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Senckenberg-Bücher

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Die Senckenberg-Bücher richten sich an eine breite Öffentlichkeit und können sowohl naturwissenschaftliche als auch historische Themen oder Biographien bedeutender Persönlichkeiten, die mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) in Verbindung stehen, zum Inhalt haben. Es werden zudem Bücher zu Ausstellungen und Sonderausstellungen der Senckenberg-Museen publiziert sowie Publikationen zu umweltrelevanten Themen. Die Senckenberg-Bücher erscheinen in unregelmäßiger Folge.

Herausgeber: Prof. Dr. Dr. hc Volker Mosbrugger für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Anfragen bitte senden an:
Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum
Ressort Verlags- und Publikationswesen
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt am Main

Bisher erschienene Titel und die Bezugsbedingungen der Senckenberg-Bücher entnehmen Sie bitte den Verzeichnissen von unserem Vertriebsverlag Schweizerbart Verlagsbuchhandlung: http://www.schweizerbart.de/publications/list/series/senck_mono

Die Titel der Senckenberg-Bücher können ebenfalls über den Schriftentausch erworben werden, bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an den Schriftentausch/Frankfurt a. M.

NEU

SB 79 Messel Titelbild

Stephan F. K. Schaal, Krister T. Smith, Jörg Habersetzer (Hrsg.)

MESSEL – ein fossiles Tropenökosystem

2018, XV, 355 Seiten, 393 überwiegend farbige Abbildungen,
2 Tabellen, durchgehend farbig, 21 x 27,2 cm, gebunden,
Senckenberg-Buch 79,
ISBN 978-3-510-61410-3,
€ 44,90

Erscheinungstermin: 25. Juli 2018


Messel –ein fossiles Tropenökosystem
ist eine exquisit bebilderte Dokumentation von 28 international renommierten Spezialisten, die eine Zusammenfassung des gegenwärtigen Standes der Wissenschaft über das Klima und die Struktur des eozänen Ökostystems der Grube Messel vorgelegt haben.
Die Informationen entstammen der Untersuchung von Gesteinen, fossilen Pflanzen und Tieren aus der Grube Messel. Die Grube Messel ist ein tertiärer Maarsee, der damals in einem Archipel von Inseln des eozänen Europas lag, heute nahe Frankfurt am Main. Eine englischsprachige Version dieses Titels ist ebenfalls lieferbar.

Der außergewöhnlich gute Erhaltungszustand der fossilen Funde von Messel hat der Wissenschaft (in vielen Fällen zum ersten Mal) erlaubt, kleinste funktionale Details der Pflanzen und Tiere des ca. 48 Millionen Jahre alten Ökosystems Messel zu erkennen und zu beschreiben: darunter Pflanzen, Insekten, Säugetiere (Pferde!), Reptilien, Amphibien und Fische.

Einführende Kapitel behandeln Messel, seine Bildung als Maarsee, die Bedingungen der Einbettung und Erhaltung der Fossilien und die Geschichte der Entdeckung und Erforschung, seit das erste Fossil im Jahr 1876 entdeckt worden war.

Sieben darauf folgende Kapitel behandeln die Messel-Flora und einzelne Tiergruppen sehr detailliert, illustriert anhand ausgezeichneter Photographien. Es werden paläontologische und entwicklungsbiologische Details der Messel-Fossilien beschrieben und mit Fossilien anderer Fossillokalitäten verglichen.

Das abschließende Kapitel (13) präsentiert eine zusammenfassende Beschreibung der Bedingungen (Klima, Umwelt, Bioten, Erzeuger und Verbraucher, Besetzung ökologischer Räume, ökologische Nischen) des terrestrischen und aquatischen Messel-Ökosystems die aus der Untersuchung der Messel-Proben abgeleitet werden konnten.

Die einmalige, umfassende Darstellung von Messel macht dieses Buch quasi zur Standard-Referenz zum Thema Messel für Wissenschaftler, während die aussagekräftigen Abbildungen von Flora und Fauna auch Fossilienenthusiasten und andere Interessierte begeistern werden.


