Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt

Messelforschung und Mammalogie

16. Frankfurter Fledermausnacht am 3. September 2016 im StadtWaldHaus/Fasanerie (15.00 - 22.00 Uhr)

Senckenberg ist Mitveranstalter der Frankfurter Fledermausnacht. In diesem Jahr werden u.a. neue Forschungseregebnisse zur Farberhaltung der Messeler Fledermäuse vorgestellt (s. PM Senckenberg).

16.00 Uhr: Vortrag "Neue Ergebnisse zu (ur-)alten Fledermäusen - Messelfunde in neuem Licht"  Dr. Renate Rabenstein

 


14. Frankfurter Fledermausnacht am 30. August 2014 in der Vogelschutzwarte Frankfurt-Fechenheim   

 

Plakat (564 KB) und Programmflyer (946 KB)

17.30 Uhr:  Vortrag "Fledermäuse hautnah - fossile und tropische Arten kennen lernen" Dr. Renate Rabenstein

20.30 Uhr: Fledermausführungen

 

Fledermausvortrag und Fledermausführung am 18. August 2012

12. Frankfurter Fledermausnacht

 ab 15.00 Uhr im StadtWaldHaus  Programmflyer  (466 KB)

Year of the Bat 2011-2012

Fledermausforschung hat Tradition am Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt. Die Säugetiersammlung umfasst Belege heutiger Fledermausarten aus aller Welt, die von Wissenschaftlern aus vielen Ländern als Referenz für ihre eigenen Untersuchungen herangezogen werden. Die fossilen Fledermäuse aus dem Weltnaturerbe Grube Messel stellen die größte Sammlung von Fledermäusen aus dem Eozän weltweit dar.

17.30 Uhr:  Vortrag

"Fossile und heutige Fledermäuse - Gemeinsamkeiten und Unterschiede"  Dr. Jörg Habersetzer & Dr. Renate Rabenstein

20.00 Uhr: Fledermausführung rund um das StadtWaldHaus

 


 

 Exkursion am 5. Juni 2006

Pfingst(montag)wanderung um die Grube Prinz von Hessen 

Prinz von Hessen 

Blick aus der Nordwestecke des heutigen Badesees über die Grube Prinz von Hessen. Am Ostufer ist der vor rund 30 Jahren künstlich angelegte Badestrand zu erkennen (Bildmitte). Ungefähr an dieser Stelle stand vor mehr als 80 Jahren die Verladestelle des damaligen Braunkohlen-Tagebaus. 

Das Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt a.M ., und das Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben, Hannover, laden am Pfingstmontag, den 5. Juni 2006 zu einer Wanderung um die Grube Prinz von Hessen (Darmstadt) ein. Heute ist die Grube ein sehr beliebter, idyllisch im Wald gelegener Badesee östlich von Darmstadt. Nur wenige Besucher können sich vorstellen, dass hier vor mehr als 80 Jahren ein kleiner Braunkohlen-Tagebau betrieben wurde.

Unter dem Motto "auf den Spuren des ehemaligen Bergbaus und aktuelle Forschungsergebnisse" werden während der Rundwanderung eine Reihe alter Fotos von der damaligen Braunkohlengrube Prinz von Hessen und ihren z.T. beeindruckenden Betriebseinrichtungen gezeigt und die Entwicklung des Bergwerks von der Entdeckung des Vorkommens (1908) bis zur Einstellung des Tagebaus (1924) erläutert. Außerdem können an Hand von Bohrkernen aus dem Jahr 2004 sowie nach geophysikalischen Untersuchungen des Untergrunds neue Ergebnisse der Erforschung des Vorkommens vorgestellt werden.

Die dort vorkommende Braunkohle ist zeitgleich mit den Ölschiefern von Messel vor rund 47 Millionen Jahre entstanden. Die Kohle bildete die Grundlage für den Tagebau, von dem heute – abgesehen von dem Badesee – nur noch wenige Relikte sichtbar sind. Bohrergebnisse und andere Untersuchungen aus den letzten 10 Jahren zeigen aus geologischer Sicht deutliche Unterschiede zur Grube Messel, die bei der Wanderung diskutiert werden sollen.

