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Mongolei-Blog

03.08.2016 - Die Jagd beginnt

20.09.2016, 10:58

Da wir nun an unserem Ziel sind heißt es: Kleinsäuger fangen. Also legen wir am nächsten Morgen die ersten Traplines am Berghang aus. Uns werden zunächst die Sherman-Fallen, die wir für Maus & Co. verwenden, nähergebracht, dann wie man sie am besten auslegt und, dass man stets eine kurze Habitatbeschreibung durchführen sollte. In unserem Fall handelt es sich bei der ersten Trapline um eine Feuchtwiese im Übergang zum Lärchenwald. Wir schätzen die jeweiligen Bedeckungsgrade der Moos-, Kraut-, Strauch- und Baumschicht und nehmen außerdem – ganz wichtig – die Koordinaten und die Höhe über dem Meeresspiegel mit einem GPS-Gerät auf. Die Fallen bestücken wir mit gelben Reis, Buchweizen und Schokolade und markieren jeden Fallenstandort mit einem roten Fähnchen, damit die Fallen bei der Kontrolle leichter wiedergefunden werden können.

Trapline 2 legen wir weiter oben am Berghang im feuchten Lärchenwald mit Salix aus. Wir versprechen uns viel von diesem Standort, v. a. was die Wühlmäuse angehen. Aber wir wollen auch Pfeifhasen fangen und dafür legen wir etwas größere Sherman-Traps vor Kolonieeingänge, die wir in Bereichen mit wesentlich weniger Vegetation vorfinden. Außerdem haben wir Trichterfallen, die wir in den Boden eingraben, und die kleineren Sheffel-Fallen dabei. Diese stellen wir ebenfalls im Tal in teilweise recht feuchte Wiesenbereiche auf.

Ein paar Sherman-Traps heben wir für Hausmäuse auf. Nachdem wir uns und unser Vorhaben der benachbarten Familie bekannt gemacht haben, gestatten sie freundlich und hilfsbereit und vielleicht ein wenig amüsiert, dass wir die Fallen bei ihnen in der Ger und im Garten aufstellen können.

(c) K. Lammers(c) K. Lammers  

(c) K. Lammers



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