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Exkursion zur ökologischen Station Chiquitos - Teil III

24.11.2015, 11:31

 

Jungle

Das nächste Expeditionsziel war das Refugio Los Volcanes am Fuße des Nationalparks Amboró. Dort angekommen wurde on den Expeditionsteilnehmern zunächst das Gelände sowohl terrestrisch als auch limnisch inspiziert, bevor es am Nachmittag auf die erste Tour mit einem Guide ging. Diese führte, wie auch die der darauffolgenden Tage, vom Tal durch den Wald auf die umliegenden Tafelberge.
Die das Tal umgebenden Wälder bergen etliche botanische Sehenswürdigkeiten; hiervon seien neben Lianen und Brettwurzelbäumen v.a. die artenreich vertretenen Ochideen, Tillandsien und Bromelien erwähnt. Letztere kommen sowohl als typische Baumepiphyten, als auch an steilen Felshängen vor, wo zwischen ihnen auch kleine Leguane (Tropidurus melanopleurus) beobachtet wurden.
Wieder im Tal angekommen unternahmen die beiden Expeditionsleiter (Christian Melaun, Raphael Frank) in Begleitung eines Nachwuchs-Guides erneut eine Tour, diesmal in unmittelbarer Umgebung, mit dem Ziel Schlangen zu finden. Im hohen Gras trat einer der beiden auf eine Lanzenotter (Bothrops cf. sanctaecrucis), die jedoch zahlreichen Berichten zum Trotz nicht zum Abwehrbiss ansetzte. Dieser erfolgte jedoch, als der andere Betreuer das Tier aus dem hohen Gras nahm, um es besser beobachten zu können. Leider verschwand das Tier danach sehr schnell im Dickicht bevor es fotografiert werden konnte. Bei der weiterführenden Suche wurde eine Vogelspinne (Brachypelma vagans) gefunden.
Entomologisch waren Coleoptera zu finden, erneut eine Reduviidae, sowie mehrere Bremsenarten (Tabanidae). Im Gegensatz zu San Sebastian wo es auf den Weiden zahlreiche bodenbewohnende Termitenarten gibt, konnten im Refugio Los Volcanes lediglich waldbewohnende Arten beobachtet werden, die ihre Nester an Bäumen anlegen. Simuliidae konnten zwar nicht beobachtet, aber aufgrund ihres Fressverhaltens nachgewiesen werden.
Bedauerlicherweise konnten keine Andenkondore (Vultur gryphus) gesichtet werden, wohl jedoch Königsgeier (Sarcoramphus papa), ebenso wie verschiedene Amazonenarten (Amazona spp.) und Soldatenaras (Ara ambiguus).
Vor der Rückkehr nach Santa Cruz bekamen die Exkursionsteilnehmer einen weiteren interessanten Fund gezeigt: eine leider frischtote tropische Klapperschlange (Crotalus durissus terrificus).
Von da aus ging es dann weiter zum Treffpunkt wo der Fahrer bereits wartete, um die Expeditionsteilnehmer nach Santa Cruz zu bringen.

Spinne

SchlangeKäfer




 

 

 

 





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