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Mongolei-Blog

16.09.2016 AUF MÄUSEFANG IN DER HAUPTSTADT

14.10.2016, 10:57

Rico und ich haben uns dazu entschlossen ein paar Tage in Ulaanbaatar zu fangen. Ulaanbaatar ist ein wichtiger Umschlagspunkt und Mäuse sind gute Hitchhiker, also warum sollten wir es nicht auch hier probieren?!

(c) K. Lammers

Wir machen uns Gedanken, wie wir am besten an die Sache rangehen. Nach unserer Rückkehr aus Khustai besprechen wir zunächst mit der Studentenwohnheims-Leitung, ob und wo wir in dem Gebäude Fallen aufstellen können. Wie immer sind nicht nur die Managerin, sondern auch die Reinigungskräfte und die Wachmänner überaus hilfsbereit. Eine Maus sei hier offenbar schon gesichtet worden. Damit räumen wir uns gute Chancen ein. Außerdem lässt der deutschsprechende Wachmann seine Kontakte für uns spielen und uns wird von einem dieser Kontakte versprochen, gemeinsam die Ger-Viertel abzuklappern...

Am Montag besuchen wir Lkhagva in seinem Büro in der Uni. Er ist zurück von seiner Altai-Tagungstour, die er mit Usukhuu antrat. Er schreibt uns einen Zweizeiler auf Mongolisch, den wir vorzeigen können, falls wir wieder auf Menschen treffen, die kein Englisch sprechen – das macht die Sache doch um einiges leichter.

Rico und ich ziehen los und fragen vordergründig in Restaurants und Bäckereien in unserem Bezirk nach. Doch leider lässt uns hier keiner die Fallen aufstellen. In einem kleinen Supermarkt fragen wir den alten Verkäufer, ob wir im Lager unsere Fallen stellen dürfen. Prinzipiell hätte er nichts dagegen, allerdings weist auch er uns darauf hin, dass es hier keine Mäuse gäbe. Er spricht ein paar wenige Wörter auf Englisch und begründet seine Aussage mit: „In Ulaanbaatar very good poison.“ Das glauben wir ihm gerne, andererseits haben wir nach der ersten Fangnacht im Studentenwohnheim eine Hausmaus gefangen, also gibt es offenbar noch welche.

Irgendwie hatten wir uns das leichter vorgestellt. Gerade in der Hauptstadt. Bisher waren die Leute immer froh, wenn wir ihnen ein paar Mäuse abgenommen haben. Fallen durften wir zumindest immer ohne große Schwierigkeiten aufstellen; hier in Ulaanbaatar finden wir leider keinen neuen Fallenstandort.



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