Naturmuseum Frankfurt

Mittwochabendführung - aktuelle Themen
1. August 2018, 18 Uhr

Ist es ein Vogel, ist es ein Dinosaurier?- Es ist Archaeopteryx!
mit Dipl.-Biol. Daniela Szymanski

1861 beschrieb der Frankfurter Wirbeltierforscher Christian Hermann von Meyer eine einzelne fossile Feder aus der Oberjura Bayerns und gab ihr den Namen Archaeopteryx, was übersetzt so viel wie „alte Feder“ bedeutet. Im selben Jahr wird in den gleichen Ablagerungen das Fossil eines seltsamen Tieres geborgen, das Merkmale der Vögel und der Reptilien in sich vereinigt und schon kurze Zeit später im Mittelpunkt der hitzigen Diskussionen um Darwin´s nur kurz zuvor veröffentlichte Evolutionstheorie steht. Seitdem sind insgesamt nur ein Dutzend Exemplare des „Urvogels“ entdeckt worden, die auch weiterhin die Forscher beschäftigen und verblüffen. Eines dieser seltenen Originale ist das Herzstück der Sonderausstellung „Archaeopteryx“, durch die Sie dieser Rundgang führt.

8. August 2018, 18 Uhr
Brutparasitismus – ein Privileg der Kuckucksfamilie?
mit Dipl.-Biol. Margret Kessler

Nein, es gibt diese Form der Jungenaufzucht nicht nur bei Kuckucken, sondern auch bei Fischen und bei Ölkäfern. Und nicht jeder Kuckuck ist ein Brutparasit. Wieso hat sich diese Form des Parasitismus überhaupt entwickelt? Wie erkennt ein Kuckuck seinen Brutpartner und artgerechtes Verhalten? Gibt es bei den Wirtsorganismen auch Abwehrmechanismen, wie z. B. „Futter nur gegen Passwort“?  Hat die Aufzucht eines eingeschmuggelten Eis nur Nachteile und muss so unbedingt verhindert werden? Ein spannendes Thema mit überraschenden Antworten.

15. August 2018, 18 Uhr
Ethologie – prägende Persönlichkeiten, deren Leben und Forschung
mit Dr. Ariane Ollmann

Extrem berühmte Persönlichkeiten und Wissenschaftler haben viele Jahre daran gearbeitet um Verhalten von verschiedenen Tierarten und Primaten zu erforschen. Keine leichte Aufgabe, denn wie kann man Verhalten „messen“? Wie kann man die Ergebnisse, gerade von verschiedenen Spezies vergleichen? Namen wie Dian Fossey, Konrad Lorenz, Werner Freund und Erik Zimen klingen vielen im Ohr, doch was genau haben diese Menschen für spannende Versuche gemacht, wie haben sie ihr Leben dem Lernen und beobachten von Verhalten von Tieren gewidmet und geopfert, mitsamt ihren Familien. Lassen sie uns einen Einblick in unglaubliche Biographien und Forschungsergebnisse werfen.

22. August 2018, 18 Uhr
Korallenriffe – bedrohte Schätze der Ozeane
mit Dipl.-Biol. Stefanie Raddatz

Korallenriffe zählen neben den Tropischen Regenwäldern zu den artenreichsten Ökosystemen unserer Erde. Doch diese faszinierenden Lebensräume sind massiv bedroht. Im Zuge des “Internationalen Jahr des Riffes 2018” schauen wir uns neben der einzigartigen und komplexen Ökologie der Riffe auch die zunehmenden Gefährdungen an. Außerdem erfahren wir etwas über die in der Dunkelheit verborgenen Kaltwasserkorallen und über die aktuelle Korallenforschung am Senckenberg.

29. August 2018, 18 Uhr
Anders machen! Wenn Tiere „von der Norm“ abweichen
mit Dr. Frauke Fischer

Fische schwimmen, Vögel fliegen, Säugetieren rennen… Soweit so gut und meistens richtig. Einige Vertreter dieser Gruppen unterscheiden sich aber deutlich von dem, was in ihrer taxonomischen Gruppe die Norm ist. Lernen Sie in dieser Führung so manchen skurrilen „Andersmacher“ kennen und staunen Sie!

5. September 2018, 18 Uhr
Wilde Jagd – Wenn einer hungrig ist und einer nicht gefressen werden will
mit Dr. Frauke Fischer

Fressen und gefressen werden, das ist das alltägliche Spiel in freier Natur. Dabei sind weder die Regeln einfach, oder der Ausgang vorhersehbar, noch die Rollen immer gleich besetzt. Erfahren Sie, was z.B. die Chancen von Löwen erhöht, nicht hungrig schlafen zu gehen und welche Strategien das Leben von Antilopen verlängert.

12. September 2018, 18 Uhr
Rohstoffe der Erde
mit Dipl.-Geol. Jan Wacker

Der Mensch verstand es schon früh die Rohstoffe unserer Erde zu nutzen. Ob es  Obsidian oder Eisenerze zur Herstellung von Werkzeugen waren oder Salz für die Ernährung. Heute geht kaum etwas ohne die Bodenschätze, die wir der Erde entreißen. Dabei birgt der gedankenlose Abbau auch viele Gefahren, die langfristig gesehen für großes Gefährdungspotenzial sorgen können.

19. September 2018, 18 Uhr
Kochen für’s Klima – alte Ansätze und innovative Ideen
mit M. Sc. Christina Höfling

Klimaschutz in der Küche? Das geht! Die Art unserer Ernährung trägt maßgeblich dazu bei, wie viel CO2 freigesetzt wird und wie viele Ressourcen wir verbrauchen. Welche Rolle spielen dabei Anbaumethoden und Transportwege? Gibt es einfache Tipps für’s klimafreundliche Kochen? Anlässlich der Klimagourmet-Woche diskutieren wir bei unserem Rundgang durch die Ausstellung verschiedene Ansätze und wagen sogar einen Blick in die Zukunft der Ernährung.

26. September 2018, 18 Uhr
Klimaerwärmung und ihre „neuen“ Krankheiten – wieviel Angst ist realistisch
mit Dr. Ariane Ollmann

Mit der Klimaerwärmung kommt die Veränderung, es wird wärmer und einige Tier- und Pflanzenarten können ihren Lebensraum erweitern um Gebiete, die ehemals im Winter zu kalt waren und keine Fortpflanzung ermöglichten. Phlebotomus/Sandmücke, Tse-Tse und Anopheles, Namen die Europäern schnell Angst einjagen, denn mit diesen Tierarten als Überträger sind Krankheiten wie Malaria, Leishmaniose und Trypanosomen verbunden. Was genau diese Krankheiten sind, wie sie sich verbreiten, wie man sich schützen kann und wieviel Angst gerechtfertigt ist, verunsichert viele. Genauso die Tatsache, dass unsere Haus- und Nutztiere unmittelbar davon betroffen sind. Die sogenannten „Mittelmeerkrankheiten“ sind auf dem Vormarsch und es ist unklar wie erfolgreich sie dabei sein werden.

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