Aus dem Inhalt

Widmung  V
Grußworte  VII
Vorwort  X
Kapitel 1 Messel – bewegte Vergangenheit, spannende Zukunft  1
Kapitel 2 Die Entstehung des Messel-Maares  7
Der Vulkan und das Maar von Messel  8
Wie sah das Messel- Maar aus?  12
Die Geschichte des Kraters  13
Kapitel 3 Paläoklima – aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen 17
Pollen und Sporen – Blütenstaub dokumentiert Klimaschwankungen  18
Warven – „Jahresringe“ im Seesediment  20
Der Ölschiefer – Ein einmaliges eozänes Klimaarchiv  21
Kapitel 4 Im Tod vereint – die Messeler Grabgemeinschaft  25
Die Krümmung (mit) der Zeit  26
Das Fledermaus-Rätsel  28
Fossile Farberhaltung  30
Todesursache: unbekannt  32
Kapitel 5 Messelforschung – Methoden und Begriffe  35
Graben, Sichern, Präparieren  35
Untersuchung mit Röntgenverfahren und Elektronenmikroskopie  37
Abstammungs- und Verwandtschaftsverhältnisse  38
Artenvielfalt, mathematisch erfasst  40
Kapitel 6 Die fossile Flora von Messel  43
Bearbeitungsgeschichte  43
Systematik der Flora  48
Die Vegetation um den Maarsee  59
Kapitel 7 Juwelen im Ölschiefer – Insekten und andere Wirbellose  63
Weichtiere (Mollusca)  65
Gliederfüßer (Arthropoda)   66
Krebse (Crustacea)  69
Insekten (Insecta, Hexapoda)  70
Paläobiogeografie der Messel- Insekten  101
Kapitel 8 Strahlenflosser – die Fische im Messel-See  105
Das Artenspektrum  105
Paläobiologie  108
Paläogeografie  110
Kapitel 9 Amphibien in Messel – zu Wasser und zu Lande  113
Froschfauna  113
Salamander  117
Kapitel 10 Amnioten – Säuger, Vögel und Reptilien   121
Kapitel 10.1 Echsen und Schlangen – Wärmeliebende Sonnenanbeter  123
Der Messel-Gecko  123
Die Großkopfechse Ornatocephalus  124
Lacertiformes: Der frühe Erfolg  125
Leguanartige: Einwanderer aus der Neuen Welt  132
Schleichen im Unterholz  134
Eurheloderma: Eine frühe Krustenechse  136
Die amphibischen Krokodilschwanzechsen  138
Necrosaurier: Die „Todesechsen“  139
Kleine und große Boas  140
Palaeopython  144
Die Vergesellschaftung der Squamaten  145
Kapitel 10.2 Schildkröten – gepanzerte Überlebenskünstler  149
Die Sumpfschildkröte Palaeoemys messeliana  151
Die Halswender-Schildkröte Neochelys franzeni  153
Unzertrennlich: Die Pärchen von Allaeochelys crassesculpta  154
Die Weichschildkröte Palaeoamyda messeliana  154
Kapitel 10.3 Crocodyliformes – große Klappe, viel dahinter  159
Diplocynodon darwini  159
Diplocynodon deponiae  160
Hassiacosuchus haupti  160
Asiatosuchus germanicus  164
Tomistominae  164
Boverisuchus magnifrons  165
Bergisuchus dietrichbergi  166
Die Gemeinschaft der Crocodyliformes  167
Kapitel 11 Vögel – die artenreichste Wirbeltiergruppe in Messel  169
Große Laufvögel und andere terrestrische Arten  170
Das Vogelleben am Wasser  181
Die Insektenjäger  182
Die Schwalmartigen  182
Segler und frühe Kolibrivorfahren  185
Die baumbewohnenden Vögel des Messel-Urwaldes  188
Eine Vielfalt an Mausvögeln  190
