkenntnissen aus der Vulkanologie ist eine neue Rekonstruktion der Entstehung des Stolpen-Vulkans möglich. Die Besucher erwarten ein Vortrag, eine Video-Live-Präsentation am Mikroskop und eine geologische Führung über den Burgberg Stolpen. Beginn ist 11 Uhr im Vortragssaal der Burg Stolpen (Kornkammer), voraussichtliches Ende gegen 13:30 Uhr.
Der Stolpener Basalt ist ein geologisches Naturdenkmal von weltweit herausragender Bedeutung. 1546 wurde hier erstmals der Begriff „Basalt“ geprägt. Auch der Name Stolpen ist auf das altslawische "stolpno" zurückzuführen, was mit Säulenort übersetzt werden kann. Dass am selben Tag der „Tag des Geotops“ begangen wird passt. Denn der Stolpener Burgberg ist bereits mit dem Prädikat „Nationaler Geotop“ ausgezeichnet, da er durch seine besondere erdgeschichtliche Bedeutung, Seltenheit, Eigenart und Schönheit als schutzwürdig gilt.
 
16. September 2018 | 11:00 - 13:30 Uhr | Exkursion | Stolpen
Neue Erkenntnisse zur Geologie des Basaltes von Stolpen. Der Burgberg von Stolpen – Kartierung und Rekonstruktion eines erloschenen Vulkans in Ostsachsen
Vortrag, Präsentation und geologische Wanderung über den Burgberg Stolpen zum Tag des Geotops 2018,
mit Dr. Olaf Tietz, Jörg Büchner (SMNG), Dr. Thomas Scholle (Ingenieurbüro Stolpen) und Dr. Manuel Lapp (Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)
Treffpunkt: Kornkammer auf der Burg Stolpen (Vortragssaal).
Der Eintritt ist frei!

Pilzberatung am Senckenberg Museum beginnt

(c) Christiane Ritz
Damit Verwechslungen vermieden werden
können oder bei unbekannten Fruchtkörpern
hilft die Pilzberatung am Naturkundemuseum
weiter. Foto: Christiane Ritz

Nach der großen Trockenheit ist an Pilze nicht gerade zu denken. Die gelegentlichen Regenschauer lassen Pilzfreunde dennoch hoffen. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz bietet ab dem 11. September jeweils dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr wieder eine kostenlose Pilzberatung an.

Pilzberater Steffen Hoeflich bittet darum nur wenige der unbekannten Pilze mitzubringen und diese gegebenenfalls bis zur Pilzberatung im Kühlschrank aufzubewahren.

Kostenlose Pilzberatung mit Pilzberater Steffen Hoeflich
dienstags, 16 - 18 Uhr (ab 11. September 2017)
im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Marienplatz, 02826 Görlitz

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Mykorrhizapilze - die Heinzelmännchen im Boden?
Vortrag im Senckenberg Museum

Klar, Pilze kennt jeder! Besonders die essbaren wie Steinpilze, Maronen oder Pfifferlinge und natürlich den hübschen, aber giftigen Fliegenpilz. Diese Hut- oder Ständerpilze sind aber sozusagen nur die Früchte, also die Vermehrungseinheiten der Pilze, in denen zu einer bestimmten Jahreszeit, zum Beispiel im Herbst, Sporen gebildet werden. Aus diesen winzig kleinen „Samen“ entwickeln sich neue Pilze. Sie bilden ein weit verzweigtes weißes Pilzgeflecht im Boden. Viele Pilzarten gehen eine Lebensgemeinschaft, die sogenannte Mykorrhiza, zum beiderseitigen Nutzen mit Bäumen ein. Die Pilzfäden umhüllen die Baumwurzel. An Kontaktstellen erhält der Baum vom Pilz Zucker als Nahrung, während die Pilze wichtige Nährstoffe aus dem Boden an den Baum weitergeben.

Der Zittauer Biologe und Agrarwissenschaftler Dr. Thomas Fester ist seit Jahren als Forscher an diesem Thema dran. In einem Vortrag stellt er am 11. September um 19:30 Uhr im Görlitzer Senckenberg Museum diese faszinierende Lebensgemeinschaft vor und beleuchtet verschiedene Aspekte ihrer Lebensweise. Weiterhin präsentiert der Referent zukunftsweisende Forschung, in der untersucht wird, wie mit der Einbringung von Mykorrhiza neue Wege in der biologischen Landwirtschaft beschritten werden können.