Beginn: 5. Juni 2006, 9:00 Uhr   Treffpunkt: ausgeschilderter Wanderparkplatz im Wald unmittelbar westlich der Grube Prinz von Hessen [Anfahrt von Darmstadt über die "Dieburger Straße" (L 3094)]   Dauer: etwa 4 Stunden   Weg: 3-4 km Waldwege ohne Steigungen; Kinder in Begleitung von Erwachsenen willkommen; festes Schuhwerk, Verpflegung, ggf. Regenschutz und gute Laune sind mitzubringen!   Führung: Dr. Hermann Buness (Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben), Dr. Franz-Jürgen Harms & Dr . Marita Felder (beide Forschungsinstitut Senckenberg, Abteilung Messelforschung)


12. Mai 2006

Grube Messel – Nationaler Geotop

Die geologischen Naturschönheiten in Deutschland der Öffentlichkeit nahe zu bringen, hat sich die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V. zu einer ihrer Aufgaben gemacht. Mit dem Wettbewerb "Die bedeutendsten Geotope Deutschlands" wollte sie dazu beitragen, ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit für einzigartige und sehenswerte Zeugnisse der Vergangenheit zu wecken. Die prämierten Geotope sind besonders auffällige geologische Sehenswürdigkeiten, oft von spektakulärer Entstehung und vor allem öffentlich zugänglich.

Am 12. Mai 2006 erhielt die Grube Messel zusammen mit 76 anderen Geotopen im Rahmen des Wettbewerbs das Prädikat "Nationaler Geotop". Insgesamt wurden 180 Geotope zur Bewertung eingereicht. Begleitet wurde die Verleihung der Urkunde, die das Forschungsinstitut Senckenberg als Betreiberin des Tagebaus Grube Messel bei der Prämierung in Hannover entgegengenommen hat, von der Vorstellung eines eigenen Buches über die 77 bedeutendsten Geotope.

Look, E.-R. & Feldmann, L. (2006): Faszination Geologie – Die bedeutendsten Geotope Deutschlands.- 1-179; Stuttgart (Schweizerbart). Bezugsadresse:  http://www.schweizerbart.de/  New Books > Earth Sciences   Messel Nationaler Geotop (Urkunde)

Urkunde mit der Auszeichnung der Fossilienlagerstätte Grube Messel zum Nationalen Geotop am 12. Mai 2006

Weitere Informationen zu den bedeutendsten Geotopen in Deutschland unter www.geoakademie.de

Planet Erde (Logo) 


Vorträge am 29. und 30. März 2006 

10 Jahre Weltnaturerbe Grube Messel: Abendvorträge zur aktuellen Messel-Forschung in Darmstadt und Frankfurt 

Herbstliche Morgenstimmung in der Grube Messel

Herbstliche Morgenstimmung in der Grube Messel. Blick über die Grube von Westen nach Osten. In der Grube sind noch viele Geheimnisse, ähnlich wie hier vom Frühnebel verborgen, zu entdecken.

Am 29. und 30. März 2006 werden im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt und im Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt öffentliche Abendvorträge angeboten, in denen Ergebnisse der aktuellen Messel-Forschung allgemein verständlich vorgestellt werden. Damit soll auch an die vor 10 Jahren erfolgte Aufnahme der Grube Messel in die Welterbeliste durch die UNESCO erinnert und zugleich gezeigt werden, dass es nach jeder Grabungssaison neue (Be-)Funde und interessante Resultate bei der Erforschung dieser Fossilienfundstätte gibt.

