Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden

Ornithologie
Sonderausstellung Tibet

 

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100 Jahre Naturforschung auf dem Dach der Welt

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Stötzner’schen Tibet-Expedition zeigen die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden ab September eine Sonderausstellung im Japanischen Palais. Die Ausstellung wird vom 04. September 2015 bis zum 28.03.2016 zu sehen sein. Einen Schwerpunkt nimmt die Artenvielfalt der Vögel im Himalaya und auf dem Plateau ein. Kostbarkeiten tibetischer Kulturgegenstände steuert das Museum für Völkerkunde Dresden bei.

Das Dach der Welt fasziniert Naturforscher und Reisende durch seine Extreme und Gegensätze. Auf etwa 2 Millionen Quadratkilometern und durchschnittlich 4500 Metern Höhe erstreckt sich das Tibetische Hochland mit Hochgebirgsteppen und kargen Felslandschaften. An seiner Süd- und Ostflanke beherbergen die Gebirgswälder des Himalaya und Chinas die größte regionale Biodiversität der Nordhalbkugel. Eine Dresdener Expedition unter der Leitung des Völkerkundlers Walther Stötzner bereiste 1913 bis 1915 erstmal das noch „unerforschte Tibet“. Von dieser Reise brachte der Ornithologe Hugo Weigold mehrere tausend Vogelbälge mit an das Dresdener Museum.

Heute blicken die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden auf hundert Jahre Biodiversitätsforschung in Asien zurück. Viele asiatische Vogelarten wie der Omei-Laubsänger wurden in Dresden erstmals wissenschaftlich beschrieben, ihre Verbreitung erstmalig kartographisch erfasst. Seit dem Jahr 1960 gibt das Dresdener Museum den Stresemann-Atlas der Verbreitung paläarktischer Vögel heraus. Im Jahr 2013 reisten Dresdener Wissenschaftler erneut im Rahmen eines durch die DFG geförderten Projekts an den Ostrand des Tibetplateaus. Die Sonderausstellung „Tibet “ widmet sich verschiedenen aktuellen Forschungsthemen und zeigt einen Einblick in die Artenvielfalt asiatischer Vögel

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