Museum Görlitz

Neues aus museum4punkt0

Weitere Informationen zum Projekt: www.museum4punkt0.de

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Ansprechpartner:

Prof. Dr. Willi Xylander
Tel. 03581 47605100

Dr. Jens Wesenberg
Tel. 03581 47605306

Das Projekt „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ erforscht die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation in Museen. Dazu erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen von 2017 bis 2020 verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien. Die dabei entstehenden Anwendungen und Erkenntnisse werden anderen Kultureinrichtungen deutschlandweit zur Verfügung gestellt.
An dem von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geleiteten Projekt sind beteiligt: die Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum, die Fastnachtsmuseen Schloss Langenstein und Bad Dürrheim mit weiteren Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
Das Verbundprojekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Erste Virtual Reality Anwendung geht an den Start

16.11.2017

Bonn/Görlitz, 16.11.2017. Seit September zeigt das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn die Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Fast pünktlich zum Start der Weltklimakonferenz in Bonn wurde sie mit einer neuen Attraktion bereichert, durch die Besucher noch interaktiver in die verborgene Lebenswelt des Bodens eintauchen können.

Vaartjes
Wie sieht es unter der Erde aus? Die Digitali-
sierung macht es möglich die kleinen Boden-
bewohner kennenzulernen. (c) Uwe Vaartjes

Mit einer Virtual Reality-Brille wird man – natürlich nur virtuell – auf die Größe einer Assel geschrumpft und findet sich im Porenraum des Bodens wieder. Mittels eines handgesteuerten Controllers kann man sich durch die dunklen Gänge bewegen und trifft hier auf kleine Bodenbewohner wie Springschwänze, Hornmilben, Weißwürmer und einen Hundertfüßer. Bisher befindet sich die Animation noch in der Testphase, Besucher werden befragt, Personal eingewiesen und die Animation immer wieder durch die Softwarefirma optimiert. Zukünftig sollen weitere Themenräume hinzukommen, in denen man dann mit den Bewohnern der Laubstreu und den im Wasserfilm lebenden Organismen auf Tuchfühlung kommen kann.

Der Boden ist, wie Wasser und Luft, eine unverzichtbare Lebensressource – und er lebt! Dass auf einem Quadratmeter Boden mehr Organismen leben als Menschen auf der Welt, ist den Wenigsten bekannt. Das Senckenberg Museum für Naturkunde, dessen Forschungsschwerpunkt die Bodenzoologie darstellt, bringt in dieser Internationalen Wanderausstellung  den Besuchern den Lebensraum unter unseren Füßen in all seinen Facetten näher.

Als Partner im bundesweiten Projekt „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ erprobt, testet und entwickelt das Museum digitale Anwendungen für die zukünftige Nutzung in musealen Einrichtungen. Zum Beispiel können so bisher unzugängliche Lebenswelten anhand von Animationen erlebbar gemacht werden, sei es die Welt der Dinosaurier, die Tiefsee oder eben der Boden.

Die VR-Anwendung steht noch bis 28. Januar 2018 in Bonn, in den sächsischen Winterferien ist geplant, sie auch im Görlitzer Senckenberg Museum für Naturkunde zu zeigen.

Eintauchen in die Welt der Dinosaurier

(c) L Träger
Eintauchen in längst vergangene Welten
(c) L.Träger

27.10.2017

Das Dinoskelett bekommt auf einmal Muskeln und Haut und erwacht zum Leben. Der Diplodocus schaut sich neugierig um, Flugsaurier fliegen über ihn hinweg und plötzlich kommt er auf dich zu, immer näher und näher und blickt dir in die Augen! Spätestens jetzt zucken die meisten ein wenig zusammen. So fühlt es sich an, wenn man mittels einer VR-Brille in Virtuelle Realitäten versetzt wird.