Di, 11. September 2018 | 19:30 Uhr | Neues aus der Naturwissenschaft | Seminarraum/Museum, Seiteneingang
Mykorrhizapilze - die Heinzelmännchen im Boden?
Dr. Thomas Fester, Scivit, Zittau
Eintritt 2 €

Mehr erfahren

Das Museum der Schädel – Senckenberg Museum Görlitz eröffnet neue Sonderausstellung

Schaedelausstellung Görlitz
Neue Ausstellung vom 8. September bis April
2019 im Görlitzer Naturkundemuseum
www.senckenberg.de/schaedel

In der neuen Sonderausstellung des Senckenberg Museums „T. rex und andere coole Köpfe“ dreht sich alles um das Cockpit der Wirbeltiere. Mehr als einhundert Schädel aller Wirbeltierklassen – vom großen Wal bis zum kleinen Frosch – präsentiert die Schau ab dem 8. September. Sie ermöglicht den Besuchern umfangreiche Einblicke in die verblüffende Vielfalt der Schädeltypen. Ein Höhepunkt ist der Schädelabguss des Tyrannosaurus rex „Tristan“, dessen Original derzeit das Museum für Naturkunde Berlin ausstellt. Auch einen Publikumsliebling aus dem Dresdner Zoo treffen die Besucher wieder: das Krokodil Max. Zumindest teilweise, denn auch sein Schädel bereichert die Ausstellung.

Der Schädel ist eine sehr komplexe evolutive Entwicklung der Wirbeltiere. Allein bei den Säugetieren bilden mehr als zwanzig Knochen die Kapsel, die das Gehirn schützt und Sitz verschiedener Sinnesorgane wie Augen und Nase ist. Durch die Ausbildung von Ober- und Unterkiefer, die es nur bei den Wirbeltieren gibt, haben sich im Verlauf der Stammesgeschichte unterschiedlichste Formen der Nahrungsaufnahme entwickelt.

So können die Besucher vergleichen, wie sich das Raubtiergebiss eines Tyrannosaurus von dem eines Eisbären unterscheidet oder was der Buckelwal und der Flamingo gemeinsam haben: Beide ernähren sich von Plankton. Aber auch andere erstaunliche und skurrile Anpassungen werden präsentiert. So durchbohren die oberen Eckzähne die Gesichtshaut des Hirschebers und wachsen nach oben, statt wie bei anderen Schweinen nach unten in das Maul hinein zu ragen. Manches was fehlerhaft anmutet, ist stattdessen ganz praktisch. Wie die gekreuzten Schnabelspitzen des Fichtenkreuzschnabels, die es dem Finken ermöglichen, die Zapfen von Nadelbäumen zu öffnen.

Auch ausgewählte Themen aus der Forschungsarbeit des Museums stellt die Ausstellung vor. Die Besucher erfahren, wie Zoologen anhand von Zähnen das Alter von Tieren bestimmen oder wie sie durch das Sammeln von mongolischen Wildeselschädeln Aussagen über die Bedrohung dieser Art in freier Wildbahn treffen.

Fr, 7. September 2018 | 18:00 Uhr | Ausstellungseröffnung | Museum
T. rex & andere coole Köpfe - Form und Funktion der Schädel

Eine Sonderausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz
Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.

Görlitzer Kinderakademie erwartet neue Studierende
Anmeldungen zum neuen Semester möglich

Kinderakademie 28. Semester

Mit vielfältigen Themen startet die Görlitzer Kinderakademie ins neue Semester. Fünf Vorlesungen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren stehen in diesem Herbst und Winter auf dem Programm. Als Referenten konnten Wissenschaftler aus Görlitz, Dresden und Wilhelmshaven gewonnen werden. Themen sind das Riechen, Müll, Sterben und Tod und wie es dazu kommt, dass in der Nordsee plötzlich so viele neue Tierarten auftauchen. Alle Inhalte sind kindgerecht aufbereitet.

Los geht es am 5. Oktober um 16:00 Uhr im Großen Hörsaal der Hochschule in der Furtstraße mit der Vorlesung „Kamerun – ganz Afrika in Miniatur“ von Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt von der Hochschule Zittau/Görlitz.

Die Teilnahme an den 45-minütigen Vorträgen ist kostenlos. Eine Anmeldung kann telefonisch unter 03581-47605220, per-E-Mail post-gr@senckenberg.de oder direkt zu Beginn der Veranstaltungen vor Ort erfolgen.

Die Veranstaltungen wechseln zwischen der Hochschule und dem Humboldthaus in Görlitz. Sie finden in loser Reihenfolge freitags um 16:00 Uhr statt. Eltern sind zu den Vorlesungen nicht zugelassen. Das Programm kann auf der Seite der Kinderakademie herunter geladen werden (www.hszg.de/kinder) und ist auch an der Kasse des Naturkundemuseums erhältlich.

