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Naturmuseum Frankfurt

Stegosaurus

Stegosaurus
Stegosaurus stenops
(Stachelschwanz)

Ordnung: Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia)
Unterordnung: Schildträger (Thyreophora)
Zwischenordnung: Dachechsen (Stegosauria)
   
Nahrung: Pflanzen
Gewicht: ca. 2-3 Tonnen
Länge: ca. 6 Meter
Alter: 155-145 Millionen Jahre (Ober-Jura)
   
Fundort: “Bone Cabin Quarry” in Wyoming (USA)
im Senckenberg:

Abguss
(Original im American Museum of Natural History New York/USA)

 


Charakteristisch für Stegosaurus, auch “Stachelschwanz” genannt, waren die senkrecht stehenden Knochenplatten entlang des Rückens. Die größten Platten waren 60 cm hoch. Sie standen in zwei Reihen in alternierender Folge und wurden zum Kopf und zur Schwanzspitze hin immer kleiner. Die Knochenplatten dienten vermutlich zum Schutz der Wirbelsäule. Es gibt auch Vermutungen, dass sie gut durchblutet waren und somit zur Regulation der Körpertemperatur genutzt werden konnten. In der Tat zeigen die Knochenplatten Eindrücke der ehemaligen Blutgefäße. Diese können aber auch für die Blutversorgung der Hornschicht gedient haben, mit der die Platten überzogen waren.

An der Schwanzspitze befanden sich zwei Paar mächtige Knochenstacheln, die bis zu einem Meter lang werden konnten. Zwiefeillos waren sie ebenfalls mit einer Hornschicht überzogen und dadurch zu Lebzeiten des Sauriers noch etwas länger. Diese gefährlichen Waffen konnte Stegosaurus zur Verteidigung einsetzen. Der vergrößerte Durchmessser des Rückenmarkkanals in den Wirbeln der Beckengegend wurden lange Zeit als der Ort eines zweiten Gehirns interpretiert. Andere gehen eher davon aus, dass hier ein großes Reflexzentrum des Rückenmarks zur Steuerung des Schwanzes lag. Wieder andere deuten die genannten Hohlräume als Ort einer Glykogendrüse, die bei Gefahr Energie in Form von Zucker freisetzte, so dass das große Tier schnell mit seinen Verteidungswaffen reagieren konnte.

Verglichen mit dem massigen Körper wirkt der Kopf des Stegosaurus erstaunlich klein. Sein Gehirn war nur etwa so groß wie eine Walnuss. Er hatte an der Spitze seines Mauls einen Schnabel mit scharfen Hornkanten und kleine Zähne im hinteren Bereich des Kiefers. Das Gebiss des Stegosaurus war nicht gut für das Kauen von Pflanzennahrung geeignet. Wahrscheinlich schluckte er zur Zerkleinerung der zähen Pflanzenkost Steine, die im Magen wie Mühlsteine diese Arbeit übernahmen.
 

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