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MSM55 - ARCA

Zurück im sicheren Hafen

05.07.2016, 13:06

Arctic Carbonate Factories (Svalbard) - M.S. Merian 55

Am Mittwochvormittag haben wir den Hafen von Longyearbyen erreicht, die Reise ist zu Ende. Die technischen Geräte müssen verpackt werden, die Kammern geputzt und geräumt. Für die Teilnehmer der Expedition ARCA geht es zurück in den Alltag, wo sommerliche Temperaturen und ein großer Haufen Arbeit warten.

Von Viola Kiel

Drei Wochen auf See sind vorüber. Die Maria S. Merian ist im Hafen von Longyearbyen, der größten Stadt auf der Inselgruppe Svalbard, angekommen und wartet auf eine freien Platz an der Pier zum Anlegen. Die Arbeit in beiden Forschungsgebieten ist beendet und die Wissenschaftler haben viel im Gepäck: Proben, die ausgewertet, und Erlebnisse, die erzählt werden wollen.

Der überschaubare Hafen von Longyearbyen.
Der überschaubare Hafen von Longyearbyen. © Viola Kiel

An Bord mischen sich Aufbruchsstimmung und Vorfreude mit ein wenig Wehmut. Den ganzen Tag über wurde verstaut, verschraubt und festgezurrt, was die vergangenen 20 Tage im Einsatz war. Insgesamt eine Tonne Proben bringen die Forscher aus Spitzbergen mit in ihre jeweiligen Institute – bis alle Ergebnisse der Ausfahrt vorliegen, kann es Monate oder sogar Jahre dauern.

Kapitän Ralf Schmidt (Mitte) gesellt sich für ein Abschiedsfoto zur Runde der Wissenschaftler.
Kapitän Ralf Schmidt (Mitte) gesellt sich für ein Abschiedsfoto zur Runde der Wissenschaftler. © Solvin Zankl

Das Einzige, was während der Expedition zum Forscherglück gefehlt hat, war ein Eisbär.
Das Einzige, was während der Expedition zum Forscherglück gefehlt hat, war ein Eisbär. © Viola Kiel

Um ein Uhr nachts – es ist so hell, dass es genauso ein Uhr mittags sein könnte – setzen wir nacheinander im Schlauchboot über. Die letzten Meter zum ebenfalls übersichtlichen Flughafen bringt uns ein Bus und wir fahren noch einmal an der Maria S. Merian, die im bräunlichen Wasser auf Reede liegt, vorbei.

Über Oslo fliegen die Forscher in fast alle Himmelsrichtungen zurück und wegen sehr knapp kalkulierter Umsteigezeiten geht das Abenteuer für einige noch ein paar Stunden weiter. Und dann? Wer kann, gönnt sich einen ausgiebigen Mittagsschlaf und träumt vielleicht noch ein bisschen von der Zeit in der Arktis.



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