Museum Görlitz

FöJ Säugetiere
FöJ in der Sektion Mammalogie

 Ansprechpartner: Herr Prof. Dr. Hermann Ansorge
03581/47605400 hermann.ansorge@senckenberg.de

 In diesem Bereich kann bei fast allen anfallenden Arbeiten technische Hilfe geleistet werden. Die Schwerpunkte reichen dabei von einfacher Präparationstätigkeit bis zu Schreib- und Ordnungsarbeiten im Sammlungsbestand und Unterstützung der wissenschaftlichen Bearbeitung. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter im FÖJ an der Studentenausbildung im Studiengang Ökologie und Umweltschutz der Hochschule Zittau/Görlitz teil, in dem sie in der Vorbereitung und bei der Durchführung des Moduls „Tiersystematik“ mithelfen. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Museums ist ebenfalls regelmäßig Unterstützung durch die FÖJ-Teilnehmer erforderlich, die von der Besucherbetreuung bis zu einfachen Demonstrationen und Führungen bei Sonderveranstaltungen oder der Kinderakademie.

Eine ausführliche Erläuterung der Tätigkeiten erfolgt für das Beispiel der Skelettpräparation:

Einen wichtigen Teil der Museumssammlung bilden die Wirbeltierskelette, die vom FÖJ aufbereitet und für wissenschaftliche Zwecke zugänglich gemacht werden. Die Skelette stammen zum größten Teil von Verkehrsopfern.

Vor der Präparation müssen die genauen Körpermaße und zusätzliche Angaben über Schwingen- und Mauserverhalten ermittelt werden. Die Skelettpräparation beginnt mit dem Abziehen der Haut und der nachträglichen Bestimmung des Geschlechts anhand der inneren Organe. Bis zur weiteren Behandlung trocknen die Körper. Anschließend werden sie in warmem Wasser mazeriert, d.h. Enzyme oder Fäulnisbakterien zersetzen die Fleischteile. Die Knochen werden nach der Mazeration ausgekocht und getrocknet. Danach bleichen sie in Wasserstoffperoxid und trocknen erneut. Die Skelette werden mit ihrer Seriennummer und den dazugehörigen Daten in die Sammlung eingeordnet. Auf diese Weise sind über 10.000 Schädel und Skelette entstanden, die als faunistische Belegstücke und Polulationsserien für die Wissenschaftler von hohem Wert sind.

 

Konkrete Tätigkeiten:

  • Abholen von gefundenen Wirbeltieren gefährdeter Arten
  • Hilfe bei der Sektion vom Aussterben bedrohter Arten
  • Präparation von Kleinsäugern
  • Skelettpräparation
  • Schreib- und Organisationsarbeiten im Sammlungsbestand
  • Unterstützung der wissenschaftlichen Bearbeitung
  • Freilandarbeit mit Kleinsäuger-Lebendfallen
  • Kartierung von Gewöllen und Bestimmen der darin enthaltenen Kleinsäuger
  • Vorbereitung und Unterstützung eines Moduls „Tiersystematik“ der Hochschule Zittau/Görlitz
  • Führungen oder Veranstaltungen für Kinder
  • Anfertigung eines Faltblattes oder einer Broschüre
  • Gestaltung einer Schautafel oder Vitrine

 

Projektarbeiten

Bearbeitung einer bestimmten Fragestellung aus der Ökologie der Wirbeltiere

Beispiel: Schwarze Rötelmäuse

Neben normal rötlich gefärbten Rötelmäusen treten in bestimmten Gebieten um Görlitz auch schwärzlich gefärbte Tiere auf. Die Projektarbeit soll klären, wo, wann und in welchem Umfang diese Mäuse vorkommen. Dazu werden die Tiere mit Lebendfallen gefangen und wieder frei gelassen. Die Fachliteratur wird durchsucht, um die Ursachen für die Farbvariabilität zu ermitteln. Einige normal und schwarz gefärbte Rötelmäuse werden im Museum gehalten und möglichst zur Fortpflanzung gebracht, um die Vererbbarkeit des Merkmals zu ermitteln. Es wird versucht, die ökologische Bedeutung der Verfärbung zu erkennen.

 

Erarbeitung und Durchführung einer Kinderveranstaltung

Beispiel: „Zeigt her eure Füße“

Eine etwa einstündige Veranstaltung für Kinder wird konzipiert, praktisch vorbereitet und durchgeführt. Den Kindern werden die Spuren verschiedener Vögel und Säugetiere vorgestellt bzw. sie müssen sie erraten. Dazu werden Präparate der Zierarten zur Anschauung verwendet. Mit vorher angefertigten Abgussformen gießen sich die Kinder eine Spur aus Gips von einem bestimmten Tier selber ab.

 

Wünsche und Anforderungen an die Bewerber

  • Engagement, Optimismus und Humor
  • Spaß und Interesse an der Beschäftigung mit Säugetieren und Vögeln
  • Ein wenig handwerkliches Geschick bzw. Spaß am Basteln
  • Keine Allergien gegen Tierhaare und Federn
  • Biologisches Grundinteresse (z.B. für Bestimmungen von Mäuseschädeln)
https://die-welt-baut-ihr-museum.de