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Die wunderbare Welt in 9500 m // Phantastic world in 9500m

16.09.2016, 15:51

Russian Version

Tagebuch, 16. September 2016

Die wunderbare Welt in 9500 m

Vier Wochen ist es her, dass wir mit der Sonne in See gestochen sind. Und endlich war es dann auch soweit, wir haben die 9500 m Station erreicht. Nachdem alle Geräte unten waren hat nur noch das AGT gefehlt. Alle waren sehr aufgeregt, welche kuriosen Tiere er wohl hochbringen mag.

Zeichnung von Kirill Minin
Zeichnung von Kirill Minin

Endlich, nach 14 Stunden warten kam er endlich raus – voll mit wertvollem Tiefsee Sediment. Beim Sieben hat sich schnell rausgestellt, dass zwei sehr abundante Arten vorkommen. Die Seelilien und die Seegurken („Meerschweine“). Da wir Wissenschaftler sind, haben wir uns natürlich die Frage gestellt, wie diese beiden doch so häufig vorkommenden Arten miteinander koexistieren könnten. Natürlich kann man versuchen Theorien über eine mögliche Räuber-Beute-Beziehung aufzustellen, aber die folgende Idee schien uns doch weitaus realer: Stellen Sie sich eine wunderbare Unterwasserwelt vor. Ja richtig, da gibt es wahrscheinlich keine farbenfrohe Korallen, woran man jetzt als erstes denkt, ebenso wenig Fische oder Algen. Aber stellen Sie sich doch einfach einen sandigen mit Steinen verzierten Boden vor. Nun wird das Bild vervollständigt mit einer gelben Wiese aus Seelilien.

„Seelilie“ (Crinoidea), ein Haarstern. © Anastassia Maiorova
„Seelilie“ (Crinoidea), ein Haarstern.
© Anastassia Maiorova

Und vereinzelt kann man ein paar Meerschweine dabei beobachten, wie sie die Seelilien abpflücken und sich gegenseitig damit beschenken. Sie haben dort einen wunderbaren, friedlichen Tag auf dieser leuchtend gelben Wiese. Willkommen im Unterwasser-Paradies der Meerschweine ;).

„Meer Schwein“ (Seegurke). © Anastassia Maiorova
„Meer Schwein“ (Seegurke).
© Anastassia Maiorova

Der Vorstellung sind nun keine Grenzen mehr gesetzt. Wir hoffen, wir konnten Ihnen ein Lächeln mit unserer kleinen Idee ins Gesicht zaubern.

Bis bald!

geblogged von:
Melanie Fuchs Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, Kirill Minin, P. P. Shirshov Institute of Oceanology, Russian Academy of Sciences, Moscow, Russia und  Angelina Eichsteller, Goethe-Universität Frankfurt

 


 

Daily log, 16. September 2016

Phantastic world in 9500m

 

Now we are four weeks sailing with the research vessel Sonne. Finally, we arrived at the 9500 m station on Wednesday. The AGT was the last gear to be deployed. All scientists were so excited about which bizarre and scientifically interesting or novel animals we would catch.

Drawing from Kirill Minin
Drawing from Kirill Minin

Then, after 14 hours of waiting, the trawl came up– full with phantastic deep-sea sediment. While sieving we recognized very quickly, that there were two abundant species. The sea cucumbers, called ‘sea pigs’ and the sea lilies. As we are scientists we started to ask questions. How is the relationship between these abundant species at these hadal depths? You might think, that they have a predator-prey relationship, but we have a much better idea: Imagine a wonderful underwater world. Yes, you are right, there are no colourful corals, algae and only few fish. Therefore, just think of a seafloor with sand and stones. ..and the ocean bottom covered with nice, yellow sea lilies.

„Sea lily“ (Crinoidea). © Anastassia Maiorova
„Sea lily“ (Crinoidea). © Anastassia Maiorova

Somewhere you can see the sea pigs picking up some of these sea lilies for each other. They have a wonderful day down there in this beautiful sea lily meadow. Welcome to the underwater paradise of sea pigs.

 „Sea pig“ (sea cucumber). © Anastassia Maiorova
„Sea pig“ (sea cucumber). © Anastassia Maiorova

We hope we could whip a smile into your face with our imagination!

blogged by:
Melanie Fuchs Research Institute und Natural History Museum Senckenberg, Kirill Minin, P. P. Shirshov Institute of Oceanology, Russian Academy of Sciences, Moscow, Russia and  Angelina Eichsteller, Goethe-University Frankfurt

 

 



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