Die Vortragsveranstaltungen werden im Rahmen eines Arbeitstreffen in Messel organisiert, bei dem Forscherinnen und Forscher auf Einladung des Forschungsinstituts Senckenberg neue Ergebnisse ihrer Untersuchungen zur Grube Messel und den anderen Ölschiefer-Vorkommen zwischen Darmstadt und Dieburg vorstellen und diskutieren können.

Am Mittwoch, 29. März 2006 werden im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt zwei Vorträge gehalten, in denen es um die Forschungsgrabungen in Messel sowie über die Bedeutung der Fundstelle nicht nur für fossile Säugetiere gehen wird. Die Vorträge beginnen um 18:30 Uhr und werden von Dr . Nobert Micklich und Dr . Gabriele Gruber (beide Hessisches Landesmuseum Darmstadt) gehalten.

Am Donnerstag, 30. März 2006 folgen dann im Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt drei jeweils 20-30minütige Vorträge. Beginn ist 19:30 Uhr. Dipl.-Geol . Peter Suhr (Sächsisches Oberbergamt Freiberg) wird über geologische Aspekte der Entstehung von Maarvulkanen und Maarsees sprechen, Dr . Gerald Gabriel (Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben, Hannover) Ergebnisse geophysikalischer Untersuchungen vorstellen und Dr . Gerald Mayer (Forschungsinstitut Senckenberg) aktuelle Resultate paläontologischer Forschung in der Grube Messel am Beispiel von spektakulären Vogelfunden präsentieren.

Kurzfassungen der Vorträge


Neues Vernissage-Heft aus der Reihe: UNESCO-Welterbe - Fossilienlagerstätte Grube Messel  

 Vernissage-Heft Grube Messel

Fossilienlagerstätte Grube Messel - Momentaufnahmen aus dem Eozän. – Vernissage, Reihe UNESCO-Welterbe, Nr. 21/05, 13. Jhg ., 68 S., 83 Abb .; Heidelberg (Vernissage-Verlag) 2005. ISSN 1434-5986 Preis: 6,00 Euro

Das Heft kann beim Schriftentausch Senckenberg  (Klemens.Gresch@senckenberg.de) zum Preis von 6,00 Euro plus Versandkosten bestellt werden.

Vor zehn Jahren, am 9. 12. 1995, wurde der Tagebau Grube Messel nach einer ereignisreichen Geschichte als "Messel Pit Fossil Site" in die World Heritage List der UNESCO aufgenommen. Anlässlich des Jubiläums haben Messel-Forscher in acht populärwissenschaftlichen Artikeln beeindruckende Momentaufnahmen aus dem unteren Mittel-Eozän von Messel beschrieben. Auf 65 bebilderten Seiten lassen sie paratropischen Lebensraum einer europäischen Inselwelt vor 47 Millionen Jahren vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen. Themen sind die Geophysik und Geologie, das Alter der Messel-Formation, die Flora und das Klima, die Entomologie und natürlich auch die Vertebraten von Messel. Die einzigartige Erhaltung der Fossilien, allen voran die der Säugetiere, haben letzten Endes die Fundstätte weltberühmt gemacht. Eine kurze Chronik des Tagebaus und Hinweise auf drei hessische Museen, welche Messel-Fossilien umfänglich in ihrer Dauerausstellung zeigen, sowie weiterführende Literatur, runden das Bild ab.

Beiträge und beteiligte Autoren:

Explosives Tropenparadies – Geologie und Geophysik im Zeitraffer H. Buness (Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben - Institut im Geozentrum Hannover), M. Felder (Senckenberg, Messel), G. Gabriel (Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben - Institut im Geozentrum Hannover), F.-J. Harms (Senckenberg, Messel)

Den Zeitpunkt bestimmen – Zusammenhänge der Messeldatierung D.F. Mertz (J. Gutenberg-Universität, Mainz)

Es grünte so grün... – Eine artenreiche Flora im "paratropischen" Klima V. Wilde (Senckenberg, Frankfurt am Main)

Versteinerte Fliegengewichte – Insektenvielfalt wie in den Tropen S. Wedmann (Rheinische F.-W.-Universität, Bonn)

