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Mongolei-Blog

24.08.2016 MIT DER TRANSSIB NACH SUKHBAATAR

27.09.2016, 10:57

Obwohl Sukhbaatar nur rund 400 km nördlich von der Hauptstadt entfernt liegt, benötigen wir über neun Stunden mit der alten Transsib. Der Zug ist genauso, wie ich mir ihn immer vorgestellt hatte. Eine alte Eisenbahn, prachtvoll, hochwertig und robust gebaut, welche je Abteil das Wasser in einem Boiler durch Kohlefeuerung erwärmt, damit die Reisenden Tee serviert bekommen können. Der Zug ist ausgesprochen sauber und gepflegt; die Toiletten dürfen nur entfernt größerer Städte benutzt werden...

(c) K. Lammers  (c) K. Lammers

Wir liegen zu zweit in einer Vier-Bett-Schlafkabine und bekommen Tee und Bettbezug für die Nachtfahrt. Ich denke darüber nach, wie wir – nun das erste Mal mehr oder weniger alleine unterwegs – den Mongolen erklären wollen, was wir arbeiten und warum wir Fallen aufstellen. Es bleibt spannend.

Ich kann die ganze Nacht kaum schlafen, da ich viel zu sehr damit beschäftigt bin, die letzten Erlebnisse zu verarbeiten. Außerdem wissen wir gar nicht genau wann wir ankommen. Diese wichtige Information steht nicht auf dem Zugticket und die Schaffnerin versteht unser Anliegen nicht so recht als wir nach Auskunft fragen, also bleibe ich auf, um den Ausstieg nicht zu verpassen...

Als ich liegend aus dem Fenster in den Sternenhimmel hinaufschaue bin ich sogar froh wach zu sein, denn es ist ein atemberaubender Augenblick und ich kann es nicht fassen, dass ich mit der berühmten Transsib fahren darf.

Wir kommen gegen 05:00 Uhr in der Frühe in Sukhbaatar an; es ist noch dunkel und wir haben jede Menge schweres Gepäck. Glücklicherweise hat uns Martin schon in seinem Hotel, 200 m vom Bahnhof entfernt, angekündigt, sodass wir unkompliziert einchecken und gleich ins Bett fallen können. Ein paar wenige Stunden Schlaf will ich dann doch noch nachholen.



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