Senckenberg am Meer Wilhelmshaven

Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung

Agassiz-Trawl
Kurzform: AT

Der Agassiz-Trawl, benannt nach seinem Erfinder, ist ein Grundschleppnetz und dient dem Fang großer Meereosorganismen, der sogenannten „Megafauna“.

Häufig gefangene Vertreter dieser Organismengruppe sind beispielsweise Krebse (Garnelen, Krabben), Stachelhäuter (Seesterne, Seegurken), Weichtiere (Schnecken, Muscheln, Kopffüßer) sowie bodenlebende Fische.

 © Vituco

 

Das am DZMB vorhandene Gerät besteht aus einer großen Querstange, dem „Baum“, an dessen Enden je eine tropfenförmige Kufe befestigt ist. Dieses Gestell trägt ein weitmaschiges Netz, das an seiner Öffnung oben und unten mit schweren Ketten bewehrt ist.


 

© Senckenberg - Dr. Kai Horst George

 
Die Ketten verwirbeln den Meeresboden und scheuchen so die Bodenfauna auf, die dann vom hinübergleitenden Netz gefangen wird. Aufgrund seiner Konstruktion und im Unterschied zu anderen Grundschleppnetzen (Baumkurre, Epibenthosschlitten) ist es beim Agassiz-Trawl gleichgültig, ob er mit seiner Ober- oder Unterseite auf dem Sediment „landet“; die Fängigkeit ist stets gewährleistet. Dadurch wird vermieden, dass er erfolglos über den Meeresgrund geschleppt wird - in Zeiten der Zeitersparnis von großer Bedeutung.

 

 

 

  © Senckenberg - Dr. Kai Horst George

   
   
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