Umwelt-Informanten im Messel-See – Die Fische N. Micklich (Hessisches Landesmuseum Darmstadt)

Die "Doppellebenden" und die "Kaltblütigen" – Amphibien und Reptilien S. Schaal (Senckenberg, Frankfurt am Main)

Fossile Federträger aus dem Eozän – Nicht alle Vögel sind schon da... G. Mayr (Senckenberg, Frankfurt am Main)

Die "Stars" im Ölschiefer – Die Säugetiere G. Storch, J. Habersetzer, T. Martin, M. Morlo, J.L. Franzen (alle Senckenberg, Frankfurt am Main)

Nach 47 Mio. Jahren wachgeküsst... – Chronik der Fundstätte Messel S. Schaal (Senckenberg, Frankfurt am Main)

Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg F.F. Steininger (Senckenberg, Frankfurt am Main)

Hessisches Landesmuseum Darmstadt G. Gruber (Hessisches Landesmuseum Darmstadt)

Fossilien- und Heimatmuseum Messel M. Höllwarth (Museumsverein Messel)

Redaktionelle Koordination: S. Schaal (Senckenberg, Frankfurt am Main)

Das Vernissage-Heft ist ab sofort im Zeitschriftenhandel, im Naturmuseum Senckenberg, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt und im Fossilien- und Heimatmuseum in Messel erhältlich. Mit Beginn der Führungen im Jahr 2006 wird es auch im provisorischen Besucherzentrum, einer kleinen "Container-Burg" am Rand der Grube Messel, erhältlich sein.

S. Schaal, Frankfurt am Main


Courier Forschungsinstitut Senckenberg, Band 255  

Courier Forschungsinstitut Senckenberg 255 

Der aktuelle Band 255 des "Courier Forschungsinstitut Senckenberg" bündelt geowissenschaftliche Beiträge zur mitteleozänen Fossilienfundstätte Grube Messel. Einen Schwerpunkt bilden darin verschiedene geophysikalische Untersuchungen, die einen "Blick in den Untergrund" des Messeler Schwarzpelit-Vorkommens erlauben sowie interessante Hinweise auf weitere Vorkommen ähnlicher Gesteine in der Umgebung geben. Die geophysikalischen Messungen wurden überwiegend im Zusammenhang mit der im Jahr 2001 abgeteuften Forschungsbohrung vorgenommen, über die ausführlich in Courier-Band 252 berichtet wurde. Erstmalig konnte das Alter eines aus der Forschungsbohrung entnommenen Basaltbrockens bestimmt werden. Die Bildung des Messeler Schwarzpelits setzte demnach vor etwa 47 Millionen Jahren ein, also etwa 2 Millionen Jahre später als bislang vermutet.

Die Grabungen, die seit Jahrzehnten jeden Sommer in der Fundstätte Messel stattfinden, bringen nach wie vor spannende Befunde und bedeutende Fossilien hervor. So bilden paläontologische Themen den zweiten Schwerpunkt dieses Messel-Bandes. Er enthält neue Ergebnisse zum Klima und zur Vegetationsdynamik sowie die erste ausführliche Taxa-Liste der Messeler Insektenfossilien. Weiter gibt es neue Erkenntnisse zu den bekannten Knochenhechten der Gattung Atractosteus und gleich vier Arbeiten befassen sich mit Reptilien, davon drei mit der für die Bestimmung von fossilen Schlangen wichtigen Morphologie ihrer zahlreichen Wirbel. Die hier präsentierten hochinteressanten Befunde dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir diese ungewöhnliche Treibhaus-Welt des Eozäns in Mitteleuropa noch immer nicht ausreichend verstehen. So regt dieser Courier-Band auch zu weiteren Forschungen an.

Bezugsadresse:  http://www.schweizerbart.de/  Suchen: "cfs 255"

https://die-welt-baut-ihr-museum.de