Senckenberg Forschung

Doggerbank: Einführung
 Nordsee

 Doggerbank
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Die Doggerbank ist eine Untiefe in der zentralen Nordsee. Die Wassertiefe über ihr beträgt weniger als 40 m, an der flachsten Stelle sogar 13 m. Die Umgebung dieser fla­chen Bank ist dagegen deutlich tiefer. 10 Seemeilen (= ca. 18,7 km) nach Norden und Süden werden bereits zwischen 50 und 70 Meter erreicht. Die Bank ist 140 Seemeilen (= etwa 260 km) nach NW von der deutschen Küste entfernt, ihr nächster Punkt zur englischen liegt bei etwa 60 Seemeilen (= etwa 112 km) Entfernung. Sie hat eine Ausdehnung von 180 Seemeilen (= etwa 340 km) in Längs- (NE-SW) und 60 Seemeilen (= etwa 112 km) in Querrichtung (NW-SE).

Längst vergessen sind die Zeiten, in denen die Doggerbank als fischreiches Fanggebiet, besonders für den Hering, bekannt war. In dieser Zeit wurden auch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, um die Ursachen des Fischreichtums zu verstehen. Seither war sie wissenschaftlich in Vergessenheit geraten. Unser Interesse galt in neuerer Zeit den Ursachen von Veränderungen in der Tierwelt dieser Bank. Bevor aber Ursachen aufgeklärt werden können, muss die Veränderung dokumentiert werden. Um solche Veränderungen verlässlich zu erkennen und sie von der normalen Variabilität unterscheiden zu können, sind Langzeituntersuchungen die einzige Möglichkeit. Diese werden mit F. K. Senckenberg für das Endobenthos (Tiere, die im Meeresboden leben) seit 1985 und für das Epibenthos (Tiere, die auf dem Meeresboden leben) seit 1991 unternommen. Verantwortlich für die Probenahme und Auswertung sind das Arbeitsgebiet Meeresbiologie (Wilhelmshaven) und die Abteilung für Marine Zoologie (Frankfurt a. M.).

Endobenthos-Untersuchungen

Epibenthos-Untersuchungen

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