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Ob in den Tiefen des Meeres, auf den Gipfeln der Berge oder im dichten Regenwald – Senckenberg ist mit Forschungsprojekten weltweit aktiv. Mit einem großen Ziel: die Vielfalt des Lebens auf der Erde, die Biodiversität, zu erfassen und zu erhalten. Denn die Natur ist ein komplexes Beziehungsgeflecht, das verstanden werden muss, um die Ökosysteme und damit das Leben besser für die Zukunft erhalten zu können. Schätzungsweise bis zu 100 Millionen Arten bevölkern die Erde; weniger als 2 Millionen sind aber bis dato bekannt, und jeden Tag sterben bereits über 100 aus. Der Artenschwund und andere vom Menschen beeinflusste globale Veränderungen schreiten voran. Umso wichtiger ist, dass die Wissenschaft Schritt hält. Die Senckenberg-Forschung befasst sich daher mit drei Schwerpunkten:
„World of Biodiversity“ – der Senckenberg-Claim ist also Programm, wenn die mehr als 250 hoch qualifizierten Wissenschaftler umfassende Untersuchungen zur Biodiversität des Planeten konzipieren, durchführen und bewerten. Mit Hilfe modernster Technologien forschen sie auf verschiedenen Gebieten der Bio- und Geowissenschaften an sechs Instituten und weiteren Standorten in Deutschland – und arbeiten gemeinsam mit anderen renommierten Forschungseinrichtungen an wissenschaftlichen Projekten in aller Welt. Eine wichtige Grundlage für die Sicht auf Gegenwart und Zukunft ist der Blick in die Vergangenheit: Senckenberg ergründet geologische Prozesse, die der Erde im Lauf der Jahrmillionen ihre jetzige Gestalt verliehen haben, und verfolgt mit der Paläontologie den Fossilbericht durch alle Erdzeitalter, um daraus für heute zu lernen. Weithin bekannt ist die Erforschung des UNESCO-Welterbes Grube Messel, die außergewöhnliche Schätze preisgibt – wie „Ida“, einen besonders frühen Primaten und entfernten Verwandten des Menschen. Die wissenschaftliche Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist Senckenberg ein wichtiges Anliegen. Derzeit sind etwas 240 Studenten, Doktoranden und Postdoktoranden in den sechs Senckenberg-Instituten tätig. Senckenberg setzt sich für eine einwandfreie gute wissenschaftliche Praxis ein und schliesst sich vorbehaltlos der Inhalten der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft erlassenen Regeln an. Die an die Struktur angepaßten Regeln der SGN finden Sie hier. |