Senckenberg Forschung

Südchinesisches Meer

In diesem Projekt soll die Wechselwirkung zwischen der Position und Stärke der Westwinde und des Sommermonsunniederschlags im ostasiatischen Raum während des Holozäns untersucht werden. Der Zusammenhang zwischen der regionalen Monsunstärke und der Position der Westwinde in Asien ist für die Niederschlagsverteilung in Ostasien von entscheidender Bedeutung. Es wird getestet, ob lang anhaltende Phasen der atlantischen multidekadischen Oszillation (AMO) durch eine längerfristige Verlagerung der Westwindsysteme Kipp-Punkte im ostasiatischen Monsunklima hervorrufen können. Hierzu sollen zeitlich hochaufgelöste Sedimentarchive aus bereits vorhandenen Bohrkernen für das Holozän im Bereich des Ostasiatischen Monsuns aus dem Ausstrombereich des Perlflusses und vom oberen Kontinentalhang des nördlichen Südchinesischen Meeres untersucht werden, um Zeiträume und Zeitpunkte starker Klimaänderungen im Westwind- und Monsunsystem Asiens zu identifizieren.

Dazu wird im Wesentlichen ein kombinierter Ansatz aus Spurenelement- (Mg/Ca) und stabilen Sauerstoffisotopenmessungen (δ18O) an planktischen Foraminiferen genutzt, um insbesondere den Salzgehalt des Oberflächenwassers im Abflussbereich des Perlflusses zu rekonstruieren und damit auch Änderungen im Ostasiatischen Sommermonsunniederschlag. Hinzu kommen Isotopenanalysen (δD, δ13C an n-Alkanen) von Pflanzenwachsen, die für Niederschlags- und Vegetationsrekonstruktionen genutzt werden können, um hydrologische Veränderungen im Einzugsgebiet des Perlflusses zu entschlüsseln. 14C-Untersuchungen an den Kernen werden ein detailliertes Altersmodell liefern.

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