Naturmuseum Frankfurt

Rhamphorhynchus
Rhamphorynchus
Rhamphorhynchus gemmingi
(Schnabelschnauze)

Unterordnung: Langschwanz-Flugsaurier (Rhamphorhynchoidae)
Familie: Schnabelschnauzen (Rhamphorhynchidae)
   
Nahrung: Fische
Spannweite: ca. ein Meter Flügelspanne
Alter: 150 Millionen Jahre (Ober-Jura)
   
Fundort: Solnhofen (Bayern)
im Senckenberg: drei Originale und Abguss eines Flughaut-Abdrucks

Rhamphorhynchus
ist der bekannteste Vertreter der Langschwanzflugsaurier. Vertreter dieser Unterordnung hatten am Ende ihres langen Schwanzes ein Hautsegel zum Steuern. Er hatte einen langen schmalen Kiefer mit spitzen, nach vorn stehenden Zähnen. Sie waren hervorragend geeignet, um Fische zu fangen. Die glitschige Beute wurde direkt mit den langen Zähnen aufgespießt und konnte so nicht mehr entweichen. Einige Funde beinhalten im Magenbereich noch Fischschuppen und Gräten halbverdauter Beute.
Neben dem vollständigen Originalskelett von Rhamphorhynchus ist in der Ausstellung der Abguss eines Flügels mit abgedruckter Flughaut zu sehen. Bei anderen Funden aus den feinen Plattenkalken Bayerns sind sogar Details im Bau der Flügel (Netz von Blutgefäßen, faseriges Stützgewebe), des Schwanzes und des Kehlsacks (Hautabdrücke) zu erkennen. Auf seinem Kopf trug Rhamphorhynchus – wie viele andere Flugsaurier – einen schmalen Kiel aus faserigem Gewebe.

 

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