Es ist ein Anliegen des Senckenberg Museums, seinen Besuchern Welten näher zu bringen, die heute nicht mehr erlebbar sind oder in die wir in der Realität nur schwer eintauchen können. Dazu gehört zum Beispiel der Boden unter unseren Füßen, die verborgenen Tunnel der Bodenorganismen und Interaktionen, die da vor sich gehen. Das Museum beschäftigt sich derzeit damit, auf welcher Art und Weise diese unzugänglichen Welten am besten erfahrbar gemacht werden können. Es ist Partner im bundesweiten Pilotprojekt zur Digitalisierung in Museen (www.museum4punkt0.de).

(c) L Träger
Mit einem Klick erwachen Museumsobjekte zum
Leben und der Besucher erhält viele Informationen.
(c) L.Träger

Dazu konnten am 27.10.2017 eine Firma aus Lübeck begrüßt werden, die bereits die VR-Anwendung mit dem Diplodocus im Frankfurter Senckenberg Museum erfolgreich testet. Die sogenannten Infografen haben noch mehr auf Lager: Plötzlich kommt einer Welle von Wasser in den Museumsraum herein gespült und flutet alles. Das sonst leblos an der Wand hängende Fossil eines Fischsauriers erwacht zum Leben und ist in seiner natürlichen Umgebung zu sehen. Ob und wie das zukünftig alles umsetzbar sein wird –wir sind gespannt.

www.museum4punkt0.de

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Der sprechende Pinguin

Virtual Reality 
Foto: L. Träger/Senckenberg

07.08.2017

Als Partner im bundesweiten Digitalisierungsprojekt museum4punkt0 realisierte das Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz am 3.9.2017 einen weiteren Workshop in Virtual & Augmented Reality. Die slowakische Firma matsuko sowie die kr3m. media GmbH gaben Einblick in eine Fülle von technischen Anwendungsbeispielen. So konnten wir mit einem sprechenden Pinguin kommunizieren, der Wissenswertes über verschiedene Lebewesen erzählen konnte. Schwer zugängliche Sammlungsobjekte wie Fossilien oder Insekten konnten virtuell von allen Seiten betrachtet werden. Wir erfuhren was ein ChatBot ist und wie man bereits nicht mehr existierende Lebewesen wie Dinosaurier streicheln kann. Nun bleibt zu überlegen, was sich aus dieser Palette an Möglichkeiten für Forschungsmuseen zukünftig und nachhaltig umsetzen lässt.


Senckenberg-Mitarbeiter erproben virtuelle Welten

(c) Wesenberg
Foto: Jens Wesenberg

19.07.2017

Moderne digitale Techniken, wie Virtual Reality-Installationen, sollen es dem Museumsbesucher zukünftig ermöglichen, unzugängliche Lebensräume wie den Boden oder die Tiefsee hautnah zu erleben, ausgestorbenen Arten zu begegnen oder in sonst unzugänglichen Museumssammlungen zu stöbern. Dies sind nur einige der Ziele, die am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz im Rahmen des großen Verbundprojektes museum4punkt0 verfolgt werden.

Im Rahmen eines gemeinsamen zweitägigen Workshops mit dem Kölner Unternehmen .hapto GmbH hatten Museumsmitarbeiter*innen am 5. und 6. Juli 2017 die Gelegenheit, sich persönlich vom Potential solcher virtueller Welten zu überzeugen. Rund dreißig Mitarbeitende aus allen Bereichen des Museums, von Studierenden über technisches Personal bis hin zu Forschenden nutzten die Möglichkeit, durch ein virtuelles Museum zu schlendern, eine Ruine hoch über dem Mittelmeer zu besuchen oder eine eingerichtete Wohnung zu besichtigen. Neben dem Erlebnis, die Orte dreidimensional zu erfahren und sich in ihnen bewegen zu können, waren die Teilnehmenden insbesondere von der Möglichkeit beeindruckt, Objekte „anfassen“ und drehen zu können. Für Gänsehaut sorgten beeindruckende Begegnungen mit einer riesigen Vogelspinne und zwei ausgewachsenen Raubsauriern.

