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– Veranstaltungen –
     
     
News
     
12. - 14.04.2016 2. EDAPHOBASE–Workshop: "Nutzerstudien"
im IBZ im Kloster St. Marienthal in Ostritz
     
  Im Frühjahr 2016 eröffnen die Verbundpartner und die Teilnehmer an den Nutzerstudien mit einem Workshop die zweite Evaluierungsphase zu den Nutzerstudien.
     
  Im Internationalen Begegnungszentrum des Kloster St. Marienthal bei Görlitz treffen sich die Projektpartner von SMNG, SMNK, ECT, gaiac und RWTH Aachen mit Vertretern des Instituts für Angewandte Bodenbiologie GmbH, der Universität Göttingen sowie freiberuflichen Gutachtern.
Diese haben als Nutzer das bestehende Data Warehouse Edaphobase hinsichtlich Abfrage- und Auswertungsmöglichkeiten getestet, beurteilt und Vorschläge unterbreitet, wie Edaphobase für ihren naturschutzfachlich-bodenzoologisch tätigen Nutzerkreis noch besser nutzbar gestaltet werden kann. Die Berichte und Empfehlungen wurden für die Weiterentwicklung von EB implementiert.
Der anstehende Workshops zu Phase II wird eine Übersicht geben,
  • welche Empfehlungen zur Weiterentwicklung aus der ersten Testphase resultierten
  • wie diese in Edaphobase umgesetzt worden sind und
  • welche weiter- und neu entwickelten Werkzeuge und Funktionen als Ergebnis in Edaphobase künftig für Untersuchungen genutzt werden können.
     
     
01.8.2013 Zweite Projektphase eröffnet
     
 
  • Mit insgesamt 4,3 Mio. Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die zweite Phase des bodenzoologischen Datenbankprojektes "Edaphobase" für vier Jahre.
  • In dieser zweiten Phase stehen naturschutzfachliche Anwendungen der Datenbank im Vordergrund, in denen die ökologischen Ansprüche von Bodentierarten sowie die Abhängigkeit der Bodenbiodiversität von Landnutzungsformen in mehreren Bundesländern untersucht werden. In der Datenbank sind zunächst Informationen über ausgewählte Bodentiergruppen in Mitteleuropa enthalten.
  • Auf diese Daten darf jedermann zugreifen, z.B. für wissenschaftliche Fragestellungen wie die Erstellung Roter Listen für gefährdete Tierarten, aber auch für Untersuchungen zu Auswirkungen von Landschaftsveränderungen oder des Klimawandels auf die Bodentiergesellschaften und deren Leistungsfähigkeit. Auch Behörden und Gutachterbüros sollen die Datenbank für ihre Fragestellungen nutzen. Dafür wurden und werden spezielle Ausgabe- und Auswertungsprogramme (weiter-)entwickelt.
  • Langfristig soll die Datenbank ganz in Federführung Senckenbergs übergehen, da das Museum mit seiner Abteilung Bodenzoologie und den dazu gehörigen sieben Sektionen seit den 1950er Jahren eines der bedeutendsten bodenzoologischen Forschungszentren Europas darstellt. Eine Ausweitung der Datenaufnahme über Mitteleuropa hinaus ist geplant.
     
Workshops
     
17.02. - 18.02.2014 1. EDAPHOBASE–Workshop: "Länderstudien 2014"
  im Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz
     
  Ergebnisse des Workshops (Ausschnitt):
     
  In Kooperation mit verschiedenen Gutachtern soll in der zweiten Projektphase auch die Anwendbarkeit von Edaphobase für naturschutzfachliche Fragestellungen unterschiedlicher Behörden (Länder, BfN, UBA, Nationalparkverwaltungen) geprüft und beurteilt werden, insbesondere für Fragen aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Boden- und Immissionsschutz sowie Gentechnik. Hierzu trafen sich Vertreter der Landesbehörden und des Projektverbundes am 17. und 18.2.2014 am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz zu einem Workshop.

Auf Basis der Interessensbekundungen der Ländervertreter aus Bayern, Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie des Nationalparks Eifel wurde in Abstimmung mit den Projektpartnern ein Versuchsdesign, d.h. eine Auswahl von geeigneten Biotoptypen entwickelt. Diese Auswahl dient zum einen dazu, die konkreten Fragestellungen der Länder zu beantworten, und zum anderen, die festgestellten Datenlücken in Edaphobase zu schließen. Die im Konsortium ab-gestimmte Auswahl der Biotoptypen zweier Standortgradienten – Standorte mit naturnaher Vegetation bis zu Ersatzgesellschaften dritter Ordnung sowie ein Gradient von sauer zu kalkreich - und das entsprechende Versuchsdesign wurden auf diesem Workshop 2014 den anwesenden Ländervertretern zur Diskussion vorgestellt. Die ausgewählten Biotoptypen umfassen dabei Sand- bis Kalkäcker, Magerrasen bis Grünland sowie Laub- und Nadelwälder.

