Naturmuseum Frankfurt

Psittacosaurus

Psittacosaurus
Psittacosaurus mongolensis (Papageienechse)

Ordnung: Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia)
Unterordnung: Hornfuß-Dinosaurier (Cerapoda)
Zwischenordnung: Rahmenkopf-Dinosaurier (Marginocephalia)
   
Nahrung: Pflanzen
Gewicht:    ca. 25 Kilogramm
Länge: ca. 1-2 Meter
alter: 120-97 Millionen Jahre (Unter-Kreide)
   
Fundort: Liaoning (China)
im Senckenberg: Original und Rekonstruktion des ganzen Körpers

 


In unserer Dinosaurierausstellung finden Sie einen weltweit einzigartigen Fund eines Psittacosaurus. Freipräpariert wurde er in monatelanger Arbeit im Senckenbergmuseum und zeigt nun den einmaligen Erhaltungszustand der Fossilien aus Liaoning (China). Das Skelett ist vollständig erhalten mit Hautschatten, Mageninhalt und Abdrücken von hornigen Strukturen.
Das ausgestellte Original zeigt die Wangenstacheln, die für diesen Dinosaurier so typisch sind. Möglicherweise waren diese Zapfen bei den männlichen Tieren stärker ausgeprägt. Spektakulär sind vor allem die langen Borsten an der Schwanzoberseite, die an diesem Stück erstmals beschrieben wurden und bislang einzigartig sind. Die Rekonstruktion, die speziell für die Ausstellung im Senckenberg geschaffen wurde, ist das Ergebnis einer intensiven und monatelangen Zusammenarbeit von Wissenschaftler und Präparatorin.
Psittacosaurus besaß einen gekrümmten Schnabel, der an einen Papageienschnabel erinnert. Im hinteren Kiefer wuchs eine Reihe gut ausgebildeter Zähne. Obwohl Psittacosaurus mit Protoceratops und Triceratops diese Merkmale teilt und mit ihnen zur Überfamilie der Ceratopsia (Horngesichter) zählt, hatte er kein Nackenschild ausgebildet.
Die ersten Psittacosaurier aus der Mongolei wurden bereits 1923 beschrieben. Psittacosaurus dürfte heute einer der am häufigsten gefundenen Dinosaurier sein. Neuere Funde aus Liaoning zeigen, dass auch Säugetiere gelegentlich Dinos jagten. Der ca. 45 cm lange Säuger Repenomamus erbeutete nachweislich junge Psittacosaurier. Doch vermutlich wurden die Jungtiere meist gut von fürsorglichern Eltern bewacht. Ein weiterer Fund eines ausgewachsenen Psittacosaurus mit 34 Jungtieren belegt, dass die Mitglieder einer Gruppe gemeinsam bei einer plötzlichen Naturkatastrophe ihr Leben verloren.

Geschenk der Karl und Maria Schack sowie Erika und Walter Datz-Stiftung 

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