Papageien und Sperlingsvögel  194
Trogone und rackenartige Vögel  199
Einige Rätselvögel   204
Biogeografische Beziehungen  206
Messel- Vögel und tropische Avifaunen  209
Was noch gefunden werden kann  211
Kapitel 12 Säugetiere – eine weitere Erfolgsgeschichte  215
Kapitel 12.1 Beuteltiere – eine Überraschung in Messel  217
Anatomie und Morphologie  217
Paläoökologie   219
Evolution und Biogeografie der Beuteltiere von Messel  221
Kapitel 12.2 Vier ursprüngliche, aber hoch spezialisierte Säugetiere  223
Systematik  223
Die erstaunlichen Anpassungen von Leptictidium  224
Der Fischräuber Buxolestes  227
Der Baumkletterer Kopidodon macrognathus  229
Der Langfinger Heterohyus nanus   231
Paläobiogeografie  232
Kapitel 12.3 Mit oder ohne Stacheln – die Igel-Verwandten  235
Ein fischliebender Igel   236
Macrocranion tenerum: Der kleinste Lipotyphle aus Messel  237
Der dickköpfige Igel mit Schuppenschwanz  238
Paläobiogeografie und Paläoumwelt  239
Kapitel 12.4 Primaten – eine Seltenheit in Messel  241
Die ersten Funde  242
Ida, die kleine Diva von Messel   244
Die weiteren Funde   246
Kapitel 12.5 Fledermäuse – nächtliche Jäger mit Echoortung   249
Die Fledermäuse am Messel-See  249
Flügelformen und Jagdweisen  250
Mageninhalte  251
Was die Gehörschnecken verraten  254
Die Evolution der Echoortung  257
Eozäne Fledermausarten weltweit  261
Kapitel 12.6 Nagetiere – Erfolgsgeschichte mit Biss  263
Systematik der Nagetiere  263
Der große Blattfresser Ailuravus  265
Der kurzbeinige Kletterer Masillamys  266
Hartenbergeromys: Ein noch rätselhafter Nager  267
Eogliravus: Der älteste Schläfer  267
Paläobiogeografie und Paläoumwelt  268
Kapitel 12.7 Ferae – Tiere, die andere Tiere fressen  271
Systematik der Raubtier- und Schuppentierartigen  271
Lesmesodon: Das Scheinraubtier aus Messel  272
Paroodectes feisti: Ein agiler Kletterer  274
Messelogale kessleri: Ein kleiner Räuber  276
Eomanis waldi: Das älteste Schuppentier  277
Euromanis krebsi: Der kopflose Ameisenfresser  279
Eurotamandua joresi: Ein fraglicher Südamerikaner  281
Paleogeografie  283
Kapitel 12.8 Das Aufkommen der Paarhufer  285
Messelobunodon: Ein ursprünglicher Paarhufer  285
Aumelasia: Ein französischer Cousin  287
Eurodexis: Der kleinste Paarhufer aus Messel  288
Masillabune: Ein robuster Pfl anzenfresser  289
Paläogeografie und Paläoumwelt  290
Kapitel 12.9 Unpaarhufer – Urpferde und Tapirartige   293
Die Urpferde (Equoidea)   293
Die Tapirartigen (Tapiromorpha)  299
Kapitel 13 Das Ökosystem Messel  303
Topographie und Chemie des Messel-Sees  303
Das aquatische Ökosystem   304
Das Ufer und mögliche Zuflüsse  305
Das terrestrische Ökosystem   307
Mögliche Ursachen für die große Artenvielfalt in Messel  309
Die Rolle von räumlichen und zeitlichen Nischen  311
Ausblick   313
Literatur  315
Autorenliste  339
Index  343
Danksagung und Abbildungsnachweis  349