Hier nur einige der Meinungen und Eindrücke der Teilnehmenden:

Christiane (39), Wissenschaftlerin
"Cool und beeindruckend. Es war wirklich sehr realitätsnah, ich habe etwas Höhenangst und tatsächlich einen deutlichen Schreck gespürt, als ich in der virtuellen Welt plötzlich in der Höhe stand. Man ist wirklich drin, mehr abgetaucht als ich es vorher dachte. Dadurch, dass man Dinge anfassen und genau betrachten kann, werden sie erfahrbarer. Jennifer (34), Doktorandin Man muss es mal gemacht haben, um die Wirkung zu verstehen. Es ist absolut nicht das Gleiche wie ein 3D-Film oder ein Computerspiel, eben deutlich immersiver. Ich fand es weniger beängstigend als ich es mir vorher vorgestellt hatte."

Tabea (26), Studentin
"Ich hätte nicht gedacht, dass es so realistisch ist. Ich hab mich bei der animierten Spinne wirklich erschreckt."

Jens (49), Projektmitarbeiter
"Neben dem eigenen Erleben der virtuellen Realität war es sehr spannend andere Personen bei Ihrem Aufenthalt in dieser Welt zu beobachten. Manche erscheinen sehr kontrolliert und sich langsam vortastend. Andere sind voll in Bewegung, laufen herum, ducken sich, kommentieren und so weiter. Schon wenn man allein sie beobachtet, kann man an ihrem Minenspiel und ihrer Bewegungen erahnen, was in der virtuellen Welt vor sich geht."

Oyuka (24), Studentin aus der Mongolei  
"Die Ausgestaltung der virtuellen Welten mit ihren Objekten und Umgebungen und die Möglichkeit sich in und zwischen den Welten zu bewegen waren beeindruckend. Besonders die Bewegungen der Tiere und die Interaktion mit den Objekten waren faszinierend. Mit Geräuschen wäre es sicher noch überzeugender."

Carolin (28), Verwaltungsmitarbeiterin
"Ich fand es interessant es mal auszuprobieren, hätte es mir aber spektakulärer vorgestellt. Klar man konnte zwischen den Welten wechseln, sich darin bewegen und Dinge anfassen, aber ich hätte mir noch mehr erwartet."

Axel (58), Wissenschaftler
"Ich fand es sehr interessant und sehr geeignet für das Museum. Es war auch nicht so, dass Szenen enthalten waren, die emotional belasten, wie z.B. auf den Besucher zustürmende Dinosaurier. Deshalb habe ich auch keine Befürchtungen, dass Besucher bei Nutzung der VR-Installation umfallen werden. Ich finde ein solches Angebot für die Bodenausstellung gut vorstell- und integrierbar."

Christian (51), Öffentlichkeitarbeiter
"Super. Die realistische Qualität und besonders die Echtzeitumsetzung ohne Verzögerungen waren sehr beeindruckend."


Senckenberg Görlitz beteiligt sich an digitalem Großprojekt für Museen der Zukunft

Berlin, Görlitz, 08.05.2017

Heute startet mit „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ eines der visionärsten Vorhaben in der deutschen Museumslandschaft. In einem gemeinsamen virtuellen Experimentierraum loten die Projektpartner die Möglichkeiten und Chancen aus, die sich durch die jüngsten digitalen Technologien in Museen ergeben und entwickeln modellhafte Anwendungen für die Vermittlungsarbeit und Besucherkommunikation. Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz ist mit dem Teilprojekt „Forschung in Museen erklären, verstehen, mitmachen“ daran beteiligt.

Logo museum4punkt0

Gemeinsam suchen die beteiligten Museen nach neuen Wegen, in Austausch mit ihren Besucherinnen und Besuchern zu treten, individualisierte Angebote für diese zu entwickeln und zusätzliche Zielgruppen anzusprechen. In konkreten Projekten werden sie in den kommenden drei Jahren beispielhaft innovative Anwendungen entwickeln. Diese Prototypen werden sie im Anschluss für die flexible Nachnutzung durch andere Museen öffentlich zugänglich machen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert „museum4punkt0“ mit 15 Millionen Euro.

