Naturmuseum Frankfurt

Zoologische Präparation

Zoologische Präparationswerkstatt
Blick in die Zoologische Präparationswerkstatt

Die Tätigkeiten der Zoologischen Präparatoren im Senckenberg sind vielfältig.

Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Konservierung und Präparation der heute existierenden Tierarten. Während vom technischen Personal in den Sektionen das Tier oder Teile des Tieres für wissenschaftliche Zwecke konserviert und präpariert werden, hat eine Präparation für die Schausammlung das Ziel, das Lebewesen möglichst naturgetreu darzustellen.  Dazu gehört in vielen Fällen auch die Nachbildung des passenden Lebensraums in Form von Habitaten oder Dioramen. Auch die Anfertigung von montierten Skeletten und die Präparation wirbelloser Tiere unter Anwendung der jeweils geeigneten Methoden umfassen das Aufgabengebiet der Zoologischen Präparation. Ein Spezialgebiet sind Rekonstruktionen, ebenfalls mit dem Anspruch wissenschaftlicher Genauigkeit.  Bei all diesen Tätigkeiten werden Verfahren im Rahmen der Präparation stetig weiterentwickelt und verbessert, beispielsweise im Zusammenhang mit neuen Materialien (z.B. Kunststoffe) und Chemikalien.

Eine wichtige Aufgabe besteht auch in der Erhaltung und Reparatur älterer, wertvoller Exponate und deren Schutz vor schädlichen Einflüssen durch geeignete Maßnahmen. Schließlich kommen die Zoologischen Präparatoren auch bei der Einrichtung von Sonderausstellungen zum Einsatz.

Für das Forschungsinstitut übernimmt die Präparation die Bearbeitung außergewöhnlicher Präparate und sehr großer Tiere (z.B. die Herstellung von Skeletten und Fellen für die wissenschaftliche Sammlung).


Eindrücke von der praktischen Arbeit

 Hildegard Enting beim Modellieren einer Rafflesia-Blüte         Präparation von Skeletten
 Hildegard Enting beim Modellieren einer Rafflesia-Blüte    Udo Becker bei der Bearbeitung von Säugetierschädeln
     
ethfg   Kolorierung eines Köhlers
Arbeit an einer Giraffendermoplastik in der Endphase  
  Hildegard Enting rekonstruiert das Gesicht eines Vormenschen
     

 

Dermoplastische Aufstellung eines Jaguars

Das Präparat wurde nach dem dermoplastischen Verfahren gefertigt. Bei dieser Methode wird ein künstlicher Körper mit allen anatomischen Details modelliert, der dem lebenden Muskelkörper des Tieres entspricht. Besonders Studien an lebenden Tieren derselben Art sind wichtig, um ein naturgetreues Präparat zu erzielen.

Das fertige Exponat ist seit November 2014 im Säugetier-Saal des Museums zu sehen.

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Die am toten Tier genommen Maße müssen selbstverständlich bei der Präparation berücksichtigt werden.

 

Anatomische Studien, Zeichnungen und Fotovorlagen sind hilfreich bei der Gestaltung des künstlichen Muskelkörpers.

 
     
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Aufbau des Gerüstes, 1. Stufe. Das Körperprofil-Brett.  

Aufbau des Gerüstes, 2. Stufe. Die Eisenstäbe verfolgen den Knochenverlauf der Extremitäten in der gewählten Position.

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Das Modelliermaterial wird auf das Gerüst aufgetragen.   Der künstliche Körper (die Körperplastik) wird Schritt für Schritt herausgearbeitet.
     
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Die fertige Körperplastik des Jaguars, die dem lebenden Muskelkörper des Tieres entspricht.   Auf der Plastik wird die gegerbte Haut ausgerichtet, flächig verklebt und die zum Abhäuten gesetzten Schnitte vernäht.


 

Beispiel einer Präparationsmethode: Form- & Kunststofftechnik

 Fertige zweiteilige Form und Original    

Anders als bei der Präparaten von Säugetieren und Vögeln, bei denen die konservierte Originalhaut Verwendung findet, werden bei Fischen, Reptilien und Amphibien Kunststoffabgüsse angefertigt, die anschließend naturgetreu koloriert werden.

     
 Entformung des Originals    Entformung des Kunststoffduplikates

 

Projekt "SAFARI"

Bis zur Eröffnung der Sonderausstellung "Safari zum Urmenschen"  am 8. Oktober 2009 standen die Arbeiten in der Zoologischen Präparation ganz im Zeichen dieses Projektes.
 
Einblick in die Arbeitsschritte zur Anfertigung einiger Exponate: 

Rekonstruktion des Schädels des 7 Millionen Jahre alten Sahelanthropus tchadensis als Grundlage für eine Kopfrekonstruktion

 
Präparatorin beim Modellieren    Rekonstruierter Schädel
 Modellieren nach Messdaten    Rekonstruierter Schädel  
     
 Mitarbeiterinnen beim Aufbringen einer Silikonschicht    Schädel unter der ersten Silikonschicht
Aufbringen einer Silikonschicht
 
  Der Schädel unter der ersten Silikonschicht
Präparatorin beim Entformen des Duplikats    
Entformung des Duplikats
 
 
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