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NEU

SB-81_Titelbild

Regina Oehler (Hrsg.)

Biologie und Ethik: Natur im Griff?
Die Sendungen des Funkkollegs

2018, 279 Seiten,
13,4 x 20,5 cm, broschiert,
Senckenberg-Buch 81,
ISBN 978-3-510-61412-7,
€ 17,90

Erscheinungstermin: 8. Mai 2018                     

Die Beiträge des Buches basieren auf den 24 Radiosendungen des hr-iNFO-Funkkollegs „Biologie und Ethik“, die der Hessische Rundfunk 2017/2018 produziert und gesendet hat. Die zentralen Fragen des Funkkollegs „Biologie und Ethik“ und damit auch für dieses Buch, lauten: Wie sollen und wollen wir mit den neuen Möglichkeiten der Biologie umgehen, wie weit dürfen wir in die Evolution eingreifen, in Ökosysteme, in unsere biologische Grundausstattung und in die unserer Kinder und Enkel? Woher nehmen wir unsere Maßstäbe und wie handeln wir sie aus?

Pflanzen nach Maß, Tiere nach Maß – warum nicht auch einmal Menschen nach Maß? Neue Genscheren machen es möglich, immer rascher, einfacher, gezielter und umfassender in unsere Natur einzugreifen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich? Wer zieht die roten Linien, die in der Forschung und in der Anwendung nicht überschritten werden sollen? Wem gehört die Natur mit ihrem großen genetischen Reichtum und den vielfältigen Ökosystemen? Wie viel „natürliche“ Natur brauchen wir, um ein gutes Leben führen zu können? Und wie können wir den rasanten Schwund an Biodiversität bremsen?

Die 24 Sendungen/Beiträge des Funkkollegs „Biologie und Ethik“ sind von ausgewiesenen Fachjournalistinnen und Fachjournalisten verfasst, die das jeweilige Themenfeld abstecken und die Pros und Contras formulieren, indem sie ausgewiesene Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort kommen lassen.

Aus dem Inhalt
Auftakt

01 Leben als Projekt     Regina Oehler
02 Ethiken und Bioethik     Ruth Fühner
Der Griff zum Gen
03 Die Crispr-Revolution: genetisch veränderte Tiere     Michael Lang
04 Epigenetik: wie Umwelt und Verhalten Gene steuern     Hellmuth Nordwig
05 Eingriff in die menschliche Keimbahn: kein Tabu mehr?     Antje Sieb
06 Die Crispr-Revolution: genetisch veränderte Pflanzen     Katrin Zöfel
07 Künstliches Leben: Organismen vom Reißbrett     Michael Lange
08 Die Crispr-Revolution: wie sich ethische Debatten verändern     Regina Oehler
Eine neue Biologie des Menschen?
09 Evolution: vom egoistischen Gen zum kooperativen Individuum?     Volkart Wildermuth
10 Abschied vom Rassendenken: ein neuer Blick auf unseren Genpool     Dagmar Röhrlich
11 Reproduktionsmedizin, Embryonenforschung, Leihmütter-Varianten     Antje Sieb
12 Gentests to go: Was wollen wir wissen, was sollen wir tun?     Christina Sartori
13 Stammzellen, die Fast-Alleskönner     Tanja Stehning
14 Neurofeedback und die Schnittstelle Computer/Gehirn     Volkart Wildermuth
15 Enhancement: schöner, schneller, klüger?     Renate Müller
16 Forschung am Menschen: welche Grenzen für klinische Studien?     Isabel Reifenrath
17 Die Biologie der Ethik Antje Sieb
Biodiversität
18 Artenschwund: die Geschichte der Biodiversität     Monika Seynsche
19 Wem gehört die Natur?     Dagmar Röhrlich
20 Tierschutz? Artenschutz? Naturschutz? Werte im Konflikt     Tobias Klein
21 Züchten, erforschen, schlachten: Wie darf ich mit Tieren umgehen?     Hellmuth Nordwig
22 Landwirtschaft: der Preis der Monokulturen     Silke Schmidt-Thrö
23 Brauchen wir eine Medizin der Erde?     Hellmuth Nordwig
24 Biodiversität und Ästhetik: wann wir uns in der Welt zuhause fühlen     Regina Oehler

Weitere Informationen zum Buch finden Sie auf der Website: www.schweizerbart.de/9783510614127

Weitere Informationen zu dem Funkkolleg finden Sie auf der Website: https://funkkolleg-biologie.de

Bereits erschienen:
Der erste Band zum hr-iNFO-Funkkolleg „Biologie und Ethik“ trägt den Titel: "Biologie und Ethik: Leben als Projekt". Dieses Buch ist eine Anthologie von Texten und möchte dazu anregen, sich aus verschiedenen Perspektiven und ungewohnten Blickwinkeln mit diesen Fragen zu befassen:
Woher kommen wir Menschen, was sind unsere biologischen Wurzeln? Und wohin gehen wir? Nehmen wir unsere Biologie jetzt selbst in die Hand – wenn wir zum Beispiel mit Genscheren tief ins Erbgut eingreifen? Was können und wollen wir erreichen? Was machen wir mit der Natur? Woher nehmen wir die Maßstäbe für unser Handeln und Unterlassen? Wie können wir alle gut auf unserem Planeten Erde leben?

Das Lesebuch versammelt Essays zum Thema, manche Texte sind „Klassiker“, andere ganz aktuell. Die Autorinnen und Autoren sind Wissenschaftler und engagierte Journalistinnen und Journalisten, in vielen Texten wird pointiert Stellung bezogen. Auswahlprinzip ist, vielfältige fundierte Positionen zu zeigen. Zu den Autoren gehören unter anderem Hans Jonas, Giovanni Maio, Jens Reich und E. O. Wilson.

