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world of biodiversity

Naturmuseum Frankfurt

Mittwochabendführung - aktuelle Themen
4. Mai 2016

Landbrücken – Verbreitungswege für Flora und Fauna
mit Margret Kessler
Die geografische Verbreitung von Pflanzen und Tieren wurde zu jeder Zeit von der Plattentektonik gesteuert. Für die rezente Verteilung der Arten sind besonders vier Landbrücken verantwortlich, die in jüngster Erdzeit – vor 6 Mio. bis vor 10.000 Jahren – entstanden: Gibraltar, Beringia, das Sunda Shelf und der Isthmus von Panama. Von diesen existiert heute nur noch letzterer als Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika. Neben dem Flora- und Fauna-Austausch bewirkte er auch die Entstehung des Golfstroms und damit Klimabegünstigungen für viele Arten. Wir werden Überquerer dieser Brücken kennenlernen und so ihre heutigen Vorkommen verstehen.

11. Mai 2016
Säugetiere: Vielfalt der Arten, Vielfalt der Anpassungen
mit Dr. Thomas Lehmann
Die Säugetiere haben die Welt vor ca. 65 Millionen Jahren von deren vorherigen Meistern – den Dinosauriern – übernommen. Seitdem haben sich diese Wirbeltiere sowohl in ihrer Artenvielfalt als auch in ihrer anatomischen Unähnlichkeit dramatisch vermehrt. Dies belegen Tausende von Säugetier-Präparaten und -Fossilien im Senckenberg Naturmuseum. Anhand dieser werden heute die Aufteilung der Säugetiere in große Ordnungen und deren Eroberung unterschiedlichster Lebensräume vorgestellt.

18. Mai 2016
Lebensraum Meer: Was sind die Herausforderungen seiner Bewohner?
mit Dr. Frauke Fischer

Menschen sind Landsäugetiere und bevorzugen dementsprechend im Alltagsleben festen Boden unter ihren Füßen. Vom Weltall aus erscheint unsere Welt allerdings als blauer Planet, der überwiegend von Meeren bedeckt ist. Was lebt in diesen Meeren? Was sind die Herausforderungen an seine Bewohner und welche überraschenden Lösungen haben sie gefunden, um sich immer „wie ein Fisch im Wasser“ zu bewegen? Das alles erfahren Sie in der heutigen Führung.

 25. Mai 2016
Pflanzen erobern das Festland
mit Dr. Ester Becker
Wie sähen die Kontinente ohne Pflanzen aus? Vor rund 450 Millionen Jahren wagten kleine, blattlose Sprosse die ersten Schritte auf das unbelebte Land. Zur Karbonzeit hatten sich bereits baumgroße Sporenpflanzen entwickelt und im ausgehenden Erdaltertum begann der Siegeszug der Samenpflanzen. Kaum eine andere Erfindung hat die biologische Vielfalt mehr vorangetrieben als die Blüte. Welche Umbaumaßnahmen ermöglichten den Aufbruch vom Wasser ins Trockene? Warum sind Samenpflanzen so erfolgreich? Und mit welchen Tricks spannen Blütenpflanzen Tiere für ihre Zwecke ein?