Senckenberg Forschung

BIOLOG - BIOTA

BIOTA W11

Phytodiversity dynamics as an indicator for sustainable use in the West African Sahel and Sudan Zone

 Logo BIOTA-Africa-Projekt

 

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten BIOTA-Projektes, das Veränderungen der Biodiversität in verschiedenen Regionen Afrikas erfasst, auswertet und die Ergebnisse auch für Entscheidungsträger zusammenfasst, arbeiteten Botaniker des Senckenberg Forschungsinstitutes zusammen mit Botanikern, Geographen, Soziologen und Ethnologen der Universitäten Cotonou (Benin), Frankfurt, Mainz und Ouagadougou (Burkina Faso) an der Fragestellung, wie sich Muster der Pflanzenvielfalt in der Sahel- und Sudanzone durch Klima- und Nutzungswandel verändern, wie die Bevölkerung von dieser Dynamik betroffen ist und welche Maßnahmen sich zu Schutz und Regeneration empfehlen lassen.


Reserve de Pama - burkinische Botaniker und Paraökologen                                Die Sukkulente Caralluma acutangula (Asclepiadaceae)

Siedlung Tambarga in der Chaine de Gobnangou                        Markt in Léo



Sammlungen und Datenbanken

Die Herbarien in Ouagadougou (OUA) und Frankfurt (Herbarium Senckenbergianum, FR) wurden ausgebaut und in Datenbanken (BRAHMS, Access, SeSam) erfasst, die sowohl wissenschaftliche Auswertungen als auch Herbariumsmanagement erlauben. Vegetationsaufnahmen werden in einer separaten Datenbank geführt. Aufgrund gemeinsamer struktureller und nomenklatorischer Standards lassen sich all diese Daten problemlos verknüpfen.


Diversität und Indikatorgruppen

Auf der Basis der Sammlungs- und Vegetationsdaten wurden taxonomische und funktionelle Muster der Pflanzenvielfalt untersucht. Unsere Arbeiten reichen von lokalen Vergleichsstudien und Erfassungen der Diversität bis hin zu regionalen räumlichen Analysen mit Artverbreitungsmodellen unter Nutzung von Topographie, Klima- und Fernerkundungsdaten.


Produkte

Neben zahlreichen Artikeln in Fachzeitschriften sind vor allem die folgenden Produkte zu nennen, die über den wissenschaftlichen Rahmen hinaus ein weiteres Publikum ansprechen: die Datenbanken West African Plants (eine Fotodatenbank und Bestimmungshilfe) und West African Vegetation (ein westafrikaweites Archiv von Vegetationsaufnahmen) sowie die Biodiversitätsatlanten der drei Partnerländer Burkina Faso, Bénin und Elfenbeinküste.

Im Jahr 2010 wurde das seit 2001 laufende BIOTA-Projekt abgeschlossen. Die folgenden Personen aus der Abteilung Botanik waren daran beteiligt:

Georg Zizka
Stefan Dressler
Marco Schmidt

Neben den geschilderten Produkten hat BIOTA auch wichtige Voraussetzungen für weitere Forschungsprojekte in Westafrika geschaffen (EU-finanzierte Programme UNDESERT und SUN). In diesem Rahmen und innerhalb des Biodiversität und Klima Forschungszentrums wird die langjährige Zusammenarbeit von universitären und senckenbergischen Arbeitsgruppen in Westafrika fortgesetzt.

 

https://die-welt-baut-ihr-museum.de