Weitere Informationen, siehe unten.

NEU

SB_78_Biologie_Ethik_Titelbild

Regina Oehler, Petra Gehring, Volker Mosbrugger (Hrsg.)

Biologie und Ethik: Leben als Projekt.
Ein Funkkolleg-Lesebuch mit Provokationen und Denkanstößen

2017, 248 Seiten,
13,4 x 20,5 cm, broschiert,
Senckenberg-Buch 78,
ISBN 978-3-510-61409-7,
€ 15,90

Erscheinugstermin: 27. Oktober 2017


Woher kommen wir Menschen, was sind unsere biologischen Wurzeln? Und wohin gehen wir? Nehmen wir unsere Biologie jetzt selbst in die Hand – wenn wir zum Beispiel mit Genscheren tief ins Erbgut eingreifen? Was machen wir mit der Natur? Woher nehmen wir die Maßstäbe für unser Handeln und Unterlassen? Wie können wir alle gut auf unserem Planeten Erde leben?

Dieses Buch möchte dazu anregen, sich auch unter ungewohnten Blickwinkeln mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Es versammelt Texte führender Forscherinnen und Forscher und engagierter Journalistinnen und Journalisten zum Thema. Auswahlprinzip ist, vielfältige fundierte Positionen zu zeigen. Zu den Autoren gehören unter anderem Hans Jonas, Giovanni Maio, Jens Reich und E. O. Wilson.

Das erste Kapitel „Woher kommt der Mensch?“ zeichnet ein neues Bild von Homo sapiens und beleuchtet vor allem auch die Evolution unserer geistigen, kulturellen und emotionalen Fähigkeiten. Die Kapitel zwei und drei eröffnen Szenarien, wie unsere biologische Zukunft aussehen könnte, und veranschaulichen die Auswirkungen unserer Eingriffe in die Ökosysteme. Im vierten Kapitel werden unsere Ansprüche an uns selbst kritisch begutachtet.

Das Lesebuch „Biologie und Ethik: Leben als Projekt“ erscheint zum gleichnamigen hr-iNFO-Funkkolleg (Start 28. Oktober 2017) und möchte dazu anregen, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und bietet der Leserin und dem Leser anregende Denkanstöße!

Inhalt:

WOHER KOMMT DER MENSCH?
EIN NEUER BLICK AUF HOMO SAPIENS
Johannes Krause: Der Europäer ist auch genetisch ein Potpourri
Nina G. Jablonski: Unsere unbekannte Haut
Volker Sommer: Lug und Trug – Triebfedern der Evolution
Nicholas J. Conard: Vorsprung durch Kunst: Das Glück der neuen Menschen
Melanie Wald-Fuhrmann: Ständchen, Schlaflied oder Kriegsgeschrei? Theorien zum Ursprung der Musik und ihrer Funktion für den Menschen

WOHIN GEHT DER MENSCH?
DEBATTEN ÜBER UNSERE BIOLOGISCHE ZUKUNFT
Jörg Hacker: Der Grund des Lebens
Jens Reich: Dialog über das Klonen von Menschen
Giovanni Maio: Schöner, besser, leistungsfähiger?
David Eagleman: Wer werden wir sein?
Wolfgang Haber, Martin Held, Markus Vogt: Das Anthropozän im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Humanität

WAS MACHEN WIR MIT DER NATUR?
Volker Mosbrugger: Globaler Wandel der Biodiversität
E. O. Wilson: Die Hälfte der Erde: So retten wir die Biosphäre
Josef H. Reichholf: Brauchen wir eine neue Natur?
Bettina Dyttrich: Angeklagt: Kuh, Schaf und Geiß
Florian Schwinn: Ohne Ismus
Eva Jablonka, Marion J. Lamb: Traditionen und kumulierende Evolution: Wie sich ein neuer Lebensstil entwickelt
David Schelp: Im stillen Kämmerlein
White Paper: Tierversuche in der Max-Planck-Gesellschaft

