Senckenberg Forschung

Messel
Leitung:  

Dr. Sonja Wedmann   

Anschrift:   Markstr. 35
   

D-64409 Messel

Sekretariat: Tel.: + 49 (0)6159  9163-3211
  Fax: + 49 (0)6159  9163-3213
     
 
Mitarbeiter/innen:    
Michael Ackermann (Präparator)  
Bruno Behr (Technischer Assistent)  
Michael Geißler (Haustechniker)  
Uta Kiel (Techn. Assistentin)  
Regina Posch (Techn. Assistentin)   Büro Messel  (s.auch Frankfurt)

  

Standort Messel: Grube Messel

Nach dem Verzicht auf eine Deponie in der Grube Messel im Jahr 1990 und dem Kauf der Grube im Juni 1991 entschied sich das Land Hessen, die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft ( SNG ) als besonders erfahrene Partnerin in Sachen Messel zur Betreiberin der Grube zu gewinnen. Ein Jahr später, am 24. Juni 1992, unterzeichneten das Land Hessen und die SNG einen Vertrag zwecks Erhaltung der Grube als einzigartige Fossilienfundstätte; die SNG wird mit Wirkung vom 1. Juli 1992 Betreiberin der Grube Messel im Sinne des Bundesberggesetzes. Bund und Land finanzieren dies gemeinsam über den Haushalt des Forschungsinstituts Senckenberg.

Standort Messel: Forschungsstation Grube Messel

Ab 1983 diente dieses von der YTONG- AG angemietete Haus als senckenbergische Außenstelle direkt an der Grube Messel. 1992 wurde es durch die SNG gekauft und in den folgenden Jahren zur Forschungsstation umgebaut. Sie enthält die Präparation mit Nasslabor (siehe unten), ein Röntgenlabor, Büroräume für die technischen und wissenschaftlichen Mitarbeiter(innen), einen Vortragsraum/Sitzungszimmer, eine Hausmeisterwohnung sowie Aufenthalts- und Schlafräume für  Praktikant(inn)en.

Die Forschungsstation ist der Arbeitsplatz der Mitarbeiter(innen) der Arbeitsgruppen Grabung und Präparation (Arbeitsgruppe 1, siehe unten) und Messelgeologie (Arbeitsgruppe 2).

Arbeitsgruppe 1: Grabung und Präparation

Standort Messel: Grabungsstelle

Die Grabungen müssen jeweils zum Beginn des Jahres angemeldet und Grabungsgenehmigungen beantragt werden. Die Grabungssaison der einzelnen Institute beginnt im April/Mai und endet im Oktober/November. Bei diesen wissenschaftlichen Grabungen werden Ölschieferblöcke nach natürlichen Klüften im Sediment mit Keilen, Hämmern und Schaufeln abgebaut. Kunststoffplanen schützen das wasserhaltige Gestein vor der Austrocknung durch die Sonne.

Mehr zur Vergabe von Praktikumsplätzen ...

Standort Messel: Präparation (Transfermethode) Schema

Da der wasserhaltige Ölschiefer an der Luft austrocknen und zerfallen würde, muss das Fossil auf eine andere Trägerplatte umgebettet, also transferiert werden. Dazu wird das Fundstück – wie hier am Beispiel des Barsches Palaeoperca proxima dargestellt – zunächst auf einer Seite präpariert und diese dann in Kunstharz eingegossen. Nach dem Aushärten der künstlichen Trägerplatte wird die zweite Seite des Fossils freigelegt. Dieses Präparationsverfahren wird Kunstharz-Transfermethode genannt.

Standort Messel: Präparation von Lepticidium (Transfermethode)

Was in der Theorie so rasch erklärt ist, dauert in der Praxis je nach Größe und Erhaltung des Fossils Tage, manchmal sogar Wochen. Hier auf dem Bild benutzt die Präparatorin feine Metallnadeln, um ein kleines Säugetier freizulegen. Damit auch feinste Knochenstrukturen freigelegt, aber nicht beschädigt werden, kontrolliert sie jeden Handgriff durch das Binokular. Eine Seite des Fossils ist bereits präpariert und der Ölschiefer durch eine Kunstharzplatte ersetzt. 

Standort Messel: CFS 252

Mehr zur Präparation und weiteren Messel-relevanten Themen finden Sie in 24 HTML-Präsentationen auf der Begleit-CD des neuen Messel-Courier ( CFS Nr . 252). Dort finden Sie 13 wissenschaftliche Artikel (elektronisches Buch; PDF) zur Geologie und Paläontologie von Deutschlands Weltnaturerbe und 8 Kurzbeiträge zu digitalen Materialien – von der neuen Messel-Karte über eine populärwissenschaftliche Darstellung verschiedener Röntgenverfahren bis zur aktuellen Messel-Literatur sowie

  • Kugelpanorama-Ansichten des Weltnaturerbes
  • 3-D-Animationen Messeler Säugetiere (Urpferdchen, Gehörschnecke und Oberarmknochen einer Fledermaus) und
  • eine Multimedia-Präsentation mit Digitaler Fossiluntersuchung.

Bezugsadresse:  http://www.schweizerbart.de/    Suchen: "cfs 252"

https://die-welt-baut-ihr-museum.de