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SO 250 KuramBio II Blog

Erreichen der ersten Station // Arrival at first Station

18.08.2016, 13:02

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Der nautische Meilen-Countdown zur ersten Station hielt uns bis 1 Uhr morgens wach. Unsere Expeditionsleiterin und der Kapitän vereinbarten den Einsatzplan leicht zu ändern, und mit einer „flacheren“ Station in ca. 5000 m zu beginnen, um nicht im Hadal (bei 8000 m) bei Sturm zu starten. Im Hangar waren nur die Wachgänger und einige Kolleginnen und Wissenschaftler die zusahen wie sich der Nebel langsam auflöste als sich die Luft in der Nacht abkühlte. Wir waren nur ein paar Forscher, die zusammen mit einigen Elektronikern den Einsatz der CTD vorbereiteten (Messung von Leitfähigkeit, Temperatur und Wassertiefe), fast alle anderen schliefen in der Nacht und erholten sich von der anstrengenden Mischung aus Jetlag und Seekrankheit. Die CTD Messungen eignen sich auch für die Korrelation der Wassersäulendaten mit anderen Messungen sowie  die Kalibrierung anderer Instrumente. Tatsächlich liefert sie auch Informationen über die Geschwindigkeit des Schalls, Informationen, die für Melanie Steffen aus Hamburg wichtig sind, um den Meeresboden zu kartieren, bzw. ihre Geräte zu kalibrieren. Daher wurden wir bei der ersten Station von Elektronikingenieuren eingewiesen, um uns mit der Arbeitsweise des Gerätes vertraut zu machen, die Kabelverbindungen zu überprüfen und die Computer-Parameter zu überwachen für die Echtzeit-Erfassung der ersten Daten an der ersten Station.

Station 1 in dem CTD-Kontrollraum.© Angelika Brandt
Station 1 in dem CTD-Kontrollraum
© Angelika Brandt

Feldarbeit ist eine große Chance, denn die Wochen theoretischer Ausbildung und praktischer Erfahrungen sind immer sehr lehrreich. Die CTD Sensoren sammeln Daten der abiotischen Parameter, zusätzlich ist die CTD mit 24 Wasserschöpfern ausgestattet, die in verschiedenen Wassertiefen ausgelöst werden können und Wasserproben an Deck holen können. Alles hat gut funktioniert und wir stellten schnell fest, dass wir bereits nach kurzer Zeit gute Daten hatten um die Wassersäule der ersten Station zu charakterisieren.

Die CTD wird zum ersten Mal eingesetzt. © Angelika Brandt
Die CTD wird zum ersten Mal eingesetzt
© Angelika Brandt

Wir befinden uns am Rande des Kurilen Grabens, der noch einmal weitere 5000 Meter Wassertiefe bereithält, die wir ebenfalls mit einigen Stationen in den nächsten Wochen bearbeiten wollen. Im Augenblick um 10 Uhr morgens ist ein Multinetz auf dem Weg an Deck, welches die ersten Tiere aus der Wassersäule zu uns ins Labor von der Expedition SO 250 bringen soll. Bleibt dran!

geblogged von:
Franck Lejzerowicz,
Institut für Genetik und Evolution, Universität Genf, Schweiz


 

Daily log 18, August 2016


Arrival at first station

 

The nautical miles countdown to the first station kept us awake until 1 am. Our expedition leader and the Captain agreed on slightly changing the station plan in order to start with a shallow station and avoid potentially severe gale. In the empty hangar only the watchman and few fellow scientists witnessed the fog whither as the night freshened the air. We were just a couple of researchers prepared for the deployment of the CTD (Conductivity, Temperature, Depth) so that others can recover from the exhausting blend of jetlag and seasickness. Nevertheless, CTD measurements are crucial to identify sampling areas appropriate for later coring and trawling instruments. Indeed, it provides information about the speed of sound, which is important for Melanie Steffen (ZMH) to map the ocean floor. Hence, we were offered a briefing from the electronic engineers in order to set the gear instruments, the cable connections and the computer parameters ready for real-time acquisition of the first data.

Station 1 in the CTD control room. © Angelika Brandt
Station 1 in the CTD control room
© Angelika Brandt

Fieldwork is a chance: it is worth weeks of theoretical training. On the gear frame are latched CTD sensors automatically gathering abiotic parameters values as well as 24 bottles that can be closed remotely to capture water samples at different depths. Everything went just fine and safe and after a short but rightful rest, I noticed that the bathymetric information was already processed and the benthic station defined.

The CTD being deployed for the first time. © Angelika Brandt
The CTD being deployed for the first time
© Angelika Brandt

We are positioned above “only” 5000-meters of water at the edge of the Kuril-Kamchatka Trench, which is twice deeper and that we will be sampling over the next weeks. Right now (10 am), a sophisticated set of nets aquipped with CTD sensors as well is on its way up from the abyss. We are all very excited, the Multi-net it is the first animal sampling instrument deployed on SO250. Stay tuned!

blogged by:
Franck Lejzerowicz
Department of Genetics and Evolution, University of Geneva, Switzerland



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