Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Besuch der hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (31/08/09), © Senckenberg

„Erfolg von Senckenberg bereichert hessische Forschungslandschaft“

Staatsministerin Kühne-Hörmann hebt bei Besuch in Frankfurt Bedeutung der Biodiversitäts- und Klimaforschung hervor

Prof. Volker Mosbrugger mit der hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann beim Rundgang, © Senckenberg

Prof. Volker Mosbrugger mit der hessischen Wissenschaftsministerin
Eva Kühne-Hörmann beim Rundgang, © Senckenberg


Frankfurt / Wiesbaden, 31. August 2009 _ „Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist in der fachlichen Breite ihrer Forschungsgebiete, in der Qualität ihrer Forschungsleistungen und im Umfang ihrer Sammlungen eine national und international einmalige Einrichtung der Biodiversitätsforschung.“ Mit diesen Worten hat Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann die Arbeit der Institution gewürdigt. „Der Erfolg von Senckenberg in den vergangenen Jahren hat die hessische Forschungslandschaft bereichert und positiv verändert. Der Wissenschaftsstandort Hessen ist auf Grund dieser Entwicklung attraktiver geworden.“

Bei ihrem Besuch des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums in Frankfurt informierte sie sich besonders über das „Biodiversität und Klima Forschungszentrum“ (BiK-F), das seit 2008 aus dem Forschungsförderungsprogramm LOEWE des Landes unterstützt wird. Klimawandel und Biodiversitätsverlust rückten immer stärker in den Blickpunkt, sagte die Ministerin. „Zweifellos müssen sich die Akteure in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in den nächsten Jahren intensiv damit befassen. Forschung und wissenschaftliche Erkenntnisse sind dabei als Grundlage für Entscheidungen mehr denn je gefragt.“

Prof. Volker Mosbrugger überreicht der Staatsministerin eine Steineiche aus dem BiK-F-Projekt "Wald der Zukunft" sowie einen 47 Millionen alten Barsch aus dem UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel, © Senckenberg Prof. Volker Mosbrugger überreicht der Staatsministerin eine Steineiche aus dem BiK-F-Projekt "Wald der Zukunft" sowie einen 47 Millionen alten Barsch aus dem UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel, © Senckenberg

Das Land fördere daher das „Biodiversität und Klima Forschungszentrum“ zur Untersuchung der Wechselwirkungen von Klima und Biosphäre binnen drei Jahren mit rund 22 Millionen Euro. Zusätzlich würden im Rahmen von LOEWE Baumittel von 21,7 Millionen Euro für die Sanierung des alten Pharmazie-Gebäudes der Universität in unmittelbarer Nähe des Senckenberg-Komplexes bereitgestellt, um die Wissenschaftler dort adäquat unterzubringen und dem Zentrums-Gedanken räumlich gerecht zu werden.

„Das LOEWE-Zentrum „Biodiversität und Klima“ in Frankfurt einzurichten, bot sich insbesondere deshalb an, weil der Standort mit Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum und der Universität Frankfurt eine in Deutschland und sogar weltweit einmalige Verbindung von wissenschaftlichen Fachdisziplinen auf dem Gebiet der organismisch geprägten Biodiversitäts- und Klimaforschung aufweisen kann“, sagte Kühne-Hörmann. Sie wies darauf hin, dass das Zentrum zur Sicherung der Nachhaltigkeit nach Ablauf der LOEWE-Förderung in die Bund-Länder-Finanzierung der Leibniz-Gemeinschaft übernommen werden soll.

Der Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Prof. Volker Mosbrugger, betonte den ökologischen, aber auch ökonomischen Nutzen der Biodiversitätsforschung. Er erläuterte zudem einen Vorschlag zum Umbau des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums auf dem Bockenheimer Areal nach Auszug der Universität.

Eva Kühne-Hörmann beim Eintrag ins Gästebuch, © Senckenberg
Eva Kühne-Hörmann beim Eintrag ins Gästebuch, © Senckenberg  

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