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– Gamasina –
     
Ansprechpartner: pfeil Dr. Axel Christian
     
Institution:   Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
     
E–Mail:  
     
Internet:   www.senckenberg.de Projekt-Team
       

 

Gamasina

neojordensia_levisDie Gamasina (Raubmilben) bilden eine Cohors der mesostigmaten Milben. Sie leben überwiegend räuberisch, einige Familien parasitieren an anderen Arthropoden oder Wirbeltieren. Es gibt kleine Arten mit ca. 300 µm Körperlänge und relativ große Formen mit bis zu 2 mm Länge. Prominente Vertreter der Gamasina sind die Varroa-Milbe und die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae). Für Mitteleuropa geht man von 800 bis 1000 bodenlebenden Arten aus.

Als Räuber haben die Gamasina keinen direkten Einfluss auf den Streuabbau. Ein Einfluss der Gamasina auf ihre Beutetier-Populationen wird kontrovers diskutiert. Unstrittig sind jedoch ihr hoher Anteil an der gesamten Biomasse aller Milben und ihre hohe Stoffwechselaktivität als Folge ihrer hohen Beweglichkeit. Im Hinblick auf Energieflüsse sind die Gamasina somit eine der wichtigsten Milbengruppen.

phytoseiidaeVerglichen mit anderen Bodenarthropoden sind Gamasinen im Waldboden relativ homogen verteilt. Daher ist schon mit relativ wenigen Stichproben eine zuverlässige Erfassung der Besiedlungsdichten möglich. Darüber hinaus wurden die mitteleuropäischen Gamasina in der Vergangenheit taxonomisch recht gut bearbeitet, so dass für eine Auswertung der Materialproben eine umfangreiche Literatur mit Bestimmungsschlüsseln vorliegt.

 

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