(c) Senckenberg/Tränkner
(c) Senckenberg/Tränkner

An dem von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK, www.preussischer-kulturbesitz.de) mit ihren Staatlichen Museen zu Berlin (www.smb.museum) gesteuerten Projekt sind fünf weitere Partner beteiligt, die stellvertretend für die Bandbreite der Museen in Deutschland stehen: die Humboldt Forum Kultur GmbH (www.humboldtforum.com), das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven (www.dah-bremehaven.de), das Deutsche Museum München (www.deutsches-museum.de), die Fastnachtsmuseen Langenstein und Bad Dürrheim (www.narrenschopf.de und www.fasnachtsmuseum.de) mit weiteren Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (www.senckenberg.de/goerlitz). Jeder Verbundpartner führt im Rahmen von „museum4punkt0“ eigenverantwortlich ein Teilprojekt durch, das Bezug auf den konkreten Bedarf der jeweiligen Einrichtung nimmt. Darüber hinaus werden die Projektpartner von „museum4punkt0“ gemeinsam Standards und Handlungsleitfäden für zukünftige Projekte entwickeln. Die SPK entwickelt die gemeinsame interaktive Plattform, auf der die im Verbundprojekt erarbeiteten Neuentwicklungen präsentiert und Schnittstellen für Serviceangebote bereitgestellt werden.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz wird im Rahmen von „museum4punkt0“ digitale Vermittlungsformen entwickeln und einsetzen, um einer breiten Öffentlichkeit moderne Forschung verständlich zu machen. Eine „virtuelle Sammlung“ wird das vom Kurator pars pro toto ausgewählte Ausstellungsobjekt in den Kontext vieler vergleichbarer Objekte setzen und damit die Bedeutung musealer Sammlungen als Forschungsinfrastruktur verdeutlichen. In Citizen-Science-Projekten sollen Bürgerinnen und Bürger dazu angeregt werden, an der Erforschung der biologischen Vielfalt mitzuwirken und sich selbst an der Wissenschaft zu beteiligen. In Virtual Reality- oder Augmented Reality-Formaten sollen Wissenschaftler anhand eines Objektes in den Ausstellungen ihre wissenschaftliche Arbeit erläutern.

(c) Senckenberg/Tränkner
(c) Senckenberg/Tränkner

In Virtual Reality Angeboten werden Lebensräume „zum Leben erweckt“, die sonst für den Menschen nicht zugänglich oder erfahrbar sind, z.B. die Porenräume des Bodens, die Tiefsee, Regenwaldkronen oder frühe Erdzeitalter. Wissenschaftler begleiten den Besucher in diesen virtuellen Präsentationen, geben Hintergrundinformationen und stellen ihre Arbeitsweisen und Ergebnisse vor. Außerdem sollen Bürger bei der Erfassung von ausgewählten Bodentiergruppen mithelfen, indem sie die Tiere mit digitalen Werkzeugen bestimmen und Fotos samt Fundort an die neuentwickelte Bodentier-Datenbank www.edaphobase.org senden.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG) ist das zweitgrößte Museum des Senckenberg-Verbundes. Die Sammlungen des Museums umfassen ca. 6,5 Millionen Sammlungsobjekte, die die Entwicklung von Lebewesen in Raum und Zeit dokumentieren und ein Archiv der belebten und unbelebten Natur darstellen. Seine Ausstellungen laden zu einer Erlebnisreise in die faszinierende Welt der Natur ein und vermitteln aktuelle Forschungsinhalte aus der Arbeit der Senckenberg-Wissenschaftler. Das SMNG entwickelt und produziert auch internationale Wanderausstellungen mit innovativen medialen Präsentationen, www.senckenberg.de/goerlitz.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: http://www.preussischer-kulturbesitz.de/pressemitteilung/news/2017/05/08/museum4punkt0-startet-ideenlabor-fuer-digitale-anwendungen-in-deutschen-museen-1.html

https://die-welt-baut-ihr-museum.de