Naturmuseum Frankfurt

Parasaurolophus

parasaurolophus
Parasaurolophus walkeri (Kammdinosaurier)

Ordnung:    Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia)
Unterordnung:  Hornfuß-Dinosaurier (Cerapoda)
Zwischenordnung:    Vogelfuß-Dinosaurier (Ornithopoda)

 

 
Nahrung:  Pflanzen
Gewicht:  ca. 4-5 Tonnen
Länge:  ca. 10 Meter
Alter:  85-75 Millionen Jahre (Ober-Kreide)

 

 
Fundort:  Alberta (Kanada)
im Senckenberg: 

 Abguss
(Original im Tyrrell Museum Kanada)



Parasaurolophus hatte einen der bizarrsten Kopfanhänge. Seine Nasengänge und seine Stirn waren stark nach hinten verlängert und zu einem Knochenkamm verwachsen. Dieser Knochenkamm wurde bis zu 1,80 Meter lang und war hohl. Seine Funktion war lange unklar. Da Parasaurolophus auf dem Land lebte und der Kamm keine Öffnung nach außen besaß, konnte er nicht als Schnorchel dienen.
Wahrscheinlich wirkte der Kamm wie ein langgezogener Resonanzkörper. Die Dinosaurier konnten Luft in den Hohlraum pressen. Vermutlich erzeugten sie mit dieser „Posaune“ tiefe Töne, um über weite Strecken zu kommunizieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: Tiefe Töne lassen sich schlecht orten. Damit verrieten sie ihre Position nicht so leicht an Fleischfresser. Artgenossen konnten die lauten Bässe aber trotzdem weit hören.
Möglicherweise hatten die Männchen längere Knochenkämme als die Weibchen. Ob zwischen Kamm und dem Nacken eine bunt gefärbte Haut als optischer Signalgeber aufgespannt war – wie oft auf Rekonstruktionen zu sehen – ist durch Fossilien nicht zu belegen.
Vom Jungtier hin zum erwachsenen Parasaurolophus vergrößert sich der Kamm und damit der Hohlraum als Resonanzkörper. So vermutet man, dass Jungtiere hohe Töne erzeugten, die mit dem Heranwachsen immer tiefer wurden.

Geschenk der Erika und Walter Datz-Stiftung

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