WOHER NEHMEN WIR UNSERE MASSSTÄBE?
Erwin Chargaff: Über das große Dilemma der Wissenschaften vom Leben
Hans Jonas: Auf der Schwelle der Zukunft: Werte von gestern und Werte für morgen
Petra Gehring: Fragliche Expertise: Zur Etablierung von Bioethik in Deutschland
Wolfgang Huber: Das Vorsichtsprinzip
Papst Franziskus: Die von der Forschung ausgehende biologische Innovation
Uta Eser: Naturschutz als gesellschaftliche Herausforderung
Geert Keil: Naturalismus und Biologie
Hubert Markl: Evolutionsbiologie und Menschennatur

Weitere Informationen zum Buch finden Sie auf der Website: www.schweizerbart.de/9783510614097

Weitere Informationen zu dem Funkkolleg finden Sie auf der Website: https://funkkolleg-biologie.de

Cover Senckenberg-Buch 77

Ralf-Dietrich Kahlke & Dick Mol

Eiszeitliche Großsäugetiere der Sibirischen Arktis
Die Cerpolex / Mammuthus-Expeditionen auf Tajmyr

Mit einem Beitrag von Hans van der Plicht
und einem Vorwort von Friedrich F. Steininger

2005, 96 S., 51 Abb.,
durchgehend vierfarbig,
20 x 21 cm, Gebunden,
Senckenberg-Buch 77,
ISBN 3-510-61374-0,
€ 19,80
 

Überreste der eiszeitlichen Mammutfauna faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden. Insbesondere aus den arktischen Dauerfrostböden Sibiriens werden immer wieder beeindruckende Fossilfunde von Fellnashörnern, gigantischen Eiszeitbisons, Moschusochsen und anderen kälteangepassten Säugetieren in unvergleichlicher Überlieferungsqualität gemeldet. Das Spektrum der schockgefrorenen Fossilien reicht dabei von organischen Molekülen bis hin zu kompletten Mammutkadavern.

Ralf-Dietrich Kahlke und Dick Mol, Teilnehmer der internationalen Cerpolex/Mammuthus-Polarexpeditionen auf der sibirischen Tajmyr-Halbinsel, berichten hautnah über neueste Entdeckungen eiszeitlicher Lebensreste weit nördlich des Polarkreises. Die während monatelanger Geländekampagnen unter schwersten klimatischen Bedingungen geborgenen Neufunde werden vorgestellt und in überregionale Zusammenhänge der Eiszeitpaläontologie eingeordnet.

Die Autoren berichten sowohl über die Strategie der technisch hoch gerüsteten Expeditionen, mittels Helikopter und Booten neue Fundstellen aufzuspüren, als auch über Aufbewahrung und Auswertung der Fossilien in tief gefrorenem Zustand unter Tage. Frische Mammutfunde liefern spannende Daten zu den von ihnen bewohnten eiszeitlichen Landschaften. Aus ihren Stoßzähnen lassen sich mittels einer völlig neuen Methode detaillierte Einzelheiten zur individuellen Lebensgeschichte der Tiere ableiten. Neu entdeckte Reste von Eiszeitbisons, Nachweise der nördlichsten Elche der Erdgeschichte und ein 13 000 Jahre altes Rentier-Skelett mit Haut und Haar vervollständigen das Bild von der eiszeitlichen Lebewelt.

Gegen Ende des Eiszeitalters verschwanden viele der großen Eiszeittiere für immer. Nicht in allen Fällen sind uns die Gründe dafür bekannt. Das Buch diskutiert Forschungsansätze, die der Aufklärung ihres Schicksals dienen.

Den beiden sachkundigen Autoren des neuen Senckenberg-Buches ist es gelungen, aktuelle Forschungsergebnisse sowohl für eine naturwissenschaftlich interessierte Leserschaft als auch für den Kreis der Fachwissenschaftler spannend und nachvollziehbar zu erläutern. Dabei kombinieren sie eine Fülle von zum Teil hier erstmals publizierten Informationen mit der Reflexion persönlicher Expeditionserlebnisse und dem Nachzeichnen von Lokalkolorit der sibirischen Arktis. Die dem Band in ansehnlicher Zahl beigegebenen, oftmals spektakulären Illustrationen unterstützen dieses Anliegen und vermitteln darüber hinaus einen Eindruck der unvergleichlichen Schönheit heutiger Tundrenlandschaften.

 Für Buchbestellungen bitte hier weiter.

https://die-welt-baut-ihr-museum.de