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Sonne Expedition - FS Sonne SO239

Kinderstube in der Tiefsee

08.04.2015, 17:38 von Benutzer Viola Siegler, Kommentare 1 Kommentar

Kinderstube in der Tiefsee

Stars of the CCZ
Stars of the CCZ. Photo- Geomar

Ein Résumé zur Halbzeit unserer Expedition in die CCZ: Unsere Geräte haben erstaunliche Lebewesen zu Tage gebracht, und jede Probe hilft uns, diesen besonderen Lebensraum besser zu verstehen. Die meisten unserer anfänglichen Fragen können wir jedoch erst zuhause beantworten, sobald wir die Proben analysiert haben, die auf dieser Reise gesammelt wurden.
Falls der Tiefseebergbau wirklich zur Realität wird, können Arten gestörte Gebiete wiederbesiedeln? Dies ist eine der Hauptfragen hinter diesem Projekt und hinter JPIOceans, d.h. die Auswirkung des Manganknollenabbaus zu ergründen. Die Wiederbesiedlung eines Gebietes hängt zum einen von der Einwanderung von Organismen während ihrer Larval-, Jungtier- oder adulten Phase ab, sowie von ihrem Lebenszyklus. Die meisten meiner Kollegen an Bord nutzen genetische Hilfsmittel, um herauszufinden, ob Tiere von unterschiedlichen Regionen miteinander verwandt sind. Das bedeutet, dass ein Austausch von Genen zwischen unterschiedlichen Populationen aus unterschiedlichen Regionen stattfindet. Meine Forschung hingegen befasst sich mit der Fortpflanzungsökologie und dem Lebenszyklus unterschiedlicher Arten. Hierfür nutze ich Proben von fast jedem Probennahmegerät an Bord, um Individuen unterschiedlicher Gruppen, Größen und Lebensphasen untersuchen zu können. Beispielsweise bekomme ich mit dem Epibenthosschlitten Jungtiere von Schlangensternen, mit dem ROV die ausgewachsenen Individuen, und mit der Sedimentfalle, die an einem der Lander befestigt ist, hoffe ich die Larven unterschiedlicher Tiergruppen zu sammeln. Nach dieser Expedition werde ich meine Proben genauer analysieren. Besonderes Augenmerk widme ich dabei der Entwicklung der Geschlechtszellen von unterschiedlichen Individuen, um die Fortpflanzungsbiologie einiger Arten, die wir angetroffen haben, zu entschlüsseln.
Nennt mich ruhig wissbegierig, aber das bin ich aus gutem Grund: Zusammen mit den Ergebnissen meiner Kollegen können diese Daten helfen, das Wiederbesiedlungspotenzial der vom Abbau betroffenen Gebiete abzuschätzen.
Aber Wissenschaft beiseite, wir freuen uns schon auf Ostern und auf die zweite Hälfte unserer Fahrt. Also, bleibt dran!

Ana Hilário


 
The deep sea in its infancy

We are now halfway through our expedition to the CCZ. We have seen amazing creatures and every sample we take brings us closer to understand life in this peculiar area of the ocean floor. However, most of our initial questions can only be answered back at home, when we analyse all the samples that are being collected throughout this extraordinary journey.
When deep-sea mining becomes a reality will species be able to re-colonize the mined areas? This is one of the main questions behind this cruise and the project JPIOceans - Mining Impact. Colonization of an area will depend on immigration of organisms during larval, juvenile or adult stages and also of their life cycle. While most of my colleagues on board use genetic tools to find out if animals from different places are related to each other, that is, if there is exchange of genes between populations from different places, my research is focused on the reproductive ecology and life cycle of the different species. For this purpose I use samples from almost all the sampling gear we have on board to collect animals of different groups, sizes and life-stages. For example, with the epibenthic sledge I can get juvenile stages of the same brittle stars that we collect as adults with the ROV, and with the sediment trap placed in one of the landers I hope to collect larvae from different organisms. After the cruise I will analyse all the samples, in particular I will look at the development of the gonads of different individuals, and unveil the reproductive biology of some of the species we encountered. You may call me nosy, but it's for a good reason! Together with my colleagues' results these data will help to predict the potential of re-colonization of the mined areas.
Science aside, we are getting ready for Easter... keep following us!

Ana Hilário
University of Aveiro



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1 Kommentar zu "Kinderstube in der Tiefsee"

Charlesrot schrieb am 22.06.2017 um 03:01
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