Blogansicht

Mongolei-Blog

30.07.2016 - Auf Mäusejagd in die Mongolei

20.09.2016, 10:47

Nach der knapp zehnstündigen Flugreise mit der mongolischen Airline MIAT und einem Zwischenstopp in Moskau kommen wir schließlich in der Hauptstadt Ulaanbaatar an und werden freundlich durch Prof. Dr. Lkhagvasuren und seinem Bruder Davka empfangen. Draußen steht schon einer der zwei russisch-robusten Kleinbusse (UAZ) bereit, welche uns die nächsten drei Wochen sicher durch das wunderbare mongolische Land bringen werden.

(c) K. Lammers

Alljährlich führen Senckenberg-Wissenschaftler die so genannte Summer School in Kooperation mit der Nationaluniversität der Mongolei in Ulaanbaatar in der mongolischen Steppe durch. Die praktischen Lehrveranstaltungen richten sich an mongolische Studenten. Dieses Jahr ist es das erste Mal, dass deutsche Studierende dabei sind. Mein Studienkollege Rico Apenborn und ich, Katrin Lammers, vom Studiengang Biotechnologie und angewandte Ökologie am IHI Zittau (TU Dresden) dürfen uns glücklich schätzen, daran teilzunehmen.

Für Prof. Dr. Hermann Ansorge und Margit Hanelt vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Abteilung Mammalogie, als erfahrene Gastprofessoren an der Nationaluniversität der Mongolei und gute Freunde der mongolischen Kollegen, gehört es schon fast zur Tradition die Summer School für mongolische Studenten zu halten.

In enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Lkhagvasuren wird in den nächsten drei Wochen an verschiedenen Standorten Feldforschung betrieben, in der die Kleinsäugerfauna der Mongolei untersucht werden soll. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf dem Fangen, Präparieren und Bestimmen von Kleinsäugern.

Zunächst sind wir im International Student Dormitory untergebracht. Dies ist unweit von der Nationaluniversität gelegen und man erreicht die wichtigsten Punkte schnell und einfach per Fuß. Da Rico und ich länger als vier Wochen in der Mongolei verbringen möchten, um Daten zur Hausmauspopulation für unsere Masterarbeit zu sammeln, müssen wir der Immigrationsbehörde noch einen kleinen Besuch abstatten.

Die nächsten drei Tage können wir uns auf die Exkursion, die uns in den Norden des Landes führen wird, vorbereiten und nebenbei etwas die Hauptstadt erkunden. Hermann und Margit haben noch einige Termine wahr zu nehmen, wie zum Beispiel einen Besuch beim Botschafter und im Kulturministerium.

Einen Tag vor Abreise aus Ulaanbaatar lernen wir die mongolischen Studenten kennen: Maggy, Choi und Tseenee. Wir alle packen mit an, als es heißt, das Equipment für die Expedition zusammen zu suchen. Wer hätte gedacht, dass bei einem solchen Vorhaben, drei Wochen Camping pur plus real fieldwork, so viel Vorbereitungs- und Organisationstalent von Nöten ist... Gott sei Dank haben wir Margit mit dabei, die stets den Überblick behält!



Vorheriger Eintrag

Eigenen Kommentar hinzufügen




Kommentar absenden

https://die-welt-baut-ihr-museum.de