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Geoparks
Nationale Geoparks

Was ist ein Geopark?

Ein Geopark ist ein ausgewiesenes Gebiet, in dem Erdgeschichte erlebbar gemacht wird. In diesen Parks soll vermittelt werden, wie Landschaften entstehen, welche Rohstoffe und Gesteine im Untergrund vorkommen und wie Geologie die jeweilige Landnutzung beeinflusst. Es geht auch darum, den Menschen vor Ort ihr geologisches Erbe näher zu bringen und eine Identifikation mit der Region zu schaffen.


Netzwerke

National: Die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung , 2002 vom Bund-Länder-Ausschuss Bodenforschung (BLA-GEO) beauftragt, hat ein Zertifizierungsverfahren für Nationale GeoParks in Deutschland aufgestellt und dafür ein Expertengremium eingerichtet. Die GeoUnion prüft die Bewerber nach einem eigenen Kriterienkatalog und vergibt das Prädikat Nationaler GeoPark .

Global: Weltweit gibt es seit November 2015 UNESCO Global Geoparks. Zur Betreuung der deutschen UNESCO-Geoparks wurde im April 2016 beim Auswärtigen Amt das deutsche Nationalkomitee für UNESCO Global Geoparks eingerichtet; administrativ wird es von der Deutschen UNESCO-Kommission unterstützt. Dem Gremium gehört auch der Generaldirektor von Senckenberg, Prof. Dr. Volker Mosbrugger, an.  Voraussetzung für die Bewerbung als UNESCO Global Geopark ist die vorherige Zertifizierung als Nationaler GeoPark.



Entwicklung

 

Diese Parks setzen sich besonders für die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen ein und wie man gleichzeitig die Achtung für die Umwelt und die Integrität der Landschaft bewahrt.

2016

Zur Bearbeitung der Anträge deutscher Geoparks auf das UNESCO-Label sowie der regelmäßigen Re-Evaluierungen der Geoparks wird im April das Nationalkomitee für UNESCO Global Geoparks eingerichtet.

2015

Die Generalversammlung der UNESCO beschließt im November die Einrichtung von UNESCO Global Geoparks als einer weiteren Kategorie von UNESCO-Stätten neben dem Welterbe und den Biosphärenreservaten. Diese UNESCO Global Geoparks wurden in das „International Geoscience and Geoparks Programme“ (IGGP) der UNESCO integriert. Alle bestehenden Geoparks des Global Geoparks Network werden zu UNESCO Global Geoparks ernannt.

Derzeit gibt es 120 UNESCO-Geoparks in 33 Ländern, sechs davon in Deutschland: Bergstraße-Odenwald, Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen, Schwäbische Alb, TERRA.vita, Vulkaneifel sowie der deutsch-polnische UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen / Łuk Mużakowa

2014

Derzeit (Stand: September 2014) gibt es weltweit 111 Geoparks aus 32 Ländern und davon befinden sich 15 in Deutschland.

2004

In diesem Jahr wurde das Global Geopark Network eingerichtet, um einen nachhaltigen Tourismus zu fördern.

2002

Seit dem Jahr 2002 unterstützt die UNESCO Staaten bei solchen Vorhaben. Im selben Jahr beschloss die BLA-GEO – ein Gremium der Wirtschaftsministerkonferenz - und die GeoUnion aufgrund des wachsenden Interesses an Geoparks, das nationale Gütesiegel Nationaler Geopark in Deutschland einzuführen.

2000

In diesem Jahr wurde das Europäische Geopark Netzwerk gegründet, das seine Mitglieder im europäischen Raum vernetzt und fördert. Sechs deutsche Parks sind Mitglieder im europäischen Netzwerk. 

Auch SENCKENBERG-Wissenschaftler engagieren sich bei Geoparks. Bei folgenden Geoparks sind unsere Wissenschaftler involviert:

Der Geopark GrenzWelten umfasst eine Fläche von 3.700 km_ im Grenzgebiet zwischen Nordhessen und Nordrhein-Westfalen. Aufgrund seiner Grenzlage am Übergang vom Rheinischen Schiefergebirge im Westen zur Hessischen Senke im Osten vereint er die unterschiedlichsten Gesteinsschichten aus verschiedenen Erdzeitaltern.

Ederschleife
Ederschleife bei Dodenau. Foto: M. Müllenhoff

Der Geopark Bergstaße-Odenwald erstreckt sich auf einer Fläche von 3500 km_ zwischen Rhein, Main, Bergstraße, Odenwald und Necker. Die Landschaft ist von mehr als 500 Millionen Jahren bewegter Erdgeschichte´und einem facettenreichen Naturraum geprägt. Zudem arbeitet der Geopark mit anderen Partnern zusammen, u.a. mit dem UNESCO-Welterbe Grube Messel oder dem Felsenmeer im Lautertal.

  • SENCKENBERG ist vom Land Hessen mit dem Betrieb der Grube Messel beauftragt worden. Die Wissenschaftler graben nach Fossilien und erforschen Funde etc.

Felsenmeer
Felsenmeer im Lautertal

Der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus umfasst eine Fläche von 3800 km_ und liegt vollständig im Rheinischen Schiefergebirge. Zudem schließt er weite Teile der Gebirgsräume des Westerwalds und des Taunus ein, sowie das dazwischen liegende Lahntal. 

  • Dr. Peter Königshof ist im wissenschaftlichen Beirat des Geoparks tätig

Basaltpark
Basaltpark Bad Marienberg

Der Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen umfasst ein Gebiet von 100 km in Ost-West-Erstreckung (Breite des Harzes) und 120 km Länge in Nord-Süd-Erstreckung. Die Landschaft ist geprägt durch naturräumliche Wechsel von der Geestniederung des Aller-Flachlandes über das ostfälische Hügelland bis hin zum Harzer Gebirge.

  • Dr. Volker Wilde ist als Beiratsvorsitzender im Geopark tätig
  • Dr. Eberhard Schindler hat u.a. bei der Präparation einer weltweit beachteten geologischen Lokalität (die sog. Kellerwasser-Typlokalität) im Harz mitgewirkt.

Quarzsandgrube
Quarzsandgrube bei Uhry

Übersichtskarte  

Auf dieser Karte sind alle Geoparks und Geopark-Initiativen verzeichnet, deren Zertifizierung als Nationaler Geopark abgeschlossen ist bzw. noch bevorsteht. 

Karte Geoparks

 

 

 Alle 15 nationalen Geoparks:

 Bayern-Böhmen
 Bergstraße-Odenwald
 Eiszeitland am Oderrand
 GrenzWelten
 Harz . Braunschweiger-Land . Ostfalen
 Inselsberg - Drei Gleichen
 Kyffhäuser
 Muskauer Faltenbogen
 Ries
 Ruhrgebiet
 Schwäbische Alb
 TERRA.vita
 Vulkanland Eifel
 Westerwald-Lahn-Taunus
 Porphyrland

 

 


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