Die Görlitzer Kinderakademie ist eine gemeinsame Veranstaltung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz und der Hochschule Zittau/Görlitz. Sie findet seit 2005 mit zwei Semestern jährlich statt.
 
Fr, 5. Oktober 2018 | 16:00 Uhr | Görlitzer Kinderakademie | Hochschule, Großer Hörsaal im Hermann-Heitkamp-Haus, Furtstraße 2
Kamerun – ganz Afrika in Miniatur
Vorlesung nur für Kinder von Prof. Dr. habil. Matthias Theodor Vogt, Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Management- und Kulturwissenschaften

Herbstprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz erschienen

Herbstprogramm SMNG 2018

Mit Volldampf startet das Görlitzer Naturkundemuseum in die Herbstsaison! Rund 35 Vorträge, Exkursionen, Schaufütterungen und Kinderveranstaltungen ergänzen die Ausstellungen des Museums. Los geht es gleich mit einem Höhepunkt am 7. September um 18:00 Uhr. Dann zeigt Senckenberg Zähne in seiner neuen Sonderausstellung „T. rex & andere coole Köpfe“, in der über einhundert Tierschädel präsentiert werden, darunter auch der Abguss eines Tyrannosaurus rex-Schädels. Um diese Ausstellung geht es auch beim beliebten Familien-Museumsfest am 10. November.

Auch die Kinderakademie beginnt wieder am 5. Oktober mit breit gefächerten Themen - von Afrika bis Müllentsorgung - für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren.

In den Abendvorträgen geht es um Flüge ins All, den Rückgang der Insekten, Schlangen, Walhaie oder auch die Natur Sibiriens und Myanmars. Von Museumsmitarbeitern geführte Exkursionen erkunden die Görlitzer Stadtnatur, die Vogelwelt des Berzdorfer Sees und den Basalt des Stolpener Burgbergs.

Die Programme liegen im Museum aus und können auf der Website herunter geladen werden: www.senckenberg.de/veranstaltungen

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Senckenberg Museum zeigt Werke von Tetiana Laskarevska

Tulpe (c) Laskarevska
Tulpen gehören seit jeher zu den besonders
beliebten Objekten in der botanischen Malerei
© Laskarevska

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz stellt ab dem 18. August Pflanzenaquarelle von Tetiana Laskarevska aus.

Die Künstlerin stammt aus Kiew, wo sie an der Nationalen Akademie der Bildenden Künste studierte. Parallel zum Studium arbeitete sie als Lehrerin für Malerei. Tätigkeiten als wissenschaftliche Zeichnerin sowie Redakteurin einer Kunstzeitschrift folgten. Sie lebt und arbeitet heute in Dresden. Dem Lausitzer Publikum ist sie bereits durch die Plakate des Gerhart-Hauptmann-Theaters bekannt, die in der Spielzeit 2017/2018 für Aufmerksamkeit sorgten.

Seit jeher beschäftigen sich Künstler mit der Darstellung von Pflanzen. Schon in der Antike schmückten Blumenmotive griechische Vasen oder römische Wohnräume. Besonders seit der Renaissance widmeten sich Maler diesem Sujet. Davon legen in den Museen unzählige Stillleben Zeugnis ab. Die botanische Malerei hatte aber auch einen ganz praktischen Nutzen zum Beispiel in der Heilpflanzenkunde. In den gelehrten Abhandlungen kam es vor allem darauf an, Pflanzen naturgetreu und präzise darzustellen. Schließlich durfte es bei ihrer Verwendung als Arznei nicht zu fatalen Verwechslungen kommen.

Auch auf Entdeckungsfahrten reisten Maler mit, die neue Pflanzen ferner Länder im Bild festhielten und somit für die Wissenschaft verfügbar machten. Zahlreiche Bestimmungsbücher nutzen bis heute die botanische Illustration, um alle für die Arterkennung relevanten Merkmale dem Betrachter im optimalen Licht darzubieten - die perfekte Pflanze sozusagen. Ganz in dieser Tradition bewegt sich Frau Laskarevska mit ihren Arbeiten. Ihre Darstellungen sind von hoher künstlerischer Qualität, wie ihre zwanzig Aquarelle in dieser Ausstellung beeindruckend veranschaulichen, gleich, ob es sich um einen Kohlrabi oder ein filigranes Seifenkraut handelt.

Die Kunst der botanischen Malerei. Aquarelle von Tetiana Laskarevska.
Sonderausstellung im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz vom18. August bis 18. No-vember 2018

Die Eröffnung findet am Freitag, 17. August 2018 um 18:00 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin statt.

06.08.2018

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