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world of biodiversity

Senckenberg Forschung

Sammlungserfassung im Rahmen von GBIF
 Übersicht und Struktur

GBIF steht für “Global Biodiversity Information Facility”, ein Internationales Programm, das von der OECD ins Leben gerufen wurde und für dessen Aufrechterhaltung und Finanzierung die beteiligten Länder durch Unterzeichnung eines Memorandums die Verantwortung übernehmen. Deutschland ist im Februar 2001 der Initiative beigetreten.

Aufgrund der föderalen Struktur der Forschung und der Trägerschaft für Sammlungen hat nicht eine einzige Institution die Verantwortung für das deutsche GBIF-Programm übernommen, sondern es wurde ein föderales Netzwerk aus Unterknoten gebildet, die jeweils von einer Institution koordiniert werden. Senckenberg fiel dabei aufgrund seines marinen Schwerpunktes die Aufgabe zu, den Knoten Wirbellose III zu übernehmen. An diesem sind außer den senckenbergischen Arbeitsgruppen noch Projekte an den Universitäten und Museen von Hamburg, Stralsund, Osnabrück, Berlin und München beteiligt. Näheres zur Struktur und den Hintergründen ist der Homepage von GBIF-Deutschland zu entnehmen.

 VPN-Verbindug  

Zur Erfassung der Objekte in den Sammlungen wird einheitlich das bei Senckenberg entwickelte Datenbanksystem SeSam benutzt. Alle anderen Arbeitsgruppen sind über ein „Virtuelles Privates Netzwerk“ (VPN) mit dem Senckenberg-Datenbankserver verbunden und können online eingeben.

 

Mittlerweile haben sich über die am erstn GBIF-Projekt beteiligten Arbeitsgruppen hinaus noch weitere Institutionen an die Initiative angeschlossen und speichern ihre Daten in SeSam ab.

Das öffentliche Angebot im Internet wird über die folgenden zwei Internetadressen (URLs) bereitgestellt.

Hier geht es zu den einzelnen Instituten und Datenbanken

  

Der Senckenbergische Anteil an der GBIF-Erfassung

Senckenberg ist außer der Koordination mit 3 Arbeitsgruppen an dem GBIF-Projekt beteiligt.

 Krabbentypus

Xantho granulosus Rüppell 1830, ein Typusexemplar aus der ältesten Sammlung senckenbergischer Krabben

 

In der Crustaceensektion wird die Sammlung  vollständig erfasst, insbesondere auch Typen, das sind die Exemplare, die Artbeschreibungen zugrunde liegen und die damit im Rahmen der zoologischen Nomenklatur eine Schlüsselrolle spielen. Hierbei ist auch die Crustaceensammlung des Zoologischen Museums Göttingen eingeschlossen, die von Senckenberg mitbetreut wird und sich als Dauerleihgabe in Frankfurt befindet. Die im Rahmen des Projektes erfassten Daten werden in die Produktivdatenbank übernommen und stehen damit auch für die innerhäusliche Sammlungsverwaltung zur Verfügung. Die Erfassung konzentriert sich vor allem auf publiziertes, aber auch neueres georeferenziertes Material.
 Schwamm-Typus

 

 

 Syntypus zu Platylistrum platessa F. E.. Schulze, 1904, Typusart der Gattung

 

 

 

 

 

 

Die Sektion Marine Evertebrata I verfolgt eine andere Strategie. Hier werden die gesamten Sammlungen der Schwämme (Porifera), Nesseltiere (Cnidaria), Rippenquallen (Ctenophora) und Manteltiere (Tunicata) digitalisiert, da eine solch breite Erfassung bisher nicht vorliegt und die Gesamtzahlen beherrschbar erscheinen. Am Ende des Projektes werden die bearbeiteten Sammlungen vollständig über SeSam im Internet verfügbar sein.

 

 

 

 

 Moostierchen-Typus

Adeona albida (Kirchenpauer) aus Nordwest-Australien. Die Kolonie stammt von der Weltumsegelung des deutschen Schiffs „GAZELLE“ zwischen 1874 und 1876.

In der Sektion Marine Evertebrata III wurden in der Vergangenheit ausschließlich die Typusexemplare der Moostierchen (Bryozoa) erfasst, diese aber in allen deutschen Sammlungen. Die meisten Typusexemplare befinden sich in den Sammlungen der Museen in Berlin, wo die Sammlungen großer Expeditionen gelagert werden, sowie in Hamburg, wo Syntypen zur Verfügung stehen, welche die Berliner Sammlung ergänzen. Derzeit werden historische Sammlungsbestandteile vorrangig erfasst. Die Datensammlung über das Sammlungsmaterial wird ergänzt durch detaillierte rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen, die über SeSam in das Internet gestellt wurden und erstmalig Merkmale im Mikrometerbereich bei den untersuchten Typen zugänglich machen.
Letzteres ist ein besonderer Schwerpunkt unserer Bryozoenarbeiten, denn der technische Fortschritt hat es mit sich gebracht, daß historische Zeichnngen von Bryozoen-Skeletten den Anforderungen einer modernen Bryozoen-Taxonomie nicht genügen.