Naturmuseum Frankfurt

Triceratops

Triceratops
Triceratops elatus
(Dreinhorngesicht)

Ordnung: Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia)
Unterordnung: Hornfuß-Dinosaurier (Cerapoda)
Zwischenordnung: Rahmenkopf-Dinosaurier (Marginocephalia)
   
Nahrung: Pflanzen
Gewicht: ca. 5 Tonnen
Länge: bis ca. 9 Meter
Alter: 70-65 Millionen Jahre (Ober-Kreide)
   
Fundort: Montana (USA)

im Senckenberg:


 

zwei originale Schädel von Triceratops prorsus und
Skelettabguss aus Skelettresten von vier Dreihörnern zusammengesetzt, 1982 gekauft und 2003 nach neuesten Erkenntnissen ummontiert (Original im American Museum of Natural History in New York / USA)

 


Allen bekannt ist der Triceratops als Wappentier des Senckenbergmuseums. Zudem ist Triceratops der bekannteste und größte Vertreter der in der Kreidezeit verbreiteten Familie der Ceratopsidae. Namensgebend sind die drei typischen, bis zu einem Meter langen knöchernen Hörner, die beim lebenden Tier mit einer Hornschicht bedeckt waren. Sie konnten zur Verteidigung gegen Raubsaurier eingesetzt werden. Das mächtige Nackenschild schützte dabei vor Genickbissen. Ein Kugelgelenk am Hinterkopf machte den Schädel des Triceratops sehr beweglich - ein großer Vorteil bei der Verteidigung mit den gefährlichen Hörnern.

Wie alle Ceratopsier besaß Triceratops einen gebogenen Hornschnabel mit dem er Zweige abzwicken konnte.  Im Mund wurden die Pflanzenteile von den Messerscharfen Zahnreihen wie mit einer Schere in kleine Stücke zerschnitten und dann heruntergeschluckt.  Unter jedem Zahn saßen mehrere Ersatzzähne, die bei Abnutzung eines Zahns sofort in Funktion treten konnten.
Versteinerte Fußspuren legen nahe, dass die Tiere in Herden lebten. Ihre Anordnung weist auch darauf hin, dass die Jungtiere bei Gefahr zum Schutz in die Mitte der Herde gebracht wurden. Einige fossile Schädel zeigen Beschädigungen. Sie werden als Verwundungen durch Rangstreitigkeiten gedeutet. In mindestens einem Fall lassen sich Beißspuren von Zähnen des Tyrannosaurus nachweisen.

Die beiden Schädel des Triceratops prorsus sind seltene Originalstücke, die 1910 von Sternberg in den Laramie-Schichten von Wyoming geborgen und zum Kauf angeboten wurden. Im gleichen Jahr ermöglichte Braunfels den Erwerb der beiden Schädel für das Senckenbergmuseum durch eine Spende von 5.000 Gold-Mark. Nach dreijähriger Präparation und Montage wurde der vollständigere Schädel als der “Erste auf dem europäischen Festland” ausgestellt.

1911 Geschenk von O. Braunfels

zurück zu
Protoceratops
 
https://die-welt-baut-ihr-museum.de