Senckenberg am Meer Wilhelmshaven

Cnidaria
Auswirkungen der Massenauftreten von Quallen („jellyfish blooms“)

Medusen (Quallen) treten häufig in Massen auf („jellyfish blooms“) und haben negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Tourismus. Die gelatinösen Körper verstopfen Fischernetzte oder Kühlwassersysteme von küstennahen Industrieanlagen.

siehe dailymail 2011

Insbesondere stark nesselnde Arten vertreiben die Badegäste von den Stränden. Außerdem stellen die Quallen als gefräßige Zooplanktonräuber Nahrungskonkurrenten vieler Fische dar und sind somit eine zusätzliche Bedrohung der ohnehin schon überfischten Fischarten. Auch Aquakulturen sind von in Massen auftretenden Quallen bedroht. Durch die im Herbst 2007 in irischen Lachsfarmen massenhaft aufgetretene „Leuchtqualle“ (Pelagia noctiluca) wurden über 100.000 Lachse getötet

siehe telegraph 2007

Seitdem in den letzen Jahrzehnten weltweit eine Zunahme des Massenauftretens von Medusen ("Jellyfish Blooms") und anderem gelatinösem Plankton in den Meeren registriert wird, steigen die Bemühungen die Ursachen und Zusammenhänge mit veränderten Umweltfaktoren zu erforschen, z.B. im EU-Projekt EUROGEL (EUROpean GELatinous Zooplakton: Mechanisms behind jellyfish blooms and their ecological an socio-economic effects, Laufzeit 2002-2005). Seit dem Jahr 2000 fanden bisher fünf internationale Kongresse zu dem Thema, die "Jellyfish Blooms Symposien", statt: 2000 in Alabama, USA (Hydrobiologia, Volume 451, 2001), 2007 in Coolangata, Australien (Hydrobiologia, Volume 616, 2009), 2010 in Mar del Plata, Argentinien (Hydrobiologia, Volume 690, 2012), 2013 in Hiroschima, Japan (Marine Ecology Progress Series, Volume 510) und 2016 in Barcelona, Spanien (Marine Ecology Progress Series, Volume 591). siehe auch Vorträge

Das "6th International Jellyfish Bloom Symposium" wird im November 2019 in Kapstadt, Südafrika stattfinden

Symposium Webpage

Massenauftreten

 

https://die-welt-baut-ihr-museum.de