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Ohne Moos nix los?! Zwei neue Moostier-Arten entdeckt

10.11.2015, 13:56

 

Raxifabia Oligopora
Raxifabia Oligopora

Zwei neue Moostierarten hat ein Forscherteam rund um Kei Matsuyama von Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven beschrieben. Die Proben stammen von einer Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff „Sonne“ in den südlichen, indischen und pazifischen Ozean. Während dieser wurden die Auswirkungen des immer mehr zunehmenden unterseeischen Bergbaus auf die Population und Verbreitung benthischer Gemeinschaften, zu denen auch Moostiere (Bryozoa) gehören untersucht.
Moostiere sind sessile – das heißt festsitzende – Tiere, die sich in Kolonien formatieren und in fast allen Gewässern der Welt auftreten.

Bei der Untersuchung der Proben, gelang es den Forschern neun verschiedene Arten der nur millimetergroßen Tiere zu beschreiben, zwei davon, Raxifabia oligopora und Opaeophora triangula zum ersten Mal. Während Opaeophora triangula bereits 2002 gesammelt wurde, gelang es den Forschern Raxifabia oligopora 2010 zu Tage zu fordern.

 

Opaeophora triangula
Opaeophora triangula

Derzeit sind etwa 5.600 rezente und 16.000 fossile Arten der Bryozoa bekannt. Besonders in der Geologie sind die Tierchen von hohem Wert, da sie relative Altersbestimmungen von Gesteinsschichten zulassen.
Wenn auch große Teile des Pazifiks noch nicht auf Moostierpopulationen untersucht wurden, trägt dieser Fund zweier, bis dato noch nicht beschriebener Arten zu dem Verstehen und Wissen über Moostiere bei und soll Aufschluss über die Effekte des unterseeischen Bergbaus geben.

 

 

Text: Cordula Richter



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