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DZMB
Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung
 
Forschung

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Paulo Henrique Corgosinho

 


   
 
Name: Paulo Henrique Corgosinho
eMail:

pcorgo@yahoo.com.br


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Forschungsinstitut Senckenberg
DZMB
Südstrand 44
D - 26382 Wilhelmshaven  
+49(4421) 9475-173  
+49(4421) 9475-111

   
   
Position: 
Gastwissenschaftler
 


Triceratops 

 

Forschungsvorhaben:

  • Beschreibung der bereits gesammelten neuen Arten und anderer, die eventuell noch gefunden werden.
  • Wiederbeschreibung des bereits beschriebenen Typenmaterials und Ausweisung von Neotypen, falls erforderlich.
  • Ausarbeitung der Diagnose der Gattungen, basieren auf den Autapomorphien
  • Bestimmung der monophyletischen Gruppen innerhalb der neotropischen Parastenocarididae und errichten einer Hypothese der phylogenetischen Beziehungen zwischen diesen Gruppen ebenso wie zwischen den Schwestergruppen innerhalb und außerhalb der neotropischen Region.

Abgeschlossene Arbeiten

 

  • Wiederbeschreibung aller Arten der Gattungen
    Remaneicaris, Brasilibathynellocaris, Siolicaris,
    Murunducaris and Paraforficatocaris.
  • Beschreibung neuer Arten der Gattungen
    Murunducaris und Remaneicaris.
   

Taxonomie und Phylogenie neotropischer Parastenocarididae

Copepoda Harpacticoida sind kleine benthische Crustacea, gewöhnlich kleiner als 1 mm. Nahezu alle Familien der Harpacticoida kommen in marinen Habitaten vor. Nur wenige Familien wie Phyllognathopodidae, Chappuisiidae, Ameiridae, Canthocamptidae und Parastenocarididae sind im Süßwasser vorzufinden.
Parastenocarididae sind besonders gut sowohl an das Leben im hyporheischen Interstitial der Fließgewässer als auch an Leben in den kontinentalen grundwasserführenden Schichten angepasst. Die Länge der wurmförmigen Körper variiert zwischen 250 µm und 500 µm. Sie sind vollständig transparent und haben keine Augen. Sie verfügen über osmoregulatorische Organe („integumental windows“) an den Segmenten des Cephalothorax und des Urosomas.
Diese Familie zeigt am dritten Pereopodenpaar einen ausgeprägten Sexualdimorphismus, der sie zweifellos als monophyletisch ausweist und es sehr leicht macht, die Arten zu unterscheiden. Die als Apomorphie zu wertenden Anhänge der Pereopoden sind bei den Männchen zu Greiforganen modifiziert, mit deren Hilfe sie während der Kopulation die Weibchen festhalten.
In Südamerika umfassen die Parastenocarididae 64 bekannte Arten, von denen 31 in Brasilien gefunden wurden (Reid 1998) und in acht Gattungen unterteilt werden (Parastenocaris Kessler 1913; Remaneicaris Jakobi 1972a; Brasilibathynellocaris Jakobi 1972a; Forficatocaris Jakobi 1972a; Pararemaneicaris Jakobi 1972a; Siolicaris Jakobi 1972a; Paraforficatocaris Jakobi 1972b und Potamocaris Dussart 1979).
Diese Revision der Parastenocarididae erfordert zunächst die Diagnose aller Gattungen nach den Prinzipien der phylogenetischen Systematik (Hennig, 1999), worauf die Arten in monophyletischen Gruppen zusammengefasst werden und Phylogenie des Taxons dargestellt wird.

    
    
    
     
 

 


 
 

      
 

 

Letzte Aktualisierung: 23.02.2009