Senckenberg Forschung

Biodiversität und Klima 

Falschfarben-Satellitenaufnahme der europäischen Alpen
Falschfarben-Satellitenaufnahme der europäischen Alpen, die seit 15 Millionen Jahren das europäische und zentralasiatische Niederschlagsmuster beeinflussen. Copyright: NASA.

 

Der Verlust der Biodiversität sowie der Klimawandel gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Beide beeinflussen sich gegenseitig. Um zu verstehen wie, muss die Forschung beide Felder miteinbeziehen. Genau dies tut der Forschungsbereich Biodiversität und Klima. Sein Kern ist das LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum BiK-F.

Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Goethe-Universität in Frankfurt am Main gründeten 2008 das BiK-F als Joint Venture. Weitere Partner sind das Institut für sozialökologische Forschung (ISOE), der Deutsche Wetterdienst, EUMETSAT (Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten) sowie mehrere kleine und mittelständische Unternehmen.

Einzigartig: Biodiversität im Fokus

Mehr als 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen am BiK-F die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Biodiversität und Klima. Sie arbeiten eng mit den inhaltlich relevanten Abteilungen der Partnerinstitutionen zusammen. Bei ihrer biologischen, geo- und sozialwissenschaftlichen Grundlangenforschung liegt ihr Fokus stets auf der Biodiversität. Dies ist national und international einzigartig. Die Forscher setzen ein großes Spektrum an Methodik ein: Es reicht von der großräumigen Klimamodellierung bis hin zu molekularbiologischen Analysen einzelner Organismen. Damit dokumentieren und analysieren die Wissenschaftler sowohl gegenwärtige als auch vergangene Ereignisse und Prozesse. Derart untersuchen sie Ökosysteme des Landes, der Seen, Flüsse und Meere – auf regionaler und globaler Ebene. Interdisziplinäre Teams arbeiten fächerübergreifend an geologischen, evolutiven und ökologischen Fragestellungen. Dies eröffnet ganz neue Horizonte in der Biodiversitätsforschung.

Wegweisend: Service und Beratung für Entscheidungsträger

Aus den Forschungsergebnissen und Modellierungen leitet BiK-F Zukunftsprojektionen ab und liefern Entscheidungsgrundlagen für die Politik und weitere Interessensgruppen. Angesichts der enormen Bedeutung des Klima- und Biodiversitätswandels für Gesellschaft und Wirtschaft  ist der Bedarf dafür sehr groß. So trägt BiK-F durch seinen wissenschaftlichen Service und die Beratung gesellschaftlicher Akteure zur Erfüllung internationaler Übereinkommen bei, zum Beispiel der Biodiversitätskonvention, der Klimarahmenkonvention, der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, der EU-Wasserrahmenrichtlinie oder der EU-Meeresschutzstrategie.

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Schwerpunkt Beteiligung keine Beteiligung 

Das Diagramm zeigt die Beteiligung der Senckenberg-Abteilungen am Forschungsfeld "Biodiversität und Klima". Klicken Sie auf die Abteilungsnamen, um direkt zu den Abteilungsseiten zu gelangen.

 

 

 

Highlights aus der Forschung

 

Genome erzählen die Geschichte der Braun- und Eisbären

Eisbärin mit JungenBraun- und Eisbären sind an sehr unterschiedliche Lebensräume angepasst und doch eng  miteinander verwandt. Wissenschaftler des Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) fanden durch Genomanalysen heraus, dass sich ihre Wege erst vor 800 bis 400 Tausend Jahren trennten. Jedoch kamen sie sich in den Warmzeiten wieder näher. Weiterlesen


 

Isotope fossiler Regentropfen bringen es an den Tag

Blick auf Monte Leona, ZentralalpenSeit 15 Millionen Jahren beeinflussen die Alpen Niederschlagsmuster in Europa und Zentralasien. Das und noch viel mehr können Forscher des Biodiversität und Klimaforschungszentrum (Bik-F) aus fossilen Regentropfen lesen. Denn Isotope der Regentropfen haben bis heute überdauert. Weiterlesen

 
 

Kryptische Biodiversität und Klima

KöcherfliegenKryptische Biodiversität ist für menschliche Sinne unsichtbar und dennoch von immenser Bedeutung für den Fortbestand der Arten: die genetische Vielfalt innerhalb einer Art. Welchen Einfluss hat der Klimawandel darauf?  Häufig keinen günstigen – schließen Wissenschaftler des Biodiversität und Klima Forschungszentrum (Bik-F) aus einer neuen Übersichtsstudie. Weiterlesen

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