Die verschiedenen Fragestellungen der Behörden wurden zunächst hinsichtlich der Nutzungs- und Verbesserungsmöglichkeiten von Edaphobase übergreifend ausgewertet und daraufhin die Entwicklungsziele für Edaphobase präzisiert. teilnehmer workshop 2014Die Entwicklungen sowohl der Nutzer-Oberflächen und Funktionalitäten der Anwendungsprogramme als auch der Auswertungstools und Modelle werden – so-weit möglich – im Verlauf des Vorhabens nutzergerecht umgesetzt.

Die Frühjahrs- und Herbstbeprobung der Standorte in Sachsen und Nordrhein-Westfalen (NP Eifel) ist für 2014 angesetzt und wird 2015 durch Beprobungen in Bayern und Sachsen-Anhalt ergänzt.
     
     
   
     
09.03. - 10.10.2013 1. EDAPHOBASE–Workshop: "Nutzerstudien 2013"
  im IBZ im Kloster St. Marienthal in Ostritz
     
  Ergebnisse des Workshops (Ausschnitt):
     
  Im Herbst 2013 führte ein Workshop die Verbundpartner und die Teilnehmer an den Nutzerstudien zusammen. Im Internationalen Begegnungszentrum des Kloster St. Marienthal bei Görlitz trafen sich die Projektpartner von SMNG, SMNK, ECT, gaiac und RWTH Aachen mit Vertretern der LUBW, des Instituts für Angewandte Bodenbiologie GmbH, der Universität Göttingen sowie freiberufliche Gutachtern. Diese sollen als potentielle Nutzer das bestehende Data Warehouse Edaphobase hinsichtlich Abfrage- und Auswertungsmöglichkeiten testen, beurteilen und anschließend Vorschläge unterbreiten, wie Edaphobase für diesen naturschutzfachlich-bodenzoologisch tätigen Nutzerkreis noch besser nutzbar gestaltet werden kann. Das Themenspektrum der Gutachter reicht dabei von Auswertungen von Langzeitreihen auf Boden-Dauerbeobachtungsflächen über Auswirkungsmonitoring landwirtschaftlicher Maßnahmen auf die Bodenfauna, Mobilisierung und Verfügbarmachung bestehender Datenpakete und Ermittlung autökologischer Präferenzen einzelner Arten bis zu Möglichkeiten der Datenverarbeitung in der universitären bodenzoologischer Forschung.

Im Rahmen der Nutzerstudien wird ferner eruiert und beurteilt, inwieweit Edaphobase im Hinblick auf ökotoxikologische Fragestellungen Auswertungsmöglichkeiten bietet. Dazu wird geprüft, in welchem Maße der aktuelle Datenbestand von Edaphobase, wie z.B. Informationen zu Habitatpräferenzen oder Wirkmechanismen von Stoffen auf bestimmte Taxa, zur Beantwortung von Fragenstellungen in der Pestizidzulassung herangezogen werden kann. Des Weiteren wird ermittelt, welche weiteren Angaben zu unterschiedlichen Organismen (z.B. Anfälligkeit gegenüber Störungen) ergänzt werden sollten. Hierzu werden die möglichen Ansprüche verschiedener Institutionen (Industrie, UBA, Dienstleister, Naturschutz, Politik und Wissenschaft) an den Datenbestand und die Auswertungsmöglichkeiten Edaphobase beleuchtet.

Schwerpunkte dieses Workshops waren die Erläuterung der Ziele der zweiten Projektphase von Edaphobase für die avisierten Ausführenden der Nutzerstudien, der einzelnen Ziele der jeweiligen Nutzerstudien und die Vorstellungen der jeweiligen Ideen der Teilnehmer für die Erweiterung bzw. Nutzeroptimierung von Edaphobase. Diese wurden hinsichtlich Aufwand, Umsetzbarkeit und Implementierung möglicher Standards diskutiert. Ein Ergebnis dieses Treffens war die Planung (regionaler) Schulungen der jeweiligen Methodik Probenahme usw.), (um die spätere Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen. In der Görlitzer Verlängerung der ersten Edaphobase-Phase entstand eine „Live-Version“ von Edaphobase für die lokale Installation teilnehmer workshop 2013und Nutzung durch externe Nutzer. Neben der direkten Eingabe in Edaphobase wird dieser Zugang für externe Daten bei der direkten Befragung in den verschiedenen bodenzoologisch arbeitenden Institutionen und Gutachterfirmen Deutschlands präsentiert und zur Verfügung gestellt bzw. sie werden in den Nutzerstudien und Fallstudien bei den Anwendungen eingesetzt, erprobt und verbessert. Durch die Schulung der externen Anwender und Datenlieferanten in den standardisierten Methoden und Vorgehensweisen wird die Qualität der Daten langfristig gewährleistet.
     
   
     
   
     
   
   
     
   
     
   
     
     
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